Deutschland hat ein Wilderei-Problem

Möhre

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Trichinen sind eine einzelne herausgegriffene Spezialität; daneben gibt es hunderte andere Parasiten, Krankheiten und was auch immer, die niemand kontrolliert, weder bei Fleisch von Wild noch von Tieren aus landwirtschaftlicher Haltung. Bei Wild wird zumindest in Bayern allenfalls noch die Radioaktivität kontrolliert.
Dann frage ich mich, wofür es die EG-Verordnung 854/2004 gibt. Ich zitiere mal:

"Der erste Schritt ist die Untersuchung am zu schlachtenden Tier. Durch diese Untersuchung des lebenden Schlachttiers soll festgestellt werden, ob es gesund und somit zur Schlachtung geeignet ist. Das zu schlachtende Tier wird zur Schlachtung freigegeben, wenn es sich in einem guten Gesundheitszustand befindet. Ist dies nicht der Fall, wird ein Schlachtverbot für das jeweilige Tier ausgesprochen.

Der zweite Schritt ist die Fleischuntersuchung als Untersuchung des Schlachtkörpers und der Organe nach der Schlachtung. Hierbei wird auch sichergestellt, dass alle nicht zum menschlichen Verzehr zugelassenen Körperteile und Organe als Konfiskate ordnungsgemäß beseitigt werden. Ergibt die Fleischuntersuchung keine Beanstandung, so wird der Schlachtkörper durch Bestempeln mit dem amtlichen Fleischuntersuchungsstempel als tauglich gekennzeichnet. Als untauglich befundenes Fleisch darf nicht in den Verkehr gebracht werden.

Bei bestimmten Tierarten, namentlich bei Pferden und Schweinen, findet zusätzlich zur Schlachttier- und Fleischuntersuchung noch die Trichinenuntersuchung statt."

Und zum Wild:
"Ausnahmen von der Schlachttier- und Fleischuntersuchung sieht die "Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung" vor. Für durch einen Jäger erlegtes Wild für den eigenen häuslichen Gebrauch sowie für den Fall, dass kleine Mengen von Wild zum Zweck der direkten Abgabe an Verbraucher oder an örtliche Betriebe des Einzelhandels zur unmittelbaren Abgabe an Verbraucher gilt die Ausnahme [3], wenn vor oder nach dem Erlegen des Wildes keine besonderen Merkmale vom Jäger festgestellt worden sind. Damit ist der Jäger „Lebensmittelkontrolleur für Haar- und Federwild“, Lebensmittelproduzent und steht in der Produkthaftung für von ihm abgegebenes Wildbret. Nicht entbunden ist der Jäger von einer Trichinenuntersuchung bei gefährdeten Tierarten (Wildschweine, Dachs und alle allesfressenden Wildarten). Die Entnahme von Gewebeproben für die Trichinenuntersuchung kann vom Jäger als Sachverständigem selbst durchgeführt werden."

Mit anderen Worten: Der Jäger ist komplett für das von ihm erlegte Wild verantwortlich. Wenn er nicht verzehrfähiges Fleisch in Umlauf bringt, ist er persönlich dafür haftbar. So dämlich ist selbst ein Jäger nicht, auf die Untersuchungen zu verzichten.
 

Tyger

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http://www.foodwatch.org/de/informieren/tierhaltung/aktuelle-nachrichten/jedes-vierte-tierprodukt-stammt-von-einem-kranken-tier/
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Niedersaechsische-Fleischkontrolleure-schlagen-Alarm,fleischkontrolleure100.html
Auszug: "So verlangt es eine EU-Verordnung, die seit dem 1. Juni 2014 gilt. Die "visuelle Fleischbeschau" schreibt vor, Tiere nicht mehr anzuschneiden und abzutasten, sondern nur noch anzuschauen. ...
Die Mindestuntersuchungszeit bei Schweinen betrage jetzt allerdings nur noch 12 Sekunden statt bisher 50 Sekunden."
12 Sekunden angucken laut EU-Vorschrift, und dazu vielleicht noch eine Trichinenuntersuchung. Ein höchst unwesentlicher Unterschied also zum essen von x-beliebigem Roadkill.
 

Silvana

die Trolljägerin
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Tyger, hast du schon mal gesehen wie so ein Hirsch gereinigt und zerteilt wird? Glaub mir, dass fällt auf, wenn da etwas nicht stimmt. Jemand der selbst für die Qualität haftet, wird dabei nicht schluren. Da ist die Qualitätsprobe nicht mit 20sec anschauen vorbei.
Zählt das was du sagst überhaupt für Jäger?
 

Tyger

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Nein, das Thema war nur zu der Frage gegangen, inwiefern man Fleisch von toten Tieren überhaupt zu essen riskieren kann. Mit Wild ist man wahrscheinlich sogar noch am besten dran.
 

Fenrir

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schön wie hier von Manchen (ältere Beiträge) gegen den Berufsstand der Jägerei gehetzt wird, das geht ja schon fast an üble Nachrede ran.
ein Jäger der mit einer legalen Jagdwaffe einen Wolf erlegen würde und dann auch noch so blös wäre das tier im Wald liegen zu lassen dass es irgendjemand findet wär vermutlich die dümmste sau des Universums weil der Jäger allgemein weiß dass ein deratiger Verstoß gegen das Jagdgesetz und das Naturschutzgesetz mit aller Härte verfolgt wird.

aus meinem Bekanntenkreis des Deutschen jagdverbandes kenne ich zwei jäger dessen Waffen nach einem ähnlichen Zwischenfall zur Kriminaltechnischen Untersuchung komplett beschlagnahmt wurden. erst als die ballistische Untersuchung zeigte dass die waffen nicht den Projektilen entsprechen bekamen sie ihren Besitz zurück.

also wer erzählt jäger würden vorsätzlich wölfe schießen ist absolut verblödet und kann nicht (wie wir in bayern so schön sagen) von 12 bis Mittag mitdenken.

breite teile der Jägerschaft deutschlands wünschen sich einen starken prädatorenanstieg, weil die wiederkehr des wolfes zwar viel arbeit macht, aber auch viel arbeit abnimmt.

denn sobald der Wolf in einem territorium wieder ausreichend präsent ist wandert er wieder aufs jahgdgesetz.
derzeit dürfen Wölfe nur mit Ausnahmegenehmigung oder bei offensichtlicher Krankheit/Verletzung geschossen werden.

übrigens Ekralon.
40 Rudel ... wo hast du denn die Zahl her? der Bundesjagdverband bestätigte im November 68 Rudel mit einer durchschnittlichen Rudelpopulation von 5,6 tieren wir kommen somit in ganz deutschland auf einen Bestand von 381 bestätigten Tieren.

wenn man bedenkt dass in nicht urbanem Gelände ein Wolfsrudel etwa 100 km² an Territorium beschlagnahmt haben wir 6800km² "bewolftes" Bundesgebiet.

vielleicht sollten die Extremtierschützer sich doch mal die Arbeit und die Ausbildung eines Jägers ansehen um mal ein bisschen was von Natur zu lernen.

liebe Grüße vom Jäger ihres Vertrauens.
 
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Ekralon

Royaler Kiwiinspektor der Majestät Yami
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Ich äußere mich mal zu Deinem Kommentar, da ich annehme, dass hierbei auf mein Posting Bezug genommen wird. Zuallererst möchte ich um Entschuldigung bitten. Mir ist jetzt bewusst geworden, dass ein gewisser Absatz als ehrverletzend wahrgenommen werden kann, da er sehr reißerisch geschrieben wurde. Ich möchte herausstellen, dass dies nicht meine Absicht war. Mir ging es nicht darum Jäger vorzuverurteilen. Sonst hätte ich eindeutig geschrieben "Jäger töten vorsätzlich Wölfe". Ich fand es fraglich warum man nicht in den Ermittlungen hierzu klar Stellung beziehen kann bzw. warum dies in diesem Artikel im Speziellen nicht verneint wird. Besonders deswegen, weil Jäger durch das Führen von Waffen etc. in diesen Verdacht kommen können, wie du auch selbst beschreibst.

Deine Erklärung klingt hierbei argumentativ vernünftig und überzeugend, weswegen ich gerne meinen Absatz abändern oder streichen werde.

Meine Information mit den 40 Rudeln habe ich vom Nabu (Stand 15.04.2016). Mir ist bewusst, dass es nach sechs Monaten aktuellere Informationen gibt. Zum Zeitpunkt des Postings war mir aber nur diese verfügbar.

Ich muss übrigens widersprechen, ich bin kein Extremtierschützer.
 

timberwolf

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Ich bin komplett fenrir's Meinung und Ps du hast das echt gut zusammengefasst :)
 

Fenriswolf91DE

Frischling
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Sehr schwieriges Thema. Dennoch bin ich absolut überzeugt davon das man im Einklang mit ihnen Leben kann. Schließlich hat man vor Jahrhunderten auch mit ihnen Leben können. Weiss auch nicht je größer die menschliche Population desto mehr Platz wird benötigt. Das man deshalb Horrorgeschichten über z.b Wölfe Bären usw. sich ausgedacht hat. Und man einfach die Sensibilität verloren hat was das angeht. Darüber kann man sicher stundenlang philosophieren. Vielleicht möchte das ja jemand? ^^

Gruß Fenriswolf

P.s Bin neu in Sachen Furry. Habe nur etwas eingelesenes wissen Aber das Interesse besteht schon seit dem 14-15 Lebensjahr. Aber in all der Zeit noch keinen richtigen Anschluss gefunden.
 

Fenrir

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ein Leben im "einklang" mit Wölfen ist nicht wirklich möglich Wölfe sind keine Kulturflüchter, sie sind Kulturfolger zudem Opportunisten und sehr klug, wenn es sich lohnt dem Menschen nahe zu sein, dann tut der Wolf es. Anders wäre die Domestikation auch nicht möglich gewesen.
Deshalb geht Wolf auch gerne an Nutzvieh, es ist einfach. Denn Schal und Schwarzwildbestände sind en masse vorhanden. Aber Wolf ist nicht dumm, ich würde mir auch lieber die Schafe auf der Weide nehmen, als mich mit einer wehrhaften Wildschweinrotte anlegen.

Und die Mär, dass Wildtiere sich mit Bejagung mehr vermehren, wurde inzwischen wissenschaftlich widerlegt. Da sind andere Faktoren ausschlaggebend.

Das Ziel müsste sein, die Wölfe effektiv zu vergrämen, das ist aber nach derzeitigem Jagdgesetz (dank den Grünen) verboten.
deshalb werden sich in Bundesländern wie Brandeburg und Berlin in Bälde auch vermehrt Übergriffe auf Weidetiere bspw auch Pferde ect häufen da der Wolf hier die Nähe des Menschen sucht.
übrigens ist es auch ein Märchen der Wolf würde keine Menschen angreifen, der wolf geht sehr wohl an menschen ran, genauso die Schwarzwild.
Todesfälle mit Wölfen kamen zum glück bei uns noch keine vor, aber in Polen erst vor einem Jahr (nächtlicher Waldwanderer)

Das Thema muss endlich sachlich, nicht emotional und realistisch angegangen werden. Ansonsten seh ich da generell schwarz, da sich seit dem zurückkehren des Wolfes in deutschland auch die Fallzahlen von Tierriss eben bei Schafen, Kälbern, Pferden häufen.
(wir hatten letztes jahr bundesweit 2520 bestätigte Wolfsrisse)

Schafe sind als Landschaftspflege erheblich wichtig, grad in Norddeutschland und da ist zb HSH-Haltung schwierig, da auf Deichen keine festen Zäune drin sind. Und HSH MÜSSEN definitiv richtig gesichert sein, da jene sehr garstig werden können! Hütehunde haben einem Wolf nichts entgegenzusetzen und selbst Herdenschutzhunde nicht immer ich habe belege dafür dass allein letztes Jahr vier Herdenschutzhunde im Bereich Norddeutschland von Wölfen getötet wurden.

ein weiteres Großes Problem von Wolfsrudeln in ihrem Rissverhalten ist der sogenannte "Riss- oder Blutrausch" Wölfe töten wenn sie die möglichkeut haben eine Herde zu bejagen nicht nur 2-3 Beutetiere die sie fressen, sondern nicht selten gleich mal 10-20 tiere.
die Wölfe reißen dann die Bauchdecke der Opfertiere auf und fressen ausschließlich die energiereichsten Organe, Leber, Lunge ect.
der Rest des Aufbruchs bleibt zurück.

das heißt ein großes und potentes Wolfsrudel kann problemlos einen viertelten oder halben Herdebestand eines Schäfers töten, oder gerne mal auf einer Weide 4-5 Pferde.
diese Tiere bleiben dann nicht selten zurück da der Wolf aud dem tier nur die leicht verdaulichen und energiereichen Organe frisst.
oft leben die Tiere beim Auffinden auch noch und müssen dan vom Amtsveterinär oder Schäfer erlöst werden.
das ist dann kein schöner Anblick.

auch Stromzäune sind keine Alternative denn, Wölfe sowie auch grosse Hunde gehen bei entsprechender Erregungslage durch Strom oder untergraben.

In Osteuropa werden und auch hier früher wurden "Problemwölfe" ohne viel Federlesen eliminiert.
was ich jetzt auch nicht gutheiße, aber in anbetracht der teilweisen Plagenhaften Auswüchse von starken unregulierten Populationen durchaus nachvollziehbar.
und solche Zustände werden wir hier auch bekommen wenn das Wildtiermanagement diesbezüglich nicht bald Initiativen Ergreift und den Wolf mit auf´s Jagdgesetz schreibt.

niemand will wölfe oder andere Prädatoren komplett ausrotten, oder weg haben. nur muss die Population geregelt werden.
unsere Kulturlandschaft bietet besonders für Großprädatoren wie der Wolf einer ist für Füchse oder für Schwarzwild ein irrsinnig paradisischen Lebensraum.
Futter in rauhen Mengen und keine natürlichen Feinde.

tiere die niedriger in der Nahrungskette stehen werden zeitgleich verdrängt oder ihr Bestand existenzbedrohend zurückgefahren.

in und u Berlin kann die jägerschaft bspw garnicht so viele Wildschweine schießen wie jedes mal geboren werden. folge ist, dass wir letztes jahr 9 Todesfälle bei Kontakt mit wildschweinen hatten die bspw Vorgärten umgegraben haben.

ein Älteres Ehepaar wurde bspw getötet als sie versuchten ein Wildschwein mit einem besen aus ihrem Rosenbeet zu vertreiben.

Stadtfüchse gehören in Berlin in manchen Gegenden auch dazu, was zur Folge hat dass es Jäger gibt die in urbanem Terrain also in Vorgärten bspw Füchse jagen müssen die nachts Mülltonnen ausleeren.
 
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Möhre

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in und u Berlin kann die jägerschaft bspw garnicht so viele Wildschweine schießen wie jedes mal geboren werden. folge ist, dass wir letztes jahr 9 Todesfälle bei Kontakt mit wildschweinen hatten die bspw Vorgärten umgegraben haben.
Exemplarisch dafür hätte ich gerne einen Beleg. Als Berliner weiß ich nämlich nur von einem belegten Todesfall durch Wildschweine, das war allerdings im Januar 2014 und die Todesursache ein Herzinfakt durch die Aufregung. Mit Verlaub, aber deine Darstellung klingt für mich wie typisches Jägerlatein.

Richtig ist allerdings, dass sich die Wildschweine hier schneller vermehren als man sie Abschießen kann. Daran sind allerdings auch untaugliche Jäger mitschuldig. Wer sich mit Wildschweinen auskennt weiß, dass sich innerhalb der Rotte nur die Leitbache paaren darf. Wenn man die Leitbache nun wegballert ist die Rotte führungslos, und die rangniedrigeren Bachen lassen sich ungehemmt decken.

Auch für deine angeblichen "2520 bestätigten Wolfsrisse im Jahr 2015" hätte ich gerne einen glaubwürdigen Beleg.

Meine Quelle schreibt für Sachsen: "Die Anzahl der Übergriffe auf Schafe, Ziegen und Gatterwild hat sich 2015 nur geringfügig erhöht. 56 Mal griff der Wolf an. Allerdings hat sich die Anzahl der getöteten Nutztiere deutlich erhöht: von 92 im Jahr 2014 auf 140 im Vorjahr. Hinzu kommen 17 verletzte Tiere sowie elf, über deren Verbleib nichts bekannt ist."

Für Brandenburg: "Seit der Etablierung von territorialen Wölfen in Brandenburg sind landesweit 201 Schadensfälle an Nutztieren registriert worden, bei denen ein Wolf als Verursacher ermittelt oder zumindest als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte. Dabei wurden zwischen 2007 und 2015 jährlich im Schnitt zwischen 50 und 60 Schafe getötet. Im Jahr 2015 wurden erstmals an einem Kadaver eines Robustpferdefohlens Verletzungen gefunden, die den Wolf als Verursacher nicht vollständig ausschließen.
Insgesamt wurden (seit 2007) bisher 405 Fälle mit Verdacht auf Wolfsübergriffe begutachtet, von denen allerdings nur 50 Prozent der Kategorie "Wolf/Wolf nicht auszuschließen" zuzuordnen waren."


Mecklenburg-Vorpommern weist für 2015 insgesamt 34 durch Wölfe getötete und 16 verletzte Tiere aus.

Niedersachsen kommt 2015 auf 62 nachgewiesene Wolfsrisse.

Für Sachsen-Anhalt finde ich nur Zahlen von 2014, hier waren es 61 nachgewiesene Wolfsrisse.

In anderen Bundesländern gibt es derzeit keine nachgewiesenen Rudel oder Paare, sondern nur Einzeltiere. Zusammengerechnet kommt man da bei weitem nicht auf die von dir behaupteten bestätigten 2520 Risse. Wo kann man deine Zahlen nachlesen? Wenn sie bestätigt sind, müssen sie ja amtlich sein.

Insgesamt klingen viele deiner Behauptungen recht abenteuerlich. Zu dem angeblich getöteten polnischen Waldwanderer findet sich nach schneller Recherche rein garnichts im Internet. hast du dafür eine seriöse Quelle?
Seit 1974 hat es keinen Angriff eines Wolfs auf einen Menschen in Europa gegeben. Daher dürften sich doch die Medien sabbernd auf so eine Story stürzen. Nichts dergleichen scheint passiert zu sein. Auch hier wieder Jägerlatein, wie zuletzt im August 2015?

Tut mir Leid, aber mit unbelegten Behauptungen trägst du nicht gerade dazu bei, Vertrauen in den Jägerstand aufzubauen.
 
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Fenrir

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2520 deshalb weil bei internen Akten des Bundesjagdverbandes auch risse mitgezählt werden die erst in folge tödlich verlaufen, also Tiere die beim Auffinden "nur" verletzt oder schwerverletzt waren, in Folge aber teils erst tage später eutanasiert werden.
außerdem wird bei internen BJV Akten ALLES was Nutzwild ist mit aufgerechnet, da auch Rehe sowie Schwarzwild zum Nutzwildbestand zählen werden diese dort folgerichtig auch mitbenannt, weshalb die dortigen Zahlen deutlich höher sind.

bei diesen 9 Todesfällen handelt es sich meist um Jagdunfälle auf Berliner und Brandenburger Gebiet, diese kommen in aller Regel nicht in die Medien genau so wenig wie Arbeitsunfälle mit Gabelstaplern, oder Autonfälle von Taxifahrern.

das exemplarische Beispiel mit dem älteren Ehepaar stammt meineswissens aus dem Jahr 2012 worauf ich mich jetzt aber nicht festnageln möchte, der Zwarzwildbestand B,B´s interessiert mich als Bayer relativ tartiär.

die mir zur verfügung stehenden Daten werden an die Mitglieder des BJV im Jahresbericht postialisch übergeben und sind nicht für die Öffendlichkeit einsehbar, solltest du dbzgl. Interesse haben bitte ich dich eine offizielle Mail an den zuständigen LJV oder den BJV zu schreiben und um Übermittlung von internen Akten bitten, wobei ich bezweifle dass du die ohne gültig gelösten Jagdschein bekommen wirst.

übrigens entsprechen deine offensichtlich veralteten Daten in Bezug auf Wolfspopulation einem Stand von vor über einem Jahr, da der BJV bereits im November letzten Jahres zwei Rudel 4 und 6 Tiere in Bayern bestätigte.

dass du allgemein nicht gut auf Jäger zu sprechen bist ist ja auch jedem hier hinlänglich bekannt.

zu dem Vorfall in Polen finde ich auch nichts mehr, jedoch hier einen Fall aus 2011 in Schweden.
Hier
aber Schweden ist ja zum glück in deiner persönlichen Realität auch nicht Europa ... :lol:

hier gibt es übrigens auch noch einen aus Rumänien, Rumänien gehört für dich aber ja zum Glück auch nicht zu Europa
 
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Silvana

die Trolljägerin
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Fenrir, das würde ich so nicht sagen.
Sich hinzustellen und zu sagen, dass deine inoffiziellen Infos wahr sind und man dir das einfach glauben muss, ist eben recht unzuverlässig. Wer das nicht wenigstens anzweifelt ist recht leichtgläubig.

Nur weil das jemand kritisch hinterfragt, ist er nicht generell gegen Jäger.

Dein erster Abschnitt wäre zum Beispiel sehr wichtig gewesen.
Schließlich klingt die Zahl dann schon wieder ganz anders,
auch wenn damit natürlich immer noch nicht deine Quelle bewiesen ist.

weniger ernste Bemerkung:
Du bist gewiss nicht der Jäger meines Vertrauens ;)
 
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Möhre

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Ich mistraue grundsätzlich allem, was "unter Verschluss" gehalten wird.
Wer mit Zahlen argumentiert, die nicht öffentlich einsehbar, und somit nicht überprüfbar sind, ist grundsätzlich unglaubwürdig.

Komm wieder, wenn du Belege hast, die deine Aussagen auch nachprüfbar stützen.
 

Fenrir

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nur weil etwas nicht offen zugänglich ist heißt es noch lange nicht dass es keine offizielle Zahl darstellt.
dazu einmal die Wortdefinition des Wortes "Offiziell":


  1. in amtlichem Auftrag; dienstlich
  2. von einer Behörde, einer Dienststelle ausgehend, bestätigt [und daher glaubwürdig]; amtlich

    Unterlagen des BND bspw. gelten auch als nicht öffentlich einsehbar sind dennoch offiziell.
    steht ja jedem Frei einen Jagdschein zu machen und dem LJV beizutreten.
    ich werde jedoch einen Teufel tun und Interne Unterlagen leaken.

    btw. Möhre wie wäre es wenn du dann wiederkommen würdest wenn du Unterlagen vorlegen kannst die die Aussagen anhand OFFIZIELLER zahlen entkräften?
    nur weil du keine Berechtigung hast solcherlei Material einzsehen soll ich mir jetzt irgendwelche Belege aus den Fingern saugen?
    nein garantiert nicht mein guter.
    wenn du die Belege haben willst, stell gefälligst so wie jeder andere Bundesbürger der an dem Thema interessiert ist eine offizielle Anfrage, und versuche nicht Leute zu diskreditieren weil sie mehr Ahnung oder mehr Einblick in ein Sachgebiet haben als du.

    ps.
    wer mit Zahlen argumentiert die er aus Hörensagen bezieht und nicht mal ordentlich nachweisen kann aus welcher Primärquelle sie stammen ist für mich grundsätzlich unglaubwürdig.
 
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Silvana

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Fenrir, bleib mal brav sitzen.
Du wurdest nicht aufgefordert interne Informationen zu leaken.
Nur: Solange du sie nicht belegen kannst, was bedeutet die Informationen mit Quelle vorzuzeigen, gibt es keinen Grund dir zu glauben,
gerade für Fremde.
Das manche sie dann anzweifeln ist nur richtig.

Dazu hat Möhre seine Zweifel mit öffentlichen Quellen begründet.
Es gibt keinen Grund pampig zu werden.
 
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Fenrir

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ja, schön wenn er mit öffentlichen Quellen belegt, nur fehlen bei diesen öffentlichen Quellen Bezüge zur verwendeten Primärquelle.

diese Öffentlichen Zahlen werden meistens von Tierschutzorganisationen (zahlen oft mehr als nur fehlerhaft) oder von Versicherungsgesellschaften oder Rechnungshöfendes Bundes erhoben (die Zahlenerhebung basiert dann auf Auszahlsummen von Schadensersatzleistungen) dass auch diese Zahlen statistisch fehlerhaft sind, da sie für die Argumentation wenn es um insgesamte Fallzahlen geht wenig zielführend sind sollte auch jemandem klar sein der sich mit Statistiken eher wenig auskennt.

da jeder Weis dass Wildbrätentwertung, oder Tierfall durch Prädatoren von Keiner Versicherung und keinem Rechnungshof erstattet werden.

Ps.:
Möhre zählt jetzt Schweden und Rumänien eigendlich zu Europa oder nicht?
oder machen wir uns diesbezüglich die Welt weiter widewidewie sie uns gefällt?
 
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Möhre

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Meine Zahlen sind zumeist von den amtlichen Stellen wie den Naturschutzbehörden herausgegeben. Ich bin geneigt, diesen Quellen mehr glauben zu schenken als den Zahlen eines Jagdverbands, die niemand nachprüfen kann. Quellen wie Wolfsschutzinitiativen habe ich bewusst ignoriert.

Und du hast Recht, bei den Wolfsangriffen seit 1974 habe ich vergessen zu erwähnen, dass damit tödliche Attacken gemeint sind.
 

Fenrir

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auch da gibt es welche allerdings habe ich auf diese bewusst nicht verwiesen, da es dort primär welche aus Russland und Kroatien gibt bei denen mir die Quellen jedoch teils zu zweifelhaft sind da diese dort nur selten von öffentlichen Stellen belegt werden.

wir hatten aber einen definitiv bestätigten Fall 2010 in Alaska: hier
dieser wurde auch hochoffiziell von einer Untersuchungskomission bestätigt. (Untersuchungsergebnis Hier)

Da Beutegreifer instinktiv auch Nahrungsalternativen testen oder einfach ihrem Jagdtrieb nachgehen, selbst wenn sie nicht hungrig sind, sind Attacken auf Menschen im Grunde ein natürliches Verhaltensrepertoire von Wölfen.

solche Fälle werden bei entsprechender Zivilisationsfolge und Tierbestand auch hier eintreffen denn Zitat:

"Unter dem Beutespektrum versteht man alle Arten von Beutetieren, die eine bestimmte Art von Beutegreifer nutzen kann. Sowohl durch Spezialisierung als auch durch Erweiterung des Nahrungsspektrums können Vorteile für das Überleben der Art entstehen. Oft wird nur ein Teil des Beutespektrums ständig genutzt und auf den verbleibenden Teil bei Nahrungsmangel zurückgegriffen. Das Beuteschema ist die Übereinstimmung des Beutetieres mit dem Spektrum des Prädators für seine Beute."

Und der Mensch ist nunmal im Beuteschema des Wolfes.
 
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Silvana

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Und deswegen bleibt man ruhig, weil manche Pampige Reaktion auf einem Missverständnis beruht.

Fenrir, der Punkt ist, du magst diese Zahlen nachsehen können und sie deswegen glauben.
Wir können es nicht nachsehen. Du kannst die Zahlen genauso gut zusammengereimt, erfunden oder manipuliert haben.
Das können wir nicht überprüfen.

Wie du schon sagtest, sind selbst offizielle Statistiken nicht unbedingt frei von Manipulation und gerne mal verfälscht.
Wie soll man da einem Fremden glauben der sagt: "Ich weiß doch, dass meine Daten wahr sind", auch wenn du es noch so oft sagst.
vor allem da durch den Absatz, den ich in meinem letzten Beitrag angesprochen hatte, schon zu sehen ist, dass auch du Beschönigung der Zahlen betrieben hast.
Ja, bei Wolfsrissen nicht anzumerken das man nicht nur von den Farmtieren spricht, ist eine Beschönigung.
Das bestärkt die Glaubwürdigkeit nicht, denn dann kommt die Frage:
"Selbst wenn die Zahlen stimmen, wer weiß was er noch an Details verschwiegen hat?"

Edit: Und da tust du es schon wieder.
Du hast es doch sogar zitiert. Warum ernährt sich ein Raubtier wohl hauptsächlich von einer Nahrungsquelle?
Spezialisierung und Einfachheit.
Solange der Mensch eine wehrhafte Beute ist, wird der Wolf andere Beute bevorzugen.
Da ist eben der wackelige Punkt: Wie sorgen wir dafür, dass der Wolf den Menschen weiterhin zu sehr fürchten, um ihn als normale Beute zu sehen?
Klar, in der Not frisst der Teufel Fliegen und Raubtiere ergreifen dann jede Chance, auch wenn sie gefährlich ist, aber nicht im Alltag.

Was du schreibst klingt aber eher nach: Das der Wolf versucht den Menschen zu fressen ist nur normal und alltäglich.
wobei selbst deine Angaben, eher das Gegenteil beweisen, dass sie es nur selten versuchen.
Nicht selten ist dabei wohl auch der Mensch schuld.
 
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