Vogelgesang

Wolf-Sansoldat

Frischling
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Verschwitzt, leicht müde und dennoch mit mir selbst zufrieden kam Ich aus dem Kraftraum heraus. Es war bewölkt, es dämmerte und es schneite stark. Durch den dichten Schnee ging ich die Straße entlang in Richtung Stube. Es ist März. Und dennoch spürte man nichts vom Frühling. Plötzlich hörte ich einen Singvogel. Sein zwitschern weckte etwas in mir. Trotz des vielen Schnees dem sich nähernden Abends verspürte ich just in dem Augenblick wie meine Lebensgeister erwachten. Es war nicht ganz dunkel, ich konnte am Himmel lichte stellen in der Wolkendecke sehen. Ich sog die Luft ein und roch leben. Nasses Graß, Regen im Sommer und andere nicht erklärbare Gerüche die mich an einen längst vergangenen Regnerischen Sommernachmittag erinnerten. In dem Augenblick war ich frei. Fühlte wie sämtliche Last von meinen Gemüt verschwand und wie Freude in mein Herz einkehrte. Freude darüber das der Frühling doch da sei obwohl das Wetter was anderes sagt. Mit einem wohligen Gefühl ging ich weiter meines Weges entlang. Plötzlich hörte ich eine Krähe krächzen und alles starb augenblicklich. Das Gefühl wich wieder der Nüchternheit, Sorgen kehrten wieder und die Gerüche nach leben verschwanden wieder. Ich roch nur Kälte, Schnee und Motorendiesel. Es war dunkel und es schneite heftiger denn je. Der Winter ist mit Macht zurückgekehrt. Der Süße Singvogel der mich aus dem Winterschlaf weckte ist verstummt und so sehr ich versuchte dieses schöne Gefühl von vorhin wieder zurückzuerlangen, wollte das Gefühl nicht wieder kehren. Mit leichtem bedauern ging ich in das Gebäude, dort wo ich nächtige. Dennoch mit dem Wissen, das der Frühling nicht mehr weit ist, und der Winter bald weicht, und alles Leben wieder erwacht.
 

Fiete Langohr

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Oh, das weckt Erinnerungen an meine Grundwehrdienstzeit...

Eine sprachlich schon recht gelungene Anektdote. Du nutzt eine herrlich bildhafte und ausdrucksstarke Sprache. Leider unterlaufen dir einige Rechtschreib-, Zeit- und Interpunktionsfehler, die das Gesamtbild deiner Geschichte etwas trüben.
 
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Tyger

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Eine schöne Short Shortstory über die wichtigen kleinen Anker im Alltag - der Gesang des Vogels und der Ruf der Krähe, die das ganze Weltgefühl verändern, obwohl sonst alles gleich bleibt. Ansonsten, wie Fiete schon schrieb, wieder sprachliche Kleinigkeiten.
 
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