Geschichten zum Nachdenken

Wolf-Sansoldat

Frischling
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Der Thron

,,Ab mit seinem Kopf." sprach der König genüsslich als er seinen Männern den Befehl gab diesen unverschämten Diplomaten hinzurichten. Als bald rollte auch sein Kopf. ,,Genug." sagte der König, lehnte sich zurück in seinen Thron und schloss kurz die Augen. Er öffnete sie wieder und sprach: ,,Lasst Recken gegeneinander kämpfen!" Alsbald bekam er eine Liste die ihm über hunderte von Helden zeigten. ,,Ich will einen Recken wählen und ihn mit meinen Willen kontrollieren." Als dann befahl er seinen Recken sich durch etliche feindliche Soldaten zu schlagen. Er wollte den feindlichen Schatz. Andere Könige brüllten vor Wut oder sprachen eine ihm unbekannte Sprache. Plötzlich starb der Recke des Königs. Gemeuchelt von einen sich im Schatten versteckten Schurken. Alsbald fielen die Gefährten des Recken und der Schatz den es zu verteidigen gilt, war nicht mehr. Enttäuscht über seinen Recken und seinen Gefährten beschloss der König sich leicht nach rechts zu drehen in seinen Thron. Er schaute durch ein Fenster das ihm zeigte was er verlangte. Er sah Bauern die sich stritten, Edeldamen die elegant gekleidet waren, Lehrer die von historischen Schlachten sprachen und Tiere wie sie im Wald lebten. Irgendwann beschloss der König eine kleine Reise zu machen. Er drehte sich wieder nach rechts und schloss kurz die Augen. Dann war er voll gerüstet und alsbald erkundete er ferne Welten. Gnadenlose Berge, tiefe Abgründe, tückische Wälder. Während seiner Reise erschlug er das eine oder andere Biest, rettete Dörfer, traf andere Könige und heiratete sogar eine Königin. Nach der Hochzeit jedoch sagte der König: ,,Genug." und lehnte sich zurück. Dann lehnte er sich wieder nach vorne und half Männern mit seltsamer Kleidung und sonderbaren Musketen Menschen zu befreien, die auch von Männern mit sonderbaren Musketen bewacht wurden. Dann war er eine Zeitlang der Menschenentführer und dann wieder derjenige der die Menschen befreite. Zu guter letzt ging der König in seine eigene Welt die hauptsächlich Quadratisch war und baute sich ein Haus oder bestellte seine Felder. All dies auf seinem Thron.

Ein unliebsames Geräusch störte den König beim Bau seines Hauses. Er schaute auf seine Uhr und sah das es spät ist. Unser König schaltete den Kasten aus und erhob sich von seinem Thron. Er schleppte sich die paar Meter in sein Bett und schlief alsbald ein. Es gab viel zu tun morgen. Dinge die keinen König brauchten sondern nur einen einfachen Menschen. Der mit anderen Menschen arbeitet, mit ihnen spricht, ihnen hilft, ihnen wissen vermittelt, sie berät oder einfach nur sie aufzulisten auf Papier. Sein Thron läuft ihm nicht weg. König zu sein ist zwar schön aber er freute sich doch das er auch nur einfach er sein kann. Morgen Nachmittag, dachte er sich, morgen nach getaner Arbeit kann ich weiter nach Lust und Laune befehle erteilen, Held sein, Schurke sein, Baumeister sein oder ein Künstler.

-Ende
 

Tyger

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Die Geschichte gefällt mir - ich wusste bis kurz vor Schluss nicht, wohin es eigentlich gehen soll. Eine Story, bei der es interessant ist, sich als Leser selbst zu beobachten.
Ein bisschen sprachlicher Feinschliff dürfte noch sein; es war mir ein bisschen zuviel alsbald und alsdann, statt 'drehte sich nach rechts' wäre 'wandte sich nach rechts' gefälliger, einfach ein bisschen schönere Wortwahl - aber im Großen und Ganzen passt es.
 

Fiete Langohr

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Ich kann mich da Tyger nur anschließen und muss noch hinzufügen, dass du dein Augenmerk auch noch auf die Rechtschreibung und die Zeichensetzung legen solltest.
 

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