Neuste Version von Luchsentraum - Eine abenteuerliche Reise

hanna1984

Frischling
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[FONT=Arial, sans-serif]Hallo ihr Lieben, hier eine neue Leseprobe aus Band 1: Luchsentraum - Eine abenteuerliche Reise. Es geht um Luchsmenschen und es kommen gleichgeschlechtliche Beziehungen vor. In dem ersten Band kommen zwei homoerotische Szenen vor, die sich aber weiter hinten im Buch befinden.

LG Hanna



Luchsentraum – Eine abenteuerliche Reise
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[FONT=Arial, sans-serif]1. Kapitel[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Unsanft fuhr Jordan aus dem Schlaf hoch. Wie jeden Morgen rissen ihn das Zischen und der Knall aus den Träumen. Müde schlug er die Decke zurück und setzte sich auf, wobei er leise stöhnte. Jordan rieb sich den Rücken und fluchte, während er zu dem steinernen Lager schielte, auf dem er geschlafen hatte. [/FONT]
„[FONT=Arial, sans-serif]Verdammte Pritsche“, knurrte er, rubbelte sich das bernsteinfarbene Auge und rückte seine Augenklappe zurecht. Müde stand er auf und sah sich im Raum um[/FONT][FONT=Arial, sans-serif]. [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]Die Wände der Hütte waren durch den Ruß offener Feuerstellen verdreckt und ein anderer Teil der Wände war mit Sprühlack beschmiert. Die Decke war kahl und löchrig, alle Fensterscheiben in dem Raum zerbrochen, sodass das Zimmer kalt wirkte. Es gab keine Lampe, nichts erzeugte ein Gefühl an Gemütlichkeit und es war noch dazu armselig möbliert. In der Ecke stand nur ein Schränkchen, hinter dessen kaputter Tür Ratten nisteten und das somit unbrauchbar war. Jordan besaß ohnehin nichts, was er hätte verstauen müssen. Neben dem Schrank lagen von den Ratten angenagte Holzstücke. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Wie bin ich nur hierhergekommen?[/FONT][FONT=Arial, sans-serif], fragte er sich, während er unbeholfen in Richtung Tür tappte.[/FONT]



[FONT=Arial, sans-serif]Ein erneuter Knall ließ ihn zusammenzucken. Von draußen ertönte eine raue Stimme: „Lusapiener, aufstehen! Los, raus aus den Hütten, ihr faulen Säcke, die Arbeit wartet!“[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Unwillkürlich legte Jordan die Ohren an, ein Grollen stieg in seiner Kehle auf. Jeden Morgen hörte er den Ruf des Wächters – und er hasste ihn. [/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Den Weckruf hasste er deswegen, weil er der Beginn eines neuen Tages war, der im selben Rhythmus wie alle anderen ablief: Schwere Säcke mit verdorbenem Fleisch oder Knochen schleppen, tote Tiere oder leblose Lusapiener verbrennen; das waren die Arbeiten, die ihm aufgezwungen wurden. Alle vierundzwanzig Stunden die gleichen Aufgaben. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Jordan trat nach draußen und kniff die Augen zusammen, fletschte die Zähne und verzog das Gesicht, als die Helligkeit seine Augen zum Schmerzen brachte. [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]Dieses verdammte Licht[/FONT][FONT=Arial, sans-serif], fluchte er in Gedanken. Schützend hielt er sich den Arm vor das rechte gesunde Auge und wandte den Blick zum Boden hinab. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Er würde die Helligkeit nie lieben. In seiner Kindheit hatte er in der Dunkelheit zurechtkommen müssen, denn seine Luchsmenscheltern hatten ihn in eine finstere Höhle gesperrt. Er hatte verzweifelt versucht, sich zu befreien, die Tür war jedoch immer fest verschlossen gewesen. Er hatte geschrien und geweint. Seine Eltern hatten seine quälenden Rufe ignoriert und gehofft, Jordan würde zur Vernunft kommen. In dieser Höhle gab es kein Licht, die Fensteröffnungen waren mit Brettern fest verriegelt und ließen keine Helligkeit hindurch.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Jordan versuchte sich zu sammeln und war schlagartig zurück in der Realität. Nachdem er sich an das Tageslicht gewöhnt hatte, reckte Jordan seine behaarten, muskulösen Arme in die Luft, gähnte laut und seine Fangzähne blitzten auf.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Von der Statur her war er eher kräftig gebaut, in seinem kurzen, schwarzen Haar klebten noch die Aschereste vom Vortag, sein zerfetztes Hemd hing schlaff an seinem Körper. Auf der rechten Wange begann eine Narbe unter seinem Auge und endete am Mundwinkel. Jordans grau-braunes Fell war mit Dreck beschmiert. Er hatte sich eindeutig nicht mehr gepflegt, seit er hier im Straflager war. [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]Wozu auch[/FONT][FONT=Arial, sans-serif], dachte er. [/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Erneut ertönte ein Knall. Jordan bekam eine Gänsehaut, die sein Fell wie elektrisiert vom Körper abstehen ließ. Er hechelte panisch, schaute sich hektisch um und sah deutlich das Gesicht seines Vaters vor sich; voller Zorn. Sein Vater schaute ihn ebenso kalt an, wie es sich in Jordans anfühlte, wenn er daran dachte, dass seine Familie abseits vom Clan Dustler lebte. Er verstand einfach nicht, warum seine Eltern jeglichen Kontakt vermieden. [/FONT]
„[FONT=Arial, sans-serif]Beweg dich endlich“, ertönte eine raue Stimme, die Jordan nicht sofort zuordnen konnte. Er schüttelte sich und schaute auf. Augenblicklich traf ihn der hasserfüllte Blick seines Aufsehers Elidor. Schlagartig war Jordan wieder im Hier und Jetzt. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Unter den aufmerksamen Augen seines Wächters nahm er die Arbeit auf und stemmte den ersten Sack Müll auf seiner Schulter, um ihn zu einem Unratberg zu schleppen, wo die ganzen Stallabfälle gesammelt wurden. Durch die schwere Last, stöhnte er hörbar auf und versuchte durch mehrere Wechsel der Tragetechnik, die Last erträglicher zu machen. In krummer Haltung, ging er langsam voran und schnaubte hörbar. „Diese Drecksarbeit“, fluchte Jordan. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Er atmete schneller und warf einen Blick auf seinen Wächter, der gerade mit der Peitsche ausholte und schrie: „Schneller, du fauler Sack. Aufrecht gehen und los.“ [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Jordans Pfoten schmerzten unter dem Gewicht des Sackes. Er presste die Zähne aufeinander, während er sich mühselig weiter vorwärts schleppte. [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]Noch ein paar Meter.[/FONT][FONT=Arial, sans-serif] Erschöpft blieb der Kämpfer Jordan stehen und atmete tief durch. Zu allem Überfluss konnte er nicht verhindern, dass er abdriftete und erneut in seine Gedankenwelt abtauchte. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Sein Luchsmenschvater bestrafte ihn, wenn er fluchte, oder nicht schnell genug seine Pflichten erledigte. Jordan konnte aber nicht anders. Da er als Einzelkind aufgewachsen war, hatte er keinerlei Erfahrung, wie man sich benahm. Seine Eltern hatten ihm nicht beigebracht, wie man sich kleidete oder pflegte. Jordan vermutete, dass er ihnen lästig war. Er schüttelte sich als er daran zurück dachte und wurde ernst. Er war es leid. Egal, wie er sich verhalten hatte, es war nicht richtig gewesen. Jetzt war er hier, an einem Ort, an dem er nicht sein durfte wie er wollte. Er wurde unaufhörlich zurechtgewiesen. Ein Knall ertönte und er wurde schlagartig in die Realität zurück geholt. Sein Herz pochte. Ihm wurde heiß und er hechelte stärker. Was sollte das?[/FONT]
 

Mystic_wolf

Frischling
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Meiner Meinung nach Sehr gut geschrieben.

Ganz ehrlich, aber Deine Art zu (be)schreiben, zieht mich in den Bann. Ich bin kein großer Leser, aber hier hatte ich sofort die Bilder vor Augen. Erstaunlich trotz Bildschirm. Ich finde diese Leseprobe sehr gut, konnte mich sehr gut hineinfühlen. Und das macht es ja so schlimm. Armer Jordan.
 

Todai

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Nicht gerade mein Genre...aber ich hab nix zu meckern. Es ist gut geschrieben.
 

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