Namenlos

Mortis

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Woher er sie kennt würde bereits erzählt ;)
Ganz weit am Anfang in der ersten Stadt.

Ich danke euch beiden^^
Das Richard überlebt war so klar, dass es kein Zufall sein durfte xD
Alle "Zufälle" müssen unauffällige Pläne sein.
Ok mein fehler ^^'. Und Richard hat einen ehrenhafteren tod
verdient wenn er mal sterben sollte.
 
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Wieder mal ein toller Teil. Alles sehr schön geschrieben. Ich muss sagen, Schatten als plottender, blutrünstiger Protagonist gefällt mir sehr. Auch wenn mir die Jäger irgendwie leid tun.
Wenn ich mich nicht täusche bist du zum Ende hin ein paar mal zur Gegenwart gewechselt ("Ihr Opfer bedeutet nichts"). Nicht sicher ob das Absicht war.
So oder so, sehr schön. Freue mich wie immer auf den nächsten Teil.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Das kann gut sein, da es bei Gedanken ja auch die Gegenwart wäre, Gedanken aber nicht mit "" markiert werden.
Fiete hätte da bestimmt nen Tipp.
Danke ^-^
 
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Eine Art in der ich es bis jetzt häufig gesehen habe ist, die Gedankten in Kursiv zu schreiben und irgendwo zu erwähnen das es die Gedanken eines Charakters sind.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Teil 62

Die Zeit verging und Schatten wurde es leid nur da zu liegen und in den Himmel zu starren, insbesondere, da ihn mittlerweile die Sonne blendete. Er richtete sich auf und formte einen blutroten Drachen. Das Blut der Opfer steckte in jedem dieser Schuppen. Er ließ ein wohliges Schnurren erklingen, bei den Gedanken daran. Er beließ es bei der Größe von zwei Stockwerken. Man will ja Ressourcen sparen. Er begann zu grinsen, während er sich auf das Tor zubewegte. Dieses kribbelnde Gefühl durchströmte seinen ganzen Körper und er wusste genau was es war:
Das Gefühl unbesiegbar zu sein. Diese überhebliche, anmaßende Arroganz und sie fühlte sich so gut an.
Als er raus auf die fast verebbten Ruinen der alten Stadt trat, hörte er die Alarmrufe.
Er ließ ein metallenes Brüllen erklingen.
Ein gepanzerter Mann stürmte auf ihn zu. Schatten hielt kurz irritiert inne, eh er in ein hohles Lachen verfiel.
Als der Jäger bei ihm ankam schlug er wieder und wieder auf die Beine des Drachen. Schatten bemühte sich nicht auszuweichen. Das Gesicht des Mannes wurde blass, als er das getrocknete Blut von den Schuppen springen sah. Er sah zu dem Kopf der Bestie auf und entschied dessen Ruhe zu nutzen um den Bauch aufzuschneiden.
Es war hoffnungslos. Das Schwert verursachte kaum auch nur Kratzer auf den Schuppen des Albtraums.
Schatten ging über den Mann hinweg und schlug ihn kurzerhand mit seinem gepanzerten Schwanz weg. Die Rüstung polterte geräuschvoll über die Ruinen.
Schatten schaute hoffnungsvoll zu dem Jäger, doch der rührte sich nicht mehr.
Ungeduldig peitschte Schatten mit seinem Schwanz über den Boden.
Als er seinen Blick wieder auf die Lager richtete kamen ihm die nächsten verlorenen Seelen entgegen. Schatten machte sich bereit und bleckte seine Zähne. Ein bizarres Grinsen zierte sein Gesicht. Er konnte die Verzweiflung seiner Gegner förmlich schmecken. In ihren Augen war keine Hoffnung auf den Sieg, sondern der Wunsch das Unausweichliche hinter sich zu bringen.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Teil 63


Nur wenige Tagesreisen entfernt war von all dem nichts zu spüren.
Josy saß ihrem Gastgeber gegenüber und genoss gerade eine Mahlzeit.

In ruhigen Momenten wie diesen krochen all die unbeantworteten Fragen hervor. Diese Welt, ihre Fähigkeiten, ihre Vergangenheit, Schatten, die Jäger, der Echsenmensch vor ihr. Es war eine bittere Mischung aus Glück, Pech und Chaos. Die Flut an Informationen und Fragen drohte sie in solchen Momenten zu ersticken. Sie versuchte gelegentlich kleine Teile des Ganzen zu verarbeiten, doch jedes mal zogen selbst die kleinsten Teile Fluten hinter sich her.
Ein Geräusch holte sie aus ihren Gedanken. Ihr Gastgeber hatte sich angewöhnt sie mit einem Schnalzen aus ihren Gedankenfluten zurückzurufen.

Die Kommunikation zwischen den beiden Humanoiden war noch immer primitiv, doch ein paar Fortschritte gab es. Josy hatte ein besseres Verständnis für die Mimik dieser Art erlernt, jetzt wo sie selbst mit diesem Körper agierte, dadurch fällt es auch ihm leichter zu erkennen, was mit ihr vor sich geht. Sie hatten versucht Namen auszutauschen, doch ihre Schrift war zu verschieden und die Sprache der Echsenmenschen war stumm. Sie hatten schlichtweg keine Stimme.
Josy setzte sich etwas vom Tisch entfernt hin und betrachtete ihre Haut. Ihr Gastgeber gesellte sich zu ihr und beobachtete gespannt ihren nächsten Versuch Schuppen wachsen zu lassen.
Nach etwas Grübeln vergrub Josy ihr Gesicht in ihren Händen. Warum hatte sie nicht früher daran gedacht? Sie beschwor ihr Kettenhemd und ließ das Metall auf ihren Arm wandern.

Ihr Beobachter klatschte aufgeregt in die Hände. Er sprang auf und kam kurz darauf mit einer Hand voll Schuppen zurück. Josy unterbrach ihren Versuch das Metall zu formen und schaute verwirrt auf die Schuppen. Sie nahm eine in die Hand und hielt sie gegen das Licht. Es hatte wirklich nicht viel mit Metall gemein. Sie tastete den Rand genau ab und ließ das ihre Rüstung die gleiche Form annehmen. Es war jedoch eher eine Stulpe in Schuppenoptik. Es sah gut aus, war aber nicht das, was sie wollte.
Ihr Gastgeber nahm ihre Hand mit der Schuppe und schloss sie. Er zeigte auf die Metallstulpe und ahmte nach, wie das Metall aus Josys Körper verschwand und wieder hervor kam.
Wollte sie, dass sie die Schuppen aufnahm? Sie starte auf ihre geschlossene Hand. Es war ein ihr fremder Befehl. Sie spürte diese tote Schuppe nicht als Teil ihrer selbst. Sie öffnete die Hand und starrte die Schuppe an. Es wollte ihr nicht gelingen, es wollte ihr nicht einleuchten. Sie nahm eine Sanduhr aus dem Regal ihres Gastgebers und stellte sie auf den Tisch. Ihr mittlerweile etabliertes Zeichen für: „Das wird lange dauern. Warte nicht“.
Mit einem Nicken und Winken verabschiedete sich die Echse.

Nach einigen Stunden kehrte ihr Gastgeber zurück mit einem großen Buch in den Händen.
Josy hatte derweilen eine tote Schuppe in ihrer Metallstulpe stecken. Es war mit dem Metall verschmolzen, aber nicht absorbiert. Wenn sie das Metall aufnahm steckte die Schuppe fest an ihrer Haut. Dann kam ihr ein Lichtblick. Sie sah sich genau ihre Haut an, bis sie die kleinen Flächen sah, aus denen sie bestand. Sie versuchte ihre Form zu verändern und den Alterungsprozess zu beschleunigen. Die Veränderungen auf ihrer Haut waren befremdlich anzusehen, doch nach etwas probieren hatte sie mehrere blasse Schuppen in der Form der Schuppen ihres Gastgebers auf ihrer Haut. Sie umschlossen die fremde Schuppe und das Metall diente als unterstützende Ressource. Sie hatte die Materialien erfolgreich verschmolzen. Ihr Arm war fertig.
Sie Griff den Arm ihres Gastgebers, der es gerade noch schaffte das Buch wegzulegen, und Josy studierte genau die unterschiedlichen Schuppenformen an seinem Arm.
 

Mortis

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Da schaue ich nach decaden wieder vorbei. Und finde eine fortsetzung auf die ich lange gewartet habe xD.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Ah, dann sollte ich mit der Fortsetzung wohl weiter machen, wa?
 
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