Der Zwergenelf

Rogue

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11 Sep 2014
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Rawr!
Dies ist ein kleines Nebenprojekt das mir so eingefallen ist. Es wird wahrscheinlich eher eine Kurzgeschichte, aber mal sehen wie weit ich komme.
Im Startpost werde ich auch die Daten aktualisieren, was ich aber später mache da ich grade keine Zeit habe, aber den Prolog lasse ich schonmal zum schnuppern da. :D
Mehr habe ich auch bisher nicht geschrieben, Kritik sehe ich gerne!

Genre ist Fantasy. :3


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~ Prolog: Der Dämonenstern ~[/align]


Mit aufmerksamen Blick sah die Katze von seinem Posten aus auf den Wald. Sie hatte graue Streifen, lange weiße Haare, einen dunkelgrauen Bauch und am Rücken weiße Körperpartien, genau wie am Schweif. Seine gesamten Hinterbeine waren in einem dunklen grau gehalten die von weißem Streifen durchbrochen wurden.
Der Wald schillerte förmlich Smaragdgrün und stand so dicht das nur wenige Sonnenstrahlen es vermochten bis zu dem Boden zu dringen. Wegen seiner Farbe wurde er von den Waldelfen die dort lebten der Smaragdgrüne Wald genannt, obwohl er eigentlich der Knochenwald genannt wurde, was an dem Boden lag wo dauernd Knochen von Wesen und Tieren lagen die von den hiesigen Bewohnern gerissen wurden.
Ories war der Wächter dieses Waldes und genoss eine hohe Stellung bei den Waldelfen und anderen Bewohnern. Er selbst gehörte dem Volk der Isilier an- Katzen die zwischen einer vierbeinigen und stehenden Form nach Belieben wechseln konnten. Sie wohnten weit entfernt, in den Eisgrauen Bergen, aber er hatte sich dazu entschieden hier zu bleiben, wenn auch alleine.
Viele Faktoren hatten ihn dazu bewegt ein neues Leben fern von seinen Verwandten anzufangen, auch wenn er anfangs sehr betrübt war konnte er jetzt nicht mehr zurückkehren.
Es gab feste Regelungen und eine war: Gehst du, gehst du für immer.
Niemand sollte wissen wo die Katzenartigen Wesen lebten, zu ihrer eigenen Sicherheit. Wenn jemand das Gebiet verließ wirkte ein uralter Zauber der den Ort aus dem Gedächtnis löschte.
Ories war zu neugierig für die Welt gewesen und sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Nach Jahrelanger Entdeckungsreise durch die Welt fand er nun den Ort an dem er bleiben wollte, auch wenn die Waldelfen ihn lange nicht akzeptiert hatten.
"Ories!" Er sah nach hinten, als ein großes Meerschweinchen auf ihn zupreschte.
Es war schwarz, mit einigen weißen Flecken am Körper und trug ein Sattel mit Geschirr. Die Kulleräuglein staarten ihn direkt an, sodass Ories nur mit Mühe seine Aufmerksamkeit auf den Reiter richten konnte.
Es war auf dem ersten Blick ein ganz normaler Zwerg, mit wettergegerbtem Gesicht, einer feinen Narbe auf der Wange und schwarzem Haar, der Bart wirkte etwas gestutzt und kurz. Wenn man genauer hinsah erkannte man aber spitzere Ohren und eine anmutige Gesichtsform als diese.
An seiner Seite hing eine gewaltige Streitaxt.
Er war aus der Vereinigung eines männlichen Zwerges und einer weiblichen Waldelfe hervorgegangen, etwas was sonst in dieser Form noch nie passiert ist.
Doch dafür wurden harte Strafen verhängt, da die beiden Wesheiten sich nicht leiden konnten. Sein Vater, Orisk, ein stämmiger und stolzer Zwerg wurde für dieses als Verbrecher eingestuft und verbannt.
Ilisa, die anmutige Waldelfin und seine Mutter wurde mit ihm zusammen verbannt. Für einen Elf der die Zeit überstand gab es nichts schlimmeres als die Verbannung vom eigenen Volk.
Zwar kümmerte sie sich liebevoll um ihren Sohn, aber letztendlich raffte die Depression sie dahin.
Seitdem kümmerte sich Ories mehr oder minder um ihn, weil er es der Waldelfin versprochen hatte.
Manchmal bereute er es schon, so konnte er nicht leben wie er wollte, andererseits war der Zwergelf eh in der Lage selbstständig zu agieren, er war zwar mit 20 Jahren noch relativ Jung, aber er konnte auch nicht sagen wie sich sein Leben richtete- 300 Jahre, wie ein Zwerg, oder ein unendlich langes, wie ein Elf?
Er riss sich aus den Gedanken. "Was ist denn?" fragte er und versuchte gelangweilt zu wirken.
"Da sind Menschen gekommen, auf Falken. Sie sind zu den Waldelfen geflogen."
"Falkenreiter? Komisch. Die Menschen leben doch in einer weit entfernten Gegend. Was treibt sie denn hierher?"
"Ich weiß es nicht." sagte Asik und kratzte sich am Kopf, während er überlegend zu dem Wald sah.
"Bin gleich wieder da."
Mit einem schwungvollen Sprung befand er sich direkt über dem Wald und brach kurze Zeit später durch die Äste hinunter.
Er preschte durch den dichten Wald, wobei er versuchte so gut er konnte über keine der Wurzeln zu stolpern, wich einem Rudel Rehe aus die erschrocken wegpreschten und legte eine noch höhere Geschwindigkeit an den Tag.

So dauerte es nicht lange bis die Katze an den Toren der Waldelfen ankam.
Durch die Magie dieser war es komplett unsichtbar, man könnte auch einfach durchlaufen ohne es zu sehen, es war wie ein kleiner Spalt in eine andere Welt, ein Stückchen verlagert.
Man konnte nur rein wenn man vom Wächter die Erlaubnis erhielt, was sich dadurch äußerte das vor ihm ein Tor aus Wurzeln in den Himmel spross.
"Danke." flüsterte und trat durch das Tor, wodurch sich um ihn plötzlich Gebäude aus dem Boden erhebten und er Waldelfen sah die leise redeten und den Weg entlang gingen.
Sie alle sahen sich recht ähnlich mit ihren langen Haselnussbraunen Haaren und den spitzen Ohren. Die Augen waren zumeist Blau wie der Himmel.
Sie schauten nur kurz auf Ories der einfach zu der größten Halle ging. Die Gebäude hier wirkten wie eine Mischung aus Bäumen und Häusern, die Waldelfen lebten im Gegensatz zu den Hochelfen mit der Natur eng zusammen und schauten das sie niemals Fleisch aßen und Tiere unnötig verletzten.
In der großen Halle residierte der Herr der Waldelfen, ein hochgewachsener blonder mit eisblauen, harten Augen und einem schwarzen Wolf als Begleiter, der so groß war das er diesen reiten konnte.
Das war sein Ziel und er war schon stutzig als er die drei Falken registrierte die angebunden davor standen. Warum wurden sie reingelassen? Seit vielen Jahren war nun keiner der Menschen dort gewesen.
"Was ist los?" fragte der Isilier als er die drei Menschen sah in der Halle vor dem Herr standen
Niemand wusste seinen Namen und durfte ihn aussprechen, das war oberstes Gesetz. Deswegen verbeugte er sich schnell noch höflich.
"Ich habe geahnt das du auch bald hier bist." sagte der Herr und musterte ihn unergründlich. "Sie sind nur gekommen um zu warnen. Anscheinend haben die Menschen wieder Ärger mit einer eurer Art."
Da musste er aufhorchen. "Meiner Art? Außer mir hat noch nie jemand unser Land verlassen."
"Anscheinend hatte sich das geändert. Sie hat aus der Stadt der Mönche den Dämonenstein gestohlen. Ich wollte dich eh fragen ob du irgendwas dazu weißt, da trifft es das du hier bist."
"Nein Herr. Ich weiß von nichts." Ein beklommendes Gefühl breitete sich in ihm aus. "Aber ich werde dem nachgehen. Irgendwas muss da ja sein. Vielleicht finde ich es raus."
"Ich hoffe es. Ich habe keine Zeit irgendwelche meiner Leute zu entbehren um..." er machte eine Pause. "Menschen zu helfen."
Die Angesprochenen warfen ihm einen wütenden Blick zu. Eigentlich kamen sie um Hilfe zu ersuchen, aber anscheinend waren sie hier nur auf taube Ohren gestoßen.
"Natürlich." sagte Ories und drehte sich mit einem fahlen Geschmack um. Er hasste diesen Waldelf besonders, auch wenn er der Anführer war, so war seine Arroganz doch unübertrefflich, er würde niemanden außer seinem eigenen Volk helfen.
Er war es gewesen der für die Verbannung von Asik und seiner Mutter verantwortlich war, etwas was Ories ihm niemals würde verzeihen können.
Aber hier ging es um die Menschen und seinem Volk, so war er doch bereit zu helfen.
Gerade bei dem Dämonenstein war Vorsicht zu genießen. Dort drin war ein Dämonendrache gefangen.
Drachen waren schon die gefährlichsten Wesen die es gab, aber dieser war durch seine geistige Schwäche den Dämonen verfallen war und dadurch eine Kraft die alles zerstören konnte.
Nur durch die Hochelfen konnte er vor Tausend Jahre in diesen Stein gesperrt werden. Jeder kannte die Geschichte, aber nur die wenigsten hatten das Chaos miterlebt.
Immer noch gab es im Land Beweise das dieses Wesen existiert und gewütet hatte, so war das Tal der Seelen immer noch unbewohnbar durch die schwarzen Flammen des Wesens.
Wer also klaute den Stein und wieso?
Aber warum lag er bei den Menschen wenn die Hochelfen das Wesen doch eingesperrt haben?
Das waren Fragen die er erst nachgehen musste, bevor irgendwas anderes unternommen werden konnte.
Er sah sich um und bemerkte das die Waldelfen plötzlich weg waren, obwohl er noch im Dorf an sich war, alles wirkte wie leergefegt.
Was war nun los, lag es an ihm? An den Menschen die hier waren?
Ratlos schüttelte er den Kopf, aber er wollte auch nicht länger hierbleiben, ihm ging das ja auch nichts an.
So trat er durch das Tor und die Spalte zwischen der Welt verschwand.
Er musste es Aries erzählen.
 

Fiete Langohr

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Hübsches Manuskript, was du da raus gehauen hast. Inhaltlich klingt das schon mal gar nicht übel und verspricht einiges an Spannung. Sprachlich und auch atmospärisch hoffe ich, dass du es noch ein paar Mal überarbeitest und ausschmückst. Lass es ruhig mal ein paar Tage oder auch Wochen liegen und setz dich dann aufs Neue ran. Du wirst sehen, dass dir Dinge auf- und auch einfallen, die dein Manuskipt verbessern.
Eine Sache, die mir jetzt spontan auffiel, ist, dass der Titel 'Der Dämonenstern' lautet, im Text aber stets vom Dämonenstein die Rede ist. Kann ein Versehen oder beabsichtigt sein. Hatte mich halt nur gewundert.

P.S.: Weil es an anderer Stelle angesprochen wurde, weise ich freundlich darauf hin, dass eine Korrektur der Rechtschreibung und Zeichensetzung ebenfalls noch nötig sind. Verstehe mich bitte nicht falsch. Der Text ist verständlich, aber es sind doch noch einige Schnitzer drin, die einfach beim Lesen stören. Da es ja, wie du sagst, in der Bearbeitungsphase ist, ist es verständlich, dass noch nicht alles perfekt ist.
 
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