Emanzipation?

Grivies

Guest
Hey, nur mal so einen kleinen Gedankengang.
Gestern, also dem 19.11 hatte ich mich mit einigen aggressiven Frauenrechtlerinnen getroffen, redeten über dies und jenes. Über die Tatsache das Frauen weniger verdienen würden als Männer, wie ungerecht man bei der Arbeit behandelt werden würde etc. Damit hatte ich vollstes Verständnis, war mit mehr oder weniger allem derselben Meinung.

Doch dann, dann kamen wir zu einem Punkt den ich nicht ganz verstanden hatte. Zwar wollten jene Verfechterinnen der Emanzipation die komplette Gleichheit mit dem Mann (das war mir auch vollkommen verständlich,bin selber ein ziemlicher Frauenrechtler), doch auf der anderen Seite fanden sie es ganz angenehm wie Frauen von einigen Männern privat behandelt werden. Das höfliche Türe-aufmachen, das allgemeine "Ladies-first" usw. wären trotz allem angebracht. Und da kam ich nicht mehr ganz mit.

Wie kann man von der kompletten Gleichheit reden, wenn man doch immer noch die kleinen Vorzüge genießen will?

Als wir dann zu dem Thema "Homosexualität" kamen, war jene zwar für die Damen "ganz ok", doch weiter wollten sie gar nicht gehen. Die Öffnung der Ehe (oder deren Abschaffung) zugunsten der Gleichgeschlechtlichen Liebe wollten diese gar nicht anerkennen. Ich weiß, man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, doch warum nur auf das eigene "Wohl" achten, und nicht teilweise versuchen mit anderen "Minderheiten" zu kooperieren? Alleine die eingetragene Partnerschaft schien ja bereits ein leichter Frevel zu sein.

Zwar schimpften sie bei vielen Themen über die katholische Kirche, doch auf der anderen Seite wollten sie die Ehe weiter erhalten? War nicht die Ehe im allgemeinen eine von der Kirche eingeführte Verbindung? Nicht das ich jene Glaubensrichtung nun verteidigen möchte, doch ich verstehe den Grundgedanken hinter jenen Reden nicht.

Ich weiß auch das nicht viele Feministinnen diese Gedanken haben, doch trotzdem ging ich aus jenen Gesprächen recht verwirrt hervor. Nun frage ich mich hin und wieder wirklich wie sich jene Leute eigentlich die Welt vorstellen? Ganz nach ihren Vorstellungen, oder wie?
 

Sanctum

Guest
So da ich ein Mann bin müsste ich gegen die Emanzipation sein^^

Ich habe aber kein Problem damit Rechte zu teilen- bin ja schließlich kein Egoist. Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch von Grund auf berechnend und egoistisch sein sollte , da er nur so das bestmögliche für sich herausholen kann.
Diese Frauenrechtlerinnen sind nun genauso egoistisch wie es geht und wollen mehr als die Männer.Da gibt es dann diese Überschneidungen(Kath.Kirche/Ehe)
Auch das Gerede um die "Frauenquote" wird viel gestritten. Wenn ich mit einem Top-Zeugnis und eine Frau mit einem etwas schlechteren Zeugnis im Vorstellungsgespräch sitze kann es sein, dass diese bevorzugt wird und ab da wird es schlichtweg falsch. Ich bin auch für die Gleichberechtigung und will einiges erreichen im Leben. Und das aus eigener Kraft- nicht weil ich einer Gruppierung oder einem Geschlecht angehöre.

ich hab nicht weitergedacht oder irgendwelche Fakten beachtet sondern nur Spontan meine Meinung abgegeben. Kann auch anders sein.
 
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KurtWagner

Guest
Nun, ich finde, das viele Leute, die sich selbst als Frauenrechtlerinnen bezeichnen der Meinung sind, jeder der nicht nach ihren Mund redet ist der Feind. Selbst andere Frauen die nicht ihre, teilweiße recht radikalen, Ansichten teilen.

Es gab in einer Folge Family Guy mal den schönen Satz, in dem Louis meinte sie habe das Mutter und Hausfrauendasein selbst gewählt und das man auch beim Feminismus die freie Wahl haben sollte.

Sicher haben Feministen viel getan. Wahlrecht zum Beispiel (umso trauriger, das es immer weniger wahr nahmen und es als Last anstatt als Mittel zur Mitsprache sehen). Sicher werden Frauen heute noch in vielen Jobs abgelehnt, weil sie Frauen sind (ich kenne 2 davon), aber ich glaube die Zeit der Frauenrechtlerinnen ist vorbei.
 
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