Gedanken in Lyrik Gebunden

Vyrosk

Faultier
Mitglied seit
4 Nov 2019
Beiträge
41
(Ein Bild meines Lyrik Notizbuches als stimmiger Anhang :) )
47438






Schrecklich betrübt ist der Winter und einsam die Gassen. Peinlich entblößt das Geäst der Bäume. Zitternde Blätter irren umher.
Verloren.
Es ist ruhig geworden in der Stadt.
R. irrt durch die Straßen, wie das Blatt im Winde.​

Das Geräusch der Stiefel auf dem nassen Pfasterstein irrt durch die Gassen der schon längst schlafenden Stadt.​

Doch weiß er nicht warum er hier ist und wo er herkommt. Er geht mit seinem Geiste im Nebel, im Glauben bei seinem Verstand im klaren zu sein.​

Doch wird dir jemand der im Nebel steht nicht sagen können wie die Klarheit wirklich ist.​

-
So ist der sich selbst verachtende die Verachtung in sich. Welch ein Dilemma.
-​

Ich halte meine Gedanken stumm. Ihre Stimmen überschallen meinen Verstand.
Das ist das einzige was ich zu haben schien.
-
Das Wort, der Samen der Gedanken in uns.
-​

Die Entfremdung keimt in uns selbst.
Die Gesellschaft betäubt uns.
-
Lärm betäubt meine Gedanken und die Fähigkeit zu denken und zu beobachten.​



~​



Er hielt sich stets vornehm und zuvorkommend,
doch ehe der Gesprächspartner ihm den Rücken zu wand, wurden die trügerischen Gedanken in V ́s Gesicht erkennbar.
Einen Moment darauf überkam ihn der Ekel vor sich selbst. Welch wiederwertiger Charakter. Doch hegte er Reue trotz der Erkenntnis ?
Natürlich nicht.
-
Wir gingen spazieren im strömenden Regen.
Einen Fuß vor den anderen gesetzt schliffen die trägen Sohlen über Pfützen und kleine Insekten auf den Wegen hinweg.​

Ein trüber nasser Nebel verwehrte uns den Blick in die Zukunft.
Wohin mochten wir gehen, im Nebel unserer Besinnung?
-
Die Stillen Zeugen.
-
Ein Gewölbe aus stillen Zeugen formt und spannt sich über dein Dasein hinweg.
-​

Ein Tag an dem mehr zu Fall kommt, als zu widerrufen ist.
Der Zerfall seiner Selbst und dem was dich umgibt. Der Einsturz deiner Inneren Gemäuer.
So wand er sich von dieser Welt ab...
-​






Das Antlitz der Erinnerung.
-
Ein Trott des gewohnten leitet sein Handeln. So ist es ihm fremd.
So ist er von Sinnen,
im Trott des gewohnten.
-
Die Illusion von Zeit und Raum.
Ein Experiment etwas höheren.
Wir.
-
In der Umnachtung deiner Existenz. Feige.
Der Verstand.
-
Frei.
Vogel frei.
Sind frei.
Vogelfrei.
Endgültig.
Frei.
-
Das Pferd in der Abstellkammer. Gefangen, unfrei, beklemmt.
Nicht in der Lage zur Bewegung oder Drehung. So steht es immer still.
Es wartet.
Auf Bewegung. Auf Veränderung.
Auf den Fortschritt seines Daseins.​

So steht es still.
Wer vermag der Erlöser zu sein?
In der Eile des Fortschritts.
So schnell, dass der Fortschritt zum Stillstand führt.
Das Pferd ist zu Grunde gegangen.
In der Abstellkammer.
-
Das Leben eines Menschen mit dem Wesen eines Tieres. So lebt er in Mitten von Verrätern und Verratenen.​

Alles erscheint unbegreifich und fern in Anbetracht ihrer Eigentümlichkeit.
Nicht in der Lage seiner selbst greifbar und wirklich zu werden. Im Kreise der Verräter.​

Zu rein im Geiste um mit Worten zu spielen.
-
Der Mensch.
Das Nadelkissen.
-
Mit dem Segen der Vergessenen.
-
Das sture Kind.
-
Fragen, die sich über Fragen fragen und sich fragen was zu fragen ist.
-
Eins haben der Glückliche und der Unglückliche gemein. Beide stehen im Nebel.
-

Die Sinne.
Die Apperatur der Unvollkommenen.
Der Weg des Erblindeten mit dem Weg im Geiste.
-

Alle sind sie in einem inneren Monolog einer Masse.
Ihre Köpfe öffnen sich dem Scheitel entlang.
Wie Fenster schlagen sie auf, durch die Gedanken wie Menschen hinausströmen.
Sie tragen sich fortlaufend auf eigenen Beinen den geprägten Wegen entlang.
Einen inneren Monolog mit sich führend.

~




----------------------------------------------------------------------

Das war ein ausschnitt aus meinem Lyrik Notizbuch.

Ich habe noch ein seperates Notizbuch wo ich nur das aufgeschrieben habe was in meinem kopf ist gedankenmäßig. falls das wen interessiert , kann ich das auch beifügen.
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.867
Das sind interessante Texte.
Bezüglich des Menschen mit dem Geist eines Tieres möchte ich jedoch erwähnen, dass auch andere Tiere nicht frei von Lüge und Täuschung sind. Es ist gängig unter sozialen Tieren. Wann kann man eine Spezies als reinen Geistes bezeichnen?
 

Vyrosk

Faultier
Mitglied seit
4 Nov 2019
Beiträge
41
Das sind interessante Texte.
Bezüglich des Menschen mit dem Geist eines Tieres möchte ich jedoch erwähnen, dass auch andere Tiere nicht frei von Lüge und Täuschung sind. Es ist gängig unter sozialen Tieren. Wann kann man eine Spezies als reinen Geistes bezeichnen?
freut mich wenn du sie interessant findest.
Und was die Reinheit von Tieren angeht, so muss man sich fragen ob die Täuschung aus Habgier und der intention des schlechten entspringt oder ob es überlebenswille ist.
somit sind Tiere (für mich) in dem sinne rein und sehr lehrreich.
aber das steht natürlich offen zur Diskussion :)
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.867
Oftmals ist es Gier oder sogar nur um den Anderen zu necken ;)
Gerade wenn Tiere ein recht sicheres Leben haben, zeigt es sich.
Tiere sind uns nicht unähnlich. Letztendlich sind wir Tiere. Egoismus zeigt dass Habgier und Überlebenswille einen fließenden Übergang haben. Deswegen redet man auch oft von Egoismus und gesundem Egoismus.
 

Vyrosk

Faultier
Mitglied seit
4 Nov 2019
Beiträge
41
Oftmals ist es Gier oder sogar nur um den Anderen zu necken ;)
Gerade wenn Tiere ein recht sicheres Leben haben, zeigt es sich.
Tiere sind uns nicht unähnlich. Letztendlich sind wir Tiere. Egoismus zeigt dass Habgier und Überlebenswille einen fließenden Übergang haben. Deswegen redet man auch oft von Egoismus und gesundem Egoismus.
Ja wir sind tieren ähnlich weil wir selber tiere sind aber wir verhalten uns doch anders und das leider im negativen sinne.
gier oder jmd necken macht dich ja nicht zu einem schlechten wesen, deswegen sprach ich von der intention.
tut das tier es weil es böswillig ist und dem anderen grundlos schaden will? eine wahrlich schwierige frage weil wir nicht in die köpfe sehen können. ich kann von daher nur aus der erfahrung und beobachtung sprechen, die ich mit der arbeit mit tieren erfahren konnte.
Und letztenendes resultiert habgier und der überlebenswille immer in dem sinn zur erhaltung seiner selbst.
Natürlich gibt es den gesunden egoismus nur ich denke bei uns menschen ist das schon disproportional ( in den meisten fällen).
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.867
Unterschätze den Egoismus von Tieren nicht und Überschätze nicht die Böswilligkeit von Menschen. Viele sind schädlich egoistisch, aber nicht zwangsläufig mit der Absicht anderen zu schaden. Viele Tiere sind unnötig grausam und egoistisch, sobald sie es sich leisten können. Beispielsweise Katzen die zum Spaß mit Mäusen spielen und diese verkrüppelt oder tot zurück lassen. Das hat nichts mit Überleben zu tun.
Auch andere Tiere kennen Spaß auf Kosten anderer.
 

Vyrosk

Faultier
Mitglied seit
4 Nov 2019
Beiträge
41
Unterschätze den Egoismus von Tieren nicht und Überschätze nicht die Böswilligkeit von Menschen. Viele sind schädlich egoistisch, aber nicht zwangsläufig mit der Absicht anderen zu schaden. Viele Tiere sind unnötig grausam und egoistisch, sobald sie es sich leisten können. Beispielsweise Katzen die zum Spaß mit Mäusen spielen und diese verkrüppelt oder tot zurück lassen. Das hat nichts mit Überleben zu tun.
Auch andere Tiere kennen Spaß auf Kosten anderer.
ich kann mich da nur auf erfahrung beruhen und in meinen augen können menschen extrem böswillig und grausam sein. umso mehr schätze ich zb die ruhe die mir tiere entgegenbringen.
natürlich muss egoismus nicht zwanghaft gewollt schädlich sein. aber oft löst es schaden aus und es gibt genug menschen die gewollt schädlich handeln und das reicht mir schon.
aber ja du hast recht das haben tiere und menschen gemein, wenn sie es sich aber leisten können und das ist unter wildtieren nicht oft der fall ( jedenfalls würde mir jetzt kein beispiel einfallen). wenn man die katze nicht füttern würde und sie müsste sich selbst durchschlagen, so wäre das totspielen von kleinsäugern nicht so häufig, da es eben wieder den askpekt der nahrung hätte und nicht des spielzeuges.
klar es gibt sicher auch da das vorkommen vom oben genannten verhalten aber aber die tendenz wäre geringer wenn ich das jetzt logisch durchgehe.
 

Silvana

die Trolljägerin
Mitglied seit
23 Aug 2014
Beiträge
3.867
Ja, man könnte sagen Sicherheit öffnet die Türen in alle Richtungen. Die meisten wilden Tiere haben wenig Energy für "Schabernack".
 

Asrasel

Admin
Mitglied seit
17 Jan 2016
Beiträge
2.433
Menschen die gewollt schädlich sind gibt es. Auch nicht wenig ja.
Aber eine egoistische Person gleicht der anderen egoistischen Person nicht.
Es ist wie im Tier reich. Nicht schwarz und nicht weiß. Und alles eine Frage der Einstellung. Wenn man in seinem Leben mehr auf Kack Menschen trifft und seine Zuflucht bei Tieren fand, hat man einen anderen Blick darauf, als zB jemand der nie mit Tieren zu tun hatte usw.
Neutral von oben betrachtet allerdings gibt es aber auf beiden Seiten den selben Facetten Reichtum. Doch der Mensch hat halt die Eigenschaft sich so ziemlich alles unter dem Nagel zu reißen. Lebensräume werden für Rohstoffe zerstört.
Die Frage ist nur, sind das ALLE Menschen? Nein. Definitiv nicht.
Es lehnen sich immer und immer mehr Menschen dagegen auf und wollen das garnich. Es gibt immer mehr Menschen die versuchen etwas zu verändern. Doch viel Wahl haben die Konsumenten bisher nicht weil ihnen die Industrie halt kaum andere und bezahlbare Möglichkeiten anbietet/anbieten kann.

Und im sozialen Verhalten miteinander stellt man schonmal fest dass es unter uns halt echt arschlöcher gibt. Aber auch da gibt es oft Hintergründe die den Charakter eines Menschen formen und dessen Einstellung leiten. Ein Charakter ist ein Produkt seiner Umgebung. Sowohl bei Mensch als auch bei Tier. Und unter schlechtem Einfluss entwickelt sich jedes Wesen. Der junge/Hund der von seinem Vater/Herrchen geschlagen wird und daher Angst vor ihm und ihm ähnlichen Personen Entwickelt.
Der Junge/Hund der in den selben Umständen lebt und Aggressiv gegenüber dem Vater und ihm ähnlichen oder gar allen anderen wird.
Leute mit Kack egal oder fiesen Einstellungen haben oft was erlebt was sie damit kompensieren. Manche davon merken nicht was sie tun andere machen es um Aufmerksamkeit zu bekommen, die ihnen in der Kindheit fehlte. Unterschiede zwischen Mensch und Tier gibt es da nicht. Tiere können auch verdammt eifersüchtig sein.

Um letzten Endes Alligatoah zu zitieren:
"Menschen sind nicht Scheiße, Menschen sind nur dumm!"

Sorry das war jetzt viel Offtopic gebrabbel.

Ich finde die Texte interessant und sie sind gut geschrieben. Der Aufbau ist auch gut gewählt.
Und ich finde die Schrift auf dem Foto übelst sick, aich wenn ich leider die Hälfte nicht lesen könnte.
 

Similar threads

Oben