Der Kommunismus

Grivies

Guest
Wie jeder weiß herrscht zurzeit in mehr oder weniger allen Teilen dieser Welt die "Demokratie" als Staatsform über jeden einzelnen Staat, mit Ausnahme von den Diktaturen dieses Planeten.

Doch wie beschreibt man eigentlich Demokratie heutzutage? Die schwindende Zahl Wahlberechtigter die von ihrem Privileg, eine Partei zu wählen, Gebrauch machen? Oder etwa die trägen politischen Gruppierungen an der Spitze der Nation? Meinen wir mit Demokratie also jenes Faultier das Jahre benötigt um auch nur nahe gesteckte Ziele zu erreichen, da sich die einzelnen Parteien beinahe zu Tode streiten bevor auch nur einige, wenige umgesetzte Ideen an die Öffentlichkeit gelangen können?

Außerdem, sind wir wirklich frei da wir eine Demokratie besitzen? Lachhaft. Freiheit sieht für eine Person mit durchschnittlichem geistigen Verstand hoffentlich anders aus. Freiheit bedeutet für mich das Privileg ohne Diskriminierung in einem Staat leben zu können, solange man sich an die Grundregelung jenes hält.

Und doch gibt es Diskriminierung. Den einzelne Bevölkerungsschichten können anscheinend nicht anders als sich ihre Wut gegenseitig entgegen zuwerfen. Die Arbeiterschicht allen anderen voran. In ihrem Proletarier-Dasein glaubt sie einzelnen radikalen Gruppierungen. Politiker der rechten Szene hetzen die Bevölkerung gegen Ausländer, machen Einwanderer für den "Niedergang" der Nation verantwortlich. Sie stellen die Familie in den Mittelpunkt, werten gleichgeschlechtliche Liebe als Unproduktive Arbeit ab und werfen sie damit in den stinkenden Mülleimer der Unnötigkeit. Und das Heer aus Proletariern glaubt ihnen auch noch, denn wie können sie anders, sind sie doch nicht mehr als eine Herde aus Schafen die dem angeblichen Hirten folgt. So gibt es heute noch Faschisten und Nationalsozialisten die "Stolz" auf ihr Land sind und bereit wären es gegen die Horden von Ausländern zu verteidigen.

Ich muss sagen dass ich mich dem Leninismus zugewandt sehe. Die Masse aus Proletariern ist "geistig" zu schwach entfaltet um ihren Weg an die Spitze der Nation alleine bestreiten zu können. Nach Lenins Bild wäre er und seine Bolschewisten-Partei jene Elite gewesen, die die Arbeiterklasse ins Licht rücken könnte. Auch ich sehe alleine eine links bis linksradikale Bewegung als stark genug an um eine ganze Nation umkrempeln zu können, siehe linksradikale Gruppierungen wie die AntiFA.

Den was der Arbeiter heutzutage tut ist klar: Er gibt sich mit seiner Umgebung zwar nicht zufrieden, versucht aber nicht wirklich etwas daran zu ändern. So begibt er sich eben in die Fänge der linken und der rechten Parteien, und auch hier trage ich den kommunistischen Gruppierungen zu wenig Radikalität nach. Während sich braune und rechte Parteien so gut wie immer "outen" indem sie Hassparolen gegen Einwanderer schmettern und so die niedrigsten Bedürfnisse der Arbeiterklasse, den Drang nach einem Hassbild, befriedigen, bringen grüne sowie rote Parteien zur gleichen Zeit nur einen sehr kleinen Beitrag. Vor allem die Grünen schaffen es immer wieder die Allgemeinheit gegen sich aufzuwiegeln, da sie jener Bevölkerung auch noch vorwerfen etwas falsch gemacht zu haben. Ganz im Sinne von : "Wer die Umwelt zerstört hat, hat nun den Schaden." Ich möchte nicht gegen die Grünen wettern, denn ich selbst war ein treuer Anhänger van da Bellens, doch seit seinem Austritt aus der Staatsregierung verfällt die umweltbewusste Partei in einen Defensivzustand den es nicht geben dürfte.

Zur gleichen Zeit ist Europa zu einem Wettbewerbskontinent mutiert. Es gibt gute und schlechte Berufe, genügend bezahlte und zu wenig bezahlte. Die Lehre, einst eine gute Alternative zu der Matura bzw. der Abitur in Deutschland, ist heute eine beinahe verachteter Ausbildungsweg in Österreich. Die Lehre, einen Weg der nur jener einschlägt der zu Dumm für die Schule oder später die Universität scheint. Oftmals unehrenhafte Berufe die allerdings immer und überall gebraucht werden. Es ist ein Paradoxon: Exakt jene Gruppe von Berufen die den gesamten Staat erhalten ernten das geringste Einkommen. Denn weder die Politiker noch die Akademiker halten diesen Staat am laufen, nein es ist das riesige Heer aus Proletariern. Doch sind diese Berufe doch nichts wert in den Augen der Oberschicht. Europa ist kein Staat mehr in dem man sagen kann: "Ich möchte Handwerker werden, denn ich denke das mir jener Beruf liegt." Nein, man ist beinahe gezwungen Jahre in Ausbildungsstätten zu versitzen, nur um danach einen Beruf zu erhalten der einem gerade genug Geld einbringt um ein Kind zu erhalten. Denn ein Bürokaufmann/frau und eine Reinigungskraft können sich heute bereits eigentlich kein Kind mehr leisten. Nicht in Österreich. Den das Bruttoeinkommen beider beträgt vielleicht 2400€. Minus 800€ für die Wohnung, dann die Karosserie, die Mittel die man zum täglichen Leben benötigt, Heizung, Strom und so weiter.

Ein unmöglich zu haltender Zustand. Das Land stirbt. Reiche werden reicher, Arme werden ärmer. Die Regierungen unternehmen nichts gegen diesen Verfall. Rein gar nichts. Es ist die Aufgabe, die Berufung des Proletariers endlich diese Elite hinwegzufegen, endlich ein Land aufzubauen in der jeder gleich ist. Ich nehme hier weder die UDSSR noch China als Vorbild. Denn beide waren bzw. sind schreckliche Diktaturen. Man kann den Kommunismus aber auch nicht mit der Schreckensherrschaft Stalins vergleichen. Er überdeckte seine Massenexekutionen und Freiheitsberaubungen mit dem roten Mantel des Kommunismus, sowie es die USA heute eben mit ihren menschenverachtenden Todesstrafen und Kriegen in Afrika schafft. Dies geschieht eben unter den groß geschriebenen Worten der Demokratie.

Der Arbeiter muss gleich viel verdienen können wie ein Professor, ein Wissenschaftler oder ein Manager. Wie kann eine Person in der Position eines Firmenchefs sich auch nur anmaßen mehr zu verdienen als z.B ein Mann der sein ganzes Leben in einen seiner Fabriken arbeitet. Jene Bonzen setzten das Gehalt ihrer Arbeiter nach ihrem belieben, und wenn sie sich nicht damit zufrieden geben sollen sie doch gehen. Doch genau jener Weg ist so falsch. Jener Weg des Kapitalismus. Die Fabriken, die Gewerbe, die Banken haben nicht das Recht alleine zu agieren. Ihnen muss der Staat als Wesen übergeordnet sein. Die "freie" Marktwirtschaft, die autonome Firma ist heute doch nur sich selbst unterstellt. Und dies ist falsch!

Der Staat gibt vor wie viel produziert wird, der Staat gibt vor was produziert wird. Der Staat gibt das Gehalt der Arbeiter in den Fabriken der Nation an, nicht der Weltmarkt. Der Staat gibt an wie viel etwas kostet, nicht die Firma die jenes Produkt produziert. Darum gilt es alle außer staatlichen Betriebe einzustellen. Darum muss man endgültig die Initiative ergreifen und den verdammten Kapitalismus aus dem Lande fegen, jener der sich zurzeit wie ein Virus an die Nation geheftet hat. Es gibt keine Privatisierung. Was bringt sie sich? Das auch noch der letzte Rest von Kontrolle an überreiche Menschen übergeht? Das kann doch wirklich nicht der Gedanke des Volkes sein.

Ein weiterer, abscheulicher Nebeneffekt der noch immer im Land Österreich grassiert ist die viel zu sehr von der Politik geförderte katholische Kirche. Jenes Überbleibsel aus alten Tagen spaltet das Volk in zwei teilweise aufs Blut angefeindete Lager. Vor allem Fundamentalisten, die noch immer ungestört in unseren Landen hausen und ihre Hasstiraden gegen Homosexuelle und Andersgläubige werfen können. Alleine der Staat hat vorzugeben wie die Grundrechte des menschlichen Wesens zu sein haben, kein Buch wie die Bibel kann dies bestimmen. Lenin formulierte dazu jenen Satz : "Religion ist Opium für das Volk". Exakt was es ist. Sie stampft der Bevölkerung ihre Grundgedanken ein, verspricht ihnen ein besseres Leben in einer anderen Welt nach dem Tod, nur um ihr Stöhnen nach Freiheit im Diesseits zu unterdrücken. Denn es lässt sich doch leichter wie ein kopfloses Huhn durchs Leben gehen wenn einem versichert wurde dafür seinen gerechten Lohn zu erhalten. Ich will aber niemanden seinen Glauben berauben, ich meine jede glich das sich der Staat endgültig von der Geistlichkeit und Traumwelt der Kirche trennen muss. Frankreich hat es geschafft, genauso wie Deutschland. Doch was soll man sagen,jene Staaten waren auch niemals so von der katholischen Kirche eingenommen wie Österreich.

Es ist nun endlich an der Zeit dem allen entgegenzutreten. Den Faschisten, den Konservativen, den Kapitalisten und Großkonzernen, den Banken und alles in allem dem trägen Staatsapparat. Zwangsweise, so auch Lenin, ist dazu eine Revolution nötig. Eine Revolution um endlich die Zeit der "Diktatur des Proletariers" einzuleiten. Um endlich das von bereits vielen verhasste kapitalistische System hinwegzufegen. Darum die AntiFA. Religionslos, Anti-Faschistisch, Anti-Kapitalistisch und Ausländer freundlich sowie endgültig jemand der militant für gleichgeschlechtliche Liebe steht. Denn Minderheiten werden eben in unseren Tagen immer noch diskriminiert, eine Schande die schon längst weg gehören würde. Denn der einzige Grund sich gegen die sexuelle Orientierung von anderen zu stellen sind die vergifteten Gedankengänge der rechten Parteien. Jene Organisationen gehören aufgelöst. Mit Gewalt, wenn nötig.

Darum seien alle Kommunisten, alle Proletarier und Menschen mit dem linken, wahren Gedankengut in ihren Köpfen aufgerufen sich endlich zu querzustellen. Für ein kommunistisches Österreich, ein proletarisches Europa und eine leninistische Welt. Gegen Faschismus und Diskriminierung, gegen den Kapitalismus, gegen militante Religionsausübung. Für die Liebe, die Ordnung, der linken Denkens-weise und für eine Welt die ohne den Kapitalismus existieren kann.

Abschließend wären nur noch ein Satz zu wiederholen. Jener Satz den Karl Marx für jeden Arbeiter in uns vorgesehen hat. Für jeden der auch nur ansatzweise das Gedankengut des Kommunismus teilt:
„Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“
 

Todai

Guest
Normalerweise lach ich ja immer wenn Extremisten sich über Extremismus beschweren, aber hier kann ich echt nur'n Kopf schütteln. Lenin war nich gerade'n Moralapostel, der war'n Arsch schlecht hin. Total temperamentgeladen. Da kam alles in den Gulag, was sich quer gestellt hat, gute staatlich-soziale Ader hatte der Mann.

Du forderst Freiheit und willst in deinem linken Idealismus das Volk befreien. Das was du als Freiheit definierst ist dann wiederrum sehr amüsant. Der Bürger bekommt alles vorgeschrieben. Wohin kommen wir also dieser Einstellung nach - genau, zum Verlust des Individualismus. Als Ersatz dafür dient dann die Ideologie.

Man sagt ja in der Geschichte geschieht alles zwei mal. Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce. Ich hoffe dabei bleibt es.
 

Grivies

Guest
Wohin kommen wir also dieser Einstellung nach - genau, zum Verlust des Individualismus.
Todai, wie meinst du das? Nun gut, mir ist schon klar das faschistisches Gedankengut in jenem Land dann sicher nicht gutgeheißen würde, doch im allgemeinen besitzt doch das Wesen Mensch seine Freiheit. Siehst du dich den als individueller und freier Mensch wenn du dem System des Kapitalismus unterworfen bist?
 

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