Wahre Liebe

Dewo

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28 Jan 2009
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Hallo liebe Fusselgemeinde,

ich habe mich mal wieder, nach langer Zeit, ans schreiben gewagt.
Und wollte diesen Versuch der Öffentlichkeit zeigen, indem ich es hier poste.
Es sollte eine längere Geschichte werden daher ist dies das erste Kapitel sozusagen.
Der Titel rührt daraus das ich diese Geschichte für meinen Partner und mich schreibe (andere Namen nur), ich hoffe es gefällt und findet gefallen.

Dann schon einmal Danke fürs lesen. (Nein, es ist ernst, kein Schwachsinn wie das eine von mir in der Sandburg, auf Furbase)

Faszination

Es war ein ungewöhnlich heißer Sommertag, es stand keine einzige Wolke am Himmelszelt und die Grillen
gaben all ihr Können in einer waren Symphonie wieder.
Doch ihm war es zu heiß, diese elendig drückende Wärme.
Er sehnte sich nach einem Regenguss, gar nach einem Gewitter oder einem Sturm, denn das war sein Element, die schönsten
Augenblicke des Sommers, wenn ein wärme Gewitter aufzieht, blitze in der Dunkelheit tanzen und selbst den
prasselnden Regen übertönen.
Doch es sollte noch lange hin sein bis zum nächsten Regen, so sagten zumindest die Schamanen und an deren Worte zu zweifeln
würde er niemals wagen.
Schützend lag er die Hand an die Stirn und schaut in die Richtung der Sonne.
Sein bloßer Blick verriet seine Abneigung gegenüber des Wärmespenders, er schüttelte den Kopf und seufzte.
Langsam schweifte sein Blick ab und wanderte an den Rand des Waldes und die wabernde Hitze die vom Boden aufstieg lies
es fast erscheinen als würden die Bäume tanzen.
Seine Gedanken schweiften ab und da ihm der Stand schwer wurde verlagerte er sein Gewicht auf das rechte Bein.
Der Sand des Pfades auf dem er sich befand begann zu knirschen, doch überhörte er dieses Geräusch.
"Haruka?.....Haruka?!" er spürte ein Klopfen auf der Schulter, welches nach Aufmerksamkeit bettelte.

Noch leicht geblendet von dem Sonnenlicht, das zu lange in seine Netzhaut fiel, erkannte er das es sich beim Störenfried um den
jungen Merno handelte, einen braunen Wolf seines Rudels.
Merno war schüchtern und immer unsicher wenn er mit Haruka sprach. Und dieses mal war es nicht an der, er scharrte mit
der Hinterpfote im Sand und verschränkte die Arme hinter dem Rücken.
Egal wer Merno so zu sehen bekommen sollte, er wüsste sofort er müsste eines der niederen Tieren im Rudel sein, ein Arbeiter.
Einer der Sorte die immer den Rest des Essens abbekommen welches der Alpha und der Beta zu sich nahmen.
Seine dürre Statur verriet es auf den ersten blick, genauso wie die mangelnde farbintensität Mernos Rücken.
"Was gibts denn, Merno?" seufzte Haruka in einem schwer fälligen Ton und Merno stammelte ein wenig entgegen
"D-Der Wagen ist ausgeräumt, Herr."
Haruka wandte den Blick von Merno ab und schaute hinter ihn.
Der Wagen der Menschen, der ihnen als heutiges Ziel diente, war umzingelt von den Wölfen seines Rudels.
Sie wuselten immer noch leicht umher um die Beute ordentlich aufzustellen.
Doch nach und nach schwand das geplapper und der Tumult aus den Reihen der Wölfe als sie bemerkten das sie unter der Bewachung
ihre Betas standen.
Prüfend hob Haruka eine Augenbraue und nickte zufrieden. Er legte eine seiner mächtigen Hände auf das Haupt Mernos und lächelte.
Merno zuckte im ersten Moment etwas unsicher zusammen, doch als er erkannte das es sich um ein Lob handelte richtete er sich auf
und standt Stramm. Dennoch konnte er sich ein freudiges wedeln nicht verkneifen.
Die Pfote Haruka's glitt vom Kopf des kleineren Tieres und er schritt auf seine Männer zu.
Während er immer näher kam positionierte sich der bunte Haufen von Wölfen, die alle im Rang unter ihm standen und stellten
sich neben die Ausbeute.

Als er am Holzwagen ankam wurden die Pferde, die vor ihn gespannt wahren, wieder unruhig. Diese hatten sich gerade von der
Aufregung des Raubzuges beruhigt, doch seine bloße Anwesenheit schien sie zu beunruhigen.
Die Menschen saßen immer noch voller Angst vor diesen Kreaturen im Wagen und gaben keinen Mucks von sich.
Die Ausbeute war dieses mal sehr großzügig und viel versprechend, seinen Alpha würde sehr erfreut sein, was ihm natürlich auch
wieder zugute kam.
Sehr erfreut über die durchaus positive Arbeit seiner Rudelgefährten nickte er.
Wie ein Befehlshaber beim Militär stellte er sich vor die Aufgereihten, räusperte sich kurz und hob die Lautstärke seiner
rauen und tiefen Stimme "Sehr gut gemacht meine Kameraden, ich bin sehr erfreut über eure Arbeit und eure Anstrengung.
Nun schultert die Beute auf und wir machen uns dann auf den Weg nach Hause." Seine Stimme verfiel wieder in einen ruhigen
und aufmunternden Ton "Und dann werden wird dies mit einem kleinem Fest gefeiert, meine Freunde."

Freudiges Tuscheln und brach aus als die gesamte Mannschaft ihre Freude darüber ausdrücken wollte, dennoch hielten sie sich zurück
da sie immer noch unter dem wachsamen Auge Harukas standen.
Dieser hob kurz darauf die Hand auf Brusthöhe und mit einem grinsen im und einer kleinen Bewegung der Hand, gab er ihnen den Befehl
sich auf den Weg zu machen.
Alle samt liefen ziel genau auf die Beute zu, packten was sie tragen konnte und stellten sich in einer Linie auf den Sandweg.
Haruka wandte sich während dessen den Menschen zu, die darauf vor Angst beinahe auf dem Karrenboden zusammsackten.
Mit einem hämischen Lächeln verbeugte er sich und nickte "Vielen dank für Speiss und Trank". Er lachte kurz, es gefiel ihm seine Opfer nach getaner
Arbeit zu verspotten.
"Auf Auf!" rief er und die Wolfreihen liefen gen Richtung Osten, dort wo Ihr Lager aufgeschlagen war.

Nachdem der Karren beinahe aus Sichtweite verschwunden war sah sich Haruka noch einmal um, er erkannte das die Menschen sich nun aus dem Wagen
trauten und so schnell es ging sich verzogen.
Wohl in der Hoffnung diese Missgeburt nie wieder zu sehen.
Ja, eine Missgeburt wurde er von den Menschen genannt, manchmal auch Bastard.
Für die anderen Wölfe hatten sie andere Ausdrücke, denn er war anders. Er war anders als die Wölfe, trotz seines Ranges im Rudel sahen die Menschen
in ihm etwas schlimmeres, als sie in den anthropomorphen Wölfen sahen.
Er fühlte sich jedoch nie ausgeschlossen oder anders rartig, er war ein Teil des Rudel, was kümmerte ihn da das Drachenblut welches durch seine Venen
strömte.

Was kümmerte es ihn das sein Vater ein Drache war, er kannte ihn ja nicht einmal.
Leicht von Trauer geschürrt und mit einem Stechen im Herzen lief er dem Trupp nach. Es schmerzte ihn jedes mal wenn er daran dachte das er seine
wahren Eltern nie kannte.
Er war ein Ausgestoßener, man wollte ihn nicht und trotzdem dachte er seinen Platz in dieser Welt gefunden zu haben.
Wie sah seine Mutter aus?
Hatte er von Ihm seine leuchtend gelben Augen oder waren sie das Geschenk seines Vaters?
Seine imposante Größe, die über die Köpfe aller anderen im Rudel ragte konnte er nur von seinem Vater haben.
Genauso wie die vier Hörner, die seinen Kopf zierten, die sechs Dornen die sich jeweils zu dreier Paaren parallel auf seiner Schnauze
gegenüber in die Höhe ragten. Die anderen sechs Dornen, die ebenso in dreier Paaren auf beiden Seite des Kiefers abstanden.
Ebenso schauten ihm vier Zähne aus der Schnauze, es waren genau die Reißzähne.
Er muss wirklich ein seltsamer Anblick für Menschen sein und genauso angst einflößend.
Mit einem Seufzen betonte er seine bedrückten Stimmung, welche aber nur Sekundenbruchteile durchbrochen wurde.
Er hörte Flügelschläge, nicht die eines Vogels, nein.
Von etwas großem und ebenso prachtvollen, das es sich dabei um einen Drachen handeln musste.
Noch nur zuvor hatte er einen Drachen zu Gesicht bekommen, es wurde ihm immer nur von diesen Kreaturen und ihrer Schönheit erzählt.

Die Quelle der Geräusche musste von Norden aus kommen. Er vergaß vollkommen das er dem Rudel nachlief und auf dieses aufpassen sollte.
Zu groß war seine Neugierde und sein Durst nach Wisse.
Er wollte ihn sehen, er wollte den Drachen sehen. Er rannte in die vermeidliche Richtung, vollkommen besessen von den Gedanken endlich einen
Verwandten anzutreffen.
Er starrte in den Himmel und rannte immer weiter, ignorierte dabei alles was auf dem Boden lag.
Das das Flügelschlagen wurde immer lauter, es kam immer Näher.
Gleich musste es soweit sein, er müsste ihn doch bereits sehen können. Wie könnte man solch ein großes Wesen übersehen?`
Die vollkommen verwirrten Rufe seines Rudel überhörte er und blieb am Waldrand plötzlich stehen.
Er konnte es nicht fassen was er dort zu sehen bekam, es war kein Drache oder etwa doch?

Über seinen Kopf hinweg flog ein Wolf, ein schwarzer Wolf. Der Mund stand ihm offen, vollkommen fassungslos und fasziniert von diesem Anblick
brachte er keinen Ton heraus.
Das Wesen flog in Richtung Süden, bemerkte ihn gar nicht. Die Flügel des Wolfes schienen geschuppt und warfen ihren Schatten auf das
Gras des Feldes unter ihm.
Bei jedem Schlag den der Wolf tat um in den Lüften zu bleiben bebte Harukas Herz. Dieser Anblick war pure Schönheit in seinen Augen und er hob die
große Nase in die Höhe um einmal tief ein zu atmen, er wollte den Geruch des Wesens in sich aufnehmen und nie wieder vergessen.
Kaum das er den Duft in seine Nase zog stellte sich sein Nackenfell auf und ein lautes, grollendes Geräusch entgliet seiner Kehle,
welches nur aus tiefen wohl befinden und reinem Genuss entstammen konnte.
Dieser Duft umschloss sein Herz, spendete ihm Wärme und so ein tiefes Gefühl von Glück das er im selbigen Moment das Gefühl hatte ohne diesen
betörenden Duft alleine zu sein.
Er schaute dem Wolf nach der langsam am Horizont verschwandt, der Genuss des Geruchs lies ihn vollkommen die Zeit vergessen.
Seine Füße rissen ihn nach vorne, er rannte dem Wolf hinterher so schnell ihn seine Füße trugen. Er durfte ihn nicht verlieren, doch er war zu langsam,
der Wolf war am Horizont verschwunden.
Sofort machte sich Sehnsucht in Harukas Därmen breit, er fühlte sich nun plötzlich vollkommen alleine und starrte in den Horizont.
Auf die Berge die sich an diesem erstreckten.
Wer oder was war dieses wunderschöne Wesen welches ihm durch seine bloße Anwesenheit die Sinne raubte?
Und doch blieb ihm nichts von ihm, gar nichts.
Haruka schüttelte den Kopf, der Geruch, er hatte diesen wundervollen Geruch für den er noch keine passende Worte fand.
Er hob prüfend die Nase und atmete tief durch, um den letzten Rest dieser Kostbarkeit zu erhaschen, die in der Luft lag.

Enttäuscht seufzend öffnete Haruka wieder die Augen und starrte n die Richtung in der der Wolf verschwunden war.
Es schien ihm fast wie ein Traum, doch war es zu intensiv für einen Traum, zu schön und dieser Duft, er konnte nur real sein.
Plötzlich fiel im ein das sein Rudel ja noch am auf ihn wartet. Er drehte sich um und schaute in die Richtung aus der er zum ersten mal diesen
wundervollen Klang der Flügel vernommen hat.
Seine Kameraden standen wie angewurzelt dort und verwundert dort und starrten ihn an.
Der Blick des Drachenwolfes formte sich zu einer fragenden Mime "Was schaut ihr so?" fragte er verwundert.
"Habt...ihr das nicht gesehen?" fügte er noch hinten dran, als er ihre verwirrten Blicke deutete.
"Was sollen wir gesehen haben, Haruka?" "Na, diesen Drachenwolf am Himmel!".
Die Wölfe tauschten untereinander Blicke aus, als würden sie still ein Geheimnis untereinander austauschen.
Dann wandten sie sich wieder Haruka zu, einer schüttelte mit dem Kopf "Nein, da war nichts..."
Haruka spürte das dort etwas faul war, diese ausgetauschten Blicke, diese kurze Pause des Denkens.
Und das kann keine Illusion gewesen sein, er hatte es doch gerochen, so intensiv.
Der Wolf der den Kopf geschüttelt hatte schaute eindringlich an, als dieser den Kopf wieder in die Richtung
drehte in der der Drachenwolf verschwand.
"Haruka, können.... wir weiter?"
Haruka schüttelte den Kopf um sich abermals wieder in die Realität zurück zu holen "Ja, lasst uns weiter."
 
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Dewo

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Ich bin schon weiter, bin schon über das 2te Kapitel hinaus.
Ich hoffe, die die es lesen, haben Gefallen dran gefunden.

Verzweiflung

Die Nacht war eingebrochen und legte ihre kühlende und dunkle Decke über das Land.
Es war spät in der Nacht, doch Haruka lag hellwach auf seinem Schlafplatz in seiner Hütte.
Draußen prasselte immer noch leise das Feuer des kleinen Freundenfestes über die Ausbeute.
Doch war Haruka die ganze Zeit geistig abwesend und saß teilnahmslos am Rande des Feuers, in Gedanken an den anderen Drachenwolf versunken.

Und auch jetzt verstrich keine Sekunde in der er nicht an diesen Moment dachte.
Er strengte sich an die Erinnerung an den Geruch nicht zu vergessen, die ganze Zeit stellte er sich weiter vor welchen Tanz seine Sinne aufführten
als er diesen betörenden Duft wahr nahmen.
Nichts anderes schoss ihm durch den Kopf und langsam spürte er das ihn der Gedanke an diesen Duft stark erregte.
Doch versuchte er das kribbelnde Gefühl, welches sich in seinen Lenden ausbreitete, zu übertönen, zu ignorieren.
Es war gerade nicht an der Zeit für solcherlei Gedanken. Er legte die Arme hinter seinen Kopf und starrte seufzend an die Decke.
Vor seinen Augen bildeten sich Lichter- und Schattenspiele von dem Feuer vor seiner Hütte und er schaute diesem Tanz aus Farben eine Weile zu.
Abermals schweiften seine Gedanken ab und vor seinen Augen bildete sich eine Gestalt, mit Flügeln.
Sein Herz schlug aufgeregt und voller Neugierde als er die Gestalt vor seinen Augen anstarrte, die langsam Form an nahm.
Vor seinen Augen baute sich langsam aus den Schatten der Drachenwolf zusammen.
Es schien als sein die Schatten an der Decke lebendig und sie schienen sich zu einer größeren Form zusammen zu setzen.
Allerdings war ihm bewusst das dies nur eine Illusion war, denn die Figur die sich vor ihm erstreckte hatte kein Gesicht, es war nur
ein stumpfer Schatten.
Genau das was seine Erinnerung waren, nur ein Schatten. Und dennoch empfand er diesen Schatten als das Schönste was er je mit
eigenen Augen gesehen hatte.
Der Schatten begann zu zittern und zu flackern, der Wind nahm zu und blies die Flammen in seine Richtung, als würde ein unsichtbares
Seil an ihnen ziehen und sie mitnehmen wollen.
Dieses Flackern der Illusion lies sie nur umso lebendiger aussehen und unbewusst fing er an zu lächeln, tausende Gedanken schossen ihm in den Kopf.
Wie ein Schwarm Schmetterlinge, die auf einer Wiese umher flogen, man konnte sie sehen, sie erahnen aber dennoch nicht fangen.
So ging es ihm gerade, lauter wunderschöne Gedanken und Phantasien, es waren aber zu viele um sie zu erkennen, er müsste nur nach einer greifen.
Doch es waren zu viele, jeder schöner als der Andere.
Seine Augen wurden von ganzen Denken langsam schwer und seine Augenlider senkten sich wie Vorhänge vor seine Augen.
Er hoffte das dieser Traum nie enden würde, dieses wunderschöne Gefühl welches ihm solch eine Glückseeligkeit schenkte.

Doch sollte ihm das nicht vergönnt werden, denn seine Ohren vernahmen das sich jemand der Hütte näherte.
Dies war ebenso ein Geschenk seines Dracheblutes, er hatte spitzere und längere Ohren als die Anderen, so konnte er Geräusche besser und früher
wahrnehmen.
Erschrocken und aus dem Traum gerissen setzte er sich schnell auf, bereit dem Angreifer, der ihm und seinen Träumen etwas antun wollte, entgegen
zu tretten.
Er starrte an den Eingang der Hütte und nach einigen Augenblicken erkannte er das es sich um den Alpha des Rudels handelte.
Ein großer, maskuliner, grauer Wolf dessen Dominanz man schon gegen den Wind riechen konnte.
Trotz seines wilden, forschen und zerzausten Äußeren war er stehts ein fairer und liebevoller Führer.
Da Haruka der Beta des Rudels war, waren die Beiden eine Art Paar.
Ungewollt denn Haruka empfand nichts für ihn, er respektierte ihn und mochte ihn, doch mehr war es nie.
Nicht so sein Gegenüber, dieser war stehts sehr erpicht darauf einen Abend alleine mit Haruka zu verbringen, bei ihm zu sein und ihn zu lieben.
Um den Willen des Friedens hatte Haruka ebenso immer mitgespielt und sich nichts anmerken lassen.
Doch irgendwann sollte der Tag kommen an dem er sich dem Alpha entgegen stellt und ihn zu einem Kampf herausfordert.
Einen Kampf um die Position des Alphatieres.

"Eine wunderschöne gute Nacht wünsche ich dir, mein Haruka." schmeichelte er dem Drachenwolf, der sich wieder auf seinen Schlafplatz legte.
Man konnte es nicht überhören, wie sooft wollte er Harukas Körper.
Es war nichts ungewöhnliches in seinem Rudel, das es unter Gleichgeschlechtlichen zu Paarungsakten kam.
Haruka schaute ihn an, nickte ihm freundlich zu "Den wünsche ich dir auch Rendor."
Eigentlich war Haruka sauer auf Rendor, der ihn soeben aus seinen Träumen entrissen hatte.
Doch im selben Moment war ihm klar wieso Rendor dies tat, wie er dazu kam ihn zu stören.
Der Duft der Erregung des Drachenwolfes war nicht, nicht wahrzunehmen und da Rendor eh immer auf seine Chancen lauerte war dies natürlich
eine willkommene Einladung für ihn. Rendor stellte sich in den Eingang der Behausung und starrte auf Haruka, der noch immer angezogen
auf seiner Decke lag.
Doch auch da war nicht zu übersehen was in Haruka vorging, die Hose sprach tausend Worte.
"Na mein Schöner, hast du eine schöne Nacht?" seuselte Rendor während er näher an Haruka heran trat.
Dieser konnte es sich einfach nicht verkneifen einen leicht entnervten Seufzer von sich zu geben.
Erschrocken schaute er zu Rendor, als ihm aufgefallen war das seine Abneigung gegenüber solch eine Tätigkeit an diesem Abend zu sehr in das Seufzen
geflossen war.
Doch Rendor schien dies gar nicht wahrgenommen zu haben. In solchen Momenten war Haruka vollkommen klar was man mit einem Hirn in der Hose meinte.
Er schüttelte den Kopf "Rendor... mir ist heute Abend nicht danach, verzeih bitte. Ich scheine mir beim Fest den Magen verdorben zu haben."
Log er schnell in der Hoffnung dass, das potente Männchen vor ihm diese schlucken würde.
Doch dies schien nicht der Fall zu sein, Rendor stand nun vor ihm und schüttelte sein langsam Haupftfell auf, um größer und prächtiger zu wirken.
"Rendor, ich..." doch Haruka konnte nicht aussprechen, Rendor würgte ihn mit einem "shhh" ab und kniete sich zu ihm auf den weichen Untergrund.
Kurz darauf hatte der Drachenwolf schon die graue Pfote des Alphas auf der Brust, die ihn verführen sollte und fügig machen.
Doch Haruka drehte sich weg "Bitte Rendor, ich möchte nicht!" stammelte er langsam verzweifelt, doch auch diese Gegenwehr konterte Rendor, dessen
innere Hitze ihm förmlich ins Gesicht geschrieben stand.
"Du möchtest nicht? Möchtest du dieses mal der sein der mich unterwirft?" spottete Rendor, stehts mit einem verführerischen Unterton.
Haruka wollte ihn immer unterwerfen, denn er war ein sehr dominantes Männchen, doch fügte er sich immer seiner Rolle, er war im Rang immer noch
unter Rendor.
Der Alpha begab sich über Haruka, der beinahe in der Unterlage verschwand, so stark drückte er sich weg, in der stillen
Hoffnung es würde nicht dazu kommen.
Rendor drückte die Schnauze an die Harukas und packte ihm zwischen die Beine.
Haruka spührte wie in ihm die Wut aufkochte, er wollte nicht, er hatte keine Lust auf die Zweisamkeit mit Rendor.
Und doch zwang ihn sein Partner dazu.
Haruka wollte weg, er wollte zu dem Drachenwolf der ihn bestimmt nicht zu Sex zwingen würde.
Doch was sollte er tun, wie könnte er dem Griff Rendors entkommen. Seine Augen schnellten hin und her, suchten nach
einem Ausweg aus dieser Situation.
Die Wut in ihm stieg, sie begann zu kochen je länger und intensiver Rendor auf ihm lag.
Er konnte nicht mehr, er packte den Alpha bei den Schultern, rammte seine Drachenklauen in das Fleisch des Wolfes der darauf vor Schmerz aufschrie.
Das Blut begann hinab zu rinnen, verbreitete sich auf der Pfote von Haruka.
Er begann zu schnaufe, es war das Drachenblut was in ihm entfacht wurde.
Beim Schnaufen stiegen ihm kleine Rauchschwaden aus der Nase, er hatte das Feuer der Drachen geerbt, doch durch die halbe
Abstammung war es zu schwach. Alles was er jemals zustande brachte waren stinkende Rauchschwaden, niemals ein Feuer.

Haruka schrie vor Wut, er musste sich unterdrücken den Wolf nicht in Stücke zu reißen oder gar zu töten.
Purer Hass war in seinen Blick geschrieben, wie in Stein gemeiselt.
Das Blut tropfte Haruka auf die Brust und floss seinen Arm hinnab.
Rendor schrie abermals auf und versuchte sich gegen den Griff des Drachenwolfes zu wehren, der ihn so verletzte.
Haruka riss die Schnauze auf, entblösste gegenüber seines Meisters die blanken, scharfen Zähne.
In Rendors Augen schoss Angst, angst vor Haruka der immer stärker zu werden schien.
Doch war er der Alpha und dies weckte Sekunden darauf seine Kampflust.
Er jagde Haruka die Wolfsklauen in die Seiten, es schmerzte ohne Ende.
Haruka schrie vor Wut auf und warf den Wolf von sich runter in eine Ecke der Hütte.
Dabei rissen die Klauen tiefe Wunden in sein Fleisch.
Haruka verlor die Kontrolle über seinen Körper. Mit einem Satz stand er vor Rendor, bäumte sich auf und brüllte.
Es war nicht das knurren eines Wolfes, nein.
Diesmal sprach sein Vater aus ihm. Ein lautes Grollen durchzog den Ort des Rudel und weckte auch den letzten
Wolf der diesen Kampf noch nicht bemerkte.
Rendor stand auf, wischte sich die Schnauze ab und sprang auf Haruka zu, mit den Krallen voraus.
Haruka wich zur Seite aus, er hatte schon mehrere Kämpfe um seine Position bestreiten müssen.
Er wurde immerhin als Welpe von diesem Rudel aufgenommen und musste sich als Außenseiter seine Position hart erkämpfen.

Kaum das Rendor aus dem Sprung gelandet war, setzte er zum nächsten Sprung an, schlug Haruka seine Pranke quer durchs Gesicht.
Haruka war unvorsichtig gewesen, das war es warum er Rendor noch nicht zum Kampf herausgefordert hatte.
Warmes Drachenblut lief Haruka die Stirn hinnab und betrübte seine Sicht.
Er hatte keine Chance gegen Rendor, er würde verlieren. Und da dies ein unehrenhafter Kampf war
würde er dabei warscheinlich mit dem Leben bezahlen.
Erneut schoss ihm pure Verzweiflung in den Schädel, seine Kraft spannte den Körper an.
Wo konnte er nur hin? Was sollte er tun.... Er wollte nicht sterben, er hatte doch noch soviele Fragen an den Drachenwolf.
Der Drachenwolf! Seine einzige Möglichkeit war es ihn aufzusuchen und zu hoffen das dieser freundlich gesonnen war.
Haruka hollte tief Luft und brüllte erneut auf, um sich einige Sekunden vor einer weiteren Attacke zu verschaffen.
Wenn er jetzt weg rennen würde könnte er nie wieder zurückkehren und wenn doch würden sie ihn töten.

Auf den Ballen seiner Pfote drehte er sich blitzschnell um und rannte aus der Hütte hinaus.
Vorbei an allen Wölfen die sich bereits zu einer gaffenden Traube gesammelt hatten.
Er stieß sie zur Seite, den Kopf gesenkt in der Hoffnung niemals mehr ihre Gesichter sehen zu müssen. Er bahnte sich den Weg durch die Wölfe,
seine Brüder, seine Freunde, seine Familie und rannte fort.

So schnell wie ihn seine kräftigen Beine trugen rannte er zu dem Ort wo er den Drachenwolf gesehen hatte.
Der Wind der durch sein Gesicht blies verteilte das Blut, welches immer noch aus den Wunden trat, über sein gesamtes Gesicht.
Er dachte daran das sein Rudel sich gerade zusammentun würde um ihn zu suchen, ihn zu jagen.
Sie müssten ihm auf der Fährte gewesen sein und genauso diese Gedanken waren es was ihn dazu antrieb noch schneller zu rennen.
Nach einigen Minuten, die ihm vor kamen wie Stunden, kam er an den Waldesrand den Ort an dem alles begann.
Er sackte etwas in den Knien zusammen und hechelte nach Luft.

Er stützte sich mit den Händen an den Beinen ab und schaute zu Boden, schluckte den Speichel herunter. Diese Pause hatte er nötig, wenigstens
kurz neue Kraft schöpfen.
Erwischte sich mit der Pfote durchs Gesicht, er wollte das Blut entfernen doch war es beinahe unnötig. Das Meiste war bereits getrocknet,
genauso wie an den Seiten seines Bauches, es lief zwar immer noch Blut hinaus, es war aber nicht viel.
Der rote Lebenssaft klebte bereits trocken in seinem Fell und seine weißen Stellen auf der Brust, die sich vom Schnauzenrücken bis hinnab über den
Hals erstreckten, hinab über Brust und Bauch zwischen seinen Beinen verschwanden, waren stellen weiße stark benetzt mit Rendors Blut.
Langsam kam die Kraft zurück und spendete ihm neuen Willen weiter zu laufen.
Die Schuppen die an seinem Hals hinausragten schmerzten von der Anspannung die eben in seinem Körper bebte.
Genauso wie die Schuppen die sich an den kompletten Innenseiten der Unterarme erstreckten.
Sie hatten genau wie seine Hörner eine leicht gelbe Cremefarbe, nur das die Hörner an den Spitzen schwarz wahren, welches nach unten
hin langsam im der anderen Farbe verschwand.
Sie stachen stark aus dem sonst schwarzen und weißen Fell hervor, die selben Schuppen hatte er auch an den Oberschenkeln.
Für die an den Armen war er schon öfters dankbar, genauso für die am Hals, sie baten schon oft in brenzlichen Situationen Schutz.
Doch es war keine zeit seinen Körper zu bewundern, er musste weiter.
Kurz schaute er sich um, damit er die Richtung fand in der der Drachenwolf verschwand.
Er hoffte das er dort sei, dort leben würde. Nicht das er nur hier lang flog und irgendwo ganz anders sein Versteck hatte.
Er drehte sich in die Richtung der Berge, über denen der Mond hell und klar hing. Dann schritt er los, auf den Weg in seine Zukunft.
 

Lantha

Guest
Ich bin gerade bei der zweiten Hälfte des ersten Posts angelangt. Was mich im Moment echt stört, ist, dass der Text abrupt vor dem Ende der Zeile abbricht und sich in der nächsten fortsetzt (Zeilensprung mitten im Satz). Du musst beim Rüberkopieren etwas verhauen haben.

Es bietet sich auch für so etwas der Export als PDF an, weil in einer PDF sieht alles – völlig unabhängig von so ziemlich allem – genau gleich aus. Kann daher auch gut ausgedruckt werden.
 

Dewo

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Alles klar, werde ich mal machen, danke für den Tipp. Habe es natürlich nicht weiter nachgesehen, da ich es ja auf dem PC geschrieben hatte.
 

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