Das Destiny-Rudel: Die Löwin, die aus der Reihe tanzte

Löwe Christian

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Hier gibt es eine Kurzgeschichte zum Destiny-Rudel.

Simfasa, der Rudelführer des Destiny-Rudels, rannte um sein Leben, da er gerade von sehr vielen Hyänen verfolgt wurde. Der Löwe konnte gerade sehr knapp aus einem Hinterhalt entkommen und wurde dabei am Bauch und bei einer seiner Hinterbeinen schwer verletzt. Er atmete unruhig und merkte, dass seine Verletzungen ihn sehr stark schmerzten und ihm das Laufen erschwerten.

„Ich muss unbedingt den Fluss erreichen. Hoffentlich halte ich durch. Wenn ich ihn erreiche, dann habe ich die Chance ihnen dort entkommen zu können“, dachte er. Sein schmerzverzerrter Gesichtsausdruck zeigte deutlich, dass ihm das Rennen sehr schwer fiel. Aber sein Überlebenswille sorgte dafür, dass er das ertragen konnte. Furcht verspürte er nicht wirklich, da er es verdrängen konnte. Die Verfolgungsjagd fand auf einem grasigen und ein wenig unebenen Weg der Savanne statt. Simfasa kam es so vor, dass es noch ewig dauern würde, bis er sein Ziel sah. Als er dort ankam, zeigte er einen geschockten Gesichtsausdruck, dass da schon weitere Hyänen auf ihn warteten. Nun war er von 30 von ihnen umkreist worden und es schien kein Entkommen zu geben. Aber er wollte nicht kampflos sterben. Er knurrte laut und war bereit für den Kampf.

Plötzlich nahm er den Geruch von Eternity und ihr lautes und sehr bedrohliches Brüllen wahr. Jetzt hatte er große Hoffnung, dass er das überleben könnte. Normalerweise hätte eine einzige Löwin ihn in dieser Situation nicht retten können. Aber diese Löwin war in vieler Hinsicht anders gewesen, denn sie hatte die Gabe sich in einem Zustand, den man den Blutrausch nannte, zu versetzten, der ihr es ermöglichte viele Gegner schnell schwer zu verletzten oder auch zu töten, da sich ihre Muskelkraft um das vielfache erhöhte. Wenn das passierte hatte man gegen sie keine Chance und sie war trotzdem in der Lage zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Nun geschah es auch, sie griff die Hyänen an und verpasste ihnen mit hohem Tempo Prankenhiebe oder Fußtritte mit den Hinterpfoten am Kopf, am Hals oder am Bauch. Sie waren von dieser Schnelligkeit überrascht und konzentrierten deshalb ihre Angriffe auf sie.

Mit einem neugierigen Blick beobachtete der Rudelführer den Kampf und er war jedes Mal sehr beeindruckt, wenn Eternity diese Fähigkeit einsetzte. Der Anblick sah immer brutal und blutig aus, aber er konnte sich daran gewöhnen, nachdem er das schon ein paar Mal miterlebt hatte. Falls man die Reaktionszeit der Gegner mit ihren verglich, wirkte es für den Beobachter so, dass die Hyänen zu langsam agieren würden. Wenn eine von ihnen die Löwin attackieren wollte, hatte die Löwin ihr schon einen Vorderpfotenschlag mit raus gefahrenen Krallen am Kopf oder am Hals verpasst. Wenige ihrer Feinde konnten bei ihr Treffer landen oder sie beißen, sodass diese Verletzungen sie nicht wirklich schwächte. Natürlich biss sie mit den Zähnen zu und das hatte eine blutrünstige Art gehabt, die eine Angst machen konnte. Das Töten machte ihr eine richtige große Freude und sie kannte keine Gnade. Es dauerte eine Zeit, bis der Kampf zu Ende war. Die Hyänen waren entweder tot oder lagen schwer verletzt am Boden, wo es sicher war, dass das Überleben unwahrscheinlich war. Ihr Gesicht und ihr ganzer Körper waren blutverschmiert und sie marschierte zum Fluss, um sich sauber zu machen. Danach bewegte sie sich rasant zu Simfasa und er bemerkte an ihren Gesichtsausdruck, dass er wieder normal war. Mit einer erleichterten Stimme meinte er zu ihr: „Ich bin sehr froh, dass du aufgetaucht bist. Wahrscheinlich hätte ich das nicht ohne dein Eingreifen überleben können. Wie wusstet du, dass ich mich in Gefahr befand?“

Sie lächelte ihn kurz an und antwortete ihm sanft: „Du kennst ja mein Bauchgefühl, der sich nie geirrt hat, wenn eine Bedrohung da ist. Durch ihn war mir klar, dass du meine Hilfe brauchtest. Ich bin deiner Spur gefolgt und roch den Geruch von vielen Hyänen. Da war mir schon klar, was das zu bedeuten hatte.“

In diesem Moment bemerkte Simfasa, dass seine Verletzungen ihn sehr schmerzten, und man erkannte das an seinem Gesichtsausdruck. Eternity war davon beunruhigt und betrachte sich seinen Körper sehr genau an und sagte zu ihm: „Du muss so schnell es geht zu unserem Lager gebracht werden. Wie sieht es mit laufen aus? Denkst du, dass du es mit einem angenehmen Tempo durchhalten könntest?“

„Normales gehen ist mir lieber, um so die Verletzungen nicht zu verschlimmern…“

Die Löwen schlenderten Richtung Zuhause und der Rudelführer machte er sich dabei Gedanken über ihre Beziehung zwischen ihr und ihm. Beide waren Geschwister gewesen und nur ihr Halbbruder Kehno wusste diese Wahrheit. Die drei einigten sich, dass das nicht weiter erzählt werden sollte. Simfasa merkte früh, dass seine Schwester anders war und beide erfuhren von ihrer Mutter, was das konkret bedeutete. Eternity war eine so genannte Feuer-Löwin, was bedeutete, dass sie sich total anderes Löwenverhalten zeigte, dass von den anderen Artgenossen meistens nicht akzeptiert wurde. Ein Zusammenleben mit anderen Löwen war nicht möglich gewesen, weil Stress mit ihr schon vorprogrammiert war und ein Rausschmiss war sehr wahrscheinlich gewesen. Nur bei der Geburt von Zwillingen konnte es vorkommen, dass eines der Neugeborenen ein Feuer-Löwe sein konnte, dabei waren die meisten von ihnen weiblich gewesen. Während seiner Kindheit hatte er schnell ihre Begabung erleben können, wo beide alleine unterwegs waren und einer Hyäne begegneten, die beide auffressen wollte. Sie konnte die Hyäne mit einem schnellen Biss am Hals töten und er war davon sehr fasziniert, dass sie so ein sehr gutes und tödliches Talent hatte. Durch dieses Erlebnis sah er es als seine Pflicht an sie gegenüber anderen Löwen wegen ihren Verhalten zu verteidigen.

Als der Moment kam, wo Simfasa seine Mutter und die anderen Löwen verlassen musste, entschied sich Eternity ihm zu begleiten, da ihr ganz klar war, dass er neben ihrer Mutter der einzige war, der ihr Benehmen akzeptierte. Weiter tat sie es auch aus Geschwisterliebe und Dankbarkeit. Beide einigten sich auf eine platonische Beziehung und durch ihre Hilfe wurde er schnell Rudelführer eines anderen Rudels. Zu ihrem ungewöhnlichen Verhalten war zum Beispiel zu erwähnen, wenn die Regenzeit herrschte, dann kam es schon einige male vor, dass sie sich nicht eine Beute mit anderen teilte und sie für sich allen haben wollte. Aber bei der Trockenzeit verhielt sie sich unauffällig und normal, da ihr klar war, dass sie sich bei schwierigen Lebensbedingungen so nicht agieren konnte. Gegenüber anderen Mitgliedern verhielt sie sich meistens eher wortkarg und teilweise grob. Aber wenn es jemanden nicht gut ging, zeigte sie auch ihre sanfte und angenehme Seite und kümmerte sich um ihn respektvoll. Sie war kompliziert und es gab nur einen, der sie verstand, wie ihr Innenleben aussah. Simfasa verteidigte sie weiterhin und akzeptierte ihr Verhalten. Dafür dankte sie ihm durch ihre Treue, denn sie würde immer für ihn da sein, wenn er ihre Hilfe braucht.

Unterwegs fragte sie ihm etwas unerwartet: „Wie ist es dazu gekommen, dass dich so viele Hyänen verfolgen konnten? Wurdest du in eine Falle gelockt?“

Der Rudelführer überlegte kurz und antwortete mit einer ruhigen Stimme zu ihr: „Während meines Kontrollganges traf ich Traidor und er berichtete, dass er Kopa und Kyova in der Schlucht gesehen hätte. Auch erwähnte er, dass er dort Hyänen wahrgenommen hatte. Ich sagte ihm, dass er zum Lager gehen sollte, um Hilfe zu holen wegen den Löwenkindern.“

In Simfasas Gesichtsausdruck erkannte man, dass er nachdenklich wurde. Sie sprach in einem leicht wütenden Ton: „Als ich ihm beim Lager kommen sah, erzählte er nichts darüber. Ich hatte schon lange das Gefühl gehabt, dass er dich als Rudelführer nie akzeptieren wollte, denn er kritisierte einige male deine Entscheidungen, obwohl er vom Leben gar keine Ahnung hat und besser die Schnauze halten sollte! Heute haben wir den Beweis, dass er dich verraten hat! Dafür wird er mit seinem Leben bezahlen und ich kenne keine Gnade. Ich hasse solche Verräter wie diese Stück ***! Du kannst dir sicher sein, dass ihm ein qualvoller Tod erwarten wird!“

Er wollte dazu nichts sagen, weil sie schon alle wichtigen Punkte genannt hatte. Ihm war klar gewesen, wenn Eternity was tun wollte, weil sie es für richtig hielt, konnte niemand sie aufhalten. Es dauerte eine Weile, bis sie das Lager erreichten, da seine Verletzungen ihn zwangen sich nicht schnell zu bewegen. Als sie endlich dort ankamen, kamen die anderen Löwen zu ihnen.

„Was ist passiert?“, fragte eine Löwin besorgt, nachdem sie die schlimmen Verletzungen des Rudelführers betrachtete.

Eternity sprach in einem leicht aggressiven Ton: „Einer vom Rudel hat Simfasa verraten! Derjenige wird es gleich zu spüren bekommen, was ich mit einem Verräter tun werde!“

Sie guckte zur Löwin, die eben die Frage gestellt hatte, und sagte zu ihr: „Bringt die Löwenkinder in die Höhle, denn gleich wird sehr unschön werden. Das müssen sie nicht sehen.“

Eternity lächelte ihren Bruder an und sprach mit einer sanften Stimme zu ihm: „Ich muss was erledigen, was nicht lange dauern sollte. Dann kümmere ich mich um deine Verletzungen. Ich weiß schon, welche Pflanzen ich verwenden werde, damit du so schnell es geht wieder gesund werden sollst.“

Sie schaute sich um und entdeckte den Geruch von Traidor, der sich hinter einem Gebüsch versteckte, so konnte sie seinen Aufenthalt bestimmen. Mit einem sehr wütenden Blick und einem lauten und gefährlich klingenden Knurren ging sie zu ihm. Sie stieß ihm heraus und redete in einem verachtenden Ton zu ihm: „Du wirst für diesen Verrat sehr teuer dafür bezahlen du Stück ***!“

Mit einer anflehenden Stimme äußerte er sich zu ihr: „Ich habe im besten glauben gehandelt, denn ich habe nichts falsch getan. Bitte tue mir nichts!“

„Halt die Schnauze du Stück ***! Du bist eine widerliche Beleidigung gegenüber denen, die vom Leben viel Erfahrung gesammelt haben und wissen, wie die Dinge wirklich sind!“

Sie sagte nun nichts mehr und ihr Gesichtsausdruck veränderte sich rasant und sie befand sich wieder in der Verfassung des Blutrausches. Die Löwin fuhr die Krallen ihrer Vorderpfoten heraus und verpasste ihm mehrer Hiebe auf sein Gesicht. Der Verräter versuchte sich gegen sie zu wehren, aber er war ihr deutlich unterlegen. Dann stürzte sie sich auf ihm und brach ihm brutal mehrere Knochen, was man deutlich hörte. Das ganze machte ihr richtig viel Freude. Der Kampf, der nicht wirklich einer war, dauerte nicht lange. Am Ende ließ sie ihm verblutend und sterbend am Boden liegen und sagte ihm knallhart ins Gesicht: „Ich hoffe, dass dir die Bestrafung gefallen hat, denn das hast du verdient! Du Verräter!.“

Eternity schlenderte zum Fluss und machte sich dort sauber. Danach suchte sie nach ein paar Blättern und trug einige davon in ihrem Maul und kehrte zurück zu Simfasa. Die Löwin kümmerte sich sehr behutsam um ihren Bruder und zeigte sich bei ihm von ihrer ganz liebevollen Seite.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Phelan

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Hmm ... ich hoffe, Du bist jetzt nicht sauer, wenn ich Dir auch hier das sage, was ich Dir bei Deiner anderen Geschichte schon gesagt habe: es klingt lieblos geschrieben.

Schon im ersten Satz. Simfasa rennt gerade um sein Leben.
Das klingt, als ob er gerade merkt, dass ihn da ein paar Hyänen fressen wollen und er so langsam mal abhauen sollte. Also, nachdem er seinen tee ausgetrunken hat.

Es fehlt die Dramatik.
Du hast Dir ein recht hartes Thema ausgesucht. Blut, Verrat, Intrigen und Mord.
Und erzählst die Geschichte, als säßest Du beim Kaffeekränzchen.
Wo bleibt Deine Hingabe?

Inhaltlich geht es, auch wenn Du keinerlei Hintergründe offenbarst. Du läßt zu viel Fäden offen, die sich wohl erst verknüpfen, wenn Du mehrere Teile über das Rudel geschrieben hast.
Und ich bin mir nicht sicher, dass die fäkalverbale Eskalation zum Ende hin der Geschichte wirklich nutzt.

Naja, im Nachhinein kann man viel reden. Jetzt ist die Geschichte veröffentlicht und es bleibt nur eine Frage offen: genügt sie Deinem Anspruch als Autor?
 

Eis Wolf

Guest
Also ich finde die Geschichte super, hoffe es kommt noch mehr von dir.
 

Mecha

Super-Moderator/Katzbrocken.
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Ich finde die Geschichte ätzend. Man merkt, dass es dir überhaupt nicht um eine gute Story geht, sondern einfach nur darum, deinen persönlichen Frust herauszulassen.

Wenn du tatsächlich so hasserfüllt bist, dass du sogar bereit bist, jemanden zu ermorden, möchte ich nichts mit dir zu tun haben.
 

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