Drei wilde Tiere unterwegs

Tyger

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Zu Ostern anno 2017 begab es sich, dass Ariana, Murphys_Law und Tyger sich aufmachten zu einer Reise nach Spanien. Am Karfreitag war alles gepackt, Zelte, Schlafsäcke, Isomatten und tausend Dinge verstaut, und mein Auto fast am Platzen. Da wir lieber etwas vom Land sehen als Maut zahlen wollten, fuhren wir Landstraße, und das Navi beschloss, uns überraschend durch eine Ecke der Schweiz zu führen, was eigentlich gar nicht geplant war. Schließlich wurde es Abend und der einzige Campingplatz, den wir fanden, war im Jura auf ca. tausend Metern Höhe. Er war noch nicht geöffnet, aber offen und die Schranke oben, also schlugen wir da einfach mal trotzdem unsere Zelte auf, was auch niemanden störte. Nach einer recht kalten Nacht ging es dann weiter nach Südfrankreich, in warmes, sonniges Wetter und schöne Landschaft. Hier ein paar Impressionen von der südfranzösischen Landschaft und aus Carcassonne. (Die Burg Carcassonne könnte eigentlich sehr schön sein, ist aber leider eine Tourifalle, wo die Menschenmassen sich schier stapeln.)

 

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Löwe Christian

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Die letzten beiden gefallen mir am besten. Beide Fotos haben eine angenehme Stimmung.

Zum 2. Foto: Ist dieser lila Lichtstrahl so gewollt gewesen?
 

Tyger

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Ja, ich habe da ein bisschen mit dem Gegenlicht gespielt und fand den Effekt dann ganz gut.
 
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Die Bilder sind wirklich nett. Finde persönlich die ersten beiden am besten - ein schönes Gebäude und ein netter Effekt.
Nebenbei war mir gar nicht klar das Carcassonne eine Burg ist. Kannte das bis jetzt nur als Spiel.
 

Ariana

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Also... Abfahrt bis Carcassonne... krieg ich hin.
 

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Ariana

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Ich mach auch direkt weiter:
Am Tag danach wollten wir Strecke machen. Das ist nur doof, wenn das Navi uns über die so genannte "Schnuffelstrasse" schickt... einen schmalen, nicht ungefährlichen Gebirgspass mit Gegenverkehr, aber nicht wirklich Platz um aneinander vorbeifahren. Heftig ist allerdings die Tatsache, dass auf etwa der Hälfte die Straße über eine Hochebene führt und da tatsächlich eine Ortschaft ist.
Sonderlich weit sind wir nicht gekommen, also haben wir in den Pyrenäen auf 1000m Höhe wild die Zelte aufgeschlagen.

Auf dem Weg dorthin - irgendwo hinter Beziers - fuhren wir an einem alten, franzöischen Friedhof entlang. Ich muss sagen: Die Französier haben viel schönere Friedhöfe als wir. Also habe ich voll die gruftigen Bilder gemacht.
 

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Tyger

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Ariana hat schon mal angefangen mit den ersten Objekten, die wir uns angeschaut haben (es sollte ja ein Urban-Exploration-Urlaub werden). Beide haben wir rein zufällig entdeckt. Das Erste war in Carcassonne, Nähe McDonalds, wo wir zu einem kleinen Imbiss eingekehrt waren. Die Beschriftung über der Eingangstür wies es als China-Museum aus, ich würde aber eher auf ein China-Restaurant oder eine Kombination aus beidem tippen. Bewährt hat sich das Geschäftsmodell wohl nicht.

 

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Pawly Tigris

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So schön viel Natur, das muss herrlich gewesen sein. Mal wieder sehr schöne Fotografien von euch.
 

Tyger

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Südfrankreich war wirklich toll. Eigentlich waren wir alle drei keine besonderen Frankreich-Fans; dass wir dort waren, hatte sich einfach nur so ergeben, weil das nun mal zwischen Deutschland und Spanien liegt, aber am Ende waren wir uns alle einig, dass Südfrankreich das schönste Land unserer Reise war. Und auch all die Geschichten über die reservierten Franzosen, die etwas gegen Deutsche haben, können wir ganz und gar nicht bestätigen. Es stimmt zwar, dass die Verständigung etwas schwierig sein kann, weil die Franzosen ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass der Rest der Welt nun mal Französisch zu können hat, aber wir haben da durchweg freundliche und offene Menschen erlebt.
Und hier kommt auch schon das nächste Objekt, das direkt an der Schnuffelstraße lag, ein ehemaliges Bauernhaus bzw. Gehöft, dessen Alter schwer einzuschätzen war. Weil es ganz aus Natursteinen gebaut war, hielten wir zumindest die Bausubstanz zunächst für sehr alt, stellten aber später fest, dass man dort wohl bis heute Häuser aus Natursteinen baut. In einem Regal im oberen Stockwerk lagen ein paar Romane aus den 1960ern; bis dahin scheint das noch bewohnt gewesen zu sein.

 

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Pawly Tigris

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Nun ja französisch können & französisch können sind zwei paar Schuhe, fraglich was die Franzosen da immer so meinen.
Hieß die Strasse wirklich "Schnuffelstrasse" oder ist das ein Synonym für einen Landweg? Solche Natursteinbauten sind immer so schön urig, ich hätte gerade bei so Torbauten wie auf den Bildern immer bedenken wegen dem Alter. Nicht das sich da noch was löst oder so. Aber das ist wohl Teil des Abenteuers dann.
 

Tyger

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Die Schnuffelstraße haben wir einfach so genannt, weil sie so schnuffelig war.xD
 

Ariana

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Nun ja französisch können & französisch können sind zwei paar Schuhe, fraglich was die Franzosen da immer so meinen.
Das ist genau eines der Vorurteile mit denen ich aufgeräumt hatte. Die Franzosen haben erst sehr spät angefangen in der Schule englisch zu lernen. Wenn man bei Beziers in Südfrankreich Menschen findet, die sich mit Deutsch abmühen, weil sie das als höflich empfinden... Nein, Franzosen sind sehr, sehr herzlich. Man muss nur hinter die ersten Eindruck blicken und sich mit ihnen beschäftigen.
Jeder grüßt, jeder ist freundlich.
Spanien ist da ganz anders. Da sind die Menschen kühl teilweise richtig unfreundlich.

So... jetzt warte ich bis der Tyger mit seinen Fotos endlich in Andorra ankommt.
 

Pawly Tigris

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Ich fürchte da liegt ein Missverständnis vor, ich denke nicht so über Franzosen. Habe mich da ungeschickt ausgedrückt, dass "französisch können" war zweideutig gemeint und bezog sich auf die bekannte "französische Stellung". Es sollte witzig sein und ist nach hinten los gegangen, my bad.
 

Tyger

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So, dann mache ich mal weiter bis Andorra. Da Andorra zwischen Frankreich und Spanien und damit ohnehin mehr oder weniger auf unserem Weg lag, wollten wir uns das natürlich ansehen. Der Grenzübergang von Frankreich nach Andorra war mit 2400 Metern der höchste Punkt unserer Reise, und da Andorra zwar eigene Euros herausgibt, aber kein EU-Mitglied ist, war der ganze Grenzort größtenteils eine Einkaufsmeile für alles, was den zollfreien Einkauf lohnt: Alkohol, Tabakwaren, Fleisch- und Wurstwaren. Wir nutzten die Limits natürlich voll aus und kauften gut ein. Ich kaufte dort den besten Absinth, den ich je hatte, und bei dem wir zum ersten Mal tatsächlich die Wirkung des Thujons deutlich spürten. Der Thujongehalt steht nicht drauf, vermutlich gibts dort keine Begrenzung.
Hier Fotos von einem Autowrack an der Bergstraße, von der Passhöhe und einem Ort in Andorra. Es scheint dort bis heute üblich zu sein, auch große Häuser aus Natursteinen zu bauen. Allgemein macht Andorra den Eindruck einer kleinen Schweiz - alles wirkt sehr gediegen, geschniegelt und fast übertrieben sauber, aber eng und verwinkelt gebaut.

 

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Pawly Tigris

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Das Bild mit dem Autowrack (mein Favorit) gibt mal wieder sehr dystopische Stimmungen her. Interessant das es tatsächlich noch Ecken zu geben scheint wo es qualitativ guten Absinth gibt. Die ungesund-knallgrüne Plastikplörre aus dem Supermarkt hat ja nun so gar nichts mehr mit Absinth zu tun.
 

Ariana

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Ich mach einfach mal weiter mit einem Zementwerk in den Pyrenäen. Dies diente uns dann auch als Schlafplatz. War auf 1000m und somit scheiße kalt. Nie wieder auf Beton schlafen.
Aber am nächsten Morgen sind tolle Gasmasken-Bilder entstanden.

Später waren wir in einem azurblauen Stausee Hygiene betreiben. Für die 700m war der See sogar gar nicht mal so kalt. Aber das Blau... das war so... wie auf einer Postkarte!

 

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Tyger

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Das Zementwerk war großartig, wenn auch leider schon sehr verfallen. Treppen in obere Stockwerke existierten größtenteils nicht mehr und teilweise existierten auch die oberen Stockwerke selbst nicht mehr, nur noch die Außenmauern - zumindest bei den Bürogebäuden. Die Produktionsbauten waren stabiler, von denen war mehr erhalten.
Die Übernachtung in dem Objekt war tatsächlich etwas frisch, aber kultig. Es war auch nicht die kälteste Nacht unserer Tour, das ging dann noch bis hin zu einer morgendlichen Eisschicht auf den Zelten. Das Wetter war zwar tagsüber super und sonnig, aber wir waren in den Bergen unterwegs.

 

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