künstlerisches Allerlei vom Folf

Mysterio

Lupo vulpes in fabula
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10 Nov 2009
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813
Ich habe mir nun endlich mal die Mühe gemacht und meinen alten "Kunstarchiv"-Ordner, aus meinen frühreren Realschüler-Tagen, entstaubt und sortiert.

Dabei bin ich auf mein erstes und letztes Gedicht gestoßen, was ich daraufhin auf den Computer übertragen und nochmal überarbeitet habe (Fehler etc.). Bilder und Fun-Stuff ist auch dabei, aber da werde ich mir noch überlegen, ob ich diese Sachen hier hineinstelle.

Jedenfalls die folgenden Zeilen enstanden in der Zeit, wo ich der Klassen-Aussenseiter und das Mobbing-Opfer war:

Sozialkritik an der heutigen Zeit

Es begibt sich zu einer Zeit
In dieser ist die Welt noch nicht so weit,
frei zu sein in allen Belangen,
wo man über seine Menschenwürde muss bangen.

Geächtet die Menschen sind,
jene denen die Gabe der Freizügigkeit zustimmt.
Die anderen Menschen zeigen seltsames Gebahren,
so die Freizügler ersticken in dieserlei Gram.
So setzen sie sich dennoch zur Wehr,
Sie Ihren Fluch und Segen ertragen müssen so schwer, so schwer.
gesellschaftliche Normen und die Geschichte sind schuld,
demnach heißt es für Freizügler "Geduld! Geduld!"

Die Menschen sollen in Toleranz und Offenheit sich üben,
dennch pfeiffen Sie drauf und folgen dem Sich-selbst-belügen.
Sind es Menschen die das eigene Geschlecht zur Sexualität vertreten,
so seien Sie gehasst, gemiden, verraten und getreten.
Kommt dazu ein qewisses Quentchen Verrücktheit,
dann kommt des Menschen Hohn und Spott groß und breit!

Selbst so manche "Freunde" und "Vertraute" folgen dem Mitläufertum,
und durch ihren Verrat erhalten sie sogar noch Ruhm!
Aber was für ein Ruhm kann dies schon sein,
sich über Andere zu stellen, zu richten, angeblich besser zu sein.
Man frage sich lieber ob man dadurch nun wirklich besser sei,
für die Dummen ist diese Antwort einerlei.
Lieber tanzt man auf der Freidenker Nase weiter herum,
verletzt Regeln der Fairness und stellt sich dumm.

Die Welt scheint unglücklicher Weise noch nicht bereit,
für solch eine Individualität scheint dummer Weise noch nicht die Zeit.
So sind die freien Geister dazu verdammt in einer unfreien Welt zu leben,
und sind daran gebunden zu träumen, zu hoffen und zu streben.
Und so finde auch ich schliesslich ein Ende meiner Rede.
Ich rebelliere für eine freie Zukunft, bin stolz wie ich bin und lebe.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mitch

Mitglied
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26 Jul 2009
Beiträge
1.092
Schön geschrieben :3 Aber auch traurig muss ich sagen :3
 

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Guest
Wow. *_*

Wunderschön geschrieben. Wirklich ein paar tolle Zeilen, wenn auch ziemlich traurig, da gebe ich Mitch recht.

Aber sagt die Wahrheit aus. :3
 

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