Furry Story (Sorry hab noch keinen Titel)

Grivies

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Furry Story (Noch kein Name, nun endgültig verbessert)

Furry Story[FONT=&quot]

[/FONT]
[FONT=&quot]Der Frühe Morgen[/FONT]

[FONT=&quot]Er starrte auf die Decke über ihm, und sie war dunkel. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, somit lag der ganze Raum in kargem, grauem Licht der Morgendämmerung. [/FONT]
[FONT=&quot]Er legte langsam seinen Kopf auf die Seite und blickte auf das handgroße Stück Plastik das die Zeit ansagte. [/FONT]

[FONT=&quot]Die roten Doppelpunkte blinkten jede Sekunde zwischen den größeren Stunden und Minutenzahlen auf. "Wie fühlt es sich wohl zwischen zwei so großen Zahlen stehen zu müssen? Haben diese zwei kleinen Punkte möglicherweise Minderwertigkeitskomplexe?" [/FONT]
[FONT=&quot]So dachte er als er auf die zwei kleinen Punkte sah. Ihm fröstelte und somit drehte sich der Körper auf die andere Seite des Bettes, die Pfoten hoben die dicke, warme Decke hoch und über die Schultern. Er fasste an seine Schenkel, fühlte wie diese vor Wärme glühten und begann mit seinen Pfoten über die kalten Schultern und Arme zu streichen. "Welch ein fataler Fehler der Natur es möglich zu machen das Schenkel und die Knie immer in der Früh warm, aber die Arme und Schultern, die es nötiger hätten kalt bleiben." Er versuchte wieder einzuschlafen, doch er die Müdigkeit war vorbei. Langsam raffte er sich auf, langsam schob er die Decke beiseite und langsam setzte er beide Fuß-Pfoten auf den Boden. Er saß also am Bettrand. Der orange-schwarze Schweif zog kleine Rillen in den Bett-Überzug als er von einer Seite auf den anderen strich.[/FONT]

[FONT=&quot]Plötzlich ging der Wecker ab. Das kleine Gerät gab im Sekundentakt hohe, penetrante Töne von sich. Die Augen wanderten zu dem kleinen Stück Plastik und hafteten an ihm. Nun sah er diese zwei kleinen roten Punkte die jede Sekunde einleiteten in einem ganz anderen Licht. Die Punkte, die jede Sekunde diesen schrecklichen Ton einleiteten, die Punkte die dir genau ansagen das schon wieder eine Sekunde deines Lebens verschwendet ist. Todesboten. Er nahm den Polster und warf in gegen die piepsende bestialische Maschine. Sie krachte auf den Boden, die Batterien Klappe brach auf und zwei kleine, grüne Röhrchen rollten am Boden herum. Die Augen hafteten immer noch auf dem Fleck, wo nun, vor einigen Sekundenzeitaltern noch der Wecker stand, lasteten noch immer auf dem Punkt, an dem ein Wecker aufgrund eines Polsters der aus Wut getrieben auf diesen einstürzte, sein Leben lassen musste. Langsam erhob er sich, die Glieder waren noch etwas steif vom Liegen im Bett. Erst als er stand spürte er die Müdigkeit in seinen Knochen, im Kopf und in der Magengegend. Die Pfoten schlurften ums Bett, zu dem getöteten Wecker. Er hob ihn auf, legte sorgfältig die Batterien zurück in den Wecker. Nach dieser Schwerstarbeit, dies würde zumindest der Theoretiker behaupten, streckte er sich leicht durch, hob eine Pfote vor der anderen und machte sich auf den Weg ins Bad. [/FONT]

[FONT=&quot]Nach einer kleinen Odyssee durch die Drei-Zimmer Wohnung kam er schließlich ins Reich der Fließen und der Sauberkeit. Die Zahnbürste wurde von der Hand-Pfote aufgenommen, auf ihr stand, leicht zu lesen: "Matt". "Wieso brauche ich eine Zahnbürste, auf der meine Name steht, lebe ich doch allein in dieser düsteren Miniaturfestung", dichtete er im Geiste und ließ etwas grün-weiß gestreifte Zahnpasta aus der Kräuter-Pasta-Tube auf die Bürste. Langsam schob sich Matt die Zahnbürste ins Maul, schob sie hinauf und herunter, über die weißen Katzenzähne. Er hasste den Geschmack, er hasste ihn über alles, doch war er doch nicht genug gewesen letztes Mal etwas anderes als Kräuter-Paste aus dem Supermarkt mitzunehmen. Nach unendlich scheinenden 5 Minuten des Putzens der Zähne mit einer Lösung die schmeckte, als ob jemand Diana mit Wasser gemixt, diese dann ins Eisfach gelegt und nach einigen Stunden wieder herausgenommen, püriert und als Pasta benutzt hatte, schmeckte, spuckte Matt aus, nahm seinen grünen Zahnputzbecher, denn er seit seinem 10 Lebensjahr besaß, spülte seinen diana-like schmeckenden Mund aus und stellte die ausgewaschene Zahnbürste zurück. Matt öffnete den Badezimmerschrank, nahm einen kleinen roten Kamm heraus und begann seine Haare zu richten. Dies verlief schneller als das Zähneputzen, so war er bereits nach einigen Minuten fertig damit. Er verließ das Badezimmer, tapste leichten Schrittes zurück in den Bett-Raum. Der Boden, ein fest eingelegter violetter Teppich kitzelte seine Pfoten Ballen. Er stellte sich vor den Spiegel. Sah auf. Sah sich selbst. Sah sich wie er war, wie er ist. Matt seufzte leicht, setze sich aufs Bett und betrachtete die Katze im Spiegel. Den Jungen im Spiegel. Den Jungen. Den Mann.[/FONT]
[FONT=&quot]Langsam richtete er sich auf, ging zum Kleiderschrank und nahm alles heraus was er heute gerne tragen würde, legte es aufs Bett.[/FONT]

[FONT=&quot]Sanft glitten die wie weißen Nylonstrümpfe über die Beine, zog sie hoch bis zu den Schenkeln. Der Mini, der nur etwas über der Hälfte des Schenkels lag, war dunkelrot, das Top, darunter der BH schwarz. Die Haare mit einer Spange schön auf beide Seiten gerichtet, der lange Katzenschweif tanzte leicht am Boden herum. Eyeliner, Lidschatten aufgetragen. Er betrachtete sich im Spiegel. Er fühlte sich gut, er fühlte sich richtig gut das anziehen zu dürfen was er wollte. Und dann, plötzlich, fühlte er sich leer. Er blickte in den Spiegel und sah eine Katze. Eine Katze, einen Jungen, eine junge Katze oder eben einen jungen Kater, der nicht war was er sein wollte, der nicht ist, was er sein sollte. Seine Augen starrten auf den Spiegel. Den Spiegel der so unverfroren die Wahrheit sagte, den Spiegel, der die kalte, wahre Lüge zeigte. Langsam rann eine Träne von Matts Wange. Er begann zu weinen. Er hielt seine Pfoten schützend vors Gesicht. Wie immer. Er weinte auf seine Ballen, schluchzte in sein Fell. Wie immer. Er war traurig, depressiv und begann wütend zu werden. [/FONT]
[FONT=&quot]Er riss sich die Spange aus dem Haar, der Lidschatten und Eyeliner war verwischt von den Tränen. [/FONT]

[FONT=&quot]Matt war den Mini in die Ecke, schmiss das Top in den Kasten und den BH unter das Bett. [/FONT]
[FONT=&quot]Er hatte Wut, extreme Wut. Wut auf seine Eltern, die es nicht akzeptieren konnten so wie er war, die ihn herausgeworfen hatten, aus dem Haus, aus seinem Leben. Die ihn zurückgelassen hatten mit den Worden: "So einer wie du kommt schon durchs Leben". [/FONT]
[FONT=&quot]Er bekam Wut, extreme Wut. Auf sich selber, warum er kein Junge sein konnte. Warum er kein Mädchen sein konnte. Warum er sich gegen die Natur sträuben musste. Und er bekam Wut auf die Welt, warum ihn niemand akzeptiere, warum ihn jeder schief ansah wenn er aus der Wohnung schritt. Warum keine Person auf dem Planeten jemanden wie ihn willkommen hieß. [/FONT]
[FONT=&quot]Und er bekam Wut, extreme Wut auf den Spiegel bevor ihm, der im so offensichtlich seine Fehler aufwies, der ihm so offen zeigte wo er Verwundbar war. Der ihn so stark fertig machte. Und Wut führte zur Faust. Und Wut führte zum Ausholen. Und Wut führte Scherben. Und Wut führte zu Blut.[/FONT]

[FONT=&quot]Der späte Morgen[/FONT]


[FONT=&quot]Nachdem er die wunde Pfote mit hochprozentigem Alkohol desinfiziert, diese danach mit leichtem Verband umwickelt und gesichert hatte, begann er sachte die Scherben vom Blut gesprenkelten Boden aufzuheben. Manche scharf, manche glatt, dachte er, hob sie auf und begann sie zu begutachten. In den einzelnen größeren Splittern war sein Gesicht zu sehen. Der verschwommene Lidschatten, der zerronnene Eyeliner. Die tiefrote Iris seiner Augen leuchtete in diesen Bruchstücken des einst stolzen Spiegels, der so lange Zeit bzw. 5 Tage überlebt hatte.[/FONT]
[FONT=&quot]Matt hasste sich. Hasste sich für seine Wut, die Wut die ihn jeden Tag aufs Neue begann sein Herz zu zerfressen und für einige Augenblicke nur einen dunklen, harten Klumpen zurückließ. Das Ende war absehbar. Trauer, Hass, Neid, Furcht, Schmerzen. Nichts war ihm in seinem Leben erspart geblieben. Nichts. Nicht der Hass der Familie der auf ihn brannte, als er sein ich zu erkennen gab. Nicht die Füße, die Stahlkappenstiefel und die Turnschuhe, das Nike und Adidas Schuhwerk die sein Gesicht blautraten. Nicht die Fäuste, die fingerlosen Handschuhe, die Fäustlinge, die seinen Gedärmen zusetzten. Nicht der Spott, den Zorn der ihm von allen Seiten entgegen geschleudert wurde. Nichts. Gar nichts. [/FONT]

[FONT=&quot]Er legte die scharfe Stelle der größten Scherbe die er in seiner eingebundenen Pfote trug an die Schlagader der anderen. Wie ein Stück Glass, wie eine Scherbe aus Sand so leicht ein Leben beenden könne. Wie leicht es nur wäre. Er starte auf die Scherbe die so seelenruhig in seiner leicht zitternden Pfote lag. Er sah auf die Scherbe, dem kleinen Teil Glass. Und er sah seine Augen. Die verweinten Augen. Und er legte die Scherbe weg von seiner Schlagader. Matt sammelte die Scherben ein, warf sie in den schwarzen Mistkübel mit dem Plastiksack innen, der knisterte wenn etwas hineinwarf. Und natürlich trafen die Glassplitter auf das Plastik, und natürlich knistere der Blaue Sack mit seinem leichten knistern, als ob er sagen wollte: „Danke das du mich gefüttert hast.“ So hätte er gesagt, wäre es nicht nur ein Mistkübel mit Plastiksack innen gewesen. [/FONT]

[FONT=&quot]Matt schritt über den Teppich um zu sehen ob noch Glassplitter übrig waren. Doch es waren keine übrig. Kein Schmerz durchzuckte seine Fußballen, die noch in den weißen Nylonstrümpfen steckten, die auch nicht vom Blutschwall verschont geblieben waren. Er nahm den halbzerstörten Spiegel ab, legte ihn neben dem freundlichen Mistkübel. Danach machte er seine kleine Odyssee durch den Raum, vorbei an der Küchengarnitur, vorbei an dem kleinen Esstisch, der einen blauen Kunststoff-Überzug besaß, worauf aber einige kleine Kratzer abgeblieben waren, die nun durch den Kunststoff schienen und die weiße Farbe des Tisches entblößten. Matt wanderte an ihm vorbei, als ob es ihm egal wäre in welcher obszönen Lage sich der Tisch befand. Er tapste durch den hölzernen Badezimmertürrahmen. Doch sah er sich plötzlich umzingelt von Feinden. Zuerst wäre da noch einer dieser verhassten Spiegel, danach zu dem anderen, etwas weniger gefährlicheren Gegner. Der Waage. Doch ließ er sich nicht, trotz der Überlegenheit dieser Gegenstände nicht beirren. Langsam schoben sich die Nylonstrümpfe herunter, über die Schenkel, über die Beine und die Pfoten. Er legte sie über den hölzernen Badezimmerstuhl. [/FONT]
[FONT=&quot]Mit leichtem Seufzer, der darauf hinwies das er unzufrieden mit dem war was er in diesem Moment vollbrachte, nahm er das Gewand, legte es in die Waschmaschine die sich neben der Dusche drängte, alles dicht an dicht, so dicht, dass, würde man die Dusche nur auf der Seite der Waschmaschine öffnen, man Probleme hätte auszusteigen, da diese die Hälfte des Platzes des Ausstiegs einnahm. Doch er ließ die Waschmaschine nicht um. Dafür war zu wenig Wäsche in der Waschmaschine. Dies wäre nicht sparsam, nur wegen einiger blutiger Sachen gleich die Waschmaschine umzulassen. Darum ließ er die Waschmaschine nicht um, sondern schloss nur ihr Maul, das so bereitwillig noch mehr von der Wäsche aufgenommen hätte. [/FONT]
[FONT=&quot]Er betrat wieder das Schlafzimmer, dessen Teppichboden noch immer von dem früh-morgendlichen Blutschwall gezeichnet war.[/FONT]

[FONT=&quot]Der Platz auf dem der Spiegel gestanden hatte war leer. Und er würde für die nächste Zeit leer bleiben. Das war sicher. Matt zog sich seine kurzen Shorts, das weiße T-Shirt an, schob seinen Katzenschweif in das für ihn vorgesehene Loch. Er betrachtete sich im nicht vorhandenen Spiegel und fand es gut, was er trug. Leicht schob er seinen Schweif um seinen Bauch. Nein, er war nicht dick, überhaupt nicht. Für 171cm war ein Gewicht von 67kg vollkommen berechtigt. War es doch, oder?[/FONT]
[FONT=&quot]Matthew setzte sich aufs Bett und war plötzlich glücklich. Er wusste weder woher seine Fröhlichkeit kam, noch konnte er sagen wann sie wieder vorbei sein würde. Er blickte auf den Wecker, der offensichtlich nicht nachtragend war, und weiterhin tadellos die Zeit ansagte. Matt wollte nicht dass der Wecker böse auf ihn war. Es war ein Versehen, das mit dem Polster. Und es war ein Versehen das des Weckers Organe am Ende am Boden herumkullerten.[/FONT]

[FONT=&quot]Und er sah hinab zu seinen Fuß Pfoten. Sie waren frei. Ohne Socken. So wie sie sein sollten, und so wie sie waren. Jeder trug keine Strümpfe in der Öffentlichkeit. Niemand tat das hier. Seine Zehen spielten auf dem flauschigen Teppich, und Matt mochte die Flauschigkeit des Teppichs. Er blickte auf, und betrachtete den Wecker. Nimm’s mir bitte nicht übel, sagte Matt zum Wecker. Dieser blinkte mit seinen zwei Sekundenzeigern. [/FONT]
[FONT=&quot]Danke, sagte Matt. Und der Wecker blinkte. Der Kater stand auf, nahm den kleinen, schwarzen viereckige Zeitanzeiger und hob diesen hoch. Und er umarmte den kleinen, schwarzen viereckigen Zeitanzeiger. So gut das eben mit einem so kleinen Ding funktionierte. Danach stellte er den Wecker wieder auf seinen Platz, stellte ihn exakt so auf das er, jeden Morgen wenn er aufwachte und sich gegebenenfalls umdrehen musste, denn Wecker ansehen konnte.[/FONT]
[FONT=&quot]Es war sein zweiter Wecker. Der erste war anders, der erste war pink. Doch der erste war jetzt tot. Dahingerafft von der Stärke des Polsters. Zersprungen auf dem kalten Boden. Aber Matt hatte den alten Wecker sowieso nie gemocht. Er war zu leise gewesen, oder zu laut. Außerdem war der andere Wecker abgerundet gewesen, und groß. Und dick. Und nicht schwarz. Matthew verließ das Schlafzimmer, hinein in das Reich der Fressalien und des Kühlschanktürengeklappers. [/FONT]

[FONT=&quot]Er holte sich die letzte Sardinendose aus einem Kirschbaum-hölzernen Wandkasten, der sich über ihm befand. Die Wandkastentüren wiesen kleine Schürfer und Rillen auf, aber das kam nun mal mit dem Alter. Lauter kleine, dunkle Schürfer und Rillen. Die Kastentür quietschte als sie sich schloss. Matthew sah auf die Dose die er in beiden Pfoten wie einen Schatz hielt. Eine kleine blecherne Schatztruhe mit wunderbarem Inhalt. Die letzte Dose. Er warf zwei weiße Toastscheiben in den chromfarbigen, an der Seite mit der Bedienungsleise rot leuchtenden Toaster. Was wenn der Toaster und der Wecker kommunizieren können, fragte sich Matt. [/FONT]
[FONT=&quot]Was, wenn die roten Lichter des Weckers zu den roten Lichtern des Toasters sagen würden, das er denn Toast verbrennen soll, da doch vor geraumer Zeit noch ein Polster den Wecker aus seinem Reich katapultiert hatte. Möglicherweise nicht für lange, doch der Hass konnte bleiben.[/FONT]
[FONT=&quot]Und was wenn der Toaster dann wütend auf Matt wäre. Er wollte doch nicht dass jemand böse auf ihn ist. Er wollte doch niemandem Schaden zufügen. Doch der Toaster ließ Gnade vor Recht ergehen und schob die Scheiben nach der vorgegebenen Zeit aus seinen heißen Innereien.[/FONT]
[FONT=&quot]Matt öffnete die Dose langsam, sodass man das Schälen, das es von sich gab, wenn der Dosendeckel abgezogen wurde, ganz deutlich hörbar war. Er hob den Fisch mithilfe einer Gabel auf den Toast, verteilte ihn dort und Biss schlussendlich kräftig in den frisch zubereiteten Nicht-durch-Wecker-Befehle-verbrannten-Fisch-Toast. [/FONT]

[FONT=&quot]Die Zähne gruben sich in die Toastscheibe, hobelten langsam das zu abbeißende Stück vom Rest des Essens aus. Ein leichter, knuspriger Reißer folgte, und das Stück Toast lag im Maul. Er kaute langsam, ließ den Fisch auf der Zunge zergehen und schluckte. Dies wiederholte er, so oft es bei diesem Dörrfrühstück möglich war. Daraufhin tapste Matt zum alten Kunststoffkasten, holte dort ein Glass heraus, fühlte es mit Leitungswasser und spülte all die Essensreste, die sich auf, hinter, und zwischen seinen weißen Zähnen angesammelt hatte, herunter. [/FONT]

[FONT=&quot]Der Mund hatte trotz des Wassers nun einen extrem fischigen Geschmack. Was natürlich auch klar war, hatte er doch vor einigen Sekunden den Fisch-Toast zu sich genommen. Er blickte langsam auf die Wanduhr. Die Uhr tickte ungeniert die ganze Zeit, nicht einmal beim Essen konnte man seine Ruhe haben. Nein, die Uhr konnte nicht für ihn stehen bleiben. Das war ausgeschlossen. Doch trotzdem, wie konnte man so frech sein, so unbarmherzig frech sein und einem Menschen jede Sekunde erinnern, das man Älter wurde, das der Tod eine Sekunde näher rückte. War dies das Schicksal der Uhren? Verhasst zu werden von den Menschen? Die Geister die ich rief, wert ich nun nicht los, dachte Matt. Doch es war Samstag. Ein später Samstagmorgen, und die ganze Welt schien in Ordnung. Alles war in Ordnung. Vor allem die Welt.[/FONT]
 
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Grivies

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Furry Story, Part: 2

[FONT=&quot]Der noch spätere Morgen oder der frühe Vormittag[/FONT]

[FONT=&quot]Gerade konnte der Katzenschweif noch durch das Haupttor entwischen. Schon oft hatte er blaue Flecken am hinteren Ende des Körpers zu verzeichnen gehabt. Doch diesmal hatte ihn die Tür nicht erwischt. Matthew schob der Tür die Zunge heraus, als plötzlich eine ältere Dame aus diesem Schritt und sich angesprochen fühlte. Sie sah etwas verwundert, ja sogar leicht bestürzt aus, als sie den jungen Kater sah der ihr so frevelhaft die blanke, rosafarbene Zunge heraus streckte.[/FONT]
[FONT=&quot]Schnell drehte sich dieser um, schneller eilte er vom Ort des Verbrechens und am schnellsten schoss ihm das Wort: „Scheiße“ durch den Kopf. Er marschierte die Straße hinauf, sah zurück auf das Studentenwohnheim. [/FONT]

[FONT=&quot]Es war grau. Betonbunkergrau. Die Wände waren grau, die Balkonmauern waren grau, genauso wie die Umrandungen des Daches. Nur die Stützgeländer, die an den zuvor genannten Balkonmauern dafür sorgten, dass überschwängliche und lebensmüde Personen zuerst noch ein Bein heben mussten, bevor sie in die Tiefe stürzen durften waren in knalligem Rot angestrichen. Eine ekelhafte Kombination der Farben. Die Anfänge der Hausmauer am Boden waren bis ins unendliche mit Graffiti und Malereien bestückt. [/FONT]

[FONT=&quot]Grüne und schwarze Spitzen reihten sich dicht an dicht mit unerkennbar geschriebenen Wörtern, die wiederrum von blauem Gekritzel halb überzeichnet wurden. Die zirka fünfzig Fenster des Gebäudes waren alle von der gleichen Größe, die Balkone exakt einander angepasst. Unweigerlich fällt einem zu diesem Bunker-Studentenheim der Name: Kein-Stern Hotel ein. Und es sah traurig aus. Matt starte auf das Haus, auf diesen Hort der Traurigkeit. Die Fenster waren gekippt, als ob der ganze Komplex nach unten sehen würde und sagen wolle: Sie mich nicht an, ich bin zu hässlich. Matt fand das Gebäude aber ganz und gar nicht hässlich. Es hatte einige Schönheitsfehler, doch niemals könne er sich einfallen lassen zu sagen, dass dieser Betonklotz hässlich sein würde. [/FONT]
[FONT=&quot]Doch das Gebäude verstand wohl die gedachten Worte nicht, so rief Matthew, ohne auch nur die kleinste Aufmerksamkeit auf die Umwelt zu richten: „Du bist nicht hässlich, du schaust gut aus so wie du bist!“ Erst dann bemerkte er, dass die alte Frau von vorhin in seine Richtung unterwegs gewesen war, und kurz vor dem Heim stand.[/FONT]

[FONT=&quot]Diese blickte nun, noch mehr bestürzt zu dem arroganten Flegel hinauf, mit sichtlichem Argwohn in den Augen. Matt wollte am liebsten im Erdboden verschwinden. Er drehte sich um, klatschte sich leicht mit seiner Pfote ins Gesicht und setze seinen Weg fort. Die Wangen glühten tiefrot. Die Beine bewegten sich wie automatisch, immer weiter von der alten Frau weg, sich ihrerseits ebenfalls umdrehte und sich in die andere Richtung bewegte. Matt schlenderte langsam über den Gehsteig, noch war alles ruhig. Um zehn Uhr in der Früh war samstags so gut wie niemand auf der Straße, was sich ironischerweise vom Freitag- oder Sonntagmorgen nicht sagen lässt. Doch auch ein anderer Grund ließ die Einwohner in den Häusern verweilen. Es war heiß. Unendlich heiß. Der Wetterbericht hatte so gut wie jeden vorgewarnt, im Fernsehen und im Radio.[/FONT]

[FONT=&quot]Oh wie gut konnte er sich an die Witze der Radiomoderatoren erinnern, dass es am besten wäre nackt hinauszugehen und so weiter. Und wie sie danach über diese vollkommenen Unterklassewitze gelacht hatten, und wahrscheinlich jeder unterqualifizierte aus der Proletarierklasse gleich mit. Hoffentlich bekommt ihnen das wunderbare Wetter heute, dachte Matt. [/FONT]
[FONT=&quot]Es war wirklich fürchterlich heiß. Der Wetterbericht hatte vor ein paar Tagen über 32 Grad Hitze angesagt, daraus wurden im Laufe der Woche 35. Unbarmherzig strich und stach die Sonne in die Gesichter der Personen, die in der Stadt unterwegs waren.[/FONT]
[FONT=&quot]Als ob es ihr egal sei, ob die Kinder der Tochter Erde unter den Quallen des Scheines litten, als ob es ihr total egal sei, ob die Tiere, die Pflanzen und nicht zuletzt wir darunter hecheln und stöhnen, Herzinfarkt nahe sind und auf Wolken und Regen hoffen, dachte er bei sich. Doch die Sonne schien direkt in die Stadt, direkt auf die Bewohner der City. Matthew hechelte leicht, er verfluchte die Sonne für diese unerträgliche Hitze, für das Gefühl mit dem Rücken auf einem Bügeleisen zu liegen. Er kam an einem der zahlreichen Einkaufszentren vorbei, die wie Pilze aus der Erde sprießend erscheinen.[/FONT]
[FONT=&quot]Ein alleine gelassener Hund lag am Boden vor dem Kaufhaus, angebunden an einer dunkelgrünen Leine. Dieser hechelte in vollen Zügen, blickte jedem hoffnungsvoll in die Augen, nach Wasser lechzend. Oh ja, das konnten diese Möchte-Gern Tierhalter am besten, die Viecher irgendwo in größter Hitze anbinden, danach alleine den Tätigkeiten nachgegen und sich wahrscheinlich nun hoffnungslos verloren im Supermarkt stehend und alles genauestens inspizierend wiederfindend, suchend, ob nicht doch noch ein vergleichsweiße billigeres Produkt im selben Markt auffindbar sein könnte. Doch das Mitleid mit dem armen Hund, einem kurzhaarigem grau, weißem Husky, der doch normalerweise nur Temperaturen bis 25 Grad ertragen sollte. [/FONT]
[FONT=&quot]Der Köter lag, schnaufend und in einem erbärmlichen Zustand am Boden. Und irgendwie sah der einsam aus. Matt hockte sich neben ihn auf dem Boden und betrachtete diesen genauer. Der Husky hob den Kopf leicht ohne für einige Augenblicke mit dem hecheln zu stoppen. Es klang wie ein monoton, von einem Band abgespielten Hilferuf: Wasser, Wasser, Wasser, Wasser. Zwar war Matt, wie jeder andere auch, der Hundesprache nicht mächtig, doch selbst ein Stein musste diese Körperhaltung verstehen. Der Hund verdurstete langsam. Matt fasste einen Entschluss. [/FONT]

[FONT=&quot]Er marschierte in den Supermarkt, schnappte eine Mineralwasserflasche, leicht sprudelnd, drängelte sich, jedem Sittenkodex zuwider an der kleinen Warteschlange von zwei Personen vor, bezahlte die Flasche und bewegte sich wieder aus dem Kaufhaus. [/FONT]
[FONT=&quot]Weniger als drei Minuten hatte der kurze, aber durch die starken Klimaanlagen kühlende Ausflug ins Reich der plastikverpackten Hühnern, dem tiefgefrorenen Gemüse und der zweitklassigen Modezeitschriften gedauert. Und der arme, durstige Husky war weg. Mitsamt dem Besitzer und der Leine. Und Matt stand da, wie ein Vollidiot, mit der 0,5 Liter Wasserflasche in der Pfote, den Schweif auf dem überwarmen Pflaster liegend. Beschämt zog er weiter über den Bürgersteig und wünschte sich eine Tasche, in der er die Wasserflasche packen könnte, denn nichts sah prolohafter aus als einer, der mit nur einer Wasserflasche durch die Gassen marschierte, wie einer der zeigen wollte: „He, schaut her ich habe eine volle 0,5 Liter Mineralwasserflasche und ihr nicht“. [/FONT]

[FONT=&quot]Plötzlich blieb er stehen, genau vor einem Modegeschäft. Seine Augen begannen zu funkeln als er in durch die leicht braun getönten Scheiben blickte. Dort hing, um den Arm einer weiblichen Hunde-Furry-Dame eine Handasche. Eine weiße Handtasche mit bunten Tupfen auf der reinen Weißlichkeit. Er schwenkte die Türe auf und betrat den nicht allzu großen Laden. Die Kassiererin, eine aufgeweckte, junge Dalmatinerin mit mehr schwarzen Punkten als weißer Fläche stand etwas mitgenommen von der Hitze leicht schief. Einige Haarsträhnen hingen lose über die großen, interessierten Augen. Matt nahm eine der weiß-bunten Damentaschen, legte sie auf den Verkaufstresen. [/FONT]

[FONT=&quot]Es war Kunststoff, doch das milderte die Qualität oder die Schönheit der Tasche in Matthews Augen überhaupt nicht. Er bezahlte in bar, die Verkäuferin lächelte leicht und ließ ihre weißen Zähne dabei blitzen, der Schweif wackelte ein bisschen. „Für die Freundin?“. Matt war für einige Sekunden wie erstarrt. Wagte es sich diese Frau doch tatsächlich sich in sein Privatleben einzumischen? Sein Katzenschweif glitt auf den Boden, er nahm die Tasche und legte sie sich keck um den dünnen Arm, auf die dünne Schulter. Er sah leicht herablassend auf die junge Verkäuferin, blickte sie an und sagte seelenruhig: „Nein, für mich“. Friss dass, dachte sich Matt nachdem er die Worte ausgesprochen hatte, drehte sich um und verließ erhobenen Hauptes das Geschäft.[/FONT]

[FONT=&quot]Als er auf die Straße trat, bemerkte er, wie warm der Asphalt geworden war. [/FONT]
[FONT=&quot]Die Ballen strichen leicht über den Asphalt. Die Sonne schien nun noch intensiver, noch schärfer und schneidender. Der Kater packte die Flasche und seine Geldtasche, ein etwas älteres, kunstledernes Model das über zehn Fächer für Karten besaß, doch nur mit vier gefüttert worden ist. Arme Brieftasche, dachte er. Verdammt dazu nicht voll zu sein.[/FONT]
[FONT=&quot]Matt schlenderte wieder los, nun noch glücklicher als zuvor, mit seiner wunderbaren, mittelgroßen, weißen mit bunten Punkten versehenen Damentasche über seiner Schulter durcheine Unterführung und über den Hauptplatz der City. Der Hauptplatz war wie eine winzig kleine Perle in einer durch und durch graue Muschel. So klein, das sie eigentlich schon wieder wertlos wurde, und nur mehr zum Wegwerfen gut genug gewesen wäre.[/FONT]
[FONT=&quot]Ein kleiner Park, das altertümliche Denkmal, das damals im 17. Jhd. an die Verteidigung der Stadt durch William von Port Deux, der mit nur zwanzig tapferen Recken gegen die fünfzigfache Übermacht gewonnen haben soll, erinnerte. Dargestellt auf dem Denkmal war ein Husky-Furry. [/FONT]

[FONT=&quot]Ein Husky der auf einer zerstörten Kanone posierte. Bei diesem Anblick wurde in einem die Frage laut, ob die Kanone durch einen Fehler im Zündmechanismus aussah als ob man fünf Ladungen Sprengstoff angelegt hatte, oder ob dies wirklich das Werk des mysteriösen William gewesen war. Zumindest kann davon ausgegangen werden, dass die Stadt damals wirklich von einer Handvoll Soldaten gegen irgendeines der benachbarten Länder verteidigt wurde. Nach dem kleinen Park gab es nicht mehr viel das irgendwie nach Perle aussah. Matt wanderte über den Pflasterstein, der sich etwas kühler anfühlte als der heiße, schwarze Asphalt von vorhin.[/FONT]

[FONT=&quot]Er kam über den Parkweg zurück zu dem nun mehr belebten Fußgängerweg. Man konnte auf jedem Abschnitt Furries sehen. Katzen, Hasen, Hunde, Wölfe, Pferde. Es waren wahrlich alle Rassen gegeben. Matt schritt mit der Menge mit, und eigentlich war es gar nicht schlecht so. Niemand redete ihn an, niemand beachtete ihn, das beste was einem ihm passieren konnte. Er wanderte über den Gehweg, neben ihm brausten einige Autos. Und es wurde immer heißer. [/FONT]
[FONT=&quot]Es war eine eindeutige Hitzewelle. Der Wetterbericht sprach von der schlimmsten seit vierzig Jahren. Viele waren nicht auf der Straße unterwegs, aber genug um als nicht-wenige zu gelten. Und es wurde immer heißer und heißer. Und die Sonne schien unbarmherzig mitten in die Stadt. [/FONT]

[FONT=&quot]Mittag[/FONT]


[FONT=&quot]Matt betrat das Café. [/FONT]
[FONT=&quot]Es war kühl. Die Klimaanlage war auf dem ersten Blick nicht zu erkennen, doch auf den zweiten sah man, wie sie sich über der Theke befand, und leise vor sich hin blies, ganz zur Freude der Besucher.[/FONT]
[FONT=&quot]Sieben von acht Personen die hier im Restaurant saßen, aßen an ihrem Eis. Matthew setzte sich an einen freien Platz, einem, an den er niemanden stören würde. Denn letzten freien Platz. [/FONT]

[FONT=&quot]Der Kellner, eine Art Eidechse mit orientalischem Akzent, sein schuppigen Schweif schwingend, eilte er zu Matt. „Was darf ich ihnen bringen Sir?“, kam die Standart-Kunden-Frage vom Kellner. „Haben sie… Eiskaffee?“ kam die Frage von Matt. „E-i-s-k-a-f-f-e-e“ schrieb der Kellner auf seinen Block. „Alles?“ „Nein bitte ohne Sahne“, „Nein, ist das alles?“ „Ja, alles, also ohne Sahne“, „Nein, es gibt Eiskaffee nur mit Sahne, aber, ist das alles?“ „Wenn sie nur mit Sahne verkaufen, warum fragen sie mich dann überhaupt?“ „Ob sie noch etwas anderes wollen als Eiskaffee“ „Nicht das ich wüsste“ „Gut“ „Schön“ „Also mit Sahne?“ „Ja“ „Okay“.[/FONT]

[FONT=&quot]Matt atmete durch als der Kellner abzog. [/FONT]
[FONT=&quot]Wie konnte man auch nur einen Menschen der nicht richtig die Sprache der gesamten Bevölkerung in diesem Staat beherrschte auch so einen Job geben? [/FONT]
[FONT=&quot]Er blickte sich um, es waren wirklich nicht viele Leute hier. So als ob jeder Außenstehende schon wusste das das Ambiente des Cafés sogar für Personen, die den künstler- und raumgestalterischen Sinn eines sterbenden Nilpferds besitzen, eine Zumutung wäre.[/FONT]
[FONT=&quot]Denn das sanfte Grün, das die Wände des Caféhaus zierte, und an grüne Weiden irgendwo in der rinderwirtschaftlichen Pampa erinnerte, wurde von grellroten Streifen durchzogen, als ob gerade auf diesen Rinderweiden jene Viecher schrecklich blutend über das Gras gezogen wurden. So sahen sie aus, die grünen, rot gestreiften Wände. Matt blicke auf das rot-grüne Schlachtfeld. Auf die blutigen Streifen. Arme Kühe, dachte Matthew. [/FONT]
[FONT=&quot]Ihm taten die Rinder leid die auf der nicht vorhandenen Wiese sterben mussten. [/FONT]
[FONT=&quot]Plötzlich stand der Eiskaffee auf seinem Tisch. Der weiße Schlag war einfach hinaufgehäuft worden, als ob das ganze Glas von einem Brutalo aus irgendeinem städtischen Gefängnis angerichtet worden wäre. [/FONT]

[FONT=&quot]Der Kellner, den grünen Echsenschwanz sachte um die Beine gewickelt, wartete ungeduldig auf das bezahlen der Rechnung. Matt fuhr hoch, vom Tagtraum erwacht, lächelte verlegen zum Kassierer, der mit verschränkten Armen sichtlich ungehalten wirkte. Der Kater grabschte nach der Geldbörse in seiner neuen Handasche. Doch dem Kassierer schien das, obwohl sie doch die bunten Tupfen hatte, völlig kalt zu lassen.[/FONT]
[FONT=&quot]Ein Kleinkind, das an einem Tisch, nicht weit entfernt von der Such-die-Tasche-in-der-Tasche Aktion plötzlich fürchterlich zu weinen anfing, verhalf auch nicht gerade zur Entspannung der Echse, auf die Matt so sehnlichst hoffte, da er partout die Börse in der Tasche nicht mehr fand.[/FONT]

[FONT=&quot]Der Kellner, dem es langsam zu blöd wurde zu warten und ungeduldig mit dem Schweif auf und ab wippte, machte Anstalten etwas über die Lächerlichkeit eines jungen Mannes mit Damenhandtasche zu sagen, als Matt schließlich die verlorene Geldtasche aus den tiefliegenden, braun-schwarzen Gedärmen der Handtasche befreien konnte. [/FONT]
[FONT=&quot]Er öffnete so schnell wie möglich den schwarzen Reißverschluss und bezahle den angegebenen Betrag in bar. Er grinste den Echsenmann leicht an, zeigte seine weißen, blanken Zähne. Dieser lächelte leicht verzwickt zurück, ganz im Sinne von: „Was will der komische Typ von mir?“. Und eilte zum nächsten Tisch.[/FONT]

[FONT=&quot]Matt ließ seinen Blick langsam über das ganze Café wandern. Trotz der Augenkrebs verursachenden Wand betraten immer mehr Personen die Kaffeebar. Da diese aber nicht auf solch einen „Ansturm“ von Personen vorbereitet waren, wurden nun wildfremde Leute zusammen an einen Tisch gesetzt. Hin und wieder entwickelte sich ein gutes Gespräch aus dem zusammensitzen, doch normalerweise versuchte jeder der Gäste nur etwas Entspannung von der brütenden Hitze außerhalb der Caféhauswände zu bekommen. Die Klimaanlage surrte leicht, die Echse war voll im Einsatz und hechelte leicht wenn sie von einem Tisch zum nächsten rennen musste. Und dann, dann blickte Matt wieder auf die erschreckend ekelhafte Wand. Arme Rinder. Armes Gras das vom Rinderblut verklebt ist. Pflanzen mögen es ganz sicher nicht verklebt zu sein, genauso wenig wie Tiere. Tiere sind sehr arm wenn sie verklebt sind, zum Beispiel wenn sie im Wald rennen und sie sind klebrig und plötzlich haftet mehr und mehr Zeug an ihnen.[/FONT]

[FONT=&quot]Eicheln, Erde, Tannenzapfen. Und Tannenzapfen sind schön, da die Tannenbäume auch schön sind. Und Tannenbäume geben auch gute Weihnachtsbäume ab. [/FONT]
[FONT=&quot]Und dann dachte er an vorletztes Weihnachten, als die Welt, seine Welt noch in Ordnung war. Als ihn noch jeder mochte, als seine Familie ihn noch mochte, ihn noch haben wollte. Als er noch war was er hätte sein sollen.[/FONT]
 
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Furry Story Part: 3

[FONT=&quot]Später Mittag oder sehr früher Nachmittag

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[FONT=&quot]Matt schreckte hoch. Er war in seinen Tagträumen versunken gewesen, wirkte resigniert.[/FONT]
[FONT=&quot]Der Kater sah auf seinen Eiskaffee von dem nur mehr der letzteres übrig geblieben war, nippte etwas an dem noch kühlen Getränk und blickte hoch. [/FONT]
[FONT=&quot]Ein Wolf, um die zwanzig Jahre, saß direkt vor ihm, hatte einen Bananensplitt vor sich liegen, stocherte darin herum und blickte direkt auf Matthew. Dieser wäre am liebsten auf der Stelle im Erdboden verschwunden, doch war, gemäß der Holzbodendielen unmöglich, hatte man kein Schreinerwerkzeug und Minenausrüstung bei sich. Der Wolf starrte auf ihn, aß beizeiten aber auch den Bananensplitt. Matthew blicke mit tiefrotem Gesicht auf. Er blickte auf den Wolf, der wiederum auf Matt blickte. „Es war nur mehr hier Platz frei, die anderen Tische sind schon alle besetzt, also, ich hoffe es mache nichts aus das ich…“ Matt unterbrach ihn mitten im Satz: „Nein, nein, bleib sitzen, ich hab nur gerade an etwas anderes gedacht“, er lächelte leicht: „in Gedanken versunken“. Der Wolf schien nicht wirklich Spaß zu verstehen, zumindest lächelte er nicht zurück, sondern schob sich langsam einen Teil des Eis ins Maul.[/FONT]

[FONT=&quot]Beide saßen da, redeten nicht. Matt begann, seinen Kaffee auszutrinken, blicke aber immer wieder erwartungsvoll auf den schwarzen Wolf, dessen genauso schwarzen T-Shirt sicherlich aus weiter Entfernung nicht zu erkennen gewesen wäre, da die Farben des Fells und Stoffes so gut wie nahtlos ineinander übergingen. Der buschige Schweif, der sich leicht auf und ab bewegte, war der einzige sichtliche Beweis dafür, dass er guter Dinge war. Die Arme bis zu den Ellbogen locker auf dem Tisch, Beine unter dem Mobiliar leicht gespreizt und somit nicht verklemmt, sah er einigermaßen zufrieden aus. Plötzlich stand der Kassierer neben ihnen, sah hinüber zu dem Wolf: „Es tut mir Leid Sir, ich hatte vorhin vergessen ihnen die Rechnung zu übergeben“ er legte das kleine Papierstück vor ihm hin.
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[FONT=&quot]Welche Verschwendung von Ressourcen, solch blöde Zettel, jeden Tag werden so viele von ihnen ausgegeben um danach wieder im Müll zu landen, dachte Matthew. Der schwarze Furry, dessen Schweif sich plötzlich gar nicht mehr bewegte, suchte emsig in seiner Hosentasche. Ob seine Jeans auch so viele Fächer hat wie die Handtasche, dachte sich der Kater und legte eine Pfote an sein Kinn während er den Kaffee fertig trank. Er war zwar noch kühl, doch wäre er sicher früher noch besser gewesen, als ihn jetzt, so ohne Eis schlürfen zu müssen. Der Kassierer, der mehr zu tun hatte als Personen bei der Suche nach Geldtaschen zuzusehen, bediente weiter, mit den Worten das er bald wiederkommen würde. Der Wolf sah nun gar nicht mehr so cool aus wie zuvor. Die Ohren leicht angelegt, den Schweif nach unten hängend, blickte er zu Matt. „Könntest du… du mir Geld leihen?“ [/FONT]
[FONT=&quot]Totale Verwirrung in Matts Kopf, rein aus diesen paar Worten entstanden. Soll ich ihm Geld borgen, wie ist überhaupt sein Name? Er hat du gesagt, freundschaftlich, aber wir kennen uns gar nicht? Also hat er die Höflichkeitsformel „sie“ vergessen, er hat also keine Manieren, warum soll ich also jemandem ohne Manieren, den ich nicht kenne Geld borgen, dachte Matt so schnell er konnte. „Sicher, wie viel?“ Shit, falsche Antwort, dachte er bei sich. „Wie viel macht die Rechnung aus? Ehm“ der Wolf blickte auf die unnötige, Umweltbelastende Rechnung. „Umm, sind 3,40 ok für dich?“ „Ja, ja sicher“
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[FONT=&quot]Matt wirkte entschlossen für diesen Fremden zu zahlen. Der Kassierer trat wieder zum Tisch, als ob er nur darauf gewartet hatte dass sich die Diskussion ums Geld beendet wurde. Matt blickte dem Kassierer, der ihm immer unsympathischer wurde, tief in die Augen: „Ich würde gerne bezahlen“ Der Satz kam gar nicht so herüber wie Matt es sich vorgestellt hatte. „Sie haben schon bezahlt Sir“ „Nein ich möchte für ihn“, Matt zeigte auf den Wolf: „bezahlen.“ Friss das, dachte sich Matt über den unsympathischen, orientalischen Echsen-Mann.[/FONT]
[FONT=&quot]Dieser zeigte sich sichtlich unbeeindruckt von Matts Heldentat, nahm das Geld das ihm bereitwillig ausgehändigt wurde und verließ die beiden wieder. „Danke“ „Kein Problem“ Der Wolf wirkte leicht verlegen. Er wollte etwas sagen, das wusste Matt sofort. „Na?“ „Na was?“ „Ach, nichts, nichts“. Sein buschiger Schweif schwanke leicht auf und ab. Er stopfte sich den kleinen Rest des Bananensplitts ins Maul, schluckte und leckte sich über die schwarzen Wolfslippen. „Möchtest du was trinken?“ Matt fiel aus allen Wolken. Hatte dieser buschige-Schweif-Typ ihn jetzt wirklich um ein Trinken gefragt? „Ich… Ich dachte du hättest kein Geld“ Matt bezog die Betonung bewusst auf das „Du“ um zu zeigen dass er das auch könne, wenn er Lust dazu hatte. Der Wolf schien das „du“ überhört zu haben, zumindest war es ihm egal. „Ja, wir müssten vorher noch schnell zu mir nach Hause. Falls das für dich klar geht.“ „Normalerweise bin ich dagegen wenn man will das ich mit jemanden den ich nicht kenne mit eben dieser Person in dessen Haus spaziere.“[/FONT]

[FONT=&quot]Der Typ begann leicht zu lächeln. „Hab schon verstanden, dann wartest du hier? Ich bin gleich zurück, lebe im Vorort, weißt eh, bisschen weiter draußen von der Stadt. Natürlich, besser wäre es du würdest gleich mitkommen.“ Matt dachte nach. Über die Folgen die die nächsten Worte mit sich bringen könnten. Von dem Gedanken über ein gutes Trinken, bis zur Tatsache das er irgendwo zerhackt in einem Müllcontainer liegen könnte. [/FONT]
[FONT=&quot]Alles auf Risiko. „Na gut, dann, du bist kein Psychopath oder?“
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[FONT=&quot]Ah verdammt nein, dachte Matt und kniff die Augen leicht zusammen. „Eh, nein, schau ich leicht aus wie einer?“ [/FONT]
[FONT=&quot]„Nein, nein überhaupt nicht, nur, es könnte ja jeder ein Psycho sein oder?“ Der Wolf nahm es mi Humor und lächelte ein bisschen. „Nein, ich kann sagen ich bin anders als andere, das ist klar“, er lehnte sich leicht zurück: „aber ich bin kein Psychopath“. Matthew strahlte, [/FONT]
[FONT=&quot]seine Katzenohren bewegten sich leicht. „Na gut, dann gehen wir, nach dem süßen Patzen von Eiskaffee wäre etwas mehr flüssiges richtig“. Beide standen auf, verließen das Café.


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[FONT=&quot]Der wirklich späte Mittag oder der normal frühe Nachmittag[/FONT]

[FONT=&quot]Die Straßenbahn quietschte als sie anhielt. Mehrere Duzende Schweife und Fuß Paare bewegten sich Richtung offener Ausgang. So auch ein schwarz-orange gestreifter Katzen- und ein dunkler Wolfschweif. Die Wolken über der Stadt, oder besser, über einem der zahlreichen Vororte der Provinz-Metropole wurden dunkler. Matt blickte auf. „Sieht nach Regen aus“ „Ist auch Juni, ziemlich normal für diese Jahreszeit“. „Und wo willst du dann bitte hingehen um etwas zu trinken?“ „Ich dachte… zu mir nach Hause, sollte es wirklich beginnen zu schütten?“ „Oh, ok“ [/FONT]
[FONT=&quot]Sie wanderten den Gehsteig entlang, nebeneinander. „Ich muss dich was fragen“, Matt wirkte leicht unsicher. „Ich geh jetzt gerade mit dir zu deinem Haus, aber weiß noch nicht mal deinen Namen…“ Er redete nicht weiter, was gesagt werden musste war gesagt.[/FONT]
[FONT=&quot]Der Wolf blieb stehen. Er öffnete seine Augen, deren grüne Iris leicht in der hin und wieder aufscheinenden Sonne leuchtete. „Oh, oh das tut mir leid, ich hatte das vollkommen vergessen. Joel, also, mein Name ist Joel“ Der Wolf sah sichtlich verklemmt aus, wahrscheinlich von der Tatsache das er wirklich vergessen hatte sich vorzustellen.
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[FONT=&quot]Der Kater lächelte verschmitzt „Mein Name ist Matt, also Matthew, damit du’s weißt“. „Matt? Toller Name“, Joel versuchte die Situation, die von seiner Sicht aus ziemlich schlecht stand, wieder gut zu machen. „Na, Joel ist auch gut, so… anders“ „Findest du?“ „Finde ich“ „Danke“ „Danke für was?“ „Das du den Namen nicht nicht gut findest“ Joel blickte auf Matt, suchte in seiner Jeans und fand schließlich die Zigarettenbox. Er nahm die Tschick, steckte sie sich ins Maul und gab sich selbst Feuer. [/FONT]
[FONT=&quot]Matt erstarrte. Er rauchte. Der Wolf tschickte. Joel blickte auf den Kater, er nahm den Glimmstängel aus dem Maul, pustete eine kleine, an Nebel erinnernde Wolke in den Himmel. „Sorry, magst du auch eine?“ Matt blicke entgeistert, fasste sich schließlich und stampfe leicht auf. „Nein, und ich bin froh nicht zu rauchen.“ Joel sah ihn stumm an. „Es war nur eine Frage“ „Und ich gab nur eine Antwort“ „Gut“ „Schön“. Joel begann wieder zu gehen, Matt ein paar Schritte hinter ihm, um nicht die komplette weiße Duftladung ins Gesicht zu bekommen.
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[FONT=&quot]Die Häuser, an denen sie vorbeiwanderten wurden mit der Zeit immer weniger. Erste Anzeichen auf das nahe Ende der City und dem Beginn der Vororte. Die großen Bürogebäude und Wolkenkratzer sahen aus als ob sie versuchen würden, sich so gut wie möglich in die Stadt zu drängen, ganz im Sinne von: „Schiebt uns bitte nicht in die Vororte ab“. Matt taten die großen Betonblöcke leid. Sie alle wollten doch betrachtet werden und in der Mitte der Stadt neben anderen Häusern stehen. Sehr traurig.
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[FONT=&quot]Und plötzlich war die Stadt zu Ende. Nun ja, hier und da erschien eine Baustelle, die wohl den Zuwachs der City aufzeigte, doch im Allgemeinen war der Machtbereich der Metropole vorüber. Joel hatte einen gleichmäßigen Schritt, nicht so wie viele andere. Man erkannte dass er es nicht eilig hatte im Leben. Seine Fußpfoten gingen leicht, nicht so schwer wie von einem der einen schweren Job hatte, der ihn sein Leben lang belasten würde. Er ging aufrecht wie einer, der wusste was im Leben zählte, abgesehen von Zigaretten. Andererseits, der Glimmstängel passte zu ihm, er sah gut aus wenn er es im Maul hatte.[/FONT]
[FONT=&quot]
Und dann standen sie vor seinem Haus. Ein Bungalow, ganz eindeutig Vorstadt. Der Briefkasten, der kleine Rassen, die Form des Daches. Etwas vollkommen Normales. Ein Gebäude, das wie all die anderen hier schon an einer gewissen Langeweile grenzte. Nichts abstraktes, weder im positiven noch negativen Sinne. Joel bewegte sich über den Pflasterstein, der den Weg zur Tür zeigte, öffnete diese für den Kater. „Komm rein“, sagte er freundlich, nahm dabei die Tschick aus dem Maul und zwickte sie zwischen Mittel und Zeigefinger der Pfote ein. [/FONT]


[FONT=&quot]Matt trat schüchtern in den Bungalow. Er befand sich im Vorraum. Ein paar schwarze und weiße Jacken hingen an den Kleiderhacken. Dabei waren sie nicht sortiert. Schwarz, Weiß, Weiß, Schwarz, Dunkelgrau, Weiß, dachte sich Matt. Joel schloss die Türe hinter ihnen. „Gefallen dir die Jacken?“ fragte er sichtlich verwundert, waren es doch nur ganz normaler, dünne Frühlingsjacken, die man dann anzog, wenn man nicht wusste ob es später kälter wurde, oder eben im Frühen Frühling, wenn es so warm wurde das man eben nicht gerade mit Winterjacke, aber auch nicht ohne Kälteschutz das Haus verlassen konnte. Jede der Jacken besaß eine Kapuze, jeder der Jacken Aufschriften und zwei Taschen in der man ganz cool die Pfoten stecken konnte. Neben den Jacken lagen einige Paare dünner, fingerloser Handschuhe, wahrscheinlich aus Baumwolle, alle in schwarz.[/FONT]
[FONT=&quot]Matt liebte fingerlose Handschuhe über alles. Das Gefühl etwas mit einem Teil der Pfote zu fühlen, und anderes nicht war so vollkommen, das er über zehn Paar von diesen Dingern zuhause hatte. Joel war bereits im nächsten Raum verschwunden. Matt, begutachtete noch eine Weile die Handschuhe, bis Joel durch die Türe lugte. „Kommst du?“ Matt blickte entgeistert auf. „Ja, ja ich komme“ und strahlte etwas Fröhlichkeit aus. Leichten Schrittes folgte er Joel in die nächste für ihn unbekannte Zone. Es war, wie es sich herausstellte, das Esszimmer.
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[FONT=&quot]Ein mittelgroßer, hell holziger Tisch befand sich in der Mitte des Raumes, am Rande die Küchengarnitur. Diese bestand aus mehreren Kochtressen, wie man sie eigentlich in jeder Küche vorfand. Ein verchromter Kühlschrank bildete das Ende der linken Tressenseite, während die Rechte sich über die gesamte Länge des Raumes bis in die Ecke langzog. Die Oberfläche der Tresse war weiß. Weiß mit blauen kleinen Streifen. Es war ein Kunststoff-Überzug. Das erkannte Matt sofort. Seine Fuß-Pfoten strichen über den schwarzen Teppich exakt auf den Boden angepasst wurde. Die Wände, allesamt in einem wärmenden sehr hellen gelb gestrichen, wirkten in einem sehr starken Kontrast zum schwarzen Boden, dies war aber kein Nachteil, nein ganz und gar nicht, Matt war überzeugt das diese Kombination eine sehr geschmackvolle darstellte.[/FONT]
[FONT=&quot]
Als Sitzgelegenheiten waren zwei dunkelgraue Stühle vorhanden, beide von derselben Bauart. [/FONT]

[FONT=&quot]Joel blickte Matthew unverblümt und direkt an. „Ja“, er grinste etwas und rieb sich den Nacken mit seiner Pfote: „Das Haus ist nicht jedermanns Sache.“ „Nein, nein es ist wundervoll.“ „Nein ist es nicht“ Joel lachte „überhaupt nicht“ „Sicher, die Farben, die Einrichtung…“ Joel unterbrach ihn: „Du brauchst nichts schöner zu reden als es ist.“ Er lächelte verlegen. Und dann horchten beide auf. Es hörte sich an als ob einige tausend Finger pro Sekunde auf den Tisch trommeln würden. Beide Ohren bewegten sich etwas, und hörten dem Klang der Finger zu, als es Joel aus der Erstarrung riss. „Ah! Die Wäsche!“ [/FONT]
[FONT=&quot]Er rannte aus der Esszimmer/Küchen Kombination, durch den Vorraum ins Freie, wo sich schon in Strömen der Teil des Wasserkreislaufes vollzog, bei dem der Wasserdampf wieder seine flüssige Form bekam. [/FONT]
[FONT=&quot]Matt, unsicher ob was er nun tun sollte, lief einfach hinter Joel her, der hinter dem Haus verschwand. Die Wäsche, obwohl sie sowieso schon vor Nässe triefte, wurde mit Hilfe von Matt schnellstmöglich abgenommen, in das Wäscheschaffel geworfen und nach drinnen gebracht. Beide, Joel und Matt, waren triefnass. Das Fell klebte am Körper, und hing nass, wie es eben üblich ist für nasses Fell, vom Körper. Die Stirnfranzen Joels lagen über dessen Augen, genauso wie Matts. Dann standen sie im Vorraum, draußen donnerte und regnete es in höchsten Tönen.[/FONT]
[FONT=&quot]Und dann, dann begann Matt plötzlich zu lachen. Und mit seinem Lachen schüttelte es mehr von dem Regen von seinem Körper.[/FONT]
[FONT=&quot]
Joel blickte zuerst resigniert auf seinen Gast, da er nicht wollte das Matt nass geworden ist, denn wie schaut es für einen Gastgeber aus wenn seine Gäste nass sind? Doch dann begann auch er zu schmunzeln und lachte am Ende genauso wie Matt. Nach ewigen Sekunden der Fröhlichkeit stammelte Joel unter leichtem Gekicher: „Dan- Danke fürs helfen, willst du jetzt vielleicht was trinken?“ Matt blicke auf, seine Haare ziemlich zerstoben auf seinem Kopf tragend: „Wenn’s möglich ist?“ „Und vielleicht etwas zum Anziehen?“ „Das wäre nett.“ Und beide gingen zurück, tiefer in die Eingeweide von Joels Haus.[/FONT]
 
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Furry Story Part: 4

Später Nachmittag, oder früher Abend

Es war dunkel, unendlich dunkel im langen Korridor vor dem Soldaten.
Ein einzelnes Licht, eine einzige Neonröhre, die wahrscheinlich aus energiesparmäßigen Gründen an der Decke platziert wurde, flackerte hin und wieder auf.

Das MP-5 im Anschlag, durchschritt er betonierten Gang, immer wieder nach allen Richtungen sehend. Durch die Gasmaske konnte man die gleichmäßigen Atemstöße hören, die Stirnlampe wurde angeknipst als er sich weiter von dem einsamen Licht entfernte. Die Augen strahlten rotes Licht aus, der Boden, der mit Glassplittern und Unrat gesprenkelt war, gab das typische Geräusch von sich, wenn man durch einen nicht gepolsterten Raum ging. Es hallte von den Wänden, von der Decke zum Boden.
Und dann hörte er die Schritte, die Schritte die er schon so oft zuvor gehört hatte. Grunzen, Geschnaufte, Schreie und diese Schritte. Er sah sich um, und erkannte Schatten an einem Treppenaufgang. Halbverweste Leiber, knochige Pfoten, gebrochene Kiefer, zerstörte Augen, Zungen die frei aus dem Maul hingen, da der Unterkiefer nicht mehr als Auffangbehälter für diese diente. Offene Schnauzen Knorpel, geknickte Schenkel, aus der Brust scheinente und stehende Rippen, Fleischwunden. Und sie kamen näher. Die Infizierten, Untoten, Zombies. Das MP begann zu knattern, gab Kopfschüsse, riss die verunstalteten Kreaturen die zuvor wahrscheinlich Furries gewesen waren von den Füßen, durchbohrte Gedärme, löcherte Arme. Blutfontänen folgten. Die rote bis schwarze Flüssigkeit besprühte die grauen Wände. Schmerzensschreie und Kehllaute durchbrachen das gleichmäßige Repetierfeuer der Maschinenpistole. Doch immer mehr der Untoten Leiber schoben sich über die Treppe, immer mehr Leichen häuften sich am Boden, immer mehr Gedärme am Boden. Der Soldat, der durch seine Gasmaske furchterregender wirkte als er wahrscheinlich war, warf schlussendlich eine der restlichen zwei Splittergranaten an seinem Gürtel in die Horde, und nach einer halben Sekunde des Zombie-Gestöhne flogen ihm die Leiber und Körperteile um die von einer grauen Gasmaske geschützten Ohren.

Alles war ruhig. Er wollte sich bereit machen um tiefer in die U-Bahn Schächte vorzudringen, lud nach und entsicherte die Waffe wieder. Schnell begutachtete er die Leichen und schon war er auf den Weg die Treppe hinunter.
Plötzlich zerriss ein unmenschlich lauter Schrei die Stille, der Soldat blieb wie gebannt stehen, blickte mit einer allzu panischen Schnelligkeit hinter sich. Nichts. Er drehte sich um, und sah wie sich ein sehniger Leib aus einem Lüftungsschacht schob. In Panik begann dieser wie ein Verrückter zu schießen, hörte aber nicht auf um die Streuung zu verhindern.
Als er stoppte war das Ding verschwunden. Er lud nach, ging zu einer Stelle an der wieder eine Glühbirne brannte. Er knipste die Taschenlampe aus. Genauso tat es das Licht. Er riss herum, erblickte dass das Licht ausgegangen war und knipste die Stirnlampe wieder an.
Das letzte was er sah war wie ein Maul, fleischrot, einer Mandibel ähnlich, mit Zähnen gespickt, sich in unnatürlicher Schnelligkeit und lautem Gekreische seitens der Kreatur um seinen Oberkörper schob. Die Kamera zoomte nach außen und man konnte haargenau sehen wie sich der Oberkörper mit lautem Geschrei des Opfers vom Rumpf löste und die Gedärme herausquollen.

Der Kontroller vibrierte stark, Matt kreischte auf. Kalter Schweiß rann von seiner Stirn, er hielt seine Pfoten vors Maul. „Gott, ich hasse dieses Spiel.“ Er blickte mit leicht feindlichen Blicken auf Joel. Dieser saß seelenruhig neben ihm. „Ja“ er nickte fachmännisch „bei der Stelle hab ich mich auch ein bisschen gefürchtet.“. „Hättest du mich nicht warnen können?“ „Dann wäre der Effekt verloren gegangen.“ Er hatte ein Bein aufs andere gelegt, lächelte freundlich. Sein Schweif wackelte leicht, die Ohren bewegten sich leicht zum Nicken. „Möchtest du’s nochmal versuchen?“ „Nein, nein danke, mir ist schlecht.“ „Ach komm, das Game ist überhaupt nicht gruselig“
„Sicher, ist es“ Matt kreuzte seine Arme trotzig.

So ein blödes Spiel. Joels schwarzes T-Shirt hing viel zu lange von seinem Körper, die Jeans waren etwas hochgestrickt. „Naja, so gruselig war es nicht“ gab er dann zaghaft zu. „Aber an der Stelle von vorhin schon.“ „Ja wenn du stirbst kommen immer die unschönen Szenen.“ „Aha“ „Ja“. Der Regen prasselte immer noch gegen die Fensterscheiben. Matt blickte Joel so nebenbei an. Wie hatte er sich nur dazu überreden lassen? „Also ist es wirklich ok für dich?“ „Was denn?“ „Du weißt schon was“, Matt klang leicht genervt. „Nein was?“ „Das ich, das ich hier übernachten darf?“ „Sicher“ „Aber warum?“ „Warum was?“ „Warum ist es ok?“ „Weil es aus allen Wolken schüttet, und es nicht gut ist wenn du jetzt gehen würdest“ „Hast du denn keinen Regenschirm“ „Doch, aber… willst du denn gehen?“ Oje. Nun war er in der Zwickmühle. Nein. Nein wollte er sagen. Und nein sagte er auch. „Nein, eigentlich, möchte ich schon gerne bleiben.“
„Also?“ „Also bleibe ich“ Matt grinste leicht. Wieso, schrie Matt innerlich. Ich kenne ihn nicht, ich weiß so gut wie nichts über ihn, warum bleibe ich? Warum verdammt nochmal bleibe ich hier über Nacht? Joel erkannte die Sorgenfalten auf Matts Stirn. „Ist etwas?“ Frage er, mit etwas Führsorge in seinen Worten. „Nein, nein alles gut“ „Ok, wenn du das sagst“. „Ich sage es“ „Gut“ „Schön“. Matt blickte Joel an. Und Joel blickte Matt an. „Magst du noch was essen?“
„Jetzt? Es ist schon nach acht?“ „Und?“ „Ach nichts, aber ich möchte nicht das du etwas für mich richten musst, nur weil ich jetzt hier bin.“ „Nein, es ist ok“ Joel blickte ihn an. „Pizza?“ „Hast du denn Pizza da?“ „Ja, aber nur die aus dem Supermarkt, ist das eine große Problem?“ „Die mit dem Industriekäse?“ Joel nickte verlegen. „Ja, ich weiß, das ist die billigste…“ Er ließ die Ohren hängen. „Sorry, ich hab nur die hier.“ „Wieso sorry, die mag ich am liebsten“ Matt grinste. Und es war nicht einmal gelogen. Industriekäse war so gut. „Wirklich, sonst beschweren sich alle über den Belag.“

Daraufhin entbrannte eine Diskussion über Industriekäse, der überbewerteten Umwelt, über Nachfrage und Angebot, und schlussendlich warum Industriekäse besser wäre als echter. Und die Diskussion zog sich hin. Laien wären längst eingeschlafen. Sie diskutierten während Joel die Pizza in den Ofen schob, sie diskutierten während sie warteten, und sie diskutierten immer noch als die Pizza, heiß, fertiggebacken aus dem Ofen kam. Joel schnitt das große essbare, mit Salami, dessen Inhalt wohl besser nicht bekannt wurde, Käse aus der Industrie und Pilzen, die so unnatürlich wirkten, das sie nur mit Genmitteln vollgepumpt sein konnten, belegte Pizza Rad in Mundgerechte Stücke. Er teilte diese auf zwei reine Porzellanteller, die liebevoll aus dem inneren der verchromen Spülmaschine gerissen wurden, legte die zerstückelte, wahrscheinlich von solch einer Behandlung tote Pizza auf die zwei Teller, teilte somit gerecht aus.
Wobei Gerechtigkeit die Gastfreundschaft miteinbezog. Er brachte die Teller zum Esstisch, stellte einen vor Matt und einen vor sich selbst. Matt, der zuerst einmal fragend die Teller betrachtete, stellte fest: „Aber, du hast doch weniger Stücke als ich.“ „Und?“ „Und, das ist nicht gerecht“ „Sicher ist es, außerdem bin ich nicht hungrig“ „Aber… es schaut blöd aus wenn du weniger hast als ich“ „Tut es gar nicht“ „Sicher?“ „Überhaupt nicht“ „Aber… aber vielleicht wirst du später hungrig und dann ist keine Pizza mehr da.“ „Dann mach ich einfach noch eine?“ „Wirklich?“ „Warum nicht?“ „Richtig…“ Matt blickte auf die Pizza.

Es duftete so gut nach Industriekäse. „Darf ich?“ „Was denn?“ Joel fragte sehr fürsorglich. „Essen?“ „Warum nicht?“ „Nur so“ Joel grinste. „Du brauchst nicht zu fragen, iss wenn du willst.“ Das ließ sich Matt nicht zweimal sagen und biss freudig in die Pizza. Der Käse umschloss die blanken Zähne, diese bohrten sich tief in die Oberfläche der belegten Scheibe. Hätte eine Pizza Gefühle, sie wäre von dieser Behandlung mehr als nur schmerzverzehrt am Boden gelegen. Doch nachdem diese Teigscheiben keine Gefühle hatten, oder zumindest noch niemand dahinter gekommen ist ob Speisen denken und fühlen können, wand sie sich auch nicht schmerzverzehrt, sondern ließ diesen brutalen Akt über sich ergehen. Matt riss die Augen auf, nahm das Stück schnell wieder aus dem Mund und ließ einen kleinen Schmerzensschrei aus. „Ah, heiß!“.

Joel konnte ein leichtes statistisches Grinsen nicht verbergen. Der Kater fächelte sich mit der offenen Pfoten Fläche Luft auf die Zunge, dachte dann kurz darüber nach wie unbeschreiblich idiotisch diese Geste aussehen musste und ließ es beim leichten hecheln: „Was ist lustig?“ „Ach gar nichts.“ „Sicher, jetzt sag“ „Nur, das es klar war das die Pizza noch heiß ist.“ „Nein war es nicht, es war nicht klar, ich hab nicht daran gedacht“ „Hätte ich dich vorwarnen sollen?“ „Wäre besser gewesen“ „Na gut, dann hole ich das jetzt nach: Achtung die Pizza ist heiß“ Matt blickte mit falscher, leichter Feindlichkeit zum Wolf. „Danke, das war nun vollkommen notwendig gewesen.“ „Ich weiß“ Joel lachte etwas, biss dann in seine Pizza, die nun schon ausgekühlter als zuvor war. Matt versuchte es ein zweites Mal sich die Pizza ins Maul zu schieben, diesmal, da die Pizza, die wie wir wissen wahrscheinlich keinen Schmerz empfinden kann, klappte es, da die Teigscheibe so weit abgekühlt war das sich die Zähne ohne zu große Hitzeschäden ins Pizzagedärm graben konnten. Matt kaute, schluckte das Gemisch aus Teig, Gewürzen, Käse und Salami. „Und“ Matt zögerte etwas beim Sprechen: „was machst du so vom Beruf?“ er biss wieder in die Pizza. Joel blickte auf, als ob er die Frage nicht verstanden hätte. „Was? Oh, ich“ er begann leicht zu stottern: „ich eh, ich arbeite“ „Ach, und wo?“ „In der Stadt?“ „Nein, was machst du vom Beruf“ „Du lachst wenn ich’s dir sage“ „Du ich nicht“ „Doch“ Joel legte die Ohren leicht an, blickte etwas beschämt und traurig auf den Boden, der schwarze Schweif hing vom Sessel nach unten. „Bitte“ „Ich… arbeite als… Kartenverkäufer im… Kino“. Matt blickte zuerst auf Joel, dann durch den Raum. „Du verdienst gut mit dem Job?“ „Naja, ich kann damit leben.“ „Ja, ja das sieht man“. „Wie meinst du das?“ „Naja du hast ein Haus, eine Konsole, einen Fernseher, einen vollen Kühlschrank und Industriekäsesalamipizza, du musst gut verdienen“. „Oh dass, nein in diesem Haus bin ich… bin ich aufgewachsen“ „Oh, und wo ist der Rest der Familie?“

Er blickte Joel fragend an, der Katzenschweif wackelte leicht in der Luft. „Meine Mutter wurde von einem PKW überrollt, vor ca. zwei Jahren. Mein Vater ist abgehauen und mein Bruder ist ausgezogen und leitet ne Privatsicherheitsfirma, er schickt mir immer Geld, wenn sich’s hier nicht ausgeht.“ Joel starrte auf den Boden, atmete leicht und sagte gar nichts mehr.
Matt kam sich von einem Augenblick auf den anderen wie der größte Trottel des Planeten vor. Joel klopfte mit seinen Fingern auf den Tisch, starrte aber immer noch auf den Boden. „Und? Nun erzähl mir von deinem Leben, es kann nur besser sein als das hier.“ „Nun ja, ich studiere… und habe eine kleine Wohnung, in der City, so drei Zimmer ungefähr.“ Der Wolf blickte auf. „Nur drei Zimmer?“ „Ja, also mit Abstellkammer vier.“ „Das hört sich nach sehr wenig an“ „Ist es auch.“ „Und wer schickt dir dann Geld, oder jobbst du?“ „Nein ich krieg das Geld von meinen Eltern, also sie überweißen mir es jeden Monat.“ „Viel?“ „Na… Naja… so zirka… 500.“ Joel starrte ihn entgeistert an, sein Schweif legte sich auf den Boden, und er vergaß sogar die lauwarme Pizza in seiner Pfote, diese landete wieder auf dem Teller. „Wie überlebst du eigentlich?“ „Also ich… ich esse sehr wenig, und… also für heute hab ich zusammengespart, also wegen dem Café und so.“ „Aha“ Matt blickte auf die Pizza, dann auf seine Pfoten. Ihm war übel. Aber nicht von der Pizza. „Man sieht dass du zu wenig isst.“ „Nein, also mir passt mein Gewicht eigentlich so.“ Joel blickte etwas besorgt drein. Matt, strich leicht mit seiner rechten Pfote über seinen linken Arm. „können wir über was anderes reden?“ „Sicher“ „Nur so weil ich, also weil ich schon ziemlich müde bin.“ Matt kaute ein bisschen auf seiner Teigscheibe, blickte auf und man konnte die rötlichen Augenringe erkennen, genauso wie die leicht glänzenden Augen. Er schniefte, lächelte leicht. „Aber, im allgemeinen war es ein ganz schöner Tag, oder? Ich meine ich hab eine neue Handtasche, hatte einen warmen Kaffee, darf hier übernachten, und nicht zuletzt hab ich einen Wolf getroffen der mir überhaupt ziemlich gut…“ Er unterbrach sich selbst, wurde tief rot auf und um den Wangen, stand auf, schnappte den Teller und legte ihn in die Spüle, blickte danach mit weit offenen Augen in diese, schloss die Augen und legte seine rechte Pfote über die Lider. Fail, dachte er. Ganz großer Fail! Er stand an der Spüle und hatte den Teller hineingelegt. Er stand und wartete was nun kommen würde. Und wartete.

Joel saß am Tisch, blickte auf den nun leeren Platz. Er hatte das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben. Das verdammte Gefühl etwas verdammt falsch getan zu haben. Der Wolf stand auf, blickte zur Spüle. „Ist, ist dir schlecht?“ „Nein!“ schluchzte Matt, die Ohren tief angelegt. Joel blickte durch den Raum, seufzte leicht und kreuzte seine Arme. „Kann ich dir helfen?“ „Nein!“ „O… ok“.
Er ging einige Schritte vorwärts. Matt blickte nicht nach hinten. Er stand nur vor der Spüle. Und sagte nichts. Joel, der seinen Weg durch den Raum, der unter normalen Umständen ca. fünf Sekunden gebraucht hätte, in einer Rekordzeit von sieben Mal fünf dieser Sekunden zurückgelegt.
Sanft strich seine Pfote über Matts Schulter. „Fass mich nicht an!“ kreischte Matt, mit einer für einen Mann ziemlich hohen Stimme auf, trete sich weg und verließ den Raum Richtung Ausgang. Der Kater, grabschte seine Tasche, blickte sich rasch um ob er nicht noch etwas vergessen hatte.

„Bitte, geh nicht“. Joel stand am Eingang zum Wohnzimmer, also hinter Matt. „Du hasst mich!“ schrie Matt leicht, öffnete die Tür und trat in den strömenden Regen, der wie eine zweite Sintflut über das die Stadt hereingebrochen ist. „Du kannst nicht gehen, du verkühlst dich da draußen“. „Geht dich das was an?“ „Nein, aber ich will nicht dass du gehst!“ „Warum nicht? Du kennst mich nicht, und jetzt hasst du mich, weil ich was sagen wollte was falsch ist, und jetzt lass mich in Ruhe!“ Matt schritt durch den Regen, über den gepflasterten Haus Weg zum Gehsteig, bog dort nach rechts ab und ging einige Schritte auf dem übernassen Asphalt.

Es regnete wirklich höllisch viel. Man konnte weder über fünf Meter weit sehen, noch war es unmöglich nicht jede Sekunde von mindestens fünfzig dieser kleinen Wasserbomben getroffen zu werden. Der Kater befand sich gute drei Minuten im freien und er war total durchnässt. Plötzlich ließ der Regen nach, es hörte komplett auf über Matthew zu stürmen. Dieser blickte nach oben und erkannte einen schwarzen Regenschirm der sich über ihn gestellt hatte. Blöder Regenschirm. Matt drehte sich in Zeitlupentempo um. Bitte nicht der Wolf, bitte nicht der Wolf, bitte nicht der Wolf, dachte er so schnell er konnte mit zusammengekniffenen Augen. Er machte diese langsam auf, und es war natürlich Joel. „Was willst du noch?“ fragte Matt müde und wütend. „Warum gehst du?“ „Weil ich was falsches gesagt habe.“ „Nein hast du nicht.“ „Doch, hab ich.“

Er blickte Joel tief mit Zorn und Müdigkeit in die Augen, doch die Konfusion, Fürsorglichkeit und Besorgnis in dessen begannen Matts Wut zu zermürben. „Ich… ich habe gesagt, oder ich wollte sagen das ich dich mag.“
Der Kater blickte auf den Boden, die Regentropfen vielen im Sekundentakt von seinen durchnässten Strähnen, das ganze Fell war total durchflutet worden, das orange-braune Fell wirke viel dunkler als es normalerweise sein sollte. Der Regen, dem es ziemlich egal schien was unter ihm geschah, wurde anscheinend wütend dass es jemand wagte mit einem Regenschirm die unvermeidliche Nässe abzuwenden und begann stärker auf die City einzuprasseln. „Und, ich finde dich auch nett, ist was falsch daran?“ „Nein, ich meine… ich meine in einem anderen Zusammenhang, ich mag dich, aber, ich meine, mehr als, mehr als normalerweise sich zwei Männer mögen sollten.“ Joel blickte ihn fürsorglich an, legte den Kopf leicht schief und ließ einen leichten Seufzer aus, umarmte den nassen, abgewrackten Kater. Joels Arme legten sich um sachte um Matts Rücken und Leiste.

Die Wärme, die Sicherheit und nicht zuletzt die Liebe die aus der Umarmung hervor ging, veranlassten Matt, der seit so langer Zeit solch einer Behandlung entwöhnt gewesen war, einfach nur die Augen zu schließen. Er legte seine Arme um Joels Rücken und sein Haupt auf dessen Brust. Er schnurrte leicht, legte die Ohren an und legte seinen Schweif um beide Taillen. Es blitzte. Und im Lichte des Blitzes, in dieser kurzen Zeit ließ Joel seine Zunge sanft über Matts Stirn streichen. „Komm, wir gehen wieder ins Haus.“ „Wenn ich noch erwünscht bin…“ Matt öffnete seine Augen leicht, blickte aber auf den Boden, den durchnässten Boden, der nun sicher wütend sein würde, das der Regen wohl wegen diesen zwei Gestalten immer stärker zu werden schien. Und nun strafte sie der Gehsteig mit Kälte, zumindest sah das Matt so. „Sicher, los gehen wir“ sagte Joel noch einmal. Langsam wurde, trotz des Regenschirms, auch er durchnässt, da nun leichter Wind aufkam, und dieser in den Vororten mehr Kraft besaß als innerhalb der Stadt, und somit von der Seite unter den Regenschirm blies. „Umarmst du mich dann noch einmal?“ „Sicher, aber lass uns jetzt ins Haus geh‘n.“ Zusammen ließen sie den wütenden Gehsteig, den zornigen Regen und den leichten Wind hinter sich.
 
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Yaiko

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uhm, also erst einmal, brauchst du nicht für jedes kapitel einen neuen thread öffnen...das kannst du alles nacheinander in einen thread posten, so bleiben alle teile der story beisammen... so wie es jetzt ist, kommt es eher einem spam gleich, sorry wenn ich das so sage....

und dann nochmal ein tipp zur besseren lesbarkeit ( ich habs nach ein paar sätzen des 1. threads aufgegeben zu lesen, weil ich immer in die falsche zeile gerutscht bin; und das zieht sich durch alle deine kapitel durch ):
Absätze, Absätze, Absätze!
die helfen ungemein bei der lesbarkeit... momentan kommt alles einem Block gleich, der sich sehr schwer lesen lässt.... es gibt beim eintragen in foren einen Vorschau-Button, so kannst du testen, wie sich das ganze lesen würde wenn es im forum steht...
bring ein paar mehr absätze rein, bitte... und lass dir die threads von einem mod alle in einen packen, dann seh ich mir das ganze nochmal an...und lese es eventuell auch ganz durch...
achja, deine titel-auswahlen für die kapitel sind nciht sehr kreativ, und etwas verwirrend... wenn es nur zeitangaben sind, belass es bei einer und mache keine auswahl...
 

Linta

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Wie Yaiko schon sagte:
1. Ein Thread reicht. Das ist auch viel übersichtlicher.
2. Absätze. So ein 'dahingerotze' lesen viele, mich eingeschloßen, erst gar nicht.
 

Minki

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@Yaiko...
das stimmt nicht ganz, ein zusammenlegen ist nicht möglich da die Zeichenanzahl pro Thread auf 20000 begrenzt ist und das hier bei weitem überschritten wirdxD
Aber ich gib dir schon recht das es wirklich sehr unübersichtlich wirkt,
schade eigendlich.
 

Mecha

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@Yaiko...
das stimmt nicht ganz, ein zusammenlegen ist nicht möglich da die Zeichenanzahl pro Thread auf 20000 begrenzt ist und das hier bei weitem überschritten wirdxD
Aber ich gib dir schon recht das es wirklich sehr unübersichtlich wirkt,
schade eigendlich.
Kann gar nicht sein, ich hab die doch eben zusammengefügt.
 

Linta

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Kann gar nicht sein, ich hab die doch eben zusammengefügt.
Eben.. Und selbst wenn die Zahl überschritten wäre, muß es doch nicht für jedes Kapitel ein Thread sein ?!

Danke Mecha, so ist's schon besser. :)

Jetzt noch Absätze rein und Leute werden der Geschichte auch eine Chance geben, lieber TE.
 

Grivies

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Ok sorry

Ok, em wäre nett wenn ich es noch einmal online legen dürfte. Nur ich kann nichts dafür für den Spam, weil ich konnte nicht mehr als 20.000 Wörter hineinschreiben, stand dann die ganze Zeit: "es sind max. 20.000 Wörter zulässig."
 

Yaiko

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ja, aber wahrscheinlich nur in einem post... nicht in einem ganzen thread...sonst könnten wir hier wohl nicht weiter schreiben xD

also, es gibt eine post begrenzung wie es ausschaut...
naja, wenn es so sein sollte das nächste mal, schick einzelne abschnitte des kapis nacheinander hoch... das passt besser, alles nur in einem thread, aber auf mehrere einträge im thread verteilt... ;)
 

MoboCheeze

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Du kannst auch auf "Ändern" am Ende deines Postings klicken. Ich glaube, dass das funktionieren dürfte.
Da kannst du es auch soweit abändern und musst es nicht komplett neu online stellen, mit neuem Thread oder so.
Sofern das funktioniert, natürlich.

Edit: (gerade mit der "Ändern-Funktion")

Wenn es ordentlich in Absätzen unterteilt ist, werde ich mir das dann auch mal durchlesen.
Vorher nicht, da es mir einfach zu anstregend ist.
 

MoboCheeze

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Du hättest dafür nicht noch einen neuen Thread öffnen müssen, du hättest die bisherigen Posts durchaus abändern können.. soweit ich weiß..
 

Grivies

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achja, deine titel-auswahlen für die kapitel sind nciht sehr kreativ, und etwas verwirrend... wenn es nur zeitangaben sind, belass es bei einer und mache keine auswahl...
Das sollte genau so sein, in all der Unkreativiät die Ironie endtecken...
 

Todai

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Du solltest dir, wenn du ernsthaft epische Texte verfassen möchtest, die Kommaregeln noch einmal genau ansehen und Korrektur lesen, bzw. es auch einen anderen korrekturlesen lassen, denn die Rechtschreibung ist an manchen Stellen bösartig.
 

Eis Wolf

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Also ich finde die Geschichte schön.

Respekt dass du so lange durchgehalten hast.
 

MarleyWolf

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Vorweg, Du hast Dir echt Mühe gegeben und das finde ich super. Das zeichnet Dich schonmal gegen die 10-Wort-Autoren aus, die hier massenweise rumfliegen.

Zur Rechtschreibung, Interpunktion, etc., bei so einem langen Text kommt es immer mal vor und eigentlich interessiert es keinen. Man muss da eben relativieren. Die wirklichen Akrobaten sind jene, die selbst in ihre winzigen Kunstwerken, einhundert Fehler einbauen.

Anbei liegt es mir nur am Herzen einige Sachen anzusprechen, die mich einfach interessieren, weshalb Du sie so dargestellt hast...

Bsp.
Ich nehme mal den Absatz hier, da ist eigentlich ausreichend drin:
[...]
[FONT=&quot]Er holte sich die letzte Sardinendose aus einem Kirschbaum-hölzernen Wandkasten, der sich über ihm befand. Die Wandkastentüren wiesen kleine Schürfer und Rillen auf, aber das kam nun mal mit dem Alter. Lauter kleine, dunkle Schürfer und Rillen. Die Kastentür quietschte als sie sich schloss. Matthew sah auf die Dose die er in beiden Pfoten wie einen Schatz hielt. Eine kleine blecherne Schatztruhe mit wunderbarem Inhalt. Die letzte Dose. Er warf zwei weiße Toastscheiben in den chromfarbigen, an der Seite mit der Bedienungsleise rot leuchtenden Toaster. Was wenn der Toaster und der Wecker kommunizieren können, fragte sich Matt. [/FONT]
[FONT=&quot]Was, wenn die roten Lichter des Weckers zu den roten Lichtern des Toasters sagen würden, das er denn Toast verbrennen soll, da doch vor geraumer Zeit noch ein Polster den Wecker aus seinem Reich katapultiert hatte. Möglicherweise nicht für lange, doch der Hass konnte bleiben.[/FONT]
[FONT=&quot]Und was wenn der Toaster dann wütend auf Matt wäre. Er wollte doch nicht dass jemand böse auf ihn ist. Er wollte doch niemandem Schaden zufügen. Doch der Toaster ließ Gnade vor Recht ergehen und schob die Scheiben nach der vorgegebenen Zeit aus seinen heißen Innereien.[/FONT]
[FONT=&quot]Matt öffnete die Dose langsam, sodass man das Schälen, das es von sich gab, wenn der Dosendeckel abgezogen wurde, ganz deutlich hörbar war. Er hob den Fisch mithilfe einer Gabel auf den Toast, verteilte ihn dort und Biss schlussendlich kräftig in den frisch zubereiteten Nicht-durch-Wecker-Befehle-verbrannten-Fisch-Toast. [/FONT]
Du stellst sehr gerne Bezüge auf... "der hmhmhm Gegenstand"
Insbesondere bei der Beschreibung der aktiven Handlung. Die Prouzedur ist generell recht identisch. Die Figur holt etwas aus einem hölzernen Schrank, sie schiebt etwas in einen chromfarbenen Apparat.
In der Analyseform benutzt man diese Art sehr oft, also beispielsweise eine Tatortbeschreibung in einem Krimi würde so stilsicher rüberkommen. "Täter A entnimmt Tatwaffe aus hölzerner Schatulle und riechtet Opfer mit zwei gezielten Schüssen hin"
In Deinem Fall würde sich eine umschreibende Form eigentlich besser machen, es würde das Ganze etwas sinnlicher und freier gestalten.

"Über ihm hing ein Schrank, gefertigt aus abgenutztem und von der Zeit gegerbten Kirschbaumholz. Das abgegriffene Holz wies bereits deutliche Kratzer auf. Seine Pfote glitt über den rauen Knauf und öffnete die Türe. Er ergriff die einzig verbliebene Dose gefüllt mit Sardinen und schloss die Tür darauf wieder. Ihr durchdringendes Quietschen bekundete ein weites mal lautstark das Alter des Möbelstücks"

... nicht dass das jetzt perfekt wäre, aber es wäre eine Alternative für die Wiederkehr eines immerzu angewendeten Musters.

(Nebenbei bemerkt, achte auch auf Deine Wortwahl! Ein "Schürfer" ist ein Bergarbeiter. Ich weiß was Du meintest, aber das ist Umgangssprache und liest sich nicht sonderlich angenehm.)

... den Rest des Absatzes finde ich, als reine Handlungsbeschreibung, gut gelungen. Sie erfüllt ihren Zweck und man ist in der Lage nachzuvollziehen was die Figur erlebt. Nun kann man sich maximal kloppen, ob es ausgeschmückter sein sollte, oder nicht. Aber das ist letztlich auch eine Frage des Geschmacks.


Im Großen und Ganzen - find ich gut.
 

Grivies

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19 Jun 2012
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234
Thanks :3

Vielleicht bin ich etwas negativ eingestellt, aber die letzten Kommentare waren die einzigen die ich irgentwie possitiv aufgefasst habe, danke an euch :3
 

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