Bis nach Sovngarde und zurück - Die Geschichte eines Argoniers -Teil 1-

WeirdHusky

Frischling
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Mir kam die Idee vor ein paar Monaten als Ich Skyrim gespielt hatte. Jetzt ein halbes Jahr später dachte ich: "Hey, warum fang ich nicht mal an, das Zeug niederzuschreiben?"


Prolog:


Der in Cyrodiil geborene Argonier Komak-sai wächst in schlimmen verhältnissen auf: Seine Mutter muss sich ihr Geld mühsam erbetteln damit er und seine kleine Schwester Ghiddi einen weiteren Tag auf den Straßen Chorrol‘s durchstehen.
Als seine Familie kaltblütig von einer Gruppe Banditen ermordet wurde, und er selbst dem Tode nah war, fand ihn durch Zufall eine Dunmer Söldnerin, die seine Wunden heilte und bei sich aufnahm.
Jahre später zog es Komak-sai nach Himmelsrand, um das Kaiserreich im Krieg gegen die Sturmmäntel zu unterstützen, doch die plötzliche wiederkehr der Drachen veränderte sein Leben vom Grund auf...


Lasst euch nicht vom Prolog oder Titel täuschen. Ich weiß, beides hat's nicht gerade in sich. ^^ (Ich bin generell ziemlich schlecht darin mir anständige anständige Titel auszudenken ) Aber ich finde dass mein geschreibsel gut genug ist, dass ich es hier hochladen kann. =3
Das ist nur ein Teil von dem was ich bis jetzt habe. Ich kann den rest auch noch hochladen, falls Interesse besteht. :)


„Könnt ihr ein paar Septime für meine hungrigen Kinder entbehren?“
Meine Mutter krallte sich am Mantelzipfel des adeligen Bürgers fest und sah hilflos zu ihm hoch. Verzweiflung stand ihr ins Gesicht geschrieben.
Der Bürger schlug ihre schuppige Hand wie einen lästigen Parasiten von seinem teuren Mantel. Mit angewidertem Blick drehte er sich weg und ging richtung Schmuckhändler, um eine Goldhalskette mit Diamanten für seine Frau zu Kaufen.
Später würde er sich bei den Wachen über uns dreckiges gesindel beschweren, dass wir eine ungeheure belästigung für ihn darstellen und wünscht, dass man uns sofort entferne!

Mein Name ist Komak-sai. Zu diesem Zeitpunkt war Ich gerade einmal 10 Jahre alt. Und Bettelarm.

Wie jeden Tag versucht meine Mutter am Marktplatz ein paar Septime zu erbetteln, während Ich und meine 4 Jahre jüngere Schwester Ghiddi etwas weiter vorn am Eingang unser Glück versuchten. Es sind ungefähr 5 Monate her, seit man unser Haus niederbrannte und uns auf die Straße setzte. Ich weiß nicht, wie lange wir das noch durchstehen werden. Seit Tagen gab es nichts mehr zu Essen.
Es war Nachmittag. Ich beobachtete das Stadtgeschehen, Was sollte ich auch sonst tun?
Was mir gleich als erstes ins Auge fiel, war der Gatte der unsymphatischen Ladenbesitzerin (Die mit dem permanenten Dolchblick). Er torkelte sturzbetrunken mit einer Flasche Met in der Hand durch die Gegend (Von Gehen konnte hier keine Rede mehr sein). Wie auch immer, die Ladenbesitzerin stapfte hinter ihm her und Brüllte ihm ins Ohr:„Wenn ich dich noch EINMAL dabei erwische, wie du MEIN Geld im Gasthaus versäufst, dann kannst du in Zukunft auf der Straße schlafen...! Hörst du mir überhaupt zu, du Mistkerl!?“ Der ‚Mistkerl‘ tat so, als hätte er Sie gar nicht gehört. Das machte sie Rasend. Der Streit ging letzten endes im tumult des Markplatzes unter. Ob Ich, wenn Ich später mal verheiratet bin, mich genauso streiten würde? Dann waren da noch zwei Kinder, die inmitten der Menschenmenge fangen spielten. Der ältere gewann. Die Wachen patroullieren die Straßen entlang...

Es wurde langsam Abend. Der Großteil der Leute die vorbeikamen, beachteten uns zwei kaum. Manche warfen höchstens Dreck und Steine nach uns, wenn wir uns irgendwie bemerkbar machten.
Es gab aber auch wohltätige Männer und Frauen, die ab und zu einen Septim herausrückten. Doch auch auf sie konnte man sich nicht immer verlass- Moment mal! Riss es mich aus meinen Gedanken. Da kommt doch jemand zu uns! Ein Junge! Oh nein, ich kenne ihn. Er ist ein Monster! Was will er!? Will er mich wieder schlagen!? Schlimmer. Er spuckte mir mitten ins Gesicht, warf Hühnerdreck nach Ghiddi und rannte lachend weg.
„Wenn Vater nur hier währe...“, Ich ballte meine Hand zur Faust. Die Spucke des Jungen, der ein paar Jahre Älter als ich war, rann mir von der Stirn. „...Dann würdest du es nicht mal wagen, mich auch nur schief anzusehen!“
Aber der war ja fast nie da. Mein Vater musste sich der Kaiserlichen Armee verpflichten und konnte uns nur selten besuchen.
Ghiddi fing an zu Weinen. Sie hatte richtige angst vor den anderen Kindern, die sie so oft beschimpften und beleidigten...oder Scheiße nach ihr warfen, wie gerade eben!
Ich würde ihr so gerne helfen, sie vor ihnen beschützen, habe aber zu große Angst, dass die Väter dieser ungeheuer mir sonst etwas antun. Bei Argoniern fackeln sie nicht lange, ihnen werden die Kehlen noch mitten auf der Straße aufgeschlitzt! Das schert doch niemanden: wir sind doch nur arme Bettler!
„Hey, Ghiddi. Reiß dich mal zusammen.“, Redete ich auf die 6-jährige ein. Doch sie ließ sich kaum beruhigen. Hilflos schaute ich die vorbeigehenden Leute an, nur wenige machten sich überhaupt die Mühe, uns ‚Schlangenwesen‘ anzusehen. „Es kommt bestimmt gleich jemand vorbei und gibt uns eine Münze. Davon Kauf ich dir dann einen Apfel zum trost. Aber du musst jetzt aufhören zu Weinen, hörst du?“
 
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Sponty

Frischling
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Ui, das hat mich sogar ein bisschen mitwütend werden lassen. mir gefällt das . Diese spürbare Wut und das Verlangen die Hoffnung und Rache zu wahren. Die Verkörperung ist klasse ... (*T*) Sabber.
Freue mich schon auf mehr ^^hehe
 

Nimiras

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Nicht schlecht

Das war nicht schlecht. Die Verkörperung und die Darstellung der sündigen Passanten ist dir richtig gut gelungen, und man hat auch mitleid mit Komak-sai und Ghiddi, dass sie so leben müssen. Mir schien es so, als ob da noch sehr viel rauszuholen ist. Wie lang willst du sie denn ausschreiben. Nur eine Kurzgeschichte, oder doch aus mehreren Kapiteln, und wie lang sollen die Kapitel werden?
Na ja, das sind so die Fragen die mich beschäftigen. Ich hoffe du beantwortest sie.
Bis dahin
Nimiras
 

Murphy's_Law

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Du könntest ein wenig mehr beschreiben und ausformulieren, das täte dem ganzen bestimmt gut. :)

Davon abgesehen sind Sturmmäntel nicht in Chorrol aktiv :p

Aber grundsätzlich schön geschrieben, gefällt mir ;)
 

WeirdHusky

Frischling
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Erstmal danke an euch alle! <3 Das freut mich aber das es mir gelungen ist, das Feeling richtig rüberzubringen. ^_^

Wie lang willst du sie denn ausschreiben. Nur eine Kurzgeschichte, oder doch aus mehreren Kapiteln, und wie lang sollen die Kapitel werden?
Sie sollte schon aus mehreren Kapiteln bestehen. Über die länge der Kapitel habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Alles in allem hoffe ich, dass ich mindestes 150 Seiten schaffe. =3 Das währen mit dem 2. Teil also an die 300 Seiten.

Du könntest ein wenig mehr beschreiben und ausformulieren, das täte dem ganzen bestimmt gut.
Ich weiß. Mir fiel später auch auf, dass der Teil hier eher dahinplätschert beim Lesen. Aber mir gefiel er an sich ganz gut. Auch wenn der Anfang dadurch ein wenig Fade wirkt. Ich habe aber eh versucht, den Rest ein wenig mehr auszuschmücken. ^^

Davon abgesehen sind Sturmmäntel nicht in Chorrol aktiv :p
Ups. Das ist jetzt ein bisschen peinlich...^^ Ich ändere die Sturmmäntel einfach in Banditen, Assasinen oder sowas in der art. Ich hätte übrigens im Prolog erwähnen sollen, dass die drei nicht mehr lange in Chorrol bleiben werden. Dann passt das mit den Banditen aber eh. :3

LG, WeirdHusky
 

WeirdHusky

Frischling
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Als sie sich Zehn minuten später einigermaßen beruhigt hatte, und uns -wie schon so oft -niemand auch nur anschaute, als wir um ein paar Septime fragten, beschloss ich, mich selbst nach etwas essbarem umzuschauen, was bedeutete, ich müsste das Gesetz brechen und Stehlen. Was nur mal so nebenbei bemerkt alles andere als einfach ist, wenn die Wache an jeder ecke lauert! Ich beobachtete den Obsthändler, der gerade mit einem lästigen Kunden beschäftigt war. Ihm gefielen seine Preise wohl nicht. Der Mann feilschte mit dem Händler um eine Ladung Kohlköpfe. Mit allen Mitteln versuchte er, sein verdammtes Grünzeug möglichst Billig zu bekommen. Es erstaunt mich immer wieder, wie geizig die Leute sind, die vom Geld sowieso mehr als genug haben! Soll ich warten bis die Zwei fertig sind? Ich weiß nicht, ist ein Apfel diesen Aufwand wirklich wert?
Mein Blick schweifte zum Fleischer. Wo ein Kaiserlicher mittleren Alters mit Halbglatze und Vollbart, der öfters im Gasthaus ‚Die Graue Stute‘ seine Zeit verbrachte, mit seiner riesigen Fleischersaxt auf einer Ziege herumhackte. (Die war natürlich schon tot!) Ob er und der Gatte der Gift spuckenden Ladenbesitzerin öfters zusammen einen Heben? Auch galt er als ziemlich Agressiv. Warum musste ausgerechnet so einer Fleischer werden? Einen Raum weiter lagerten sein Wildbret und das Ziegenfleisch. Vermutete ich zumindest, ich konnte es von hier aus nicht genau sehen. ...Soll ich es versuchen? Würde es auffallen, wenn ein kleines Stück Wildbret fehlen würde? Nein. Das ist zu riskant. Was, wenn er mich bemerkt? Würde er meine Beine dann genauso brutal von meinen Knochen abtrennen wie dieser Ziege? (Nein, Ich bin ja nicht mehr als Schuppen und Knochen, das würde sich für ihn nicht mehr Lohnen.) Ich drehte mich um, wollte Ghiddi gerade beibringen, dass sie heute Nacht leider wieder mit leerem Magen schlafen musste. Aber dann sah Ich mir das kleine häufchen Elend mal genauer an, dass da wie von allen Geistern verlassen am Straßenrand stand: Ihr kleines Gesichtchen war gezeichnet von furcht, die Augenwinkel noch feucht von den Tränen. Verschmierte reste von Hühnerscheiße klebten auf ihrer zerschlissenen Tunika. Außerdem war Sie dünn bis auf die Knochen (Wie man eben aussah wenn man im durchschnitt nur alle 3 Tage ein paar brocken Brot oder ein, zwei Äpfel zu beißen bekam) und wirkte fast so zerbrechlich wie ein Schmetterling. Ghiddi starrte mich mit großen, Gelben Augen an. Dieser verzweifelte, leere Blick sprach mehr als tausend Worte.
Werde Ich jetzt einfach den Schwanz einziehen und meine kleine Schwester hungern lassen, obwohl ich die möglichkeit hätte, das zu ändern? Nein! Entschlossen machte Ich einen Blick richtung Fleischer. Er war gerade dabei, den Ziegenkadaver auszunehmen.
„Also, Ghiddi. Ich habe eine bessere Idee:“ Ich ging in die hocke und legte meine Hände um ihre spitzen Schultern. „Du sagst mir jetzt, was du vom Fleischer haben willst und Ich bring es dir, einverstanden?“ Da war plötzlich ein funkeln in ihren Augen, dass ich schon lange nicht mehr bei ihr sah.
"H-huhn...“, krächzte Sie. Gerade mal so laut, dass Ich es noch verstand. Ghiddi war nie sehr gesprächig. „Huhn? Gut, ich werde nachsehen, ob ich eines finde. Warte hier, OK?"
Ich ging langsam richtung Fleischer, wartete, bis er die Einzelteile der Ziege einlagerte und sich seinem nächsten Opfer zuwendete. Es war die gleiche prozedur wie vorhin: Mit unverzogener Miene hackte er der Ziege mit ein paar hieben die Hinterbeine ab. Dann schnitt er den Bauch auf. Blut und Eingeweide kamen ihm entgegen. Er entfernte diese und wendete sich anschließend den eigentlichen Früchten seiner Arbeit zu: Dem Fleisch. Ich schlich mich derweil so Leise wie möglich vorbei. „Jetzt nur keinen Fehler machen...“, dachte ich angespannt. Ich griff mir das erstbeste Stück Fleisch, das mir vor die Augen kam. Es muss ja nicht unbedingt eine Hühnerbrust sein. Ghiddi hätte bestimmt verständnis dafür. Ich hab es! Jetzt schnell zurück und- „Halt! Keinen schritt weiter!“ Erschrocken stand ich plötzlich Kerzengerade da wie eine Salzsäule und wagte es nicht, auch nur mit den Augen zu blinzeln. Panik kroch in mir hoch. Ich brauchte ungefähr 5 Sekunden, bis ich mich überwinden konnte mich umzudrehen. Vor mir stand der Fleischer! Von seiner Axt tropfte Blut. Meins gefror mir in den Adern. Das Stück Fleisch fiel mir aus der Zitternden Hand. Ich hatte kein gefühl mehr darin. Einen Liederschlag später kam er angerannt. Reflexartig hielt ich meine Arme vors Gesicht und schrie so laut ich nur konnte! Schon packte seine Kalte Hand meinen Kragen und drückte mich mit voller Wucht gegen die Wand. „Weißt du, was ich mit schäbigen Ratten wie dir mache!? Häh!? “ Er hielt mir die Axt vors Gesicht. Ich konnte das frische Blut, dass daran klebte riechen. Immer fester drückte er mich an die Wand. Ich konnte die Augen nicht mehr aufmachen. Gleich ist es soweit! Rotz und Tränen rannten mir das Gesicht runter. G-gleich... wird alles vorbei sein...
„NEIN!!!“, hörte ich Mutter plötzlich kreischen ...H-hat er schon zugeschlagen!? Blut spritzte mir ins Gesicht...War es meins!? Plötzlich ließ das Monster von mir ab. Ich fiel zu Boden. Konnte mich nicht rühren. War wie gelähmt. ...Hat er mich erwischt? Ich hatte keine Kontrolle mehr über meinen Körper. Alles wurde Schwarz...
...B-bin ich Tot?
 

WeirdHusky

Frischling
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Hallo an alle!
Lang ist's her, dass ich hier das letzte mal was gepostet hatte. Wird Zeit das zu ändern!

Ich habe mich vor kurzem ein wenig nach ein paar Tipps für Anfänger-schreiberlinge (also wie man der Geschichte Leben einhaucht z.B.) umgesehen. Das hat die Lust aufs schreiben wieder in mir geweckt.
Als ich mir heute mal durchlas, was ich da vor 2 Monaten zusammenfabrizierte erkannte ich, dass ich so ziemlich alles falsch gemacht hatte, was man nur falsch machen kann! ._.

Das ist ein nebenprojekt, an dem ich schon eine ganze weile dran rumtüftelte. Es währe ums verrecken schade, wenn ich das jetzt einfach wegwerfen würde.

Deshalb habe ich mich entschieden, das bisschen was ich da geschrieben hatte, nochmal komplett neu zu schreiben. Die Storyline bleibt aber ungefähr die selbe.

Also, ich werde diesen Thread so bald wie möglich mit -hoffentlich besserem- Inhalt füllen! =3

Lg, WeirdHusky
 
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