Der Rokuluskristall

Tysoba

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Der Rokuluskristall

Ein Morgen wie jeder andere auch in einer Stadt. Das nächtliche Treiben auf den Straßen, welche aus Hehlern, Prostituierten und Saufbolden bestand zog sich zurück und hervor kamen gehetzt wirkende Geschäftsmänner, die pünktlich zur Arbeit erscheinen wollten und dafür den Bus zeitig bekommen mussten. Auf der Straße spielte sich dasselbe ab. Der allmorgendliche Berufsverkehr. Keiner, der die Straße als Transportweg nutzte kam weder vor noch zurück. Man könnte wirklich meinen, die Fußgänger wären hier die Raser in der Stadt. Alles andere stand oder bewegte sich so schnell wie eine Schnecke in ihren besten Jahren.
Die Kinder dieser Stadt hatten es da wirklich einfacher. Sie durften nicht mit dem Auto fahren und ihre Schule war meist nur wenige Meter entfernt. Auch ihr Tagesablauf verlief sehr entspannt und unkompliziert. Nur sitzen und schreiben, gelegentlich aufzeigen und lesen.
Genauso erging es Kevin, der nach einem für ihn anstrengenden Schultag aus der Schule nach Hause kam, wo seine Mutter bestimmt schon mit dem Mittagessen und sein Hund Ronto mit seinem Spielball auf ihn wartete.
Routiniert nahm er den üblichen Weg nach Hause, bis er vor dem Zaun vor ihrem Haus stand. Schon von drinnen hörte man Ronto aufgeregt bellen und tatsächlich, einige Sekunden später kam Ronto laut bellend aus dem Haus und lief über den Rasen in die Richtung, wo Kevin gerade stand. Ronto bellte laut und es hörte sich wie Hundegeschrei an, dann bemerkte Kevin, immer noch am Tor stehend, dass Ronto nur grob in seine Richtung lief. Ronto steuerte den Zaun 5 Meter rechts neben Kevin an, wo gerade ein Mann mit langem schwarzen Umhang auf dem Bürgersteig entlang ging. Kevin kannte dieses Verhalten von Ronto bereits, schließlich war er ein Hund aber dieses Mal war Ronto außer sich. Sein Gebell tönte 5x so laut wie sonst durch das Wohnviertel und er war auch ganz aufgeregt und hielt es nicht lange an einer Stelle aus. Ständig hüpfte er auf und ab und fletschte immer wieder die Zähne, dass es schon bedrohlich und gefährlich aussah.
So hatte Kevin Ronto noch nie erlebt. Er bekam richtig Angst vor seinem Hund. Den Mann, den Ronto so aggressiv anbellte, ließ sich zunächst nichts anmerken. Sein Gesicht blieb von der Kapuze die er anhatte völlig verdeckt, dabei schien doch die Sonne und kalt war es auch nicht. Dann aber, als von der anderen Seite des Zaunes entlang auf den Mann zusprintete, schien es, als würde der Mann innerlich beben. Seine Gestalt und seine Haltung krümmten sich ein wenig und er beschleunigte seine Schritte außer Reichweite des Hundes. Kevin tat dieser arme Mann leid. So, wie Ronto sich verhielt, würde sich wohl jeder so erschrecken und Angst haben.
„Er hat es nicht so gemeint, Mister!“, rief Kevin dem Mann nach, der bereits auf die andere Seite der Straße zuging. „Er ist sonst immer sehr brav!“
Kevin sah noch mal zu dem Mann hin, der jetzt auf der anderen Seite der Straße angekommen war und keuchte.
Er hatte eben im Seitenprofil eine Schnauzennase aus der Kapuze herausragen sehen.
Kevin rieb sich die Augen und sah noch mal hin.
Der Mann war verschwunden und mit ihm Rontos infernalisches Gebell.
Nachdenklich und gleichzeitig etwas verängstigt, öffnete er das Tor am Zaun und ging zusammen mit seinem Hund ins Haus, wo seine Mutter mit dem Essen wartete.
 
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Tysoba

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Jup, des ist ma die Einleitung zu einer Geschichte die ich mal hier im Forum reinschreiben will.
Alles was ihr ließt, wurde Minuten vorher erst erdacht und nicht 100%ig analysiert und überprüft, also stört euch nicht dran, wenn n paar Zeit, oder Grammatikfehler drin sind.

Ihr könnt mir übrigends sehr helfen, wenn ihr mir denkanstöße zu dieser Geschichte geben könnt. z.B. Vorschläge, wie die Geschichte weiter gehen soll. Ich richte mich da eher an eure Ideen, also behaltet sie nicht für euch, sondern schreibt sie rein, ich werde dann eure Ideen mit in die Geschichte einfließen lassen.
Das soll UNSER Roman, nicht mein Roman werden.

Als Grundinhalt dachte ich mir:
Tysoba (So heißt die Hauptrolle) ist ein Hunde-Fuchs, der in der Welt der Menschen gelandet ist. Wie das passiert ist und überhaupt Inhalte aus seiner Vergangenheit kommen nicht drin vor und wenn, dann wie verschwommene Filmrisse oder von Zeugen und Eingeweihten (Eltern, Freunden, Familie), die ihr bestimmen und zum besten geben könnt, sagt mir bescheid :D.
Da Tysoba noch nie jemanden seinesgleichen gesehen hat, kommt er sich fremd in dieser Welt vor und möchte gerne in eine Welt, in der seinesgleichen lebt. (Seinesgleichen meine ich: Füchse, Katzen, Drachen, Monster, Mäuse, halt alles so mit Sachen Furry usw.)

Wir er das macht und wie der Rokuluskristall in der Geschichte vorkommt, könnt ihr entscheiden, gebt mir eure Ideen und ich werde sie in die Geschichte einbringen. Überhaupt, alles was jetzt nach der Einleitung (s.o. passiert, liegt an euren Ideen)

Viel Spaß!

mfg David *Wuff*
 
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Tysoba

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Norbert schaute in seinen Becher. Mist. Wieder fast nichts verdient. Er beschloss, sich wieder etwas intensiver auf seine Beschäftigung zu konzentrieren.
Er stand auf und nahm seinen Pappbecher, indem ein paar Cents klimperten mit auf eine Bank, auf die er sich niederließ und durch die Gasse spähte.
„Haben sie etwas Geld für mich?“, sagte er zu jedem vorbeikommenden Passanten, doch alle ignorierten ihn oder gingen hastig weiter.
Es ist nicht leicht auf der Straße zu leben und nichts zu besitzen.
Nach etwa 20 Minuten war Norbert eingeschlafen, schon wieder.
Die Tatsache, dass es jetzt zu regnen anfing störte ihn offenbar nicht bei seinem Nickerchen.
Es war gegen Mittag, doch der Himmel war durch den Regenfall verdunkelt, so dass es wie spät abends aussah. Es wehte ein kühler Wind, der enorme Feuchtigkeit und Abgase mit sich trug.
Das alles störte Norbert nicht, weiter zu schlafen und so bekam er auch nicht mit, wie sich tatsächlich ein Passant dazu erbarmte, seine Zeitung neben ihn auf die Bank und ein paar Cents in seinen Becher zu legen. Norbert war, so weit er sich er erinnern konnte, schon immer ein Straßenstreuner. Nie besaß er eigenes Hab und Gut, außer seiner Kleider am Leib, die aus ein paar Lumpen zusammengepappt wurden und seinem Becher, in dem er sein Geld für Essen zusammenkratzte. Norbert war der Überzeugung, dass sich der Mensch an ALLES gewöhnen kann und so fand er sich schon lange mit seinem Schicksal ab und sieht es heute als ganz normalen Tag.

Norbert gähnte und reckte die Glieder. Der viele Regen, der sich im Kragen seiner Lumpenjacke gesammelt hatte ihn geweckt. Müde stand er auf und kippte das Wasser von seinem Leib. Er bückte sich nieder zu seinem Becher, der inzwischen randvoll mit klarem Wasser gefüllt war. Unten auf dem Boden des Bechers sah man die Münzen seltsam verwischt liegen. Insgesamt 72 Cents. Er trank das Wasser aus seinem Becher und gab dabei Acht, keine seiner Münzen mit zu verschlucken. Norbert hatte noch keinen Hunger. Er wollte weitersammeln, bis er genug für ein üppiges Mahl beim Bäcker zusammenhatte. Ein belegtes Brötchen und ein Orangensaft, danach war ihm gerade.
Norbert hatte immer Appetit, doch nur, wenn er Hunger bekam, kaufte er sich etwas zu essen. Doch angesichts seiner Vorstellung über das belegte Brötchen und dem Orangensaft würde er etwas wehmütig.

Plötzlich setzte sich jemand neben ihn. Die Gestalt trug einen schwarzen großen Mantel und eine schwarze Kapuze, die sein Gesicht vollständig verdeckte.
„Ah, da bist du ja Tysoba.“, sagte Norbert froh, endlich jemanden zu sehen, mit dem er sich unterhalten konnte.
Die Gestalt wandte seine Kapuze dem Obdachlosen zu und erwiderte.
„Lass und nach hinten gehen.“
Norbert sah über die Schulter.
Sie beide saßen auf einer Bank inmitten einer Einkaufsstraße, die sich über mehrere hundert Meter erstreckte. Die Läden wirkten aber alle Abweisend und leer, obwohl man darin Leben und Kunden mit dem Verkäufer quatschen sehen konnte. Hinter ihnen befand sich eine enge Gasse, die zwischen mehreren Häuserblöcken lag und durch die Enge Schutz vor dem Regen bot.
Beide Personen auf der Bank richteten sich auf und stiegen hinter die Bank in die Gasse.
Während sie hindurchgingen, sahen sie eine ganze Gruppe von Obdachlosen, die alle zusammen an den Wänden der Häuser lehnten und sich gegenseitig anbrummten und anschnarchten. Mancher Obdachlose grüßte die beiden, die jetzt eine freie Stelle inmitten der ganzen Mengen von Obdachlosen gefunden haben und sich dort niederließen.
 
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Tysoba

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Tysoba und Norbert saßen mitten in einer Schar schlafender Obdachloser und unterhielten sich:
„Übrigens, Ty, hier ist die Zeitung von heute.“, sagte Norbert und gab Tysoba die Zeitung, die er von dem Passanten heute erhalten hatte.
„Danke.“, grunzte Tysoba und verschwand hinter dem knitternden durchweichten Papier.
Norbert seufzte und streckte sich auf dem harten Boden aus und machte es sich, sofern dies möglich war, bequem.
Durch die Gasse fegte kein Wind und obwohl es regnete, war die Gasse so eng, dass durch die Häuser und deren Dächer kein einziger Tropfen in die Gasse fiel.
Der allgegenwärtige Straßen- und Großstadtgeruch war überall. Es war praktisch unmöglich im freien draußen auf der Straße einen Ort zu finden, der nicht nach Abgasen und Müll stank.
Außer vielleicht die Lüftungsklappe der Wäscherei und der Geruch, der dort ins freie kroch, war sogar schlimmer als dieser hier.
Nach dem Tysoba die gesamte Zeitung durchgelesen hatte, legte er diese knitternd zu seinen Füßen auf den Boden. Obwohl das Papier durchnässt war und es statt zu knistern nur ein leises flatschen von sich gab, als es zu Boden geworfen wurde, wachte Norbert trotzdem durch dieses Geräusch auf und sah nun auf die Zeitung neben ihm.
„Und? Haste was gefunden?“
Tysoba blickte ihn durch die Kapuze heraus an.
„Wie immer nein.“
Tysoba musterte Norbert. Ein kleiner schmutzig aussehender Typ mit mausbraunem kurzem Haar. Etwa Mitte 30, sah aber aus wie Ende 40.
Norbert musterte zurück.
Ein großer Typ mit schwarzer Kutte und schwarzer Kapuze.
Norbert musste lächeln. Er blickte in die Runde, in der die meisten Obdachlosen schliefen oder sich brummend mit ihrem Nachbar unterhielten.
Er war einer der ersten hier in der Gasse. Einer der ersten Obdachlosen in diesem Bereich der Stadt. Der Rest der Großstadt interessierte ihn nicht und er wollte auch nichts darüber wissen. Über die Jahre hatte Norbert einen Wissensdurst angesammelt, das dem eines Toten entsprach. Ihm war alles ziemlich egal. Seine Gleichgültigkeit war umwerfend. Er hielt sich aus allem raus und führte nur sein eigenes Leben. Bis er Tysoba kennen lernte.
Es war ein mieser Tag gewesen. Er hatte kaum Geld gemacht und das Wetter war noch schlimmer als jetzt.
Er saß auf seiner üblichen Bank in der Einkaufsstraße und sah wie immer die Straße hinauf und hinunter.
Inzwischen war es Norbert gewohnt, dass etliche Penner an ihm vorbeigingen und ihn blöd anmachten aber in dieser Nacht war das Glück nicht auf seiner Seite. Vorerst nicht.
Eine Gruppe junger Männer, 4 Stück, groß, muskulös und Furcht einflößend, kamen direkt auf ihn zu und begannen sich neben ihn auf die Bank zu setzen und ihn blöd anzumachen.
Zunächst hänselten sie ihn nur aufgrund seiner Lage aber bald machten sie es sich zum Spaß ihn herumzuschubsen und ihn sogar manches Mal zu treten. Norbert hatte Angst und traute sich nicht ihnen entgegenzuwirken, in der Hoffnung, seine Gleichgültigkeit würde bewirken, dass sie ihn bald in Ruhe ließen. Zu seiner Verblüffung funktionierte das zunächst auch. Sie wurden ruhiger und setzen sich wieder neben ihn und begannen sich zu besaufen. Norbert starb fast vor Hunger und mit gierigen Blicken taxierte er die Bierflaschen in den Händen der Jugendlichen, die sich mehr und mehr eine gereizte Stimmung antranken.
Als sie den gierigen Blick von Norbert sahen, wurden sie sehr aggressiv und begannen Norbert zu treten und ihn sogar zu schlagen. „Was glotzt du auf unsere Flaschen du Penner?“ hatte einer von ihnen gerufen. „Vermutlich weil er selber eine Flasche ist.“, erwiderte einer von ihnen. Die Gruppe lachte und begann Norbert noch ausgelassener zu verprügeln.
„Hey.“, ertönte eine Stimme vom anderen Ende der Straße.
Dort, auf dem entgegengesetzen Bürgersteig stand eine große vermummte Person, deren Gesicht von einer dunklen großen Kapuze überdeckt wurde.
„Was will der Bastard den hier?“, sagte einer der Jungen aggressiv.
Alle 4 ließen von Norbert ab und gingen auf die vermummte Gestalt zu. Als sie vor ihr standen sagte einer von ihnen: „Raus mit der Sprache du Missgeburt!!! Paar aufs Maul?“
Die Person im Umhang zuckte zusammen, als der Junge, der zu ihm gesprochen hat, das Wort Missgeburt benutze, dann ging alles rasend schnell. Es dauerte vielleicht nur wenige Sekunden.
Die Person im dunklen Umhang ging in die Hocke und stürzte sich auf die Bande der Unruhestifter. Es dauerte nicht lange und alle 4 lagen ohnmächtig auf dem Boden. Norbert traute seinen Augen nicht. Die Person war so schnell, das er nicht gesehen hatte, wie sie die 4 Jungen zu Fall gebracht hatte.
Norbert sah auf einen Blick, dass diese Person unnatürlich war und es bestätigte sich, als sie über die Straße und den 4 bewusstlosen Jungs auf ihn zukam.
„Wer bin ich? Was bin ich?“, sagte diese Person und nahm seine Kapuze ab um Norbert offen ins Gesicht zu blicken.
Norbert zuckte nicht zusammen. Er ekelte sich nicht vor dem was er sah und er machte auch sonst keine seltsamen Mimiken oder Gestiken. Er legte die Hand auf die Schulter der Person und sagte ihm offen ins Gesicht: „Du bist mein Freund. Mein Retter. Was du bist? Das kriegen wir noch raus.“
Mit diesen Worten nahm Norbert die wieder vermummte Gestalt am Zipfel seines Umhanges und zog sie in die Gasse.
 

Dorian Graywulf

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ich finde es auch sehr gut geschreiben und bin schon gespannt wie es weitergehen wird
 

Tysoba

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„Ich gehe.“, sagte Tysoba zu Norbert.
Norbert riss den Kopf in die Höhe und fragte verwundert: „Hä? Wo willst du denn hin?“
Tysoba stand auf und klopfte kurz über seinen Mantel. „Wohin wohl?“, fragte Tysoba gelangweilt zurück.
Norbert plumpste mit einem Mal zurück auf seinen Platz. Er war eingeschlafen.
„Unglaublich…“ flüsterte Tysoba fassungslos und stieg über den Haufen Menschen hinüber auf die Straße.

Einige Minuten ging er zügig die Straße entlang, bis er zu einem Rohgebäude kam.
Das Haus soll anscheinend ein Parkhaus werden aber aus irgendeinem Grund hatte man die Bauarbeiten unterbrochen und nun sah das Gebäude schon seit mehreren Monaten gleich aus. Betonblock für Betonblock, wie ein Pfannekuchen schichteten sich, verkleidet mit Stahlträgern übereinander. Nur hier und da sah man so etwas wie Zimmergrundrisse. In manchen Etagen sah man Wände aus Beton, die irgendwie kalt und fehl am Platz wirkten.
Tysoba ging zum Fuß des Rohbaus und sah vor sich eine Treppe und einen Schacht, der wahrscheinlich für einen Aufzug gedacht war. Die Elektronik für den Aufzug war schon angebracht obwohl dies ziemlich sinnlos war, weil es keinen Aufzug gab.
Tysoba drückte auf den Schalter für den Aufzug und es erklang ein kurzes Geräusch, wie der Ton einer Durchsage im Flugzeug. Ein Aufzug oder irgendetwas anderes bewegte sich nicht.
Tysoba tat das immer, wenn er hierhin kam. Es passierte zwar nie etwas aber er ist noch nie rein gegangen ohne den Knopf zu drücken.
Er stieg die Betontreppe hinauf bis in den 4. Stock wo es wie eine Baustelle aussah, deren Arbeiter kurz Pause gemacht hatten, um sich unten etwas zu essen zu holen.
In Wahrheit aber waren hier schon sehr lange keine Arbeiter mehr, die hier weiter arbeiten würden.
Dies alles stimmte Tysoba immer wieder nachdenklich, wenn er hier war.
Am Rande der Betonplatte, auf der er sich befand, erstreckte sich der Abgrund.
Autos und Menschen strömten die Straße entlang.
Auf der Betonplatte stand ein großer Baumstamm und ein Sandsack baumelte von der Betonplatte über der, auf der Tysoba sich befand.
Der Baumstamm war über und über mit Kratzern und Bissspuren versehen.
Tysoba stand zwischen beiden Gegenständen.
Die Sonne lag in der Stadt und begann bereits, sich rötlich zu färben.
Tysoba warf den Umhang beiseite.
Dann hämmerte er auf den Sandsack ein und abwechselnd mit seinen Faustschlägen auf den Sandsack biss, tritt und schlug er auf den Baumstamm ein.
Gut, das ihn niemand sah.

Am Abend standen Tysoba und Norbert an einem Stehtisch in der Bäckerei.
Norbert hatte sich sein lang ersehntes belegtes Brötchen und seinen Orangensaft erstanden und nun standen beide da und Tysoba sah zu, wie Norbert sein Brötchen aß.
Tysoba nahm sich sein Essen einfach. Wenn er über einen Markt ging, nahm er sich einfach, was er brauchte. Erwischt wurde er bis heute noch nie.
„Was hast du jetzt eigentlich vor?“, fragte Norbert Tysoba, nachdem er von seinem Brötchen abgelassen hatte um etwas Orangensaft zu trinken.
„Ich… Ich weiß es nicht.“, sagte Tysoba traurig. „Lass dir doch von jemandem helfen.“, schlug Norbert vor aber Tysoba wollte davon nichts wissen. „Denkst du, mir hört einer zu?“, war nur seine Meinung zu diesem Thema.
„Ich habe dir zugehört.“, sagte Norbert trotzig.
„Ich bin garantiert nicht der einzige.“, sagten beide auf einmal gleichzeitig.
Norbert und Tysoba blickten sich an, lächelten beide und sahen wieder hinab auf die Marmorplatte des Stehtisches der Bäckerei.
Tysoba war wieder in seinen Mantel gehüllt obwohl es in der Bäckerei angenehm warm war.
Neben ihrem Stehtisch standen zwei böse drein guckende Männer, die Norbert mit seinen schäbigen Klamotten fixierten.
Norbert entging dies nicht und sagte frech: „Was glotzt ihr so? Guckt weg oder es gibt gleich ne dicke Fresse.“
Tysoba stöhnte leise. Immer wenn er dabei war, riskierte Norbert ne dicke Lippe, in der Hoffnung, er würde ihm helfen, wenn es holprig wird.
Die 2 Männer gingen von ihrem Tisch weg auf Norbert und Tysoba zu.
Tysoba machte sich darauf gefasst, sich wieder mal zwischen Norbert und den Männern zu stellen.
Als er zwischen ihnen stand und seine dunkle Kapuze den beiden Männern zuwand um ihnen zu sagen, das sie sich jetzt verziehen sollten, geschah etwas, womit Tysoba nie im Leben gerechnet hätte.
Einer der Männer machte eine Blitzschnelle Bewegung, die ihm Tysoba nie und nimmer zugetraut hätte und wischte seine Kapuze von seinem Gesicht.
„Was mischst du dich denn ein du blö…“
Das Wort blieb dem Mann, der ihm die Kapuze heruntergeschlagen hatte im Halse stecken. Die Bedienung der Bäckerei, die die Situation kritisch beäugt hatte, schrie auf und griff nach dem Telefon.
Tysoba stand da, ohne Kapuze und man sah nun sein Gesicht. Er hatte den Kopf eines Fuchses. An manchen Stellen sah man Hundeähnliche Merkmale. Längere schwarze Haare verdeckten die Stirn. Die Ohren sahen aus, wie die eines Luchses. Seine leuchtenden blauen Augen stachen aus den schwarzen Haaren hervor und man sah am Hals ein Tribaltattoo hervor kriechen. Sein Fell war gelb-weiß.
Die beiden Männer wichen zurück und drehten sich schließlich um, um aus der Bäckerei zu stürmen.
Tysoba, der inzwischen wieder die Kapuze aufsetzte und Norbert, der stolz in die Runde grinste gingen langsam hinterher, bogen aber in eine andere Richtung ab, als die 2 Männer.
In der Bäckerei hörte man immer noch die Bedienung hektisch mit der Polizei reden.
 

Tysoba

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Wie in Trance starrte Tysoba auf das Feuer in der Gasse, welches einige Obdachlose in einem Fass entzündet haben. Das Feuer wärmte in einem Umkreis von 5 Metern jeden Leib und so saßen schnell mehr als 30 Mann um das Fass und seufzten alle im Chor, angesichts der Wärme auf ihren Gesichtern.
Es roch nach Rauch und die Luft war warm und staubig. Im Gegensatz zu den sonstigen Verhältnissen in dieser Uhrzeit (es war Nacht) froren alle und nun hatte einer der Obdachlosen freudestrahlend mehrere Äste und zum erstaunen der Menge, einige Liter Brennstoff dabei.
Wo er die her hatte wusste niemand aber böse Zungen behaupteten, er hätte sie von einem Kfz-Betrieb geklaut. Niemand war ihm aber böse, im Gegenteil, alle waren ihm für den warmen Abend sehr dankbar.
Tysoba war in Gedanken in der Bäckerei. Man hatte sein wahres Ich gesehen. Das wollte er nicht. Er wusste nicht, was jetzt passieren würde. Er konnte nur hoffen, dass die Sache abtauchen würde und niemals ans Tageslicht kommen würde. In diesen Gedanken schlief er ein.
Am nächsten Tag bestätigten sich seine schlimmsten Gedanken. Norbert kam aufgeregt am Morgen zu ihm und hielt ihm eine Zeitung unter die Nase. Mit dunklen Vorahnungen faltete er sie auf und blickte erleichtert auf einen Artikel, dessen Überschrift, höchst seltener Kristall entdeckt, über einen kurzen Text prangte.
„Am 13. Oktober dieses Jahres fanden Archäologen in einem abgebauten Braunkohlegebiet in
Virginia einen seltenen lilafarbenen Kristall, der sich etwa 20 Meter unter der Erde der
damaligen Arbeitsstätte der Braunkohlemitarbeiter befand. Die Braunkohlmine war bereits
seit über 10 Jahren außer Betrieb und nun, um weitere Braunkohlbestände unter der Erde zu
entdecken um die Förderung dieser wertvollen Brennstoffe fortzusetzen, fand man, laut
Experten, einen noch undefinierten seltenen Kristall. Die Ausgrabungen wurden, laut B.M.
Gibson, dem Leiter des Archäologenteams, augenblicklich fortgesetzt aber nicht, um weitere
Bestände von Braunkohle zu finden, sondern um weitere Kristalle dieser Art zu bergen, die
nach Schätzungen über 820.000.000$ Wert waren. Das Material des Kristalls wurde von
Materieexperten noch nicht eindeutig identifiziert, man geht aber davon aus, dass dieser
Kristall eine Energiequelle besitzt, den man in Strom umwandeln könnte.“
Tysoba atmete erleichtert auf und wollte die Zeitung schon beiseite legen, als Norbert ihn an der Schulter packte.
„Nicht der, der!“
Er wieß auf den winzigen Text unter dem Artikel, den Tysoba soeben gelesen hatte.
„So ein Fuchs“
Tysoba schluckte und ließ den winzigen Text. Gegen Abend des 15. Oktobers rief die Angestellte des Bäckers „Backy“, Lilly Lewis die Polizei an und berichtete aufgeregt, dass sich soeben 2 Männer und ein Fuchs-Mensch in ihrer Filiale angepöbelt haben sollen. Die Polizei wimmelte den Anruf ab, in dem Glauben, das Personal erlaube sich einen Scherz oder hätte einen über den Durst getrunken. „Schön, dass es in dieser Zeit und in diesem Beruf noch Leute gibt, die dem tristen Alltag nicht entsprechen und manchmal über die Strenge schlagen.“, so der belustigte Polizeiangestellter Luis Cappelli.
„Fuchs-Mensch…“, murmelte Tysoba.
Alles, was er hoffen konnte war, dass dieser Artikel nicht breit geschlagen würde und niemand ihn ernst nahm.
Norbert sah ihn an und setzte sich dann neben ihn. „Noch mal Glück gehabt oder?“
Tysoba sah in den Himmel und schloss die Augen. „Ja, noch mal Glück gehabt.“
 
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Tysoba

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ok, soviel erst mal zu diesem Roman.
Um Feedbacks hab ich ja bereits gebeten, ist aber noch nicht sooo viel rausgekommen.
Naja, ich werd einfach weiter schreiben, bin nämlich warm geworden :p.

Falls jemand Fragen, Anregungen, Vorschläge oder sinnloses Gebrabbel, dem ich eh nicht zuhöre, raushauen will, schreibt mich oder dieses Thema an.

Gruß TY :D
 

dogyday

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Also ich finde die Geschichte gut :-D,aber oft lese sowas in der Richtung nicht. Also wenn das eine Leseprobe wäre würde ich mir das Buch kaufen, freue mich schon auf die Fortsetzung.
 

MaleLion

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Danke für die tolle Geschichte. Liest sich gut und ist spannend. Bin gespannt, wie es weiter geht.
 

Tysoba

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Erst mal danke für die Kritiken :D

Also...
ich bin noch LANGE nicht fertig und die Geschichte baut sich gerade erst mal so n bisschen auf, d.h. spannend wird es jetzt so langsam erst richtig :)

Ich danke euch schonmal für eure Anteilnahmen und hoffe, dass sie sich mit jedem weiteren Kapitel mehren und Verbesserungsvorschläge antreffen xD

Bis dahin, macht es gut!!! *Wau*
 

Tysoba

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Aber das Glück währte nicht lange.
Als Tysoba von seinem Ausflug von dem Rohbau, wo er trainiert hatte, wiederkam, wartete Norbert bereits auf ihn. Er trug eine besorgte und gleichzeitig einen beunruhigenden Gesichtsausdruck mit sich.
„Was ist los?“, fragte Tysoba und ahnte Schlimmes.
„Die Polizei war hier Ty.“, sagte Norbert tonlos und seltsam Schuldbewusst.
„Und?“, bohrte Tysoba hinterher. Norbert kratzte sich an der Schulter.
„Es tut mir leid, mein Freund aber sie haben mich gezwungen.“, sagte Norbert wimmernd.
Tysoba verstand auf der Stelle.
Er wirbelte herum und schärfte die Ohren.
Es war nur ein leises Zischen, so leise, dass Tysoba es gerade noch so hören konnte.
Er sah auf den Ärmel von seinem Mantel. Eine kleine Spritze wurde durch den Stoff des Mantels hindurch in seinen Arm geschossen. Von der Spritze nahm Tysoba keinen Schmerz war aber es überkam ihn eine lähmende Müdigkeit, die er sich nicht so recht erklären konnte. Er wusste, dass es irgendetwas mit der Spritze zu tun haben müsste aber er wunderte sich doch schon immens über dessen Wirkung. Er sah hinüber zu Norbert. Norbert senkte den Kopf und sah auf seine Füße. Tysobas Augen wurden nun so schwer, dass er sie kaum noch aufhalten konnte. Noch bevor er auf dem Boden aufschlug, war er eingeschlafen.

Kalte Hände tasteten ihn ab. Ein ziemlich medizinischer Geruch hing in der Luft.
„So etwas habe ich noch nie gesehen, Wahnsinn.“
Tysobas Ohren richteten sich auf.
„Vorsicht, er wird anscheinend wach!“
Ein seltsames Klicken war zu hören. Wieder erfüllte ihn Schwärze.

Es war still. Der Geruch jedoch war immer noch da. Er richtete seine Ohren auf. Totenstille. Er öffnete die Augen einen Spalt breit. Alles war verschwommen. Er konnte nichts erkennen. Er öffnete sie ein bisschen weiter. Er lag auf einer Art Tisch. Der Raum sah aus, wie der eines Krankenhauses. Seltsame Apparaturen und Maschinen standen um ihn rum. Helles Licht schien ihn direkt in die Augen. Die Wände des Raumes waren halb durchsichtig und man sah seltsame Schatten hinter ihnen hin und her huschen.
Tysoba wollte sich aufrichten, doch er war an allen möglichen Stellen mit einem Band gefesselt. Er rüttelte und zerrte an den Bändern doch sie gaben nicht einen Millimeter nach.
Die Tür öffnete sich.
Ein Mann kam herein. Er trug einen weißen Kittel und als er sah, das Tysoba wach war, hielt er kurz an und ging dann langsam auf ihn zu.
„Aha, du bist wach. Ich nehme an, du sprichst unsere Sprache?“, fragte der Mann.
Tysoba knurrte und sagte dann: „Ja, das tue ich.“
„Schön, Schön.“, sagte der Mann erfreut.
„Dr. Malkon ist mein Name.“
„Hallo, Doktor Malkon.“, sagte Tysoba
Er hielt es für das Beste, zunächst mal auf der sozialen zu kommunizieren.
Der Doktor zog die Augenbrauen hoch und lächelte dann.
„Unglaublich, du bist eine bemerkenswerte Kreatur. Wahrscheinlich der einzige deiner Art. Wir wissen nicht, wo du herkommst oder wie du geboren worden bist. Alle Informationen haben wir von deinem Freund bekommen.“
„Was habt ihr mit ihm gemacht?“, fragte Tysoba besorgt.
„Oh, mach dir keine Sorgen. Wir haben ihn laufen lassen. Ihm fehlt nichts, obwohl man das als Penner wohl nicht behaupten kann.“
„Und was wollt ihr von mir?“, knurrte Tysoba.
„Tja…“, seufzte Dr. Malkon.
„Das wissen wir nicht. Wir wissen nicht, was wir jetzt mit dir anfangen sollen. Wir haben Proben von dir entnommen aber dabei keine Unbekannten Komponenten gefunden. Anscheinend bist du das, was du bist.
Du Tür öffnete sich erneut…
 

Tysoba

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Ein streng wirkender Offizier der Nationalen Armee betrat den Raum. Er trug eine Glatze mit sich und dutzende von Orden, die eine schöner als die andere. Er ging stramm und zügig an den Tisch, wo Tysoba festgebunden war.
„Ich entschuldige mich, sie korrigieren zu müssen Dr. Malkon aber ICH habe sehr wohl Verwendung für dieses Geschöpf. Würden sie mir erlauben, mich mit ihm unter 4 Augen zu unterhalten?“
Tysoba ahnte Schlimmes. Dr. Malkon nickte und verlies den Raum.
„General Rikku. Oberster Offizier der Armee und Befehlshaber der OS, der Oberen Spezialeinheit. Ich mache es am besten kurz.“
Der Offizier machte kehrt und ging auf eine der Wände zu.
„Ich möchte dich für meine Spezialeinheit rekrutieren. Ich bin mir sicher, das du Fähigkeiten besitzt, die uns von nützen sein könnten.“
Tysoba verstand nicht.
„Wie meinen sie das?“, fragte er. „Als Hunde-Fuchs kannst du doch sicher prima Fährtenlesen, sehr gut hören, klettern, überleben und auch kämpfen, wenn es drauf ankommt, hab ich Recht?“
Tysoba legte den Kopf schief und sah an dem Offizier vorbei auf die nackte Wand.
„Und was ist, wenn ich nicht annehme?“, fragte Tysoba herausfordernd.
Der Offizier wandte sich ihm zu. Seine Miene blieb unverändert. „Eine Ablehnung wird nicht akzeptiert.“, sagte er kühl und drohend.
Tysoba überlegte. Wenn er sich als Außenseiter, als Freak, so wie ihn sicher die anderen nennen würden, dieser Spezialeinheit anschließen würde, könnte er sicher etwas herausfinden. Über das was um ihn herum ist, Was wirklich in ihm ist. Woher er kommt. Er wusste nicht warum aber diese Gesellschaft hob sich von seiner vorherigen deutlich ab. Er war sich sicher, dass diese Leute über eine sehr hohe Kompetenz verfügen. Sie könnten ihm helfen, seine Vergangenheit oder seine Zukunft herauszufinden.
Tysoba grinste.
„Tja, General, da hab ich wohl keine andere Möglichkeit oder?“
Der General drehte sich um und ging aus dem Raum. Tysoba meinte, ihn leicht lächeln zu sehen.
„Sehr gut.“, sagte er, als er in der Tür stand. „Alles Weitere wirst du in Kürze erfahren.“

Tysoba hatte nichts gegen die Menschen. Er hegte keinerlei Groll gegen sie und auch sonst schätze er sie in jeder Hinsicht. Sicher, es gibt einige Idioten, die meinen eine dicke Lippe zu riskieren und unfreundlich werden aber er reagierte da nicht viel anders darauf als andere Menschen. Er war praktisch einer von ihnen. Aber etwas würden ihn und die Menschen auf ewig unterscheiden. Es war erstens das Aussehen und zweitens, der Drang, zu erfahren, WAS er war. Und solange diese Frage in ihm brannte, würde er nicht vollständig der menschlichen Rasse angehören.

Er lag auf dem Tisch, als die Tür aufging und Dr. Malkon herein kam. Er war sichtlich nervös und zitterte leicht. „Wie war noch mal dein Name?“, fragte er betont ruhig aber man konnte das zittern in seiner Stimme hören. „Tysoba, Dr. Malkon.“ Der Doktor stand jetzt vor seinem Tisch und schaute zu ihm herunter.
„Ok, Tysoba. Ich werde dich jetzt losbinden. Du wirst in das Hauptquartier der ASO gebracht. Du triffst dort auf General Rikku, der etwas mit dir zu besprechen hat. Wenn ich dich jetzt losbinde…“, der Doktor atmete tief durch und fuhr zitternd fort. „…wirst du dich ruhig und vor allem human verhalten, ansonsten sehe ich mich gezwungen, den Sicherheitsdienst zu rufen, O-Ok?“ Tysoba lächelte und nickte.
Doktor Malkon begab sich zu einem Pult und drückte auf einen Knopf. Die Bänder an Tysobas Körper wurden lockerer und dann schließlich hingen sie schlaff unter dem Tisch.
Tysoba erhob sich und stellte sich vor Dr. Malkon auf. Er trug nach wie vor nur die mit Gürteln fixierte Hose, die Handschuhe und die Schuhe. Der Doktor schien einem Herzinfarkt nahe und zitterte am ganzen Leib. Tysoba musste sich das Lachen verkneifen. „Und jetzt Dr….“, sagte Tysoba knurrend. Dr. Malkon fiel vor Angst fast in Ohnmacht.
„Jetzt werde ich ins ASO gehen, wie sie gesagt haben.“ Er grinste den Doktor breit an und wandte sich von ihm ab und ging auf die Tür zu.
Der Doktor atmete tief durch und fing an, sich mit einem Taschentuch die schweißbedeckte Stirn abzutupfen.
Er trat durch die Tür, hinaus auf den Gang des Krankenhauses. Also zur ASO. Worauf wartete er also noch?
 

Tysoba

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Tysoba stand vor einer großen eisernen Tür. Dahinter hörte man Männer keuchen und schreien. Tysoba schloss die Augen und dachte zurück.
Der General Rikku hatte ihm ein Angebot gemacht und ihn in seine Spezialeinheit aufnehmen wollen. Tysoba hatte eingewilligt und kurz darauf hatte ihm Dr. Malkon ins Hauptquartier der ASO geschickt. Er wurde von Mitgliedern der ASO zum Hauptquartier gefahren. Dort hatte er mit dem General gesprochen, der ihn in die 1. Einheit, der „Spitze des Schwerts“ gesteckt hatte. Er sollte nun dort mit Codenamen angesprochen werden. Er würde „Raven“ genannt werden. Darauf hin hatte ihn der General in das Trainingslager geschickt, wo er seine Einheit als Familie und Freunde kennen lernen sollte. Das Trainingslager lag direkt neben dem Hauptquartier.
Das Hauptquartier war eine schöne Villa, die aber überall feste Befestigungen aufwies. Schießscharten, Minenfelder und Stahlüberzüge zierten den Garten und die Wände des Gebäudes und auch um das Grundstück herum, zog sich ein Wall, der schwer befestigt war. Das Trainingslager sollte unterirdisch und auch im Freien sein.
Tysoba fuhr mit einem Aufzug nach unten und stand dann, nachdem er einen langen düsteren Gang entlanggegangen war, vor einer schweren Eisentür.
Tysoba öffnete die Augen und öffnete die Tür. Er befand sich nun in einem kleinen Bunker, der den Blick auf eine riesige Halle freigab. In der Halle standen etliche riesige Würfel mit nur einer Tür und ganzen Anlagen, wo Männer die Leitern und Stangen hinauf und hinab hangelten. In der oberen Wand der Halle befand sich eine riesige Glaswand, durch die man einige Männer in weißen Kitteln hinter Maschinen und Computern arbeiten sehen konnte.

Als Tysoba durch die Tür ging und im Bunker stand, sah er nur einen Mann, der mit dem Rücken zu ihm an einem kleinen, schmutzigen Schreibtisch saß und durch die Öffnungen des Bunkers in die Halle starrte. Als aber Tysoba durch die Tür kam, drückte er einen großen Knopf an seinem Schreibtisch und es ertönte ein Ohrenbetäubendes Hupen und der Mann am Schreibtisch beugte sich zu einem Mikrophon und sprach mit verstärkter Stimme durch die Halle: „Die 1.Einheit sammelt sich nun bitte in der Lobby. 30 Sekunden, Leute!“
Tysoba sah, wie ein Teil der Männer, die in der Halle trainiert haben, ihre Arbeit niederwarfen und zu einer kleinen Tür auf der anderen Seite der Halle stürmten.
Der Mann, der durch das Mikrophon gesprochen hatte, drehte sich mitsamt seinem Stuhl um und sah Tysoba offen ins Gesicht.
Er erhob sich und näherte sich ihm, ohne die Miene zu verziehen oder sonst irgendwelche untypischen Bewegungen zu machen. Er reichte Tysoba seine Hand, eine kräftige Hand, die hervorragend zu seinem Besitzer passte. Der Mann war groß, braungebrannt, und muskelbepackt. Tysoba schüttelte sie und sah sich verlegen um.
„Dein Name?“, fragte der Mann und nahm eine Strenge Haltung an.
„Tysoba, Codename Raven.“
„Verstanden.“, sagte der Mann und ging von seiner strengen Haltung in eine lockere über.
„Du bist der neue Mann. Willkommen in der 1., Soldat.“
„Danke.“, sagte Tysoba und nickte.
„Am besten, du gehst jetzt mit mir in die Lobby und wir begrüßen nun deine neue Familie.“
Tysoba nickte abermals und folgte dem Mann die Halle entlang.
Als sie an der Tür ankamen, streckte der Mann nochmals seine Hand aus und reichte sie Tysoba hin.
„Kevin Flammens, Codename Rob, Soldat und Unterstützungsoffizier. Schön, dich dabei zu haben Raven.“
Tysoba schüttelte erneut seine Hand.
„Ach übrigens, wir sprechen uns hier alle mit unserem Codenamen an, außer es gibt spezielle Befehle, die dir die Erlaubnis geben.“
Tysoba nickte und öffnete die Tür zur Lobby.
 

Tysoba

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Als Tysoba die Tür öffnete, sah er einen gemütlichen Raum vor, ähnlich dem eines
Wohnzimmers in einer Luxusvilla. Es gab eine kleine Küche und einen großen Tisch
mit Stühlen rund herum. Weiter hinten im Zimmer befand sich ein riesiger Fernseher
und davor viele gemütliche Sitzgelegenheiten, wie Sitzbälle, Couch und Sesseln.
Neben der Küche befand sich eine Tür auf der „Schlafzimmer“ stand. In einer Ecke
des Raumes lag eine Art Waffenarsenal. Dutzende von Waffen jeder Art lagen
gestapelt oder einfach nur rücksichtslos hingeschmissen dort.

Tysoba hatte, bevor er den Raum betrat Stimmen hinter der Tür gehört
aber als er eintrat waren alle ruhig. Ein dutzend Männer saßen auf den
Stühlen am Tisch und sahen in an.

Tysoba glitt nervös in den Raum, hinter ihm Rob, der sich auf einen Stuhl
zu seinen Kameraden setzte und Tysoba fragend anblickte.

„Na dann, schieß los Raven!“, sagte er und zwinkerte freundlich.
Tysoba wusste nicht, was er meinte. Hatte er mit schießen, schießen
gemeint oder was? Tysoba war verdutzt. „Hallo alle zusammen.“, sagte er etwas unsicher. „Tysoba ist mein Name, Codename Raven.
General Rikku hat mich in die 1. geschickt. Ich soll hier ab sofort…“

Was ab sofort? Arbeiten? Leben? Töten? Schießen?
„Meinen Dienst verrichten. Wie auch immer der aussehen
wird, ich werde euch begleiten.“

Tysoba war mit seiner Ansprache zufrieden. Der erste Mann, ganz
vorne links erhob nun die Stimme. Er war ein kräftiger junger Mann
mit blassem, spitzem Gesicht. „Grüß dich, Raven. Mein Name ist
Melvin Kagoya. Codename Tekki. Ich bin Techniker und Mechaniker.“

Er grinste Tysoba zu und drehte sich zu einer dünnen, schwach
aussehenden Gestalt zu. Ihr Gesicht war eingefallen und aschfahl.
Als er zu sprechen begann, wunderte sich Tysoba, dass seine Stimme
nicht so gebrechlich war, wie seine Erscheinung. „Klerk Hudson.
Codename Auge. Scharfschütze und Taktiker.“ Der Mann hinter
Auge, alias Klerk, hob nun seine Stimme. „Bob Matten. Codename Acco.
Panzerabwehrschütze und Kanonier.“ Er sah aus wie ein schwerer Roboter.
Seine Arme waren so breit wie die Hüfte eines normalen Mannes und sein
ganzer Körper glich eher dem eines aufrecht gehenden Elefanten als
einem Menschen. Tysoba sah auch, dass Acco sich auf einem größeren
und massiv wirkenden Stuhl befand, der sich aber trotzdem ziemlich
nach unten wölbte. Hinter Acco saß ein muskelbepackter Mann mit
einer Brille auf der Nase. Er hatte anstatt der ersten drei Männer
Haare auf dem Kopf. Dünne, kurze braune Haare, die in einigen
Strähnen über die Augenbrauen krochen. „Mel Hellford. Codename
Regan. Computerspezialist und IT-Militär-Experte. Er nickte Tysoba
freundlich zu und Tysoba erwiderte sein Nicken. „Brod Harwick.
Codename Dudson. Sprengstoffexperte und Entschärfungsprofi.
Gib mir etwas Salz, eine Büroklammer und eine Batterie und ich
baue dir damit eine Bombe, mit der du die Halle in die Luft jagen
könntest.“ Der Mann mit schütterem langem schwarzem Haar lachte
ausgiebig und haute mit seiner Faust auf den Tisch. Er war nicht so kräftig
wie die meisten hier aber auch er war auch nicht ganz untrainiert. Hinter Dudson
hoben zwei Männer, die exakt gleich aussahen, die Hand. „Ich bin Sepp Gers und
das ist mein Zwillingsbruder Morris Gers. Codename Tim und Tom, Tom für meinen Bruder. Wir beide sind Sanitäter und Gasmischer. Willkommen in der Familie.“
Beide trugen kurze schwarze Haare und ein freundliches Gesicht mit dem sie breit grinsten. Tim und Tom lachten Tysoba freundlich an und sahen auf die andere
Seite des Tisches, wo noch ein paar andere Männer saßen.

„Mod Tyson. Codename Nacht. Assasine und Späher.“ Der Mann war dünn und
seine Stimme war sehr dunkel und rau. Seine Frisur konnte man unter seiner
Kapuze nicht erkennen. Vor dem Assasine saß ein Mann mit markantem Gesicht und dünnen dunkelbraunen Haaren auf dem Kopf. „Collin Gears. Codename Off.
turmsoldat und Versorgungssoldat.“ Vor Collin saß ein großer Mann mit großen Muskeln am ganzen Körper. „Bill Reff. Codename On. Sturmsoldat und Versorgungssoldat.“ Bill trug wie die meisten Männer hier kein Haar auf dem Kopf. „Ich heiße Oliver Ferres. Codename Cap. Pionier und Minenexperte. Freut mich sehr Raven.“, sagte der Mann vor Bill und nickte Tysoba aufmunternd zu. Er trug blonde kurze Haare und eine riesige Narbe, die sich von seiner Schädeldecke bis zu seinem Kinn zog. Seine Mimik und sein Gesicht wurden kaum in Mitleidenschaft gezogen. Er folgte dem Blick von Tysoba und sagte: „Tja, wollte ne Landmine entschärfen. Klappt halt nicht immer, was?“

Vor Oliver saß der Mann, der ihn bereits im Bunker begrüßt hatte. „Kevin Flammens, Codename Rob, Soldat und Unterstützungsoffizier. Ich habe das Sagen. Draußen auf dem Schlachtfeld und hier in der Halle.“, sagte er. „Ok, Raven, du bist unser 13. Mann. Aber da wir nicht abergläubisch sind, heißen wir dich ganz herzlich hier Willkommen!“
Tysoba brummte der Schädel. So viele Namen, so viele neue Gesichter. Das musste er erst einmal verarbeiten.
„Das ist jetzt alles ein bisschen viel aber glaube mir. Bleib hier erst mal ein paar Tage mit uns und dann hast du uns ganz schnell im Kopf. Du kannst ja schon mal Mel mit dem Abendessen helfen.“
Tysoba nickte, nichts ahnend, was gleich in Sachen Kochen und häuslichem Leben so auf ihn zukommen würde.






Ok, das ist jetzt n bisschen viel an Informationen. Ich hoffe, dadurch verliert die Geschichte nicht an Spannung oder Spaß. Ich versuche es auf den nächsten Seiten wieder gut zu machen. :D
 

Tysoba

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Mel Hellford winkte Tysoba in die typisch englische Küche, die eine Bar mit Sitzhockern und eine offene Arbeitsplattform darbot.
„Komm Raven. Heute machen wir ein einfaches Gericht für unsere Familie.“
Mel band sich eine Schürze um und warf Tysoba ebenfalls eine zu. Er zog sich die Schürze genauso an, wie Mel.
Nun stand Mel vor ihm, in Militärklamotten und einer Schürze um. Tysoba musste breit grinsen. Mel sah es und erwiderte: „Guck dich doch mal an, du hast nichts oben rum an und trägst ne schürze über deiner Hose. DAS sieht komisch aus. Hehe!“
Beide lachten sich freundlich an.
„Wir machen heute einfach nur einen Fleischsalat, dazu Reis mit Putengeschnetzeltem. Ist irgendwas dabei, was du nicht magst? Ich meine, ob du etwas anderes, etwas spezielles möchtest.“, doch Tysoba schüttelte bereits den Kopf und lächelte.
„Gut!“, sagte Mel und nahm Schüssel, Töpfe und Teller aus dem Schrank. „Kannst du mir mal das Salz dort drüben reichen?“ Er wies auf den Schrank über Tysoba.
Er sah auf, öffnete den Schrank und sah hinein. Im Schrank befanden sich einige kleine durchsichtige Dosen, in denen verschieden farbige Pulver drin lagen. Tysoba stutze. Mel bemerkte sein zögern. „Das weiße links.“, sagte er. Tysoba sah nun auf zwei Dosen auf der linken Innenseite des Schrankes und sah beide Dosen abwechselnd an. Es war genau das gleiche drin. Schulterzuckend nahm Tysoba eine Dose heraus und gab sie Mel.
„Raven? Das ist Zucker.“, sagte Mel tonlos. „Was ist Zucker?“, wollte Tysoba wissen. Mel sah in irritiert an und machte große Augen. „Du weißt nicht was…halt, Moment…du hast keine Ahnung vom Kochen, kann das sein?“
Tysoba nickte unsicher. Mel lachte.
„Hahaha! Mein Junge, dann setzt du dich besser zu den anderen an den Fernseher und sagst Cap bescheid.“
„Cap?“, fragte Tysoba nervös. „Unser Pionier, Oliver.“, sagte Mel.
Tysoba nickte und ging zu Oliver. „Cap?“, fragte er. Oliver sah zu Tysoba auf. Er saß auf einem kleinen Sessel vor dem Fernseher, der Militärnachrichten anzeigte. „Ja?“, fragte er. „Regan braucht Hilfe beim Kochen.“, sagte Tysoba. Oliver richtete sich auf. „Ok, danke Raven, bin unterwegs.“ Oliver stand auf und ließ einen leeren Sessel zurück, auf den Tysoba sich niederließ.
Die Soldaten, die um ihn herum saßen, blickten ihn gespannt an.
Sie alle hatten so etwas wie Tysoba noch nie gesehen.
Acco sagte: „Hey, Raven, weißt du schon, mit was du kämpfen möchtest?“
Er hatte eine tiefe, dunkle Stimme, die man an tiefe kaum noch überbieten konnte. Bob Matten, genannt Acco, war der riesige Mann, der die Tätigkeiten des Panzerabwehrschützen und des Kanoniers beanspruchte.
„Kämpfen?“, fragte Tysoba verwirrt.
„Na, ja. Mit welcher Waffe du umgehst. Schließlich ist das hier ja kein Kaffeetreff.“
Die Männer in der Runde lachten herzlich.
Kevin Flammens, der Leiter und Chef der 1., genannt Rob, erhob sich und ging auf Tysoba zu.
„Am besten, Raven, du bewältigst erst einmal den Hallentrip, dann testen wir dich in den verschiedenen Bereichen. Möchtest du das gleich machen oder willst du erst einmal ne Runde schlafen? Wir haben jetzt halb 12.“
„Mein Stichwort!“, rief Mod Tyson, genannt Nacht. Assasine und Späher. Er hatte diese rauchige, heisere Stimme, die perfekt auf sein Erscheinungsbild passte.
Er ging an den anderen vorbei zur Tür auf der „Schlafzimmer stand und verschwand hinter ihr.
„Am besten…“, sagte Kevin Flammens „…ich zeige dir deinen Schrank und dein Bett.
„Ok.“, sagte Tysoba und folgte Rob, der wiederum Nacht folgte, der schon hinter der Tür verschwunden war.
Als Tysoba und Kevin im Schlafzimmer waren, bot sich Tysoba ein Anblick, den viele wahrscheinlich aus den typisch preußischen Kasernen kannten. 6 Doppelbetten, also Ober- und Untergeschoss und ein Einzelbett, 13 Schränke und 13 Waschbecken entlang der einen Seite der Wand.

Und mittendrin Mod Tyson, splitternackt, der sich gerade ins Bett legen wollte.

Tysoba wandte sich peinlich berührt ab und murmelte: „Tschuldigung, Nacht.“
Kevin und Mod drehten sich amüsiert zu ihm.
„Wir sind eine Familie.“, sagte Mod mit einer Väterlichen Stimme, die gar nicht sonst zu ihm passte. Tysoba sah Mods Männliches Organ frei in die Tiefe baumeln. Tysoba war es trotzdem peinlich. Er verstand, dass damit nicht Protzen sondern Heimischkeit gemeint war. Sollte er sich auch vor seinen Kameraden so zeigen. Er hatte nichts zu verheimlichen, nur, vielleicht interessierte es einige aus seiner Familie, wie wohl seine Spezies unten herum aussah.

„Meine Spezies…“, murmelte Tysoba, mit seiner Kleidung im Bett, welches sich unter dem von Oliver Ferres befand, Cap genannt. Der Kerl mit der Narbe im Gesicht.
„Meine Spezies…“
 

Darktigger

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finde die geschichte echt der hammer super geil pfoten heben wuff...wuff:lol:
 

Tysoba

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Tysoba wurde mit der wahrscheinlich trommelfellzerfetzendsten und der für ihn schreckhaftesten Art geweckt, die man sich nur vorstellen konnte.
Offenbar wurde die 1. alamiert, wahrscheinlich ist irgendwas passiert, und hatte alles Leben im Schlafbereich wach gemacht.
Tysoba sah, wie jeder aus seiner Familie aus ihren Betten sprangen und sich zu ihren Spinten begaben, wo sie ihre Kleidung herausholten.
Das einige von ihnen eine Morgenlatte hatten, störte sie nicht im geringsten.
"Los! Los! Mach schon, Raven, hier der Spint ist deiner!", rief im Rob zu. Tysoba sprang ebenfalls auf, sprintete zu seinem Spint und öffnete ihn.
Drin lagen 2 Arten von Bekleidung. Zum ersten hang ein bequeme Militäroverall, den alle seine Kollegen gestern in der Lobby getragen haben.
Daneben hang eine schwere Uniform, und den dazu passenden Stiefeln und der Hose.
Tysoba sah an der Tür seines Spintes vorbei zu den anderen, um nachzusehen, was die anderen anziehen würden. Sie alle zogen ihre schweren Rüstungen an. Bei Acco sah es aus, als würde er sich eine PKW-Aussenhülle überziehen.
Tysoba zog sich die schweren Klamotten an und sah dabei Rob fragend an.
Rob sah es und sagte: "Ein Notfall! Offenbar eine Mission, die schnellstens beendet werden muss, damit es nicht an die Öffentlichkeit dringt! Darum wurde nämlich die 1. gegründet! Wir sollten Probleme der Regierung so schnell wie möglich lösen, ohne das sie vorher an die Öffentlichkeit dringen!"
Jetzt, nachdem sie alle ihre Kleidung übergezogen haben, rannten sie auf die Wand neben den Spinten zu.
Tysoba sah verdutzt, wie Klerk Hudson, der Scharfschütze, genannt Auge, die Wand an einer Stelle drückte, die aussah, als würde dort die Wand etwas schlecht verarbeitet sein. Der Putz an der Stelle war bleich und die Tapete war an dieser Stelle wellig, als ob man Luft dazwischen gelassen hätte.
Zu Tysobas erstaunen, öffnete sich die Wand und die 1. lief nun einen langen Gang hinauf, an deren Ende eine eiserne Tür stand.
Als Tysoba durch diese Tür hechtete, stand er im Büro des Generals.
Einem großen Raum, in deren Mitte ein riesiger Tisch mit vielen Stühlen stand. Vor dem Tisch befand sich ein riesiger Fernseher, der eine Blaupausenkarte zeigte.
General Rikku stand vor dem Fernseher und wies der 1. an, Platz zu nehmen. Acco lehnte sich einfach nur gegen eine Wand und blickte mit verschränkten Armen und ernstem Gesicht auf den Fernseher.
"Die Lage spitzt sich zu.", sagte Rikku, als sich auch Tysoba auf einen Stuhl zwischen Sepp und Morris Gers gesetzt hatte.
Der Fernseher zeigte nun eine Satellitenkarte eines Anwesens aus der Vogelperspektive

"Erik Kollean wird von einer Terrororganisation festgehalten und soll nur gegen den Tausch von Geld und Änderungen von gewissen strategischen Plänen von uns freigelassen werden. Die Anforderungen wurden vor genau 3 Minuten und 44 Sekunden an uns gestellt, mit der Bitte, der Sache so schnell es geht nachzugehen, bevor die Presse Wind bekommt. Die halten sämtliche Mitarbeiter unter Verschluss. Niemand darf gehen, bis die Sache nicht in trockenen Tüchern ist, damit nichts an die Öffentlichkeit kommt."
General Rikku stoppte den Vortrag und drückte einen Knopf an einer Fernbedienung, die er in der Hand hielt.
Der Fernseher änderte sein Bild kaum merklich. Die Karte aus der Vogelperspektive blieb, doch es war, als würde die Karte aktualisiert werden. Um den Grundriss des Anwesens, konnte man nun neue Stellen auf der Karte sehen. Es waren lediglich kleine schwarze Punkte.
Tysoba verstand nun, dass es Menschen waren, die von oben dargestellt wurden und er wusste auch, welche Menschen es waren. Es waren die Terrosristen, die das Haus auf dem Anwesen bewachten.
Seine Kollegen sahen sich die Karte aufmerksam an und standen dann auf.
"Auftrag!", rief General Rikku "Ist die terminierung sämtlicher aufständischen Kräfte und Befreiung sowie Evakuierung der Geisel. Das Transportmittel steht bereit und wird nach dem Transport in 10 Minuten erneut antreffen. Bis dahin sollte die Mission erfüllt und die Geisel außer Gefahr sein, damit man sie und die 1. zurück hier hin bringen kann. Ab dort ist euer Auftrag beendet. Viel Erfolg! Wegtreten!"
General Rikku salutierte und die 13. Soldaten taten es ihm nach.
 

Lupinoč

Guest
dies gut die geschichte^^
auch wenn ich sonst ent so auf diese richtung stehe
die geil
 

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