Von Mann zu Fuchs

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Hallo. Wie bei meiner Vorstellung gesagt (geschrieben), wollte ich hier einige Geschichten reinstellen. Da dachte ich, das beste wäre doch etwas mit Tieren, ganz besonders mit Füchsen und Anthros. Als ich zum ersten mal von Anthros gehört habe, kannte ich sie zwar schon, wusste aber nicht das man sie so nennt. Ich habe sie schon immer gemocht und habe vor circa einer Woche eine kleine Geschichte angefangen. Sie soll von einem Mann und seiner Begegnung mit einer Gruppe von Anthros handeln. Ich hatte vor immer wenn ich ein Kapitel fertig habe es hier zu posten, allerdings nur eins am Tag, falls ich schon mehrere fertig habe.

Bevor ich die Geschichte hinschreibe habe ich noch eine kleine Frage:
Ich bin nicht sicher ob ich das Wort Anthro richtig verstanden habe, aber es bedeutet doch "Tier oder Insekt mit Menschlichen Zügen" oder? Also zählen Werwölfe auch dazu? (Das sind zwei Fragen, aber egal.)

Kapitel 0: Vorgeschichte


Vor acht Jahren wurde ein Mann in eine Nervenheilanstalt geschickt. Man dachte er sei verrückt, da er ständig etwas von menschlichen Wölfen erzählte, von aufrecht laufenden Tieren und sprechenden Füchsen mit dem Körperbau eines Menschen.

Seine Frau verließ ihn, sie dachte er wäre eine Gefahr für ihre Tochter.
Sein bester Freund ignorierte ihn, hatte Angst vor dem Ausschluss aus der Gesellschaft wenn er sich mit einem „Verrückten Mann abgebe“.
Seine Tochter jedoch, die elf Jahre alte Nina, glaubte ihm. Sie hielt zu ihm, stand zu ihm und tröstete ihn in dieser Zeit der Verluste.Ein 'normaler' Mensch hätte aufgegeben. Hätte gesagt „Ich hab mich wohl geirrt.“ oder es einfach totgeschwiegen.
Aber er nicht. Er hat zu viel Zeit mit diesen aufrecht gehenden Tieren, diesen 'Anthros' verbracht. Hatte zu viele Freunde - die für ihn fast wie eine zweite Familie waren - gefunden, hatte zu viel erlebt, um das alles totzuschweigen. Außerdem war aufgeben für ihn noch nie eine Möglichkeit die er gerne nutzte.
Deswegen hatte man ihn eingeliefert. In eine Nervenheilanstalt, in der er nichts zu suchen hatte. In dieser Anstalt gab es aber keine wirklich 'verrückten' Leute, die die Wände mit Kot vollschmieren oder den Stühlen schmerzen zufügen weil sie denken es sind Menschen.
Nur Leute, die an etwas glaubten, das die Gesellschaft zu dieser Zeit, in dieser Welt, nicht tolerierte.
Grade deshalb hieß diese Anstalt schlicht und einfach „Staatliche Nervenheilanstalt Glaube“.
Seine Tochter, mittlerweile eine Neunzehnjährige die mit Totenköpfen auf der Tasche und pinken Strähnchen im Haar herumläuft, hatte ihn seit seiner Einweisung jeden Tag besucht. Hatte sich mit ihm unterhalten, ihm geholfen oder einfach nur Zeit mit ihm verbracht. In all dieser Zeit, hatte sie ihn nicht einmal nach den Tieren gefragt. Ja, Tiere
waren ein Thema das sie bei ihm immer geschickt umgehen konnte.Diesmal jedoch, war es ihr letzter gemeinsamer Tag für eine lange Zeit. Sie musste in ein anderes Land reisen, welches Land und warum hat jedoch nichts mit dieser Geschichte zu tun. Sie nahm sich den gesamten Tag frei, lies alle Termine und Verabredungen ausfallen, nur um länger bei ihrem Vater sein zu können.
Da sie sich jedoch auch mit ihrem Freund verabredete, der auch schon von ihrem Vater hörte, nahm sie ihn diesmal einfach mit. Sie wusste, es würde schwer werden. Für beide, sie und ihren Vater, aber sie musste es wissen. Wieso wurde er eingewiesen? Was hat ihn dazu bewegt solche Dinge zu sagen und was hat er erlebt?
Die Antworten darauf wollte sie Heute von ihm haben.

Tut mir leid falls es etwas unübersichtlich ist. Bei der Leerzeilen Setzung war ich mir nicht sicher. Und falls ihr euch fragt warum es so kurz ist, es ist ja nur Kapitel 0, also der Prolog. Der kann schonmal kürzer sein.
 

Bloodwolf

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21 Mai 2013
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oooohhh verdammt....jetzt hast du mich aber^^ Bin seeeehr gespannt wie es weitergeht! Ansonsten passt das von der Form usw. her.

Ach noch was: ja du hast das Wort Anthro richtig verstanden..meinem Wissen nach^^
 

Commander Nick

Weltraum Geflügel
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29 Jun 2013
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Interessante Story.
Aber ehrlich gesagt hätte ich daraus keine längere Geschichte gemacht, sondern eine Kurzgeschichte.
Sowas wie einen inneren Konflikt des Mannes oder ähnlichem....wär nur ein Vorschlag ;)
Bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht.
 
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So, hier wie versprochen das nächste Kapitel meiner Geschichte. Ich weiß nicht ob das jetzt lang genug ist, aber ich kann und will es jetzt nicht mehr ändern. So, deal with it :cool: Ne nur Spaß, wenns euch zu kurz ist sagt es ruhig, dann mach ich das nächste einfach etwas länger.

Ach noch was: ja du hast das Wort Anthro richtig verstanden..meinem Wissen nach^^
Da bin ich ja froh *erleichtert ausatme*

Interessante Story.
Aber ehrlich gesagt hätte ich daraus keine längere Geschichte gemacht, sondern eine Kurzgeschichte.
Sowas wie einen inneren Konflikt des Mannes oder ähnlichem....wär nur ein Vorschlag ;)
Vielleicht schreib ich ja noch mehr, da kann ich diesen Vorschlag dann in die Tat umsetzen...oder sagen wir mal es versuchen.

So, jetzt aber wirklich.


Kapitel 1: Der Anfang einer wundervollen Geschichte

Nina und ihr Freund, Frank, gingen schon sehr früh los. Auf den Straßen war noch alles vernebelt. Man konnte die Hand vor Augen kaum sehen, dafür war es aber schön kühl. Ihre Schritte hörten sich komisch an auf dem feuchten, grünen Rasen vor der Anstalt. Durch den Nebel sah man leicht die Lichter am Eingang des Hauses und einige Silhouetten die
daran vorbeiliefen. Als Nina und Frank näher kamen, wurden sie von einem Mann gegrüßt der vor der Tür stand und wache hielt. Schließlich muss man ja sicherstellen das keiner der Leute mit den falschen Ansichten ausbricht. (*Sarkasmus-Schild hochhalt*)
Er hatte eine blaue Uniform an, mit einem zerkratzten Namensschild und einer kleinen Umhängetasche. Seine freundliche, jedoch sehr raue Stimme stieß ein kurzes „Morgen.“ hervor, verstummte danach jedoch. Bevor Nina oder Frank antworten konnten, merkten sie das seine weit aufgerissenen Augen erschrocken in den Nebel starrten.
„Alles okay?“ fragte Frank vorsichtig. Der Mann zeigte stumm in den Nebel. „Da...da waren...rote Augen!“ Nina und Frank sahen sich an. Nina zuckte mit den Schultern und sie gingen, ohne sich weiter um den Mann zu kümmern, in die Anstalt.
Es sah aus wie in einem Krankenhaus. Boden und Decke waren weiß, ein großer Warteraum mit einem Schalter war das erste in das man reinkam wenn man das Haus betrat. Die Wände waren gelb angestrichen und auf dem Boden waren einige Streifen zur Orientierung. Man sah einige Leute herumlaufen, andere blieben stehen und unterhielten sich mit Angestellten oder „Patienten“.
Ein langer Gang führte zu den Zimmern der Eingewiesenen. Er war voll mit Türen, kleinen Tischchen auf denen Vasen mit bunten Blumen standen und Leuten die in die Zimmer oder irgendwo anders hinwollten. Nina und Frank gingen zum Schalter. Dort stand eine freundlich, jedoch leicht verloren guckende junge Dame, mit einer weißen Krankenschwester Uniform. Sie unterhielt sich mit einer Kollegin, achtete aber trotzdem auf die Leute die am Schalter vorbei oder zum Schalter gingen indem sie gelegentlich einen Blick
zur Seite warf. Nina ging langsam zum Schalter und begrüßte die Frau freundlich. „Hallo. Wie kann ich- oh Nina du bist´s. Warte, ich hol schnell den Besucherausweis.“ Die Frau hockte sich hin und suchte in den Fächern unter dem Tisch einen Ausweis. Frank fragte leise „Woher kennt ihr euch?“ Nina sah ihn vorwurfsvoll an. „Ich hab dir schon oft erzählt das ich hier jeden Tag herkomme. Warum kannst du dir eigentlich nichts merken?!“
Frank kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Das...das stimmt nicht. Ich weiß wann du Geburtstag hast! Am 12.11.“ „Nein. Am 12.01. genau wie der Freund meiner Schwester.“ „Oh. Tut mir leid.“ Die Frau am Schalter kam wieder unter dem Tisch hervor und gab Nina einen kleinen Schein mit dem Bild ihres Vaters drauf. „Los, komm.“ sagte Nina und ging mit Frank durch den Gang. An der letzten Tür blieben sie stehen. Nina klopfte leicht an die Tür und rief „Papa? Kann ich reinkommen?“
Von innen hörte man gedämpft die Stimme eines älteren Mannes. „Ja, Nina. Komm ruhig rein.“ Sie machte die Tür auf und die beiden gingen hinein. „Schnell, mach die Tür zu!“ rief ihr Vater, der mit einem Arm draußen am Fenster saß. Frank ging mit einem weiten Schritt schnell in das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. „Was machst du da?“ fragte Nina und ging näher zu ihrem Vater und dem Fenster.
Ich rede nur mit einem alten Freund. Komm ruhig her, aber sei nicht zu laut.“ Nina und Frank gingen zum Fenster. Draußen, im Nebel, stand ein kleiner schwarzer Fuchs. Seine Augen waren seltsamerweise klar zu erkennen, ein leicht rotes Leuchten ging von ihnen aus. Er schob seinen Kopf in die Hand des Mannes, wie eine Katze die gestreichelt werden will. „Warum bist du heute so früh hier? Musst du nicht arbeiten?“ „Ja, deswegen...Ich muss für eine Weile ins Ausland, deswegen habe ich mir Heute und Morgen für dich frei genommen.“
Bevor er loslief, stieß der Fuchs einen leisen Laut aus, der sich etwas anhörte wie ein Wort, Nina verstand allerdings nicht genau was und ignorierte es auch gekonnt. Der Vater ging vom Fenster weg und setzte sich in seinen alten Schaukelstuhl, der direkt neben dem Fenster stand. „Wie schade. Aber danke das du dir für mich freigenommen hast, mein Schatz.“ Nina setzte sich auf einen kleinen Stuhl, den sie aus der anderen Ecke des Zimmers zu ihrem Vater zog. „Weißt du Papa, in all diesen Jahren brennt mir eine Frage auf den Lippen...Was hast du erlebt? Wieso hast du nach deiner Reise solche Sachen zu Mama gesagt? Warum denkst-“ „Ich weiß. Ich weiß das ich es gesehen und erlebt habe. Ich denke es nicht.“ „Ja, natürlich. Tut mir leid. Aber, was ist deine Geschichte?“ „Naja,“ fing der Vater an. „dein Freund sollte sich lieber auch setzen, denn das wird eine sehr lange Geschichte.“ Frank nahm sich einen Stuhl und setzte sich neben Nina. „Also, vor achteinhalb Jahren...“

So, hoffe es hat euch gefallen. Morgen kommt dann der nächste Teil (wenn ich ihn bis dahin fertig habe, was ich allerdings vermute wenn mich die Muse nicht verlässt oder ich einschlafe).
 

Schlafii

Faultier
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Sehr sehr Interessante Story! :)

Ich bin auch gespannt wie es weiter geht! :D
 

Calandra

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Also die story finde ich richtig gut, ich will umbedingt wissen wie es weiter geht...
 
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Wisst ihr was? Eigentlich wollte ich ja pro Tag nur ein Kapitel Posten. Aber fuck it! Um circa neun Uhr lad' ich Kapitel 2 hoch, falls ich bis da noch wach bin.
 
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So, hier wie kürzlich von mir entschieden Kapitel 2 der Geschichte.

Kapitel 2: Die Reise ins Land der Tiere

„...habe ich Reise in den Wald angetreten.
Ich wollte dort für einige Zeit bleiben, mich dort einleben, die frische Luft genießen. Es mag verrückt klingen, aber mein Arzt sagte ich müsse einige Zeit weg vom Dreck und Stress der Stadt damit es mir besser geht. Seelisch und körperlich.
Also habe ich mir eine kleine Holzhütte gemietet, bin dorthin gefahren und habe Familie, Freunde und Verantwortung eine Weile vergessen. Auf dem Weg in den Wald habe ich viele Tiere gesehen. Füchse, Hasen, sogar ein paar Wölfe. Ein Tier hat meine Aufmerksamkeit jedoch besonders auf sich gezogen: Ein kleiner Fuchs, mit schwarzem Fell, roten Augen und weißen Ohren.
Er ist mir einige Zeit hinterher gelaufen, ohne auch nur ein bisschen Angst zu haben. Da ich seine Eltern nicht finden konnte und sie auch nicht nach ihrem Kind gesucht haben, dachte ich mir das er keine mehr hatte.
Ich nahm ihn auf, gab ihm Essen und beschützte ihn falls nötig vor anderen Tieren. Zwar lies ich ihn eigene Entscheidungen treffen und Probleme bewältigen, aber ich habe mich genügend um ihn gekümmert damit er nicht stirbt.
Ich war fast jeden Tag mit ihm draußen, habe mit ihm herumgespielt, aber auch nach anderen Tieren gesucht. Nach seinen Eltern. Und nach Essen. Einige Wochen ging es so, bis er eines Tages einfach losrannte.
Er ging unter einer Wurzel, die aus der Erde kam, durch und verschwand da für einige Zeit. An der Wurzel hingen Stofffetzen und Moos, und es stank schrecklich nach Blut. Als ich merkte das der Fuchs schon für eine halbe Stunde verschwunden war, ging ich ihm hinterher.
Ich zwängte mich so gut wie möglich unter der Wurzel durch, die zum Glück relativ weit oben war, und konnte eine riesige Höhle sehen. Durch ein Loch in der Decke kam etwas Licht hinein, so dass ich den kleinen See in der Mitte sehen konnte.
Neben dem See hockte der Fuchs. Er sah in den Schatten, ohne einen Muskel zu bewegen. Offensichtlich lag da etwas, das sein Interesse geweckt hatte.
Also bin ich zu ihm gelaufen. Als ich näher kam, stolperte ich und mein Handy fiel ins Wasser. So schnell ich konnte fischte ich es wieder hinaus, aber es war unbrauchbar. Es lies sich einschalten, aber stürzte nach dem „Willkommen“ Text ab. Ich steckte es kurzerhand in meine Hosentasche und ging weiter zu dem Fuchs.
Je näher ich kam, desto mehr sah ich die Gestalt die da ihm Dunkeln war. Ich wusste was es war, wollte es aber nicht wahrhaben: Dort in der Dunkelheit, lag ein blutüberströmter Junge.
Aus seinem Mund und mehreren Schnitt- und Bisswunden kam Blut, jedoch nicht soviel das er sterben würde. Er hatte einige Fellreste auf sich liegen, der Farbe nach von Füchsen. Ich rüttelte an ihm, versuchte ihn wach zu bekommen, jedoch ohne großen Erfolg. Er machte nur kurz seine Augen auf, sah den Fuchs an und flüsterte etwas in einer mir zu diesem Zeitpunkt völlig fremden Sprache.“
„Zu diesem Zeitpunkt?“ unterbrach Nina ihn. „Was sagte er denn?“ „Er sagte „Danke.“. Und jetzt lass mich weitererzählen. Es ist unhöflich einen alten Mann zu unterbrechen.“ Der Vater räusperte sich und erzählte weiter.
„Also, ich nahm den Jungen mit zum See, um ihm das Blut weg zu waschen. Er trug nur noch eine zerrissene Hose, sein Oberteil war im Rest der Höhle verstreut. Mit dem klaren Wasser spülte ich seine zahlreichen Wunden aus.
Als ich ihn umdrehte, um seinen Rücken zu waschen, sah ich ein rundes Loch am oberen Rand seiner Hose. Ich machte mir zunächst keine Gedanken, schließlich gab es wichtigeres als das Loch in der Hose eines Jungen, und drehte ihn wieder um da er am Rücken nur einige Kratzer hatte.
Ich warf mir den Jungen über die Schulter und ging aus der Höhle raus, den Fuchs wieder an meiner Seite. Ich zwängte mich wieder unter der Wurzel durch und holte dann den Jungen hinaus. Im Licht der Sonne sah ich ihn endlich klar und deutlich:
Er war circa vierzehn oder fünfzehn Jahre alt, hatte blonde Haare mit einem großen weißen Streifen in der Mitte und helle, grüne Augen. Seine Zähne waren ungewöhnlich scharf, und das Fell das ich auf ihm sah war nicht einfach das eines Fuchses. Es war sein's. Ich wollte es erst nicht glauben, zog daran und prüfte ob es wirklich echt war.
Zwar hatte ich keine Ahnung warum ihm Fell an den Armen und auf der Brust wächst, aber ich bemühte mich lieber ihn zu meiner Hütte zu bringen um ihm zu helfen.“
Der Vater nahm sich seine Tasse Kaffee vom Tisch und nahm einen Schluck. Dann erzählte er weiter, in die leuchtenden Augen von Nina und die leicht skeptischen Augen von Frank sehend.
„Es war schwer für mich ihn zu meiner Hütte zu bringen, da diese weit weg war und zu allem Überfluss auf einem Hügel. Also atmete ich tief durch und ging, mit dem Jungen auf der Schulter, los. Auf dem Weg folgte mir der Fuchs, ohne mir einmal von der Seite zu weichen. Zwar war er noch jung, aber er wich geschickt allen Steinen und Stöcken aus, als sei es eine Art Wette die er gewinnen wolle.
Als mir der Junge zu schwer wurde, legte ich ihn kurz auf einem nahe liegenden Baum ab. Ich hielt seinen Arm um zu prüfen ob sein Puls noch da war. Zu seinem Glück ja, er lebte noch. Der kleine Fuchs setzte sich abwartend neben den Jungen und sah mich an.
Als ich den Jungen wieder auf meine Schulter packen wollte, hörte ich hinter mir ein Rascheln im Gebüsch...“
 
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So, hier nun das nächste Kapitel der Geschichte. Gestern hab ich leider vergessen eins zu posten, dafür hab ich aber vorgestern zwei gepostet, also gleicht sich das zumindest etwas aus.

Kapitel 3: Der Junge im Fuchsköstum


„....Ich drehte mich schlagartig um und sah wie ein kleiner Hase mit schwarzen Ohren aus dem Gebüsch hüpfte.
„Puh...mach mir doch nicht so eine Angst.“ sagte ich und nahm den Jungen wieder hoch. Ich begann zu laufen, den Fuchs wieder neben mir. Als ich endlich bei meiner Hütte ankam, war der Rücken des Jungen völlig dreckig weil ich ihn ständig irgendwo abgelegt hatte. Der Fuchs sprang aufgeregt hin und her, als würde er es kaum abwarten können das ich den Jungen auf mein Sofa lege und mich um ihn kümmere. Ich schloss mit einiger Mühe die Tür der Hütte auf und ging hinein.
Den Jungen legte ich auf mein Sofa und das Licht schaltete ich an. Der kleine Fuchs setzte sich vor den Jungen auf den Teppich und sah ihn erwartungsvoll an. Ich ging, völlig erschöpft, in mein Zimmer und holte Kissen und Decke für den Jungen. Ich hob seinen Kopf leicht an, legte das Kissen darunter und die Decke über seinen verwundeten Oberkörper. Erschöpft wie ich war, schleppte ich mich in mein Zimmer und lies mich aufs Bett fallen. Ich sah kurz aus dem Fenster und murmelte „Vollmond...“ bevor ich einschlief. Am nächsten Tag, ging ich nachdenkend ins Wohnzimmer. Ich überlegte was ich nun mit dem Jungen machen sollte, wie er diese Wunden bekam, und nicht zu vergessen über sein Fell. Als ich das Wohnzimmer betrat, bot sich mir ein erstaunlicher Anblick:
Dem Jungen war über Nacht ein Fell gewachsen! Er lag, immer noch seelenruhig schlafend, auf dem Sofa, hatte jedoch jetzt ein rot-braunes Fuchsfell. Sein Kopf, zumindest seine Schnauze, war auch die eines Fuchses geworden, hatte jedoch noch menschliche Züge. Auf seiner Stirn, um seine Augen und den ihm nun gewachsenen Fuchsohren war das Fell tiefschwarz und unter der Decke guckte sein Fuchsschwanz hervor. Langsam ging ich auf ihn zu, dabei so gut wie möglich versuchend ihn und den kleinen Fuchs nicht zu wecken, und hob langsam die Decke hoch.
Auch sein Oberkörper war befellt und auf seiner Brust und seinem Bauch war ein deutlicher Schwarzer Strich zu erkennen. An seinen Fingern hatte er nun scharfe Krallen und auch seine Arme hatten schwarzes Fell. Selbst seine Füße waren nun zu übergroßen Pfoten geworden. Erschrocken lies ich die Decke fallen und rannte ins Badezimmer. Ich wusch mir durchs Gesicht, gab mir ein Paar Ohrfeigen und stellte sicher das ich nicht einfach nur träumte. Entkräftet sah ich in den Spiegel. „Was ist er? Wer ist er?“ Diese Gedanken schwirrten mir durch den Kopf. Plötzlich hörte ich ein lautes Gähnen aus dem Wohnzimmer, welches garantiert nicht vom kleinen Fuchs stammte.
Ich ging langsam ins Wohnzimmer, gespannt ob der Junge meine Sprache überhaupt verstehen konnte. Ich sah ging langsam weiter, kam schlussendlich an und sagte, als wäre ein ganz normale Situation, „Guten Morgen.“.
Der Junge sah mich an, musterte mich und erwiderte lächelnd „Guten Morgen!“ Ich ging auf ihn zu, setzte mich auf den Tisch vor dem Sofa und sah ihn an. „Es mag vielleicht etwas unhöflich sein zu fragen, aber...warum hast du Fell?“ Der Junge erwiderte verlegen „Das ist eine...lange Geschichte.“ „Ich hab genug Zeit.“ sagte ich schnell und fordernd. Der Junge sah mich etwas verloren an, als wüsste er nicht genau was er sagen sollte. Dann erwiderte er aber doch noch. „Also, um es kurz zu machen, bin ich eine Art Mischung aus Mensch und Fuchs. Menschen nennen es, soweit ich mitbekommen habe, Anthropod oder Anthroboot oder so...Ich glaube es war Anthro. Da ich mich allerdings nur zum Fuchs verwandle, nennt man meine Art einfach Wer-Anthro. Wenn Vollmond ist, verwandle ich mich für zwei Monate in meine Fuchs-Form. Nach diesen zwei Monaten bleibe ich entweder in meiner Höhle oder mische mich etwas unter die Bewohner des Dorfes das hier in der Nähe ist.“ Ich dachte einige Sekunden nach. „Also,“

begann ich langsam. „bist du ein Werfuchs?“ Der Junge sah mich verwirrt an, lachte dann aber „Ja, ich schätze so kann man es sehen.“. Durch sein Lachen weckte er auch den kleinen Fuchs auf, der zu ihm aufs Sofa sprang und uns beide abwechselnd ansah.“ Der Vater nahm einen weiteren Schluck aus seiner Kaffeetasse. Nina überlegte und fragte dann ihren Vater „Hey, Anthony verschwindet auch jeden Vollmond für zwei Monate. Glaubst du er könnte...“ Bevor sie ihren Satz beenden konnte sprach ihr ihr Vater dazwischen. „Das könnte gut sein. Der Junge hat mir erzählt das viele Wer-Anthro´s in den Städten der Menschen leben.“ Frank fragte verwirrt „Wer ist Anthony?“. „Der Freund meiner großen Schwester.“ erwiderte Nina. „Nun gut, dann erzähl ich mal weiter. Der Junge streichelte den kleinen Fuchs, der seinen Kopf in die Hand des Jungen drückte. „Aber, warum bist du so?“ fragte ich ihn. „Ich wurde so geboren. Mein Vater war ein Fuchs-Anthro und meine Mutter ein Mensch. Die Mischung aus diesen Rassen ist entweder ein Wer-Anthro oder ein Fuchsmensch, also ein Mensch mit den Zügen eines Fuchses. Schwanz, Krallen, Ohren, so´n Zeug halt.“ Ich sah den Jungen einige Momente lang an. Ich musste ersteinmal verkraften das es wirklich soetwas gibt. Das ich einem Wer-Anthro das Leben gerettet habe. Der Junge nahm eine kleine, runde Uhr aus seiner Tasche und klappte sie auf. Im Inneren der Uhr...“
Der Vater hustete kurz. „Also, wie gesagt, im Inneren der Uhr...“
 
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Hier das nächste Kapitel, auch wenns etwas kürzer ist als die anderen. Okay, viel kürzer.

Kapitel 4: Der Eingang

„...hatte er das Bild seiner Eltern. Er hielt die Uhr hoch und sagte zu mir „Hier, sehen sie? Das sind meine Eltern.“
Sein Vater sah fast so aus wie er, nur mit etwas gräulicherem Fell. Seine Mutter sah ihm auch etwas ähnlich: sie hatte Blonde Haare, war schlank und hatte kleine Hände.
Ich nahm ihm die Uhr aus der Hand und sah mir das Bild genau an. Der Fuchs lächelte in die Kamera, hatte einen Speer in der einen Hand und seine Frau in der anderen. Zwar hatte er Fell, schließlich war er ja ein Fuchs, aber auf seinem Kopf hatte er trotzdem eine Frisur. Er hatte kurze Haare, einige Strähnen sogar gefärbt, und einen kurzen Pferdeschwanz hinten dran.
„Also stimmt es wirklich...“ murmelte ich vor mich hin. „Aber wo sind die anderen?“ fragte ich. „Ich...ich denke nicht das ich ihnen das erzählen sollte. Unser Volk hat das für Jahrzehnte vor jedem Menschen geheim gehalten. Naja, bis auf meine Mutter.“ sagte er.
„Du schuldest mir was, kleiner. Schließlich habe ich dein Leben gerettet.“ Der Junge überlegte. „Gut. Ich werde ihnen zeigen wo meine Leute wohnen. Aber sie verraten es niemandem.“ „Ich verspreche es.“ sagte ich und machte mich bereit zu gehen.
Der Junge blieb sitzen und sah den Fuchs an, bis Heute weiß ich nicht wieso. Vielleicht haben sie geredet, oder sich einfach nur so angesehen.“
Der Vater stand auf und gähnte laut. „Es ist viel zu früh zum Geschichten erzählen, Schatz.“ Er nahm sich ein Glas Würstchen und fischte eins mit seinen Fingern heraus.
„So, wo war ich? Ach ja. Als ich fertig war, ging ich wieder ins Wohnzimmer um mit dem Jungen zu reden. „Was ist eigentlich passiert?“ fragte ich ihn. „Mich hat ein Wolf angegriffen. Er hat mich angefallen, aber ich konnte ihn verscheuchen.“ erzählte er mir. Ich gab dem Jungen ein Shirt von mir, aber er lehnte es ab.
„Der Stoff fühlt sich komisch auf meinem Fell an. Außerdem wird mir schon nicht kalt.“ sagte er und ging aus der Tür. Ich schnappte mir schnell meine Schlüssel und folgte ihm und dem Fuchs. Wir gingen ein Stück den Weg vor meiner Hütte entlang, durch einige Büsche und über viele Wiesen.
„Dauert es noch lange?“ fragte ich den Jungen. „Nein, nein, wir sind gleich da.“ Wenige Minuten später kamen wir an einem großen Baum an. Der Junge stach seinen Finger an einem Ast und steckte diesen in ein Loch im Baum. Ein Tropfen fiel in den Baum, der Junge zog den Finger hinaus und ein lautes Brummen war zu hören. „Was ist das für ein Geräusch?“ fragte ich ihn...“


Falls ihr euch fragt warum dieses Kapitel so kurz ist, ich habe eine Schreibblockade. Und wenn ich bei einer Schreibblockade krampfhaft versuche weiterzuschreiben, werden meine Geschichten immer schlechter und schlechter bis ich sie aufgebe (so hab ich schon zwei Geschichten verloren). Wenn ich allerdings nur schreibe wenn mir etwas einfällt, werden meine Geschichten teilweise kürzer. Und da ich lieber kurze als schlechte Geschichten habe, schreibe ich eben nur wenn mir was einfällt. Ich denke (und hoffe) ihr versteht das.
 

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