Eine Fursuiter Geschichte

Löwe Christian

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Diese Geschichte möchte ich euch vorstellen.Viel Spass beim lesen.

Es war ein nicht wirklich kalter Samstag im Dezember. Es war der erste Samstag in diesem Monat. Christian Taylor zog gerade sein Löwensuit an. Als er sich den Löwenkopf aufsetzte, war er nun der Löwenkönig Simba. Christian nahm an einem Suitwalk teil, der unregelmäßig im Jahr statt fand. Diese Suitwalks waren für ihn immer ein Höhepunkt im Jahr. Nun war er mit anderen Suitern und Nicht-Suitern im Stadtpark unterwegs. Wenn er und die anderen Suiter auf Kinder trafen, machten sie immer lustige Dinge.

Bei Christan war es so gewesen, wenn er ein Kind begegnete, dann winkte er dem Kind zu und spielte den verspielten oder schüchternen Löwen. Es hängte von der Situation ab, ob er ein Kind umarmte oder ihm seine Pfote zum gab, um sie zu schütteln. An diesem Tag dachte er, dass dieser Suitwalk wie immer ein gewöhnlicher Walktag sein sollte. Dann begegnete er eine Mutter mit ihrem Kind. Christian bemerkte schnell, dass es dem Kind irgendwie nicht gut ging. In dieser Situation war sich nicht sicher, ob er zu diesem Kind hingehen sollte. Sein Gefühl sagte ihm, dass er doch zum Mädchen gehen sollte.

Der Löwe näherte sich langsam dem Mädchen. Er konnte am Lächelns des Kindes erkennen, dass es sich freute, dass der „König der Löwen“ zu ihr kam. Beim Mädchen angekommen, ging er in die Hocke und machte ein paar lustige Sachen vor ihren Augen. Unerwartet fragte das Mädchen ihm: „Bist du wirklich König Simba?“ Der Löwe nickte. Christian war sich in dieser Situation bewusst, dass er nicht sprechen durfte, damit das Mädchen weiter denken sollte, dass er der Löwenkönig Simba ist. Als er sich vom Mädchen verabschieden wollte, sagte sie mit einer traurigen Stimme zu ihm: „Bitte geh nicht!“ Er wusste nicht wirklich, wie jetzt reagieren sollte. Deshalb schaute er zur Mutter und sie sagte zum Kind: „König Simba muss auch noch andere wichtige Dinge tun und muss leider jetzt gehen.“ „Ich möchte dich wieder sehen! Du bist mein Lieblingslöwe! Wirst du mich irgendwann besuchen?“ Christian nickte natürlich, obwohl ihm klar war, dass das eher unwahrscheinlich war. Aber er musste das Bejahen, um das Mädchen nicht traurig zu machen.

Nachdem er sich vom Mädchen verabschiedete, ging er mit den anderen Suitern weiter. Der Suitwalk dauerte noch ein paar Stunden, bis er und die anderen Suiter wieder den Startpunkt erreichten, wo der Walk angefangen hat. Während er sich umzog, kam unerwartet die Mutter des Mädchens zu ihm. „Entschuldigen Sie, dass ich sie störe. Aber ich muss mit ihnen dringend ein Vieraugengespräch führen. Es ist wirklich sehr wichtig:“ „Ok...wir können uns gleich unterhalten. Ich möchte mich zuerst fertig umgezogen haben. Das dauert nicht lange.“

Als sich er fertig umgezogen hatte, packte er seinen Koffer, wo sich sein Löwensuit befand, in den Kofferraum und schloss seinen Wagen ab. Dann ging er mit der Mutter des Mädchens zu einer Bank und beide setzten sich. „Über was wollen sie mit mir wichtiges reden? Das überrascht mich ehrlich gesagt.“ „Es geht um meine Tochter. Wie soll ich ihnen das erklären? Sie müssen erst mal folgendes wissen. Dann wird ihnen klar sein, warum ich zu ihnen gekommen bin. Meine Tochter ist schwer krankt und wird bald sterben! Mir wurde gesagt, dass sie wahrscheinlich noch ungefähr einen Monat zu leben hat. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie mein Leben weiter gehen soll, wenn sie nicht mehr da ist. Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Das wichtigste ist, dass ich dafür sorgen möchte, dass in dieser verbleibenden Zeit meine Tochter sich glücklich fühlen soll.“

Christian hatte eine Vermutung, was die Mutter von ihm wollte. „Als meine Tochter sie in diesem Löwenkostüm begegnete, merkte ich schnell, dass sie sich sehr freute. In letzter Zeit schaffte ich es nicht, dass sie sich so freute. An ihrem Lächeln war mir bewusst, dass sie sich glücklich fühlte. Nachdem wir uns von ihnen verabschiedeten, war meine Tochter sehr traurig gewesen und fragte mich, ob der Löwe sie wirklich besuchen wird. In dieser Situation sagte ich zu ihr, dass der Löwe sie garantiert besuchen wird. Deshalb bin ich zu ihnen gekommen. Ehrlich gesagt war es purer Zufall, dass ich sie gefunden habe. Ich gab meine Tochter einer guten Freundin, um so nach ihnen suchen zu können. In denkbaren Stadtteilen habe ich nach ihnen gesucht. Aber ich hatte mir keine große Hoffnungen gemacht, dass ich sie finden könnte.“

„Das ist wirklich eine traurige Geschichte mit ihrer Tochter.“ „Sie müssen folgendes wissen. Ich habe leider nicht so viel Geld, dass ich ihnen bieten könnte, wenn sie als Löwe verkleidet meine Tochter besuchen könnten. Wir leben in einfachen Verhältnissen. Ich habe nun das Gefühl, dass es doch keine gute Idee war, dass ich sie mit meinen Sorgen belästige.“ „NEIN! Sie belästigen mich nicht damit. Ich kann ihr Handeln gut nachvollziehen.“ „Ich danke ihnen, dass sie dafür Verständnis haben. Aber wie gesagt, kann ich ihnen nicht viel Geld dafür bezahlen.“ „Ich schlage folgendes vor. Ich verlange kein Geld von ihnen, sondern möchte statt dessen für den Besuch ein warmes Essen und die Möglichkeit bekommen, dass ich bei ihnen duschen könnte. In so einem Suit wird es nach einer bestimmten Zeit richtig unangenehm heiß. Sind sie mit dem Vorschlag einverstanden?“

„Damit bin ich ganz einverstanden. Wann könnten sie denn zu uns kommen?“ „Ich könnte Morgen zu ihnen kommen? Passt das ihnen?“ „Ja, das passt mir. Ich denke, dass wir uns vorstellen sollten. Ich bin Ellen Born.“ „Mein Name ist Christian Taylor. Wie heißt denn ihre Tochter?“ „Sie heißt Sandy und ist ein großer Fan des Disneyfilms „König der Löwen“ Sie ist 8 Jahre alt. Sie sind bestimmt auch ein Fan von diesem Film oder?“ „Ja, das sehen sie richtig...“ Christian und Ellen unterhielten sich noch eine Weile, bis sie sich verabschiedeten. Im Gespräch wurden unter anderen besprochen, wie der morgige Tag grob ablaufen sollte. Christian erfuhr dann ebenfalls weitere Details aus dem Leben von Ellen und Sandy. Was er erfuhr, hörte sich wirklich traurig an.

Als er zu Hause war, musste er sich über den heutigen Tag seine Gedanken machen und setzte sich in einem Sessel. Er fragte sich, warum machte er das. Sein Gefühl sagte ihm, dass er nicht nein sagen konnte. Am nächsten Tag fuhr er mit dem Wagen zu Ellen und Sandy. Dort angekommen ging, schaute er sich um. Die Gegend zeigte deutlich, dass hier Personen wohnten, die aus einfachen Verhältnissen kamen. Er nahm seinen Koffer aus dem Wagen, schloss ihn ab, marschierte zur Eingangstür und klingelte. „Wer ist da?“ „Hallo Ellen. Hier ist Chris.“ Sie öffnete die Eingangstür und er ging hinein. Sie wohnte im 6. Stock und Chris ging die Treppe hinauf, weil es keine Fahrstuhl gab. Dort angekommen, erwartete Ellen ihn schon.

„Hallo Chris.“ „Hallo Ellen. Schläft Sandy noch?“ „Ja...sie schläft noch. Kommt erst mal hinein.“ Chris schaute sich in der Wohnung um und er erkannte schnell, dass sie wirklich aus einfachen Verhältnissen kamen. Er ging in das Wohnzimmer, um sich dort in einem Löwen verwandeln. Nachdem er nun ein Löwe wurde, kam Ellen ins Zimmer. „Sandy müsste gleich wach sein. Ich bin mir sicher, dass sie sich sehr freuen wird, wenn sie den „König der Löwen“ wieder sieht.“ Der Löwe folgte Ellen ins Zimmer von Sandy. Dort sprach Ellen mit einer freudigen Stimme zu ihrer Tochter: „Sandy...schau mal, wer uns heute besucht.“ Chris bemerkte am Lächeln von Sandy, dass sie sich sehr freute, dass ihr Lieblingslöwe sie besuchte. Der Löwe kam zu ihren Bett und ging in die Hocke. „Das finde ich toll, dass du mich besuchst. Wie lange kannst du denn bei mir bleiben?“ Ellen sagte zu ihr: „Simba hat mir gesagt, dass er ungefähr 2 Stunden bei dir bleiben kann. Mehr geht leider nicht, weil er danach was wichtiges zu erledigen hat.“
„Warum sprichst du denn nicht mit mir?“ Ellen erklärte ihr: „Simba ist etwas schüchtern, deshalb möchte er nur mit mir reden. Ich lasse euch nun alleine.“ Chris hörte, wie Ellen das Zimmer verließ und die Tür schloss. „Ich möchte dich umarmen.“ Der Löwe kam in gehockter Stellung näher zum Bett, damit Sandy ihm knuddeln konnte. Danach machte der Löwe viele lustige Dinge, damit das Mädchen sich freute oder darüber lachte. Als die 2 Stunden zu Ende waren, kam Ellen wieder ins Zimmer. „Wirst du mich bald wieder besuchen? Dein Besuch hat mir wirklich viel Spass gemacht.“ Der Löwe nickte und verließt das Zimmer. Chris lauschte nun das Gespräch der beiden. „Möchtest du wirklich, dass der Löwe dich wieder besuchen soll?“ „Ja...das möchte ich. Simba hat viele lustige Dinge gemacht. Die möchte ich noch mal sehen....“

Nachdem Duschen und Essen unterhielt sich Chris mit Ellen. „Ist es für dich möglich, dass du 2 mal in der Woche uns besuchen könntest? Das ist vielleicht etwas zu viel verlangt.“ „Das ist nicht wirklich so viel verlangt! Das könnte etwas schwierig werden, aber das müsste klappen. Mir ist klar, dass Zeit nun eine wichtige Rolle spielen wird...“ Einige Zeit später bei ihm zu Hause machte er sich über diesen Tag seine Gedanken. Er konnte sich immer noch gut erinnern, was er in diesen 2 Stunden machte und wie darauf reagierte. An Sandys Reaktion wusste er, dass sein Besuch ihr wirklich Spass und Freude machte.

In den nächsten Wochen besuchte Chris die beiden mindestens 2 mal die Woche. Manchmal klappe es auch mit einem dritten Besuch, wenn es Chris’ Angelegenheiten erlaubten. Die Besuchstage waren meistens der Freitag und der Samstag. An einem Donnerstag , der vor Weihnachten lag, klingelte es morgens bei Chris. Er nahm ab. „Hallo hier ist Taylor.“ „Chris...hier ist Ellen. Ist es möglich, dass du heute zu uns kommen kannst?“ „Das kommt drauf an, weil heute was erledigen wollte. Was ist denn los?“ „Sandy...ihr geht es heute sehr schlecht. Mein Gefühl sagt mir, dass sie heute sterben wird! Ich hatte ihr versprochen, wenn dieser Tag kommen wird, würde auch ihr Lieblingslöwe sie besuchen, um sich von ihr zu verabschieden.“ Chris hörte, dass Ellen jetzt weinte. „Ich werde so schnell es geht bei euch sein. Das ist versprochen.“

Zuerst rief er mehrere Personen an, um Termine zu verschieben oder abzusagen. Dann fuhr er so schnell er konnte zu Ellen und Sandy. Als Ellen die Tür aufmachte, sah Chris ihr trauriges Gesicht. Viele Tränen liefen aus ihren Augen. Sie unterhielten sich kurz und dann ging er ins Wohnzimmer, um wieder ein Löwe zu werden. Danach kam er in Sandys Zimmer und erkannte schnell, dass es ihr nicht wirklich gut ging. Der Löwe näherte sich dem Bett und ging in die Hocke. Sie sprach mit einer schwachen Stimme zu ihm: „Das finde ich toll, dass du mich besuchst...“
 

Löwe Christian

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Hier poste ich eine bearbeitende Version meiner Geschichte, bei dem ich den Teil mit König der Löwen rausgenommen habe.

Christian Taylor freute sich sehr auf dem heutigen Samstag, der der erste im Dezember war und vor dem ersten Advent lag, weil er mit anderen Freunden gemeinsamen einen besonderen Spaziergang machen wollte. Er war ein Furry, das waren Personen, die tierische Charaktere aus Geschichten sehr mochten, und gerade dabei sein Löwenkostüm, das man auch Fursuit bezeichnete, anzuziehen. Es bestand aus einem gelben Overall mit einem langen Schwanz, zwei Schuhen und zwei Handschuhen, die beide wie große Löwenpfoten aussahen. Als letztes setzte er sich den Löwenkopf auf. Nun war er nicht mehr der unscheinbare junge braunhaarige Mann, sondern der Löwe Fatum, der sein tierisches alter Ego darstellte. Er nahm an einem Suitwalk teil, der ein paar Mal im Jahr stattfand.
Das war ein Treffen, wo viele Leute in ihren Fursuits und Personen, die nicht solche Tierkostüme trugen, bei einem verabredeten Ort sich trafen und gemeinsam unterwegs waren, um Spaß zu haben, denn so was wurde sehr groß geschrieben. Diese Suitwalks waren für ihn immer ein Höhepunkt im Jahr und das machte ihn jedes Mal Freude, daran teilzunehmen. Im Kostüm zu stecken bedeutete für ihn, dass er unter anderen den Stress des Alltags so am besten für eine Weile vergessen konnte. Es drückte auch aus, dass er gerne ein Löwe wäre, da dieses Tier in seinen Augen eine schöne und starke Ausstrahlung hat, die ihn sehr beeindruckt hat. Er betrachtete das für sich als Auszeit vom Mensch sein. Nun marschierte er mit anderen Teilnehmern im Stadtpark schon eine Weile. Wenn er und die anderen Fursuiter auf Kinder trafen, machten sie immer lustige Aktionen. Es hängte von der Situation ab, ob sie zum Beispiel die Kleinen umarmten oder sie ließen sich mit einem Kind gemeinsam fotografieren.

Wenn Christian ein Kind begegnete, dann winkte er es zu und spielte den schüchternen und fröhlichen Löwen. Nun war seine Reaktion entscheidend, wie er darauf reagieren sollte, ob er es umarmte oder ihm seine Pfote gab, um sie zu schütteln. Es kam schon einige male vor, dass er nichts gemacht hat, weil es Angst vor ihm hatte. Er fand es schade, aber hatte für dieses Verhalten Verständnis. Aus diesem Grund ging er weiter. Bestimmt wird das wieder ein typischer Suitwalk wie die letzten, dachte er. Plötzlich begegnete ihm eine Mutter mit ihrer Tochter, die in einem Rollstuhl saß, und erkannte schnell an ihrer körperlichen Verfassung, dass es ihr gesundheitlich nicht gut ging. In dieser Situation war sich nicht sicher, ob er zu ihr hingehen sollte, denn er fühlte sich ein wenig unwohl. Sein Gefühl sagte ihm, dass er doch zum Mädchen gehen sollte.

Der Löwe bewegte sich langsam zu ihr und konnte an ihrem Lächeln erkennen, dass es sich freute, dass er zu ihr näherte. Bei ihr angekommen, ging er in die Hocke und machte ein paar lustige Aktionen vor ihren Augen. Christian winkte ihr zu und verdeckte seine Augen mit seinen Vorderpfoten. Er umarmte sie kurz und spürte, dass sie das glücklich machte. Unerwartet fragte das Mädchen ihm: „Kanka? Bist du es wirklich?“

Sie hält mich für ihren lebendig gewordenen Fantasiefreund. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich muss mich da vorsichtig verhalten, um sie nicht enttäuschen, dachte er. Deshalb überlegte er schnell, wie er darauf reagieren sollte. Spontan nickte der Löwe und war sich in dieser Situation bewusst, dass er nicht sprechen durfte, damit das Mädchen weiter denken sollte, dass ihr Fantasiefreund vor ihr stand. Er wollte diesen Zauber auf keinen Fall zerstören, weil das ihm persönlich sehr wichtig war. Dann hörte er ihre freudige Stimme: „Mama…Das ist wirklich Kanka. Jetzt siehst du, dass es ihn wirklich gibt.“

Sie streckte ihre Arme aus und der Löwe verstand, dass sie ihn wieder umarmen wollte. Das machte er natürlich. Da die Sicht im Fursuit für ihn begrenzt war, konnte er nicht wirklich viel sehen, wie sich das Mädchen über dieses Begegnung freute. Aber er konnte sich das gut vorstellen und er verspürte ein Glücksgefühl, da er ihr eine Freude machen konnte. Als er sich vom ihr verabschieden wollte, sprach sie mit ihrer kindlichen traurigen Stimme zu ihm: „Bitte geh nicht!“

Er bemerkte ihren bittenden Blick und wusste nicht wirklich, wie er jetzt darauf reagieren sollte. Deshalb schaute er zur Mutter und sie sagte zu ihr: „Dein Freund muss bestimmt noch andere wichtige Dinge erledigen. Leider muss er weiter gehen. Ich bin mir sicher, dass wir ihn bald wieder treffen werden.“

„Ich möchte dich unbedingt wieder sehen! Du bist mein Lieblingslöwe und mein bester Freund! Wirst du mich Zuhause besuchen?“

Christian bemerkte ihren erwartungsvollen Gesichtsausdruck und nickte natürlich, obwohl ihm klar war, dass das eher unwahrscheinlich war. Ich musste das tun, denn ich wollte sie nicht traurig machen, dachte er und verspürte ein leichtes schlechtes Gewissen, weil er sie eigentlich angelogen hat, so was fand er überhaupt nicht gut. Aber in dieser Situation ging es seiner Meinung nach nicht anders.

Nachdem er sich vom ihr und ihrer Mutter verabschiedete, ging er mit den anderen Suitern weiter. Christian machte auch andere Kinder eine Freude. Aber er musste auch wieder an dieses kranke Mädchen denken und das betrübte etwas seine glückliche Stimmung. So was hatte er vorher noch nie erlebt. Der Suitwalk dauerte drei Stunden, bis er und die anderen wieder den Startpunkt erreichten, wo der Walk angefangen hat. Viele Stunden im Fursuit unterwegs zu sein, war anstrengend gewesen, da man darin sehr viel schwitzen musste. Für ihn war das wichtigste, dass es ihn viel Spaß machte, denn ohne das war das Leben generell nicht schön. Während er sich umzog, kam unerwartet die Mutter dieses Mädchens zu ihm. Er zeigte einen überraschten Gesichtsausdruck.
„Entschuldigen Sie, dass ich sie störe. Aber ich muss mit ihnen dringend ein Vieraugengespräch führen, da ich mit ihnen was sehr wichtiges besprechen möchte.“
„In Ordnung...wir können uns gleich unterhalten. Ich möchte mich zuerst fertig umgezogen haben. Das dauert nicht lange.“
Als er das erledigt hatte, packte er seinen Koffer, wo sich sein Löwenkostüm darin befand, in den Kofferraum und schloss seinen Wagen ab. Dann ging er mit der Mutter des Mädchens zu einer Bank und beide setzten sich. Was könnte sie von mir wollen, dachte er neugierig.
„Über was wollen sie mit mir wichtiges besprechen? Das überrascht mich ehrlich gesagt.“
„Es geht um meine Tochter. Wie soll ich ihnen das erklären? Sie müssen erst mal folgendes wissen, denn dann wird ihnen klar sein, warum ich zu ihnen gekommen bin. Meine Tochter ist schwer krankt und wird bald sterben! Mir wurde gesagt, dass sie wahrscheinlich noch ungefähr einen Monat zu leben hat. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie mein Leben weiter gehen soll, wenn sie nicht mehr da ist. Darüber mache ich mir noch keine Gedanken, weil das wichtigste ist, dass ich dafür sorgen möchte, dass in dieser verbleibenden Zeit meine Tochter sich glücklich fühlen soll.“

Christian zeigte kurz einen geschockten Gesichtsausdruck, als er hörte, dass das Kind nicht mehr lange zu leben hat. Er hatte großes Mitleid für die Mutter und ihre Tochter. Das machte ihn nachdenklich und er hatte eine Vermutung, was die Mutter von ihm wollte. Dann meinte sie zu ihm: „Als meine Tochter sie in ihrem Löwenkostüm begegnete, merkte ich schnell, dass sie sich sehr freute. In letzter Zeit schaffte ich es nicht sie zu beglücken. An ihrem Lächeln war mir sicher, dass sie sich glücklich fühlte. Nachdem wir uns von ihnen verabschiedeten, war meine Tochter sehr traurig gewesen und fragte mich, ob ihr bester Freund sie wirklich besuchen wird. In dieser Situation sagte ich zu ihr, dass Kanka sie garantiert besuchen wird. Deshalb bin ich zu ihnen gekommen. Ehrlich gesagt war es purer Zufall, dass ich sie gefunden habe. Ich gab meine Tochter bei einer guten Freundin ab, um so nach ihnen suchen zu können. In vielen Stadtteilen war ich gewesen, um sie zu finden. Aber ich hatte mir keine große Hoffnungen gemacht, dass das erfolgreich werden könnte.“
„Es tut mir sehr Leid wegen ihrer Tochter“, sagte er. Christian konnte sich gut vorstellen, wie sie sich emotional fühlen musste. Das ganze bewegte ihn sehr und er verspürte das leichte Gefühl weinen zu wollen, weil das ganze unerträglich traurig war. Das Leben ist nicht fair, dachte er.
„Sie müssen folgendes wissen. Ich habe leider nicht so viel Geld, dass ich ihnen bieten könnte, wenn sie als Löwe verkleidet meine Tochter besuchen könnten. Wir leben in einfachen Verhältnissen. Ich habe nun das Gefühl, dass es doch keine gute Idee war, dass ich sie mit meinen Sorgen belästige.“
„NEIN! Sie belästigen mich nicht damit, denn ich kann ihr Handeln ganz nachvollziehen“, sprach er mit einer entschlossenen Stimme.
„Ich danke ihnen, dass sie dafür Verständnis haben. Aber wie gesagt, kann ich ihnen nicht viel Geld dafür bezahlen.“
„Ich schlage folgendes vor. Ich verlange kein Geld von ihnen, sondern möchte stattdessen für den Besuch ein warmes Essen und die Möglichkeit bekommen, dass ich bei ihnen duschen könnte. In so einem Kostüm wird es nach einer bestimmten Zeit richtig unangenehm heiß. Sind sie mit dem Vorschlag einverstanden?“
„Damit bin ich ganz einverstanden. Wann könnten sie denn zu uns kommen?“ „Ich könnte Morgen zu ihnen kommen? Passt das ihnen?“
„Ja, das passt mir sehr gut. Ich denke, dass wir uns vorstellen sollten. Ich bin Ellen Born.“
„Mein Name ist Christian Taylor. Wie heißt denn ihre Tochter?“
„Meine 6jährige Tochter heißt Sandy und ich möchte ihnen schon ein paar wichtige Informationen über ihren Fantasiefreund Kanka erzählen. Das könnte für sie sehr nützlich sein…“
Er und Ellen unterhielten sich noch eine Weile, bis sie sich verabschiedeten. Im Gespräch wurde unter anderen besprochen, wie der morgige Tag grob ablaufen sollte. Er erfuhr dann ebenfalls weitere Details aus dem Leben von Ellen und Sandy. Was er erfuhr, hörte sich sehr traurig an. Unter anderen berichtete sie ihm, dass ihr Vater die Familie wegen einer anderen Frau verlassen hat und danach keinen Kontakt zu ihnen suchen wollte. In Christians Augen war dieser Vater ein widerliches Schwein gewesen, der seiner Meinung nach nur Verachtung verdient hat.

Als er zu Hause war, musste er sich über den heutigen Tag seine Gedanken machen und setzte sich in einem Sessel. Er fragte sich, warum er das machen wollte. Sein Gefühl sagte ihm, dass er nicht nein sagen konnte und er das unbedingt tun möchte, weil er so in nachhinein betrachtet das Mädchen nicht angelogen hat wegen dem Versprechen, denn so was fand er für sich selbstverständlich, dass man sich daran halten sollte. Am nächsten Tag fuhr er mit dem Wagen zu Ellen und Sandy. Während der Fahrt machte er sich über das Treffen seine Gedanken, denn er wollte, dass sie fröhlich sein sollte. Seine Gefühle waren verwirrt, weil sie sich nicht entscheiden konnten, ob er sich freuen oder traurig fühlen sollte, denn eigentlich war die ganze Situation beides, was für ihn sehr gewöhnungsbedürftig war. Dort angekommen, stieg er aus und schaute sich um. Die Gegend zeigte deutlich, dass hier Personen wohnten, die aus einfachen Verhältnissen kamen. Dieser Ort sorgt wirklich für eine betrübte Stimmung, dachte er. Plötzlich verspürte er eine Melancholie, die nicht lange blieb. Er nahm seinen Koffer aus dem Wagen, schloss ihn ab, marschierte zur Eingangstür und klingelte. Christian nahm Ellens Stimme wahr: „Wer ist da?“
„Hallo Ellen. Hier ist Chris“, antwortete er und überlegte schon, wie er als Löwe agieren sollte, damit Sandy sich freuen sollte, denn das war das wichtigste an diesem Tag.
Sie öffnete die Eingangstür und er ging hinein. Beide wohnten im sechsten Stock und Chris ging die Treppe hinauf, weil es keinen Fahrstuhl gab. Dort angekommen, erwartete Ellen ihn schon und guckte ihn mit einem freundlichen Gesichtsausdruck an.
„Hallo Chris“, sagte sie zu ihm und lächelte ihn kurz an. Sie freute sich, dass er da war.
„Hallo Ellen. Schläft Sandy noch?“, fragte er mit einer leisen und angenehmen Stimme.
„Ja...sie schläft noch. Kommt erst mal hinein.“
Chris schaute sich in der Wohnung um und er erkannte schnell, dass sie wirklich aus einfachen Verhältnissen kamen. Er zog seine Schuhe aus und ging in das Wohnzimmer, um sich dort in einem Löwen verwandeln. Nachdem er nun ein Löwe war, kam Ellen ins Zimmer und musste bei diesem niedlichen Anblick ein kurzes Lächeln zeigen. Beide unterhielten sie kurz, wie das ganze ablaufen sollte.
„…Sandy müsste gleich wach sein. Ich bin mir sicher, dass sie sich sehr freuen wird, wenn sie ihren besten Freund Kanka wieder sieht.“
Der Löwe folgte Ellen ins Zimmer ihrer Tochter. Dort sprach Ellen mit einer freudigen Stimme zu ihr: „Sandy...schau mal, wer uns heute besucht.“
Chris bemerkte an Sandys fröhlicher Miene, dass sie sich sehr freute, dass ihr bester Freund sie besuchte, da ihre Augen vor Freude glänzten. Der Löwe kam zu ihrem Bett und ging in die Hocke. Er Lächeln gab ihn das Gefühl, dass es richtig war sie zu besuchen. Das löste bei ihm auch ein Glücksgefühl aus und er konnte die traurige Wahrheit, dass sie bald sterben wird, ignorieren, damit er sich nur auf sie konzentrieren möchte. Für ihn war es nur wichtig, dass ihre letzten Tage möglichst schön und angenehm werden sollten.
„Das finde ich toll, dass du mich besuchst. Wie lange kannst du denn bei mir bleiben?“, fragte sie ihm.
Ellen sagte zu ihr: „Kanka hat mir gesagt, dass er ungefähr zwei Stunden bei dir bleiben kann. Mehr geht leider nicht, weil er noch andere wichtige Dinge erledigen muss.“
„Warum sprichst du denn nicht mit mir?“
Ellen erklärte ihr: „Er ist etwas schüchtern zu Kindern, deshalb möchte er nur mit mir reden. Ich lasse euch nun alleine.“
Chris hörte, wie Ellen das Zimmer verließ und die Tür schloss. Sie sagte mit einer glücklichen Stimme zu ihm: „Ich möchte dich umarmen.“
Der Löwe kam in gehockter Stellung näher zum Bett, damit Sandy ihm knuddeln konnte. Er spürte an ihrer Reaktion, dass seine Anwesenheit als ihr bester Freund sie sehr glücklich machte. Innerlich merkte er bei sich auch das Gefühl von Freude. Dann muss ich schnell überlegen, was ich für komische Aktionen tun könnte, dachte er. Nun machte der Löwe viele lustige Dinge, damit das Mädchen sich freute oder darüber lachte. Unter anderen machte er ein paar komische Tanzbewegungen, wo sie kichern musste. Christian setzte sich auf dem Boden und legte ein paar ihrer Plüschtiere neben sich und bewegte sich für eine Weile nicht, da er selbst nun eins spielte. Das fand sie auch komisch und er nahm ihr Lachen wahr. Dann nahm er einen Plüschlöwen in eine seiner Pfoten. Den Löwen hielt er sehr hoch in Richtung der Decke. Dabei ließ er ihn in einer tollpatschigen Art fallen und reagierte so, dass es ihm peinlich war. Ein lautes feixen war von ihr zu hören. Jetzt ging er in die Hocke und platzierte den Stofflöwen auf sein Haupt. Er bewegte den Kopf nach oben und gleichzeitig hob er eine seiner Vorderpfoten, um den kleinen Löwen was zu zeigen. Wie erwartet musste er von ihm runter fallen. Christians gespielte Reaktion war, dass es ihm unangenehm war. Sandy musste darüber auch glucksen. Später versteckte er sich bei ihrem Bett so, dass er aus ihrem Blickfeld verschwand. Somit wollte er gleich wieder auftauchen, um sie zu erschrecken. Er spielte es so, dass es eher niedlich und komisch aussah. Wie erwartet war ein lautes Lachen von ihr zu hören.

Als die zwei Stunden zu Ende waren, kam Ellen wieder ins Zimmer und hörte ihre Tochter fragend: „Wirst du mich bald wieder besuchen? Dein Besuch hat mir wirklich viel Spaß gemacht.“
Der Löwe nickte und verließ ihr Zimmer. Chris lauschte nun das Gespräch der beiden neben der Tür. Ellen fragte Sandy: „Möchtest du wirklich, dass Kanka dich wieder besuchen soll?“ „Ja...das möchte ich unbedingt. Er hat viele lustige Dinge gemacht. Die fand ich toll und ich möchte das wieder erleben....“
Nachdem Duschen und Essen unterhielt sich Chris mit Ellen. Er erkannte, dass ihre Mutter auch sehr zufrieden war, dass sie ihre Tochter glücklich machen konnte. Sie meinte zu ihm: „Ist es für dich möglich, dass du zwei mal in der Woche uns besuchen könntest? Das ist vielleicht etwas zu viel verlangt.“
„Das ist nicht wirklich so viel verlangt! Das könnte etwas schwierig werden, aber das müsste klappen. Mir ist klar, dass Zeit nun eine wichtige Rolle spielen wird...“

Einige Zeit später bei ihm zu Hause machte er sich über diesen Tag seine Gedanken. Er konnte sich immer noch gut erinnern, wie er als Löwe agiert hatte und wie das Kind darauf freudig reagierte. An Sandys Reaktion wusste er, dass sein Besuch ihr wirklich Spaß und Freude machte. Ich fühle mich müde. Aber ich bin froh, dass ich das getan habe, dachte er. Ihm war bewusst, dass die nächsten Tage wegen Sandy und seinem Job sehr anstrengend sein mussten. Aber er bereute diese Entscheidung nicht, denn er war sich ganz sicher, dass es richtig war. Er erkannte durch ihr, dass man versuchen sollte jeden Tag was zu tun, dass einen glücklich macht, weil jeder irgendwann sterben muss.
In den nächsten Wochen besuchte Chris die beiden mindestens zweimal die Woche. Manchmal klappe es auch mit einem dritten Besuch, wenn es Chris’ Angelegenheiten erlaubten. Die Besuchstage waren meistens der Mittwoch und der Samstag. An einem Freitag, der vor Weihnachten lag, klingelte es morgens bei Chris. Er nahm ab.
„Hallo hier ist Taylor.“
„Chris...hier ist Ellen. Ist es möglich, dass du heute zu uns kommen kannst?“, fragte sie in einem traurigen Ton, den man merken musste.
„Das kommt drauf an, weil heute was erledigen wollte. Was ist denn los?“, antwortete er und hatte eine Vorahnung, was dieser Anruf bedeuten musste.
„Sandy...ihr geht es heute sehr schlecht. Mein Gefühl sagt mir, dass sie heute sterben wird! Ich hatte ihr versprochen, wenn dieser Tag kommen wird, würde auch ihr bester Freund sie besuchen, um sich von ihr zu verabschieden.“
Chris war von dieser unerwarteten schlimmen Nachricht kurz geschockt gewesen und wusste nicht, was er dazu sagen konnte. Er hatte gedacht, dass sie noch etwas Zeit hätten, bevor dieser Tag kommen musste. Nun hörte er, dass Ellen plötzlich stark weinte. Mit einer beruhigen Stimme sprach er zu ihr: „Ich werde so schnell es geht bei euch sein. Das verspreche ich dir…“
 

Löwe Christian

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Er seufzte und dachte kurz nach, wie er so schnell es ging die beiden besuchen wollte, denn er stand unter Zeitdruck und hatte Angst, dass er zu spät kommen könnte. Diesen Gedanken versuchte er zu verdrängen, was ihm nicht leicht fiel. Zuerst rief er mehrere Personen an, um Termine zu verschieben oder abzusagen. Dann fuhr er so schnell er konnte zu Ellen und Sandy. Unterwegs musste er an die vielen schönen Momente denken, wo er als bester Freund Kanka ihr Freude machen konnte oder sie zum lachen zu bringen. Er fühlte sich sehr traurig und hätte weinen können, weil er fand, dass das nicht fair war. Sandy hatte seiner Meinung nach ein viel zu kurzes Leben gehabt. Spontan entschied er sich, dass sein alter Ego nicht mehr Fatum sondern Kanka heißen sollte, weil sein Bauch ihn sagte, dass er das tun sollte. Christian war sich sicher, dass er diese tollen Augenblicke mit ihr niemals vergessen wird, denn sie sollte in seinen Erinnerungen weiter leben. Auch machte er sich Gedanken, ob er diese schönen Erlebnisse mit ihr aufschreiben sollte, damit ihre Lebensgeschichte nicht in Vergessenheit geraten sollte. Er überlegte auch, was sie ihm noch mitteilen könnte und wie er darauf reagieren sollte.
Als Ellen die Haustür öffnete, sah Chris ihr trauriges Gesicht. Viele Tränen liefen aus ihren Augen. Er hätte auch weinen können, weil dieser Anblick schlimm aussah, aber er wollte das noch nicht tun. Sie unterhielten sich kurz und umarmten sich und dann ging er ins Wohnzimmer, um für Sandy noch einmal Kanka zu werden. Beim Anziehen seines Fursuits verspürte er zum ersten Mal eine große Melancholie, was er vorher noch nie erlebte, wenn er sein Löwenkostüm tragen wollte. Er seufzte und seine Gefühle spielten verrückt, denn diesen Moment empfand er emotional als unerträglich. Christian hatte das Bedürfnis schreien zu wollen, um so seine Trauer raus zu lassen. Aber er wollte das nicht und konnte sich zusammen reißen, was ihm nicht leicht fiel. Danach kam er in Sandys Zimmer und erkannte an ihren Gesichtsausdruck schnell, dass es ihr sehr schlecht ging. In diesem Augenblick wollte er weinen. Aber er konnte das unterdrücken. Der Löwe näherte sich ihrem Bett und ging in die Hocke. Sie sprach mit einer schwachen Stimme zu ihm: „Kanka…Das finde ich toll, dass du mich besuchst...“
 

Fiete Langohr

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Mein erster Eindruck war eine bewegende, tiefgründige Geschichte gelesen zu haben, die sich über weite Teile einfach nicht so schön liest. Und das finde ich schade, weil ich in der Geschichte Potenzial sehe.

Vom Ablauf der Ereignisse, von den angesprochenen Themen und den gezeigten Emotionen ist alles soweit in Ordnung. Das Schicksal des kleinen Mädchens geht mir am Ende sogar nahe. Der Schlusssatz ist das Beste an der Geschichte. Das ist wirklich bewegend. Aber die Geschichte liest sich für mein Empfinden davor einfach unrund. Formulierungen wirken hölzern/umständlich und die Rechtschreib- und Grammatikfehler stören ebenfalls den Lesefluss. Da ich dich und deine Texte kenne, weiß ich, dass dort deine Schwächen liegen. Beim Lesen möchte ich in den Bann gezogen werden, es sollen Bilder in meinem Kopf entstehen und vor allem möchte wissen, wie es weiter geht. Da ist es dann hinderlich, wenn ich mir erstmal überlegen muss, wie der Satz gemeint ist, wenn da Worte fehlen oder falsch geschrieben sind. Darüber hinaus müssen die Worte mich ansprechen. Spiel mit der Sprache. Versuche das gleiche auf verschiedene Weisen zu sagen und überlege dir, was passt. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir deine eigenen Sätze mal selbst oder anderen laut vorliest. Beim Klang der Worte merkst du vielleicht eher die Wirkung. Es ist nicht leicht an seinem Schreibstil zu arbeiten, aber ich denke es lohnt sich bei dem, was du zu erzählen hast.
 

Foraxion

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Um ehrlich zu sein.... Wer solche Geschichten sich ausdenken kann, bzw. wer sie so im übertragenen Sinne aufschreiben kann ist echt ein guter Geschichtenschreiber. Es war sehr mitfühlend und sehr mitreißend. Wie auch Fiete gesagt hat, war der letzte Satz echt ein guter Schlusssatz. Sehr interessant zum lesen. Auch wenn Rechtschreibfehler oder Grammatikfehler drinnen gewesen sind, bin ich eher nicht der "Experte" beim lesen, sonst eher der "gute Leser", weswegen ich diese Fehler nicht realisiere, sondern mich mehr auf den Inhalt beziehe.
Mach weiter so! :lol:
 

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