Rückkehr der Drachen.

Geschichte fortführen? (Schreibt auch eure Meinung)

  • Ja

    Abstimmungen: 5 83,3%
  • Nein

    Abstimmungen: 1 16,7%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    6
  • Umfrage geschlossen .

Derethevil

Guest
Guten Tag.

Ja nachdem mich nach fast 4 Jahren jetzt doch einmal dazu entschieden hab mich hier richtig zu registrieren, dachte ich, ich sollte natürlich auch etwas posten. Da ich selbst jedoch nicht der geselligste Typ bin, bzw. nicht derjenige der auf andere zugeht, werde ich erstmal etwas posten was ich vor einiger Zeit angefangen hatte und dafür etwas mehr motivation bräuchte um es richtig fortzuführen.

Das ganze hat erst als "dumme Idee" angefangen, als meine Schwester meinte das ich mit meiner Tagträumerei doch mal etwas dergleichen wie einen Roman anfangen sollte, damit ich zumindest nicht nur rumsitze oder den Tag in einer Bar schön trinke.

Tja gesagt getan. Angefangen und relativ viel vorgehabt, aber nachdem es anscheinend nicht richtig ankam (vielleicht durch das falsche Publikum?) hab ich damit auch eigentlich relativ schnell wieder aufgehört.

Deswegen werde ich ihn jetzt einfach mal hier posten und auf etwas feedback warten.
Falls wirklich mehr interesse daran besteht, dann werde ich ihn definitiv weiterführen.

Jetzt werd ich erstmal versuchen das irgendwie verfügbar zu machen, da ich anscheinend nicht einfach die Dateien selbst hochladen kann, bzw. diese nach einiger Zeit gelöscht werden.
Aber bis jetzt werd ich ersteinmal im Anhang reinwerfen.
Später eventuell durch etwaige Uploadseiten zur verfügung stellen.

Ich wünsch euch mal viel spaß beim Lesen.
Kapitel waren mindestens 15 geplant.

Mfg,
Derethevil.
 

Anhänge

Mitglied seit
6 Jul 2013
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1.531
Das ist definitiv sehr schön geschrieben und ich bin echt gespannt was da noch passiert. Hoffe man kann bald noch mehr davon sehen.
 

Commander Nick

Weltraum Geflügel
Mitglied seit
29 Jun 2013
Beiträge
1.459
Omg...hab den Titel gelesen und musste gleich an die Drachen aus The Secret World denken...
*in Kanalisation verkriech**zitter*
Bin leider mitm Handy on aber wenn ich am Rechner bin werd ichs mir durchlesn und eine Kritik gebn könn. ;)
 

Christian

Mitglied
Mitglied seit
20 Mrz 2012
Beiträge
454
Guten Tag.

Ja nachdem mich nach fast 4 Jahren jetzt doch einmal dazu entschieden hab mich hier richtig zu registrieren, dachte ich, ich sollte natürlich auch etwas posten. Da ich selbst jedoch nicht der geselligste Typ bin, bzw. nicht derjenige der auf andere zugeht, werde ich erstmal etwas posten was ich vor einiger Zeit angefangen hatte und dafür etwas mehr motivation bräuchte um es richtig fortzuführen.
Moin,
ich find die Geschichte an sich gar nicht mal so schlecht. :-D

Gleich zu Anfang: Ich hab vom Schreiben auch keine Ahnung.

Ich würde mir wünschen dass du mich (den Leser) etwas mehr an die Hand nimmst. Du bist beim Schreiben und nicht auf der Flucht. Lass dir Zeit beim Erzählen. Das was du geschrieben hast, ist eigentlich schon Kapitel 2. Ich würde mir wünschen, du würdest Jonathan und und seine Mitmenschen etwas näher vorstellen. Was mag er? Was wünscht er sich? Wie ist sein Verhältnis zu seinen Eltern und Schwestern? Wo drüber streiten seine Ellis die ganze Zeit? Wie ist er an seine Arbeit gekommen? Ein paar Episoden aus der Schulzeit könnte man auch noch einbauen.

Das Gleiche gilt für die Situation im Café. Stichwort Atmosphäre. :cool:

Deswegen werde ich ihn jetzt einfach mal hier posten und auf etwas feedback warten.
Falls wirklich mehr interesse daran besteht, dann werde ich ihn definitiv weiterführen.
Ja, bitte. :)

Jetzt werd ich erstmal versuchen das irgendwie verfügbar zu machen, da ich anscheinend nicht einfach die Dateien selbst hochladen kann, bzw. diese nach einiger Zeit gelöscht werden.
Aber bis jetzt werd ich ersteinmal im Anhang reinwerfen.
Später eventuell durch etwaige Uploadseiten zur verfügung stellen.
Wenn von deiner Seite nichts dagegen spricht, poste die Texte doch per Copy + Paste direkt ins Forum. Das macht ggf. das Zitieren von Textstellen einfacher.

Ach ja, noch was. Mich würde auch noch interessieren wer du eigentlich bist. ;)
 

Derethevil

Guest
Moin,
ich find die Geschichte an sich gar nicht mal so schlecht. :-D

Gleich zu Anfang: Ich hab vom Schreiben auch keine Ahnung.

Ich würde mir wünschen dass du mich (den Leser) etwas mehr an die Hand nimmst. Du bist beim Schreiben und nicht auf der Flucht. Lass dir Zeit beim Erzählen. Das was du geschrieben hast, ist eigentlich schon Kapitel 2. Ich würde mir wünschen, du würdest Jonathan und und seine Mitmenschen etwas näher vorstellen. Was mag er? Was wünscht er sich? Wie ist sein Verhältnis zu seinen Eltern und Schwestern? Wo drüber streiten seine Ellis die ganze Zeit? Wie ist er an seine Arbeit gekommen? Ein paar Episoden aus der Schulzeit könnte man auch noch einbauen.

Das Gleiche gilt für die Situation im Café. Stichwort Atmosphäre. :cool:


Ja, bitte. :)


Wenn von deiner Seite nichts dagegen spricht, poste die Texte doch per Copy + Paste direkt ins Forum. Das macht ggf. das Zitieren von Textstellen einfacher.

Ach ja, noch was. Mich würde auch noch interessieren wer du eigentlich bist. ;)
Ich werd dem wunsch mit dem Copy&Paste nachkommen.
Nun wie du dir vorstellen kannst bin ich ein totaler neuling was der Geschichtenerzählung angeht. Daher werd ich es bestimmt nicht gleich direkt schaffen die Atmosphäre zu 100% rüberbringen zu können, aber ich werd mir natürlich mühe geben.

Ich hatte auch vor die ganzen hintergründe noch etwas besser in Szene zu setzen, aber nicht gleich alles aufeinmal hinzuklatschen, da ich glaub das der Leser dadurch förmlich erschlagen wird mit Infos. Besser würde ich es finden, wenn die hintergründe in der Laufe der Zeit durch andere Charaktere erfragt werden, wodurch zwei Sachen gleichzeitig geschehen können.
Die Geschichte fließt und man erfährt hintergrund Infos.

Und zu mir. Was soll ich großartig erzählen?
Ich bezweifel eigentlich das ich sonderlich interessant sein könnte. ^^
Edit: Aber hab es nun mal im Vorstellungsbereich getan. Viel spaß beim lesen.

Mfg,
Derethevil.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Derethevil

Guest
Prolog

Die wiederkehr der Drachen



Prolog



Ein junger Mann, der sich von der Gesellschaft abschottet, da er in dieser keinerlei

zuwendung finden kann, lernt eine außergewöhnliche Frau seines alters kennen, die

ihm mehr zeigt, als er sich vorstellen kann.


Auch merkt er schnell, das sich viel mehr hinter dieser Frau verbirgt, als er zuerst

dachte.





Seine Reisen führen ihn zu den unvorstellbarsten Dingen dieser Welt, die sich seit

Jahrhunderten vor der Menschheit versteckt hielten.





Schnell merkt er, das er sich hier wohlfühlt und sich dieser Art des Lebens mehr

verbunden fühlt, als dem tristlosen Leben als dem eines normalen Menschen.


Schon bald wird er auch darüber informiert, was diese Art mit der erblindeten Rasse

Mensch vorhat.
 

Derethevil

Guest
Einleitung

Einleitung



Ich grüße euch Menschen, die sich für meine Geschichte interessieren.
Ich heisse Johnathan Earlshore. Oder in meinem Kreis Valiris genannt. Manche nennen mich auch einfach John, oder wie sie mich damals in der Schule immer betitelten: "Den Aaligen".
Warum sie mich so nannten? Ich weiss es nicht genau. Ich denke sie haben damit meinen so adlig klingenden Nachnamen einfach etwas angepriesen und einfach das D aus Adlig, einfach mit einem weiteren A ersetzt.
Ich selbst bevorzuge meinen neuen Namen, den ich in meiner neuen Familie erhalten hab.
Valiris.
Aber darum geht es nicht. Ich bin hier um meine Geschichte zu erzählen. Meine Geschichte, wie ich meine einzigartige Freundin kennengelernt habe. Und auch wie ich zu einen der bedeutensten Personen in der Geschichte der Erde empor stieg. Klingt überheblich? Wenn ihr erstmal meiner Geschichte etwas gefolgt seid, werdet ihr schnell merken das ich dies ganz und garnicht bin.
Fangen wir erstmal von ganz von vorne an. Aus meiner Kindheit bis zu meinem leben als Jugendlichen.
Ich selbst war stets eine art Außenseiter für alle. Stets hab ich meine eigene meinung über alles vertreten. Das fing damals schon in meiner Schulzeit an.
Meine komplette Schulzeit verbrachte ich nur an einer Schule. Wie vielleicht viele wissen, kann dies durchaus unangenehm sein, wenn man erstmal die richtigen Leute gefunden hat, mit denen man einfach nicht auskommt.
Furchtbar war sie! Ja schon förmlich verachtungswürdig! Teilweise hegte ich schonmal Gedanken, diese Schule in meinem jetzigen Stand dem erdbodengleich machen zu lassen.
Es fing alles schon an mit einer Person an. Er heisst Manuel. Manuel O´Costor. Er war wie man es so nennt, der Schultyrann der mit allem durchkommt, was er so anstellt.
Egal ob er mir einen Arm gebrochen hatte, beinahe das Augenlicht ausstach oder ob er mich schon fast etrinken lies. Er kam immer durch. Er sei ja nur ein dummer junger Schüler.
Wie recht sie doch damit hatten! Er war dumm! Strohdumm sogar! Jedoch war er zu dumm, als das er endlich mal ein paar konsequenzen erhielt. Ab und zu glaubte ich auch schon das meine Lehrerin und sogar der Rektor der Schule mit ihm unter einer decke steckten, aber meine Schwester meinte immer, ich solle nicht so derart übertreiben.
Jedenfalls ging dieses Spektakel von meiner Grundschulzeit bis zu meiner letzten Klasse so weiter. Aber ich hab durchgehalten. Und wie stolz bin ich jetzt auf mich, das ich das geschafft habe. Ich wüsste nicht ob mir sonst das Glück widerfahren wäre, von dem ich euch nun erzählen werde.
 

Derethevil

Guest
Kapitel 1 (Teil 1)

Kapitel I
Ich feierte gerade meinen 20. Geburtstag. Viele Freunde hatte ich nicht und selbst von diesen wenigen besuchte mich an dem Tag nichtmal zwei.
Ich hatte gerade begonnen mich etwas aufzubretzeln, wollten wir doch gleich ins Kino fahren, da schepperte es schon wieder. Mein Vater und meine Mutter begannen meinen Geburtstag, wie die drei vorher abermals mit einem heftigen Streit.
Meine ältere Schwester zerrte mich schon förmlich aus der Wohnung, nur um diesem geschrei zu entkommen. Gemeinsam mit meinen zwei Kumpels und meinen Geschwistern gingen wir zum Wagen, um endlich dahinzukommen, wo wir hinwollten. Ins Kino!
Da rief meine Schwester, noch bevor sie ins Auto einstieg zu unseren Eltern hoch: "Ich fahr jetzt mit allen los! Ich hoffe ihr schafft es euren lächerlichen Zwist zu beseitigen bis wir wieder da sind!".
Und Tack! machte es, die Tür fiel zu und der Motor begann zu brummen. Unterwegs zum Kino schaute ich wie immer tagträumend aus dem Fenster. Stets träumelte ich vor mich hin. Über ein schöneres Leben zum Beispiel. Oder wie es wäre, wenn ich doch nicht ich, sondern ein anderer oder etwas anderes wäre.
Grade habe ich mir vorgestellt, wie ich wohl als Drache aussehen würde, da erblickten meine Augen gerade eine wunderschöne junge Dame. Sie kuckte mich zwar nicht an, jedoch wurd mir schon bei ihren Anblick verdammt warm.
Gierig nach ihren schönen Anblick, drehte ich mich sofort nach ihr um, als wir an ihr vorbeifuhren, doch ich konnte sie nichtmehr erspähen.
Entäuscht drehte ich mich nach vorn und stierte meine Schwester an und fragte etwas entzürnt: "Sind wir bald da? Ich möchte den Film wirklich ungern verpassen." Da antwortete sie erbost: "Motz mich ja nicht so an! Ich kann auch nichts dafür, das sie schon wieder an deinen Geburtstag streiten müssen!"
Wie immer wurde ich sofot wiedermal missverstanden. "Darum gings mir doch... Ach... vergiss es." Eigentlich ging es mir nur darum, das ich diese bildhübsche Frau nichtmehr im Blickfeld hatte.
Endlich beim Kino angekommen, sprang ich förmlich raus und düste sofort zum Ticketschalter. Meine Freunde stammelten mir hinterher, hönisch-lächelnd sagten sie: "Er wieder, kuck ihn dir an! Nur weil es ein Film über Drachen nach seinem Geschmack ist." - "Recht habt ihr!" sagte ich und zahlte gerade mein Ticket.
Ich lief geradewegs in die Halle, um mich auf meinem Sitz zu platzieren, da rief mir meine Schwester nach: "Brauchst du nichts? Kein Popcorn? Kein Getränk?" Schon stolperte ich zurück, als ich fast über die Stufe mit dem Fuß stieß.
Ich kaufte noch schnell ein paar Knabbereien und eine große Cola, bevor der Film anfing.
Tagträumerisch wie immer, stellte ich mir während der gesamten Laufzeit immer wieder vor, wie es denn wäre, wenn ich einer der Protagonisten wäre. Ein Drache zu sein, ein majestätisches, intelligentes, lebhaftes und freies Wesen.
Schon hagelte es wieder Kritik von Seiten meiner Freunde: "Stirbt jetzt da endlich mal einer? Das ist ja langweilig!"
Da antwortete ich: "Es geht halt nicht immer nur ums töten Ferres! Und auch nicht immer nur darum, wer die schöneren Frauen abbekommt Ellis!"
Plötzlich sah ich sie! Diese wunderschöne Frau, als ich im Auto saß. Sie war weit abgelegen von allen, ganz rechts außerhalb der Menge. Ich konnte mich einfach nicht täuschen, es war sie! Ganz bestimmt.
So musste ich jedesmal, wenn eine etwas langweiligere Stelle im Film auftauchte zu ihr sehen. Sie war ganz alleine. Wie konnte eine so anziehende Frau keinen Begleiter haben? War sie vielleicht krank und sie stets ehrlich zu jeden Mann? Schon verfiel ich wieder in Tagträume. "Wie schön es doch wäre, wenn ich so eine Frau meine Freundin nennen dürfte.."
Da drehte sie sich plötzlich um und sah mir, so kam es mir jedenfalls vor, direkt in die Augen. Mein Herz klopfte ganz wild und mir wurde förmlich heiss ums Herz. So heiss, als würde ein Drachenfeuer in meinem Herz entfacht werden.
Und mit dem Gedanken, hatte sie sich auch schon wieder weggedreht. Aufgeregt sippte ich kurz an meiner Cola, die daraufhin leer war und schob mir den Rest meines Lieblingsschokoriegels rein. Zum glück konnte ich mir jegliche naschereien leisten, da ich stets auf trab war. War ich in der Schule nicht der beliebteste, so war ich zumindest keine Niete Schulisch selbst.
Kaum konnte man den Abspann sehen, schon sprangen meine Freunde auf und gingen. Die einzigsten die noch etwas der schönen melancholischen Musik folgten waren ich und meine zwei Schwestern. Und schon wandelte mein Blick richtung der schönen jungen Dame, doch sie war schon weg.
Außerhalb vom Kino, konnte ich meine beiden Kameraden schon garnichtmehr auffinden. "Sind die jetzt schon heimgegangen?" fragte Theresa, meine jüngere Schwester. "Tolle Freunde hast du da Johnathan! Nichtmal danke sagen, das du sie ins Kino eingeladen hast!" schimpfte Josephine, meine ältere Schwester.
"Na komm! Fahren wir heim, vielleicht ist Ma und Pa endlich fertig mit streiten und du kannst zumindest noch etwas zur Ruhe kommen, bevor du morgen wieder ranholzen darfst."
Wir fuhren gerade Richtung einfahrt in unseren Wohnblock, als ich wieder an diese schöne Dame denken musste. Daraufhin züngelte es gleich wieder Spott von Josephine: "Johnathan! Du musst endlich mit deiner verdammten Träumerei aufhören! Oder willst du ewig bei Mum und Dad hängen bleiben, weil du selbst nicht so recht weisst, was du willst?" Ich murmelte nur: "Ja ich weiss, das ich selbst endlich handeln muss!" "Dann mach doch endlich was!" mischte sich Theresa ein.
Als wir gerade den Schlüssel zu unserer Wohnung umdrehten, hörten wir unsere Mutter aufschluchtzen: "Euer Vater ist wieder in der Bar! Macht euch bitte selbst was zu Essen, bitte."
Schon war mir wieder klar, mein Vater hat sie wieder geschlagen.
Es lief so fast jedesmal ab, wenn sie in einen Streit verfallen sind. Und gleich darauf, rennt mein Vater wieder in die Bar und betrinkt sich für den nächsten Tag.
Ich schnappte mir nur noch ein paar Essensreste vom heutigen Nachmittag und verzog mich direkt auf mein Zimmer. Dort angekommen fuhr ich sofort wieder meinen Rechner hoch und sah mir noch einen DVD an, bevor ich schön langsam müde wurde und ich mich daraufhin ins Bett begab.
"Valiris! Nicht! Widersteh dich dessen... zuhören! Wende... nicht ab.."
Aufgeregt sprang ich aus meinem Schlaf. Ich träumte von einem Echsengleichen Gesicht das zu mir Sprach. "Valiris? Wer soll das sein? Irgendwie hat Josephine schon recht.." Stammelte Ich und kuckte auf die Uhr. "Erst vier Uhr früh?" Eine Stunde Schlaf krieg ich noch, dachte ich.
Als mein Wecker um 5 Uhr mich aus dem leichten Schlaf riss. Began meine täglich Routine. Ins Bad, anziehen, Frühstücken, Arbeitsutensilien einpacken und langsam, aber sicher zur Arbeit begeben. Dort angekommen gings gleich direkt wieder los.
Der Chef stutzte sich wie immer alle seine Arbeiter zurecht. Nur damit er sich gleich wieder bestätigt fühlt und sofot die erste Flasche Bier in der Hand halten kann. Ab und zu hab ich mir vorgestellt, das in unseren Maurerbetrieb allesamt wie Affen auf einen Gerüst rumhüpfen.
"John!" Drang es an mein Ohr. "Johnathan! Verdammt ich bezahl dich nicht für´s rumstehen!" schnauzte der Chef hoch. Schon verflogen mir jegliche Gedanken der Freiheit und gab Vollgas. Und genau als ich vom Gerüst kletterte, da sah ich sie wieder, diese wunderschöne junge Dame.
Da drüben auf der anderen Straßenseite. Sie wartete anscheinend auf jemanden. Aber allem vorran kam es mir schon etwas seltsam vor, wie oft ich sie denn jetzt schon erblicken durfte, innerhalb so kurzer Zeit. Spioniert sie mir etwa nach? Wieso sehe ich sie so oft? War es nur Zufall das sie gestern ausgerechnet mir direkt in die Augen sah?
Schon schoss ein klumpen Putz in mein Genick. "Geiferst du der jungen Dame da drüben etwa nach, Johnathan? Warum sollte sich so eine geile Schnecke, wie sie es ist, einen Loser wie dich auch nur im entferntesten mögen könnnen?" verspottete mich Tony, der Leiharbeiter.
Darauf konnte ich mir meinen Kommentar zu seinem verhalten nicht verkneifen: "Naja! Letztendlich kann ich dich nur bemitleiden. Arschlöchern wie dich gefallen den Frauen vielleicht am Anfang, weil ihr einen auf Macho macht. Aber wenn sie erstmal merken, wie es ihnen mit soeinem wie dir erstmal ergeht, ist meine aufrichtige Art genau das, was sie am besseren finden."
Noch bevor ich mich versah, flog mir seine Faust direkt ins Gesicht. Auch wenn es nicht die heftigste war, die ich kassiert hatte, so ging ich trotzdem zu Boden.
"Na? Jetzt hast du aufeinmal nichtmehr so ein großes Maul, was? Letztlich bin ich wieder der, der deine Frau flachlegen würde! Hahahaha!"
Am boden wälzend, kam mir zum erstenmal die Frage auf: "Was erwarte ich eigentlich von der Gesellschaft? Ist das der Sinn und der ablauf der Dinge? Will ich wirklich ewig in so einer Gemeinschaft leben?"
Frustriert machte ich mich nach der Arbeit auf den Heimweg. Unterwegs ging ich wie immer an meiner Lieblingsimbissbude vorbei. Ich bestellte mir einen Hamburger zum mitnehmen, den ich jedoch wie immer unterwegs verdrückte.
Grade als ich die Kreuzung überquerte und die abkürzung durch die kleine Seitengasse nehmen wollte, rammte ich Gedankenverstreut in eine Person. Aber nicht in irgendeine Person. In sie! In diese anbetungswürdige Dame.
Noch verstreuter als vorher bat ich tausendmale um Verzeihung. Ich wusste einfach nicht was ich sagen sollte und sammelte schnellstens alles auf um mich sofort aus dem Staub zu machen, da hörte ich im nachhinein: "Das macht doch nichts, Johnathan."
Ich war erleichtert, jedoch nicht mutig genug um mich umzudrehen, um mit ihr zu reden. So rannte ich schon fast förmlich die letzten Meter nach Hause, ohne auch nur ein paar mehr Gedanken an diesen peinlichen moment zu verschwenden.
Zuhause angekommen, kam mir mein Vater sofort mit den Worten: "Hast du dich schon wieder schlagen lassen, John? Verdammt nochmal! Wehr dich doch endlich mal! Du kannst das! Du bist doch nicht aus Glas oder aus Zucker wie andere! Auch nicht so beleibt! Also wehr dich endlich!"
Zwar hatte mein Vater recht, ich könnte schon wenn ich wollte, aber warum sollte ich anderen Weh tun, wenn ich selbst nicht verletzt werden will? Ich werde das fertig bringen. Auch wenn ich von der Statur das Zeug dafür hätte.
Es vergingen keine zehn Sekunden als ich mein Zimmer sofort wieder belagert hatte. Altes Prozederre. Rechner an, Internet an und losgespielt. Ich frage mich ab und zu, ob das mittlerweile schon nichtmehr von mir selbst gesteuert wird. Ich spielte bis Mitternacht wieder mein Lieblingsrollenspiel. Als ich jedoch auf die Uhr kuckte, musste ich einfach für heute Schluss machen, sonst würde ich nicht genügend schlaf bekommen.
Als ich mich in die Federn begab, lies ich den Tag in meinen Kopf, wie fast jede Nacht, durch den Kopf filtern. Ich dachte an Tony, diesem riesen Arschloch, an meinen Chef, wie er jetzt bestimmt stockbesoffen am Feiern ist und an Sie. Ich dachte an ihr wunderschönes langes schwarzes Haar, ihre wunderschönen förmlich strahlenden gelblichen Augen. Und an ihre Stimme die ich das erste mal hörte. Sie klang zwar etwas herrisch, aber sie gefiel mir.
Auch an ihre Worte, die sie mir zurief musste ich denken. "HEILIGE SCHEIßE! Woher kennt sie meinen Namen?!?" schreckte ich auf. "Es ist doch unmöglich das sie weiss, wie ich heisse, wenn ich noch nie direkt mit ihr in Kontakt getreten bin." dachte ich.
Nachdenkend sank ich wieder ins Bett und versuchte mir ein Bild zu machen, wie sie an meinen Namen gekommen sei, schlief dabei jedoch letztlich ein.
Am nächsten Tag störte mich mein Wecker schon förmlich, sodass ich ihn mit einen Klaps gen Boden stieß und wieder eingenickt sein muss.
"John! Steh auf du kommst zu spät!" schrie meine Mutter durch die Tür.
Ich schoss aus dem Bett wie eine Rakete und begann meine morgentliche Routine, diesmal jedoch deutlich aufgebrachter als sonst. Ich hatte nur noch dreizehn Minuten, dann musste ich bei der Arbeit sein. Ich lief wie von Hornissen verfolgt zu meiner Arbeit.
Endlich sogar noch fünf Minuten vor der normalen Zeit, kam ich am Haupttor an. Jedoch war weit und breit mein Chef nirgends zu sehen. Ich ging ins Büro, zur Verwaltung, als mir eine förmliche Botschaft vom Teufel persönlich entgegengebracht wurde.
"Steffen ist gestern bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen!" sagte mir die Sekretärin. "Ich hab versucht euch alle noch telefonisch zu erreichen, das ihr erstmal zuhause bleiben sollt, jedoch hab ich dich nicht erreicht, Jonathan. Tut mir leid!"
Das war jedoch gerade mein geringstes problem. Viel schlimmer war für mich die tatsache, das es jetzt mit der Firma den Bach runtergehen wird und ich dadurch bestimmt arbeitslos sein werde.
Bedrückt ging ich erstmal zu meiner Imbissbude und bestellte das erste mal dort einen Kaffee. Als ich einen kurzen Plausch mit dem Besitzer über die jetzige Situation hielt, bekam ich diesen sogar aufs Haus.
Ich verabschiedete mich dankend und schlenderte nach Hause. Gerade an dem Seiteneingang, wo ich gestern mit ihr zusammengestoßen bin, fiel mir etwas ins Auge, das ich gerade bemerkt hatte, was mir fehlt. Da lag es, mein Handy.
Ich hob es auf und ging nach Hause, doch es war natürlich niemand da. Als ich mein Zimmer betrat, tat mir mein Chef, trotz der tatsache das er stets ein Arsch zu mir war, leid. Vorallem seine Familie musste jetzt eine schwere Zeit durchmachen, da kann ich nicht so einfach hass gegen ihn schüren.
Ich verbrachte etwas Zeit vor meinem PC, jedoch verging mir jeglicher spass recht schnell, musste ich doch stets an die heutigen geschehnisse denken. "Hrmpf... Was soll ich jetzt nur tun?" fragte ich mich. Und so ging ich etwas nach draussen, um etwas frische Luft zu schnappen.
Als ich gerade in einem Laden war, um mir ein paar Getränke zu holen, bekam ich ganz plötzlich ein Stechen im Herzen. Dies fühlte sich an als bekäme ich eine Herzattacke, jedoch verflog dieses Gefühl genauso schnell, als es auch kam.
"Alles in Ordnung mit ihnen?" fragte mich eine brummige Männerstimme. "Ja danke. Es geht mir gut, hab nur etwas mit dem laufen übertrieben." stammelte ich vor mich hin. Als ich den Mann ansah, war ich zuerst ganz schön verwundert, war dieser doch etwas sehr groß. Allemvorran war er ganz schön stemmig. "Du siehst mir aber nicht gerade sonderlich gesund aus. Ganz sicher das alles okay ist?" stocherte er nach. "Ja ganz sicher. Ich mach mich jetzt gleich auf den weg nach Hause." erwiderte ich.
Ich war gerade dabei zu bezahlen, da begegnete ich schon wieder dieser jungen Dame, die gerade den Laden verlies. "Wie kann es sein das ich ihr ständig über den Weg laufe?" fragte ich mich leise. "Verzeihen sie?" entgegnete mir die Verkäuferin.
"Oh entschuldigen sie! Ich hab gerade etwas vor mich hingeplappert, ich meinte nicht sie." antwortete ich etwas nervös. Als ich meinen Blick nochmal der Frau entgegnen wollte, merkte ich schnell das sie schon weg war. So hab ich gezahlt und versuchte ihr noch irgendwie nachzukommen. Wollte ich sie doch fragen, wie sie denn meinen Namen aufschnappen konnte.
Leider war sie schon außer Sicht, wodurch ich entäuscht wieder nach Hause ging. "Diese Frau... Sie ist mir irgendwie nicht ganz geheuer. Wie kann es sein das sie meinen Namen weiss und sie mir ständig über den Weg läuft?" grübelte ich.
Zuhause angekommen, waren auch meine beiden Schwestern und meine Mutter schon da.
"Johnathan, da bist du ja! Ich hab gehört was passiert ist." begrüßte mich meine Mutter. "Ist es sehr schlimm? Musst du dir etwas anderes suchen?"
 

Derethevil

Guest
Kapitel 1 (Teil 2)

"Mum, lass gut sein. Ich bin noch jung, das war bestimmt nicht mein letzter Job!" erwiderte ich ihr etwas erzürnt. "Hör doch endlich mal auf, alle immer so anzuschnauzen, John!" sprach Josephine.
"Ja tut mir leid! Ich geh auf mein Zimmer." seufzte ich auf. Dort angekommen lag ich mich aufs Bett und began etwas mit meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Tagträumen. Mir kamen die verrücktesten gedanken.
Diese Frau sei von der Regierung und ich hab irgendetwas geheimes an mir, das sie sich jetzt wieder zurückholen wollen. Oder das sie vielleicht ein Außerirdischer ist und mich als potenziellen Kandidaten für ihre grausamen Tests missbrauchen wollen.
Ettliche spinnereien später, kuckte ich auf die Uhrzeit. "Was schon wieder fünf Uhr Nachmittags? Mensch vergeht die Zeit." sabbelte ich und ging an meinen PC. Dort recherchierte ich wieder etwas im Internet. Über Drachen, darüber ob der Staat tatsächlich eventuell versuche an wehrlosen Bürgern wie mir machen könnte oder ob Außerirdische wirklich so schlimm sein würden, wie es in den Filmen immer dargestellt wird.
Als es auf Mitternacht zuging, wollte ich mich eigentlich nur noch ins Bett begeben und etwas Schlafen. Gegen zwei Uhr früh jedoch, drang ein kurzer Lärm von meinem Balkon. Sofort sprang ich auf und kuckte nach was da los ist. Auf dem Balkon untersuchte ich, was diesen Lärm verursacht hatte, jedoch kam ich auf keine sonderliche Lösung. Auch meine Familie schlief seelenruhig weiter. So beschloss ich mich auch wieder ins Bett zulegen, als plötzlich hinter mir eine Stimme erklang.
Eine Stimme, die ich schon einmal gehört hatte. Diese herrische weibliche, jedoch schöne Stimme. Es war ganz eindeutig diese Frau.
"Du bist nicht sonderlich zufrieden mit deinem Leben, stimmts Johnathan?" - "Wo sind sie? Wer sind sie? Wie heissen sie? Was wollen sie von mir?" entgegnete ich.
"Nana! Nicht so aufgeregt. Ich mag es nicht, wenn man mir die Worte aus den Mund ziehen möchte!" erwiderte sie und kletterte vom Dach auf den Balkon. "Also? Du möchtest wissen wer ich bin? Das erfährst du noch früh genug, Johnathan Earlshore." - "Wie? Was? Verraten sie mir ihren Namen und woher Wissen sie meinen Namen? Kenne ich sie?" fragte ich angespannt.
"Wie ich heisse? Hmm.. Meinen Namen würdest du nicht verstehen. Aber du darfst mich Amber nennen, wenn du möchtest." sagte sie mit einer beruhigenden Stimme.
"Amber? Ok! Amber. Woher kennst du meinen Namen? Wieso lauerst du mir auf? Sind sie von der Regierung? Antworten sie mir bitte!" stammelte ich aufgeregt vor mich hin.
"Es gibt keinen Grund so aufgeregt zu sein, John. Ich bin nicht von der Regierung und auch kein Alien oder irgendein Monster das dir was antun möchte. Aber ich kann nicht länger bleiben, da ich mich mit meinem Rat treffen muss. Also bis dann!"
"Halt stopp! Wie wollen sie denn von hier weg? Sie sind auf meinem Balkon!"
Aufgeschreckt sprang ich aus meinem Bett. "Das war nur ein Traum?" schluchzte ich. "Das reicht! Morgen fahr ich mal etwas runter mit meinem ständigen Zocken und meiner ständigen Tagträumerei." entschloss ich mich. "Trotzdem ist das etwas seltsam. Wie kann ich von ihr Träumen und darüber hinaus, warum war der Traum so real?"
Ich versuchte ein paar klare Gedanken zu fassen und legte mich wieder ins Bett. Am nächsten Tag ging ich erstmal zu meiner Arbeitsstelle. Vielleicht hat sich ja der Sohn von Steffen dazu entschlossen den Betrieb doch zu übernehmen, selbst nach den heftigen Streit den sie beide mal hatten. Dort angekommen schüttelte die Sekretärin jedoch nur mit dem Kopf und bedauerte, das es eventuell tatsächlich zur schließung des Betriebs kommt.
So ging ich wieder und besuchte meinen Imbiss um mir da eine Currywurst zu bestellen. Samt Currywurst setzte ich mich in den nahegelegenen Park und fing schon wieder damit an. Ich begann wieder diese tagträumerei, obwohl ich mich dazu entschlossen hab, dies sein zu lassen.
Letztlich riss mich eine bohrende, allzu bekannte Stimme aus meinen Gedanken.
"Na du Aaliger? Wie gehts denn so?" Er war es tatsächlich. Es war Manuel.
"Was machst du denn hier? Träumst etwa schon wieder vor dich hin du Pfeife?" verspottete er mich. "Sag mal, hast du zufällig etwas kleingeld einstecken? Ich würd mir gern ein Bierchen kaufen."
"Nein Manuel, hab ich nicht! Nicht für dich!" züngelte ich zurück. "Oha! Wer wird hier denn gleich frech werden? Du brauchst mal wieder ein paar auf die Kalkleiste, damit du verstehst wo du zu sein hast, was?"
Und schon flog mir seine Faust entgegen und traf mich direkt auf die Schläfe. Mit einem Satz ging ich zu Boden und merkte nur noch ein paar tritte von ihn, als er plötzlich einen Aufschrei von sich gab: "Aaahhh! Was? Was war das?"
Unter Schmerzen lief er davon und krächzte rum, als würde er brennen, was er jedoch ganz bestimmt nicht tat.
"Warum wehrst du dich nicht?" Drang eine Stimme in mein Ohr. "Ich möchte ganz bestimmt..." wollte ich erwidern und drehte mich dabei um. "... niemanden weh tun."
Es war sie! Diese schöne junge Frau.
"Nun ich kann verstehen das du niemanden verletzen willst, aber ist es richtig sich dann selbst dadurch in Gefahr zu bringen?" fragte sie mich zünisch. "Ach wissen sie, ich könnte mich mit leichtigkeit wehren, jedoch würde letztlich ich dann wieder derjenige sein, der dafür büßen darf." brachte ich ihr entgegen.
"Trotzdem solltest du dich dann zumindest etwas zur Wehr setzen. Es kann nicht immer jemand da sein, der dir hilft." tadelte sie mich. "Sie haben ja recht, aber was haben sie mit ihm getan, das er so schnell die Flucht ergriffen hat?" bohrte ich nach.
Da streckte sie mir ein Fläschchen Pfefferspray entgegen und sagte: "Selbst der größte Mann, wird mit dem hier zum kleinen, winselnden Welpen."
"Ich danke ihnen für die Hilfe, Miss?" - "Cyrillia" erfuhr ich.
"Cyrillia? Was für ein ungewöhnlicher Nachname." antwortete ich lächelnd. "Findest du? Nun falls er dir nicht gefällt, darfst du mich auch gerne Amber nennen."
Da traf es mich wie ein Schlag. Genauso hies sie auch in meinem Traum! Ist das jetzt ein reiner Zufall? Da fiel mir es sofort wieder ein.
"Moment, woher kennst du eigentlich meinen Namen, Amber?" stocherte ich sofort nach. "Ganz einfach, wie ich am Montag auf den Bus gewartet hab, hast du gegenüber an diesen Haus gearbeitet, da schrie, so glaube ich zumindest, dein Chef deinen Namen. Daher hab ich ihn mir wohl gemerkt." entgegnete sie mir.
"Achso, ja stimmt." nuschelte ich in mich hinein. "Wo bleiben meine manieren? Kann ich mich irgendwie erkenntlich zeigen? Darf ich dich auf etwas einladen?" fragte ich angespannt und dachte sofort drüber nach: "Oh Gott, was machst du denn da? Du kennst sie nicht und lädst sie jetzt schon auf was ein?"
"Gerne, aber belassen wir es auf einen Spaziergang im Park" erwiderte sie mir. "Das ging ja nochmal gut." so dachte ich.
Nach einer Stunde im Park und langen gerede darin, musste ich sie einfach diese dumme Frage stellen: "Ich habe dich vorher noch nie hier gesehen. Bist du neu hier in der Stadt? Ich meine ich sehe dich in letzter Zeit ziemlich oft."
"Nunja ich bin vor etwa zwei Wochen hierher gezogen, nachdem ich etwas länger über mein Leben nachgedacht hatte. Aber ich hab mich eigentlich relativ schnell eingewöhnt, wenn ich das so behaupten darf." brachte sie entgegen.
"Was schon spät? Tut mir leid Johnathan, ich muss jetzt leider gehen, wir werden uns bestimmt wiedersehen! Bis dann!" sagte sie aufgeregt und zog von dannen."Augenblick! Wann werde ich dich wieder sehen?" rief ich nach, jedoch hörte sie es schon nichtmehr, weil sie schon zu weit weg war. "Mist!" dachte ich.
Nachdem ich sie nichtmehr sehen konnte und ich nichtsmehr vorhatte, ging ich nach Hause. Dort angekommmen, wurde ich erstmal wieder von meinem Vater aufgehalten.
"Was hast du dir denn jetzt wieder eingefangen?" stauchte er mich erzürnt an. "Lass ihn doch einfach in ruhe, Tom!" unterbrach ihn meine Mutter. "Wenn ihr jetzt wieder anfängt, dann zieh ich endgültig aus!" schmiss meine ältere Schwester in den Raum.
Ich ging eiskalt in mein Zimmer und sperrte mich ein. Seufzend fragte ich mich: "Will ich das wirklich noch ewig mitmachen?" und ballte meine Faust zusammen und schlug gegen die Tür. "Irgendwann dreh ich noch durch mit euch!" schrie ich auf und trommelte mit den Fäusten gegen die Tür. Daraufhin hört ich Porzellan zerdeppern und wusste sofort, meine Eltern sind wieder dabei sich zu streiten.
Über ein Kabel stolpernd, betrat ich meinen Balkon und legte mich in den Liegestuhl. Es dämmerte bereits. Am Horizont konnte man nur noch einen Streifen Helligkeit wahrnehmen.
Ich döste vor mich hin, als mich plötzlich, unter dem Geschrei meiner Eltern, eine vertraute Stimme aufschreckte: "Machst du das öfter mit?"
Verdutzt sah ich mich um, als ob mich Gott ansprechen würde, da ich zuerst niemanden ausfindig machen konnte. "Hier oben links, auf der Dachterrasse!"
Da war sie, meine jüngere Nachbarin, die auf ihre 17 zuging. "Ich höre deine Eltern in letzter Zeit öfter streiten, alles okay?"
"Oh! Da bist du Melina. Verzeih, das du es wieder alles mitanhören musst. Sie streiten mittlerweile schon fast um kleinigkeiten. Wie zwei kleine Kinder um ein Bonbon." lächelte ich mit augesetzter Miene entgegen.
"Du musst nicht so tun, als kämst du damit zurecht, John" erwiderte sie mein, als sie merkte, das ich nicht wirklich gut gelaunt bin. Ich kenne Melina jetzt seit wir hier hergezogen sind. Das dürften in etwa vier Jahre sein. Trotzdem hab ich sie stets nur alleine gesehen. Wie als würde sie dort alleine Leben.
"Sag mal Melina. Ich sehe dich stets nur alleine, ohne das mal einer deiner Eltern bei dir ist." bemerkte ich ihr gegenüber. Sie erwiderte ganz plötzlich und stotternd: "Das.. Das ist recht einfach! Meine Eltern... Meine Eltern.... Sie verreisen oft! Ja, genau! Deshalb passt stets ein Kindermädchen auf mich auf!" Schnell merkte ich aber, das da irgendetwas faul war.
"Wie heisst denn dein Kindermädchen?" fragte ich etwas höhnisch. "Ehm.. Amb... Ammelie! Ammelie heisst sie ja. Aber sie ist gerade einkaufen gegangen." stotterte sie hinterher.
"Amb... Ammelie?" schwirrte mir im Kopf herum. "Das klang doch so, als wollte sie Amber sagen. Hat sie mit ihr etwas am Hut?" fragte ich mich.
"Nunja. Ich muss nun wieder rein, Ammelia kommt gleich und ich soll noch etwas aufräumen, bis dann!" sagte sie während sie zügig hinter dem Dachvorsprung verschwand.
"Moment mal! Hatte sie nicht gesagt ihr Kindermädchen hieße Ammelie nicht Ammelia?" überlegte ich und ging in mein Zimmer.
Es war schon neun Uhr und ich begab mich noch etwas in mein Spiel, jedoch wurde mir schnell langweilig und ging ins Bett.
Diese Nacht verbracht ich äußerst unruhig. Alle zwanzig Minuten sprag ich auf und war Schweiß gebadet. Ich träumte jedes eine mal schlecht, jedoch hatte ich nie Erinnerungen daran was es war. Es war wie ein schwarzer Schleier der sich über meinen Kopf gelegt hatte.
Gegen 7:30 Uhr, war es für mich mehr als Zeit aufzustehen. Meine Mutter klopfte auch gleich an der Tür, begierig zu Wissen, ob ich frühstücken wollte. "Ja ich komme gleich Mum!" rief ich und machte einen Satz aus dem Bett.
Am frühstückstisch angekommen, stierte mich mein Vater mit einem Blick an, als wolle er sagen: "Du bist an allen Schuld!" Doch stattdessen hörte ich nur: "Wir lassen uns scheiden!" Mit einem Blick, als würde gleich die Welt unter gehen, seufzte meine Mutter auf. "Letztendlich, konnte man nichts anderes von euch beiden erwarten." antwortete ich und ging zurück auf mein Zimmer mit meinem Frühstück.
Gegen zwölf ging ich außer Haus und spazierte in den Park, in der Hoffnung, sie wiederzusehen.
Knapp eine Stunde darauf, kam mir ein älterer Herr entgegen und spürte wohl, das es mir nicht so gut ging. "Warum denn so bedrückt, junger Mann?" eröffnete er. Er hatte einen Blick als wolle er mich Muster und als sich unsere Blicke trafen, sah ich seine etwas gelblichen Augen.
"Ach... Es ist nicht so schlimm, Sir. Nichts das ich nicht schon lange kommen gesehen hab." murmelte ich, während meine Hände wieder zusammengepresst eine große Faust bildeten. "Ich mag vielleicht ein alter Drache sein, aber ich merke noch, wenn man mich anlügt." zischte er.
"Tut mir leid, Sir!" stammelte ich, als meine Worte irgendwie die unruhe in mir nur verschlimmerte. "Großvater, wie kommst du denn hier her?" ertönte eine mir etwas vertraute Stimme, es war sie. "Verzeiht, John. Eigentlich sollte er im Altersheim sein!" sprach Amber, während sie mit den letzten Worten, den Mann mit einen kritischen Blick ansah.
"Nun, Amber, dann kümmere dich mal um unseren Jonathan hier." sagte er und stand auf und ging. "Moment! Woher kennt er jetzt meinen Namen?" flüsterte ich fragend in mich hinein. "Ich hab mit ihn gestern über dich gesprochen, daher kennt er dich." entgegnete sie mir als sie sich neben mir hinsetzte. "Also erzähl mal, was ist passiert?"
"Ach nichts sonderliches. Meine Eltern trennen sich." schnaubte ich. "Ohje, du ärmster. Ich hoffe das alles gut geht für dich, aber sieh es so. Wenn sie sich nicht vertragen und dadurch nicht auskommen, ist es doch nur umso besser, das sie das tun." sprach sie und legte ihre Hand auf meine Schulter.
Diese war für mich, als würden meine Sorgen einfach so verpuffen. Auch wurde mir dabei ganz warm, als würde sich eine von Feuer erhitzte Hand auf meiner Schulter ruhen.
"Ich kenne hier schon ein tolles Café, möchtest du mit?" fragte sie und mir ging dabei das Herz fast auf. Bejahend stand ich auf und folgte ihr.
Im Café angekommen, tauschten wir uns eine Zeitlang aus. "Und deinen Opa besuchst du hier also regelmäßig?" fragte ich sie, als ich sie ständig ansehen musste. Sie war einfach wunderschön. Ihr langes, glänzendes schwarzes Haar, ihr schönes, leicht blasses Gesicht, ihre schönen gelblichen AUgen. Sie setzte ihre Tasse ab und antwortete: "Ja, dies ist einer der Hauptgründe, warum ich hierher gezogen bin."
"Du lebst also allein?" bohrte ich hinterher. "Ja. Ja nachdem meine Eltern dem Schwarz-Herz-Syndrom erlagen, ging ich hierher. Ich dachte es wäre gut, einen neuanfang zu wagen." seufzte sie.
"Das tut mir leid, ich wollte dich nicht damit aufwühlen!" seufte ich ihr ebenfalls entgegen und sie sagte sofort: "Keine sorge, ich hab damit schon abgeschlossen, das kann mich nichtmehr verletzen."
Nach dem ich dies erfuhr, war meine Sorge schon fast verflogen, als ich merkte, dass meine Eltern auch selbst nach der Trennung noch da sein werden. Als wir das Café verlassen haben, schloss sie mich in ihre Armee und sagte: "Bald wird alles wieder gut, vertrau mir!" und ging daraufhin sofort nach Hause. Nachdem ich mich verabschiedet hatte, machte ich mich auf meinen Rückweg.

Als ich die Seitengasse, in Richtung meinem Zuhause, betrat, passierte etwas an das ich mich lange Zeit erinnern werde.
 

Derethevil

Guest
Gerade im Bett. Der Kopf plärrt ununterbrochen herum. Keine möglichkeit irgendwie ruhe zu finden.

Dann steh ich eben wieder auf, aber weiß trotzdem nichts was ich tun könnte.

Als ich wieder durch meine Ordner am Desktop durchblättere, sah ich wieder meine Dokumente der Geschichte hier und dachte... ich könnte echt mal wieder daran arbeiten.

Deswegen frag ich jetzt einfach unverschämt, jeden der alles bisher gelesen hat und mir eine Meinung dazu geben kann.

Soll ich die Geschichte weiterführen, oder sieht man keine Hoffnung? (Ich versuche eine Umfrage aus dem Thread zu machen)
Gebt mir also bitte eure ehrliche Meinung. Wenn es wirklich genug sind, dann werde ich mir etwas Zeit nehmen und gedanklich wieder komplett in die Geschichte eintauchen um sie mal wieder ordentlich weiterzuführen.
 

Tyger

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13 Aug 2012
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2.494
Auch wenn das jetzt böse klingt: Der epische Roman mit vielen, vielen Kapiteln ist das, woran sich jeder Schreibanfänger als Erstes versucht, bevor er mit dem Schreiben ernst macht oder es bleiben lässt. So ca. eins von tausend solcher Werke wird fertig und durchweg lesbar - wenn überhaupt. Naja, vielleicht wird das hier ja so ein Tausendstes ...
 

Fiete Langohr

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2.628
Das ist ja mal interessant. Du möchtest von anderen gerne den Anstoß dafür haben deine Geschichte fortzuführen. Macht dir das Schreiben keinen Spaß? Empfindest du das Schreiben als Belastung und zu hohen Aufwand? Wenn du beides bejahen musst, rate ich dir, es sein zu lassen.
Fehlt es dir momentan nur an Lust oder einer guten Idee, um die Geschichte weiterzuentwickeln, dann lass dir einfach noch etwas Zeit, bevor du weiterschreibst. Schreibfluss und gute Ideen kommen wie Stimmungen.
Ich beteilige mich nicht an der Abstimmung, weil ich denke, dass du das nur für dich entscheiden kannst. Ich kann dir aber gerne sagen, dass die Geschichte zumindest interessant beginnt und mich neugierig auf mehr gemacht hat.
Zu deinem Stil: da schließe ich mich Christian an und gebe dir den Tipp, dir beim Erzählen etwas mehr Zeit zu lassen. Versuch Atmosphäre in den Situationen zu schaffen, indem du auf mehr Beschreibungen und Ausschmückungen setzt, damit der Leser sich ein besseres Bild machen kann.
 

Derethevil

Guest
Nein ich sehe es nicht als Belastung, ein muss, etc.
Die frage galt eher dem Inhalt selbst.

Wenn die Geschichte überhaupt gar keinen anklang findet, dann würde ich ungern die Zeit damit verschwenden, die Geschichte dort weiterzuführen, wo nicht einmal jemand liest, sondern gegebener maßen neu anfangen/aufsetzen, oder eine andere erdenken.

Das war eher was ich gemeint hatte.
Das schreiben macht mir Spaß. Sehr viel sogar.
Und wenn ich nicht lust hätte weiterzuschreiben, dann würde ich dies nicht fragen.

Also um es zu verdeutlichen.
Ich frage nach ob die Geschichte bislang (abgesehen von Fehlern, Verbesserungswürdigkeiten, etc) würdig ist gelesen zu werden.
Und so wie sich das anhört ist sie dies ja.
Genau das möchte ich damit ja wissen.
 

Derethevil

Guest
So.
Nachdem letztlich doch einige sagen, ja, ich solle sie fortführen, werde ich mich ransetzen und mich wieder in die Geschichte einlesen.
Wann es etwas neues gibt, kann ich nicht direkt sagen.
Habt Geduld.

Mfg,
Derethevil.
 

Derethevil

Guest
Kurze Info.
Nachdem mein Rechner jetzt den Geist aufgegeben hat, sind die Fortschritte die ich in letzter Zeit erzielt hatte leider genauso tot, wie meine Geduld mit dem jetzigen System.
Ich werde ab nächster Woche stark an einen neuen System arbeiten (Geld sparen) und erstmal sehr selten an den Rechner gelangen. Daher wird erstmal nicht nochmal angefangen.

Die neuen, knapp 3 Seiten, die ich fertig hatte sind leider mit der Festplatte in den ewigen Jagdgründen gelandet.
 

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