Modest Mussorgski's PICTURES AT AN EXHIBITION als Inspiration?

Twillight

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Eigentlich gehört dieser Thread in den kreativ Bereich, aber keine der Unterkategorien dort passt dazu.

Modest Mussorgski's PICTURES AT AN EXHIBITION als Inspiration oder Motiv für Furry-Bilder? (Startpost genau lesen!!)




Die Idee ist folgende:

Vielleicht haben die hier an Bord befindlichen Künstler eventuell Lust sich mit dem Thema Modest Mussorgski's PICTURES AT AN EXHIBITION auseinander zusetzen und IHRE Bilder zum Thema, hier in diesen Thread zu posten.

Diejenigen die wissen um was es sich handeln, brauchen den nun folgenden Abschnitt nicht unbedingt lesen. Und können im zweiten Absatz die für sie wichtigen Infos zu der Idee lesen!!!

1. Für diejenigen die nicht wissen um was es sich bei PICTURES AT AN EXHIBITION handelt hier die Info:

Modest Mussorgski war ein klassischer Komponist der inspiriert durch den Besuch einer Ausstellung des befreundeten Malers Hartmann ein sehr berühmtes Stück klassischer Musik geschrieben hat.
"Bilder einer Ausstellung / Pictures at an Exhibition"
Das Stück beschreibt auf musikalischen Wege den Besuch einer Ausstellung. Die einzelnen "Tracks" des Werkes sind sozusagen Bilder die vom Zuhörer im Geiste betrachtet werden. Verbunden sind die "Bilder" durch die "Promenade", einer musikalischen Brücke verbunden. Man wandert dabei also im Geiste von einem Bild zum nächsten.
Die einzelnen Bilder (Tracks) heißen:
Der Gnom, Das alte Schloss, Tuileries (Ein Park in Paris), Bydlo (Der Ochsenkarren), The Ballet of the Chicks in theirt Shells, Samuel“ Goldenberg und „Schmuyle“, Limoges (Ein Markplatz), Die Katakomben, Die Höhle von Baba-Jaga, Das große Tor von Kiew

Für die einzelnen Definitionen zitiere ich hier mal Wikipedia:
Am Anfang steht die „Promenade“, die zwischen den nachfolgenden Stücken leicht verändert wiederkehrt. Mussorgski selbst sprach davon, dass die Promenade ihn selbst darstelle, wie er zwischen den Ausstellungsstücken umherwandere, um sie zu betrachten. Die Promenade taucht mehrfach in situationsangepassten Varianten als Überleitung zwischen den Stücken auf.
„Gnomus“ ist das erste Bild: Ein Zwerg, der linkisch auf missgestalteten Beinen herumhüpft. Die Musik schildert unterschiedliche Bewegungsformen des Gnoms: wild zappelnde Gebärden, unterbrochen von stocksteifer Erstarrung, wahnwitzige Sprünge, skurriles Hinken und Stolpern, düster drohendes Schleichen, das von eruptiven Schüttelanfällen unterbrochen wird. Ein Fortissimo-Ausbruch kombiniert das "Schleichmotiv" mit einer lamentoartigen chromatischen Abwärtsbewegung, so dass der Eindruck eines ebenso bedrohlichen wie schmerzverzerrten Voranquälens entsteht. Vor dem Hintergrund unheimlich schauriger Triller und Läufe in der Bassregion steigert sich des hinkende Stolpern der armseligen Kreatur bis hin zu grell dissonierenden Schreikrämpfen, bevor – nach einer als Schrecksekunde fungierenden Generalpause – der Gnom mit einem bizarren Zickzack-Lauf entschwindet. Dieser Lauf ist übrigens mit seinen beiden Vorschriften: con tutta forza (mit aller Kraft) und velocissimo (äußerst geläufig) eine besonders schwierige spieltechnische Herausforderung.
„Il vecchio castello“ – „Das alte Schloss“ wurde von Stassow ausgeschmückt mit dem Zusatz: „Vor dem ein singender Troubadour steht“. Es handelt sich um eine ruhige Romanze von wehmütigem Charakter (Andantino molto cantabile e con dolore). Die Begleitung sowie das Vorspiel und die Zwischenspiele zwischen den Strophen erinnern an das Spiel einer mittelalterlichen Drehleier mit ihrem durchklingenden Bordun-Bass.
„Tuileries“ geben das nachmittägliche Bild des berühmten Parks in Paris wieder: Tobende Kinder, die von ihren Gouvernanten eindringlich, aber vergeblich ermahnt werden. Die salbungsvollen Worte der Erzieherinnen werden von fröhlichen Einwürfen der nicht zu bändigenden Kinder unterbrochen.
„Bydło“ ist ein schwerer polnischer Ochsenkarren. Schwerfällig und breit kommt er daher; das Stück stellt die monoton rollenden Räder und die dumpf trottenden Schritte der Zugochsen akustisch dar. Obwohl schon von Anfang an fortissimo gespielt werden soll, erfolgt in der Mitte des Stücks eine nochmalige Steigerung durch akkordische Ausweitung des Satzes und die Vorschrift con tutta forza (mit aller Kraft). Gegen Ende wird die Musik immer leiser und leiser (perdendosi): das seltsame Gefährt verliert sich in der Ferne.
„Ballett der unausgeschlüpften Küken“: Hartmanns Bild zeigt einen Kostümentwurf für die Aufführung eines Balletts mit dem Titel Trilby. Die Musik zeichnet mit vielen Vorschlägen und Trillern das Bild von federleichten, quicklebendigen Küken, die vergnügt herumtrippeln, picken und piepsen.
„‚Samuel′ Goldenberg und ‚Schmuÿle′“ sind zwei Juden: der eine reich und behäbig, der andere arm und abgerissen. Das Motiv zu „Samuel“ Goldenberg ist dementsprechend breit und gewichtig, Goldenberg „spricht“ mit dröhnendem Bass. Ganz anders „Schmuÿle“: Er zeichnet sich durch ein nervtötendes Jammern und Gezeter aus. Die Repetitionen in der rechten Hand sind technisch äußerst anspruchsvoll. Am Ende des Stücks werden beide Motive zusammengeführt: die linke Hand spielt Goldenberg, die rechte Schmuÿle. Der Disput der beiden steigert sich und endet jäh mit der grellen Dissonanz eines übermäßigen Dreiklangs. Die lamentierende chromatische Schlusspassage (con dolore) suggeriert das Bild des offenbar unterlegenen Schmuÿle, der wie ein begossener Pudel davonschleicht, während ihm der "Sieger" noch einige abrupt eingeworfene Drohgebärden hinterherschickt.
„Limoges“ ist ein Abbild alltäglichen Markttreibens: Lebhaftes Gewirr, schreiende Verkäufer, streitende Marktfrauen. Am Ende beschleunigt sich das Tempo der das ganze Stück durchlaufenden Staccato-Bewegung bis hin zu einem wilden Wirbel, der sich mit accelerando nach oben schraubt und dann unvermittelt (attacca) in die Tiefen der im nächsten Bild beschriebenen Katakomben abstürzt.
„Catacombae“ und „Cum mortuis in lingua mortua“ stellen einen Gang Hartmanns durch die Pariser Katakomben dar. Das Stück hierzu spiegelt eine düstere Stimmung, die angesichts der aufgeschichteten Knochen und Totenschädel in den Katakomben von Paris leicht aufkommen kann. Lang hallende Akkorde erklingen teils mit brutal schockierender Wucht im Fortissimo, teils hallen sie leise und unheimlich aus den geheimnisvollen Tiefen der Gewölbe heraus.
Vor dem Teil "Con mortuis in lingua mortua" steht im Autograph folgende Notiz Mussorgskis: "Der lateinische Text lautet: mit den Toten in einer toten Sprache. Was besagt schon der lateinische Text? – Der schöpferische Geist des verstorbenen Hartmann führt mich zu den Schädeln und ruft sie an; die Schädel leuchten sanft auf." In der Musik scheint Mussorgski selbst die Schädel anzurufen: Vor dem Hintergrund eines schimmernden Tremolos im Diskant erklingt eine Mollvariante des Promenadenthemas abwechselnd in der Mittellage (Anrufung) und in düsterer Bassregion (Antwort aus dem Totenreich). Mit "mystisch" anmutenden Akkorden verklingt das Stück, eingetaucht in das allgegenwärtige Tremolo, das am Ende allein übrig bleibt und dessen immer leiseres Verklingen – wenn es ohne Löcher und dynamische Ausreißer geschehen soll – ebenfalls zu den pianistischen Problemen zählt, mit denen der gesamte Zyklus reichlich gespickt ist.
„Die Hütte auf Hühnerfüßen“: Baba-Jaga ist eine Hexe der russischen Volkssage. Sie wohnt in einem dunklen Wald, wo sie ahnungslos Vorbeikommenden auflauert, sie in ihre Hütte lockt und auffrisst. Ihr Häuschen steht auf Hühnerfüßen, damit es sich mit dem Eingang den Ankommenden zuwenden kann, egal aus welcher Richtung sie kommen. Sie selbst reitet nicht etwa auf einem Besen, sondern auf einem Mörser, den sie mit dem Stößel antreibt. Dessen wuchtiges Stampfen bestimmt den Charakter des wilden Hexenritts, den Mussorgski in den Eckteilen dieses Stücks beschreibt, während im Mittelteil die unheimliche Atmosphäre des Walddickichts beschworen wird. Für die unheimlichen Lockrufe der Hexe verwendet Mussorgski das „Teufelsintervall“ Tritonus.
„Das große Tor von Kiew“ bezieht sich auf den zeichnerischen Entwurf Hartmanns für ein Stadttor mit Glockenturm und einer kleinen Kirche im Innern. Durch ein vollgriffiges und durch Bassvorschläge "gewichtig" gestaltetes Thema beschreibt Mussorgski die majestätische Größe des Tores. Bei einer Wiederholung dieses Themas treten oktavierte Tonleiterfiguren hinzu, welche auf die reiche Ornamentik anspielen. Der sakrale Aspekt wird durch zwei eingeschobene Episoden im vierstimmigen Choralsatz angedeutet. Glockenartige Akkorde im Bass schaukeln sich durch Hinzutreten von sukzessive beschleunigten Mittel- und Oberstimmen zu einem reichhaltigen Geläute auf, in dem schließlich quasi apothetisch das Promenadenthema auftaucht. Nach einer weiteren Steigerung erscheint noch einmal das Anfangsthema in einer Form, welche die maximale Klangfülle des Klaviers ausschöpft, ja zu sprengen versucht und das vorangegangene "Glockenläuten" mit einbezieht. Nach einer erneuten Steigerungspassage, die das Läuten bis zum lärmenden Getöse anschwellen lässt, endet das Stück mit einer monumentalen Apotheose des Hauptthemas und gewaltigen Schlussakkorden.

Hier der komplette Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Bilder_einer_Ausstellung

Das Stück ist ursprünglich für das Piano geschrieben worden.

https://www.youtube.com/watch?v=fuUO6Gvyi8I

Aber viele Künstler haben schon ihre eigenen zum Teil berühmten Versionen gemacht:
-Orchesterfassung Maurice Ravel https://www.youtube.com/watch?v=HWV05rrE8LQ
-Rock Version von EMERSON,LAKE & PALMER: https://www.youtube.com/watch?v=4igIQ2TOASg (rarer Video-Mitschnitt aus den frühen siebzigern)
und
-Isao Tomita https://www.youtube.com/watch?v=CRJL1I53…ED0D503EF930AAA

2. Genug der Info. Kommen wir zur Sache:

Ihr, die Künstler dieses Forums, seid hiermit herzlich eingeladen wenn ihr Lust habt, euch mit dem Musikstück und seinen einzelnen Bildern auseinander zu setzen und eure eigenen Umsetzungen zu den "Bilders" dieses Musikstückes hier zu posten.
Entweder ihr könnt eure völlig eigenen Visionen bzw. Bilder zu den einzelnen Abschnitten kreieren,
oder ihr macht eure eigenen Variationen zu den bereits vorhandenen Beschreibungen der einzelnen Tracks bzw. "Bilder"

Das bleibt euch selbst überlassen. Euch und eurer Phantasie.

Das Ganze soll Anreiz und Inspiration sein.

Ich würde mich freuen wenn wenigstens ein paar Leuten diese Idee gefällt und sie Lust haben , Bilder zu dem Thema hier reinzustellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tyger

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Die Idee ist interessant. Das wäre gut als Gemeinschaftsprojekt für mehrere Künstler geeignet.
Ich würde vielleicht die Promenade malen, den Weg von einem Bild zum anderen.
 

Twillight

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Die Idee ist interessant. Das wäre gut als Gemeinschaftsprojekt für mehrere Künstler geeignet.
Ich würde vielleicht die Promenade malen, den Weg von einem Bild zum anderen.
Das hört sich schonmal gut an. So ist das Ganze auch gedacht. Das wäre schonmal ein guter Anfang. :)
 

Twillight

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Faelis und ich haben das Projekt:

"FURRY PICTURES AT AN EXHIBITION" gestartet und das erste Bild ist schon da:

FURRY PICTURES AT AN EXHIBITION - Part 1 : THE PROMENADE
 

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Twillight

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Bitte an die Moderation: Kann dieses Thema bitte in den Bereich von EURE KUNSTWERKE verschoben werden? Danke. ^^
 
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