Zwei Katzen in Kasachstan

Tyger

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Schließlich erreichten wir Aralsk. Eins der Ziele, von denen wir uns am meisten versprochen hatten, war der Aralsee gewesen, der in den letzten Jahrzehnten zu großen Teilen ausgetrocknet ist. So machten wir uns also auf in Richtung Wasser durch eine sehr flache, nur niedrig bewachsene Landschaft. Von Aralsk, einer einstigen Hafenstadt, war es ein weiter Weg bis zum Wasser. Irgendwann kam es dann in der Ferne in Sicht, doch der Weg wurde unbefahrbar, weil allzu tief aufgewühlt. Allerdings war er wieder trocken und fest, und auch das bewachsene Land neben dem Weg fühlte sich beim Darüberlaufen sicher und fest an. Also fuhr ich vorsichtig neben dem Weg entlang und blieb sicherheitshalber weit vor dem Wasser stehen, um den Rest des Weges lieber zu Fuß zu gehen. Dabei stellte ich fest, dass es nicht möglich war, das ferne Wasser zu erreichen, ohne vorher im Schlamm zu versinken. Also zurück zum Auto - doch das war in den scheinbar festen Boden so weit eingesunken, dass es auch mit Allradantrieb nicht mehr herauskam.
Kurz - es wurde ein langer beschissener Abend und der absolute Tiefpunkt unserer Reise. Zwei Fischer, die in der Nähe wohl doch irgendeinen Zugang zum Wasser hatten, riefen Bekannte an, die auch erstmal aus Aralsk herkommen mussten und es gegen Mitternacht endlich schafften, unser Auto aus dem Schlamm zu kriegen. Nebenbei fraßen uns auch noch die Mücken auf.
Vom Aralsee hatten wir dann gründlich die Schnauze voll und wollten einfach nur mal wieder ein bisschen Zivilisation. In Aralsk fand sich auch wirklich ein Hotel, etwas abseits einer Hauptstraße, umgeben von einer Baustelle, verfallenen Schuppen und gelegentlich umherstreifenden Kühen. Es war wie an den meisten Raststätten - von außen sah es aus wie: Soll das echt ein Hotel sein? Und gibts da drin überhaupt so etwas wie fließendes Wasser?
Ja, es war ein Hotel, und es hatte noch ein richtig gutes, geräumiges Zimmer für wenig Geld frei. Es war unser erstes Hotel in Kasachstan, und wir waren, genau wie mit allen noch folgenden Hotels, in denen wir übernachteten, sehr zufrieden.
Wir blieben zwei Tage und fanden Gefallen an Aralsk und seinem sympathischen kleinstädtischen Flair - später fanden wir heraus, dass Aralsk trotz seiner recht weitläufigen Ausdehnung und seines Flughafens tatsächlich nur eine Kleinstadt mit dreißigtausend Einwohnern ist.
Hier Impressionen aus Aralsk:
Der Hotelparkplatz, die Moschee auf der anderen Straßenseite, Monumente im Stadtzentrum, eine Straße mit Bahnlinie und der ehemalige Hafen.

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Tyger

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Weiter westlich wollten wir nicht; von Aralsk aus machten wir uns auf den Weg nach Norden, quer durchs Land. Wir kamen durch Gegenden, in denen das Land flach ist wie eine Tischplatte, bis zum Horizont in allen Richtungen, ohne dass es auch nur so etwas wie Hügel oder Bodenwellen gäbe. Der Ausbau der Straßen war hier noch nicht angekommen, und die durchaus wichtige Fernverkehrsstraße so, dass LKWs streckenweise nicht schneller als 40km/h fahren konnten. Außer der Straße selbst und der Landschaft gab es nicht viel; die nächste größere Stadt auf unserem Weg war Kostanay, in einem Gebiet, das schon zu Sibirien zählt. Das Wetter änderte sich allmählich während unserer Fahrt, die Landschaft ebenfalls. Die zuverlässig strahlende Sonne wich bedecktem Himmel und es wurde deutlich kühler, in den Nächten teilweise bis zum Nullpunkt hinunter. Die Salbei bewachsenen Ebenen wurden zu immer feuchteren Grasflächen, Feldern und schließlich Wald. Die Städte und Dörfer, durch die wir dann schließlich wieder kamen, wirkten sehr europäisch, die Leute dort ebenfalls - es war, als hätten wir geradewegs einen Sprung von Asien nach Europa gemacht. Eins blieb gleich: Die Vorliebe der Kasachen für Denkmäler und Monumente oder wenigstens prächtige Schilder.

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Tyger

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Unser nächstes Ziel war etwas Besonderes: Zwei Ortschaften, über die vor einigen Jahren eine seltsame Geschichte in den Medien und dem Internet die Runde machte:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-3059042/EXCLUSIVE-Sex-cravings-children-seeing-monsters-foul-mouthed-rants-Residents-Kazakh-Village-Damned-hit-mysterious-sleeping-sickness-reveal-sufferers-disturbing-new-symptoms.html
https://www.n-tv.de/wissen/Kalachi-das-Dorf-das-ploetzlich-einschlaeft-article15569506.html
http://siberiantimes.com/other/others/features/siberian-experts-say-they-can-solve-the-cause-of-mystery-sleeping-disorder/
Unsere letzte Info war, dass die Orte um 2013/14 herum evakuiert worden sein sollten; also müssten wir dort eigentlich Geisterstädte vorfinden. Die letzten 40 Kilometer dorthin führten über eine einst wohl asphaltierte Straße, die fast nur noch aus riesigen Schlaglöchern bestand. Wir brauchten über eine Stunde für die 40 Kilometer; die wenigen einheimischen Autofahrer, die uns begegneten, waren deutlich flotter unterwegs. Wie die Leute es anstellen, dass ihre alten Kastenbrot-Ladas trotzdem so lange halten, ist uns ein Rätsel.
Endlich waren wir da und entdeckten die beiden höchst unterschiedliche Ortschaften Kalachi und Krasnogorsky, die unmittelbar aneinander grenzen, nur durch ein Flüsschen getrennt. Kalachi ist ein traditionelles Dorf, das zwar einen verschlafenen (Wortspiel:lol:), aber keineswegs verlassenen Eindruck macht; die meisten Häuser waren ganz offensichtlich bewohnt und an diversen Haustieren mangelte es ebenfalls nicht.
Das auf einem Hügel gelegene Krasnogorsky (deutsch: Roter Berg) war eine jener sowjetischen Retortenstädte, die durchweg aus Plattenbauten bestanden und einfach in die Landschaft gebaut wurden, wo immer Arbeiter für irgendeine Industrie unterzubringen waren. Krasnogorsky ist tatsächlich komplett verlassen und wird derzeit abgerissen, Teile davon sind schon weg. Das prächtige Betonschild mit dem Namen der Stadt machte trotzdem einen frisch gestrichenen Eindruck; vielleicht wird es das Einzige sein, was übrig bleibt - das Eingangsschild eines Ortes, der nicht mehr existiert.

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Tyger

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Wir verbrachten zwei Tage dort und streiften durch die verlassenen Häuser. In der Geisterstadt herrschte übrigens keineswegs Stille; jede Menge Krähen waren in den Bäumen unterwegs und machten einen unglaublichen Lärm, unterstützt von zahlreichen Tauben, die die leeren Häuser bewohnten.
Die zweifelhafte offizielle Erklärung, die Krankheit würde von austretenden Gasen aus der stillgelegten Uranmine verursacht, erschien vor Ort noch seltsamer, denn erstens befand sich das Bergwerk ein gutes Stück abseits und die Stollen verliefen wohl kaum direkt unterhalb des Ortes (zumindest soweit man das von oben beurteilen konnte; einen Eingang in die Mine fanden wir nicht), und zweitens war da eben die Tatsache, dass Krasnogorsky nicht etwa in einer Senke, sondern ganz im Gegenteil auf einer Anhöhe gelegen ist. Man sollte auch annehmen, dass dauerhaft aus einer Uranmine austretende Gase die Radioaktivität in der Umgebung messbar erhöhen müssten, doch mein Geigerzähler zeigt überall in der Stadt nur 0,18 Mikrosievert an, einen ganz normalen Wert also, wie er auch in Deutschland zu messen ist. Auch in geschlossenen Räumen oder gar Kellern wurde es nicht mehr. Als ein Hirte gemächlich mit seiner Rinderherde mitten durch Krasnogorsky zog und die Tiere sorglos zwischen Schutt und Scherben weiden ließ, brachte mich das auf einen anderen Gedanken: Was war mit all den vielen Tieren in Kalachi, den Rindern, Ziegen, Eseln und Hühnern? Ich hatte nie davon gelesen, dass auch Tiere die Krankheit bekamen - wieso nicht?
Wovon hatten die Bewohner von Krasnogorsky überhaupt gelebt seit der Stilllegung der Uranmine? Es gibt dort keine Arbeit, weit und breit nicht. Andererseits war Krasnogorsky gewiss nicht die Art von Stadt, die von ihren Bewohnern innig geliebt wird, und für den Umzug soll der kasachische Staat eine ordentliche Beihilfe gezahlt haben, als die Stadt geräumt wurde. War überhaupt jemand daran interessiert gewesen, die Sache damals näher zu untersuchen statt sie zu einem allgemein willkommenen Anlass für das Ende der überflüssig gewordenen Retortenstadt zu nehmen?
Wir verbrachten die Zeit dort jedenfalls gesund und munter.
Hier noch einige Fotos. Ein besonderer Glücksfall war der Generalplan der Stadt, den wir im Freien liegend fanden und der ohne uns sicher nicht mehr lange existiert hätte.

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Minki

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Irgendwie hätte ich mich da nicht wohl gefühlt xD
 

Tyger

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Kann ich überhaupt nicht verstehen.:lol:
Natürlich schauten wir uns auch die Überreste der Uranmine an. Wie in Baishansay hatten die Russen offenbar auch hier darauf geachtet, nichts Brauchbares zurückzulassen. Die Ruinen standen weitläufig in der grünen Naturlandschaft verteilt als wären sie dort gewachsen. Mehr als 0,3 Mikrosievert zeigte der Geigerzähler übrigens auch hier nicht an, und selbst das nur stellenweise - für eine ehemalige Uranmine war das bemerkenswert wenig.

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Minki

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Ich hab jetzt mal so ein wenig die Route über Google verfolgt. Man das ist ein ganz schönes Ende...
wie viele Kilometer seid ihr bis dahin gefahren?
 

Tyger

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Insgesamt sind wir über 6000 Kilometer gefahren; sehr erfreulich war dabei, dass der Liter Benzin in Kasachstan nur 30 bis 40 Cent kostet. Wir hatten uns vorher einige Varianten unserer Tour zurechtgelegt, im Endeffekt wurde es die kleinste. Ein Bogen über Semipalatinsk war auch noch angedacht, wo wir uns gern noch das ehemalige Atomwaffentestgebiet angeschaut hätten, aber den haben wir weggelassen und den Urlaub dafür am Ende mit ein paar Tagen in der Zivilisation ruhig ausklingen lassen.
 

Tyger

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Nach den Lost Places gab es wieder Kontrastprogramm; unsere nächste Station war die kasachische Hauptstadt Astana. Hauptstadt ist Astana übrigens erst seit 1997, und das ganze Regierungs-, Kultur- und Bankenviertel, also der ganze neuere Teil der Stadt, wurde in den letzten 20 Jahren erst gebaut. Die Stadt ist ein Staat für sich, mit Checkpoints an den Zufahrtsstraßen und nicht zuletzt mit einem allgemeinen Preisniveau, das eher mitteleuropäisch als kasachisch ist. Ein einfaches Frühstück in der Einkaufsmall (jener zeltartige Bau auf dem Foto) kostete etwa soviel wie die letzte Hotelübernachtung 20 Kilometer außerhalb.
Bei der Besichtigung der Stadt fühlte man sich geradewegs in einen Science-Fiction-Film versetzt. Natürlich fuhren wir auch im Baiterek-Tower in die Kugel hinauf. Der Turm hat keine besondere technische Funktion, sondern ist einfach als Wahrzeichen, Kunstwerk und Aussichtsturm gebaut worden.

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Tyger

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Noch mehr Impressionen aus Astana:
Hier sehen wir ein Stück des Regierungsviertels, den Präsidentenpalast, eine Konzerthalle, die zentrale Bibliothek, noch ein Stück Stadt, und eine Pyramide in der Altstadt, die gerade renoviert wird - keine Ahnung, was da drin ist.


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Minki

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Da sind ja echt ein paar tolle Bauten dabei. Wieder etwas das ich in Kasachstan nicht vermutet hätte:|
 

Tyger

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Ja, in Kasachstan gibts einen richtigen Wirtschaftsboom, von dem die Welt gar nicht viel mitbekommt; die machen da irgendetwas richtig.
 

Minki

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Ich bin vom ganzen mehr als beeindruckt :cool:
 

Tyger

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Von Astana aus machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Almaty, zurück zu unserem Ausgangspunkt. Eigentlich hatten wir erwartet, flott durchfahren zu können, denn schließlich hatten wir ja auch richtig gute und neue Straßen erlebt - und welche Strecke sollte wohl besser ausgebaut sein als die Verbindung zwischen den einzigen beiden Milliionenstädten des Landes, der alten und der neuen Hauptstadt?
Falsch gedacht! Von Astana bis Karaganda war zwar alles wie erwartet, doch dann kam einfach nur noch Wildwest. Mehr als 100 Kilometer Tempo 50, und das nicht ohne Grund, hunderte Kilometer weit keine Tankstelle (zum Glück hatten wir einigermaßen vollgetankt) - aber schöne Landschaft, die allmählich in Hügelland überging. So erlebten wir auf dem letzten Stück unserer Reise noch überraschend viel Natur.
Bei unserer nächsten Übernachtung hinter einer unspektakulären Ruine in der Nähe eines Dorfes war das Wetter wieder angenehm warm; alles stimmte und ein prächtiger Sonnenuntergang sowie ein heraufziehendes Gewitter lieferten Gelegenheiten für schöne Fotos.



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Tyger

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Dann war da eine Raststätte, die nicht nur verlassen und aufgegeben aussah, sondern es tatsächlich war.


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Tyger

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Und weiter ging es durch den Wilden Westen; das auf dem letzten Foto ist eine Tankstelle, die einzige in >100 km._IGP5826.jpg_IGP5840.jpg_IGP5842.jpg
 

Tyger

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Schließlich erreichten wir den Balchaschsee, einen der größten Seen der Welt, von denen Kasachstan gleich mehrere hat. An so einem See, der eine richtige Brandung hat wie ein Meer, kommt es einem albern vor, dass es Leute gibt, die den Bodensee für groß halten.
Wir fuhren zunächst ein wenig umher, nach Balchasch (dort steht das Flugzeug auf dem Foto) und Shashubay, wo ich die Ruinen einer ehemaligen Fischerei fotografierte. Schließlich fanden wir einen wunderschönen Platz zum Campen, nur ein paar Schritte vom Strand entfernt und - unglaublich! Wir hatten endlich eine Möglichkeit zum Schwimmen gefunden! Die ganze Reise über hatten wir auf so etwas gehofft, doch der Kahindy-See war viel zu kalt gewesen, der Syrdarya zu dreckig und unzugänglich, der Aralsee - grrrr! - aber der Balchaschsee machte das alles wieder gut mit einem schönen sauberen, gut zugänglichem Geröllstrand, klarem, angenehm warmem Wasser und einem Sonnenuntergang, der jeden Reisekatalog in den Schatten stellte.


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Pawly Tigris

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Ich muss schon sagen das ihr da wahnsinnig stimmige Fotos gemacht habt! Besonders die Natur- & Tieraufnahmen gefallen mir da sehr. So hätte ich mir Kasachstan definitiv nicht vorgestellt, eher weitaus mehr Brachland und dazu nur kleine Dörfer wie auf einigen Bildern zu sehen ist. Die Gedenkstätte für Korkyt Ata sieht da ja schon aus wie aus einer völlig anderen Welt! Von Astana ganz zu schweigen, ich fühle mich dabei ein wenig an den 50er/60er Jahre Atomzeit-Stil aus den Staaten erinnert. Mich hätte auch brennend interessiert wofür diese Pyramide steht bzw. was sich darin befindet. Aufgrund der Scheinwerfer drum herum könnte ich mir vorstellen das sie simple dekorative Zwecke hat. Das Bergwerk sieht auch sehr spannend (sowie creepy) aus.
 

Tyger

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eher weitaus mehr Brachland und dazu nur kleine Dörfer wie auf einigen Bildern zu sehen ist.
Eigentlich stimmt das ja auch - das meiste ist wirklich Steppe und Halbwüste. Aber das Land ist einfach so groß, dass da trotzdem noch jede Menge Platz für Sonstiges ist. Manchmal mussten wir richtig lange suchen, um einen Platz für die Übernachtung zu finden - nicht etwa, weil da kein Platz gewesen wäre, sondern weil die gesamte Gegend in allen Richtungen bis zum Horizont flach wie eine Tischplatte war, und es irgendwie unangenehm ist, so dermaßen auf dem Präsentierteller zu sitzen. Man muss ja z.B. auch mal ins Gebüsch - aber wenn es, soweit das Auge (und das Fernglas!) reicht, kein Gebüsch gibt, und auch keinen größeren Stein, keine Bodenwelle und keine Pflanze, die höher als 20cm ist, dann ist das irgendwie doof.
Die Pyramide in Astana gehört übrigens gar nicht zu den Neubauten, sondern steht in der "Altstadt", also Sowjet-Plattenbau-Stadt.
 

Pawly Tigris

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Eigentlich stimmt das ja auch - das meiste ist wirklich Steppe und Halbwüste. Aber das Land ist einfach so groß, dass da trotzdem noch jede Menge Platz für Sonstiges ist. Manchmal mussten wir richtig lange suchen, um einen Platz für die Übernachtung zu finden - nicht etwa, weil da kein Platz gewesen wäre, sondern weil die gesamte Gegend in allen Richtungen bis zum Horizont flach wie eine Tischplatte war, und es irgendwie unangenehm ist, so dermaßen auf dem Präsentierteller zu sitzen. Man muss ja z.B. auch mal ins Gebüsch - aber wenn es, soweit das Auge (und das Fernglas!) reicht, kein Gebüsch gibt, und auch keinen größeren Stein, keine Bodenwelle und keine Pflanze, die höher als 20cm ist, dann ist das irgendwie doof.
Die Pyramide in Astana gehört übrigens gar nicht zu den Neubauten, sondern steht in der "Altstadt", also Sowjet-Plattenbau-Stadt.
Ich hab da was gefunden, es handelt sich anscheinend um den "Palast des Friedens und der Übereinstimmung" und soll die verschiedenen Religionen der Welt symbolisieren, gleichzeitig ist es aber auch eine Oper. Andererseits soll es sich aber um Tempel von Okkultisten handeln (wen wundert es bei der Form? xD) der wohl im inneren recht Symbolträchtig sein soll. Auf jeden Fall ein sehr spannendes Objekt. ^^
 

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