[Digimon] Flammenkreis

Rogue

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Rawr! Eins der Projekte die ich für 2015 habe. Eine Digimon-Fanfiction. :)
Ich habe beim schreiben drauf geachtet Rechtschreibfehler zu vermeiden. Wer welche findet, schreibt es mir bitte! ^^
Na dann, viel Spaß beim lesen~


Prolog: Ein Dinosaurier in der Stadt

Die Sonne schien geradewegs auf die Couch auf der Shelli lag und brummend versuchte sie sich umzudrehen um dem hellen Licht zu entgehen.
Doch viel brachte dies nicht, da der Wecker ihres Handys laut plärrte.
"Verdammt..." brummte die 16-jährige und gähnte ausgiebig, sie musste zur Schule wo sie dann rumhocken konnte und sich auf die Prüfungen vorbereitete.
Lieber hätte sie ihre Zeit anders verbracht, so aber zog sie eine blaue Jeans an und ein schwarzes T-Shirt mit Drachenmotiv an. Ihr Handy wurde in der Hosentasche verstaut, der Rucksack mit den Schulsachen warf sie sich über die Schulter und stolperte dann ins Bad rein.
Ihre Eltern waren bereits auf Arbeit, weswegen sie nun alleine sich fertig machen konnte, schnell schmierte sie sich Essen für den Tag das sie dann in den Ranzen packte.
Im Bad putzte sie sich die Zähne und kämmte ihre zersausten schwarzen Haare die in einem bestimmten Lichtwinkel leicht blau schimmerten.
Ihre blaugrauen Augen staarten müde in den Spiegel und sie gähnte lauthals.
Wenn sie mal irgendwo Schichtarbeit machen konnte würde sie nur Spätschichten schieben, das stand für sie schon mal fest.
"Dann wollen wir mal los." sagte sie zu sich selbst und rannte aus dem Haus raus, ihr Fahrrad stand schon bereit an der Wand gelehnt.
Sie schloss es mit einigen Handgriffen auf und radelte dann zur Schule, bei Anderthalb Kilometern brauchte sie zum Glück nicht solange bis sie dann ankam.
Ein Blick auf die Uhr verriet ihr das es noch 7:00 Uhr war, genug Zeit das sie sich nicht sputen musste.
An der Kreuzung hielt sie an als die Fußgängerampel plötzlich rot wurde und blinzelte. Irgendetwas war anders als sonst
Die Luft verschwamm wie der Asphalt im Hochsommer während eines Formel 1 Rennens, obwohl der Sommer noch kam und der Frühling erst zur Hälfte rum war.
"Komisch..." sagte sie und schüttelte verwundert den Kopf.
Als sie wieder nach vorne sah war sie mehr in Versuchung gekommen den Kopf zu schütteln und sich die Augen zu reiben.
Mitten auf der Straße stand ein Dinosaurier.
Er war schwarz und weiß und hatte ein riesiges Horn auf der Nase. Es hatte an seinem Nacken einen mächtigen Schild mit roten Absätzen und brüllte laut als ein Laster auf es zufuhr und scharf bremste.
Dann wandte es sich in die Richtung in der Shelli stand die schnell vom Fahrrad sprang und mit einem Satz sich in Sicherheit brachte als das Wesen just in dem Moment ihr Gefährt zertrampelte.
Das Mädchen zog ihr Handy, sie musste die Polizei rufen. Dann fiel ihr auf das das, was sie in der Hand nun hielt nicht ihr Handy war.
Es hatte sich komplett verändert und war nun ein orangenes Gerät geworden mit blauen Tasten.
Es glich eher einem kleinen Tablett.
"Was ist das?"
Der Bildschirm erwachte zum Leben und zeigte ein Bild des Monsters mit folgenden Daten an:
"Monochromon, Level: Champion. Typus: Datei, AttaMonochromon? Den Namen zu wissen bringt mir nicht viel...außerdem..." Sie stockte als das Monochromon wendete und auf sie zuhielt, rasend vor Wut.
Das Tablett schien zu reagieren und leuchtete hellweiß auf, das Licht wurde immer stärker bis es alles zu verschlucken schien...

Es dauerte etwas bis Shelli endlich aufwachte.
Sie lag nicht in einem Krankenhaus wie man annehmen konnte, sondern in einem Wald.
Hatte das Wesen sie hierher geschliffen?
Verwirrt sah sie sich um, aber überall waren nur Bäume. Kein Anzeichen das dieses Wesen hier Präsenz hatte.
"Super. Sowas passiert auch nur mir."
Ihr Rucksack war zu allem Überfluss auch weg, aber dieser lag auch auf dem Fahrrad das zerstört wurde.
Zerstört.
Es gruselte ihr. Wie sollte sie das ihren Eltern erklären? Wer glaubte das überhaupt? Viele Augenzeugen gab es nicht.
Jetzt blieb die Frage wo sie überhaupt war, weswegen sie aufstand, sich den Dreck von der Kleidung klopfte und dann einfach losging, irgendwo musste der Waldrand sein und von da aus könnte sie vielleicht eine Straße finden an der sie jemand mitnahm zur nächstgrößten Stadt. Von da aus könnte sie dann bei der Polizei ihre Eltern benachrichtigen.
Ihr Mut sank als sie schon einige Zeit durchs Blätterwerk stampfte und noch kein Ende in Sicht war.
"Warum passiert mir sowas?" Mutlos zog sie das Gerät raus und setzte sich auf einem umgekippten Baumstumpf.
Irgendwo musste es doch eine Funktion gegen die ihr nützlich war und die sie benutzen konnte um rauszukommen.
Als sie einen Knopf an der rechten Seite drückte sah sie auf dem Bildschirm eine primitive Karte. Ein gelber Punkt zeigte ihr an wo sie stand.
Silhouetten zeigten ihr den Waldrand der etwas Fußmarsch entfernt war, gleichzeitig bemerkte sie aber zwei blaue Punkte, ganz in der Nähe.
"Andere Menschen?" Rätseln brachte nichts, da es auch keine Erklärung zu den Punkten gab und so machte sie sich auf den Weg zu den Punkten.
Ihr Punkt schien der Mittelpunkt der Karte, da sie sich immer um sie rum mit bewegte.
"Da..."
Es waren zwei Eier die in den hohen Gräsern lagen, eins orange mit roten Punkten, das andere blau mit lilanen Wellen.
Sie waren größer als die Eier von Strauße, aber diese waren komplett weiß.
"Hm...sie liegen hier so alleine." Zweifelnd sah sie drauf, riss sich dann aber zusammen und nahm sie einfach in die Arme.
Hoffentlich waren sie nicht die Eier von dem Monochromon, das würde sie wahrscheinlich sonst in die Hölle schicken.
Shelli ging weiter Richtung Waldausgang, merkte aber das es langsam Abend wurde, da viele Tiere Nachtaktiv waren suchte sie sich lieber einen Unterschlupf und fand diesen etwas weiter bei einigen Bäumen die umgestürzt waren und eine sehr kleine Höhle bildeten.
"Besser als nichts." Mit einem Achselzuckend rollte sie sich dort ein und schlief ein, die Eier neben sich legend. Hoffentlich schaffte sie es morgen wen zu finden der ihr half hier wegzukommen.
Ihre Eltern machten sich sicher Sorgen, aber was sollte sie machen? Ihr blieb nichts anderes möglich als die Nacht abzuwarten.
Seufzend schloss sie die Augen und schaffte es erst spät einzuschlafen.
 
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Kapitel 1: Erkenntnis

Shelli wachte auf als gerade die Sonne den Wald erhellte, müde rieb sie sich die Augen und gähnte lauthals. Es dauerte etwas bis sie wieder registrierte wo sie war und ihr wieder in den Sinn kam was am vorigen Tag passiert war.
Es hätte ein Traum sein können wenn sie nicht immer noch unter dem Baumstamm gelegen hätte.
"Was mach ich nur..."
Aufmerksam sah sie sich um, als sie merkte das die Eier weg waren. Ein paar Schalen lagen über den Boden verteilt, anscheinend waren sie in der Nacht geschlüpft, ohne dass sie es gemerkt hatte.
Wie konnte dies möglich sein? Wenn irgendwelche Wesen aus Eiern schlüpften neben ihr sollte man es doch eigentlich merken.
"Das ist alles nur ein schlechter Traum." murmelte sie kopfschüttelnd um sich aufzurichten und weiterzugehen.
Wie konnte so ein Dinosaurier mitten in der Stadt auftauchen? Was war mit ihrem Handy passiert? Wieso war sie hier? Diese und mehr Fragen schossen ihr durch den Kopf, als sie merkte das sie verfolgt wurde.
"Was? Wer ist da?"
Dämliche Frage, jemand der einen verfolgen würde zeigt sich nicht bei Nachfrage. Wie in einem dieser Horrorfilme wo die Mörder ihre Opfer verfolgten. Bei den Gedanken gruselte es dem Mädchen.
Umso mehr erstaunte es das Mädchen als sich wirklich zwei Wesen zeigten. Sie waren klein und rund, das eine schwarz mit kleinen gelben Äuglein und zwei Öhrchen, das andere rot mit drei kleinen Hörnern auf dem Kopf.
Die beiden sahen sie aus ihren großen Augen entschuldigend an.
"Ach...ihr wart das. Alles gut... ihr habt mich nur ziemlich erschreckt."
Sie streichelte das schwarze das glücklich fiepte.
Was das für Tiere waren? Keine die sie je gesehen hatte.
Plötzlich ertönte aus ihrer Hosentasche ein Geräusch und sie holte es raus. Das Tablet, was ihr auch gestern das Bild des Dinosauriers zeigte tat nun automatisch seinen Dienst.
"Botamon, Level: Baby. Attacke: Seifenblasen." Damit war das schwarze gemeint.
"Punimon Level: Baby. Attacke: Seifenblasen."
Das waren also die Namen der beiden. Aber warum zeigte das Gerät darüber Daten an? Warum hatten sie ein Mon alle hinterher hängen, was waren das für Wesen?
"Wo bin ich hier?" fragte sie sich selbst frustriert.
Das Ding in ihrer Hand leuchtete auf und zeigte eine Karte von einer riesigen Insel an, fast schon ein Kontinent. Es hatte keine Umrisse die ihr je auf der Weltkarte aufgefallen wären.
"Wir sind in der Digiwelt." surrte eine weibliche Computerstimme."Hier leben die sogenannten Digimon, digitale Monster. Durch einen Riss zwischen den Welten kamst du hierher in die unsere. Das was du in der Hand hälst ist ein Digivice. Es ist sozusagen die Schnittstelle zwischen Digiritter und seinem Digimon."
"Digiritter?"
"So werden auserwählte Menschen bezeichnet die einen Digimonpartner besitzen. Mit ihrem Digivice können sie diese digitieren lassen. Digimon schlüpfen aus Eier auf dem Babylevel, dann werden sie Ausbildung, dann Rookie, Champion, Ultra und Mega."
"Baby? Dann seid ihr beiden also wahrscheinlich aus den beiden Eiern geschlüpft." Sie sah zu den kleinen Wesen runter. "Aber ihr seht ganz anders aus als dieses Monochromon. Anscheinend seid ihr wohl Waisen."
Gab es bei diesen Digimon überhaupt sowas wie Waisen? Sie musste wohl noch viel über diese Welt lernen. Am meisten Angst bereitete ihr der Gedanke in einer anderen Welt zu sein. Das Gerät lügte doch nicht, außerdem beim genaueren hinsehen sah sie viele Sachen die anders anmuteten, Pflanzen und Gesteinsarten die es nicht in ihrer Welt zu geben schien.
"Nur die Frage, wie komme ich hier weg?"
Das Gerät blieb still und sie seufzte um es dann zurück in die Hosentasche zu packen.
Hier rumsitzen brachte sie auch nicht weiter, weswegen sie weiterging. Die beiden Wesen trug sie auf den Schultern, als diese ihr eine Zeit lang folgten und zu erschöpft zum weiterhüpfen waren hatte sie sich erbarmt.
Sie hingen einfach an ihr und schaden konnte es auch nicht, wenigstens war sie so nicht alleine.
Es dauerte etwa zwei Stunden bis sie den Waldrand erreichte und eine große Steppe sich ihr auftat. Dann und wann wuchsen einige Sträucher aus dem Boden, aber außer Gräsern wirkte es trostlos. Sie setzte sich auf einen lilanen Stein mit weißen Faserungen und sah seufzend in die Ferne.
Dort zogen drei Digimon vorbei die ganz gelb waren und Stacheln auf dem Rücken aufwiesen.
Auf dem ersten Blick wirkte alles so friedlich.
Botamon und Punimon hüpften von ihrer Schulter und spielten miteinander, indem sie Seifenblasen in die Luft sprühten und diese dann lachend verfolgten.
Sie schienen viel Spaß miteinander zu haben, während sich Shelli ein paar essbar aussehende Früchte von den Bäumen pflückte.
Einige sahen fast wie Bananen aus, nur mit roter Schale, andere waren dick und schwer wie Melonen.
Sie nahm von jedem etwas und probierte dann paar Sachen um zu probieren ob diese nicht giftig oder wenigstens ungenießbar waren. Von den vielen Pilzen ließ sie lieber die Finger weg.
Auch die beiden BabyDigimon fraßen gierig alles in sich rein, anscheinend schmeckte es ihnen weitaus mehr als ihr.
Sie werkelte an ihrem Digivice rum, in der Hoffnung irgendwo ein Notizenordner zu finden, wo sie reinschreiben konnte was bisher essbar war und was nicht. Allerdings fand sie dabei etwas wertvolleres: Eine Auflistung aller Früchte mit Unterteilung in Essbar und Giftig.
"Was kann dieses Ding alles? Fast so gut wie ein Handy."
Sie entdeckte das die meisten Pilze der Digiwelt giftig waren, nur wenige konnte man zubereiten, während die meisten Früchte genießbar schienen.
Sie spielte so noch etwas am Digivice rum, aber es wollte ihr vorerst nicht alle Geheimnisse offenbaren. Anscheinend war sie etwas zu doof in der Bedienung, oder noch konnte sie nicht alles nutzen.
"Was solls." Sie steckte das Digivice zurück in ihre Tasche.
Den restlichen Tag erkundete sie etwas die Umgebung, wagte es sich aber noch nicht weit in die Steppe vorzustoßen, da sie sich etwas unwohl unter dem blanken Himmel fühlte.


Die drei schliefen am Waldrand bis in die frühen Morgenstunden, wo Shelli von den Strahlen der Sonne geweckt wurde. Ihr Rücken tat etwas weh, der unbequeme Waldboden hatte doch seine Tribut gefordert.
Nun war sie schon 2 Tage in dieser Welt, ohne zu wissen ob sie je einen Weg zurückfand.
Als das Mädchen gähnend zu den anderen beiden sah erschrak sie etwas, sie hatten sich völlig verändert.
Das eine war rosa, hatte zwei lange Ohren, aber immernoch diese Ballartige Form.
"Koromon. Level: Ausbildung. Attacke: Seifenblasen."
Das andere war bräunlich, mit einem großen schwarzen Horn auf dem Kopf.
"Tsunomon. Level: Ausbildung. Attacke: Seifenblasen."
"Ausbildung...die Stufe nach Baby. Sie sind also über Nacht digitiert." flüsterte Shelli und kniete sich daneben hin.
Plötzlich schlug das Koromon die Augen auf, gähnte ausgiebig und fragte dann schläftig: "Gut geschlafen?"
"Du kannst sprechen? Jetzt auf einmal?" Das schockte Shelli im ersten Moment sehr, so hatte sie doch die Digimo eher als Tiere angesehen.
"Ja. Eure babys können doch auch nicht sprechen, oder?"
"Das ist ein Argument..." Shelli zog eine Augenbraue hoch. "Wie heißt du?"
"Koromon."
"Und weiter?"
Das schien das Digimon zu verwirren. "Weiter?"
"Naja, ich heiße ja auch nicht Mensch. Deine Art heißt ja allgemein Koromon...hm. Ich nenne dich ab heute Drago."
Das Digimon schaute sie erst etwas zweifelnd, war dann aber hellauf begeistert. "Ja! Danke dir!"
"Was ist mit mir?" Tsunomon hatte das ganze Geschehene mehr im Halbschlaf verfolgt und war jetzt vollständig aufgewacht.
Shelli überlegte. Tsunomon hatte eine eher weibliche Stimme, gab es bei Digimon auch Geschlechter? Diese Frage konnte sie sich aber auch später noch beantworten lassen.
"Meruuga." sagte sie aus einem Impuls heraus.
"Mein Name ist viel besser." brummte Drago.
"Ich mag ihn sehr. Danke!" sagte sie grinsend, wand sich dann aber an Shelli. "Was hast du heute vor?"
"Ich wollte etwas die Gegend erkunden. Schauen ob es vielleicht noch andere Menschen gibt. Oder irgendeine Siedlung."
"Hört sich spannend an." sagte Drago und hüpfte voller Tatendrang schon voraus in die Steppe.
 

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Kapitel 2: Der Mann mit der Maske

"Unfassbar." murmelte Shelli. Drago war die ganze Zeit voraus gehüpft, schwer vorstellbar wie der durchhielt obwohl er fünfmal voraushüpfen musste wo Shelli nur einen Schritt ging.
Meruuga hatte sich schon längst auf den Arm nehmen lassen, da sie keine Lust mehr hatte.
"Wir sollten nun eigentlich schon einige Stunden gegangen sein. Aber weit und breit ist nichts, nicht einmal ein anderes Digimon." sagte Shelli besorgt.
"Vielleicht ist es ihnen einfach zu warm." sagte Meruuga und hätte wohl mit den Schultern gezuckt, sofern sie welche hätte.
Die Sonne schien heiß auf ihren Köpfen, das Gras an den Stellen wirkte mit ihren trübgelben Farben ziemlich verdorrt. Es hatte hier schon lange nicht mehr geregnet.
"Schaut mal!" rief Drago plötzlich, als sie auf einem Hügel standen.
Etwas weiter, wenige Kilometer weiter stand ein kleines Dorf. Die etwa sieben Häuser bestanden aus kleingewachsenen Bäumen, es wirkte so etwas wie eine Oase. Mitten im Dorf konnten sie einen kleinen See ausmachen aus dem ein Kaktus wuchs.
Um das Dorf schienen die Wurzeln einen kleinen Schutzwall zu bilden vor Feinden.
Ein Kaktus im Wasser, während Bäume drum herum standen? Die Digiwelt schien einiges an Überraschungen bereit zu halten.
"Na dann, lasst uns mal nachsehen." sagte Shelli bestimmt.

Es dauerte etwas bis sie die Ausläufer erreichten, einige Wurzeln bildeten einen Tordurchgang vor denen sie kurz stehen blieben. "Einfach reingehen wäre eigentlich unhöflich..." murmelte Shelli stirnrunzelnd.
"Ja, aber wie soll man sich sonst bemerkbar machen?" fragte sich Meruuga laut.
"LEUTEEE! BESUCH!" krächzte Drago aus voller Kehle.
"Idiot..." sagten Shelli und Meruuga gleichzeitig seufzend.
Anscheinend hatte das was gebracht, denn am Eingang tauchten ein dutzend Digimon auf. Sie waren klein und grün, hatten rötliche Kulleraugen und kleine Pflanzen auf dem Kopf.
"Tanemon. Level: Ausbildung. Attacke: Seifenblasen."
"Hallo! Wir hatten schon lange keinen Besuch!" riefen sie im Chor und luden sie damit auch schon in ihr kleines Reich ein.
Sie zeigten ihnen den See dessen Wasser kristallklar, ohne jede Verschmutzung war.
"Er versorgt unsere Bäume, aber das Wasser wird nie weniger, obwohl es selten regnet. Wie ein Wunder." sagte eins der Tanemon glücklich.
"Was ist hier los? Woher kommen die?" Ein größeres Digimon trat aus eins der Baumhäuser. Es stand auf zwei Beinen, war ganz grün und hatte eine große, rote Blume auf den Kopf.
"Palmon. Level: Rookie. Typus: Serum. Attacke: Giftiger Efeu." tönte wie selbstverständlich das Digivice.
Es verengte die Augen als es Shelli sah. "Warum lasst ihr Menschen hier rein?"
"Tut uns Leid...aber sie wirkten nett." sagte ein Tanemon geknickt.
"Stell dich nicht so an! Shelli ist ein guter Mensch. Sie würde euch nichts tun." sagte Meruuga ruhig, aber scharf wie eine Scherbe.
Palmon schien das Ganze noch nicht zu überzeugen, aber wenigstens beruhigte es sich etwas. "Wir haben keine guten Erfahrungen mit Menschen bisher gehabt."
"Es gibt noch andere?" fragte Shelli. Also war sie doch nicht ganz alleine.
Palmon nickte. "Vor einem halben Jahr kam ein Mensch hierher. Er war der erste. Ein sehr junger Mann etwa in deinem Alter, er hatte auch zwei Digimon. Ein Blackveemon und ein Wormmon. Anfangs war er sehr nett und viele Digimon mochten ihn und folgten ihn. Doch plötzlich änderte sich das. Seine Digimon wurden zu Blackimperialdramon, einem riesigen schwarzen Drachen mit roten Flügeln. Es ist auf dem Megalevel und dementsprechend sehr mächtig. Er hatte sieben Digimon auf dem Ultralevel die ihn gehorchten und teilte die Digiwelt in 8 Bereiche auf, die sieben kontrollieren je eins und er das letzte. Es kam so plötzlich das die guten Digimon überrascht wurden und viele starke wurden hinterrücks getötet. Seth holte noch zwei Menschen in die Welt die ihn unterstehen und helfen."
"Gibt es denn gar keine guten Menschen? Das ist ja schrecklich..." Shelli schüttelte ungläubig den Kopf, so wie die Dinge hier liefen konnte sie den Unmut der Digimon verstehen.
"Wir haben vor einiger Zeit ein Mädchen gesehen aus der Ferne, aber es kam hier nicht vorbei. Ich weiß nicht ob sie gut ist, aber es wäre mal gut zu wissen ob wir Menschen auf unserer Seite haben."
"Interessant." rief eine arrogante Stimme. "Ich wusste gar nicht das es außer uns dreien noch andere Menschen gibt."
Auf einem der Bäume stand ein Mann mit langen, goldenen Haaren. Sein Gesicht lag versteckt hinter einer schwarzen Maske die rote Verzierungen aufwies. Der ganze Körper war in einem schwarzen Mantel gehüllt. "Hmpf. Ich hab extra Monochromon geschickt um dich in der Menschenwelt zu vernichten. Aber dein Digivice hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wenn es schon nicht geklappt hat..." Er schien unter der Maske zu grinsen. "Du kannst dich gerne unserem Meister Seth anschließen. Es passiert dir nichts und du hilfst diese Welt zu etwas besserem zu formen!"
"Wenn du mich schon so vernichten wolltest dann ganz bestimmt nicht. Eher halte ich euch auf!" knurrte sie.
"Na dann. Du musst wissen, ich bin kein wirklicher Digiritter." Er hielt ein schwarzes Digivice hoch. "Es ist eine Kopie von Seths, aber modifiziert worden. Ich kann damit eine gewisse Anzahl von Digimon kontrollieren. Da Seth mir auch erlaubt zu tun was ich will kann ich nach Belieben in jedes Gebiet und machen wonach mir ist."
Er hob die Hand. "Belustigt mich!"
Mit einem lauten Brüllen krachte Monochromon durch die Wurzeln und hinterließ ein riesiges Loch darin.
"Das ist das Wesen was mich angegriffen hatte!" rief Shelli.
"Wir müssen es aufhalten." Drago hüpfte voraus und schoss eine Welle aus Seifenblasen auf das Digimon, auch Meruuga und die Tanemon halfen kräftig mit.
Doch der Dinosaurier knurrte nur und stampfte auf den Boden, die Attacken machten ihn rein gar nichts aus.
"Geht! Er ist zu stark! Giftiger Efeu!" Palmon mischte sich ein und ließ die Klauen zu Dornenranken wachsen die das Horn von Monochromon packten und sich um die Beine wickelten um es in der Bewegungsfreiheit einzuschränken, damit es nicht noch das ganze Dorf zerlegte.
"Ach komm. Als ob es ein Rookie mit einem Champion-Level aufnehmen würde. Tja, Mädel...deine Digimon sind halt nur Schwächlinge auf dem Ausbildungslevel." Der Mann amüsierte sich köstlich über die Situation und seine Überlegenheit.
"Idiot! Wir verteidigen das Dorf." Drago war Feuer und Flamme bei seinem Vorhaben und verstärkte seine Attacke, die Monochromon aber nur zu einem ärgerlichen Schnauben veranlasste. Es wehrte sich gegen die Ranken und Palmon hatte schwere Probleme es zu halten.
"Es ist zu stark..." keuchte es.
Meruuga hüpfte nach vorn und rammte sein Horn in das Auge von Monochromon, das aufbrüllte und wild umher stampfte.
"Irgendwas müssen wir machen!"
"Greif sie an." tönte der Mann. "Bring es zu Ende."
Monochromon bewegte sich wild und stürmte dann auf die beiden zu, während es Palmon hinterschliff das immer noch versuchte es zu halten, dann aber losließ. "Verdammt!" keuchte es.
Mit seinem starken Horn konnte der Dinosaurier mit Leichtigkeit Meruuga und Drago in die Luft schleudern.
Die beiden Digimon bekamen bei dem Angriff einiges ab.
Mit einem weiten Sprung schaffte sie es mit Mühe die beiden Digimon aufzufangen und rannte dann los, an dem Digimon vorbei durch das Loch das es gerissen hatte.
Es wäre unfair das Dorf weiter in Mitleidenschaft zu ziehen, wobei es das Wesen nur auf sie abgesehen hatte.
"Lass uns los!" protestierte Drago lautstark.
"Vergiss es!" Shelli hörte das laute Knurren hinter sich und das Stampfen verriet ihr das Monochromon schon dicht hinter ihr war, bei jedem Schritt erbebte die Erde.
"Ich hasse dieses Ding!" fauchte sie und versuchte noch schneller zu werden, damit es sie nicht einholte. Aber noch mehr kotzte sie dieser Typ an, wie konnte man nur so ein Arsch sein?
Mit Leichtigkeit kam das feindliche Digimon immer näher, holte mit dem Schweif aus und traf so Shellis Beine die stolperte und die beiden in ihre Arme etwas nach vorne warf, wobei sie aber dann ihren eigenen Fall nicht auffangen konnte.

Der Aufprall war hart.
Ihre Knie schürften sich auf dem Boden auf und sie keuchte als der Schmerz durch ihren Körper fuhr. Stöhnend setzte sie sich auf und merkte wie sich kleine Steine in ihre Handflächen bohrten.
"Geht es dir gut?" fragte Meruuga besorgt. Die beiden hatten nichts größeres abbekommen, wirkten aber durch das Schleudern etwas durcheinander.
"Muss ja." Antwortete sie kurz und knapp und setzte sich mit Mühe auf, relativ unsicher stand sie mit zittrigen Knien da, während leicht das Blut aus den kleinen Wunden lief.
Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen und biss sich auf die Zähne.
Monochromon brüllte und machte sich bereits zum nächsten Angriff bereit.
"Meruuga!" brüllte Drago und dieses nickte.
Zu zweit griffen sie das viel stärkere Wesen an, wurden aber nur von der Pranke des Monsters weggeschleudert.
"Hört auf! Ihr habt keine Chance..." rief Shelli besorgt und die ihr Körper protestierte schmerzhaft als sie nach vorne rannte um die beiden abermals aufzufangen.
"Als ob wir aufgeben. Wir beschützen dich!" Drago schien sichtlich erschöpft.
"Wir geben dafür alles." pflichtete Meruuga bei.
"Ihr Zwei..."
Plötzlich leuchtete ihr Digivice hell auf und das Leuchten erfasste die beiden, sodass Shelli beide vor Schreck losließ.
"Koromon digitiert zu...Agumon!"
"Tsunomon digitiert zu... Gabumon!"
Das Licht erschlosch und offenbarte die beiden, die sich vollkommen verändert haben.
Drago war nun ein gelber Dino, der ihr bis zum Hals reichte, während Meruuga eher wie ein Reptil wirkte das man ein Wolfsfell übergestreift hatte, allerdings besaß sie nun vier Arme, wovon zwei kleiner waren.
Sofort gab das Digivice die Daten:
"Agumon. Level: Rookie. Typus: Serum. Attacke: Kleine Flamme."
"Gabumon. Level: Rookie. Typus: Datei. Attacke: Kleines Feuer."

"Ich wette meine Flamme ist besser als dein Feuer." wettete Drago und grinste schelmisch. "Das wollen wir doch erst sehen. Kleines Feuer!"
Meruuga legte ohne Federlesen direkt los und traf das Monochromon mit einem Schwall aus blauem Feuer frontal. Anders als die Seifenblasen nahm es ernsthaft Schaden und wich brüllend zurück.
"Hmpf. Ich sags doch, da bin ich besser! Kleine Flamme!" Die glühende Flamme verband sich mit der Blauen und zusammen hüllten sie de großen Dino ein der versuchte sich windend aus dem Kreis zu befreien, während seine Schuppen zu schmelzen begannen.
"Hornattacke!" Meruuga rammte das spitze Horn auf ihrem Kopf mitten in den Gegner rein, dann gab Drago mit einem Klauenschlag mitten ins Gesicht dem Gegner den Rest.
Mit einem letzten verärgerten Brüllen schien sich Monochromon in viele Daten zu zersetzen die sich in den Himmel verloren.
 
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