Von einem der auszog...

Swalin

Frischling
Mitglied seit
25 Sep 2011
Beiträge
13
Ohne Überschrift ;-)

Seinen Helm vorsichtig ein Stückweit über die Grabenwehr hebend,
beobachtete er das Niemandsland. Viel war in dieser Mondlosen Nacht nicht zu erkennen. Nur wenn hier und da die Leuchtspur-
geschosse in langen glühend roten Ketten den schwarzen Himmel entlangflogen oder eine Leuchtpatrone den Versuch unternahm ein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen, konnte mann manchmal bis zum vordersten Draht blicken. Eine halbe Stunde würde ihm wohl noch bleiben bis zur Ablösung, dachte Er bei sich. Der letzte Angriff steckte ihm immer noch in den Knochen. Geradeeinmal fünfzig Meter waren sie gekommen bevor sie das feindliche Feuer zu Boden zwang und den Angriff abriegelte. Es erschien alles so sinnlos. Die eigenen Kräfte und die des Gegners hatten sich längst ausgeglichen. Jede neue Schlacht nur ein verzweifelter Versuch das Kriegsglück doch noch zu zwingen.
Ein klirrendes Geräusch zwang ihn dazu seine Aufmerksamkeit wieder dem Vorfeld zu widmen. Wenn davorn irgendetwas vor sich ging, tat er gut daran es sich nicht entgehen zu lassen. Schließlich verließen sich seine Kamraden auf ihn. Wieder klang ein klirren an sein Ohr. Instinktiv fühlte seine linke nach der Leuchtpistole die vor ihm lag. Langsam schob er seinen Karabiner auf die Grabenwehr. Ein leises Klicken folgte als er seine Waffe entsicherte. "Versucht es ruhig" dachte er sich, "ich will euch schon zeigen das ihr euch hier den Schädel einrennt". Beim Gegner stieg eine Leuchtpatrone gen Himmel. Offenbar war man drüben genauso unruhig. Das beruhigte ein wenig.
Im fahlen Schimmer der gegnerischen Leuchtkugel konnte man zwei schwarze Gestalten erkennen, die sich fast bis an den Draht herangearbeitet hatten. Das war ja allerhand. Er hatte schon viel in diesem Krieg erlebt aber das nur zwei Mann versuchten ihn auszuheben war doch ein wenig zu verwegen. Die beiden Burschen würden jetzt eine Lektion erhalten die Sie sobald nicht vergessen würden. Die linke glitt wieder zum Grabenrand und angelte sich eine Handgranate. Während er den Karabiner ablegte tat sich drüben nichts neues. Ruhig, wie beim exerzieren schraubten seine Finger die Kappe am Stielende ab. Die Kugel die er jetzt nicht sehen aber fühlen konnte glitt ihm in die Hand. Nochmals spähte er angestrengt ins dunkle der Nacht konnte aber nichts erkennen. Ein kurzer Ruck an der Kugel in seiner Hand, dann beugte er sich ein wenig nach hinten, schnellte wieder nach vorn und ließ los. In der Dunkelheit war die Granate unmöglich zu sehen doch die Richtung hatte gestimmt da war er sich sicher.
Zögerlich verstreichen die Sekunden, plötzlich ein heller Blitz und ein kurzes, scharfes Krachen. Drüben ruft einer "Parole"? Diese wahnsinnigen hoffentlich ging das gut. Die Parole wird gewechselt und innerhalb weniger Minuten stehen die Zwei feldgrauen Gestalten bei ihm im Graben. Noch bevor er sie eingehend mustern kann, werden hinter ihnen schnelle Schritte im Graben laut. Gefreiter Jahn stürmt heran, bemerkt die zwei Neuankömmlinge zu spät und bevor beide reagieren können liegen sie auch schon mitsamt dem Gefreiten am Boden. Unteroffizier Ritter den hier alle nur bei seinem Vornamen nennen. Kann sich ein leichtes Lachen nicht verdrücken. "Na Jahn auch schon wach?".
"Verflucht, Junge geh endlich runter von mir". Jahn der dem Unteroffizier gerade antworten will rollt sich ein wenig zur Seite und sieht einem Dreckverkrustetem Pionier ins Gesicht, der sich gerade seinen Kameraden vom Leib rollt. "tschuldige" brummt Jahn, "hab euch zu spät gesehn". "Hättet ja auch maln Licht anmachen können" setzt er noch nach. Was aber keinem der Pioniere eine Antwort entlockt. Während sich die beiden aufrappeln. Drückt sich Jahn an den Grabenrand schaut fragend seinen Unteroffizier an und fragt.
"Sag mal Heinrich machts du hier so´n Lärm?". "Sieht ganz so aus" erwiedert Unteroffizier Ritter und an die beiden Pioniere sich wendend fügt er noch hinzu "Habt ganz schönes Glück gehabt, was wolltet ihr eigentlich da vorn?". Während die beiden nun leise zu erzählen beginnen, erhebt sich Jahn schiebt sich an beiden vorbei und klopft Ritter auf die Schulter. Dieser nickt und steigt von seinem Tritt herunter. Noch bevor die Pioniere richtig in Fahrt kommen zerreißt ein Knall die stille und eine weiße Leuchtkugel steigt empor. Entschuldigend sieht sich Jahn zu Ritter um und sagt "tut mir leid Tebbe wollte wissen was hier los ist". Ritter nickt und wendet sich wieder den Pionieren zu. Aus ihren Erzählungen erfährt er das Beide Teil eines Stoßtrupps waren der in die feindliche Linie einbrechen sollte um Gefangene zu machen. Während sich die Annäherung noch als relativ einfach herraustellte wurden sie kurz vor dem feindlichem Graben unter heftiges Abwehrfeuer genommen. Der Stoßtruppführer und 5 weitere Soldaten waren gefallen. Der Rest setzte in langen Sprüngen immer wieder Deckung nehmend auf die eigenen Linien zu. Beide hatten den anschluß an den Rest des Stoßtrupps verloren waren auf die eigenen Linien gestoßen und von der Handgranate des Unteroffiziers empfangen worden. Ritter hatte aufmerksam zugehört und schickte nun die 2 Pioniere nach hinten.
Er wendet sich dem Gefreiten zu, der immer noch gebannt das Vorfeld beobachtet. "Sag, Jahn als du los bist war Tebbe noch wach?".
"Ja abends kam ein Kurier vorbei, seitdem tigert er durch den Graben." "Gut" erwidert Ritter und wendet sich ab. Einmal noch blickt er zur Seite als ein einzelnes Minenwerfergeschoss vor dem Abschnitt der Nachbarkompanie detoniert. Schnell folgt er nun dem Graben während ihm Jahn ein wenig beleidigt hinterhersieht weil es Ritter versäumt hat sich zu verabschieden.
Als Ritter im Hauptgraben ankommt erwartet ihn Tebbe bereits. "Nun, Feldwebel was gibt es?" fragt Ritter. "Heinrich gut das ich dich treffe" erwiedert Tebbe freundlich um gleich darauf loszureden. "Im Trichter vor unserer Front hat der Feind ein Schweres Maschinen-
gewehr in Stellung gebracht, das kann da nicht bleiben. Ich brauche also einen fähigen Stoßtruppführer und da habe ich an dich gedacht."
Ritter schaut Tebbe ernst an und fragt "wann soll es losgehen?". "Morgen Nacht, wenn Du zusagst hast du den Rest des Tages frei". Tebbe sieht ihn fragend an. "Also gut ich mach es". "Passt Heinrich ich hab gewusst das ich mich auf dich verlassen kann". Tebbe dreht sich um als ihm Ritter nachruft " Hab ich freie Wahl bei den Männern?". "Geht klar" ruft Tebbe und verschwindet hinter einer Grabenbiegung.
Als Ritter sein Quartier (in Wahrheit wahr es eine in die Grabenwand gehauene Höhle die aber Dank der geschicktheit ihrer Bewohner sehr heimelige Züge angenommen hatte) erreichte begann die Sonne bereits ihre Strahlen über den Horizont zu schicken.

Als Ritter erwachte sah er gerade Jahn ins Quartier treten."Kommst du mit?". Ohne sich eine Spur von Verblüffung anmerken zu lassen antwortete Jahn "Klar",schnallte sein Koppel ab und ließ sich auf seine Pritsche fallen. "Wohin gehts eigentlich?" fragte Jahn. Ritter musste wieder einmal über den Gefreiten grinsen. "Stoßtrupp heut abend , wenn du Dich gut machst kann ich dir vielleicht auch bald das EK* anheften." neckt er ihn. Ritter war ein guter Beobachter und er kannte seine Männer. Ihm war es nicht entgangen das Jahn, nachdem man ihm Das Eiserne Kreuz verliehen hatte, sich nun ebenfalls zu bewähren suchte. Er wußte zwar nicht was den Gefreiten antrieb aber er war ein guter Soldat und äusserst zuverlässig.
Der Tag war vergangen mit dem reinigen der Waffen,dem auswählen der Männer und dem wichtigsten des Frontalltages der Verpflegung. Heute hatte es Erbseneintopf mit Speck gegeben. So Dick das man seinen Löffel aufrecht hineinstellen konnte.
Pünktlich um 17Uhr war er bei Feldwebel Tebbe erschienen um nochmals den letzten Befehl zu empfangen. Der Auftrag war klar. Mit Einbruch der Dunkelheit hatte sich der Stoßtrupp bestehend aus ihm, dem Gefreiten Jahn sowie den Grenadieren Harm und Tide, ins Niemandsland vorzuarbeiten, das MG-Nest ausfindig zu machen dessen ungefähre Stellung bekannt war und es auszuschalten.
Bei Einbruch der Dunkelheit stiegen sie aus der Sappe*² um sich langsam ins Niemandsland vorzutasten. Ritter spähte durch die Nacht. 2 Stunden irrten sie nun schon in der Dunkelheit umher aber von dem verfluchten Maschinengewehr fehlte jede Spur. Sie hätten es längst finden müssen. Zum Glück war es bis jetzt ruhig geblieben zwischen den Fronten.
Plötlich bleibt Tide der vor ihm geht, stehen und winkt Ritter zu sich. Als Ritter näherkommt und sieht was Tide entdeckt hat geht er sofort in Deckung. Tide und der Rest folgen dem Beispiel Ritters. Vor ihnen verlaufen mehere Reihen Stacheldraht. Plötzlich zischt hinter dem Draht eine Leuchtkugel in den nachtschwarzen Himmel. Das hat gerade noch gefehlt. Sie sind vor der feindlichen Linie gelandet. Noch ehe der Feind sie im Flackern der Leuchtkugel erkennen kann, haben sich Jahn und Harm an ihrem Unteroffizier vorbeigearbeitet und liegen nun neben Tide. Alle Drei haben schon ihre Handgranaten entsichert, die sie nun in die Richtung schleudern aus der die Leuchtkugel aufstieg. Wieder verstreichen die Sekunden, dann ein kurzes scharfes Krachen als die Handgranaten fast gleichzeitig detonieren. Unmittelbar danach setzt das Abwehrfeuer der gegnerischen Grabenbesatzung ein. Erst vereinzelt dann sich immer mehr massierend. Sie hetzen zurück. Mag das MG holen wer will.
Ritter stolpert über einen Draht und schlittert in einen Trichter. Erst ein wenig ausruhen denkt er sich. Prompt knallen ihm die Stiefel des Grenadiers Harm auf den Stahlhelm. Tide rutscht neben ihn. Wo ist Jahn? denkt sich Ritter. "Harm,Tide ihr wartet hier ich steig mal hoch und schau ob ich Jahn finde". Beide nicken. Ritter kriecht die Trichterböschung hinauf und schiebt in bewährter Manier seinen Stahlhelm über den Trichterrand.
Ein greller Blitz fährt vor ihm durch die Nacht genau auf ihn zu. Eine unsichtbare Faust packt ihn, schleudert ihn nach unten in den Grund des Trichters.


Heinrich schlägt die Augen auf, um sie gleich darauf wieder zu schließen. Was er sieht entzieht sich seiner Logik. Wo sind der Trichter, seine Kameraden, ja selbst die schwärze der Nacht fehlt.
Noch einmal öffnet er die Augen, stemmt sich ein wenig in die Höhe
und sieht sich, nun doch neugierig wie immer, um. Verwundert stellt er fest das er keinerlei Schmerzen hat. Seltsam. Was auch immer ihn da erwischt hatte, er hatte damit gerechnet das es ihn töten würde. Allerdings hatte er auch nicht mit dem gerechnet was er nun erblickt. Er liegt in einem Mannshohen Raum, ein wenig klein aber sehr behaglich. Im steinernen Kamin brennt ein Feuer was dem Raum eine behagliche Wärme verleiht. Die wenigen Möbel sind soweit er sieht alle aus Holz gearbeitet. Sie verraten zwar keine übermässigen Fertigkeiten, machen aber einen stabilen Eindruck. Sein Blick wandert weiter durch den Raum. Er erblickt eine Tür mit einem Perlenvorhang und kurz darauf eine flüchtige Bewegung. "Das sah aus wie ein riesiger Fuchs auf zwei Beinen". Verdammt da muss es mich doch ganz schön erwischt haben denkt er sich. Erst jetzt bemerkt er dass ihn jemand bis auf die Unterhosen ausgezogen hat. Aus seiner neugier heraus und seine Überraschung verbergend brüllt er zur Tür. "Könnte ich wenigstens meine Hose wiederbekommen?". Was nun folgt lässt selbst ihn stutzen, ihn der glaubte in zwei Jahren Krieg alles gesehen zu haben.....

* Eisernes Kreuz, Millitärische Auszeichnung
*² in jenen Jahren ein vom Hauptgraben zum Feinde hin abzweigender Graben für Horch- und Beobachtungszwecke



Folgt eine Fortsetzung?
Nun vielleicht...
Wär ja schon schön wenn der Unteroffizier seine Hose wiederbekommt, oder? Wo ist er hier eigentlich gelandet? Und was sind das für eigenartige Wesen die Füchsen ähneln und aufrecht gehen? Viele Fragen auf die ich auch noch keine Antworten habe. Den Text habe ich mir in reichlich viereinhalb Stunden Feierabend aus dem Ärmel gezaubert. Nicht mitgerechnet die entfallene Prüfung auf Rechtschreibfehler. Wer noch immer welche findet darf sie wie immer gern behalten. Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß beim lesen, vielleicht auch das ein oder andere lächeln. Für eine Fortsetzung werde ich wohl ein wenig länger brauchen. Aber erst mal schauen wie die Resonanz ausfällt.
Es verbleibt bis man wieder voneinander hören sollt
mit Grüßen( ich schreibe das prinzipiell mit ß das ist also kein übersehener Rechtschreibfehler )

SWALIN

Noch als kleiner Nachsatz:
Ich bin mir durch aus bewusst das ich mich im Forum noch nicht vorgestellt habe, werde das aber demnächst noch nachholen. Bitte habt noch ein klein wenig geduld.
 

Braweria

Mitglied
Mitglied seit
15 Aug 2011
Beiträge
893
Meine Meinung!

Noch als kleiner Nachsatz:
Ich bin mir durch aus bewusst das ich mich im Forum noch nicht vorgestellt habe, werde das aber demnächst noch nachholen. Bitte habt noch ein klein wenig geduld.

Und ich hab mir schon gedacht, dass ich deinen namen bisher noch nicht gelesen habe. ^^ Erstmal Willkommen schonmal hier und von mir. ;)
Und zum Text:

Ich muss sagen, das ist zwar viel hier und ich habe mich am Anfang gefragt, ob ich es wirklich lesen will, hab mich aber dann doch dazu gerauft es zu lesen. Zwar kenne ich mich mit dem Kriegsgetuhe nicht aus, aber das was ich hier gelesen habe scheint sehr gut und Realitätsgetreu zu sein.
Und vorallem das Ende gefällt mir. Ich frage mich jetzt was mit Jahn passiert ist und mit den anderen zwei, die ihn begleitet haben. Wo ist er gelandet? Und vorallem Dingen. Kriegt er seine Hose zurück? xD

Nur eine Sache hat mich verwirrt. Am Anfang wo der eine Typ da ist und zwei Typen sieht, die auf ihn zu gehen und die mit kurzer hand mit einer Handgranat bewarf. Ist es der selbe, der am Ende keine Hose mehr hat?

Aber sonst, klasse geworden, nur fehlen da auch Kommas, was mich dazu gezwungen hat den Satz zwei mal zu lesen um ihn zu verstehen, und Rechtschreibung wie du selber schon genannt hast. Aber der Inhalt ist gut geschrieben. Nicht zu kurz aber auch nicht zu Umpfangreich.

1A !!!

---

Und mal Off-Topic. Ich schreibe Gruß auch mit ß und empfinde das als korrekt. o.o
 

Swalin

Frischling
Mitglied seit
25 Sep 2011
Beiträge
13
Und ich hab ...

mich immer noch nicht vorgestellt....geht gleich los... Ja es ist der selbe Typ der beobachtet und dann die Handgranate wirft. Da dieser Granatentyp in seiner Wirkung eher"ich sag mal mangelhaft" ist war es die perfekte Waffe um jemanden überleben zu lassen^^...so und jetzt geh ich mich vorstellen:D
Danke für den Kommentar. Kurzer Nachtrag: Ja es ist der selbe der die Handgranate wirft und am Ende ohne Hose dasteht. Verzeihen Sie mir bitte U Ritter^^

Kurzer wenn auch eventuell verwirrender Beitrag zum Thema Handgranate:
Ich habe, wen verwunderts mein Wissen mit 28 Jahren auch nur aus Büchern über jene Zeit. Sowohl im 1. wie im 2. Weltkrieg galt die "normale" Stielhandgranate als relativ druckstark, wie auch als relativ splitterarm. Das erklärt auch die Berichte von Zeitzeugenberichten a la "das Ding viel ihm 3 Meter vor die Füße, explodierte und er stand danach wieder auf." Hoffe hiermit bestehende Fragen zum Thema Handgranaten ausgeräumt zu haben. Sollten immer noch unklarheiten bestehen, scheut euch nicht zu fragen.xD
 
Zuletzt bearbeitet:

Sheroth

Mitglied
Mitglied seit
30 Aug 2011
Beiträge
528
Meine Hochachtung!! Ich könnte noch etwas von dir lernen^^

Nee mal ernsthaft. MIch hat die Geschichte richtig gepackt. Deine Bechreibungen des Kriegsgeschehens ist sehr realistisch.
Eine Frage möchte ich mir allerdings erlauben. Wenn schon die Rede vom EK ist, spielt die Geschichte im II. Weltkrieg???

Amsonsten würde ich zugern mehr erfahren, ob der nun seine Hose wieder bekommt ^^ und was es mit den Füchsen auf sich hat.

Solltest du eine Fortsetzung schreiben, werde ich sie auf jeden fall lesen!

fuchsiger Gruß
Sheroth

PS: Ich schreibe "Gruß" schon immer mit "ß". Hatte es so gelernt und werde wohl keine Anstalten machen es jemals anders zu schreiben ^^
 

Swalin

Frischling
Mitglied seit
25 Sep 2011
Beiträge
13
Sheroth wird hier zitiert:(solang ich die Zitat Funktion nicht finde oder was bei mir auch möglich wär nicht begreife, behelf ich mir so.:lol:)
Zitat Anfang---
Eine Frage möchte ich mir allerdings erlauben. Wenn schon die Rede vom EK ist, spielt die Geschichte im II. Weltkrieg??? Zitat Ende---

(ein wenig kompliziert aber recht logisch wie ich finde)

Mein Gedankengang ging bis jetzt eigentlich in das Jahr 1916. Der Anfang der Geschichte spielt also eher im ersten Weltkrieg. Die Fortsetzung kommt bestimmt...
 

Swalin

Frischling
Mitglied seit
25 Sep 2011
Beiträge
13
Schwierig ich weiß... aber wenn Ihr euch durch den ersten Teil nicht "durchgekämpft" habt, werdet Ihr möglicherweise den zweiten Teil nicht verstehen. Dies sei eine Empfehlung zum besseren Verständnis. So nebenbei am Rande.


Der Perlenvorhang hatte sich geöffnet. Mit grazilen Bewegungen war ein Wesen eingetreten wie es Heinrich noch nie gesehen hatte. Er hatte sich nicht getäuscht. Ein großes Etwas das aufrecht ging und unleugbar ähnlichkeit mit den Füchsen hatte, die ihm bis jetzt begegnet waren.

Lediglich das Gesicht lief nicht in einer spitzen Schnauze aus, sondern verlief eher flach. Ja es hatte fast menschliche Züge dachte er sich. Das Tier welches, so schätzte er einen halben Kopf kleiner war wie er, kam nun langsam auf ihn zu. In seinen Pfoten hielt es eine Schüssel, die ihn nicht im entferntesten an seine Feldhose erinnerte. Allerdings trug es auch keine Waffen wie er beruhigt feststellte. Es war nun bis an die Bettkante gekommen und hatte ihn mit einer Pfote sanft in sein Kissen gedrückt. Als er in das Gesicht schräg über ihm blickte, sah er in zwei blau schimmernde Augen. Das Wesen entfernte mit geübten Griffen einen Verband an seinem Kopf, der wie Heinrich bemerkte so gekonnt bandagiert wurden war, das er ihn selbst noch nicht bemerkt hatte. Plötzlich vernahm er eine leise, zarte Stimme." Mein Name lautet Skadi". Er wollte sich wieder aufrichten, aber ihre Pfote drückte ihn erneut zurück. Sie begann nun damit seine Stirn mit einer Creme aus ihrer Schüssel einzubalsamieren. Es duftete angenehm nach Kräutern. Er vernahm wieder diese leise Stimme. "Wir haben dich gefunden. Du warst ohne Bewusstsein".

"Ruh dich aus, du hast viel Glück gehabt". Er hatte während der Prozedur seine Augen geschlossen, als er sie wieder öffnete, war Skadi bereits verschwunden. Er hatte nicht einmal bemerkt wie sie ihm einen neuen Verband um seine Stirn gewickelt hatte. Nun da man sich, so schien es, gut um ihn kümmerte hatte er wohl nichts von diesen fremden Wesen zu befürchten. Heinrich beschloss sich auszuruhen. Vielmehr blieb ihm in seiner Situation auch nicht übrig.

Als er, wie lange er geschlafen hatte wusste er nicht, erwachte hatte es bereits zu dunkeln begonnen. Jemand hatte im Kamin Holz nachgelegt. Das Feuer verbreitete eine wohlige Wärme. Der Geruch von Skadis Kräuterbalsam hing noch schwach in der Luft. Er drehte den Kopf und bemerkte eine Gestalt die Skadi ähnelte aber mindestens genauso groß wie er war und muskolöser wie Sie.

Der unbekannte kam nachdem ihn Heinrich bemerkt hatte, langsam auf ihn zu und blieb gut zwei Schritt vor seinem Bett stehen. Er beäugte ihn argwöhnisch und gab ein leises knurren von sich. In diesem Augenblick trat Skadi in den Raum. Sie sah ein wenig unruhig in den Raum. Ihre Stimme klang kaum hörbar und doch ein wenig schärfer. "Linus, bitte lass ihn. Er braucht unbedingt Ruhe". Linus wandte sich ihr zu. "Ich habe gewartet bis er aufgewacht ist". Skadi sah Heinrich fragend an. Heinrich war überrascht. Er hätte nie gedacht das er so gut die Mimik im Gesicht eines Wesens lesen könnte, das nicht seiner Rasse angehörte. Er bestätigte ihr durch ein nicken das Linus nicht gelogen hatte. Dieser schien sich ein wenig zu entspannen. Er zog einen Schemel zu Heinrich ans Bett und setzte sich. "Nun da du meinen Namen kennst, können wir uns die Vorstellung ja sparen?". Heinrich nickte erneut. "Ich hätte gern ein paar Erklärungen von dir ". "Schieß los" bemerkte Heinrich ....bei diesen Worten kamen ihm seine kürzlichen Erlebnisse in den Sinn. Linus dem sein Instinkt wohl offenbarte das er im Moment nicht mehr Heinrichs volle Aufmerksamkeit hatte, knurrte erneut. Sofort stand Skadi neben ihm und hatte ihre Pfote auf seine Schulter gelegt. Das schien Linus zu verwirren. "Nun gut dann setzen wir dieses Gespräch morgen fort". Während sich Linus erhob und aus dem Raum schritt, beobachtete Heinrich wie sein Schweif einmal den Boden ohrfeigte. Die Situation schien ihm zu missfallen.
Skadi beugte sich über ihn. "Mach dir keine Sorgen, er meint es nicht so." Ihre Pfote streichelte über sein Gesicht. "Ruh dich aus, du bist hier in Sicherheit". Er lächelte sie an, was Sie erwiderte, um sich dann geräuschlos zu entfernen. Auch Sie hatte einen Schweif, der zwar nicht so groß wie bei Linus war, mit dem Sie aber ebenso anmutig umherzuwedeln verstand wie Er. Nur hatte Sie es unterlassen den Boden zu kehren.

Als er erwachte schien bereits die Morgensonne durch das kleine Fenster neben der Tür. Feine Staubteilchen flirrten im Sonnenlicht umher. Auf dem Schemel auf dem am Abend zuvor Linus gesessen hatte, lag seine Feldhose und die restliche Uniform. Er zog sich an und da er eine leichtes Ziehen in der Magengegend verspürte, beschloss er sich ein wenig umzuschauen. Vor der Tür schien ihm die Sonne entgegen. Es war angenehm warm und der Himmel erstrahlte in einem wunderschönen Blau. Die Hütte in der er
gelegen hatte, sah aus wie eine mit Erde überdeckte Kugel die vollständig mit Gras überwachsen war. Sie fügte sich perfekt in die idyllische Landschaft ein. Vor ihr erstreckte sich eine Wiese die nach circa fünfzig Metern von einem dichten Nadelwald begrenzt wurde. Niemand war zu sehen. Als sich Heinrich nach etwas umsah, das seinem Magenziehn zuträglich wäre, entdeckte er einen kleinen unscheinbaren Pfad der sich an der Hütte vorbei einen leichten Hang hinaufwand. Er beschloss ihm zu folgen. Die hälfte des Weges hatte er bereits zurückgelegt als eine Melodie seine Aufmerksamkeit fesselte, die ihm irgendwie vertraut war. Als er das Ende des Pfades erreichte, verstand er nun auch die Worte des Liedes.
Ich hörte die Sichel rauschen,
sie rauschte durch das Korn.
Ich hört' mein Feinslieb klagen,
sie hätt ihr Lieb verlorn.
*
Vor ihm bot sich ein harmonisches Bild. Ein kleiner, kristallklarer See lag hier eingebettet zwischen Felsen. Oberhalb lag ein kleiner Überhang über dessen Kante sich ein Wasserfall ergoß. Als er dem Verlauf des Wasserfalls mit seinen Augen folgte, erblickte er Skadi. Sie hockte da und ließ sich das herabspritzende Nass durch ihr Fell rinnen. Dabei war Sie splitterfaser....Du alter Dummkopf was sollte Sie denn auch anhaben als Fuchs schoß es Heinrich durch den Kopf. In diesem Augenblick bemerkte ihn Skadi. Sie lächelte ihn an. " Nun wie ich sehe geht es dir schon viel besser". Sie lächelte immer noch als sie einen prüfenden Blick auf seinen Kopf warf. "Nun ich denke den Verband können wir abnehmen, folge mir". Er tat wie ihm geheißen. Schließlich war er der verletzte und Sie jene welche ihn gepflegt hatte. Skadi war schon ein kleines Stück vorausgegangen und er beeilte sich Sie wieder einzuholen. Er hatte irgendwie erwartet das Sie sich zuerst abtrocknen würde. Aber Skadi zog es wohl vor sich beim gehen von der Sonne trocknen zu lassen. Die in ihrem Fell haftenden Wassertropfen glitzerten und verliehen Ihr irgendwie etwas magisches, dachte er sich. Plötzlich hob sie den Kopf witterte in Richtung der Hütte, er wollte Sie nach dem Grund fragen, als Sie auch schon losstürmte. Er musste sich sehr zusammenreißen um ihr Tempo zu halten, musste aber bald einsehen, das es ihm nicht möglich war. Zwar war er sehr sportlich, aber immerhin noch verletzt. Obwohl ihn das dank Skadis's Pflege scheinbar kaum beeinträchtigte. Als er auf die Wiese vor der Hütte zurannte, wäre er vor Schrecken fast erstarrt. Er sah Linus der sich mit einer Pfote seinen Oberarm hielt, in dem eine starkblutende Wunde klaffte. Skadi hatte den Gegner, der Linus verletzt hatte, von ihm abgelenkt. Dieser hatte sich Ihr zugewand und seine zusammengeballte Faust traf soeben mit voller Wucht Ihr Gesicht. Sie schleuderte zur Seite. Noch vor ihrem Aufprall fing sich Skadi ab und kam auf ihren Hinterbeinen zum stehen. Der Schlag musste Sie geschwächt haben. Mit einer Vorderpfote stabilisierte Sie ihren Stand. Ihr Gegner der aussah wie eine auf zwei füßen gehende Echse, hatte etwas furchteinflößendes. Er schien Linus dessen Wunde zweifelsohne von ihm stammte, vergessen zu haben und ging nun auf Skadi los. Heinrich kämpfte seine Furcht nieder und stürmte den unbekannten an. Dieser war so auf Skadi fixiert, das er erst im letzten Moment Heinrich gewahrte, der sich nun der Echse in den Weg warf. Zum Lohn dafür traf ihn sofort ein schwerer Fausthieb. Er überschlug sich und blieb nach Luft ringend liegen. Zum Glück hatte der Schlag nur seinen Unterlaib getroffen. Als er sich im liegen umsah erkannte er eine zweite Echse die soeben aus dem Wald schritt. Sein Gegner war ihm bereits gefolgt und hatte ein beängstigend scharf glänzendes Schwert aus einer Scheide die er auf seinem Rücken trug gezogen. Von den anderen beiden würde wohl keine Hilfe kommen. Er glaubte kaum das sich Skadi und Linus gegen zwei dieser Gegner würden weiter behaupten können. Er wandte seine Augen wieder auf den Gegner. Die Echse stand nun über ihm und hatte ihr Schwert zum finalen Stoß angehoben...

* Ostpreußisches Volkslied
Es dunkelt schon in der Heide... 2.Strophe

Ansonsten wie immer, hoffe die Größe ist passend...und sonst einfach eisern durchbeißen. Noch was..glaube ich habe die Satzzeichen stellenweise falsch gesetzt. Nun mittlerweile weiß ich es sogar.:lol:
Bin wie immer viel zu faul es zu ändern. Zeichen wie !,?,oder auch ein einfacher .(steht für Punkt) gehören in die Anführungszeichen( sieht so aus ") und nicht hinterher geschrieben. Bitte dies zu beachten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sheroth

Mitglied
Mitglied seit
30 Aug 2011
Beiträge
528
Langsam werde ich immer neugieriger, was deine Geschichte betrifft.

Allerdings schockt mich, dass eine microskopische Parallele zwischen diesem Teil deiner Geschichte und einem späteren Teil meiner Geschichte vorhanden ist xD

Amsonsten liest es sich wiedermal gut. Deine Rechtschreibfehler habe ich, in der Hoffnung, dass sie niemand bemerkt, mal zum Frühstück eingepackt^^

Nächster Teil wird hoffnungsvoll angefiebert.

Greets
Sheroth
 

Zaron_Naku

Mitglied
Mitglied seit
17 Apr 2010
Beiträge
378
Als ich an der Seite die Auflistung der Threads gesehen habe, dass da "von einem der auszog" musste ich direkt an einen gleichklingenden Titel denken und bin spannenend geworden. Achso und ich meine den Titel "von einem der auszog das fürchten zu lernen". ^^
 

Swalin

Frischling
Mitglied seit
25 Sep 2011
Beiträge
13
Er sah seinem Gegner in die gelben Augen. Die Iris glich einem gelbem Strich. Jetzt würde er also sterben... . Plötzlich kippte die Echse seitlich ohne einen Laut von sich zu geben weg. Sekundenbruchteile später hörte Heinrich den scharfen Knall des Karabiners dessen Kugel denjenigen fällte, der ihm gerade noch nach dem Leben getrachtet hatte. Die zweite Echse die sich auf Linus zubewegt hatte, blickte sich suchend um. In diesem Moment brach eine Feldgraue Gestalt durchs Nadeldickicht ins Freie. Brüllte ein kurzes "Hurra", und stürmte auf die zweite Echse zu. Im laufen repetierte Sie ihren Karabiner, schlitterte in die Hocke, zog den Karabiner in die Schulter und feuerte erneut. Das Geschoß traf die Echse in die Brust worauf Sie zu Boden sackte. Schon als er das Hurra gehört hatte, glaubte Heinrich zu wissen wer ihn da gerettet hatte. Ein Blick genügte um ihm Gewissheit zu geben. Da auf der Wiese hockte der Gefreite Jahn und schaute ein wenig irritiert auf die Szenerie die sich ihm bot. "Hey, Jahn" rief Heinrich. Jahn kam auf ihn zugelaufen. Er ergriff die Hand die ihm Heinrich entgegenstreckte und zog ihn auf die Beine. Noch bevor Heinrich etwas sagen konnte, deutete Jahn auf die Füchse. "Was ist mit denen? Kennst du die beiden"? Heinrich klopfte ihm beruhigend auf die Schulter. "Komm, wir müssen uns um sie kümmern". Jahn folgte ihm und hing sich seinen Karabiner um. Skadi hatte sich ins Gras fallen lassen, sah zwar erschöpft aus war aber wohl nicht schlimm verletzt. Anders sah es mit Linus aus der sich noch immer seinen blutenden Oberarm hielt. Er beäugte den neu hinzugekommenen argwöhnisch. "Kennst du ihn?" fragte er Heinrich der nun vor ihm stand. Heinrich nickte. "Mach dir keine Sorgen. Immerhin hat er ja wohl auch dein Leben gerettet." Linus nickte. Jahn stand nun ebenfalls neben ihnen, angelte ein Verbandspäckchen aus seiner Uniform und hockte sich neben Linus. "Lass mich mal sehen" sagte Jahn und schob Linus's Pfote von seiner Wunde. Linus ließ es mit sich geschehen und verzog auch keine Miene als ihn Jahn verband. Da die beiden, wie es schien gut miteinander auskamen, ging Heinrich auf Skadi zu. Sie hatte sich vom Schlag der Sie traf erholt, stand wieder auf ihren Pfoten und kam ihm entgegen. "Das war knapp...kennst du ihn"? Dabei deutete Sie auf Jahn. "Ist eine lange Geschichte" entgegnete er knapp. "Glaubst du es gibt noch mehr von denen"? Er nickte in Richtung der am Boden liegenden Echsen. Skadi sah sich um. Als Sie keine Gegner witterte schüttelte Sie ihren Kopf. Heinrich ging nun auf einen Körper zu der im Gras lag und Sie folgte ihm. Was ihn vor wenigen Minuten fast sein Lebenslicht ausgeblasen hätte, wollte er sich einmal aus der Nähe ansehen. Er war zu dem gekommen der ihm das Schwert in seine Brust hatte rammen wollen. Fast zwei Meter schätzte er die Echse. Den Körper fand er nicht hässlich, aber gewöhnungsbedürftigt. Doch das war neuerdings so manches gewesen. Ein kleines Loch am Seitenschädel zeigte Jahn's Treffer an. Die Kugel war auf der anderen Seite wieder ausgetreten, nicht ohne dabei ein großes gezacktes Loch zu hinterlassen, aus dem noch immer Blut rann. Skadi blieb dicht an seiner Seite. Auch als er auf den zweiten reglos daliegenden Körper zuging. Dieser trug seltsamerweise eine Art Panzer am Körper. Eine, wie Heinrich schätzte, 3mm starke Metallplatte aus Stahl bedeckte seinen Oberkörper. Die Kugel des Karabiners hatte sie aus der kurzen Schußentfernung nicht entscheidend zu bremsen vermocht. Er drehte sich zu Skadi "Hast du die beiden schon mal gesehn"? Skadi nickte "Ich kenne ihre Art. Sie sind sehr aggressiv haben uns aber bisher in Frieden gelassen"? "Glaubst Du das ihnen noch mehr folgen werden?" fragte er. "Ich weiß es nicht". Heinrich hatte sich zur Hütte gedreht. Linus war darin verschwunden während Jahn davor "Posten" bezogen hatte. Er musste schmunzeln. Das war der Jahn den er kannte. Als er auf ihn zuging blickte Jahn ihn fragend an. "Sagmal Heinrich, wo sind wir hier eigentlich und wie bist du denn hier gelandet"? Heinrich musste sich eingestehen das er in dieser Beziehung genauso schlau war wie Jahn. Die Ereignisse waren zu ungewöhnlich und zu schnell gekommen als das er Zeit für viele Fragen gehabt hätte. Das wollte er nun unbedingt nachholen. "Jahn, bleib du mal hier und pass auf". Jahn nickte kurz.
Heinrich verschwand samt Skadi die ihm in die Hütte folgte .
Linus saß auf dem Schemel und wirkte abwesend. Erst als Heinrich die Hütte betrat blickte er auf. Er deutete auf den kleinen Tisch der im Raum stand. "Als wir dich fanden trugst du auch noch diese Sachen. Ich war mir nicht sicher ob wir dir trauen können... und was du hier willst. Daher fand ich es besser sie dir nicht gleich zu geben." Heinrich besah sich seine Ausrüstung. Ein Fernglas, seine Pistolentasche und ein paar Handgranaten. Plötzlich fiel Heinrich etwas ein. Er wandte sich Skadi zu. "Das Lied was du oben am See gesungen hast, woher kennst du es"? Sie blickte ihn ein wenig verwirrt an, bedeutete ihm aber dann Ihr zu folgen. Er schnallte sich seine Pistolentasche an, hängte sich seinen Feldstecher um den Hals und folgte Ihr. Skadi führte ihn nun einen kleinen Weg der von dem Pfad abzweigte, der zum Wasserfall führte. Sie waren etwa Hundert Meter gegangen als sich der Weg zum zweitenmal fast unscheinbar gabelte. Skadi hatte ihre Schritte verzögert, so das Sie äußerst gemächlich an ein altes Holzkreuz gelangten. Es war eines jener Kreuze wie sie Heinrich schon häufig im Kriege gesehen hatte. Eine alte verwitterte Inschrift lautete
>>Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah.<<
Darunter stand nur knapp a.D.1886. "Er hat es mir beigebracht. Nur seinetwegen haben wir dich gepflegt und bei uns aufgenommen. Weil wir euch Menschen schon kannten."
"Wie war sein Name?" wollte Heinrich wissen. "Er hieß Gebhardt" antwortete Skadi. Heinrichs Gedanken fingen an sich in seinem Kopf zu jagen. Bisher war er davon ausgegangen in eine den Menschen völlig unbekannte Welt geraten zu sein. Nun musste er feststellen das er nicht der erste war, den es hierher verschlagen hatte. "Sag, Skadi" dabei sah er ihr in die blauen Augen "wie heißt eure Welt?"
Sie antwortete "Dorygia."
Wieder fing es in seinem Kopf an zu arbeiten. Hatte es einen Grund warum ihn sein Schicksal hierher verschlagen hatte? Ihn und Jahn. Und würde es ihm gehen wie dem, der aus seiner Welt kam und hier vor seinen Füßen die letzte Ruhe gefunden hatte?.....
 

Sheroth

Mitglied
Mitglied seit
30 Aug 2011
Beiträge
528
*neugierig auf nächsten Teil wart*
Deine Geschichte wird immer besser^^

Schade finde ich nur, dass ausgerechnet Reptiloide hier böse sind, aber naja, jeder hat ja seine eigene Meinung ;-)
 

Swalin

Frischling
Mitglied seit
25 Sep 2011
Beiträge
13
:D
Irgendwie hab ich es ja geahnt. Ach ja die bösen Echsen;). Leider basiert auch Teil 3 meiner Geschichte auf dem System Gut und Böse. Diesesmal haben leider Die "Reptiloiden" die Arschkarte bekommen. Das mir dass, wie ich hoffe, niemand persönlich nimmt. Immer dran denken was ich hier zusammenschreibe entspringt zu einem großen Teil meiner Phantasie und hat nichts mit meinen persönlichen Abneigungen gegen irgendwelche Arten zu tun. Aber wie gesagt irgendjemand muss der Böse sein;).
 

Sheroth

Mitglied
Mitglied seit
30 Aug 2011
Beiträge
528
xD Neneneneneneeee! ^^

Das ist nichts persönliches Swalin xD

Ich steh nunmal auf Drachen, Warane, Reptilien allgemein und "Reptiloiden", wie ich Reptilienmenschen gerne nenne. Da du eine völlig andere Phantasie hast als ich und auch anderer Meinung bist, steht es dir natürlich frei, zu schreiben was du willst.

Ob meine "Halbbrüder" nun böse oder gut sind, mir gefällt deine Geschichte so wie sie ist, und warte gespannt auf jeden neuen Teil den du postest! xD

Gruß
Sheroth Großschnauze xD
 

Similar threads

Oben