Silvanas Texte

Silvana

die Trolljägerin
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Der Schattenwolf

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Sie schauen nicht hin und verurteilen ihn als Monster keiner fragt was er will keiner hört zu keiner schaut ihm auch nur wirklich in die Augen.
denn dort ist mehr Schmerz als alles andere und er singt ohne Worte sein stilles Lied vom Leid und Schmerz
Denn diese alte Seele hat ein grausames Los.
Ein unsterbliches Wesen mit manch grausamen Fähigkeiten und Jahrhunderten... evtl. Jahrtausenden an Erfahrung und dem Körper einer Bestie.
Der Albtraum eines jeden Menschen,
doch diese Kreatur hat eine eigene Geschichte, lasst sie mich euch erzählen.
Eine alte und weise Kreatur war er, er sah wie Epochen kamen und gingen wie sich Dinge änderten und doch gleich blieben er wusste was kommen würde und was war.
Es war evtl. nicht ganz dasselbe doch im Grunde wiederholte sich nur alles, wieder und wieder.
Er hatte die Welt bereist, es gab nichts mehr zu sehen, alles war unwesentlich, er wusste das kein Leben unersetzlich war, das nichts wirklich von Bedeutung war.
Eines Tages entschied er, evtl. aus Langerweile heraus ein kleines wesen vor dem Tod zu bewahren.
Das Kind war ihm nicht unähnlich es besaß die Grundlagen für dieselben Fähigkeiten nur war es unerfahren und so zerbrechlich.
Von da an lief es ihm stets hinter her und er entschied sich es zu behalten.
Doch wenn er Menschen aß protestierte das kleine Ding.
Welpe: „Wie kannst du sie einfach töten?“
Schatten: „Um bei Kräften zu bleiben muss man essen“
W: „Aber warum kann man nicht nur die Bösen essen?“
S: „Und wer sind die Bösen?“
W: „jene die Böses tuen!“
S: „Und was ist Böse?“
Der Welpe setzte sich hin und überlegte doch eine richtige Antwort wusste es nicht.
Auch wenn der alte Wolf schmunzelte dachte er drüber nach.
Es gab kein Gut und Böse das waren Erfindungen von Menschen,
dennoch wenn es dem kleinen Welpen Freude bereitet, könnte er ja nur die "Bösen" essen,
er hielt inne und überlegte warum er das tuen sollte,
warum es ein Grund ist,
und der Welpe saß da und überlegte was Gut und Böse ist.
Die Jahre gingen ins Land und der Welpe wurde größer und stärker, dennoch blieb er an der Seite des alten Wolfs.
Langsam fing der alte Wolf an zu verstehen was ihn so lange bei den Wesen der Erde amüsiert hatte.
es ist nicht wichtig ob die Handlung für die Welt wichtig ist,
sondern dass sie ihm selbst wichtig waren, er hatte entschieden für diesen Welpen den er groß zog zu sorgen und somit zu fühlen.
Er ließ zu das die Freude die er dem Welpen bereitete auch die seine war.
Es war "gut" für ihn weil es Freude für seinen Schützling war und somit ihn erfreute.
Der nun erwachsene Welpe wusste was es unter Gut und Böse verstand.
W: „ein Wesen ist böse wenn es Freude am Leid anderer empfindet, ein Wesen ist gut wenn es Freude darin findet andere zu erfreuen“
S: „Und was ist mit jene die Leid und Freude des anderen nicht interessiert sondern nur ihr eigenes wohl?
W: „Diese Kreaturen haben kein Gut und Böse sie existieren bloß.“
S: „würdest du sie fressen?“
W: „Es gibt so viele Böse, dass ich wohl nie über diese Frage entscheiden muss“
Der alte Wolf lächelte und stellte eine letzte Frage:
„Hattest du schon einen Menschen der sich an niemandes Leid erfreut sondern einzig und allein am Guten?“
und wieder schwieg der jüngere Wolf.
die beiden verbrachten viel Zeit in dieser Welt reisten von Ort zu Ort stets bedacht Neues zu lernen,
doch es gab etwas was der alte Wolf noch nicht gelernt hatte,
bis er seinen tote Schützling in Armen hielt.
Die nahezu einzige Regung seiner Laune in den Jahren war die Zufriedenheit und Freude durch die Gesellschaft des Welpen.
Was er jetzt spürte war mit nichts zuvor zu vergleichen.
Die Menschen hatten aus Angst angegriffen. Angst es könnte sie fressen.
Das einzige wofür er je entschieden hatte Gefühle für zu haben war ihm genommen worden
Und sein Zorn sollte folgen haben…


Fortsetzung folgt?


(ich hätte ein noch passenderes Bild aber das würde das Ende so schnell verraten, auch könnte ich die Geschichte wesentlich ausführlicher schreiben aber dann würden auch 60 Seiten nicht reichen, versuche es schon)
 
Zuletzt bearbeitet:

Tyger

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Von Idee und Aufbau her richtig gut, nur sprachlich gibts noch dran zu feilen. Ich würde da auch nicht mehr gar zu viel an Fortsetzung dranhängen; die Gefahr, die Story damit kaputtzumachen, ist ziemlich groß.
 

Fiete Langohr

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ziemlich fieser Cliffhanger :evil:

Wie geht es nur weiter? Wie wird der Zorn der Kreatur ausfallen? Wird die Kreatur in ihrem Wutrausch innehalten und sich an die Worte des Welpen erinnern? Oder wird die Kreatur den Menschen eine Lehre erteilen, die sie nie vergessen werden? Bin ja mal gespannt.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Danke euch beiden.
Die eleganteste Art es zu schreiben ist es definitiv nicht ^^'
aber so gut wie ich es derzeit kann vor allem wenn ich die Geschichte so kurz fasse.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht ob ich weiter schreibe, da gibt es nicht mehr viel zu erzählen.

Aber du darfst ja raten wie es weiter geht ;)
Die Geschichte als solche nur mit leichter Variation (und wesentlich mehr Details) hab ich schon seit Jahren im Kopf.
Hab mal bis seite 34 (via PC) geschrieben... dann hat meine sis es "versehentlich" gelöscht :oops:
 

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