Silvanas Texte

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.953
showhund__geschichte__by_gwolfg-d6ggl7u.jpg

Sie waren so stolz auf mich, nahmen mich überall mit hin.
Ich war ein guter Hund. Ich habe stets getan was sie wollten, habe aufs Wort gehorcht.
Es waren alle stets schwer beeindruckt und ich durfte auf dem Schoss sitzen wurde gelobt gestreichelt.
Es war ein gutes Gefühl sie so glücklich zu sehen, so stolz.
Ich wollte Herrchen und Frauchen immer stolz machen.
Sie sagten ich seh so niedlich aus, mit meinem Schleifchen, meinen tapsigen Pfoten.
Sie lehrten mich gerade zu gehen, wie ich den Kopf zu halten habe, wie ich zu sitzen habe und viele kleine Tricks.
Manchmal gingen wir auf Reisen und sie setzte mich auf einen Tisch neben vielen anderen Hunden wo Menschen schauten wie ich aussehe
und danach sollte ich Tricks vorführen und Hindernisse überwinden, ich musste immer brav hören, immer folgen.
Stehts tat ich mein besten um Frauchen und Herrchen stolz zu machen und bekam am ende ein Schleifchen.
Wir waren eine glückliche Familie.
Bei den Spaziergängen, schritten wir stolz die Straßen entlang, sauber ordentlich folgte ich meinem Frauchen.
Dann wurde ich größer, das Training machte mich stärker und mein Frauchen und Herrchen knuddelten mich seltener.
Wenn ich einen Trick vorführte wurde ich meist nur noch knapp gelobt, klappte etwas nicht auf Anhieb sahen sie sehr unzufrieden aus.
Hatte ich etwas falsch gemacht?
Ich verbrachte mehr Zeit auf dem Sofa, Herrchen krauelte mir oft das Ohr wenn er las, ansonsten wurde ich bis zum Training allein gelassen.
ich lief ihnen wie gewohnt durchs haus hinterher doch sie meckerten immer öfter ich stünde im Weg, ich solle in die Ecke gehen, weg gehen, oder ignorierten mich ganz.
Ich durfte nicht mehr auf den Schoss.
Sie hörten auf mich mitzunehmen und ich war längst nicht mehr Mittelpunkt wenn sie mit anderen sprachen.
Wir gingen weiter zu Shows, oft weite Reisen.
Die Welt zog vorbei wie die Menschen.
Die Shows wurden schwerer und doch schmückten mehr und mehr Schleifen die Wand.
Ich saß vor dieser Wand, mit den Blechdosen und Schleifen.
Gold wurde zu Silber, Silber zu Bronze.
Frauchen und Herrchen schritten an ihnen vorbei.
Machte es sie nicht stolz?
Eines Tages gab mir der seltsame Mensch am Tisch weder Dose noch Schleife.
Frauchen und Herrchen sahen verärgert aus und sprachen kein Wort mit mir, nur miteinander.
Waren sie sauer auf mich?
Hatte ich was falsch gemacht?
Ihre Stimmen klangen bedauernd, worüber sie wohl sprachen?
Wir gingen wieder Spazieren wie an so vielen anderen Tagen, Frauchen sah an mir vorbei wie so oft in letzter Zeit.
Ich ging nur neben ihr her, doch längst nicht mehr im so stolzen Gang wie zu beginn, nicht wie sie es mich gelehrt hatten.
War das der Grund?
Ich wusste nicht wo wir waren, wir waren in einen der unzähligen fremden Städte wo die Tische waren und die Menschen mit Schleifen und Dosen.
Mit einem Mal blieben wir stehen und meine Leine wurde an einen Baum gebunden.
Ich sah zu meinem Frauchen auf, wollte fragen was war.
Sie blickte auf mich herab, da war kein Stolz, keine Freude, nur Bedauern.
Mein Magen zog sich zusammen.
Etwas war schlecht und dann ging sie den Weg zurück.
Ich sah ihr nach stillschweigend und sitzend wie sie es mir gesagt hatte
und sie ging weiter, immer weiter, bis ich sie nicht mehr sehen konnte.
Ich blickte weiter in die Richtung bis der Himmel sich rot färbte.
Nein. Ich stand auf, zitterte. Nein.
NEIN! Ich sprang umher und bellte, ich hatte nie gebellt, bellen war böse, bellen stört Herrchen und Frauchen.
Kommen sie deswegen nicht zurück?
Menschen gingen an mir vorbei und sahen mich an.
Stimmte was nicht mit mir?
Das Rot ging vorüber und der Himmel verdunkelte sich wie meine Gedanken.
Kein Wort, nur Dunkelheit, denn kein Wort hätte beschrieben was ich fühlte.
Nur das schweigen und die Dunkelheit.
Ein Hund stand mir gegenüber und hielt inne.
Ich hatte fast nie mit Hunden zu tun gehabt.
Herrchen und Frauchen wollten nicht das ich tobe.
Er lief um mich herum und ich wusste nicht was ich tun sollte drum blieb ich still sitzen.
Er schnupperte an mir und an der Leine.
Mein Herz schlug mit bis zur Brust, was soll ich tun? Erwartet er etwas? Sollte ich auch schnuppern?
Was wollte er?
Er knabberte an der Leine, kratze am Baum.
Wollte er mich los machen? Ich sprang freudig auf und wollte ihm meine Freude vermitteln.
Er sah mich nur kurz an, ging um mich rum und schmiss mich um.
Warum? Was wollte er? Hatte ich was falsch gemacht?
Er legte seine zähne um meine Kehle, biss aber nicht zu. Was hieß das?
Was sollte das?
Ich fiepste leise und er lies ab.
Er schaffte es endlich die Leine durchzuknabbern und ging hinter mich.
Ich wollte mich gerade bei ihm bedanken als ich merkte was er wollte und schoss davon.
Sowas gehört sich nicht für eine Dame.
Ich rollte mich hinter dem nächsten Baum zusammen und er lief zu mir hin.
Ein Auto raste vorbei und der Hund entschied sich das Weite zu suchen.
Warum hatte er Angst vor Autos?
Ich rannte in die Richtung wo Frauchen und Herrchen waren.
Wo sie sein mussten.
Doch als ich in das große Haus ging und zu dem Menschen am einsamen Tisch ging scheuchte sie mich fort.
Ein anderer fing mich ein und schimpfte mit dem Menschen am Tisch.
Zurecht, dachte ich.
Ich wollte doch nur zu Herrchen und Frauchen und sie hat mich einfach erschreckt.
Die Frau Sprach mit dem Telefon während der mensch mich festband.
Warum?
Hatte ich was falsch gemacht?
Die Frau vom Tisch kam zu ihm und sagte etwas wobei sie den Kopf schüttelte.
Nein. so viel verstand ich.
Sie sprach wieder mit dem Telefon und kurz darauf kam ein Mann mit Leine, aber Herrchen war das nicht.
In seiner Hand war ein Käfig und er kam auf mich zu.
Nein.
Nein, da wollte ich nicht rein.
Ich nutzte einen der Tricks um mich aus der Leine zu ziehen und rannte durch die Beine wie durch die Stangen, rannte raus auf die Straße und in die nächste Gasse.
Weg von den Menschen, in die Dunkelheit wo sie mich nicht sahen.
Ich verkroch mich in die dunkelste Ecke.
Hier roch es nicht nach Blumen, hier war es nicht weich, hell und warm.
Hier war kein prasselndes Feuer, kein weiches Bett, keine Schönen sauberen Räume.
Ich versuchte zu verstehen.
Dort im Dunkeln, ganz allein.
Warum war ich alleine?
Warum waren sie nicht mehr Stolz auf mich?
Was hatte ich....
Ich verbrachte Stunden eh mir die erste Antwort kam, eh es anfing mir zu dämmern, wie der Morgen über der Stadt.
Ich war kein Welpe mehr, ich war nicht mehr süß.
Menschen waren oft sehr angetan von jeder art Welpe, Menschenwelpen, katzenwelpen, Hundewelpen,
die Größeren zogen sich dann oft zurück.
War das nicht auch mit mir geschehen?
War ich ihnen nicht mehr süß genug?
Die Schleifen, die Tricks, alles für sie, aber es war ihnen nicht mehr gut genug.
Ich wurde nicht besser.
War es das was sie störte?
Ich war ihnen nicht gut genug?
Kein Welpenbonus mehr?
Wollten sie mich deswegen nicht mehr?
Haben sie deswegen nicht mehr mit mir gespielt?
Und nun?
Ich habe immer nur versucht sie stolz zu machen. Was nun?
Ein bitterer Geschmack machte sich in meinem Mund breit.
Frauchen hatte mich behandelt wie ein neues Paar Schuhe.
Anfangs immer bei sich, anfangs vorgeführt, und dann verstauben lassen.
Ich war für sie nichts weiter als ein Paar Schuhe?
die Dosen, waren sie ihr nicht Gold genug?
Die Schleife an meinem Hals glänzte noch.
Ein seltsames Gefühl machte sich in mir breit.
Ein paar Schuhe, ein Accessoire.
Das war ein schlechter Scherz.
Mein Fell sträubte sich bei dem Gedanken.
War ich.... wirklich nur ein Ding für sie?
Aber ich wollte doch...
ich wollte doch nur das sie stolz auf mich sind, das sie mich gern haben.
Ein lachen entrann meiner Kehle.
Es erinnerte mich an eine Hyäne.
Ich ging durch die dreckigen Gassen wie Frauchen es mich gelehrt hatte.
Erhobenen Hauptes, leichten Schrittes.
Meine weißen Zähne blitzen im Dämmerlicht.
Die Lefzen zu einem Grinsen verzogen wie die Menschen es taten.
Ein Showhund auf der Straße mit der glänzenden blauen Schleife um den Hals, und dem dreckigen Steinen unter dem Boden.
Mein lachen klang wie ein knurren.
Was hatte ich falsch gemacht?
Ich weiß es.


Manchmal setzt man sich ein Ziel, das allem Guten was einem beigebracht wurde entspricht.
Man setzt alles daran es zu erreichen, jenes ehrenhafte Ziel.
Du sollst sie ehren, du sollt ihnen gehorchen, du sollst brav sein,
stehts ein reines Gewissen, nicht lügen, nicht ungehorsam sein, nicht dich beschmutzen.
Wir vergessen dabei das nicht alles was man uns lehrt korrekt ist und das manchmal...
wir nicht vergessen sollten was uns stolz macht wir selbst zu sein.
wir selbst... so wie wir sein wollen.
Unsere Moral, unsere Werte, unsere Prioritäten.
Wir vergessen so manches....
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
6 Jul 2013
Beiträge
1.470
Wow...
Ich...
Wow.

(Edit: Das Bild sieht, ganz am Rande bemerkt, toll aus.)
 
Zuletzt bearbeitet:

Fiete Langohr

Mitglied
Mitglied seit
1 Sep 2013
Beiträge
2.564
Ich teile den Eindruck des Fuchses. Das ist wirklich eine starke Erzählung.

Vielleicht teilst du meine Meinung. Was du als Epilog geschrieben hast, hätte ich eher als Prolog genommen, sprich nicht als Abschluss sondern als Anfang deiner Geschichte genommen. Mein Eindruck war, dass es am Ende etwas zu belehrend wirkte. Es erinnerte mich zu stark an das typische "und die Moral von der Geschichte...". Am Anfang wirkt es erst einmal als Appetizer und macht mich auf das folgende neugierig. Wobei das sicherlich Geschmackssache ist.
 

Shayania

Mitglied
Mitglied seit
2 Mrz 2014
Beiträge
143
Das waren eine Menge Gefühle auf einmal, die die Geschichte in mir heraufbeschworen hat. Sehr gut geschrieben, und das Bild ist natürlich perfekt passend.
Ich muss jetzt mal nachdenken gehen. Darüber, was ich so vergessen habe...
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.953
danke ^^
hm...ja es ist sehr stark "und die moral von der geschicht"
aber die kann ich doch nicht am anfang verraten ;P eher würde ich sie weglassen und hoffen das die menschen von selbst drauf kommen
und danke bezüglich des bildes *grin*
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.953
Moment (kleiner Text zum nachdenken)

Es ist immer dasselbe,
man erzählt was einem alles Schlechtes am Tag passiert ist.
Oder man bekommt es erzählt.
Von kleinen Missgeschicken zum großem Unglück.
Sie erzählen wie grausam die Welt doch ist,
weil sie ja immer nur Schlechtes zu erzählen haben muss die Welt ja schlecht sein.
Aber wenn ich so darüber nachdenke,
wenn ich einfach nur mal einen Moment stehen bleibe... geht es mir doch in diesen einem Moment gar nicht so schlecht.
Ein bisschen Kopfschmerzen ein bisschen Hunger... aber im Grunde
ist doch alles in Ordnung.
Es regnet in Strömen und ich steh draußen
meine Kleidung trieft vor Nässe, aber eig... fühlt sich das kalte Nass ganz belebend an.
Was ist im Moment so schlimm?
Ich schließ die Augen und hör dem Trommeln des Regens zu, lausche wie jeder einzelne Tropfen beim Aufprall einen Ton hervorruft.
Was ist jetzt im Moment so schlimm?
Ich werde nass... ist das schlimm? Nass werde ich in der Dusche auch.
Es gibt in diesem Moment eig. nichts Schlimmes.
Es gibt so viele dieser Momente
die wir gar nicht wahrnehmen
weil wir sie nie nennen, nur die negativen Dinge,
die wir noch schön mit Ausschmückungen unterstreichen,
bis wir es letzten Endes selber glauben.
Man flucht über den Tag und merkt gar nicht, dass im Moment alles ok ist.
Es gibt Leute die liegen in der Sonne im jungem Gras umgeben von Gänseblümchen,
und meckern wie schlecht ihr Tag war anstatt einfach durchzuatmen und zu genießen das das Schlechte vorbei ist, und wenn man schon darüber nach denkt.. kann man dann nicht einfach zu sich sagen: "war es wirklich so schlimm?"
es gibt immer Dinge die wirklich schlimm sind
aber wir regen uns so oft auch unnötig auf, ein spontanes negatives Gefühl das wir die ganze Zeit zu rechtfertigen versuchen... wozu?
Will man schlechte Laune haben?
Ein Schritt weiter wartet Arbeit auf mich ein Schritt zurück hab ich Arbeit hinter mir,
drum herum Leute die meine Aufmerksamkeit wollen und Beziehungen voller Streit.
ich genieße diesen einen Moment dazwischen, nehme ihn wahr, denn dieser eine Moment ist mein Sonnenschein.
Arbeit kann nur vor mir liegen wenn ich Arbeit habe, das ist doch eig. gut.
Menschen die einen erwarten bedeuten immerhin das man nicht unwichtig ist selbst wenn die die als nächstes auf einen warten keine Freunde sind.
Beziehungen in denen Streit herrscht müssen erst einmal existieren, es müssen nicht einmal die eigenen Streitereien sein, sie zusehen reicht um zu zeigen wie oft Streit aus nichtigen Gründen entsteht. Wie oft zankt man sich mit jemanden obwohl beide Seiten wissen es war ein Missverständnis?
Warum wollen Menschen nicht glücklich sein?
Ich nehme mir den Moment, einen Moment wo ich alles andere ausblende und entspanne, selbst wenn ich mitten im Regen stehe.
Ein paar Sekunden ändern nicht die Welt, aber sie können dich ändern.
Aber im Grunde ist alles was ich sagen will, vergisst nicht die Momente die ihr für so selbstverständlich nehmt, nehmt sie war in dem Moment wo sie sind.

(es ist nicht direkt eine geschichte aber ich denke es passt immer noch am ehesten hier her und ihr dürft gerne auch schreiben wenn ihr nicht zustimmt)
 

Sanctum

Mitglied
Mitglied seit
18 Sep 2012
Beiträge
646
Ich finde den Text wirklich Klasse. Naja der Mensch ist natürlich irgendwie schon mal grundlegend darauf bedacht alles negative zu sehen aber manchmal, wenn man so bei Sonnenschein spazieren geht oder eine Szene sieht, die einen berührt, dann wird es einem warm ums Herz und man kann sich eines Schmunzelns eigentlich nicht verwehren :D

Wenn ich nun mal meine aktuelle Lebenssituation mit den Menschen, die behaupten alles sei schlecht in Verbindung bringe, dann fällt mir vor allem meine Große Unsicherheit ein. Die einen behaupten man findet keinen Job und studieren sollte man nur das was einem möglichst viel Geld einbringt... und dann Laufe ich da rum, sage ich will machen was mir Spaß macht und man findet was. Manchesmal muss man die Welt einfach positiv sehen und sich selber was zutrauen.
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.953
Ich hab vor allem festgestellt dass das drüber Reden starke Auswirkungen hat.
Wir können uns ausführlich über etwas beschweren am besten gleich bei mehreren Leuten, aber so die kleinen schönen Momente sehen sie nicht und erwähnen sie auch nicht, weil man oft nicht viel drüber sagen kann und dann gerät natürlich das Negative in den Vordergrund.
Jup bei manchem Situationen kann man nicht anders als positiv mitfühlen ^-^
Ich hab nur das Gefühl sie werden zu schwach in Erinnerung gehalten.
Is garnicht so einfach
 

Fiete Langohr

Mitglied
Mitglied seit
1 Sep 2013
Beiträge
2.564
Yay, nun hat dieser schöne Text auch hierher gefunden. Auf das er weitere Verbreitung findet!
 

Sangu

Knochenritter
Mitglied seit
19 Apr 2014
Beiträge
877
Meiner ansicht nach gheört das gut und das schlechte zum Leben dazu wie Wasser und Luft ^^

Denn alle gefühle zusammen machen Glücklich, ich fang immer an zu schmunseln wenn ich daran denke, in diesen momenten ist alles andere egal ;)

Es gibt da noch einen schönen spruch auf deinen Text: Die kleinen Dinge im Leben schätzen zu lernen ;)

mfg
Sangu
 

Larc

Mitglied
Mitglied seit
24 Aug 2010
Beiträge
88
Oft ist es nicht der Moment, der uns plagt. Es sei denn es ist ein unschönes Erlebnis. Wir tragen oft vergangenes Leid, Stress, Ärger und andere Dinge, die uns belasten wie einen stramm sitzenden Rucksack mit uns, den wir nicht einmal in Momenten der Rast immer abstreifen können. Gleichzeitig richtet sich der Blick oft weit nach vorne im Versuch, den Pfad der noch vor uns liegt zu überblicken. Zu weit schaut man manchmal vorraus. Das Unbekannte und das was hinter der nächsten Weggabelung liegt, löst auch oft Unbehagen und Unsicherheit aus. Eigentlich sollte man wirklich im Hier und Jetzt leben und das abstreifen können, das einen drückt. So leicht ist das leider eben nicht immer.

Ich habe vor längerer Zeit ein Gedicht geschrieben, das sich mit einem ähnlichen Gedankengang beschäftigt und ich bin einfach so frei und schmeiße hier den Link rein.;)

http://www.happyfurry.de/showthread.php?7234-Die-poetische-Seite-des-Unget%FCms-%28Larcs-Gedichte%29&p=278428#post278428
 
Zuletzt bearbeitet:

Commander Nick

Weltraum Geflügel
Mitglied seit
29 Jun 2013
Beiträge
1.462
Ein echt schöner Text.
Ich würde es gern jmd anderen vorlesen, den ich kenne.

Gesendet von meinem ST25i mit Tapatalk 2
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.953
@Larc
ich habs mir durchgelesen das ist wirklich sehr hübsch und motivierend. passt wunderbar hier zu ^-^
Dass das was uns Plagt oft nicht nur ein Moment ist weiß ich zu gut, deswegen gehen ja oft die schönen Momente zwischen durch unter.
Ich schlepp selbst mein Päckchen mit mir und soweit ich es beurteilen kann ist das ziemlich groß (ich plauder ja gerne mit anderen darüber) manches is nur für kurze Zeit, anderes zieht sich über 1-2 Jahre anderes eher 5 und manches wird wohl noch lange in meinem Päckchen bleiben. Ich habe auch viele getroffen die an einem Problem festhalten, die nicht loslassen können, vor allem... die nicht aufstehen. Sowas ist schade insbesondere wenn die Person einem eigentlich sympatisch ist.
Ich habe schon einige besondere Fälle gesehen. *sigh*
aber ich denke doch lieber an die schönen Momente und aufstehen wenn man gefallen ist ist ein verdammt schönes Gefühl.
Manche vergessen das man trotz dieser Last einfach mal durchatmen muss. Die schöne Aussicht genießen oder ähnliches.
Es ist etwas was ich oft auch bei mir bemerkte, ich versinke in ein Leid, welches ein Leid ist, aber das Denken darüber frisst mich auf, man soll Probleme verarbeiten/beheben/von ihnen lernen, aber man kann auch einfach in dem trauer Gefühl versinken und in den Gedanken wie schlimm diese Last ist und sehen alles durch einen trüben Schleier.
Sie sehen die Wunder und die Schönheit des so Selbstverständlichen nicht wird Zeit manche Menschen daran zu erinnern.:lol:
 

Terrorshito

Mitglied
Mitglied seit
4 Okt 2014
Beiträge
215
die texte haben beide was wahres. ich finde es eh toll, das es leute gibt, die etwas so zu papier bringen können,...
bei mir fuktioniert so etwas nur dann, wenn ich emotional extrem geladen bin, im postiven wie negativen.

ich für mich nehme mir diese momente als kleine auszeiten immer wieder mal,... :)
richtig klasse texte :D
 

Shayania

Mitglied
Mitglied seit
2 Mrz 2014
Beiträge
143
Ein sehr schöner Text, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Ich muss gestehen, ich bin auch so jemand: Wenn mich im Lauf des Tages irgendwas geärgert, genervt oder frustriert hat, trag ich das auch den ganzen Tag mit mir rum. Ich binde es jedem auf die Nase, der nicht schnell genug flüchtet, und steigere mich so erst richtig hinein. An den einfachen Momenten erfreue ich mich nur selten, weil ich den Kopf voll mit Ärgernissen trage. Ich denke, ich sollte mich mehr an den nicht schlimmen Momenten erfreuen. Aber es ist auch schwierig, diesen Kreis zu durchbrechen, den man (oder zumindest ich) immer schon von seinen Eltern vorgelebt bekommen hat.
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.953
die texte haben beide was wahres. ich finde es eh toll, das es leute gibt, die etwas so zu papier bringen können,...
bei mir fuktioniert so etwas nur dann, wenn ich emotional extrem geladen bin, im postiven wie negativen.

ich für mich nehme mir diese momente als kleine auszeiten immer wieder mal,... :)
richtig klasse texte :D
Wer sagt das ich dabei kein emotionales Extrem hatte?
Mir gehts da nicht anders, auch Zeichnungen bekommen noch einen ganz anderen Schliff wenn sie meiner Stimmung entspringen.

edit:nu hatte ich meine eigene antwort überlesen.. hatte gedacht ich hätte ganz vergessen zu antworten ups ^^'
 

Nita

Guest
Yay! Jemand, der meine Ansichten teilt! Das hast du wirklich sehr schön geschrieben. :)

Ich hoffe, man liest bald mehr. :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Similar threads

Oben