Bestellung aus dem Ausland - Kostenübersicht

Alpensteinbock

Mitglied
Mitglied seit
19 Okt 2013
Beiträge
337
Vielleicht kann es den einen oder anderen interessieren, Abschätzung aufgrund eigener Erfahrung:

Bei Bestellungen eines Fursuits aus dem Ausland (bzw. In Europa außerhalb der Freihandelszone) sind teilweise hohe Mehrkosten zu berücksichtigen, diese sind meist nicht im Kostenvoranschlag eines Fursuit-Baus einbegriffen, da der betreffende Fursuit-Builder sie nicht übernimmt/oder im Voraus nicht kennt.
-

  • Postspesen, bei internationalen Versand in Standardpacket (bis zu ca. 0,5x0,5x0,5m) bis zu 150 Euro reguläre Post (Eilsendungen können bis zu 3x so viel kosten) + Versicherung inklusive (seriöse Hersteller senden nichts ohne Tracking und Versicherung, und das ist es wirklich wert !)
  • Beim Import einer Ware wird die Einfuhrumsatzsteuer / Zollgebühren fällig, diese können + 17-22% des reinen Fursuit-Preises ausmachen. Die Steuer wird aufgrund des angegebene Warenpreises berechnet, entweder von dem versicherten Wert des Packets geschätzt, oder das Zollamt kann die Rechnung /Überweisungsaufträge verlangen
Grundsätzlich gilt das der Zoll jedes größere Packet (und daher wahrscheinlich höherer Wert) verzollt, mit viel Glück kann es sein das das Packet nicht angehalten wird, allerdings von Diskussionen weiß ich, das ist eher die Ausnahme als die Regel.

Nun einige Punkte die mir dennoch noch nicht ganz klar sind:


  • Bei Kauf eines Fursuits bei einem angemeldet Fursuiters stellt dieser eine Rechnung aus, somit bezahlt er eigentlich Steuern bereits im Herstellerland, ist daher die zusätzliche Steuer legal*
  • Ist es legal das Postspesen (die ja kein Produkt darstellen) in die Steuer einfließen * ? Also eventuell beim Fursuitbauer nachfragen ob er die Rechnung rein auf das Produkt ausstellt und die Postspesen (die zumeist erst am Ende eines Auftrags überwießene werden) separat behandelt.*
  • * ja xD
 
Zuletzt bearbeitet:

Fiete Langohr

Mitglied
Mitglied seit
1 Sep 2013
Beiträge
2.626
Hatte mir mal T-Shirts aus den USA bestellt und mich Ähnliches gefragt. Ein Kumpel von mir ist Zöllner und hat mich darauf hingewiesen, dass es sich bei der Abgabe nicht um eine Mehrwertsteuer sondern um die Einfuhrumsatzsteuer handelt. Die gibt es auch in Österreich und betrifft alle Waren, die aus Drittländern (nicht EU) eingeführt werden. Bei der Berechnung fließen der Warenwert und die Transportkosten mit ein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Möhre

Mitglied
Mitglied seit
30 Dez 2008
Beiträge
1.289
Vergiss nicht, dass die Einfuhrumsatzsteuer (MWST ist nur im inländischen Warenverkehr!) auf den Kaufpreis PLUS Versand zu zahlen ist.

Beispiel: Der Suit kostet 1500 Euro. Der Versand 150. Die 19% Steuer wird also auf die Gesamtsumme von 1650 Euro erhoben.
Auf diese dann schon 1963,50 Euro kommen DANN nochmal die Zollgebühren von bis zu 12% oben drauf. Macht 2199,12 Euro Gesamtkosten.

Nach Möglichkeit sollte man deshalb mit einer Suitschmiede in Übersee einen Deal machen, indem eine fingierte Rechnung beigelegt wird, die möglichst niedrig, aber dennoch glaubwürdig ist, z.B. 500-800 Dollar. Eine entsprechende Überweisung per Paypal o.ä.. sollte man natürlich auch geleistet haben. Da die meisten Suitbauer aber eh 30% Anzahlung verlangen, und dies nicht selten 600-700 Dollar sind, sollte das kein Problem sein.
 

Alpensteinbock

Mitglied
Mitglied seit
19 Okt 2013
Beiträge
337
Das/Die Problem/e mit solch einer fingierten Rechnung wurde schon mal hier angesprochen,

- die Versicherungssumme des Packets (die bei fehlenden Unterlagen als Richtwert herangezogen wird) kann in diesem Fall nicht den angegebenen Rechnungspreis übersteigen – bei Verlust oder Beschädigung bleibt der Käufer daher auf die Differenz sitzen.


- Ob der Verkäufer überhaupt auf einen solchen Deal eingeht ? - vor allem in Anbetracht das Rechnungen als legale Dokumente betrachtet werden können (und daher andersartige Angaben als Bilanzfälschung angesehen werden könnten ?). Ganz sicher wird der Verkäufer eine Ware nicht als "Geschenk" deklarieren, das ist nämlich ganz klar illegal.


- Der Käufer riskiert falls Diskrepanzen dem Zoll auffallen im besten Fall nur eine Nachzahlung des vollen Betrags, im schlimmsten Fall kommt Bussgeld / mögliche Anzeige (?) hinzu.
 

MartinRJ

Mitglied
Mitglied seit
17 Sep 2008
Beiträge
558
Ich habe gelesen dass man Fursuits nicht als maßgeschneidertes Fursuit deklarieren muss (beim Zoll) sondern auch als etwas günstigeres deklarieren kann, solange es eine gültige Deklaration ist, z.B. als Karnevalskostüm oder ähnliches, weil das wesentlich günstiger ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Möhre

Mitglied
Mitglied seit
30 Dez 2008
Beiträge
1.289
Das/Die Problem/e mit solch einer fingierten Rechnung wurde schon mal hier angesprochen,

- die Versicherungssumme des Packets (die bei fehlenden Unterlagen als Richtwert herangezogen wird) kann in diesem Fall nicht den angegebenen Rechnungspreis übersteigen – bei Verlust oder Beschädigung bleibt der Käufer daher auf die Differenz sitzen.
Was kaum einer weiß: Die Versicherungssume deckt eh maximal 800 Dollar ab, d.h., selbst wenn die Rechnung in voller Höhe ausgestellt ist, kriegt man von der versicherung nur einen Bruchteil wieder.


- Ob der Verkäufer überhaupt auf einen solchen Deal eingeht ? - vor allem in Anbetracht das Rechnungen als legale Dokumente betrachtet werden können (und daher andersartige Angaben als Bilanzfälschung angesehen werden könnten ?). Ganz sicher wird der Verkäufer eine Ware nicht als "Geschenk" deklarieren, das ist nämlich ganz klar illegal.
Illegal ist nur das, was sich auch beweisen lässt. Trotz großflächiger Überwachung durch Geheimdienste bezweifle ich irgendwie, dass der deutsche Zoll meine Emails liest. Im Gegensatz zu Onlineshops klickt man bei Fursuits ja eben nicht auf den Bestellen-Button, sondern führt erstmal eine rege Kommunikation per Mail oder Messenger, bis der endgültige Preis fest steht.


- Der Käufer riskiert falls Diskrepanzen dem Zoll auffallen im besten Fall nur eine Nachzahlung des vollen Betrags, im schlimmsten Fall kommt Bussgeld / mögliche Anzeige (?) hinzu.
Gegenfrage: Woher soll der Zoll wie gesagt wissen, was denn der volle Betrag ist? Da ist ne Rechnung über 800 Dollar drin. Dazu kriegt er nen Paypal-Beleg über die Zahlung eben jener 800 Dollar. Mehr will der Zoll gar nicht haben und ist völlig zufrieden damit.
Für meinen eigenen Suit hat man mich beim Zoll von satten 527 Euro erleichtert. Bei umgerechnet etwa 1600 Euro, die der Suitbauer bekommen hatte. Ich sehe nicht ein, dem Staat jemals nochmal so viel Geld in den Hals zu werfen. Mein Suitbauer hatte keine Rechnung mitgeschickt, ich musste deshalb Teile der Mailkommunikation ausdrucken, in der der Kostenvoranschlag stand. Und natürlich die jeweiligen Paypal-Belege. Und damit war der Beamte schon sichtlich gefordert.
Ich bin recht oft beim Zoll und weiß in etwa, wie das Volk da funktioniert.

Mal angenommen, du schickst dein Suit zur Reparatur oder wegen Änderungen zurück, und bekommst es danach im Rahmen der Garantie repariert wieder? Deiner Ansicht zufolge wäre es ja quasi illegal, das dann als "Geschenk" zu deklarieren. Da muss dann auch ne Art Rechnung rein, die eine kostenfreie Reparatur - oder gegen eine geringe Gebühr - belegt. Das geht aus eigener Erfahrung problemlos. Solange Rechnung und Deklaration schlüssig sind, ist der Zoll völlig zufrieden.
 

Alpensteinbock

Mitglied
Mitglied seit
19 Okt 2013
Beiträge
337
@MartinRJ


Ja, das habe ich auch von Fursuit-bauern gehört bzw. sie deklarieren "Selbst-gebautes Kostüm"

@Chandra-Ravi


Gut zu wissen - ja, ist ganz schon bitter wenn genügend Geld für einen Teilsuit nur für sowas draufgeht :cry:

Mir ist weiters eingefallen, falls ich einen Fursuit bei einer Versteigerung oder von Privaten kaufe, wird dieser sicher nicht eine Rechnung ausstellen - der Zoll kann daher sicher nicht mehr als eine Kostenbestätigung verlangen / PayPal -Kommunikation als Beleg.

Hinterher ist man immer klüger...

Mit den Informationen hier kann ich schon mal was anfangen, falls ich noch was in Erfahrung bringe poste ich es hier
 

Alpensteinbock

Mitglied
Mitglied seit
19 Okt 2013
Beiträge
337
Ich kann jetzt Chandra-Ravi ´s Kommentar zur Versicherung nur bestätigen - ist ein Witz, ein geschätzter 3000++ USD Quadsuit wird um max. 500USD versichert :evil:
 

Alpensteinbock

Mitglied
Mitglied seit
19 Okt 2013
Beiträge
337
Das klingt nicht gut.. hat die Post deinen Suit verschlampt? :(
Nope, zum Glück nicht meiner (einen Quadsuit würde ich auch nicht überleben :lol: ) - habe aber einen e-mail Austausch mit einem Fursuit-Builder wegen Kosten und Kostenanagabe gehabt und am Ende ist diese Geschichte herausgekommen - Quadsuit ist aber anscheinend am Ende doch heil in Schottland angekommen
 

Alpensteinbock

Mitglied
Mitglied seit
19 Okt 2013
Beiträge
337
Weiß jemand zufällig wie es mit den Kosten bei Bestellungen aus England in die (Festland-)EU aussieht - Engalnd ist ja Teil der EU, allerdings gilt noch das Pfund bzw. gilt Zollfreier Import ?
 

Silver Horse

Verrückter Nachbar von Nebenan
Mitglied seit
14 Jan 2014
Beiträge
351
ich hab da mal was :) gruss silver !

[h=1]Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland[/h] Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung:
Päckchen und Pakete können schnell und ohne großen Aufwand nach Großbritannien verschickt werden. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt drei Tage. Soll ein Paket jedoch in die sogenannte Zone B, das heißt die Highlands und die nördlichen Inseln versandt werden, muss mit einem zusätzlichen Tag Versanddauer gerechnet werden.
Zollerklärungen müssen Sie für den Versand in das Vereinigte Königreich nicht ausfüllen, denn der Staat ist Mitglied der Europäischen Union. Jedoch sollten Sie beachten, dass für die Isle of Man und die Kanalinseln (Jersey als Hauptinsel), obwohl sie zu Großbritannien gehören, gesonderte Versandbedingungen gelten.
Versandvorbereitungen:
Essenziell für den Postversand ist eine korrekte Adressierung des Pakets:
- Name der Empfängers
- Hausnummer und Straße
- Bestimmungsortes
- Postleitzahl
- Bestimmungsland
Auf das Paket muss das Bestimmungsland GROßBRITANNIEN bzw. UNITED KINGDOM plus entweder GREATBRITAIN oder ROYAUME-UNIDEGRANDE-BRETAGNE geschrieben werden.
Außerdem verlangt die britische Post, dass die Telefonnummer des Empfängers auf dem Paket vermerkt wird.
Zollerklärung Großbritannien:
Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union erleichtert den Versand nach Großbritannien dahingehend, dass das Ausfüllen von Zollerklärungen nicht notwendig ist.
Waffen und Waffenteile, Sperrgut, Gefahrgut und Verbotsgut dürfen nicht auf dem Postweg nach Großbritannien verschickt werden (Stand: Juli 2011).
Das britische Finanzministerium HM Revenue & Customs (HMRC) (Kontakt über das Kontaktformular auf der Website) und der deutsche Zoll (0351/44834-510 für Privatpersonen und 0351/44834-520 für Unternehmen) können Ihnen bei eventuellen Fragen Antworten bereitstellen (Stand: Juli 2011).
Auch an die Botschaften können Sie sich bei Gesprächsbedarf wenden. Über die Kontaktformulare auf der jeweiligen Homepage können Sie Kontakt zur deutschen Botschaft in London sowie zur britischen Botschaft in Berlin aufnehmen, oder unter der Festnetznummer 030/20457-0 (Stand:Juli 2011).
 

TayatheDemon

Mitglied
Mitglied seit
12 Nov 2013
Beiträge
374
Hallöle, ich bin nun seit 1 einem Monat stolze Besitzerin einer Prepaid Kreditkarte
und da ich mir Fell von fabric.com kaufen möchte was jetzt nicht
die Welt kosten und unter den Warenwert von 21 € bleibt :)
und nun meine frage wird das Geld von alleine abgebucht wenn die karte
auf der Seite "Regestriert" ist xD hoffe ihr könnt mir helfen :)
 

Alpensteinbock

Mitglied
Mitglied seit
19 Okt 2013
Beiträge
337
Kleiner Update - anscheined hat die amerikanische Post (und da die meisten Suitbauer in den US gefunden werden können vielleicht relevant) ihre Preise seit Jahresbeginn ziemlich angezogen :oops:
 

Similar threads

Oben