Wird unsere Gesellschaft schlimmer oder besser?

Shariya

Guest
Naja ich spreche kein einfaches Thema an das weiss ich selber. Aber wenn ich mir Tag täglich die Nachrichten ansehe oder raus gehe um in die Stadt zu fahren, bekomme ich es jedesmal mit. Die Welt ist nicht mehr so herzlich wie früher sondern kalt und düster, und ich hab das Gefühl es wird immer schlimmer. Ich komme aus einer Zeit ( ja die ist gar nicht mal so lange rum ) wo man sich gegrüßt hat, netten Umgangston und Hilfsbereitschaft. Wenn ich heute auf die Straße gehe muss ich Angst haben wenn ich jemanden helfen will nicht gleich tot Geprügelt zu werden weil man ausgerechnet an Gewaltbereite Deppen gerät. Man muss sich von Leuten an denn Karren Pinkeln lassen im Bus ( und selten haben die keinen Grund dazu ). Beste Beispiel eine Freundin von mir steht mit mir zusammen in einem Bus der voll war. Wir beide sind recht Kräftig gebaut und naja ein Älterer Herr will raus sie macht Platz soweit sie ( eingequetscht ) noch kann. Anstatt danke zu sagen fährt er sie dazu noch an. Oder man will Leuten helfen diese sind dann noch so ich fomuliere es mal höfflich " Unsozial " und Pissen einem an das Bein. Ich hoffe so sehr das alles wieder besser wird aber erst muss alles Schlechter werden. Mich graut es schon vor dem Älter werden.

Ich hab Persönlich das Gefühl das die Erziehung einfach nur noch in der Gesellschaft flöten geht und dafür einfach nur noch die Negativität förmlich gezüchtet wird. Die Illuminati würde es freuen zu sehn das der Mensch zu einem Großteil einer Meinung folgt.
 

Laena

Guest
Mag sein, dass die Menschen heutzutage eher etwas unfreundlicher geworden sind, aber gewaltbereiter als früher sind sie mit Sicherheit nicht. Früher hat sich die Presse nur nicht so derart auf solche Fälle gestürzt und diese breit getreten, daher fieler derartige Fälle nicht weiter auf.
Ich weiß nicht, ob du schon immer in einer Großstadt wie Wolfsburg gelebt hast, aber sowohl früher als auch heute gilt in Städten, dass man nur die engsten Nachbarn und Verwandte/Bekannte grüßt. Andernfalls käme man in einer Stadt ja zu nix Anderem^^
 

Shariya

Guest
Nein ich habe vorher in Hessen auf dem Land gelebt. Da ist heute noch gang und gebe Höfflich zu sein. Ich hab mich gerne mit denn Rentnern Unterhalten. Ja ich merke die Stadt ist kalt und ich geb es zu ich vermiss das ruhige Landleben dermaßen :) .
 

Crystall

Guest
Ja früher war das schon alles etwas anders :)
Ich sag's mal so zum Thema Gewalt: Früher hat man sich bestimmt auch häufig mal eines auf die Nase gegeben, aber heute musst du ja schon Angst haben, dass selbst ein 13 Jähriger mit einer Waffe oder einem
Messer bewaffnet ist. Da stellt man sich die Frage: Wieso? Sind die gleich auf Krawall gebürstet?

Ich war vor kurzem in Italien im Urlaub, wunderbar einfach und dann kommen einem ausgerechnet solche "Möchtegern Assi's" vorbei und da ist mir das erst richtig bewusst geworden.
Junge Mädels, Kippe in der Hand und die Jungs mit ihren Käppchen aufm Kopf. "Jooo Diggaahhh ich habsch so gesagt, ich hau den voll in die Fresse" und er so: wass diggahh", in dem Moment wurde mir so klar... was denken die Leute bloß von einem in anderen Ländern...

Ich meine ich bin auch im Dorf aufgewachsen, aber das liegt nur 1 Std von Hamburg und von daher war ich da oft unterwegs. Man sieht schon gewaltige Unterschiede und in den meisten Fällen kennt man in der Stadt nicht mal die eigenen Nachbarn. Auch ist der Umgangston einfach komplett anders!
 

Dekay

Guest
Hey Shariya,
Ich sehe das genauso wie du, aber das liegt meiner Meinung nach am Akademikerdasein, denn die Leute, die gut erzogen werden, werden höchstwahrscheinlich studieren gehen und vielleicht verfliegt dann der Wunsch nache einem, geschweige denn, zwei oder mehreren Kindern.
Das heißt jetzt nicht, dass jeder Akademiker gut erzogen sein muss, es heißt auch nicht, dass Menschen mit Hauptschulabschluss schlecht oder gar böse sind.
Ich möchte nur anführen, dass guterzogene Menschen meistens mehr Courage haben und mehr Ehrgeiz und durch das ganze Wirrwarr dann den Kindesgedanken verdrängen.
Aber selbstverständlich hat es auch etwas mit eine selbst zu tun, früher sind mir die Ungepflogenheiten auch extrem aufgefallen, aber mittlerweile erzwinge ich ein einfaches Hallo einfach und das reicht mir dann auch meistens.
 

Christian

Guest
@Shariya: Ja, das kenn ich auch. Ich komme vom Land (zufälligerweise keine 15 km von Wolfsburg entfernt) und kenn das aus meiner Kindheit auch so wie du es beschreibst. Und als ich dann in die Stadt gezogen bin ist es mir genauso ergangen. :|

Man muss jedoch dazu sagen, dass wir eine andere Generation waren. Die Kinder kommen doch heutzutage erst um 17 oder 18 Uhr nach Hause. Da wird doch nur noch gegessen, ein bisschen Fernseh geschaut und dann ins Bett gegangen. Allzu viele Werte lassen sich da vermutlich nicht mehr vorleben.

Und was den älteren Herren betrifft von dem du erzählt hast. Ich habe den subjektiven Eindruck gewonnen, dass ein sehr großer Teil der Menschen durchaus nicht (von Haus aus) unhöflich ist, sondern eher unglücklich. Worüber auch immer.
 

Todai

Guest
Über das Verhalten darf man gerne streiten, aber ich würde da gerne auf die Kriminalitätsstatistik Deutschlands hinweisen, denn diese dürfte auch für den sogenannten gesellschaftlichen Verfall von Bedeutung sein.

Die Gesellschaft besteht ja durch ihre Werte und ihre Normen und Aufgabe eines jeden Teils dieser Gesellschaft ist es, diese weiterzugeben und einzuhalten.

In der Kriminalitätsstatistik des Bundeskriminalamtes kann man deutlich erkennen, dass die Anzahl der Vergehen deutlich abgenommen hat und immer noch weiter sinkt. Demzufolge halten also mehr Menschen die Gesetze ein und handeln in einem sozialen Sinn. Ich kann also nicht sagen, dass die Gesellschaft schlechter wird, nein, statistisch wird sie besser.

Es gibt da allerdings das Phänomen, dass jeder glaubt, die Gesellschaft tendiere immer mehr zum schlechteren. Aber wieso? Ich glaube für meinen Teil, dass es hier eine Parallele zur gefühlten Kriminalität gibt. Diese steigt nämlich auch tendenziell und das, weil die Medien Gewaltverbrechen immer besser in Szene setzen und eine derartige Propaganda darum betreiben, dass es beihnahe schon die Perversion des eigentlichen Verbrechens übertreffen könnte.
So ist es ungefähr auch mit der persönlichen Einschätzung der Gesellschaft. Jeder wird mal schlecht behandelt und jeder von uns behandelt mal schlecht (Ärzte sogar noch öfter), aber führt euch die Verhältnismäßigkeit doch mal vor Augen, wie oft ihr schlecht und gut behandelt werdet und wie oft ihr andere so behandelt.
Als kleines Beispiel: Wie oft wünscht ihr einem Kassierer oder einer Bedienung noch freundlich und wirklich ernst gemeint einen schönen Tag und leiert diesen Spruch, wenn überhaupt nicht nur als Floskel herunter?
 

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