Wind, Staub und der Mond

The_Fenniak

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Viel Spaß beim Lesen.

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Wind, Staub und der Mond

Es war fast Vollmond über der verlassenen Kleinstadt. Jenseits ihrer Grenzen fand sich kilometerweit nur staubige, trockene Einöde. Am Horizont vorm tiefblauen Nachthimmel zeichneten sich die Silhouetten massiver Tafelberge ab. Im Sonnenlicht wären sie rot gewesen, doch jetzt schimmerten nur die Ränder silbrig im Mondlicht.
Auf der staubigen Hauptstraße waren viele Stellen verkohlt, Goldgräber hatten hier ihre Feuer entzündet. Heute Nacht jedoch hatte lautes Heulen sie vertrieben. Die Urheber des Heulens, ein siebenköpfiges Wolfsrudel, verspeisten grade auf der Straße etwass ausserhalb, vor der Schmiede einen Bison, den sie gerissen hatten.
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Der Kampf war für meinen Geschmack zu lang gewesen. Wir hatten uns zwar einen alten, geschwächten Bullen ausgesucht, trotzdem war es ihm gelungen, einem Mitglied meines Rudels einen töddlichen Stoß zu versetzen. Der Verlust war schmerzlich, die Beute dafür reichlich.
Wir mussten eine auffällige Blutspur hinterlassen haben, denn bald tauchteb Schmarozer auf. Eine einsame Wölfin, nur Hautund Knochen, näherte sich vorsichtig. Sie umkreiste uns und suchte einen Zugang.
Ein zweijähtiger Rüdemachte Anstalten, sie an die Beute zu lassen, aber mein Knurren bereitete dem schnell ein Ende. Vier von siebenWölfen bekamen sofort eine Bürste und ein unmissverständliches Grollen setzte ein. Die Wölfin zuckte zurück und fiepte. Ich raunzte sie an und sie verzog sich.
Bald darauf zog das Rudel weiter.
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Die Oberkanten der Tafelberge glommen schon im Licht der aufgehenden Sonne, als die Wölfin zurückkehrte, um die Überreste zu vertilgen. Andere Aasfresser hatten sich schon am Kadaver güttlich getan, an dem Gerippe hingen nur noch vereinzelte Fleischfetzen. Es war kaum die Mühe wert, diese Reste von den Knochen zu lösen, aber die Wölfin hatte schon Mühe, sich an ihre letzte Mahlzeit zu erinnern. Also begann sie ihr Werk.
Hinter ihr knackte es.
Sie fuhr herum. Der Wolf, der ihr Platz machen wollte, stand am Straßenrand und blickte sie schuldbewusst an. Im Maul trug er ein Kaninchen, das er ihr nun vor die Füße legte. Sie sah ihn an, zunächst misstrauisch, dann verblüfft, schließlich dankbar. Der Rüde stubste dass Kaninchen noch einmal mit der Nase an, dann endlich machte sie sich darüber her. Der Wolf sah ihr zu, machte aber keine Anstalten, auch etwas zu fressen. Bald waren vom Kaninchen nur noch Knochen übrig. Die Wölfin schmiegte ihren Kopf an den des Rüden. Den Tag verschliefen die beiden in der Schmiede, zusammengerollt im kühlen hinteren Teil.
Gegen Mitternacht, als der Vollmond über der Ödnis stand, zogen sie gemeinsam weiter. Nur wenig später sollte das Rudel schon Nachwuchs bekommen, dich noch nicht in dieser Nacht. Gegen den Nachthimmel zeichneten sich die Tafelberge ab, die beiden Wölfe wanderten nordwärts und über allem stand sibrig der Vollmond.

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So, das wars. Eine Fortsetzung wirds vermutlich nicht geben.
Ich hoffe, es hat euch gefallen.
 
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Tyger

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Eine hübsche kleine Story, aber überarbeiten solltest Du sie auf jeden Fall nochmal. Erstmal sind da eine ganze Reihe Tippos drin, und dann ist auch die Ausdrucksweise noch recht holprig, z.B.:
Auf der staubigen Hauptstraße waren viele Stellen verkohlt, Goldgräber hatten hier ihre Feuer entzündet. Heute Nacht jedoch hatte lautes Heulen sie vertrieben. Die Urheber des Heulens, ein siebenköpfiges Wolfsrudel, verspeisten grade auf der Straße etwass ausserhalb, vor der Schmiede einen Bison, den sie gerissen hatten.
Daraus würde ich z.B. Folgendes machen:
Verkohlte Stellen auf der staubigen Hauptstraße zeugten von Feuern, die Goldgräber entzündet hatten. Heute Nacht jedoch hatte lautes Heulen sie vertrieben. Etwas außerhalb des Ortes, vor der Schmiede, war ein siebenköpfiges Wolfsrudel dabei, einen gerissenen Bison zu fressen.
(Dass das Heulen von ihnen kam, ist auch so schon klar. Und bei "verspeisen" denke ich eher an Servietten, Silberbesteck usw.)
 

The_Fenniak

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Danke dir. Am Stil und der Ausdrucksweise muss ich noch feilen, da hast du recht. Leider schaffe ich es beim Schreiben noch nicht, von Umgangssprache auf Schreibstil umzuschalten.
 

Bretardea

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... das würde ich aber nur mit viel Fantasie als eine Geschichte bezeichnen. Vielleicht ein Geschichtlein. Da fehlt doch noch was, oder kommt das jetzt nur mir so vor? Liest sich eher wie die Zusammenfassung, die mal hinten auf dem Einband stehen soll. Wer bewertet das denn hier bitte mit 5 Sternen? Ich würd einfach nochmal komplett neu anfangen, aber diesmal so an die 10.000 Wörter anpeilen und eine ordentliche Handlung einbauen.
 

Falki

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Und ich würde an deiner Stelle mal in die Tasten hauen und eine Vorstellung zurecht zimmern, damit wir auch wissen mit wem wir es zu tun haben, Bretardea ;)
 

The_Fenniak

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... das würde ich aber nur mit viel Fantasie als eine Geschichte bezeichnen. Vielleicht ein Geschichtlein. Da fehlt doch noch was, oder kommt das jetzt nur mir so vor? Liest sich eher wie die Zusammenfassung, die mal hinten auf dem Einband stehen soll. Wer bewertet das denn hier bitte mit 5 Sternen? Ich würd einfach nochmal komplett neu anfangen, aber diesmal so an die 10.000 Wörter anpeilen und eine ordentliche Handlung einbauen.
Das ist eine Fingerübung, die ich auf einer Chorfreizeit zwischendrin verfasst habe.
 
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