Peinlichkeiten und wie man den Spieß umdreht

Wimasimba

Guest
Vor einigen Jahren fuhr ich meinen Cousin in's Krankenhaus, seine Mutter begleitete uns.
Dort angekommen ging es dann mit Ihm zum Röntgen. Wir warteten Außerhalb des Bereiches in einer Wartebucht in der Notaufnahme.
Einige Zeit später gingen zufällig eine kleine Gruppe Krankenpfleger oder Ärzte weiter unten im Flur aus dem Röntgenbereich und unterhielten sich, während sie den Flur weiter hinunter gingen.
Meine Tante jedoch erhoffte sich wohl einige Informationen über ihren Sohn, und begann an der Ecke so auffällig zu lauschen, dass es mir schon Peinlich wurde...

Doch ganz unverhofft näherte sich meine Rettung aus der anderen Seite des Flurs: Ein guter Bekannter der als Krankenpfleger hier arbeitete. In voller Dienstkleidung mit um gehängtem Stetoskop kam r schon leicht grinsend an uns vorbei.
Die Gelegenheit!
Da meine Tante noch nicht auf ihn aufmerksam wurde, sprach ich ihn mit ernster Miene an:
"Entschuldigen Sie Herr Doktor, könnten Sie meiner Tante bitte Ihr Stetoskop leihen, damit sie besser lauschen kann?"

Was jetzt kam war einfach nur Perfekt: Mit ebenso ernster Miene antwortete Er:
"Es tut mir aufrichtig Leid, aber ich brauche das selbst. Ich werde aber einen Kollegen verständigen, damit Er Ihrer Tante eins vorbei bringt."

Danach schaute ich wieder zu meiner Tante. Mit hoch rotem Kopf starrte Sie mich an.
Wenn Blicke töten könnten...
 

Wimasimba

Guest
Das Geschehen liegt zwar schon gute 15 Jahre zurück, aber es sind solche Geschichten die in mir die Erinnerung an meinen verstorbenen Cousin lebendig halten. Wir haben schon viel Scheiß gemacht, und auch viel schönes und lustiges erlebt. Somit wird das auch nicht die letzte Anekdote bleiben.

Uwe ich werde dich nie vergessen.
 

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