Die endlose Reise. - (Erstes Furry-Buch-Projekt des Like)

Like

Guest
Die endlose Reise.

1. Kapitel: Ein Anfang, eine Wendung.

Es knackte im Gehölz. Langsam spitzten sich die felligen Ohren nach oben und schlaftrunken öffnete er langsam und zuckend seine Augen. Die sanfte grüne Moosfläche schmiegte sich sanft an sein Fell und gaben ihm ein wohles Gefühl und gaben im einen Ruck, nun etwas wacher zu werden. Gähnend erhob sich Like und streckte alle Viere von sich. Noch etwas abwesend starrte in Richtung des kleinen Waldstückes, neben dem er auf dem großen Feld eingeschlafen war. Es war ein entspannter Frühlingstag. Der Geruch der bunten Blumen und Büsche am Rande des düsteren Unterholzes drang in seine Nase und geben ihm ein Gefühl von Geborgenheit. Alles war so friedlich. Doch etwas störte Like an dieser friedlichen Idylle. Etwas war hier falsch. Der Wald war viel zu still. Normalerweise wenn er auf seinen Streifzügen war, hörte Like ständig irgendwelche Vögel oder Wolfskumpanen. Jetzt war es anders. Eine bedrückende Stille lag in der Dunkelheit, welche sich immer weiter in einem viel zu starken Kontrast zu der hellen Außenwelt, immer weiter unter dem Blätterdach erstreckte. Plötzlich erstarrte er und es lief ihm eiskalt durch sein Rückenfell. Hinter ihm war ein Geräusch. Jemand kam auf ihn zu. Stocksteif blieb er dort hocken, den Blick immer noch konzentriert auf das Dunkel des Waldes gerichtet. Das Geräusch kam nähe. Dieses Tapsen war nicht normal. Es hat nicht diesen sanften Klang, welches es in einer Wieso eigentlich von sich geben sollte. Es war von einem unheimlichen Kratzen begleitet. Es waren ausgefahrene Krallen. Daran zweifelte Like keine Sekunde. Ein Schweißtropfen rollte über seine Schnauze, hinunter auf seine Nase. Es kitzelte. Trotzdem versuchte er sich weiter unauffällig zu verhalten. Er wollte so tun, als ob er nichts davon merke. Das unheimliche Tapsen kam näher. Langsam konnte sich Like nicht mehr halten und fing nervös an zu zucken. Plötzlich, wie auf Kommando, wurde das Tapsen auf diese Reaktion hin schneller. Jetzt konnte sich Like nicht mehr halten und rannte los. Er rannte und rannte so schnell ihn seine vier Pfoten tragen konnten. Das Tapsen hatte sich nun schon längst in ein verfolgendes Rennen verwandelt. Es hing ihm im Rücken und ließ ihm sein Nackenfell zu Berge stehen. Das Feld schien in diesem Moment kein Ende zu nehmen. Flink huschte er um Bäume und größere Felsbrocken. Langsam wurde sein Ziel sichtbar. Hinten auf dem Horizont erstreckte sich ein bewaldete Berglandschaft. Dort lagen auch, tief im Gebirgswald verborgen, die Höhlen seines Rudels. Schneller und schneller raste er weiter. Sein Hecheln nahm zu und ging schon langsam in ein trübes Keuchen über. Immer mehr versuchte Like sein Tempo zu steigern, aber er es kam ihm die ganze Zeit so vor, als würde sein Verfolger trotzdem immer näher kommen. Er zwang sich jedoch weiter zu rennen und keinen Blick nach hinten zu werfen. Endlich, nach ein paar Minuten pausenlosen Rennens erreichte Like schließlich den Rand der Berge. Zu seiner Verwunderung hatte das Geräusch in der letzten Minute ein wenig abgenommen und war nur noch leise aber immer noch bedrohlich in weiterer Entfernung zu hören. Er rannte die steigenden Felshänge hoch, sprang über Kanten und kleine Felsvorsprünge. Er kannte sich hier genau aus. Jede kleine Abkürzung machte er sich nun zu Nutzen. Plötzlich, passiert das, was eigentlich verhindern wollte. Er blieb an einer Steinkante hängen und flog ruckartig nach vorne über, prallte gegen die vor ihm liegend Felswand und blieb benommen schwankend daneben stehen. Er heftet den Blick konzentriert auf die Wand. Ein kleiner Blutfleck besaß diese nun. Er fühlte mit seine Pfote über seine Nase und spürte, wie es warm und flüssig durch sein Fell strömte. Plötzlich war es wieder da. Das Geräusch. Nur dieses mal ein anderes. Es war kein Tapsen mehr. Auch kein Rennen. Es war als ob ein größere Masse über den Boden gezogen wurde. Nun war es nicht mehr als zwei Meter von ihm entfernt und stockte. Ein rasselnder Atem war das einzige, was nun zu hören war. Jetzt war Schluss und Like drehte sich mit rasender Geschwindigkeit um.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Like

Guest
(Part 2) 1. Kapitel: Ein Anfang, eine Wendung.

Schockiert starrte er geradeaus, bis er schließlich das Ding vor ihm erkannte. Es war Rain. Ein Wolf seines Rudels. Blutüberströmt robbte er sich vorwärts, kämpfend mit Schmerzen und schwerfälligen Atemzügen. „Oh mein Gott R..Rain!“, rief Like immer noch schockiert von diesem Anblick, lief zu ihm und hockte sich neben ihn. „Rain w..was.. was ist passiert? Du s..siehst schrecklich aus.“, wimmert Like schon mit der ersten Träne in den Augen. „Es war nicht gelogen. Unsere Stammesälteste Wölfin ha..hatte es richtig prophezeit. Sie..sie sind da! Sie sind hier und werden uns alle dem Erdboden gleichmachen, wenn wir nichts unternehmen.“, stotterte Rain immer noch schwer atmend. „Wer? Wer denn? VON WEM REDEST DU?“, bibberte Like. Rain schaute ihm tief in die Augen, welche vor Leid tränten und versuchte ihm ein paar Worte entgegenzubringen, doch diese verstockten in einem mit Blut begleiteten Husten. Behutsam streichelte ihm Like über die Stirn und half ihm hoch. Nur schwankend konnte sich Rain auf seinen Pfoten halten und taumelte auf der Stelle gefährlich hin und her. Langsam gewann Like seine Fassung zurück. „Ich werde dich erstmal zu unserem Rudel bringen. Diora unsere Medizinwölfin kriegt dich wieder auf die Pfoten. Da bin ich mir ganz sicher.“, versuchte Like seinen verletzten Kameraden aufzumuntern, konnte damit aber seine Unsicherheit nicht loswerden, da seine Verletzungen wirklich sehr stark waren.

Nach eine Viertelstunde quälenden Aufmarsches kamen sie schließlich an ihren Höhlen im Bergwald an. „He, seht mal da kommen unsere Ausreißer.“, lachte Jyko, ein etwas kräftiger gebauter Wolf und bester Freund von Like. Doch schon verging ihm das Lachen. Kaum sah er die beiden antapsen, lief er zu ihnen und auch ihm stockte der Atem bei diesem grauenhaften Anblick. „Rain, was ist denn mit dir passiert? Du siehst aus wie durch den Wolf gedreht!“, dabei konnte er sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Haha .. spar' dir deine dummen Kommentare oder soll ich dich gleich auch mal so zurichten?“, keifte Like ihn an. „Schon gut, tut mir leid.“, gab Jyko kleinlaut zurück und half mit Rain behutsam in die Höhle zu transportieren. Drinnen betteten sie ihn mit Moos und Blättern ein übergaben ihn ihre Medizinwölfin Diora, welche sich fürsorglich um ihn kümmerte. Derweil verließen Jyko und Like die Höhle und setzten sich etwas abgelegen von ihrem Rudel an einen kleinen Gebirgssee. „Du Jyko?“, brach Like nach ein paar Minuten die Stille. „Ja?“, gab dieser zurück und blickte interessiert zu ihm herüber. „Als ich Rain gefunden habe, da hat er etwas komisches erzählt. Er redete von irgendwelchen Wesen...und das SIE kommen werden, um uns zu vernichten. Er meinte auch das Riaka, unsere Stammesälteste Wölfin etwas prophezeit hat. Weißt du etwas darüber? Ich tapse hier einfach nur im Dunkeln.“, fragte Like besorgt wendete seinen Blick dem von Jyko zu. In den ersten Sekunden konnte man keine Antwort oder gar eine Reaktion von ihm wahrnehmen, bis er schließlich seinen Blick abwendete und mit glasigem Blick den See betrachtete. „Nun, es war so..“, Jyko stoppte und fuhr anschließend fort. „Vor ein paar Tagen da...da haben unsere Späher seltsame Aktivitäten im Wald nördlich von hier bekanntgegeben. Sie erzählten davon das auf einmal Tiere aus dem Wald in das freie Tageslicht herauskamen. Nur das Merkwürdige in der Sache, es waren nicht mehr wirklich Tiere, wie man sie von ihre Natur her kennt. Sie waren verändert. Zunehmend aggressiver und ihr Aussehen war ebenfalls nicht mehr normal. Mehr konnten sie uns bis jetzt nicht erzählen, da einer unserer Späher diesen Tieren zum Opfer gefallen ist.“ Jyko wandte sich nun wieder Like zu, welcher immer noch angespannt dort lag und zuhörte. „Die anderen, welche den Verstorbenen begleitet haben, befinden sich in unserer Höhle und haben seitdem keinen Ton mehr von sich gegeben.“ Jyko stand auf und wollte gerade einen neuen Satz beginnen als plötzlich ein Schrei ertönte. Like sprang auf! „Was..was war das?“, fragte er erschrocken. Jyko legte die Ohren zurück und schnupperte umher. „Das kam aus unserer Siedlung!“, hauchte er anschließend. Beide würdigten sich noch eines kurzen und verspannten Blickes und rannten los.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Similar threads

Oben