Inside out - Drinnen und Draußen

TomTam

Frischling
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8 Sep 2019
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Hi Pelzköpfe,
ich habe nun meine erste Erfahrung mit einem Fursuit gemacht. Yay!
Es hat mich ehrlich gesagt ein wenig geschockt oder sehr überrascht.
Warum?
Wenn ich mir die unzähligen Bilder von Furries anschauen, dann finde ich sie liebenswert und knuddelig und lustig und angenehm.
Aber als ich selbst in einem Fursuit gesteckt habe war das Gefühl eher unangenehm.
Heiss, dunkel, Schweiss, eingeschränktes Sichtfeld, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit.
Vielleicht habe ich auch etwas anderes erwartet, wenn ich einen Fursuit trage.
Ok, der Suit war nicht auf mich zugeschnitten und der Kopf war schaumstoffgefüllt. Ich wollte halt erstmal ausprobieren, wie es mir gefällt.

Das Gefühl war nicht besonders, ausser ich stecke in einem Anzug.
Aber als ich mich dann im Spiegel gesehen hatte, dann habe ich wieder einen liebenswerten und knuddeligen Furry gesehen.
Das war ein krasser Kontrast, der mich total überrascht hat.

Wie geht Ihr mit den beiden unterschiedlichen Gefühlen um?
Die physische Hülle ist sicher bei den meisten nicht angenehm und stört sicher.
Aber Ihr tragt einen Fursuit wegen der Aussenwirkung auf andere, sehe ich das richtig?
Mich würde interessieren, was Ihr fühlt und denkt, wenn Ihr in dem Suit steckt.
Und was Ihr fühlt und denkt, wenn Ihr feedback von Menschen auf der Strasse bekommt.
Seien es Kinder oder Erwachsene.
Verschiebt sich die Wahrnehmung nach Aussen?
Ab wann vergisst man, dass man in einem unbequemen Suit steckt?
Oder stellt sich eine Doppelwahrnehmung ein? Für Innen und Aussen?
Habt Ihr bestimmte Ziele und Mittel für Eure Aussenwirkung?
Ich finde das Thema spannend und freue mich auf Eure Erfahrungen.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Es ist unterhaltsam zu unterhalten. Wenn ich einfach im Suit stecke, geht mir schnell die Luft aus. Allerdings mscht es so viel Spaß die Leute zu überraschen und zu erheitern, dad's die Nachteile Des Suits in den Hintergrund rücken.
Allerdings sind die Reaktionen night immer positive. Ich denke es gibt mehrere Threads dazu
 

Balto

Frischling
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Nun, bei mir ist das immer etwas gemischt. Vor dem Suiten kann es schonmal sein, das ich mich, auch wenns sich das jetzt komisch anhört, etwas mit meiner Fursona, welche für mich zum Teil dem Suit innewohnt, unterhalte. Und wenn ich im Suit bin, das ist dann immer ein Gefühl der Verbunden- und Geborgenheit.

Im Suit seine Schnauze zu berühren, das Spiegelbild beobachten, es ist schön und traurig zugleich, weil man weiß, das das niemals wirklich echt sein kann.

Ich spiele im Suit auch eher ungern den Clown für andere. Ich verhalte mich eher wie ich mich in dieser Gestalt auch Verhalten würde. Eben, als ob es völlig normal wäre so auszusehen. Zudem ist das Posen und stillstehen im Suit oft sehr anstrengend, weswegen ich kein Freund von "Darf ich ein Photo machen?" bin, speziel wenn es sich um Bilder mit Kindern handelt.


Was Schweiß und Hitze angeht, das gibt sich mit der Zeit, vorallem mit der richtigen Unterzieh-Wäsche. Auch habe ich, bedingt wohl durch meine Allergie, leichte Atemprobleme, wogegen zum Glück der kleine Ventilator im Kopf hilft, indem er die Luft in Bewegung hält.
 

Fiete Langohr

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Mit den negativen Seiten des Suitens habe ich mich nie näher beschäftigt, weil ich es einfach viel zu gerne mache, aber ich kann auch verstehen, dass man das anders empfindet.

Die Wärme macht mir nichts aus und der Schweiß stört mich nicht allzusehr. Nach 2-3 Stunden im Suit reicht es mir dann aber auch und ich bin gut ausgepowert.

Der Fursuit ist wie eine zweite Haut für mich und mein Charakter das Abbild, wie ich mich idealerweise sehe. Darum fühle ich mich auch so wohl und bin so glücklich im Suit.
 

TomTam

Frischling
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8 Sep 2019
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Nun, bei mir ist das immer etwas gemischt. Vor dem Suiten kann es schonmal sein, das ich mich, auch wenns sich das jetzt komisch anhört, etwas mit meiner Fursona, welche für mich zum Teil dem Suit innewohnt, unterhalte. Und wenn ich im Suit bin, das ist dann immer ein Gefühl der Verbunden- und Geborgenheit.

Im Suit seine Schnauze zu berühren, das Spiegelbild beobachten, es ist schön und traurig zugleich, weil man weiß, das das niemals wirklich echt sein kann.

Ich spiele im Suit auch eher ungern den Clown für andere. Ich verhalte mich eher wie ich mich in dieser Gestalt auch Verhalten würde. Eben, als ob es völlig normal wäre so auszusehen. Zudem ist das Posen und stillstehen im Suit oft sehr anstrengend, weswegen ich kein Freund von "Darf ich ein Photo machen?" bin, speziel wenn es sich um Bilder mit Kindern handelt.


Was Schweiß und Hitze angeht, das gibt sich mit der Zeit, vorallem mit der richtigen Unterzieh-Wäsche. Auch habe ich, bedingt wohl durch meine Allergie, leichte Atemprobleme, wogegen zum Glück der kleine Ventilator im Kopf hilft, indem er die Luft in Bewegung hält.
Hallo Balto,
danke für Deine offene und auch persönliche Meinung.
Das was Du schreibst, ist ein Aspekt, der mir neu war, weil ich meine Fursona noch nicht gefunden habe, aber Du scheinst Deine ja schon länger zu kennen.
Bei Dir ist der Suit dann schon eher ein Wesen, dem Du Dich anvertraust und es belohnt Dich mit Geborgenheit.
Auch ein neuer Aspekt ist, dass Du ganz in Deinem Suit aufgehst und eins mit ihm wirst und ihn nicht als Kostüm siehst, sondern die Erweiterung Deiner Persönlichkeit. Da möchte ich auch irgendwann mal hin.

Ich verstehe, dass Du dann nicht unbedingt von Kamera zu Kamera rennst, um Fotos zu machen. Die Leute halten Furries oft mitunter für Witzfiguren und schräge Vögel.

Das mit den Kindern verstehe ich nicht so ganz, denn Kinder sehen eher das gesamte Wesen und nicht nur die Kostümierung. Sie sehen Dich also mehr, wie Du wirklich bist.

Ich habe jetzt einen Kopf bekommen, der nicht auf Schaumstoffbasis gebaut ist, sondern auf Tiefziehfolie. Wesentlich luftiger.
 

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