Eine Idee wird zu Papier gebracht...

Fuwo

Frischling
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Hallo, seit gut einer Woche lässt mich eine Idee für eine Geschichte nicht mehr los, deswegen dachte ich mir, das ich diese Idee einfach mal zu Papier bringe. Da dies das erste mal ist, das ich eine Geschichte schreibe, hoffe ich, das es nicht allzu schlimm zu lesen ist. Kommentare, Ideen und Verbesserung sind natürlich erwünscht. Ich schreibe in Kapiteln, da diese Geschichte zwei Hauptcharaktere beinhaltet, und die Situation immer nacheinander aus den Blickwinkeln beider Hauptcharaktere erzählt wird. Wer einen kurzen Grundriss der Idee haben möchte, um zu wissen, worum es im ganzen geht, bitte PN an mich.



Kapitel 1 – 04:49 (John)

04:49

Das war komisch. Sehr komisch. John wachte nie mehr als zehn Sekunden vor dem Wecker auf. Und es
waren immerhin noch ganzen elf Minuten, bis der Wecker klingelte. Bei ein bis zwei Minuten wäre es zwar unnormal, aber nicht verdächtig gewesen. Aber bei ganzen elf
Minuten war es bei John ein eindeutiges Zeichen. Unheil stand bevor. Und nach der Zeit, die er zu früh aufgewacht war, musste es eine ganze Menge Unheil
sein. Nun ja, es ließ sich nicht ändern. Da er schon wach war, konnte er auch gleich aufstehen, den rumgrübeln, was heute alles passieren könnte, wäre
vergebens gewesen.

John war schließlich in der „Arche“, dem wohl geheimsten militärischen Forschungsstützpunkt, den es jemals gegeben hat. Und da auf
diesem Stützpunkt mehrere tausend Forscher ihrer Neugier und Experimentierfreudigkeit freien Lauf lassen duften, und es mehr als 20
potenziell Weltenzerstörende Projekte unter den hunderten gab, hatte es keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen.

John stand auf, ging ins Bad, und gönnte sich eine kalte Dusche, um wach zu werden. Da er Soldat war, war es für ihn
kein Problem, früh aufzustehen, er war es immerhin seit gut 23 Jahren gewohnt, seit er mit 20 bei der Armee angefangen hatte. John gehörte keiner Einheit an,
denn das hätte einen offiziellen Stützpunkt für die Einheit erfordert. Da es die Arche jedoch offiziell wie auch inoffiziell nicht gab, nur der Präsident
und weniger als ein halbes Dutzend Admiräle wussten von der Arche, gab es auch keine Einheit. John trat aus der Dusche, und betrachtete seinen gestählten
Körper. Er hatte einen beeindruckenden Körperbau, mit dem jeden noch so großen Türsteher alleine mit seinem Anblick in die Flucht geschlagen hätte. John
trainierte viel, da es in der Arche nichts gab, womit man sich in der freien Zeit hätte beschäftigen können, da die Arche auf pure Effizienz ausgerichtet
war. Es gab keine leeren oder ungenutzten Räume, alles war mit Technik oder Büros belegt.

Nur hatte John mit seinen zwei Metern Größe und seiner Schulterbreite gewisse Probleme, da die Quartiere eher auf die
Durchschnittssoldaten ausgerichtet waren. So war für ihn natürlich jede Tür zu klein, und für ihn musste ein neues Bett eingebaut werden, da sich das
Standartbett unter seiner Last gefährlich stark durchbog. Aber diese kleinen Unannehmlichkeiten
nahm er gern in Kauf, da er für seinen Einsatzt in der Arche ein beachtlichen Sold einstrich. John zog sich an, verließ sein Quartier, und ging zur Mannschaftskantine.
In der Mannschaftskantine schaute er auf den aktuellen Einsatzplan. „Na toll“ sagte er mit seiner tiefen Bassstimme. Er war heute für das Projekt „Transdimensionale
Brückentechnologie“ – kurz TdBt – eingeteilt. John hielt es für eins der weniger wichtigen Projekte. Es zielte darauf ab, eine Verbindung zu anderen
Universen herzustellen, um an neue Ressourcen und Rohstoffe zu gelangen. John wusste zwar, dass es unabdingbar für einen Krieg war,
genügend Ressourcen zur Verfügung zu haben, jedoch besaß der militärische Sektor im Gegensatz zum zivilen Sektor erhebliche Reserven,
die auf einige Jahrzehnte hin reichten.

„Da lässt sich wohl nichts ändern.“ John war Soldat und führte die ihm gegebenen Befehle ohne Wenn und Aber aus. Und wenn dies hieß, auf so ein „Kindergartenprojekt“
aufzupassen und zu unterstützen, so tat er dies auch ohne Wenn und Aber. Er holte sich an der Ausgabe sein Frühstück, bestehend aus Mehrkornbrot, Körnerbrötchen, zwei
Würstchen, Bohnen und einem O-Saft. Es war das Standardfrühstück, da es genügend Vitamine, Stärke, Eiweiß und Zucker lieferte. Er setzte sich an einen freien Tisch und aß sein Frühstück stillschweigend, da er eher ein Mann weniger Worte und mehr der Taten war.

Als er mit dem Frühstück fertig war, brachte er das Tablett zur Ausgabe zurück und nahm sich noch einen Apfel
mit. Danach begab er sich in das Kilometerlage Gangsystem der „Arche“ zu Sektor 42, dem Sktor des "TdBt".
 

Soturo

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Ich bin schon auf das Kapitel mit der "Transdimensionalen Brückentechnologie" gespannt was da so passiert. Also den Einstieg fand ich schon einmal sehr interessant und macht Lust auf mehr. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte.
 

Grivies

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Die Idee ist echt nicht schlecht :3 Finde es auch guten Stoff für eine Story. *Gleich mal die Geschichte klau* (Joke X3) Nur einen winzigen Hinweiß, bitte nicht böse nehmen. Baue nicht zu oft den Namen des/der Hauptcharaktere ein. Das wäre aber auch schon alles, sonst ist das ganze wirklich gut :3 Und ja, sorry für meine Rechtschreibung. Bin zwar gar nicht schlecht in Stories-Verfassen, aber leider reißt mich meine Legasthenie da immer wieder raus :3

Und btw, John... Anspielung auf Halo? ^^ Sorry immer wenn ich an den Namen höre muss ich an den Spartan denken :3
 

Fuwo

Frischling
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Kapitel 2 - Total verpennt (Marcus)

@Soturo: "TdBt" kommt in den nächsten zwei (oder vier) Kapiteln, muss mal schaun, wie viel sich aus dem vorhanden Stoff drehen lässt.

@Grivies: Nein, ich hab nich an John aus HALO gedacht. Oder zumindest nicht bewusst ^^

So, hier nun Kapitel 2 und ein neues Gesicht.


Kapitel 2 – Total verpennt (Marcus)

Biep Biep Biep Biep Biep Biep Biep Biep Biep…

Marcus hämmerte auf die Schlummern-Taste. „Nur noch fünf Minuten“ nuschelte er. Marcus hasste es, früh aufzustehen. Er war verdammt noch mal kein Soldat, sondern nur ein Assistent, der den Wissenschaftlern zur Seite stand, wenn sie mal wieder Hilfe brauchten, wo sie doch nicht müde wurden, immer zu bekunden, dass sie „ach so toll und ach so genial seien, und alles selber lösen können“.

Marcus hatte die Arche gründlich satt, er wollte nur noch weg. Das überaus großzügige Gehalt war es nicht Wert, auch nur einen Tag länger als nötig zu bleiben. Und der Tag, an dem er endlich gehen konnte, war in Reichweite. In einer Woche konnte er endlich weg von hier. Weg von den überheblichen Wissenschaftlern. Weg von den Soldaten. Weg von den Generälen die Befehle in alle Richtungen brüllten, als wäre es die einzige Art zu sprechen, deren sie mächtig seien. Weg von all den verrückten und gefährlichen Maschinen und Experimenten.

Wenigstens hatte er für diese letzte Woche ein recht ruhiges Experiment. Schließlich hatte das „TdBt“ von allen Experimenten die wohl niedrigste Chance, in der bevorstehenden Woche irgendeine Funktionstüchtigkeit, geschweige denn, irgendwelche Erfolge vorzuweisen. Er wusste es. Die Wissenschaftler wussten es. Die Generäle wussten es. Verdammt nochmal jeder in der Arche wusste, das „TdBt“ ein absolutes Milliardengrab war. Und doch gaben die Wissenschaftler einfach nicht auf.

Der Wecker klingelte erneut. Er starrte den Wecker entnervt an. Nachdem er den Wecker eine halbe Minute angestarrt hatte, akzeptierte er, das der Wecker nicht eher aufhören würde ihn zu nerven, bis er sich bewegte, und ihn ausmachte. Stöhnend setzte er sich auf, schaltete den Wecker ab, und schlürfte ins Bad. Auf dem Weg zur Dusche sah er in den Spiegel und betrachtete sein Speigelbild für einen Augenblick. Unter seinen Augen hatte er große Tränensäcke, die ihn wie 50 aussehen ließen. Dabei ging er erst auf Ende zwanzig zu. So sehr hatte ihn dieses eine Jahr in der Arche ausgelaugt.

Das einzige, was an seinem inzwischen recht dünnem Körper noch lebendig aussah, waren seine braunen Augen. Seine Augen waren nicht vollständig braun, denn er litt unter einer leichten Heterochromie. Dies bedeutete, dass der äußere Teil seiner Iris braun war, der innere Teil jedoch ins blaue ging. Dies verwirrte die Leute, die ihn ansahen, ohne das sie wussten warum, da seine Augen zum Teil von seinen inzwischen recht langen braunen Haaren verdeckt wurden, da er seit geraumer Zeit keine Zeit gefunden hatte, sie selbst zu schneiden. Zum örtlichen Friseur ging er nicht, da dieser eigentlich nur für Soldaten zuständig war und seine Angebote sich nur auf 5mm Bürstenschnitt oder Glatze erstreckte.

Als Marcus mit duschen fertig war, zog er sich an und ging zu einer der kleine Küchen. Alle kannten die große Mensa auf der Etage, doch nur wenig wussten, dass es auf der gesamten Wohnetage noch gut ein Dutzend kleine Küchen für bis zu zehn Mann gab. Das Geheimnis über die Küchen war gut gehütet, und nur wenige Assistenten wussten davon. Und jene, die davon wussten, würden den Teufel tun und es einem Wissenschaftler oder Soldaten verraten. Es waren schließlich die entspannten und ungestörten Gespräche unter ihnen, die das Leben in der Arche ein wenig erträglicher machte.

Als er in der Küche ankam, sah er, dass es das immer recht schnell vergriffene Müsli noch gab und bediente sich. Da sonst niemand da war, setzte er sich an den Tisch und machte es sich gemütlich. Sein Blick streifte die aktuelle Tageszeitung. Er überlegte kurz, sagte zu sich „Sollen die werten Herrschaften doch alleine anfangen, sie können es doch angeblich“, griff nach der Zeitung und fing an zu lesen. Als er mit seinem Frühstück und der Zeitung fertig war, räumte er alles auf, ging zu seinem Zimmer und holte sein Tablet. Er fluchte. „Verdammt noch mal, ich arbeite seit knapp einem Jahr hier, und brauche immer noch das hausinterne Navi.“ Er gab „Sektor 42“ in das Suchfeld ein, tippte auf „Route finden“ und ging los.
 

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