Die Stunden. Die zwei Gesichter des Alicorns

Löwe Christian

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Hier gibt es den Prolog meiner Einhornstory "Die Stunden. Die zwei Gesichter des Alicorns". Viel Spass beim lesen.

Prolog:

„Mein Name ist Mystic Blue und ich bin der Protagonist dieser Story. Ich bin eine blaue junge Alicornstute mit schwarzer Mähne und Schweif und habe jeweils ein Pfoten-Tattoo an beiden Bauchaußenseiten und komme aus einem Paralleluniversum, das eurer Welt ähnlich ist. Für mich sind Alicorn und Einhorn das gleiche, weil der eine Unterschied ich nicht der Rede wert finde. In meiner Welt kommen meine Artgenossen nicht vor und ich bin die Einzige, die dort existiert. Der Grund ist, dass sie nicht wirklich mein Zuhause ist. Meine echte Heimat befindet sich an einem geheimnisvollen Ort. Darüber ist zu sagen, dass es für mich nichts schönere gibt, wo ich mich am glücklichsten fühlen kann, da negative Aspekte des Lebens dort nicht vorkommen. In meiner Dimension habe ich schon die Bekanntschaft mit Menschen gemacht und habe eine persönliche Meinung über sie.

Durch meinen besten Freund Shadow ist mir das Aussehen von Einhörnern bekannt. Sie besitzen ein ähnliches Erscheinungsbild wie Pferde. Die Unterschiede sind, dass das Fell, die Mähne und der Schweif eines Einhorns weiß, wie reiner Schnee ist, und auf der Stirn befindet sich ein magisches weißes Horn. Weiter ist zu erwähnen, dass sie entweder als Herde zusammen oder temporär alleine leben. Es hängt von den Umständen ab. In Universen, in dem sie leben, kommen auch andere magische und geheimnisvolle Wesen vor. Zu ihren magischen Fähigkeiten hatte Shadow mir erzählt, dass es von der Welt abhängt, welche sie besitzen. Ich habe neben den Einhornfähigkeiten weitere zusätzliche, die normalerweise weder Alicorn noch Einhorn haben. Mein Ersatzvater Lev, der ein Löwe ist, machte das möglich und dafür danke ich ihm. Das finde ich eine sehr coole Sache. Die Beziehung zwischen mir und Lev beruht auf echter Vater-Tochter-Liebe. Zum Universum, das ich besuchen werde, um andere Artgenossen kennen zu lernen, ist zu sagen, dass nicht viele Menschen Kenntnis haben, dass es Einhörner gibt. Übrigens habe ich es vorher schon ein paar Mal besucht und mir ist die Situation dieser Dimension bekannt. Bei diesen Besuchen kam es leider nicht zu Begegnungen mit ihnen, was ich sehr schade finde. Als letztes möchte ich erwähnen, dass die Grenze zwischen gut und böse in dieser Geschichte verschwindet.“
 
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Ryuchan

Frischling
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„Mein Name ist Mystic Blue und bin die Titelfigur dieser Story. Ich bin eine blaue junge Einhornstute mit Flügeln, schwarzer Mähne und Schweif und habe jeweils ein Pfoten-Tattoo an beiden Bauchseiten und komme aus einem Paralleluniversum, das eurer Welt ähnlich ist. In meiner Welt gibt es leider keine anderen Einhörner. Der Grund werdet ihr nicht in dieser Geschichte erfahren. Aber das wird in einer anderen Geschichte geschehen. Über das Universum, das ich besuchen werde, um andere Einhörner kennen zu lernen, ist zu sagen, dass nicht viele Menschen Kenntnis haben, dass es Einhörner gibt. Das Aussehen dieser Einhörner entspricht den Vorstellungen anderer Einhorngeschichten, wobei es Unterschiede gibt, was die Fähigkeiten eines Einhorns betrifft. Das typische Merkmal, woran man ein Einhorn erkannt, ist das schöne Horn auf der Stirn. Mein Aussehen entspricht ohne Zweifel nicht dem gewohnten Erscheinungsbild eines Einhorns. Das stört mich nicht. Aber das kann andere Einhörner verwirren. Auch kommen andere magische oder geheimnisvolle Wesen in dieser Geschichte vor.


Ihr Name steht nicht im Titel. -> Protagonist
Sowas nennt man auch ein: Alicorn
( lat. ala (“wing”) + cornu (“horn”); Herkunft unbekannt ) Überleg dir das vielleicht nochmal. Diese Wortkreation ist zwar noch neu, jedoch unter MLP Liebhaber bekannt. Da deine Geschichte dem MLP-Stil sehr ähnlich ist, werden wahrscheinlich genau diese angesprochen sein.
Innen- und Außenseite?
Sprachstil. Üblich: „aber das ist eine andere Geschichte“
Vorsicht, sie sollen doch Dein Buch kaufen! Der Hinweis kann zum Kauf anderer Bücher verleiten. Verallgemeinere es z.B. mit: „Wie vielleicht auch ihr, träume ich davon Einhörner zu sehen. Darum reise ich mit Hilfe meines Freundes Shadow in andere Welten. Doch wie erkennt man solche Wesen? Auch ich habe viele Geschichten von ihnen gehört. Sie sollen weiß, wie der Sternenglanz sein, ähnliche Gestalt wie eure Pferde haben, wobei ein magischer Horn ihre Stirn ziert.
In Welten, in dem solch anmutige Tiere wohnen, leben für gewöhnlich auch andere Gestalten. Ich hoffe, sie sind mir gutgesinnt.“
Die Verwandlung mit Begründung selbst kommen im Buch vor. Das reicht schon.


Der Rest gehört nicht in den Prolog.
Überlege dir diese Kurzzusammenfassung für deine Inhaltsangabe zu verwenden.
Was noch nicht geklärt ist: Woher kennt sie Menschen; „Gut und Böse“; Woher nimmt sie die Selbstverständlichkeit des Gnadenhofes?
Vielleicht auch eine Erklärung die beinhaltet dass oder ob psychische Fähigkeiten unter Magie fallen; Ist Magie eine völlig normale Sache / in beiden Welten?

(oder wird das alles noch im Buch erläutert?)

Ansonsten -finde ich- ist es mal eine andere Art die Leser direkt anzusprechen und du machst deine Leser schon vorweg darauf aufmerksam, dass es evtl. eine Fortsetzung gibt. Das kann sowohl gut, wie auch schlecht sein, im jeden Fall macht es neugierig!
Wie immer: Das sind meine persönlichen Ansichten. Dir steht selbstverständlich frei diese soweit du willst zu übernehmen.

Viel Erfolg weiter <3
 

Löwe Christian

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Ich habe den Prolog verbessert und versuche am Freitag das 1. Kapitel fertig zu bearbeiten. Auch habe ich den Titel geändert.
 
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Flayrah

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Oh, es wird eine überarbeitete Version geben? Wird die hier gepostet?


(Seit einiger Zeit findet man eigentlich nur noch MLP-Bilder, wenn man nach "Alicorn" sucht :-? Ich finde das schade.)
 

WildThing

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Also mir macht das ganze Lust auf mehr !
Ich würde mich freuen mehr davon lesen zu können !
 

Löwe Christian

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An Flayrah: Im Eröffnungspost habe ich den Prolog schon bearbeitet.

An WildThing: Die Geschichte habe ich an sich schon fertig geschrieben. Aber ich möchte die 16.Kaptitel bearbeiten, weil das wegen der Darstellung nicht optimal ist. Ich hoffe, dass ich Kapitel 1 diese Woche bearbeiten kann und hier posten möchte.
 

MarleyWolf

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Ich bin ja eher Anhänger der klassischen Ausdrucksformen und Begriffe wie "cool", rufen bei mir eher dezente Abneigung hervor, aber wer es mag... bitte.

Was mich wundert, zum einen ganz allgemein bei vielem was ich hier so lese, zum anderen aber auch jetzt hierbei, ist die unglaubliche Kürze der vorgestellten Texte.

Es ist ja kaum möglich überhaupt einen Eindruck von der Story zu bekommen, geschweige denn des angewandten Stiles oder der generellen Darstellung.

Also, ich weiß ja nicht wie das andere so halten, aber meiner bescheidenen Meinung nach sollte ein Autor dann doch eine gewisse Wortklauberei an den Tag legen, wenn er seine Bilder ausformuliert.
Das führt naturgemäß zu einem längeren, weil ausführlicherem, Text.

Ich mag Kurzerzählungen, weil es eine Herausforderung für jeden Autor ist (oder sein sollte) in einer sehr kurzen Passage, eine große Menge Informationen (ansprechend) zu vermitteln. Mark Twain beispielsweise hat das sehr gut verstanden, auch gerade auf humoristischer Ebene.

Es ist doch schade, wenn man einen perfekten Block Marmor dafür verwendet, Pflastersteine heraus zu hauen, anstatt eine schöne Statue daraus zu machen.

... die Idee is ja recht verlockend, wenn ich mir das jetzt mal abstrakt vorstelle und in einen Rahmen presse, der mir dem angemessen erscheint.
Si-Fic, etc., liegt mir eh am Herzen, als Anhänger von C.J. Cherryh und Lem.
Aber... so...? Ich weiß ja nicht.

Wollt ich schon lange mal sagen.
 

Löwe Christian

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Hier gibt es den ersten Teil des Kapitels 1 überarbeitet. Es ist erwünscht zu sagen, wenn Mängel (Grammatik, Rechtschreibung und inhaltliche Unklarheiten) gefunden werden.

1. Der Beginn der Reise

Was war das für ein Geräusch? In diesen Moment flog eine blaue junge Alicornstute mit schwarzer Mähne, die relativ kurz war, und Schweif, der fast den Boden berührte, wenn sie stand, mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in der Savanne von Afrika durch die Gegend. An ihren Gesichtsausdruck erkannte man, dass ihr das Fliegen großen Spaß machte. Sie spürte an ihren ganzen Körper den Wind. Ihr Fell schützte sie sehr gut gegen seine Kälte. Man sah an ihren Bauchaußenseiten jeweils einen Pfotenabdruck von einem Löwen, welche irgendwie an Tattoos erinnerte. Diese Symbole hatten für sie eine sehr persönliche und emotionale Bedeutung gehabt. Es drückte aus, dass die Liebe zwischen ihr und ihrem Ersatzvater Lev, der ein Löwe war, sehr stark war und was sehr besonders darstellte. Nach einer Weile landete sie, um sich den Sonnenaufgang zu betrachten. Den Anblick fand das Alicorn, dass Mystic Blue hieß, immer sehr toll. Sie fand es nie langweilig, wenn sie ihn beobachtete. Einige Naturereignisse guckte sie sich gerne an, weil sie diese Schönheit sehr mochte.

In diesem Augenblick betrachtete sie intensiv dem Anmut der Savanne. Der Boden hatte viele saftige Wiesen und die Blätter der Bäume hatten viel grün. Sie spürte die kühle Morgenluft auf ihrem Fell und hörte ein paar Vögel zwitschern. Dann nahm sie das Gebrüll eines Löwen war. Sie wusste, dass Lev noch lauter und bedrohlicher brüllen konnte, was sie akustisch sehr beeindruckend fand. Nun spannte Mystic Blue, die eine Schulterhöhe von 170 cm hatte, ihre Flügel aus, die jeweils eine Spannweite von zwei Metern hatten, und sie flog wieder nach oben. Sie hatte beim Fliegen immer das Gefühl, dass sie frei war. Nun wollte sie zuerst einen zweifachen und danach einen dreifachen Looping üben. Das machte sie sowohl aus Spaß als auch wegen möglichen Kämpfen in der Luft, denn so was hatte sie schon einige male erlebt. Vor so was hatte überhaupt keine Angst. Sie erinnerte sich gut daran, dass es sehr lange gedauert hat, bis sie sehr gut im Fliegen war. Man sollte dieses Alicorn in einen Luftkampf fürchten. Der zweifache Looping klappte nicht sofort. Erst im dritten Versuch schaffte sie es und spontan entschloss sie sich dem dreifachen Looping zu versuchen. Dabei achtete sie nicht darauf, ob ihre Kondition noch dafür reichte.

Als sie dem dreifachen Looping durchführen wollte, verspürte sie plötzlich ein Schwächegefühl in ihren Flügeln und sie stürzte sehr schnell in Richtung Erdboden. Normalerweise würde man in dieser Situation eine Todesangst haben wegen der Tatsache, dass man gleich auf den Erdboden krachen wird. Das Alicorn ärgerte sich in diesem Moment wegen ihrer Unvorsichtigkeit, da sie das hätte erkennen müssen, dass sie sich übernommen hat, und bevor sie den Erdboden bedrohlich nahe kam, bemerkte sie, dass ein großer Bereich der Wiesen sich zu einer sehr weichen weißen Schicht verwandelte, die wie Watte aussah, und sie angenehm mit dem Rücken drauf landete. Sie musste kurz grinsen, weil ihr klar war, wer dafür verantwortlich war. Solche Situationen hatte sie schon einige male erlebt und hatte sich schon sehr lange daran gewöhnt.

Mystic Blue drehte ihren Körper zur Seite, um so aufstehen zu können. Einige Momente später war die Watteschicht verschwunden und der Boden sah wie vorher aus. Ihr bester Freund Shadow tauchte auf, der dafür verantwortlich war, dass ihr freier Fall sehr weich endete. Mit einem freudigen Lächeln guckte sie den schwarzen Löwen an und sprach mit ihrer kindlichen Stimme zu ihm: „Da habe ich mich übernommen. Normalerweise achte ich drauf. Ich denke, dass mir dieser Fehler nicht wieder passieren wird!“

Ihr Freund hatte in ihrer Meinung nach schön blaue Augen. Sie bewegte sich zu ihm und schmuste sich an dem großen Löwen. Er hat einen Widerrist von zwei Meter gehabt und hatte einen sehr muskulösen Körperbau gehabt, der jeden Betrachter beeindrucken musste, falls man ihn sehen konnte, denn er konnte nur von wenigen wahrgenommen werden. Sein Fell fühlte sich unglaublich schön weich an und sie hätte bestimmt sehr lange mit ihm gekuschelt. Aber sie hörte freiwillig damit auf, weil sie nicht Zuhause waren, denn beide einigten sich, dass privaten Angelegenheiten sollten nicht gezeigt werden, wenn man unterwegs war. Das diente als eine Art Schutz.

Zuhause konnte Mystic Blue mit ihm solange kuscheln wie sie wollte. Sie mochte das sehr und es machte sie auch glücklich. Lev sorgte dafür, dass sie ihn als treuen und besten Freund bekam, dessen Hauptaufgabe es war für sie da zu sein, wenn es nötig war. Vor dieser ungewöhnlichen Beziehung, hatte sie eine zu naive Einstellung zum Leben gehabt. Das fand ihr Löwenvater überhaupt nicht gut. Deshalb erteilte er ihr eine unkonventionelle Lektion, um ihr so die Augen zu öffnen, dass die Vita Höhen und Tiefen hat. Durch diese Aktion änderte sich ihre Betrachtung bei vielen Dingen und sie war auch ein wenig froh, dass er das getan hatte. Damit sie sich nicht wieder unvernünftig verhalten sollte und sich in eine unangenehme Situation brachte, sorgte Lev dafür, dass Shadow ihr Freund wurde.

Wenn ihr Löwenvater nicht Zuhause war, tauchte Shadow auf und spielte viel mit ihr. Mit ihm wurde es nie langweilig. Sie unternahmen eine Menge. Das machte ihr Spaß oder das fand sie interessant. Ihr Freund brachte ihr auch wertvolle Dinge bei, die später immer nützlich waren. Er würde sie niemals kritisieren oder anschreien, wenn sie sich unvorsichtig oder falsch verhalten hat. Für ihn war es persönlich wichtig, dass er versucht, dass es ihr immer mental und körperlich gut ging.

Sie sprach zu ihm: „Du bist immer für mich da, wenn ich dich brauche. Das finde ich toll. Aber ich habe irgendwie ein schlechtes Gewissen wegen unserer Freundschaft. Eine Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit. Aber ich kann für dich nichts tun unserer Freundschaft wegen. Du brauchst meine Hilfe überhaupt nicht. Das ist mir wirklich unangenehm.“


Ihr Freund antwortete: „Das ist nicht schlimm und ich finde das in Ordnung. Aber du kannst mir trotzdem eine Freude machen, indem du dir immer bewusst bist, was echte Freundschaft ist und das man dafür was tun muss, um sie zu erhalten.“

„Das werde ich auf jeden Fall tun, weil dass das Mindeste ist, was ich für unsere Freundschaft tun kann und werde. Mir ist bewusst, dass unsere Freundschaft was sehr besonders ist. Jetzt wollte ich dich was fragen.“

„Was kann ich für dich tun? “, Shadow schaute sie mit einem freundlichen Gesichtsausdruck an.

„Ich möchte gerne eine Welt kennen lernen, wo es Einhörner gibt. In dieser Dimension kommen sie leider nicht vor. Könntest du mich zu einer bringen, wo ich sie antreffen könnte?

„Das ist für mich kein Problem. Wie hast du dir deinen Besuch vorgestellt?“

„Das ist mir nicht so wichtig. Die Hauptsache ist, dass ich andere Einhörner kennen lernen möchte.“

„In Ordnung…Dann kenne ich eine Parallelwelt, wo du sie begegnen könntest. Diese Dimension hast du schon besucht. Aber zuerst isst du eine Visfrucht, weil das für deine Reise notwendig ist.“

Wie aus dem Nichts erschien am Boden eine grüne große Frucht vor den Vorderbeinen von Mystic Blue. Sie aß sie auf und spürte schnell ihre Wirkung. Die Visfrucht sorgte dafür, dass Müdigkeit, Kondition und Hunger für einen langen Zeitraum keine Rolle spielten. Dann beobachtete sie, wie ihr Freund mit einer seiner Vorderpfoten ein gelbes Dimensionstor öffnete und beide gingen hindurch. Als sie daraus kamen, verschwand es sofort. Sie schaute sich die Umgebung der anderen Welt sehr genau an. An der Stellung der Sonne erkannte sie, dass es vormittags sein musste. Der Himmel hatte kaum Wolken gehabt. Die Gegend hatte viel Wald und Wiesen. Der Boden war uneben gewesen. Die Luft roch natürlich angenehm. Man konnte sie als unberührte Natur sehen. Sie hörte ein paar Vögel piepsen. Solche schönen Plätze mochte sie, weil sie so was gerne betrachtete.

Durch ihren Freund wusste Mystic Blue, wie Einhörner aussahen, welche magischen Fähigkeiten sie haben konnten und wie ihre Lebensgewohnheiten waren. Dabei spielte es eine wichtige Rolle, in welcher Dimension man sich befand. Für sie waren Alicorn und Einhorn in ihren Augen das gleiche, da der eine Unterschied ihrer Meinung nach nicht der Rede wert war. Shadow sagte mit einer angenehmen Stimme zu ihr: „Ich finde, dass du die Gestalt eines Einhorns haben solltest, um die anderen Einhörner nicht zu verwirren. Somit ersparst du dir, den anderen Einhörnern zu erklären, was ein Alicorn ist, denn in dieser Welt gibt es so was nicht. Du musst es nicht tun. Ich empfehle es dir nur.“

„Du hast Recht. Ich mache es, obwohl ich das Aussehen eines Einhorns langweilig finde.“

Zuerst verschwanden die Flügeln und die zwei Pfoten-Tattoos, dann wurde das Fell von Mystic Blue Weiß und am Ende wurden auch ihre Mähne und ihr Schweif Weiß. Ihr silbernes Horn blieb unverändert. Das vertraute Aussehen eines Einhorns mochte sie nicht, weil ihre Lieblingsfarben dunkel blau und schwarz waren. Sie mochte das Individuelle, was ihr wichtig war. Das Aussehen nach der Mehrheit zu orientieren fand sie generell nicht gut. So was fand sie manchmal auch krank und gestört.

Ihr Freund meinte mit einer ruhigen Stimme zu ihr: „Als wir vor einiger Zeit hier waren, habe ich dir die wichtigsten Informationen zu dieser Welt per Telepathie gegeben. Ich brauche dir kein neues Wissen zu liefern, weil das meiner Meinung nach nicht nötig ist. Ok…Dann verschwinde ich, weil du mich erstmal nicht brauchst. Ich bin mir sicher, dass dieser Aufenthalt hier dir gefallen sollte.“

Sie nahm wahr, dass ihr Freund sich in Luft auflöste. Das Einhorn ging los, um diese Welt noch mehr kennen zu lernen, da ihre letzten Besuche leider kurz waren, sodass sie nicht viel davon sehen konnte. Der unebene Weg dieses Waldes, wo sie unterwegs war, bestand abwechselnd aus Wiesen oder hartem Erdboden. Aber es bestand keine Gefahr, dass sie stolpern könnte. Es gab nicht viele Bäume. Mystic Blue bemerkte, dass sie seit einer Weile keine Tiere begegnete. Ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass eine Gefahr jeder Zeit auftauchen könnte. Deshalb verschwand ihr kindlicher Gesichtsausdruck und er wurde sehr ernst und wirkte gefährlich. Auch veränderte sich ihre Körperhaltung, die ausdrückte, dass sie für einen Kampf bereit war, falls es nicht vermeidbar war. Sie behielt die Umgebung sehr konzentriert im Auge und atmete möglichst lautlos. Dann blickte sie eine Abzweigung und sie blieb stehen, um sich für einen der beiden Wege zu entscheiden. Plötzlich flogen drei schwarz gekleidete Gestalten zu ihr und landeten vor ihr. Sie erkannte, dass es sich um Zauberer handelte. Wegen ihrer Körpersprachen war sie ganz sicher, dass sie bestimmt nichts gutes vorhatten, obwohl sie vom Erscheinungsbild einen netten Eindruck machten. Einer von ihnen sprach mit einer bedrohlichen Stimme zu ihr: „Das hat ja lange gedauert, bis wir dieses Einhorn gefunden haben. Diesmal wirst du uns nicht entkommen.“

„Das soll bedrohlich klingen? Wollt ihr wirklich mir Angst machen? Soll das ein schlechter Witz sein?“, dachte sie und starrte sie mit einem leicht aggressiven Gesichtsausdruck an.. Sie blickte, dass einer von ihnen einen Metallring in der Hand hatte. Damit konnte man die Kräfte eines Einhorns ausschalten, wenn es sich am Hals befand. Die anderen beiden richteten jeweils einen Zauberstab auf sie. Das ganze unberuhigte sie nicht, da sie solche Situationen schon häufig erlebt hatte. Als die Zauberer sich ihr näherten und fies lächelten, schoss sie sehr schnell drei Energiestrahlen aus ihrem Horn und traf alle drei jeweils im Kopf. Sie fielen tot zu Boden. Sie kommentierte das mit einer erwachsenen klingenden Stimme: „Amateure! Das waren richtige Idioten gewesen.“

Mystic Blue besaß neben den magischen Fähigkeiten eines Alicorns und eines Einhorns auch noch weitere zusätzliche davon, was sie dadurch noch gefährlicher und unberechenbarer machte. Das haben die Zauberer gerade eben am eigenen Leib zu spüren bekommen. Erst jetzt erkannte sie, dass sie eine bestimmte Begabung nicht anwenden konnte. Mit dieser konnte sie die Lebensgeschichte eines Lebewesens erfahren. Aber das ging nur, wenn es an Leben war. Das ärgerte sie ein wenig. Stattdessen verwendete sie eine andere davon. Sie berührte mit einer ihrer Vorderbeine den Körper einer der getöteten Gegner. So wurde die Fähigkeit aktiviert vergangene Ereignisse noch mal zu sehen. Sie guckte das Szenario, dass die drei vor ein paar Tagen ein entflohenes Einhorn jagten und ihr Artgenosse konnte ihn entkommen. Für sie stand fest, dass sie unbedingt herausfinden wollte, was für eine düstere Sache es sich handelte. Sie vernichtete den Metallring und die Zauberstäbe und schlenderte weiter, als wäre nichts passiert gewesen. Es dauerte nicht lange, bis ihr kindlicher Gesichtsausdruck wieder da war.

Nach einer Weile sah sie ein paar Waldtiere und viele Bäume, die viele grüne Blätter hatten. Sie begegnete Hasen, Eichhörnchen, Igel Füchse und Rehe. An ihren Reaktionen erkannte sie, dass sie wussten, was für ein Wesen sie war. Sie zeigten einen erfreuten oder neugierigen Gesichtsausdruck wegen ihrer Anwesenheit. Mystic Blue wusste, dass die Beziehung zwischen einem Einhorn und den Bewohnern eines Waldes freundschaftlich war. Aber einen Artgenossen konnte sie noch nicht antreffen. Sie überlegte, ob sie mit ihnen das Gespräch suchen sollte.

Unerwartet bemerkte sie, dass sie den Wald bald verlassen wird und dann ein sandiger Weg auftauchte. Links und rechts von ihm gab es große Wiesenflächen. Zurzeit herrschte eine Windstille. Am Himmel waren mehr Wolken zu sehen. Als sie eine Weile unterwegs war, entdeckte sie einen Ort mit vielen Tieren und ein paar Hütten aus Holz oder Stein. Das Einhorn überlegte kurz und erkannte, dass es sich um eine Art Gnadenhof handeln musste. Aus ihrer Dimension hatte sie einige solcher Orte schon kennen gelernt. Bei einer ihrer Aufenthalte in dieser Welt hatte sie so einen schon besucht. Sie wusste, was sie gleich erwarten wird, und näherte sich ihm. Dort gab es eine relativ große Pferdekoppel und ein paar Ställe. Sie sah viele Tiere, die durch Holzzäune voneinander getrennt wurden. Dort gab es unter anderen Pferde, Hunde und Katzen.

Ein Brabanter, dessen Fell braun, Schweif und Mähne schwarz war, erblickte sie mit einem neugierigen und traurigen Blick. Das Pferd hieß Salva und man sah ihm deutlich an, dass er vom Leben gezeichnet war. Er hatte eine Stockmaß von 180 cm und war vom ihrem Auftauchen überrascht gewesen, da normalerweise Einhörner an so einen Ort sehr selten erscheinen. Nun beobachtete sie und machte sich über sie seine Gedanken.

Mystic Blue bemerkte bei allen, dass es ihnen körperlich und seelisch nicht gut ging. Das Einhorn hatte durch Shadow die magische Fähigkeit gelernt an der Körpersprache eines Wesens zu erkennen, wie es ihm mental und physisch ging. Sie nahm bei allen unerträgliche Traurigkeit und den Schmerz der Seele wahr. Das berührte sie emotional sehr und das Einhorn hätte deshalb weinen können, weil dieser Anblick sie unerträglich schlimm fand. Ihr Herz spürte eine kurze Schwere und in ihrem Gesicht merkte man ihre Bedrücktheit an. Sie seufzte. Bei Zweibeiner, die Tieren gerne solches Leid antaten, verspürte sie eine riesige Wut, weil sie solche Grausamkeiten hasste. Deshalb wedelte sie ihren Schweif schneller und kräftiger. Sie hob ihr linkes Vorderbein in die Luft und wollte auf den Erdboden drauf schlagen. Aber sie machte das nicht, weil das nichts brachte. Auch nahm sie wahr, dass allen Tieren klar war, was für ein Wesen sie war. Sie entschloss sich alle zu heilen.

Das Einhorn sprang über einen Zaun und näherte sich Salva. Man erkannte deutlich an vielen seiner Körperstellen, dass er schlimme Verletzungen durch Menschenhand erleiden musste. Mystic Blue sprach mit einer ruhigen Stimme zum ihm: „Ich werde deine körperlichen und seelischen Verletzungen heilen. Gleich wirst du dich viel besser fühlen.“

Das Pferd zeigte einen überraschten Gesichtsausdruck, als er ihre Äußerung hörte, denn mit so was hatte er überhaupt nicht gerechnet. Die Tatsache, dass er beachtet wurde, löste bei ihm ein wenig Freude aus. In seinem Leben schenkte man ihm meistens keine Beachtung. Dieser Moment bedeutete ihn viel und das würde er niemals vergessen.

Sie berührte mit ihrem Horn zuerst seinen Bauch und in wenigen Sekunden waren alle körperlichen Verletzungen geheilt. Alle Narben waren verschwunden. Dann befühlte sie mit ihrem Horn seinen Kopf, um die seelischen Verletzungen zu beseitigen. Das Pferd zeigte einen erstaunten und glücklichen Gesichtsausdruck, nachdem Mystic Blues Horn seine Tätigkeit erledigt hat. Salva wieherte mit großer Freude und sagte respektvoll zu ihr: „Ich danke dir, dass du das für mich getan hast.“

Sie lächelte ihn an und meinte zu ihm: „Du brauchst dich nicht zu bedanken, weil das für mich selbstverständlich ist.“

[FONT=&quot]Nachdem das Einhorn fertig damit war, kümmerte sie sich um einen Schäferhund. Sie war kurz erschrocken, als sie erkannte, dass er nur drei Beine hatte. Zuerst tippte sie mit ihrem Horn den Bauch des Tieres an und dann berührte sie den Rest des fehlenden Beines mit ihrem Horn. Er guckte auch sehr überrascht, als plötzlich sein fehlendes Bein wieder nachgewachsen war. Als letztes kam es zu einer Berührung zwischen ihrem Horn und seinem Kopf. Der Hund empfand ebenfalls ein angenehmes Glücksgefühl und konnte es nicht sofort glauben, dass er wieder normal gehen konnte. Er sprang mit einem freudigen Gesichtsausdruck mehrmals in die Luft, weil er sicher gehen wollte, dass er nicht träumte.[/FONT]


Der Rest des 1. Kapitels steht in meinen übernächsten Post.
 
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MarleyWolf

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Ich hab' es mir in der letzten Zeit ein paar mal an- und durchgelesen.

Wie sehr Du Dich mit der Schreiberei beschäftigst, weiß ich natürlich nicht. Wenn es Deine ersten zaghaften Versuche sind, dann finde ich sie ganz gelungen.
Du hast eine hübsche Idee, die zugegebenermaßen nicht allzu einzigartig ist, aber dafür viel Potenzial bietet.

Die Umsetzung hängt davon ab, was Du anstrebst.
So wie ich es hier gelesen habe, erinnert es sehr stark an eine Kindergeschichte die ich meiner Nichte vorlesen würde.

Will heißen: Es ist sehr direkt geschrieben, so wie es Kinder mögen. Keine ausschweifenden Umschreibungen, keine allzu farbigen Konstrukte.
Handlungsstränge reproduzieren sich selber oder wiederholen sich allgemein.
Insbesondere die wörtliche Rede kann, so denn optimal platziert, ein sehr wirkungsvolles dramaturgisches Instrument sein.
In Deinem Fall passt sie zu einem schlichten mordernen Märchen.

... solltest Du etwas anderes angestrebt haben, als dies, finde ich Du könntest aus der Story etwas gutes machen. Nur muss dann wirklich einiges rabiat anders werden.

Aber wenigstens mal wer, der keine 10 Sätze schreibt und dann glaubt er habe einen Roman verfasst. Find ich gut.
 

Löwe Christian

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Diese Geschichte ist als Drama/Thriller gedacht.

Das sollte ein Jugendbuch (ab 15 Jahre) werden.

Für Kinder wäre die Story vielleicht zu komplex, weil die Grenze zwischen gut und böse hier verschwindet. Das wird man bei Mystic Blue merken, dass man bei ihr Probleme bekommen wird, wenn man sie gut oder böse zuordnen möchte.
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Hier der 2. Teil des 1. Kapitels

Es dauerte eine Weile, bis Mystic Blue ihre Tätigkeit erledigte. Danach wollte sie den Gnadenhof verlassen, als unerwartet Salva zu ihr kam.

„Bitte geh noch nicht. Es gibt noch jemanden, der deine Hilfe braucht“, äußerte er sich mit einer bittenden Stimme.

„Um wen handelt es sich?“, fragte sie mit einem neugierigen Blick.

„Es ist die Besitzerin dieses Ortes, die schwer krank ist und alle Tiere hier befürchten, dass sie bald sterben wird. Sie hat viel für unser Wohl getan und hat so ein Ende nicht verdient. Ich bitte dich darum, sie zu heilen.“ Das Einhorn bemerkte den ernsten Blick des Pferdes.

„Du sollst wissen, dass ich nicht jedem Menschen helfen werde. Es spielt bei mir eine wichtige Rolle, ob ich diesen Menschen mag. Wenn ich ihn nicht mag, werde ich ihm deshalb nicht helfen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich diese Person wahrscheinlich mag. Aber ich verspreche nichts. Wo befindet sich diese Frau?“

Mit einer Kopfbewegung zeigte das Pferd auf ein kleines Haus, das sich in der Nähe des Gnadenhofes befindet. Mystic Blue näherte sich dem Haus. Sie war nicht aufgeregt, sondern verspürte eine Neugier, denn sie wollte erfahren, um was für eine Person es sich handelte. Mit ihren telekinetischen Kräften öffnete sie die Tür des Hauses und ging hinein. Im Gebäude roch sie einen sehr leicht metallischen Geruch, der von einer Waffe stammen sollte. Sie hatte eine Vorahnung, was das zu bedeuten hatte. Nach einer Weile entdeckte sie interessante Gegenstände auf dem Tisch eines Zimmers und schlenderte hinein. Auf dem Möbelstück lagen eine Pistole mit Schalldämpfer und vielen Magazinen, ein Präzisionsgewehr, ein Katana Schwert mit Scheide, ein Dolch, einige kleine Messer und ein Metall Boomerang. Ihr war sofort bewusst, um was für eine Person es sich handelte, da sie in der Vergangenheit schon ein paar Mal solchen Menschen begegnet war. Das beunruhigte sie überhaupt nicht. Angst hatte sie auch nicht.

Im Schlafzimmer entdeckte sie eine junge braunhaarige Frau im Bett liegen. Am Gesichtsausdruck erkannte sie, dass es ihr sehr schlecht ging. Mit ihrer Telekinese wurde die Decke zur Seite gelegt. Zuerst wollte sie ihre Lebensgeschichte wissen. Deshalb berührte sie mit ihrem Horn ihren Bauch und erfuhr unter anderem Folgendes.

Sie hießt Susan Bauer, war 30 Jahre alt, hatte eine Größe von 170 cm und hatte wirklich kein einfaches Leben gehabt. Während ihrer Schulzeit wurde sie von vielen Mitschülern gemobbt. Weder die Verantwortlichen ihrer Schule noch ihre Eltern wollten ihr wegen diesem Problem helfen, weil sie das als harmlos und nicht der Rede wert betrachteten. Aber sie konnte diese seelische Folter nicht ertragen und wollte, dass es endlich aufhört. Sie sah für sich als einzigen Weg, dass sie diese Mitschüler tötete. Deshalb entwickelte sich ihre Vita zu einem Albtraum, da die Gesellschaft und der Staat sich ihr gegenüber sehr fies und unfair verhalten hatten. Durch diese Umstände landete sie ein paar Mal im Gefängnis. Diese sehr negativen Erlebnisse sorgten dafür, dass sie zu einer professionellen Killerin wurde. Aber sie tat viel für das Wohl von Tieren, was ihr persönlich sehr wichtig war. Deshalb gründete sie diesen Gnadenhof. Um sie immer versorgen zu können, musste sie einige male bestimmte Jobs erledigen. Hierbei brachte sie hohe oder bedeutsame Personen um die Ecke, die dem Naturschutz im Wege standen. Bei diesen Aktivitäten verwendete sie häufig den Decknamen Das Einhorn. Bei ihrem letzten Auftrag hatte sie durch eine unglückliche Situation ein giftiges Gas eingeatmet, dass dafür verantwortlich war, warum es ihr nicht gut ging und sie sterben wird, wenn Mystic Blue sie nicht heilt.

Aber es gab zwei wichtige Fakten, warum das Einhorn sich entschied, Susan zu heilen. Sie hatte trotz ihres schlimmen Lebens nie einem Tier Leid angetan und behandelte die Natur respektvoll. Die Tatsache, dass sie viele Menschen gekillt hat, weil sie von ihnen mies behandelt wurde, sah sie nichts negativ. Sie war der Meinung, wer jemanden absichtlich mentalen oder körperlichen Schmerz zufügt, der hatte ohne Zweifel dafür eine harte Strafe verdient. Ihre Auftragsmorde sah sie nichts schlecht darin, weil solche macht- und geldgierige Gestalten ihrer Meinung nach beseitigt werden mussten, da sie das Leben nicht wertschätzend. Sie hatte großes Mitleid mit ihr, was aus ihr gemacht wurde, und fand sie trotzdem sympathisch.

Mystic Blue tippte mit ihrem Horn ihren Bauch und einige Momente später ihren Kopf an. Es dauerte eine Weile, als Susan die Augen öffnete. Sie starrte das Einhorn erschrocken an und spürte, dass sie wieder gesund war. Der Anblick dieses wundervollen Wesens fand sie so schön, dass sie zunächst sprachlos war. Susan hatte vor ihr großen Respekt und war deshalb nervös gewesen. Ihr Herz klopfte rasanter und sie atmete etwas schneller. Sie dachte über das geschehene nach, weil sie damit nie gerechnet hatte.

„Warum hat sie das getan? Ich bin doch kein guter Mensch.“

Mit einer unsicheren Stimme sprach sie: „Du hast mich geheilt. Dafür danke ich dir. Aber warum hast du das gemacht? Normalerweise tun Einhörner so was nicht für schlechte Menschen.“

„In meinen Augen bist du kein schlechter Mensch und deshalb habe ich dich geheilt“, antwortete sie herzlich. Sie guckte sie mit ihren Augen freundlich an.

Unerwartet umarte die Frau sie und fing an stark zu weinen. Diese Worte waren Balsam für ihre Seele. Sie hatte das Gefühl, dass sie von einer schweren Last befreit wurde. Das Einhorn war davon sehr überrascht und wusste in dieser Situation nicht, wie sie darauf reagieren soll. Mystic Blue wurde durch ihre Reaktion bewusst, dass sie in ihren Augen richtig gehandelt hatte. Susan sprach mit tränenden Augen zu ihr: „Deine Äußerung eben, dass du mich nicht als schlechten Mensch siehst, bedeutet mir viel. In meinen Leben sahen mich alle nur als schlechten Menschen an. Das tat wirklich sehr weh. Ich habe von anderen Leuten gehört, dass Einhörner niemals einem schlechten Menschen in keiner Weise helfen werden, auch wenn es ihm gesundheitlich schlecht geht.“

„Es gibt im Leben Ausnahmen. Dann bin ich eben eine Ausnahme. Aber ich muss jetzt wirklich gehen.“

Susan ließ das Einhorn los und zog sich schnell um. Als Mystic Blue das Haus verlassen hat, rannte sie schnell ihr hinterher.

„Warte…Ich möchte dir was wichtig mitteilen. Falls du irgendwann meine Hilfe brauchst, dann kannst du jeder Zeit zu mir kommen. Ich stehe in deiner Schuld.“

Das Einhorn lächelte Susan kurz an.

„Vielleicht sehen wir uns wieder. Das sagt mir mein Bauchgefühl.“

„Ich hoffe sehr, dass wir uns wieder sehen“, redete sie in einem freudigen Ton.

„Jetzt möchte ich meinen Weg weiter gehen. Deshalb verabschiede ich mich.“

Sie beobachtete mit einem glücklichen Gesichtsausdruck, wie das Einhorn aus ihrem Blickfeld langsam verschwand. Sie musste wieder an ihre Worte denken, da sie freudige Gefühle bei ihr auslösten, die sie vorher nie kannte. Susan wünschte sich, dass sie dieses Einhorn wieder sehen wollte. Ihr war bewusst, dass sie eine zweite Chance bekommen hatte. Nun nahm sie ein Foto aus der Hosentasche heraus und betrachtete es sich eine Weile. Darauf waren sie und ein Hund zu sehen, der vor einiger Zeit gestorben war. Wegen dieses Bildes musste sie weinen. Sie vermisste ihren treuen Freund so sehr. Sein Tod war der Hauptauslöser gewesen, dass sie zu einer Profikillerin wurde.

Nachdem Mystic Blue den Gnadenhof verlassen hatte, bemerkte sie, dass Salva ihr gefolgt war und sprach zu ihr: „Ich möchte dich begleiten.“

„Warum möchtest du das tun?“, fragte sie überrascht.

„Aus Dank, dass du mich geheilt hast und meine Lebensfreude zurückgegeben hast, möchte ich dich begleiten. Ich mache mir um dich sorgen, weil ich von anderen Tieren gehört habe, dass in den letzten Wochen Einhörner von finsteren Gestalten gefangen genommen wurden. Es wird vermutet, dass sie wahrscheinlich wegen ihren Hörnern getötet werden sollen.“

„Du brauchst dich nicht um mich zu sorgen. Ich kann auf mich gut selbst aufpassen und danke dir für diese Information. Das bedeutet für mich, dass ich eine neue Aufgabe habe. Ich werde herausfinden, warum die Einhörner gefangen genommen werden. Natürlich werde ich sie befreien und in Sicherheit bringen.“


Für einen kurzen Moment war ihre Miene sehr ernst und bedrohlich gewesen. Man könnte sagen, dass eine andere Persönlichkeit zum Vorschein kam. Aber dann tauchte wieder ihre heitere und kindliche Seite auf.

„Ich bitte dich darum, dass ich mitgehen darf“ sprach er mit einer sehr anflehenden Stimme. Salva hoffte, dass sie ja sagen wird, denn es war ihm sehr wichtig.

„Ist dir klar, wenn du mit mir gehst, dass du möglicherweise getötet werden könntest?“, fragte sie besorgt. Ihr Schweif wedelte kurz unruhig.

„Ja, das ist mir ganz klar. Aber wenn ich so dein Leben beschützen kann, ist es mir die Sache wert. Ich möchte in meinen Leben was bedeutsam tun, worauf ich Stolz sein kann. Das habe ich bislang leider nicht getan. Das bedeutet mir persönlich sehr viel.“

Wegen seinem bittenden Blick erkannte das Einhorn, dass das Pferd unbedingt sie begleiten wollte. Sie überlegte eine Weile, weil unsicher war, ob sie ihm das erlauben sollte. Der Gedanke, dass er sein Leben verlieren könnte, empfand sie als sehr unangenehm. Deshalb wollte sie nach ihrem Bauchgefühl entscheiden.

„In Ordnung…Ich bin einverstanden, dass du mit mir gehen darfst. Wie heißt du?“

„Ich danke dir. Mein Name ist Salva. Wie lautet dein Name?“, sagte er mit einer erfreuten Stimme.

„Ich bin Mystic Blue. Ok…Dann lass uns losgehen.“, antwortete sie in einem angenehmen Ton.

Diese war der Beginn der schicksalhaften Stunden und sie werden viele Leben beeinflussen und verändern.
 
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MarleyWolf

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Diese Geschichte ist als Drama/Thriller gedacht.
Dann empfehle ich Dir einfach mal kackfrech und dreist an Deiner Formulierung zu feilen, Du wirst Dich sonst mit der Spannungskurve unendlich schwer tun.

Adjektive sind unsere Freunde ;)

Aber mach nur weiter... erinnert mich an jemanden von früher bei Kurzgeschichten.de, der hat seins sogar verlegt bekommen, nach 3 Jahren ^^
 

Löwe Christian

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Kapitel 1 habe ich einge male nochmal bearbeitet.

Hier gibt es den 1. Teil des 2. Kapitels.

2. Die Befreiung vom Fluch

Beide gingen eine Weile durch einen Wald, wo sie Vogelgeräusche hörten und teilweise die Sonnenstrahlen auf ihrem Fell spürten, da die Bäume ihnen etwas Schatten gaben. Es herrschte ein ganz normaler Sommertag wegen der angenehmen warmen Luft und den wenig weiße Wolken am Himmel. Die zwei sahen ein paar Waldtiere, die beide mit einem freundlichen und neugierigen Gesichtsausdruck anguckten. Salva dachte über seine Vita nach und erinnerte sich, dass er vor einiger Zeit für sich entschieden hatte, dass er in seinem Leben unbedingt was tun möchte, worauf er Stolz sein konnte, da er war der Meinung, wenn man so was nicht gemacht hat, dann hat man ein melancholisches Dasein gelebt. Diese Vorstellung fand er überhaupt nicht schön, weil das kein erfülltes Leben war. Bevor Mystic Blue auftauchte, verhinderte seine schlechte körperliche und mentale Verfassung, dass er dieses Vorhaben durchführen konnte. Diese Tatsache machte ihn noch trauriger und er hatte kaum Hoffnung, dass er das doch realisieren konnte.

Er begleitete sie nicht nur aus Dankbarkeit, sondern Salva sah dadurch seine Chance sein persönliches Ziel zu verwirklichen. Bei der Option beim Gnadenhof zu bleiben wäre nicht glücklich gewesen, da war er sich ganz sicher, denn solange er das nicht erledigt hat, konnte er keine Freude empfinden. Als nächstes machte sich das Pferd über Mystic Blue seine Gedanken. Er hatte keine Zweifel, dass dieses Einhorn in vieler Hinsicht anders war. Das wurde am deutlichsten, dass sie Susan geheilt hat. Die Tiere vom Susans Hof hatten versucht ein paar Einhörner zu bitten, dass sie sie heilen sollten, aber es wurde immer abgelehnt, da sie begründeten, dass sie ein schlechter Mensch wäre.

Mystic Blue überlegte, wie sie bei der Rettung der Artgenossen vorgehen könnte. Sie wusste, dass sie mit ihrem besten Freund ohne seine Anwesenheit mit ihm telepathisch unterhalten konnte.

„Shadow…Ich brauche noch mehr Informationen wegen den Einhörnern, die gefangen wurden. Wer ist der Hauptverantwortliche? Was hat er mit den Einhörnern vor?“

Es dauerte eine Weile und plötzlich kamen sehr viele Informationen bildlich in ihren Kopf geschossen und sie nahm auch seine angenehme Stimme wahr.

„Der Hauptverantwortliche ist der machtgierige Gerlingga und will alle Einhörner dieser Welt wegen ihren Hörnern ermorden. Mit Hilfe der Hörner der fünf Einhornkönige Candelias will er der stärkste Zauberer dieser Welt werden. Die anderen Hörner sollen zu einer Waffe gemacht werden, die ihn unbesiegbar machen sollen. Noch hat kein Einhorn sein Leben verloren. Du hast nur noch zwei Tage Zeit, um sie zu retten, denn Übermorgen will er sie alle töten. Der Grund ist eine Sternenkonstellation, die nur an bestimmten Tagen vorkommt. Gerlingga braucht diese Situation, ohne die kann sein Vorhaben nicht klappen. Auf der Erde gibt es 100 deiner Artgenossen und in der Einhornwelt leben inklusive der Könige 400 Tiere. Fast alle Einhörner, die auf der Erde sich befinden wurden schon gefangen genommen und tragen einen Metallring um den Hals, der ihre Kräfte ausschaltet. In diesem Moment versucht er mit seinen Helfern in Candelia einzudringen, aber noch ist es ihm nicht gelungen. Jedoch er wird sicher bald dort einmarschieren können. Das ist nur eine Frage der Zeit. Du solltest Schritt für Schritt vorgehen und deshalb taktisch handeln. Nutze die Tatsache aus, dass heute und der nächste Tag sollten deine Artgenossen am Leben bleiben. Du solltest zuerst die Befreiung auf der Erde erledigen und erst dann kümmerst dich um die Einhornwelt. Ich bitte dich, dass du das so machst, wie ich dir das gesagt habe. Bald wirst du die erste Spur finden, die dich zu einigen der gefangenen Einhörner bringen wird. Du wirst das schaffen, da habe ich keine Zweifel.“

„Ich danke dir, dass du mir dieses nützliche Wissen geliefert hast.“

Danke sagen war für sie wichtig und selbstverständlich gewesen. Wenn jemand das nicht tat, verachtete sie so eine Gestalt. So was fand sie nicht in Ordnung. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie ein klares Bild von der Lage hatte. Sie wusste, wenn ihr Freund eine Bitte an sie hatte, dass sie das auf jeden Fall tun sollte. Mystic Blue brauchte das nicht zu hinterfragen und sich keine Gedanken zu machen, weil sie ihren besten Freund ganz vertraute. Shadow gab ihr bei solchen Aktionen nur so viele Informationen wie nötig es war, denn sie wollte das nach Möglichkeit selbstständig machen. Beide einigten sich auch, dass er sich nur dann ins geschehen einmischte, wenn es wirklich notwenig war, denn es war ihr persönlich sehr wichtig, dass sie ihre Aufgaben möglichst wenig mit seiner Hilfe schaffte. Nun überlegte sie, ob sie Salva was persönliche fragen sollte und dachte kurz nach, wie sie das respektvoll tun sollte. Dann sagte sie mit einer vorsichtigen Stimme zu ihm: „Was haben Menschen dir schlimmes angetan? Ich möchte deine Lebensgeschichte erfahren.“

Das Pferd war davon überrascht gewesen, dass sie das wissen möchte, weil er sich für unbedeutend betrachtete. In seinen Augen war er ein Niemand, der es nicht wert war beachtet zu werden. Aber ihr gezeigtes Interesse löste bei ihm eine kleine Freude aus und das wollte er unbedingt als besonderen Moment behalten, denn er hatte nicht viele schöne Erinnerungen gehabt. Deshalb entschied er sich ihr über sein trauriges Leben zu berichten. Salva überlegte kurz und sprach mit einer ruhigen Stimme zu ihr: „Also…der größte Teil meines Lebens bestand aus harter Arbeit und sehr schmerzhaften Schlägen. Ich musste für zwei Bauern arbeiten, die mich sehr schlecht behandelten, obwohl ich mich immer sehr angestrengt habe. Beide schlugen mich mit einer Peitsche, einem Stock oder anderen schlimmen Sachen, weil ich in ihren Augen zu langsam war. Dabei ging ich immer an meine Grenzen. Der erste Bauer musste ich fünf Jahre ertragen. Der betrachtete mich überhaupt nicht wie ein Lebewesen. Das erkannte ich, wie er sich mir gegenüber verhielt. Natürlich spielte ich mit den Gedanken wegzulaufen. Aber die fürchterlichen Verletzungen, die er mir zugefügt hat, verhinderten dieses Vorhaben. Ich träumte häufig von einem Leben in Freiheit. Er verkaufte mich an einen anderen Bauer, weil ich seiner Meinung nicht mehr gut genug war. Ich hoffte, dass sich meine Lebenssituation beim Anderen bessern könnte. Leider musste ich schnell bemerken, dass er sich genauso fies verhielt.“

Salva hörte unerwartet auf, weil das ganze ihn emotional sehr belastete. Er seufzte und senkte kurz seinen Kopf. Mystic Blue hatte ein schlechtes Gewissen und sagte mit einer unsicheren Stimme zu ihm: „Es tut mir Leid, dass ich dich danach gefragt habe. Das wollte ich nicht, dass das für dich unangenehm ist darüber zu berichten.“

Das Pferd meinte zu ihr: „Das muss dir nicht Leid tun, weil ich möchte dir wirklich meine Lebensgeschichte erzählen. Du sollst wissen, dass dein gezeigtes Interesse mir eine kleine Freude macht. Ich muss mich innerlich noch mal sammeln und dann geht es weiter.“

Er machte sich Gedanken, ob er ihr über seinen einzigen und besten Freund Sturm was erwähnen sollte. Wenn er viel über ihn dachte, musste er meistens weinen, weil sein Freund sein Leben für ihn geopfert hatte, um ihn zu retten, und er musste auch mit ansehen, wie er vor seinen Augen starb. Er entschied sich, dass er ihr zu einen späteren Zeitpunkt unbedingt über ihn was zu sagen, weil er sich jetzt mental nicht in der Lage befand über ihn zu reden. Mit einer entspannten Stimme meinte er zu ihr: „Der zweite Bauer behandelte mich genauso schlecht wie der andere. Das Thema Flucht war wegen meiner körperlichen Verfassung nicht mehr möglich gewesen. Innerlich hatte ich schon aufgegeben, dass ich noch ein angenehmes und ruhiges Leben erleben könnte. Die Leidenszeit bei ihm war nur vier Jahre gewesen, weil ein Unbekannter Mann tauchte in meine Koppel auf und verletzte mit einem Messer sehr schwer. Er wollte mich töten, da bin ich mir ganz sicher. Aber jemand rettete mich und deshalb konnte ich das überleben. Dieser Bauer wollte sich nicht um meine Verletzungen kümmern, sondern wollte mich zum Metzger bringen. Ich versuchte mich verzweifelt dagegen zu wehren, weil ich so nicht sterben wollte. Aber er und sein Helfer schlugen mich sehr brutal, damit sie mich so problemlos zu ihm bringen wollten. Über die Art und Weise möchte ich nicht darüber reden, weil hier sich der Mensch von seiner wirklich grausamen Seite zeigte. Ich dachte, dass mich bald ein grausamer Tod erwarten würde. Aber dann tauchte Susan auf und erschoss beide Männer. Sie brachte mich in Sicherheit und so konnte ich endlich normal leben. Susan kümmerte sich sehr liebevoll um mich, pflegte mich soweit es ging gesund und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl von Geborgenheit. So was kannte ich schon sehr lange nicht mehr. Ebenfalls machte sie das bei den anderen Tieren ihres Hofes. Ich hätte nie gedacht, dass es doch gute Menschen gibt wie Susan. Deshalb bat ich dich, dass du sie heilen solltest, um so meine Dankbarkeit ihr gegenüber zu zeigen.“

Salva holte langsam Luft und fing an zu weinen, da das ganze ihn mental sehr mitgenommen hatte. Nachdem keine Tränen mehr flossen, war er wieder ganz bei der Sache. Für ihn zählte nur noch, dass er sein Lebensziel verwirklichen wollte. Er akzeptierte auch, dass er bei der Rettung der Einhörner getötet werden könnte, und betrachtete sich nicht als eine Art Held, sondern als jemanden, der was erreichen möchte, worauf er wirklich stolz sein konnte. Das Pferd hatte das Gefühl, dass es wahrscheinlich seine letzte Chance gewesen wäre, wenn er Mystic Blue nicht begleiten würde.

Das Einhorn hätte weinen können, nachdem er mit seiner Erzählung fertig war, weil er so was überhaupt nicht verdient hatte. Sie konnte sich gut in ihn hinein versetzen und begriff nun, warum trotz ihrer Heilung immer noch ein wenig Traurigkeit in seinem Gesicht zu sehen war. Ihr war klar, dass sie nur erahnen konnte, wie schlimm das ganze für ihn gewesen sein musste. Sie empfand große Wut und Hass auf solche Personen, da hier der Respekt gegenüber der Natur mit Füßen getreten wurde. Am liebsten hätte sie den ersten Bauer und den unbekannten Mann für ihr grausames Verhalten bestraft. Sie dachte, dass sie das wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt tun wird.

Mystic Blue bemerkte, dass sie keine Waldtiere mehr sah und hörte. Wegen ihrem Bauchgefühl entschied sie sich wachsamer die Umgebung im Auge zu behalten. Sie ahnte, dass es möglicherweise bald gefährlich werden könnte. Ihr Bauch hatte sich bei solchen Dingen selten geirrt. Der ganze Körper von ihr war jetzt etwas angespannt gewesen, was bedeutete, dass sie für einen Kampf bereit war. Sie erwartete, dass sie bald den Wald verlassen werden, da das Einhorn das schon voraus gesehen hatte. Nachdem das geschehen war, schaute sie sich die neue Umgebung genauer an. Sie blickte, dass beide sich auf eine Art hartem Sandweg befanden und an beiden Seiten befand sich jeweils eine sehr breite Wiese. Trotzdem blieb sie vorsichtig, was das beobachten der Gegend betraf.

[FONT=&quot]Auch Salva spürte, dass er dieses Gebiet mit Vorsicht im Auge behalten sollte. Er hatte keine Angst, aber er atmete etwas unruhiger, weil die Atmosphäre dieses Ortes das Gefühl von Gefahr ausdrückte, obwohl nichts bedrohlich zu sehen war. Aber er bereute es nicht, dass er mit ging. Er rechnete damit, dass gleich was unangenehm passieren könnte.

[/FONT][FONT=&quot]
[/FONT][FONT=&quot] Der Rest steht im nächsten Post.
[/FONT]
 
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MarleyWolf

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Weil ich morgen einen freien Tag habe, kam ich mal dazu wieder ein paar Texte zu lesen.

Die Grundidee eines Jugendromans ist gut, allerdings erinnert mich die Aufmachung doch eher an ein Kinderbuch, weshalb erkläre ich weiter unten.
Um den gesamten Text minutiös aufzuschlüsseln, bräuchte ich etwas das ich momentan nicht habe, namentlich: viel Zeit. Aber ein paar Anregungen wird man immer gerne los.

In Anbetracht der momentanen Beliebtheit von allem was mit Einhörnern zu tun hat, ist das gewählte Thema eine passende Idee. Was mir im zweiten Kapitel auffiel (wobei diese für einen Roman doch recht kurz ausfallen), ist die wiederkehrende simple Darstellungsform.

Wenn ich meinen Nichten eine Geschichte erzähle, dann merke ich schnell ob eine Story interessant oder uninteressant erzählt wird. Es hat nicht zwingend mit den Wendungen zu tun, sondern wesentlich mehr mit der Darstellung selbst.

Eine Situation und deren Beschreibung kann, insbesondere in einem als „Thriller“ gedachten Roman, nicht erfüllend genug ausgeformt sein. Man erkennt die Kraft der Visualisierung erst, wenn man versteht eine Geschichte bildhaft zu erzählen.

Warum kommt es mir nun etwas zu simpel vor?
Ich nehme mal Beispiele heraus und erkläre es daran... das geht einfacher:

Unterwegs auf diesem Weg bemerkte sie unerwartet ein großes Gebäude, das sich auf der rechten Seite befand und beide befanden sich noch ein paar Meter davon entfernt, und sie hatte irgendwie ein ungutes Gefühl dabei, als sie es wahrnahm.
Erste Fragen, die für den Leser nach einer Antwort verlangen: Was ist das für ein Gebäude? Wie wirkt es? Wie sieht es aus? Warum steht es dort oder weshalb könnte es dort stehen?

Weiter könnte man die Gefühlslage konkretisieren. Ein ungutes Gefühl äußert sich generell.
Man hat Magenschmerzen, einen Kloß im Hals, beginnt zu schwitzen, etc. pp.

Diese Darstellung ist rein funktional – sie baut keine Spannung auf. Es geht auch so weiter. Generell liegt im gesamten Text hier der Grund begraben, weshalb ich es in dieser Form nicht wirklich spannend empfinden kann, obwohl die Handlung Potenzial besitzt.

Sie spähte, dass bis auf die Vorderseite der Rest dieses Bauwerks vom Wald eingekreist war.
Hier existiert der gute, wenn auch zaghafte Versuch es etwas auszuschmücken und die Umschreibung der Situation zu beginnen... aber es endet bevor es richtig anfing.

Ratsam wäre vielleicht eine etwas ausführlichere Art der Beschreibung. Nebst die Wortwahl etwas in die Irre führt. Im Allgemeinen (er)späht man etwas, das impliziert eine Heimlichkeit oder Erkundung. Da sie im Anblick des Gebäudes steht, könnte man eher ein anderes Wort wählen...

Warum nicht etwa so:
„Besagtes Haus wurde von düsteren Koniferen umsäumt, die sich dräuend mit ihren schwarzen, teilweise kahlen, Ästen nach ihnen zu recken schienen. Es lag ein fürchterliches Ächzen und Knarren, der sich im eiskalten Wind wiegenden Stämme, in der Luft. Auf der verwitterten und vom Dreck der Jahrhunderte verkrusteten Fassade des Hauses, hetzten die Schatten der Bäume umher, als würde sich ein makaberes Schauspiel tanzender Dämonen vollziehen.“
... ich will jetzt nicht Dein Buch schreiben und erhebe schon gar keinen Anspruch auf Allwissenheit, aber es wäre doch viel schöner, würde man tiefer in die Situationen eindringen können – anstatt nur oberflächlich zu wissen: Haus, Wald, dunkel, komisches Gefühl.

Unerwartet kam ihnen ein junges Mädchen mit braunen langen Haaren entgegen angerannt und in ihrem Gesicht liefen viele Tränen herunter. Ihnen war sofort klar, dass was schlimmes passiert sein musste. Als das Mädchen Mystic Blue sah, fiel es ihr schwer was zu ihr zu sagen. Sie schien sich in eine Art Schockzustand zu befinden. Deshalb berührte das Einhorn den Kopf des Mädchens, damit es ihr mental wieder besser ginge und gleichzeitig erfuhr Mystic Blue ihre Lebensgeschichte.
Ich bin jemand der bei (Hobby-)Autoren selten an der Grammatik oder Rechtschreibung meckert, weil ich A) selber kein Gott bin und B) es Wichtigeres gibt. Vieles sind ja auch Flüchtigkeitsfehler und die Meisten die so etwas anklagen, sind von den perfekt lektorierten Texten der Profis verwöhnt. Sollte ein Text tatsächlich mal so gut werden, das er verlegt würde... man beachte den Konjunktiv ... dann kann man den immer noch zur Korrektur bearbeiten.

Ein Hinweis nur... jemand der angerannt kommt, kommt einem meistens entgegen, da er ansonsten fortrennen würde. Was noch gehen würde, wäre „entgegen gerannt“ - ist aber etwas ungeschlacht formuliert. Man kann das durch ein freundliches Adjektiv schöner machen... beispielsweise: atemlos, hastig, rasant, fluchtartig, überstürzt, panisch... etc.
„... kam in panischer atemloser Hast angerannt...“

Die übliche bedauerliche Leere der Umschreibung ist hier auch schön zu sehen. Man könnte daraus so viel mehr machen, mit ein wenig Detailversessenheit.

… ganz unabhängig wie es andere sehen, ist das meine Empfindung Deiner Geschichte. Nimm es Dir nicht zu Herzen wenn es vielleicht etwas harsch klingt – es gibt auch viel Gutes in Deinen Ideen. Beispielsweise gefällt mir Deine Namenswahl. Auch die Handlung selbst hat ebenfalls ihren Reiz. Deshalb finde ich es ja so schade das Du soviel am Straßenrand achtlos liegen lässt. Bau es aus, werde kreativ, versuch das Bild in Deinem Kopf in Worte zu fassen.
Schreiben und Geschichten erzählen hat viel mir Fantasie zu tun, aber auch mit der Fähigkeit die richtigen Worte zu finden, diese Fantasie für andere greifbar werden zu lassen.

So, ich hoffe das war nicht zu ausführlich und klang nicht zu sehr nach allwissendem Lehrer.
Das würde mir nämlich auch enorm widerstreben, wenn mir jemand so in meine Texte labert.
Das, was Du bisher geändert hast, gefällt mir zum Beispiel auch schon besser, als die Urfassung.

Viel Spaß weiterhin! :)
 

Löwe Christian

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Hier der Rest von Kapitel 2:

Unterwegs auf diesem sandigen Weg bemerkte Mystic Blue unerwartet ein großes Gebäude, das sich auf der rechten Seite befand und beide waren noch ein paar Meter davon entfernt und sie hatte ein ungutes Gefühl dabei, als sie es anstarrte. Ihre Gefühlswelt sagte ihr, dass sie ihre Vorsicht erhöhen sollte. Sie merkte, dass ihre körperliche Anspannung größer wurde, und nahm wahr, dass bis auf die Vorderseite der Rest dieses Bauwerks vom Wald eingekreist war. Die Wände waren in einem perfekten Zustand gewesen. Das fand sie verdächtig. Aus eigener Erfahrung wusste sie, wenn Wesen oder Sachen sehr gut aussahen, musste man immer sehr vorsichtig sein, denn da verborg sich meistens nichts gut dahinter und sie spürte die Anwesenheit von Magie. Das bedeutete weiter, dass ein möglicher Gegner magische Fähigkeiten haben musste. Deshalb stellte sie sich auf einen denkbaren Angriff gedanklich schon ein.

Unvorhergesehen kam zu ihnen ein junges Mädchen mit braunen langen Haaren und außer Atem angerannt und in ihrem Gesicht liefen viele Tränen herunter. Durch ihr Bauchgefühl war ihr sofort klar gewesen, dass sie keine Gefahr darstellte, denn es war möglich gewesen, dass sich ein Gegner in ein Kind verwandeln könnte, um jemanden zu täuschen und anzugreifen. Ihr war bewusst, dass ihr was schlimm passiert sein musste. Als sie Mystic Blue sah, fiel es ihr schwer was zu ihr zu sagen. Sie schien sich in eine Art Schockzustand zu befinden. Deshalb berührte das Einhorn ihren Kopf, damit es ihr mental wieder besser ginge und gleichzeitig erfuhr Mystic Blue ihre Lebensgeschichte.

Unter anderen erfuhr sie folgendes. Der Name des Kindes lautet Anita Kellermann und sie war neun Jahre alt. Vor ein paar Tagen half sie einem Einhorn, das Starfire hieß, indem sie es vor finsteren Gestalten versteckte und beide wurden gute Freunde. Vor einiger Zeit waren beide unterwegs gewesen, weil sie andere seiner Artgenossen suchen wollten. Als beide an das große Tor der Vorderseite dieses Gebäudes vorbei gingen, öffnete es sich und ein böser, schwarz- und kurzhaariger Zauberer, der eine Narbe auf seiner linken Gesichtseite hat, kam heraus und konnte mit Hilfe seiner Magie ihn fangen und brachte es in das Gebäude. Das bestätigte ihre Vermutung, dass ihr Gegner so was drauf hatte.

Anita fühlte sich wieder besser und weinte nicht mehr. Durch die Berührung mit dem Horn hatte sie eine sehr angenehme Wärme gespürt, die bei ihr eine beruhigende Wirkung auslöste. Sie machte sich nun große Sorgen. In ihren Gedanken stellte sie sich vor, dass sie ihn nie wieder sehen wird und er grausam ermordet wird, weil sie keine große Hoffnung auf seine Rettung hatte. Deshalb wären fast Tränen wieder geflossen. Ihre Freundschaft mit Starfire bedeutete ihr persönlich sehr viel, weil er ein essenzieller Teil ihrer Vita geworden war. Sie konnte sich ein Leben ohne ihn nicht ausmalen. Das Einhorn sprach mit einer freundlichen Stimme zu ihr: „Hallo Anita…Ich weiß, was mit deinem Freund geschehen ist. Ich werde ihn gleich befreien.“

„Woher kennst du meinen Namen und woher weißt du, was mit Starfire passiert ist?“, fragte sie überrascht.

„Durch meine Fähigkeiten weiß ich das“, antwortete sie in einen sehr angenehmen Ton und lächelte sie kurz an.

„Ich befürchte, dass der Zauberer dich auch gefangen nehmen wird, weil Starfire hatte gegen ihn keine Chance gehabt und du bist sogar jünger und kleiner als er“, sprach sie ängstlich und sehr besorgt.

„Das halte ich für unwahrscheinlich. Am besten bleibst du mit Salva hier und wartest, dass ich mit deinem Freund bald zurückkommen werde“, äußerte sie sich unbeeindruckt.

Bevor Anita und Salva was zu ihr sagen konnten, galoppierte Mystic Blue mit einer unglaublichen Geschwindigkeit los. Unerwartet verspürte das Mädchen ein wenig Hoffnung und dachte: „Bitte rette ihn!“

Als das Einhorn das große Tor der Vorderseite des Gebäudes erreichte, wurde ihr Gesichtsausdruck ernster und sie berührte schnell mit einem ihrer Vorderbeine das Tor, um so die Fähigkeit zu aktivieren: vergangene Ereignisse noch mal zu sehen. Sie sah, dass der Zauberer Starfire mit vielen Seilen, die aus seinen Händen heraus geschossen kamen, fesseln konnte und das Einhorn konnte sich daraus nicht befreien. Dann wurde das gefesselte Einhorn mit seinen telekinetischen Kräften ins Gebäude gebracht. Plötzlich öffnete es sich und der Magier, der einen grauen Mantel trug, kam heraus und redete mit einer fiesen Stimme zu ihr: „Das muss ja mein Glückstag sein, dass ich gleich noch ein zweites Einhorn fangen werde.“

Sie war von seiner Äußerung überhaupt nicht beeindruckt, da sie keine Furcht verspürte sie. Wie erwartet schoss er mehrere Seile auf Mystic Blue, sie schleuderte mit ihren telekinetischen Kräfte die Geschosse auf ihn zurück. Er konnte ihnen ausweichen und war davon überrascht.

„Das ist doch unmöglich, dass du so eine Fähigkeit hast. Kein Einhorn besitzt so was. Egal, gegen meine telekinetischen Fähigkeiten hast du keine Chance“, redete er bedrohlich.

Sie war in der Lage zu spüren, ob sie einem Gegner in der Kampfstärke überlegen war oder auch nicht. Wie sie bei solchen Kämpfen agieren konnte, hängte von der Situation ab. Hier war sie sich ganz sicher, dass das töten nicht zwingend notwendig war, da sie das an der Körpersprache von ihm erkannte, dass er keine große Gefahr darstellte. Als der Zauberer seine telekinetischen Fähigkeiten einsetzen wollte, hatte das Einhorn ihm einen harten Tritt in den Bauch verpasst. Er konnte nicht wissen, dass das Alicorn mit den 2 Pfoten-Tattoos sich schneller bewegen konnte als die normale Zeit. Ihre Geschwindigkeit war unglaublich, was sie fähig war. Mystic Blue hatte ein total anderes Zeitempfinden. Er brach voller Schmerzen im Bauch zusammen und war bewusstlos. Das Einhorn ging ins Gebäude hinein, schaute sich konzentriert um und bemerkte auf vielen Regalen eine große Menge schöner Spielzeuge. Die Atmosphäre wirkte nicht unangenehm. Das überraschte sie, da sie das nicht erwartet hatte. Sie hatte das Gefühl, dass dieser Magier nicht wirklich ein schlechter Mensch war. In ihren Augen passte das wegen den schönen Spielsachen nicht zusammen. Sie hatte in der Schule des Lebens gelernt, dass man nicht oberflächlich die Personen und Dinge betrachten sollte. Trotzdem blieb sie wachsam, weil sie unangenehme Überraschungen nicht ausschließen konnte.

Es dauerte nicht lange, bis sie Starfire fand. Das Einhorn lag gefesselt auf dem Förderband einer Maschine. Das ernste in ihrem Gesicht verschwand und Mystic Blue berührte mit ihrem Horn die Seile und in wenigen Sekunden verschwanden sie. Anitas Freund stand sofort auf und sie berührte mit ihrem Horn dieses Gerät und wollte wissen, was der Zauberer mit ihm machen wollte. Sie erfuhr, dass man mit diesem Ding Lebewesen oder Gegenstände in Spielsachen verwandeln konnte. Sie fragte sich, warum wollte er ihren Freund in ein Spielzeug verwandeln. Das fand sie verwirrend. Dann hörte sie seine Stimme: „Ich danke dir, dass du mich aus dieser unangenehmen Lage befreit hast. Wie heißt du? Ich bin Starfire.“

„Mein Name ist Mystic Blue.“

„Normalerweise kenne ich alle Einhörner, die es auf dieser Welt gibt. Dich kenne ich nicht. Das finde ich irritierend. Weiter erstaunt es mich, dass der Zauberer dich nicht gefangen nehmen konnte. Wie hast du das geschafft?“, fragte er sehr überrascht.

Sie musste grinsen und meinte mit ihrer kindlichen Stimme zu ihm: „Er hatte mich unterschätzt. Wir sollten raus gehen, weil Anita auf dich wartet. Über anderen Dinge können wir uns später unterhalten.“

Nachdem beide Einhörner das Gebäude verlassen haben, meinte Mystic Blue zu ihm: „Ich möchte mich mit dem Zauberer noch unterhalten. Du kannst schon zu Anita und Salva gehen…“

Einige Zeit später näherte sie sich dem bewusstlosen Magier und berührte mit ihrem Horn seinen Rücken, um so seine Lebensgeschichte zu erfahren. Sie erfuhr unter anderen folgendes.

Der Zauberer hieß Structure. In seiner Vergangenheit hatte es ihm große Freude gemacht für Kinder Spielsachen zu bauen. Dabei achtete er darauf sie umweltschonend herzustellen, weil er das für wichtig hielt. Aber wegen anderen Konkurrenten, die den Naturschutz nicht beachteten, nahm das Interesse für seine Spielzeuge ab und das machte ihn traurig und wütend. Wegen seiner Wut wurde aus versehen ein Einhorn von ihm schwer verletzt und einer der fünf Einhornkönige verfluchte ihn deshalb, um ihn dafür hart zu bestrafen. Der Fluch sorgte dafür, dass er für sein Leben lang unfähig sein soll positive Gefühle wie Freude oder Glück zu spüren. Aus Verzweiflung war er bereit für Gerlingga Einhörner zu fangen, damit dieser ihn von diesem Bann befreien soll. Aber in seinen Inneren wusste er, dass es falsch war diese schönen Wesen zu fangen. Deshalb wollte er Starfire erstmal in ein Spielzeug verwandeln, um die Chance zu erhalten, dass er noch einen Rückzieher machen konnte.

Mystic Blue war davon sehr bewegt, weil das ganze sie traurig machte, und sie fand die Strafe, die Structure bekommen hatte, viel zu hart, denn der verantwortliche Einhornkönig, hatte sich nicht damit beschäftigt, wie es dazu kam, dass er ein Einhorn schwer verletzt hat. Sie hatte eine Vorstellung, wie er sich gefühlt haben musste, als er unfähig war Freude zu spüren. Das war in ihren Augen nicht gerecht gewesen. Die Tatsache, dass er bis auf den Vorfall mit ihrem Artgenossen die Natur respektvoll behandelte und kein Tier Leid angetan hat, war für sie der Grund, dass sie wie bei Susan das gleiche bei ihm machen wollte. Als erstes berührte sie mit ihrem Horn seinen Rücken, damit die schwere Verletzung am Bauch, die sie ihm zugefügt hatte, heilen wollte. Dann legte sie ihr Horn auf seinen Kopf, um den Fluch zu beseitigen. Hier musste sie sehr konzentriert sein, damit sie den Bann aufheben konnte. Es dauerte in diesem Fall etwas länger als normalerweise, wenn sie jemandes seelischen Schmerz heilen wollte. Als sie damit fertig war, wachte er auf.

„Du hast wirklich schöne Spielzeuge“, sagte sie mit einer herzlichen Stimme.

Structure schaute sie sehr überrascht an, als er ihre Äußerung hörte. Diese Worte waren Balsam für seine Seele. Plötzlich spürte er das Gefühl von Freude und ihm wurde langsam bewusst, dass dieses Einhorn ihn vom Fluch befreit hat. Der Zauberer starrte sie verunsichert an, weil er mit so was nie gerechnet hatte. Deshalb fiel es ihm schwer passende Worte zu sagen.

„Aber warum hast du mich von diesem Fluch befreit? Ich wollte dich doch eben in meine Gewalt bringen und dir was schlimme antun.“



„Ich kenne deine Lebensgeschichte und ich finde, dass die Bestrafung viel zu hart war.“

„Woher weißt du meine Lebensgeschichte? Darfst du denn das? Die Einhornkönige könnten doch sauer auf dich werden und dich auch hart dafür bestrafen“, äußerte er sich besorgt.

„Durch Hilfe meiner Fähigkeiten habe ich es erfahren. Ehrlich gesagt interessieren mich die Einhorngesetze überhaupt nicht und vor den Einhornkönigen habe ich überhaupt keine Angst. Du brauchst dir darüber keine Gedanken machen“, antwortete sie unbeeindruckt.

Plötzlich umarmte der Zauberer sie und er fing an sehr viel zu weinen. Das Einhorn war davon sehr überrascht und das bewegte sie, weil sie nun bewusst war, dass ihre Entscheidung richtig war ihm zu heilen.

„Dein Satz wegen meinen Spielzeugen bedeutet mir wirklich viel, weil das schon eine lange Zeit zurück liegt, dass jemand so was zu mir gesagt hat. Es tut mir wirklich Leid, dass ich dich und deinen Artgenossen fangen wollte. Da fällt mir ein, dass ich das andere Einhorn wieder frei lassen möchte.“

Structure hörte mit der Umarmung auf und wollte ins Gebäude gehen.

Sie lächelte ihn an und sagte zu ihn: „Ich habe meinen Artgenossen schon befreit.“

Der Zauberer schaute das Einhorn mit einem freundlichen Gesichtsausdruck an und meinte zu ihr: „Ich stehe in deiner Schuld. Wenn du meine Hilfe brauchst, dann kannst du jeder Zeit zu mir kommen. Du sollst auch wissen, dass ich bereit bin mein Leben zu opfern, um deins zu retten, denn so was gutmütige wie dich muss man beschützen, wenn es die Situation verlangt. Du bist wirklich ein ungewöhnliches Einhorn und bin wirklich froh, dass ich dir begegnet bin.“

„Kannst du mir sagen, wo sich die gefangenen Einhörner befinden, die auf der Erde leben?“

Sie erfuhr von ihm, dass sie ins schwarze Tal gebracht wurden. Weiter warnte er sie vor diesem gefährlichen Ort, den man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Das machte ihr überhaupt keine Angst. Mystic Blue ahnte, dass die Befreiung nicht einfach werden könnte.

Nachdem Gespräch mit Structure galoppierte das Einhorn mit einem sehr schnellen Tempo und brauchte ein paar Sekunden, um bei Salva, Anita und Starfire zu sein. Dort angekommen guckte sie mit einem erfreuten Gesichtsausdruck, dass das Mädchen ihren Freund sehr intensiv umarmte. Das bedeutete offensichtlich, dass ihre Freundschaft emotional sehr stark und tief war und was besonders darstellte.
 
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Löwe Christian

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Hier gibt es Kapitel 3.

3. Das andere Gesicht des Alicorns

Rückblick

Anita verlor vor vier Jahren ihre Eltern bei einem schlimmen Autounfall. Sie überlebte das, weil sie wegen Übelkeit nicht mit fahren konnte. Als sie erfuhr, dass sie gestorben waren, wollte sie das zuerst nicht glauben. Es dauerte eine Weile, bis ihr bewusst wurde, dass sie tot waren, denn sie dachte, dass das alles nur ein Alptraum wäre. Sie musste viele Tage hintereinander viel heulen und ihre Trauer fühlte sich wie eine Leere an. Dieses Gefühl sorgte dafür, dass sie lange Zeit nur negative Emotionen spürte. Sie hatte eine Wut auf das Leben, weil es so unfair war. Deshalb schrie sie die Vita mehrmals an, um so ihren Kummer zu verarbeiten.

Das Mädchen wurde bei einigen Pflegefamilien untergebracht. Von keinen von ihnen fühlte sie sich geliebt, da sie bei allen den Eindruck hatte nicht als richtiges Familienmitglied betrachtet zu werden, was sie emotional sehr wehtat und traurig machte. Sie war der Meinung, dass alle sie nur wegen des Geldes aufgenommen haben, da sie nur alte Kleidung und selten Spielzeug bekam. Aus diesem Grund suchte sie lieber den Kontakt mit Tieren im Wald, weil deren Anwesenheit ihr das Gefühl von Geborgenheit gab. Das Kind hatte innerlich aufgegeben, dass sie eine Familie bekommen könnte, die sie wirklich liebte. Sie vermisste ihre Mutter und ihren Vater sehr und weinte häufig, wenn sie an die beiden dachte. Auch flossen Tränen, falls sie an den Moment dachte, wo sie sie das letzte Mal lebendig gesehen hatte.

Eines Tages entschied sie sich weg zu laufen, weil ihre letzte Pflegefamilie unerträglich für sie war. An einem Morgen stand sie früh auf und ging mit einem Rucksack in der Hand in die Küche. Sie tat möglichst viel Essen und Trinken in den Rucksack hinein. Dann wurden ein paar nützliche Gegenstände in den Rucksack hinein gelegt und nun verließ sie das Haus. Das Kind entschloss sich in den Wald zu gehen und wusste nicht wirklich, wie es mit ihr weiter gehen soll. Das wichtigste für sie war, dass sie endlich ihre letzten unehrlichen Eltern nicht mehr sehen musste. Die einzige positive Tatsache war, dass gerade der Sommer herrschte.

Anita war eine Weile schon im Wald unterwegs, als sie plötzlich ein Einhorn in ihre Richtung angerannt sah. Plötzlich erinnerte sich das Mädchen an ihre Oma, die ihr damals erzählte, dass es diese Wesen wirklich gibt. Aber sie war damals davon nicht ganz überzeugt, dass das stimmte. Als das Jungtier vor ihr stand, bracht es unerwartet zusammen und das Mädchen ging sofort zu ihm. Sie erkannte, dass das Einhorn bewusstlos war, und hörte dann viele Stimmen, die nach ihm suchten. Aus den Äußerungen erkannte das Kind, dass diese Gestalten was schlimm mit ihm vorhatten. Anita entschloss sich ihn vor diesen Gefahren zu beschützen. Aus Sorge versuchte sie das bewusstlose Tier zu einer sicheren Stelle zu ziehen. Unvorbereitet spürte sie in ihren Körper eine angenehme Wärme in ihren Muskeln. Sie spürte eine große Power in ihren Armen und Beinen. Zuerst dachte sie, dass sie das nicht schaffen kann, weil sie nicht die nötige Kraft hätte. Aber zu ihrem Erstaunen konnte sie ihn in ein Gebüsch ziehen und versteckte sich auch darin. Sie konnte nur warten und hoffen, dass die Bedrohung sie und ihn nicht entdeckte.

Sie nahm nach einiger Zeit Stimmen wahr, die sich ihr näherten, und befürchtete, dass man sie und das Einhorn gleich entdecken würde. Deshalb erhöhte sich ihre Aufregung und sie atmete schneller ohne dabei lauter zu werden. Sie versuchte möglichst kein Geräusch zu verursachen. Aber zu ihrem Glück wollten diese Gestalten nicht weiter gehen und es dauerte eine Weile, bis Anita sicher war, dass sie nicht mehr da waren. Nun versuchte sie ihn zu wecken. Aber es klappte nicht. Aus diesem Grund nahm sie eine Wasserflasche aus ihren Rucksack und versuchte mit ein paar Wassertropfen ihn zu wecken und es klappte. Das Einhorn öffnete die Augen und sah das Mädchen überrascht an.

Sie sprach mit einer glücklichen Stimme zu ihm: „Die Männer, die dich fangen wollten, haben deine Spur verloren. Als du bewusstlos warst, habe ich dich in dieses Gebüsch gezogen, damit sie dich nicht finden konnten und es klappte.“

„Ich verdanke dir mein Leben, denn wenn sie mich gefangen hätten, hätten sie mich bestimmt später wegen meinem Horn ermordet“, sagte das Einhorn mit einer erleichternden Stimme.

„Warum wollen dich diese Männer wegen deinem Horn töten? Ich verstehe das nicht, warum man so was grausam tun kann“, fragte sie schockiert.

Das Einhorn erklärte dem Kind die Situation. Nachdem das geklärt war, fragte sie ihn: „Wie heißt du denn? Ich bin Anita.“

„Mein Name ist Starfire.“

„Darf ich dich bitte begleiten? Du sollst wissen, dass ich von Zuhause weggelaufen bin, weil meine letzte Pflegefamilie für mich unerträglich ist. Ich will nicht zurück, weil ich mich dort sehr unwohl fühle.“

Das Mädchen guckte Starfire mit einem flehenden Gesichtsausdruck an. Er erkannte im Gesicht, dass sie möglicherweise weinen könnte, wenn er nein sagen würde. Dann redete er mit einer herzlichen Stimme zu ihr: „Ich verdanke dir, dass mich diese Männer nicht gefangen haben. Deshalb darfst du natürlich mich begleiten.“

An ihrem Gesichtsausdruck erkannte er, dass sie sich sehr freute. Nachher erfuhr er ihre traurige Lebensgeschichte und konnte deshalb jetzt besser verstehen, warum sie mit ihm gehen wollte. Er hatte eine Vorstellung, wie sie sich gefühlt haben musste, da vor einigen Jahren sein Großvater gestorben war.

Das Mädchen erfuhr von ihm unglaubliche Dinge über die Welt der Einhörner und war davon sehr begeistert gewesen. Sie wollte Candelia unbedingt kennen lernen, weil die Beschreibung, die er ihr erzählte, fand sie toll und schön. Aber sie war traurig, dass sie Starfire unter diesen Umständen kennen lernte. Beide beschlossen, dass sie nach anderen seiner Artgenossen suchen wollten. Im Laufe der Zeit ihrer Suche spürten beide, dass sie sich sehr mögen. Es dauerte nicht lange und sie und er wurden richtige Freunde.

Wenn das Mädchen schlief, während er neben ihr aufpasste, fühlte sie sich sehr geborgen und kannte dieses schöne Gefühl schon sehr lange nicht mehr. Manchmal dachte sie, dass sie das alles nur träumen würde. Anita fühlte sich sehr glücklich, wenn sie mit ihrem Freund zusammen war. Starfire hat ihr ihre Lebensfreude zurückgegeben. Er war auch sehr froh sie als Freundin zu haben, denn er konnte ihr auch seine Sorgen wegen dieser Bedrohung mitteilen. Sie half ihm, dass er das ganze nicht als hoffnungslos sehen sollte. Er wünschte sich sehr, dass er mutiger wäre, falls er seine Eltern und die anderen retten wollte, denn das brauchte man in dieser Situation unbedingt. Beide waren sich einig, dass sie um ihr persönliches Glück kämpfen wollten. Das bedeutete, dass entweder alle Einhörner gerettet werden oder sie sterben werden.

Aber beide konnten keine anderen Einhörner finden und waren davon sehr enttäuscht gewesen. Sie ahnten, dass das kein gutes Zeichen war. Das Thema Aufgeben kam für sie gar nicht in Frage. Später entdeckten beide ein großes Gebäude und wollten sich das anschauen…

Gegenwart

Anita befürchtete, dass sie Starfire nicht mehr sehen würde und hätte fast geweint. Dann bemerkte sie, dass ihr Freund zu ihr galoppierte. Das Mädchen rannte ihm entgegen und umarmte ihn intensiv. Mit einer glücklichen Stimme meinte sie zu ihm: „Ich dachte wirklich, dass ich dich nie wieder sehen würde. Diesen Gedanken hätte ich nicht ertragen können, wenn das wirklich so geschehen wäre. Wie hat sie das geschafft, dass sie dich befreien konnte? Wie heißt sie?“

„Sie heißt Mystic Blue. Ich weiß das ehrlich gesagt nicht, wie sie das gemacht hat. Sie ist wirklich geheimnisvoll, weil ich mir ganz sicher bin, dass ich diesen Artgenossen vorher noch nie begegnet bin. Normalweise kenne ich alle Einhörner auf dieser Welt.“

Unerwartet bemerken die Anita, Starfire und Salva die Rückkehr von Mystic Blue. Dann sprach sie zu den anderen: „Ihr soll als erstes zur Kenntnis nehmen, dass der Zauberer, der Starfire gefangen genommen hat, kein Feind ist. Die Umstände braucht ihr nicht zu wissen, weil ich die Zeit nicht für so was verschwenden möchte. Jetzt müssen wir was anderes wichtiges besprechen. Ich weiß, wo sich ein Teil der gefangenen Einhörner hingebracht wurden. Sie befinden sich im schwarzen Tal. Wenn wir sehr schnell unterwegs sind, brauchen wir wahrscheinlich eine Stunde, bis wir dort sind.“

Starfire zeigte einen nachdenklichen Gesichtsausdruck, weil er wusste, dass das schwarze Tal das Reich der Zauberer war. Vor diesem Ort sollte man Respekt haben, weil dort schlimme und grausame Dinge gemacht werden, die man nicht unbedingt sehen möchte. Plötzlich sagte Mystic Blue zu Anita und ihrem Freund: „Starfire…Ich möchte, dass du mit deinen Horn meins berühren sollst. Anita…Du sollst dich auf seinen Rücken hinsetzen. Ich erkläre euch gleich, warum ihr das machen sollt.“

Beide machten, was verlangt wurde. Mystic Blues Horn glühte kurz und Starfire spürte eine unbeschreibbar schöne und angenehme Wärme in seinen Körper und Anita fühlte das ebenfalls.

„Ihr sollt folgendes erfahren. Eure Freundschaft ist wirklich was besonders. Ich habe ein Gespür für so was. Weiter sollt ihr wissen, dass bei solchen Freundschaften unglaubliche Kräfte frei gesetzt werden, die sehr stark und nicht zu unterschätzen sind. Ich habe eben dafür gesorgt, dass sie in euch erstmal erweckt wurden. Den Rest müsst ihr selbst machen. Das wird euch bestimmt gelingen, da habe ich keine Zweifel.“

Beide starrten sie sehr überrascht an. Das Mädchen fragte neugierig: „Wie können wir diese Kräfte frei gesetzt werden? Wie können wir sie richtig anwenden? Wir haben doch keine Erfahrung.“

„Das werdet ihr instinktiv wissen, wie ihr sie rufen könnt. Wegen der fehlenden Erfahrung, macht euch keine Sorgen. Ich habe eben auch dafür gesorgt, dass ihr keine Probleme damit haben werdet. Mehr darf ich euch nicht sagen, denn den letzten Schritt müsst ihr beide alleine herausfinden…“

Danach näherte sich Mystic Blue Salva und tippte mit ihrem Horn seinen Kopf. Sie meinte mit einer ruhigen Stimme zu ihm: „Du hast temporär die Fähigkeit bekommen, dass du dich unsichtbar machen kannst. Ich habe gleichzeitig dafür gesorgt, dass du bei der Anwendung keine praktischen Probleme haben wirst.“

Das Pferd zeigte einen überraschten Gesichtsausdruck, dass er so was jetzt konnte und das freute ihn. So konnte er sein persönliches Ziel sehr wahrscheinlich erreichen. Er sagte zu ihr: „Ich danke dir, dass du mir so die Chance gibst aktiv bei der Rettung helfen zu können. Damit hatte ich nicht gerechnet.“

Einige Momente später galoppierten die Gruppe in Richtung schwarzes Tal. Anita befand sich auf den Rücken von Starfire. Während sie unterwegs war, dachte Mystic Blue schon taktisch nach, wie sie gegen die Feinde vorgehen sollte. Das hatte sie bei der Schule des Lebens so gelernt, wenn sie eine Befreiungsaktion durchführte. Das Mädchen bemerkte mit einem leicht beunruhigen Gesichtsausdruck, wie sich die Umgebung langsam so veränderte, dass es ihr ein wenig Angst machte. Die Bäume machten einen unheimlichen Eindruck. Sie wirkten auf sie so, dass sie leben würden. Der Boden wurde unnatürlicher je näher sie diesem Ort kamen. Ihr Freund spürte, dass sie sich fürchtete vor dieser Landschaft. Dieses Gefühl hatte er auch ein wenig. Aber er versuchte das zu verdrängen, indem er an was schöne dachte, und sprach mit einer entschlossenen Stimme zu ihr: „Lasst dich nicht von diesem Gebiet verunsichern lassen. Stell dir was tolle vor, an das du dich gerne erinnerst. Das habe ich schon getan und es hilft wirklich.“

Sie tat, was er ihr sagte. Es klappte nach einer Weile. Als die kleine Gruppe das Ziel erreichten, spürten Starfire, Anita und Salva, dass dieses Tal wirklich eine beängstigende Wirkung hatte. Die Tatsache, dass keine Tiere da waren, zeigte deutlich, wie ernst die Situation zu betrachten war. Die Atmosphäre der Gegend machte einen unheimlichen Eindruck, denn man fühlte sich sehr unwohl und etwas mutlos.

Man erkannte, dass bald der Sonnenuntergang kommen wird. Aber das Alicorn mit den zwei Pfoten-Tattoos ließ sich von der Wirkung dieses Gebietes überhaupt nicht beeindrucken. Es dauerte eine Weile, bis Mystic Blue ein Lager entdeckte, wo die Einhörner in Metallkäfigen eingesperrt wurden. Sie befanden sich im Zentrum und wurden von vielen Zauberern in schwarzen Kleidungen bewacht. Man blickte ein paar Zelte, wo sich in diesen Moment niemand aufhielt. Als die Gruppe ein paar Meter vor diesem Lager sich befand, waren alle sehr angespannt, denn es wurde jetzt sehr ernst.

Das Alicorn ging zu Anita und sagte zu ihr: „Ich finde, dass du schlafen solltest.“

Bevor das Mädchen verstand, was das Einhorn damit meinte, hauchte sie Anita mit ihrem Atem an und sie schlief auf dem Rücken ihres Freundes ein.

„Starfire…Anita wird ungefähr eine halbe Stunde schlafen. Ich habe das gemacht, weil gleich viele unschöne Dinge passieren werden, die sie am besten nicht sehen sollte“, äußerte sie sich in einem ernsten Ton.

„In Ordnung…Wahrscheinlich ist das sinnvoll, dass du das gemacht hast.“

„Ihr versteckt euch am besten bei diesem großen Busch, denn ich werde die Einhörner im Alleingang befreien. Ihr werdet zu einem späteren Zeitpunkt aktiv bei der Rettung helfen müssen, da bin ich mir ganz sicher. Jetzt müsst ihr noch nicht handeln.“

Das Alicorn hatte zwei Gesichter, die sich situationsbedingt abwechselnd zeigten. Die Unterschiede merkte man meistens an der Tonlage. Beide Seiten unterscheiden sich im Charakter sehr deutlich. Die zwei Persönlichkeiten wussten von der Existenz der anderen. In diesen Moment veränderte sich die Miene von Mystic Blue. Der kindliche unschuldige Gesichtsausdruck wurde sehr ernst und sah sehr bedrohlich aus. Nun sprach sie mit einer sehr erwachsen klingenden Stimme zu Starfire und Salva: „Ich denke, dass ich nicht wirklich lange brauche, bis ich alle Zauberer kalt gemacht habe. Ihr dürft zu schauen.“

Beide hatten beim Hören von ihrer Stimme das Gefühl, dass sie mit einem anderen Einhorn zu tun haben würden. Diese Situation fanden sie viel unheimlicher als das schwarze Tal. Mystic Blue zählte 60 Zauberer, die sich bei diesem Lager befanden. Dann zeigte sie ihr wahres Aussehen. Ihr Fell wurde blau, ihrer zwei Pfoten-Tattoos erschienen an ihren beiden Bauchaußenseiten, ihr Schweif und ihre Mähne wurden schwarz und ihre Flügel kamen aus ihren Körper heraus geschossen. Starfire und Salva waren sehr beeindruckt über ihre Verwandlung. Sie gab die Bemerkung: „Ich bin ein Alicorn. Der Unterschied zu einem Einhorn seht ihr ja. Das wollte ich euch nur zur Kenntnis setzen. Das dauert nicht lange.“

Sie versteckten sich und beobachteten von dort aus die Befreiung. Nun flog sie sehr schnell los zum Lager. Bevor die Zauberer begriffen, was passierte, hatte sie viele von ihnen mit tödlichen Huftritten am Kopf kalt gemacht. Wegen ihrer unglaublichen Geschwindigkeit hatten sie praktisch keine Chance zu reagieren. Ihr Freund Shadow hatte ihrer ernsten Seite beigebracht, wie man jemanden auf viele unterschiedliche Arten meucheln konnte. Es dauerte eine lange Zeit, bis sie das sehr gut beherrschte. Wenn jemand Tiere oder der Natur was schlimm antun wollte, gab es bei ihr keine Gnade. Das bedeutete für den Betroffenen sein Todesurteil.

Beide guckten mit offenem Maul sehr überrascht, wie einfach sie ihre Gegner tötete. Starfire wünschte sich, dass er auch so aktiv agieren könnte. Da überlegte er, ob seine Freundschaft mit Anita das ermöglichen könnte. Er hoffte es sehr. Wegen ihrem Tempo konnten beide nicht sehen, wenn sie einen Magier killte. Das hatten die zwei so nicht erwartet und waren sich bewusst, dass sie ein Profi war, was das Töten eines Feindes betraf. Ihre letale Routine fanden sie beeindruckend. Als nur noch fünf von ihnen übrig blieben waren, zeigte sie sich ihnen. Zwei dieser Gestalten schossen aus ihren Händen Energiestrahlen auf sie. Mit ihren telekinetischen Kräften schleuderte sie mit ihren Gedanken noch schneller zurück zu ihnen, die jeweils tödlich getroffen wurden und zu Boden fielen. Dann bemerkte sie, dass zwei von ihnen sie vorne und ein anderer sie von hinten angreifen wollten. Das beunruhigte sie nicht, weil sie diese Situation schon einige male erlebt hatte. Sie blieb cool.

Plötzlich wurde ihr Schweif sehr lang und wickelte sich sehr schnell um den Hals des Zauberers. Dieser wurde gerade brutal stranguliert und versuchte verzweifelt sich davon zu befreien. Die beiden anderen Magier wollten im gleichen Moment Mystic Blue auch mit vielen Energiestrahlen aus ihren Händen unter Beschuss nehmen. Sie feuerten sehr viele davon auf sie. Das Alicorn erzeugte schnell mit ihrem Horn einen Schutzschild, der sie davor schützte. Als das Beschießen zu Ende war, verschwand er. Sie erschuf sofort mit ihm eine durchsichtige Kuppel und schleuderte es auf die zwei Gegner. Es landete auf die beiden und sie guckte mit einem verachtenden Gesichtsausdruck, wie die beiden qualvoll erstickten.

Zum Magier, der gerade mit ihren Schweif kämpfte, sprach sie mit einer eiskalten Stimme zu ihm: „Hast du in der Schule nicht aufgepasst, dass man den Schweif eines Alicorns nicht unterschätzen soll? Ich finde die Situation für dich atemberaubend lustig.“

Jetzt drückte sie bewusst mit ihren Schweif noch fester und nach ein paar Sekunden war der letzte Gegner tot. Danach nahm ihr Schweif die normale Form wieder an. So hatte sie viele damit erdrosselt.
 
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Löwe Christian

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Hier gibt es den 1. Teil von Kapitel 4:

4. Die Wesen der Dunkelheit

Mystic Blue ging zu den Metallkäfigen. Sie schoss mehrere blaue Energiestrahlen auf alle Schlösser. Mit ihren telekinetischen Fähigkeiten wurde alle Türen geöffnet, damit alle Einhörner raus kommen konnten. Nun berührte sie mit ihren Horn, alle Metallringe, die sich an den Hälsen ihrer Artgenossen befanden. Das tat sie mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Bevor sie erkannten, was sie machte, fielen alle zu Boden. Sie waren immer noch geschockt und fasziniert, was sie eben gesehen haben. Normalerweise konnte ein Einhorn niemals so kaltblütig sein.

In diesem Moment verschwand ihre ernste und bedrohliche Seite und man erkannte wieder ihren kindlich unschuldigen Gesichtsausdruck. Dann näherten sich Starfire mit der schlafenden Anita auf seinen Rücken liegend und Salva. Ein erwachsenes Einhorn sprach zum Alicorn: „Wir danken dir, dass unser Leben gerettet hast. Was bist du konkret? Dein Erscheinungsbild habe ich auch vorher noch nie gesehen.“

Mystic Blue antwortete wieder mit ihrer naiv klingenden Stimme: „Das ist für mich selbstverständlich. Ihr braucht euch nicht zu bedanken. Ich bin ein Alicorn. Der Unterschied zwischen mir und euch ist nur, dass ich Flügel habe. Mir ist aufgefallen, dass ich nur 80 Einhörner gezählt habe. Wo sind die anderen 20?“

Als ihre Artgenossen sie nun so sprechen hörten, waren sehr viele davon verwirrt. Alle hatten das Gefühl, dass sie mit einem anderen Einhorn reden würden. Das erwachsene Tier von eben äußerte sich zu ihrer Frage: „Wegen den Zauberern hatten wir uns damals entschlossen, dass wir die Gruppe trennen sollten. Ich weiß nur grob, wo die Trennung statt gefunden hat.“

Mystic Blue bewegte sich zu ihm und sagte: „Ich werde gleich eine bestimmte Fähigkeit anwenden, die mir zeigen wird, wo sich die anderen befinden. Dabei muss ich dich nur antippen.“

Sie berührte vorsichtig mit einem Vorderhuf das Vorderbein dieses erwachsenen Einhorns. So konnte sie ihre Fähigkeit aktivieren: vergangene Ereignisse noch mal zu sehen. Sie beobachtete, dass die 20 Einhörner von Wesen der Dunkelheit gefangen wurden, und sie erkannte, dass der Ort, wo das passierte, sich auf dem Rückweg zum Zauberer Structure befand.

„Ich weiß, dass die anderen Einhörner von Wesen der Dunkelheit gefangen wurden. Ebenfalls ist mir die Stelle bekannt, wo sie sich gerade befinden.“

Fast alle zeigten einen geschockten Gesichtsausdruck, nachdem sie das erfuhren. Starfire senkte seinen Kopf und sagte mit sehr traurigen und hoffnungslosen Stimme: „Dann werden wir unsere Brüder und Schwestern nicht mehr wieder sehen, weil wenn Einhörner von Wesen der Dunkelheit gefangen werden, bedeutete es mit Sicherheit ihren Tod. Für mich heißt das auch, dass ich meine Eltern nicht wieder sehen werde.“

Das Einhorn musste weinen, weil dieser Gedanke sich emotional unerträglich anfühlte. Sein Herz fühlte sich sehr schwer an und er empfand Hoffnungslosigkeit und große Traurigkeit.

„Noch sind sie am Leben und ich werde sie befreien“, äußerte sich das blaue Einhorn mit einer entschlossenen Stimme.

Starfire hörte auf zu weinen, guckte sie mit einem ernsten Gesichtsausdruck an und meinte zu ihr: „Bist du wahnsinnig? Weißt du, mit wem du dich da anlegen willst? Die Zauberer, die du kalt gemacht hast, sind im Vergleich mit dieser Wesen harmlos gewesen.“

„Ich weiß, was das für Gestalten sind“, teilte sie in einem ruhigen Ton mit.

„Hast du keine Angst vor ihnen? Jedes Einhorn, das ich kenne hat vor diesen Wesen große Furcht. Ich möchte eine Begegnung am liebsten vermeiden.“

„Ihr müsst ja gar nichts tun bei der Befreiungsaktion. Ihr dürft gucken, wie ich die Einhörner da befreien werde.“

Starfire war sich nicht sicher, ob sie naiv war oder ob sie einen Plan hatte, wie sie die anderen Einhörner retten konnte. Er hoffte, dass letzteres zu trifft, aber er konnte sich nicht vorstellen, wie sie das durchführen könnte. Aber die Erlebnisse mit ihr hatten ihn gezeigt, dass man bei Mystic Blue mit allen rechnen musste.

Sie sprach mit einer leicht ernsten Stimme zu ihren Artgenossen: „Erstmal sollten wir losgehen, damit wir eine bestimmten Platz erreichen, der meiner Meinung nach für euch sicher sein sollte. Ich kenne da einen Ort.“

Das Alicorn führte die Gruppe an und die Nacht hatte angefangen. Unterwegs führte sie mit Starfire wieder ein Gespräch.

„Bist du dir sicher, dass der Ort, wo du mich gerettet hast, der richtige ist?“, fragte er mit einer zweifelhaften Stimme.

„Ja, da bin ich mir ganz sicher. Structure wird uns auf jeden Fall helfen, da habe keine Zweifel…“

Als Anita wach wurde, erklärte ihr Freund, was los war. Sie war sehr geschockt, als sie die schlimme Nachricht wegen seinen Eltern und den anderen erfuhr. Er musste deshalb wieder weinen und sie versuchte ihn zu trösten, was schwierig war, weil sie nicht sofort wusste, welche passend Worte sie sagen sollte. Sie konnte sich gut in ihm hinein versetzen, da ihre Eltern vor ein paar Jahren gestorben waren. Es dauerte eine Weile, bis keine Tränen mehr flossen. Das Mädchen machte sich große Sorgen und fragte sich, wie will Mystic Blue sie befreien. Die Äußerungen von ihm über die Wesen der Dunkelheit machten ihr Angst und sie hatte Zweifel, ob die Rettung möglich war. Für ihren Freund hoffte sie trotzdem, dass er sie wieder sehen wird.

Salva beobachtete, dass Starfire wieder weinte. Der Anblick berührte ihn sehr und er hatte eine Vorstellung, wie es ihm emotional gehen sollte. Vor einiger Zeit verlor er seinen besten Freund und er musste mit ansehen, wie er vor seinen Augen starb. Die Trauer war immer noch da. Das Pferd hatte das Gefühl, dass das Alicorn sie retten wird.

Nach einer Weile erreichte die Gruppe die Stelle, wo die Trennung geschah. Nun marschierte sie auf diesen Weg, wo die anderen Einhörner später gefangen wurden. Bis auf Mystic Blue hatte alle Angst, dass jeder Zeit die Wesen der Dunkelheit auftauchen könnten. Sie gingen nur mit, weil das blaue Einhorn sie überzeugen konnte, dass ihnen keine Gefahr drohte.

Es dauerte eine Weile, bis die Gruppe mehrere Meter vor einem Eingang in einem Berg stoppte. Man sah, dass der Zugang von zwei finsteren Gestalten bewacht wurde. Beide trugen schwarze Kutten. Keiner der beiden trug die Kapuze auf den Kopf. Die Hände sahen wegen den langen Krallen beängstigend aus und auf den Köpfen hatten beide jeweils zwei spitze Hörner an der Stirn. Alle außer Mystic Blue hatten große Angst vor den beiden Kreaturen gehabt. Starfire fragte sie: „Wie willst du die Einhörner befreien? Willst du die Wesen der Dunkelheit angreifen und so sie retten?“

„Nein…Das ist noch viel einfacher. Ich gehe zu ihnen und sage, dass sie die Einhörner frei lassen sollen und dann komme ich mit ihnen heraus. So hatte ich mir das vorgestellt“, sprach sie mit einer coolen Stimme und lächelte dabei.

Starfire guckte sie verwirrt an und dachte, dass sie total naiv war und nicht wusste, was sie gerade plante. Bevor er was sagen konnte, ging das Alicorn los. Sie guckte kurz zu den Einhörnern. Dann bewegte sie sich mit einem entschlossen Gesichtsausdruck zu diesem Zugang. Ihr Gesicht wurde wieder sehr ernst und wirkte wieder bedrohlich. Ebenfalls begannen die zwei Pfoten-Tattoos rot zu leuchten. Als sie sich ihm näherte, grinsten sie die zwei Gestalten fies an und wollten ihr offensichtlich gleich was schlimm antun.

Aber unerwartet verschwand das Grinsen der beiden schnell, weil sie die zwei leuchtenden Pfoten-Tattoos sahen. Man erkannte in ihren Gesichtern deutlich, dass sie sich vor ihr fürchteten. Die Gruppe konnte es nicht sofort glauben, was sie da gerade beobachteten. Starfire verspürte Hoffnung und wünschte sich so sehr, dass alle lebend zurückkommen. Als Mystic Blue hinein gehen wollte, machten beide sofort Platz, verneigten sich vor ihr und redeten in der Sprache der Dunkelheit: „Willkommen Lord Mystic.“

Vor einiger Zeit hatte sie einen von ihnen in Schattenschach herausgefordert und gewonnen. Dabei war ihr Einsatz ihre Seele gewesen, wenn sie verlieren würde. Eigentlich konnte man sie darin nicht besiegen. Aber durch ihren besten Freund beherrschte sie es perfekt, weil sie das mit ihm aus Spaß gespielt hat. In ihren Augen war es ein langweiliges Kinderspiel gewesen. Wegen ihres Sieges war der Herrscher und Nummer eins überhaupt nicht erfreut gewesen. Deshalb machte er sie zur Nummer zwei der Hierarchie der Wesen der Dunkelheit, was als Strafe für die anderen zu verstehen war. Das bedeutete, dass alle Gestalten unter ihr ihre Befehle ausführen mussten. Mystic Blue war bis auf den Boss den anderen wegen ihrer Kampfkraft überlegen.

Früher war sie der Meinung gewesen, dass es richtig war, dass man Finsternis versuchen sollte auszulöschen. Durch ihren Löwenvater Lev lernte sie, dass ihr Gedanke überhaupt nicht gut war. Wenn Licht oder Dunkelheit weg wären, hatte das sehr bedrohliche Folgen, sodass die übrig gebliebene Seite nicht überleben konnte. Beide stellten ein Gleichgewicht dar, das sehr empfindlich war. Aus diesem Grund gab sie den Befehl, dass das töten von Einhörnen verboten war. Sie sah es als ihre Aufgabe an, dass sie diesen Idioten klar machen wollte, dass sie ihren Artgenossen am Leben lassen müssen. Natürlich war ihr bewusst, dass das schwierig und lange dauern wird, bis sie kapierten, warum das gemacht werden muss. Es gab Dimensionen, wo beide Seiten nicht mehr existierten. Dazu zählte auch ihre Welt, was sie sehr traurig machte.

Der Tunnel im Berg war sehr lang gewesen und hatte mehrere Eingänge zu anderen Räumen. Bei einem Raum bemerkte das blaue Einhorn drei Hexen mit wirklichen hässlichen Gesichtern, die Furcht auslösen konnten. Aber sie ließ sich davon nicht beeindrucken und wusste, dass nur langweilige mentale Spielchen waren, um jemanden Angst zu machen. Sie guckte die drei Hexen sehr ernst und bedrohlich an und bemerkte schnell ihre Verängstigung. Die Hexen wollte sie nicht mehr anstarren und drehten ihr Gesicht weg.

Dann kam sie an einem Raum vorbei, wo sie zwei unheimliche Gestalten wahrnahm. Eine Gestalt sah wie ein großer schwarzer Werwolf aus, der Savage hieß, und die andere Gestalt konnte man als Zweibeinige schwarze Katze erkennen. Ihr Name lautete Slick. Plötzlich hörten beide Tattoos auf zu leuchten und das Einhorn ging in den Raum hinein und redete in der Sprache der Dunkelheit.

„Wie geht es euch beiden?“, fragte sie in einem freundschaftlichen Ton und lächelte beide an.

Slick meinte zu ihr: „Es geht uns gut. Die anderen Wesen der Dunkelheit behandeln uns nicht mehr fies und lassen uns wirklich in Ruhe, nachdem du ihnen das befehlt hast.“

Savage sagte mit einer angenehmen Stimme zu ihr. „Dafür danken wir dir, denn ohne dich würde das Leben hier für uns immer noch unangenehmer sein.“

„Ihr braucht doch nicht zu danken, denn aus Freundschaft tue ich das doch gerne. Mir ist unsere Freundschaft wichtig und ich lasse es nicht zu, wenn einer meiner Freunde schlecht behandelt wird. Werden heute neue Menschen die Tiefe kennen lernen? Sollte ich vorbei schauen, weil es notwendig ist?“

Die Katze sagte zu ihr: „Ja, vier Personen sollen an diesem Tag einen freien Fall erleben. Du solltest auf jeden Fall anwesend sein.“

Mystic Blue konzentrierte sich zunächst auf ihr Bauchgefühl, überlegte kurz und sprach zu den beiden: „Ich möchte, dass ihr mich begleitet, weil ich zwei wichtige Angelegenheiten erledigen möchte. Da brauche ich eure Hilfe.“

Die drei gingen raus. Plötzlich kamen am Rücken von Savage und Slick jeweils zwei große Flügel heraus geschossen. Nun flogen sie durch den Tunnel. Nur ihre beiden Freunde mussten sie nicht mit Lord Mystic anreden. Auch brauchten sie sich nicht vor ihr zu verneigen. Nach einer Weile erreichten sie eine Verzweigung, die drei Wege hatten. Das Alicorn teilte ihnen mit: „Wir nehmen den ganz linken Gang.“

Es dauerte nicht lange und sie erreichten eine große Kammer, landeten und marschierten hinein. Mit einem wütenden Gesichtsausdruck sah Mystic Blue, dass zwei ihrer Artgenossen gefesselt auf einem steinernen Tisch lagen und Todesangst hatten, da gerade zwei unheimliche Gestalten mit spitzen Hörnern an der Stirn und einem Messer jeweils in der Hand beide töten wollten. Sie hasste es, wenn solche wichtige Befehle von ihr nicht befolgt wurden. So was bestrafte sie sehr brutal auf ihre Art. Sie flog sehr rasant zu ihnen und verpasste beiden tödliche Huftritte an ihren Köpfen und beide vielen tot zu Boden. Das Alicorn dachte: „Idioten! Wer nicht hören will, der muss fühlen!“

Beide Einhörner, die Deep und Fortune hießen, guckten erstaunt, was eben passierte. Sie betrachteten Mystic Blue jeweils mit einem faszinierend Blick an. Ihre Ausstrahlung hatte was mysteriöses, das in Worten schwer zu beschreiben war. Das Alicorn erkannte, dass es sich bei den beiden um Starfires Eltern handelte und sie sprach mit einer freundlichen Stimme zu ihnen: „Ihr werdet gleich von den Fesseln befreit werden. Wenn ihr das überleben wollt, dann folgt bitte meinen beiden Freunden. Ihr werdet zu einer Stelle gebracht, wo ihr auf mein Erscheinen warten sollt. Wenn ich komme, werdet ihr und die anderen diesen Ort ohne Probleme verlassen dürfen. Bitte stellt keine Fragen.“

Sie berührte mit ihrem Horn die Seile und nach ein paar Sekunden verschwanden sie. Dann tippte sie die Metallringe an, die sich an ihren Hälsen befanden an, und sie fielen zu Boden. Deep und Fortune standen sofort auf und schmiegten sich eng aneinander, da beide sehr froh waren, dass sie gerettet wurden. Beide machten sich nun wegen ihren Sohn sorgen, da sie nicht wussten, dass er sich nicht mehr in Gefahr befand. Jetzt redete sie mit Savage und Slick in der Sprache der Dunkelheit: „Bringt die beiden zum ganz rechten Gang. Dort wartet ihr auf mich und sorgt auch dafür, dass kein weiteres Einhorn für diese Kammer vorbereitet wird und meine Artgenossen sollen wieder ihre Kräfte anwenden können. Weiter teilt ihr ihnen mit, dass alle Einhörner frei gelassen werden. Sagt ihnen, dass das ein Befehl von mir ist. Jetzt muss ich was wichtig erledigen.“

Mystic Blue flog nun zum mittleren Gang und es dauerte eine Weile, bis sie einen großen Raum erreichte. Dort blickte sie eine Gestalt in einer schwarzen Kutte, die eine Kapuze auf dem Kopf hatte. Man konnte nur seine roten unheimlichen Augen sehen. Diese Kreatur hieß der Seelensammler. Sein Gesicht wollte man nicht unbedingt sehen. Ebenfalls befand sich ein großes Loch an diesem Platz, wo gleich einige die Bekanntschaft damit machen werden. Dann bemerkte sie drei Männer und eine Frau, die betäubt am Boden auf Knien saßen. Er verneigte sich vor ihr und äußerte sich in einer tiefen Stimme: „Lord Mystic…Ich bin von euren Besuch überrascht. Ihr möchtet bestimmt beobachten, wie diese vier Menschen die Tiefe gleich kennen lernen.“

Sie äußerte sich in einer sehr ernsten Tonlage: „Ja, das stimmt, dass ich das mir anschauen möchte. Aber zuerst berichtet mir, warum die vier Personen ihre Seele verkauft haben. Die Gründe möchte ich gerne wissen und ein paar interessante Informationen zu ihren Lebensgeschichten sollen berichtet werden.“

Der Seelensammler lachte kurz böse und redete mit einer fiesen Stimme: „Die erste Person ist ein Börsenmakler, der diesen Deal gemacht hat, um in seinem Job sehr erfolgreich zu sein, damit er ein schönes Luxusleben bekommt. Als nächstes haben wir einen Teenager, der als Sänger berühmt und reich sein möchte. Dieser Typ hat vielen Kindern körperlich und mental schlimme Schmerzen zugefügt und hätte ursprünglich viele Jahre ins Gefängnis gehen müssen. Die Frau verkaufte ihre Seele, um ihre todkranke Tochter wieder gesund zu machen.“

Nachdem das Alicorn das alles gehört hatte, verspürte sie gegenüber dem Mann wegen den Kindern richtigen Hass, denn sein Handeln fand sie krank und ekelhaft. Den Jugendlichen und den geldgierigen Typ verachtete sie, da beide das Leben nicht wertschätzten. Alle drei gönnte sie es ihnen, was ihnen bald passieren wird. Zu dieser Frau hatte sie großes Mitleid gehabt und hatte das Gefühl, dass sie sie schon mal begegnet war. Sie sagte zu ihm: „Ich finde, dass du die Betäubung aufhebst und ich möchte die drei Männer gleich selbst hinein schmeißen. Aber bei der Frau soll gewartet werden. Das befehle ich dir.“

Er tat, was sie ihm gesagt hat. Die vier Personen befanden sich trotzdem in eine Art Halbschlaf und waren handlungsunfähig. Mystic Blue näherte sich ihnen und verpasste den Männern jeweils einen schmerzhaften Huftritt in dem Bauch. Somit drückte sie aus, dass sie sie sehr unsympathisch fand. Beim widerlichen Kerl verpasste sie ihm zusätzlich noch drei weitere Stöße unter der Gürtellinie. Sie hatte sehr persönliche Gründe, warum sie das tat, denn in ihrer Vergangenheit gab es eine schlimme Geschichte in diesen Zusammenhang. Die Schmerzschreie nahm sie mit Freude zur Kenntnis. Bei der Frau berührte sie mit ihrem Horn ihren Kopf und wollte unbedingt ihre Lebensstory wissen. Sie erfuhr unter anderen folgendes.

Die Mutter hieß Sandy Henn und hat eine Tochter namens Mandy, die acht Jahre alt war. Der Vater kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Sie lebte mit ihr in sehr bescheidenen Verhältnissen und beide hatten ein schweres Leben gehabt, da die Gesellschaft und der Staat sich ihnen gegenüber sehr gemein und unfair verhielten und zeigten. Für sie war das wichtigste, das es ihr gut ging, was nicht leicht war. Sie zeigte ihr, was im Leben wirklich zählte, und sie verstand das auch. Es machte sie traurig, dass sie ihr bestimmt Wünsche nicht erfüllen konnte, die ihr eine Freude machten. Unerwartet erkrankte sie an Krebs und es bestand keine Hoffnung auf Heilung. Sie wollte das nicht akzeptieren, da sie ihr Kind sehr liebte und fand, dass sie so ein Ende nicht verdient hat. Aus Verzweiflung begegnete sie zufällig dem Seelensammler und war bereit für dieses selbstlose Opfer.
 
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Löwe Christian

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2.530
Hier gibt es den Rest des 4. Kapitels:

Mystic Blue war davon sehr bewegt und hätte gerne deshalb geweint, aber wegen den Umständen ging es leider nicht. Wegen der Tatsache, dass Sandy ihr Tochter erklärte, dass man die Natur respektvoll behandeln sollte und man Tiere kein Leid an tun soll, weil das sehr schlecht war, entschied sie sich, dass sie der Deal ungültig war. Sie näherte sich dem Börsenmakler und schmiss ihn mit ihren telekinetischen Kräften wie Abfall ins Loch. Dann kam der Jugendliche als nächstes dran und den ekelhaften Typen brach sie ihm mit ihren Hinterbeinen die Schienbeine sehr brutal seine Knochen, bevor er die Tiefe kennen lernte. Nun kamen aus der linken Hand des Seelensammlers drei rote Kugeln heraus geflogen und explodierten leicht und es blieb nichts übrig. Jetzt sprach sie zu ihm: „Ich befehle dir, dass du auf ihren Geist verzichten wirst, weil ich sie für uninteressant finde.“

„Aber ich habe doch einen korrekten Deal mit ihr gemacht. Warum soll das getan werden?“, fragte er verwirrt.

Sie sprach aggressiv: „Es sollen nur Menschen diesen freien Fall erleben, die sich nur für bedeutlungslose und unwichtige Dinge interessieren. Da bereitet es mehr große Freude ihr Leid zu beobachten. Aus diesem Grund ist der Vertrag mit der Frau als ungültig zusehen. In Zukunft möchte ich, dass solche Deals mit selbstlosen Personen nicht mehr gemacht werden. Die langweilen mich. Gibt ihr ihre Seele wieder, da das ein Befehl ist!“

Er berührte mit seiner rechten Hand ihren Kopf und man sah, dass eine rot leuchtende Kugel in ihren Körper hinein wanderte. Nach ein paar Minuten hatte sie ihren normalen Zustand wieder. Dann fragte er sie: „Heißt das auch, dass ich die Heilung ihrer Tochter rückgängig machen darf?“

„Nein! Das wird nicht getan. Du bist ausnahmsweise heute nett und machst das nicht, da ich dir das befehle. Weiter wird darüber nicht mehr diskutiert, weil ich das Thema als erledigt sehe“ antwortete sie ihm und starrte ihn sehr bedrohlich an.

Sandy spürte langsam, dass ihr Körper wieder seinen ursprünglichen Zustand hatte und fragte sich, was das zu bedeuten hatte. Sie traute sich nicht zu fragen, was mit ihr weiter geschehen wird. Plötzlich tauchte aus dem Nichts Shadow neben dem Seelensammler auf und schoss einen schwarzen Feuerstrahl aus seinem Maul. Er schrie und verbrannte qualvoll und seine Überreste lösten sich in Luft auf. Das schwarze Einhorn konnte nur von ihr gesehen werden und er sprach telepathisch zu ihr: „Ich fand es notwenig ihn zu töten, weil er für die beiden weiterhin eine Gefahr darstellte und er hat ein paar Dinge gesehen, die er hätte nicht sehen dürfen. Wir sehen uns später.“

Ihr bester Freund verschwand wieder und jetzt begriff sie seine Bitte und war sehr froh, dass sie das auch getan hat. Sandy war verwirrt, dass der Seelensammler vor ihren Augen getötet wurde. Sie guckte mit großem Respekt das Alicorn und hoffte, dass sie ihr sagen wird, was mit ihr passieren wird. Mystic Blue lächelte sie an und äußerte sich in einer freundlichen Stimme zu ihr: „Setzt dich bitte auf meinen Rücken, denn ich stehe unter Zeitdruck. Du sollst folgendes wissen. Ich werde dich gleich zu zwei Freunden von mir hin bringen, die dich bald zu Mandy bringen. Wenn es die Umstände zu lassen, werde ich euch beide besuchen, weil wir unbedingt uns unterhalten müssen. Du verlierst nicht deine Seele und deine Tochter bleibt gesund. Falls du dich bedanken möchtest, dann vergesse diesen schlimmen Ort hier und stelle am besten wenig oder keine Fragen über diesen Ereignisse. Das ist das Beste für euch beide.“

Sandy tat, was verlangt wurde. Mystic Blue flog mit einer unglaublichen Geschwindigkeit zu den Einhörnen und ihren Freunden. Es dauerte nicht lange bis sie ankamen. Dort blickte sie mit einem verärgerten Gesichtsausdruck, dass außer Starfires Eltern die anderen Einhörner immer noch in Käfigen eingesperrt waren und sie diese Metallringe an den Hälsen trugen. Savage erklärte ihr in der dunklen Sprache: „Sie haben das nicht gemacht, weil sie deinen Befehl von dir persönlich hören wollten. Das sehe ich als Provokation an.“

Das Alicorn wurde jetzt richtig wütend und starrte acht Gestalten, die jeweils zwei spitze Hörner an der Stirn hatten, mit einem zornigen Blick an. Sie sagte in einem leicht ernsten Ton zu Sandy: „Bitte steige von mir ab, denn ich muss was erledigen.“

Mandys Mutter machte das sofort. Mystic Blue empfand dieses Verhalten als Verarschung und da verstand sie keinen Spaß. Blitzschnell töte sie alle acht Kreaturen mit Huftritten an den Kopf und sie fielen tot zu Boden. Mit ihren telekinetischen Fähigkeiten öffnete sie alle Käfigtüren und alle Einhörner konnten so heraus kommen. Dann berührte sie sehr schnell mit ihrem Horn die Metallringe und nach ein paar Sekunden waren alle davon befreit. Bis auf ihre Freunde waren ihre Artgenossen von ihrer Kaltblütigkeit geschockt und beeindruckt. Sie teilte Savage und Slick in der Sprache der Dunkelheit mit, dass sie Sandy nach Hause bringen sollen. Beide bekommen eine Gedankennachricht von ihr, wo sie sie hinbringen sollen. Ebenfalls sagte sie ihnen, dass sie ihre Hilfe später noch mal brauche und sie deshalb kontaktieren wird. Nachdem ihre Freunde mit ihr weg geflogen waren, sprach sie zu Starfires Eltern und den anderen: „Bitte folgt mir und tut folgendes. Während wir unterwegs sind, spricht ihr solange kein Wort, bis ihr wirklich in Sicherheit seid.“

Nun marschierte das Alicorn mit ihnen los. Es gab keine Probleme und als die Gruppe den Ausgang erreichte, sprach sie zu den zwei Wachen: „Im hinteren Bereich liegen zehn tote Idioten. Ihre Überreste sollen so schnell es geht beseitigt werden.“

Die anderen guckten sehr überrascht, dass sie ihre Brüder und Schwestern wirklich wieder sahen. Sie wieherten glücklich. Starfire näherte sich schnell mit Anita auf seinem Rücken seinen Eltern. Er kuschelte sich an beiden und sprach mit Tränen in den Augen: „Ich bin so froh, dass ihr und die anderen gerettet wurden…“

Das Mädchen freute sich für ihren Freund sehr. Mystic Blue beobachtete mit einem sehr freudigen Gesichtsausdruck, wie erleichtert Starfire reagierte. Solche Momente liebte sie sehr. Aber ihre Aufgabe war noch lange nicht fertig gewesen. Das war ihr bewusst. Die nächsten Stunden werden zeigen, ob alle Einhörner gerettet werden können.
 
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Lord-Drakhan

Guest
wow muss anfnagen auch mal ne geschcihte zu schreiben.... schreibst du es direkt hier oder erstmal woandersd auf dem PC um zu sehen wie es wirkt?
 

Löwe Christian

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23 Nov 2010
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2.530
Für das erste will ich die Story hier posten.

Es wäre für mich hilfreich, wenn du ein Feedback wegen Inhalt und Grammatik geben könntest.
 

Lord-Drakhan

Guest
ok zum feedback lässt sich sagen die beschreibung ist sehr genau und das finde ich macht schon sehr viel aus kenne genug storys die nur sehr oberflächlich geschrieben sind und man kann sich nciht viel vorstellen gramatik kann ich nicht viel sagen da bin ich selber nich so form was das betrifft ich hab nur gemerkt ab und an merkt man das sie sätze den gleichen anfang haben also manchmal etwas wiederholt das ist auch imemr sehr schwer
 

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