Wenn Fursuits nicht mehr nur real wirken

Foraxion

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...Eine kleine Geschichte mit einer Frage an euch:

...Heute war der zweite Tag der EF. Heute sollte es einen langen Suitwalk durch ganz Berlin geben. Ganz gespannt starrte ich auf die Uhr und wartete bis es endlich los ging. "Eine halbe Stunde noch.",dachte ich mir, vor lauter Aufregung und holte rasch meinen Fursuit ausm Schrank und bürstete ihn gründlich durch, damit er für'n Suitwalk bereit ist. Was meinen fursuit angeht, war es ein eigentlich ganz normaler Toony Fuchssuit. Zwar hatte der auch ein paar Markings, jedoch war er nicht so wirklich was Besonderes. Aber egal.

Eine halbe Stunde später war es letzten Endes soweit. Ich hatte den Suit nun angezogen und war schon am losgehen, jedoch hatte ich mein Badge und mein Zutrinken vergessen."Ohne Trinken geht garnichts". Rasch noch schnell ins Hotelzimmer vom Estrel und alles geholt und Zimmer abgeschlossen. Nun konnte es losgehen.
Eine Menge von Suitern und Nicht-Suitern sammelte sich bereits vor dem Estrel-Eingang. "Wenn man in diesen Massen ist, kommt sich so klein auf einmal vor.",sprach ich zu mir, hoch erfreut über das Treiben, was dadurch vor dem Hotel entstanden war.
"Mann haben die alle gute Suits... Und ich geh mit nem standart toony suit umher....aber egal.... alleine dabei sein zählt ^^ ".

Noch eine kleine Ankündigung vom Führer des Suitwalks und dann ging es auch los.
Unterwegs trafen wir, wie könnt es auch anders sein, auf viele kleine Kinder mit deren Eltern oder Großeltern, die zum Teil verblüfft, jedoch mit nem Grinsen im Gesicht, sich das Spektakel anschauten. Klar. Für manche mag das einfach nur irgend ein Spaziergang sein, den man macht, jedoch war es für mich ein Highlight, da ich das erste Mal bei der EF gewesen bin und das erste mal bei einem großen Suitwalk dabei gewesen war.
Naja ... jedenfalls war der Suitwalk schon was sehr lustiges, wenn auch sehr anstrengendes Ereignis gewesen. Gefühlte 40°C+ unter dem Suit. Ist ja auch klar, bei diesem sonnigen Tag und wenn man schwarzes Fell trägt... die armen Suiter, die sowas tragen.

Kurz und knapp, wenig später kamen wir am Berliner Fernsehturm vorbei, spazierten noch ein wenig am neuen Hauptbahnhof entlang und waren dann auch wenig später wieder zurück am Estrel. Noch ein kurzes Gruppenfoto gemacht und ab in mein Hotelzimmer.
Völlig erschöpft hab ich mich erstmal auf mein Bett geschmissen und erstmal ne 0,5L Flasche mit 2 Zügen getrunken.
"Raus aus dem Suit.",dachte ich mir, als ich ihn ausziehen wollte, jedoch ging das irgendwie nicht.
Ich hab zuerst nach der Öffnung bei den Suitpaws gesucht, jedoch nicht gefunden. Genauso war das auch mit den Öffnungen an den Knöcheln und dem Reißverschluss, den ich hinten versteckt aufm Rücken hatte.
Es war so, als sei das alles verschwunden und als hätte sich das Fell, bzw. die Suitteile sich miteinander verschmolzen.
"Oh man! Ich ersticke gleich an Hitze!". Ich rannte zum Bad und wollte mich nochmal vor dem Spiegel genauer betrachten, als ich erschrocken nur noch eines feststellen musste.
Meine Zunge bewegte sich genauso, wie es die Fursuitzunge tat. Mein Tail konnte ich alleine durch Muskelkraft bewegen und mein Hör und Sehsinn war eindeutig viel stärker als vorher.
Mein Suit war kein Suit mehr.... Er wurde zu meinen Körper...


Jetzt die Frage an euch. Was würdet ihr in der nächsten Situation tuhen, bzw. fühlen/denken? Was für Theorien würdet ihr euch ausmalen, wie das zu Stande gekommen sein könnte?
 

timberwolf

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Erstmal Wtf dann die wasserleitung auf ex austrinken und dann freudig durchs Zimmer hüpfen
paar Tage später wahrscheinlich Omg was ist passiert
dass geht doch eindeutig vom Universum aus oder von der CIA
 

Lightning_wolf

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Ok...Das war komisch.
Hattest du genügend zu Trinken?
Vllt. warst du ja ein bisschen Dehydriert.

Aber ich glaube ich hätte mich nicht anders Gefühlt.
Versuch dich das nächste mal ermal hinzusetzen und ganz Tief ein und Aus zu atmen.
Wenn das nicht klappt, dann genieße noch ein bisschen das "Real" seien.
Ich meine, wann hat man denn die Chance das nochmal zu erleben?

Kurz zusammengefasst: Wasser trinken und sich entspannen. (Vllt. ein bisschen auf´s Bett legen)
 

Tyger

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Gefällt mir, wie Du direkt von einem realen Erlebnis in eine fantastische Story wechselst - allein für die Idee lohnt es, die Story zu lesen!
 

Falki

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Ok...Das war komisch.
Hattest du genügend zu Trinken?
Vllt. warst du ja ein bisschen Dehydriert.

Aber ich glaube ich hätte mich nicht anders Gefühlt.
Versuch dich das nächste mal ermal hinzusetzen und ganz Tief ein und Aus zu atmen.
Wenn das nicht klappt, dann genieße noch ein bisschen das "Real" seien.
Ich meine, wann hat man denn die Chance das nochmal zu erleben?

Kurz zusammengefasst: Wasser trinken und sich entspannen. (Vllt. ein bisschen auf´s Bett legen)
Du bist dir bewusst, das es sich dabei um eine toll erzählte Geschichte handelt oder Lightning_wolf?...

Sehr gut und veranschaulichend geschrieben, wie die Reaktion von Light auch schon zeigt ;)

Ich glaube wir haben da ein gewisses Schreibtalent unter uns ^^
 

Lightning_wolf

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28 Aug 2015
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Du bist dir bewusst, das es sich dabei um eine toll erzählte Geschichte handelt oder Lightning_wolf?...

Sehr gut und veranschaulichend geschrieben, wie die Reaktion von Light auch schon zeigt ;)

Ich glaube wir haben da ein gewisses Schreibtalent unter uns ^^
Ups.... *schnell um die ecke verschwinden*
 

Nosnibor

Faultier
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9 Nov 2011
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Da muß ich Tyger zustimmen; ich mag es auch, wenn eine phantastische Geschichte in der vertrauten Realität "verankert" ist. Wobei man dann als Autor aufpassen sollte, nicht zu spezifisch zu werden. Hier also z.B. den Namen der Stadt, des Hotels und der Con weglassen, damit es für einen größeren Leserkreis realistisch und vertraut ist. Es gibt ja Leute, die würden nie im Leben zur EF oder nach Berlin wollen, zu irgendeiner anderen Con aber schon; für die ist die Ausgangssituation fremd. Und es gibt Leute, die kennen sich ausgerechnet in Berlin besser aus; für die ist die Ausgangssituation unrealistisch (Mal eben 'nen Suitwalk vom Estrel zum Hauptbahnhof und zurück? Das ist, naja, sportlich).

Was würde ich machen? Mich erstmal gründlich von der Tatsache überzeugen: mit dem Schwanz wedeln, Ohren und Nase testen, habe ich Gefühl in den Schnurrhaaren? Lebendiges Fell sollte etwas anders aussehen als Kunstpelz und sich auch anders anfühlen, wenn man ein Haar ausreißt. Autsch! Damit wäre dann auch geklärt, ob ich vielleicht träume.

OK, mir ist eine Änderung widerfahren. Anderen auch? Rausgehen, andere Suiter treffen und versuchen, diejenigen zu finden, denen so etwas auch passiert ist. Aber vorsichtig, diskret; wer weiß, wie die Nichtbetroffenen reagieren.

Ach so, Duschen nicht vergessen, schließlich war ich verschwitzt. Das verzögert natürlich das Rausgehen, denn auch ein angewachsener Fursuit braucht seine Zeit zum Trocknen...

Aber wie die anderen finden? Ich könnte natürlich einfach laut "Yiff!" in die Menge rufen, die resultierende Gesichtspalmenplantage elegant ignorieren und darauf achten, wer im ersten Schreck die Ohren angelegt hat. Ob die dann aber noch mit mir reden wollen? :)

Das sieht aber wirklich nach einer schwierigen Lage aus, langfristig gesehen. Freunde, Unterstützer sind dringend nötig. Die Con muß genutzt werden, das zu organisieren, denn hier werde ich noch als Person akzeptiert.

Natürlich würde ich auch darüber grübeln, wie das wohl passiert sein mag und versuchen, mich an Einzelheiten zu erinnern, aber wichtiger ist jetzt erstmal, mit der neuen Realität klarzukommen, hinterfragen kann ich sie später immernoch.

Und womöglich würde ich mir in den Hintern beißen (na zumindest in den Schwanz, das geht ja dann und tut bestimmt genauso weh), weil ich mir keinen besseren, schöneren, individuelleren Fursuit geleistet habe…
 

Tyger

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Mir gefielen eigentlich gerade die speziellen Angaben (Berlin, EF, Estrel usw.); genau die sind es ja, die erstmal ein Realerlebnis vortäuschen.
Allgemein finde ich es eine gute Idee, wenn das Fandom selbst ins Genre einbezogen wird; ich habe auch schon SF-Stories gelesen (sogar ein Roman fällt mir ein), in denen eine SF-Con als Schauplatz vorkommt.
 

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