Deutschland hat ein Wilderei-Problem

Fenrir

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nein Sylvana, öffendliche Statistiken, offizielle Statistiken im Bezug auf Risse erstellt außer dem DJV kein Amt. der DJV ist ein e.V. und beherbergt den BJV sowie die einzelnen LJVs.

offizielle Statistiken auf totalzahlen erstellt sonst niemand da dies nicht im sinne des BRH wäre.
demnach sind die Zahlen des DJV die außer manchen Ämtern nur Mitgliedern zugänglich sind die im DJV sind leidergottes und Wohl oder Übel die einzigen verlässlichen Zahlen auf die man sich irgendwie stützen kann wenn man sachlich an das Thema rangehen will.
übrigens gibt es so gut wie keine amtlichen Naturschutzbehörden. die unteren Naturschutzbehörden sind alle KÖRs und sind deshalb nicht verpflichtet ihre selbst erhobebenen Zahlen weiter zu belegen.
(Berlin stellt da eine Ausnahme dar, da in Berlin die Naturschutzbehörde laut dort gültigem Naturschutzgesetz unter Senatsverwaltung ligt)
die Aufstellung der anderen Naturschutzbehörden Deutschlands ist je nach Gebiet mehr als Abenteuerlich, da wird die Naturschutzbehörde kommunal nämlich bspw vom Amtsveterinäramt, dem kommunalen Bau- und Wegerefearat oder einem einzelnen Mitarbeiterchen einer Gemeinde oder einem Landratsamt teilweise von nicht mal verbeamteten gestellt.

hier bei uns ist die untere Naturschutzbehörde bspw auch mit Katasteramt. und hat zusätzlich noch drei freie Mitarbeiter.

Zahlen die von Tierschutzorganisationen bspw NABU, PETA ect. erhoben werden sind dahingehend wenig aussagekräftig da diese Organisationen zur jagdausübung keine oder nur sehr wenige Berührungspunkte haben, oft stehen diesen Vereinen auch genaue zahlen nicht zur verfügung weshalb sie gerne mit Phantasiezahlen herumhantieren.

ich habe auch keine Beschönigung betrieben, weil ich mit keinem Wort gesagt habe dass die Zahlen sich nur auf gehaltenes Nutzvieh beziehen, es ging mir um "Stücke" also getötete Tiere im allgemeinen.

du vergisst dabei dass der Mansch eben KEINE wehrhafte Beute ist. ein Wolf oder ein Wolfsrudel das des nachts einen einsamen Wander im Wald findet wird diesen "anjagen" und im zweifelsfalle auch strecken.

wie man Wölfe dazu bringt den Menschen nicht als Beutetier zu sehen sondern ihn als Bedrohung wahrnehmen kann man bspw. in Polen sehen. dort steht der Wolf auf dem Jagdgesetz.

in Kroatien bspw wird der Wolf geschossen, und der Kadaver dann bewusst mit menschlichem Geruch versehen (das kann bspw durch Urin oder getragene Kleidung geschehen) und im Jagdgebiet als Kadaver zurückgelassen dadurch bildet der Wolf einen Kausalzusammenhang zwischen Mensch und Tod. was wiederum den Wolf wirksam vergrähmt.

das gefällt vielen Leuten nicht (mir auch nicht), ist aber bewährtes Mittel welches in anderen Ländern erfolgreich praktiziert wird.
 
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Silvana

die Trolljägerin
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Du sagst "Nein, Silvana" und doch widersprichst du mir mit keiner Zeile.

Ich habe nie behauptet an den internen Daten zu zweifeln, von denen du behauptest deine Informationen zu haben.
 
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Fenrir

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du verwechselst Ofizielle mit Öffentlichen Statistiken.

nja, im es für heute abzukürzen.

Kein moderner Jäger will die Wölfe ausrotten. Der Wolf ist traditionell heimisches Wild und gehört auch hierher. Momentan gibt es ja noch kaum Wölfe.
Dennoch gab es schon genug Fälle von toten und verletzten Nutztieren. Rechnet man diese Fälle auf die geschätzte Zahl der deutschen Wölfe um (sehr wenige) und rechnet das auf die Anzahl Wölfe hoch, die in Deutschland reinpassen (sehr viele, also eine unregulierte Maximalpopulation) dann kommt da ganz schön was zusammen.

Es wird zu Problemen mit dem Wolf kommen. Vor allem weil Wölfe zwar jetzt noch sehr viel Platz und reiches Nahrungsangebot haben; aber werden die Populationen dichter und dadurch die Reviere kleiner wird der Jagddruck auf Nutz- und Haustiere sehr viel größer.

Der Wolf ist aber durch deutsche und europäische Gesetze geschützt, der Bestand wird noch lange Zeit nicht reguliert werden.
Sollte sich daran eines Tages etwas ändern, dann nicht auf Druck der Jäger, denn mit gut 300.000 Jagdscheininhabern kann man demokratisch gar nichts erreichen - da kann man noch so viel wählen, schreiben, demonstrieren,... Wenn sich das ändert, dann auf Grund der Agrarlobby oder weil andere gewichtigere Teile der Bevölkerung dafür sind (oder die Kompensationszahlungen an die geschädigten Viehhalter zu teuer werden).

Es kann gut sein, dass man eines fernen Tages zu der Erkenntnis kommt, dass man in Deutschland Wölfe will, aber mit einer Bestandsdichte deutlich unter der Maximalpopulation - genau das wollen wir für das meiste größere Wild, weil es ein guter Kompromiss ist aus dem Recht des Wildes und den Bedürfnissen des Menschen. Vielleicht kommt man zu dem Schluss, dass es gar nicht schadet, wenn der Wolf auf Grund mäßiger Bejagung den Menschen (Landwirte, Viehzüchter,...) und seine Siedlungen stärker meidet als bisher.

Sehr wahrscheinlich wird irgendwann eine Regulierung nötig werden. Da wir die natürliche Regulation nicht haben wollen (Tollwut, Staupe, Parovirose, Parasiten,...) bleiben nicht sehr viele Alternativen...Aber das ist alles ferne Zukunftsmusik und wird sowieso frühestens passieren, wenn die Notwendigkeit der breiten Bevölkerung augenscheinlich wird. Die Jäger werden mit dieser Entscheidung wenig zu tun haben.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Dieser Beitrag sollte sich in nicht auf meine und/oder Möhres Beiträge beziehen, oder?
Just to be sure.
 

Fenrir

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das ist mein abschließendes Statement für heute, ich hab heute ehrlich gesagt keinen Nerv mehr mich noch weiter damit zu befassen, ich hab auch noch anderes zu tun.
 

Ebony Timber

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Sobald ein Windpark in Planung ist und der Naturschutz "im Wege steht" sterben plötzlich die Seeadler wie die Fliegen. Ein Adlerweibchen wurde gezielt mit einem Kopfschuss im Nest hockend abgeknallt. Da muss man Kartoffelknollen im Kopf statt Augen haben, wenn man das korrupte Treiben nicht erkennt!
 

Möhre

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Sobald ein Windpark in Planung ist und der Naturschutz "im Wege steht" sterben plötzlich die Seeadler wie die Fliegen. Ein Adlerweibchen wurde gezielt mit einem Kopfschuss im Nest hockend abgeknallt. Da muss man Kartoffelknollen im Kopf statt Augen haben, wenn man das korrupte Treiben nicht erkennt!
Hast du eine Quelle dafür? Würde gerne mehr über solche Vorfälle lesen.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Das bestätigt getötete Adler, aber wo ist die Verbindung zu Windparks, bzw zur Korruption?
Ernste Frage. In der Thematik Windparks+Naturschutz bin ich kaum weiter drin als: "Hab gehört, dass Vögel öfter mal wegen Windparks sterben"
 

Möhre

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Ja, das bestätigt den Abschuss eines Seeadlers. Eines Männchens. Und von Kopfschuss steht da jetzt auch nichts (sieht auch auf dem Foto nicht danach aus).

Natürlich sind Windparks eine Gefahr für Seeadler und andere Vögel (Ich war selber bei einem Vortrag des Nabu im Müritz-Nationalpark), deswegen werden an den Bau solcher Anlagen relativ strenge Auflagen geknüpft. Und natürlich sinkt auch ein Grundstück im Wert, wenn man feststellt, dass man wegen Naturschutz eigentlich garnix damit machen darf. Wen würde das nicht ärgern? Aber der arme Bauer wurde erwischt und überführt, somit wird es ja auch einen Prozess und Strafe geben.

Aber wo bitte ist jetzt die Quelle für das "korrupte Treiben" und das tote Weibchen? Entschuldige bitte wenn ich da jetzt drauf rumreite, aber dein Posting wirkt durch die Extreme recht übertrieben und nach Stammtisch. Lasse mich aber gern etwas besserem belehren. :)
 

Ebony Timber

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Stimmt. Dieses Weibchen in Stade hatte noch einen Zweig zum Nestbau im Schnabel als das Projektil, welches noch nicht gefunden wurde, ihren Körper von der Schulter bis zur Hüfte durchschlug.
Kann leider keine Quelle mehr für den Kopfschuss liefern, diese beiden Meldungen sind aber nur Beispiele für mehrere Abschüsse von denen ich in den schätzungsweise letzten zwei bis drei Jahren gelesen/gehört habe.
 
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Silvana

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Der Zusammenhang zum korrupten Treiben fehl aber immer noch.
Es ist (verfolgte) Wilderei, soweit so schlecht, aber wo ist die Korruption?
 
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Ebony Timber

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Es ist nur ein böser Verdacht der sich bei mir in den letzten Jahren gebildet hat. Tut mir leid wenn ich in meinem Ärger eine persönliche Meinung wie eine Anschuldigung geäußert habe. Ist normalerweise nicht meine Art.
 

mancs

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Wilderei ist eine Sauerei; genauso wie das Vergiften, Verletzen, Verstümmeln von Tieren aus Tierhass heraus.

Umso schlimmer, dass es hier bei uns wohl hauptsächlich solche Wohlstands-Tierhasser sind, die Giftköder auslegen oder aus Angst und Dummheit einen Wolf erschießen.

Schön, dass der Wolf und auch Luchs und Wildkatze bei der breiten Bevölkerung so viel Interesse hervorrufen.
Schade um unsere anderen, vielleicht weniger attraktiven oder hübschen Wildtiere, die ebenso bedroht sind. Für einen Fisch, ein Insekt oder einen Singvogel mag wohl keiner mal im Abendprogramm die Sendezeit opfern.

Dicke Schlagzeilen sind nicht unbedingt ein Merkmal für seriösen Tierschutz.
Es laufen sehr viele gute Schutzprojekte und viele Leute engagieren sich im Kleinen persönlich, ohne dass so etwas die große Welle macht.

So denke ich auch, dass der "Tierschutz", wie er z.B. auf Facebook populär ist, sehr oberflächlich ist. Außer Gruselvideos teilen und Likes sammeln passiert da nicht viel.
Und wie sollen wir denn Wildtiere schützen, wenn wir nicht mal flächendeckend unsere Haustiere angemessen halten wollen?
Die "Ware Haustier" ist überall erschreckend billig zu bekommen und jederzeit beliebig ersetzbar. Wie soll denn da ein gesundes Bewusstsein und Respekt für Wildtiere entstehen? Fängt ja damit schon an...
 

Tyrus

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Wilderei ist eine Sauerei; genauso wie das Vergiften, Verletzen, Verstümmeln von Tieren aus Tierhass heraus.

Umso schlimmer, dass es hier bei uns wohl hauptsächlich solche Wohlstands-Tierhasser sind, die Giftköder auslegen oder aus Angst und Dummheit einen Wolf erschießen.

Schön, dass der Wolf und auch Luchs und Wildkatze bei der breiten Bevölkerung so viel Interesse hervorrufen.
Schade um unsere anderen, vielleicht weniger attraktiven oder hübschen Wildtiere, die ebenso bedroht sind. Für einen Fisch, ein Insekt oder einen Singvogel mag wohl keiner mal im Abendprogramm die Sendezeit opfern.

Dicke Schlagzeilen sind nicht unbedingt ein Merkmal für seriösen Tierschutz.
Es laufen sehr viele gute Schutzprojekte und viele Leute engagieren sich im Kleinen persönlich, ohne dass so etwas die große Welle macht.

So denke ich auch, dass der "Tierschutz", wie er z.B. auf Facebook populär ist, sehr oberflächlich ist. Außer Gruselvideos teilen und Likes sammeln passiert da nicht viel.
Und wie sollen wir denn Wildtiere schützen, wenn wir nicht mal flächendeckend unsere Haustiere angemessen halten wollen?
Die "Ware Haustier" ist überall erschreckend billig zu bekommen und jederzeit beliebig ersetzbar. Wie soll denn da ein gesundes Bewusstsein und Respekt für Wildtiere entstehen? Fängt ja damit schon an...

Da geb ich dir völlig recht, viele dieser vergehen kommen erst gar nicht an die Öffentlichkeit.
Die Printmedien berichten meiner Ansicht nach da nicht objektiv korrekt genug.
Allgemein ist dieses Thema leider ein `heißes Eisen`.
Erlebe ich beinahe fast täglich bei meiner Aktivität rl wie auch online.
Ich sehe es im großen ganzen allgemein, ich bin aktiv im Artenschutz was das Thema Tierschutz mit einschließt.
Meine Rede ist immer Artenschutz beginnt hier vor der eigenen Haustür indem man Wolf, Luchs; Fuchs, Dachs, Igel, Hase, Lurche, Reptilien, Schmetterlinge, Orchideen und co schützt.
Und eben nicht erst damit Elefanten, Löwen in der Serengeti schützt, nicht erst damit Jaguar am Pantanal schütz, nicht erst damit Tiger auf der Malaysischen Halbinsel schützt, nicht erst damit Orang-Utahs auf Borneo schützt!

In den Printmedien wird zum Beispiel relativ wenig über den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft berichtet obwohl dies größtenteils mit verantwortlich für das Bienen sterben ist, mit verantwortlich für den Rückgang an Biodiversität, mit verantwortlich ist für den Rückgang an Artenvielfalt!
 

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