Auszug: Splitter der Ewigkeit

Chrono-Eternae

Frischling
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((Anmerkung: Dies ist nur ein Teil eines Geschichtenkomplexes an dem ich derzeit arbeite. - WIP))

Kapitel X.1
ZEIT: ÄON x, Jahr 13 700 654 320 oder 20.06.2000 nach Erdbewohnerzeitrechnung(n. EbZ)
ORT: Rand der Ewigkeit - Sphäre der Welten


"Wie viele Jahrhunderte es wohl nun wieder her ist", fragte sich nachdenklich Chrono Eternae. Das silberhäutige, filigranwirkende menschenähnliche Wesen saß wie so oft vor den Kugeln in dieser Sphäre und blickte in seinem Exil auf die Fenster in Fremde Welten. Die silberweißen langen Haare hingen, wie ein Schleier weit hinter ihm wurzelgleich im Halbkreis auf seiner Rückseite, zu Boden. Er hielt dabei eine Kugel fest in seinen zarten Händen vor sich und blickte voller Sehnsucht starr in das Bild was sich ihm dort bot. Ein Seufzer entfuhr ihm unbewusst - gefolgt von einer Stimme, ob diese nur eingebildet war oder Wirklichkeit, war schwer zu sagen. Denn in einer Ebene der Existenz, in der man aktuell nur alleine residierte gab es dafür wenig Anhaltspunkte zur Einschätzung.
"Du vermisst sie doch auch?... Die Erde oder eher das was die anderen Ewigen daraus gemacht haben", hallte es leise flüsternd durch die Sphäre der Welten.
"Wie könnte ich Sie nicht vermissen? Gaia schafft es immer wieder diese Welt so zielsicher zu rekonstruieren und doch vollkommen innovativ neuzugestalten", began der ewige Beobachter den Dialog mit dem unsichtbaren Schwärmend. "Möchtest du nicht sehen und vorallem erleben, was er diese Mal an dieser Welt verändert hat. Reizt es dich nicht die Welt mit eigenen Augen zu erkunden, als nur durch dieses limitierte kleine Fenster", sprach der ungesehene fast schon verächtlich anklagend. "Ich weiß auf was du hinaus willst. Die Verlockung ist groß... Doch ich kann meinen Posten nicht verlassen. Du weißt was die letzten Male passiert ist. Meine Anwesenheit erzeugt ein zu großes Ungleichgewicht.", belehrte Chrono melancholisch und tadelnd den anderen. "Die Alternative sollte dir klar sein. Schicke einen von UNS. Erlebe die Schöpfungen der elementaren Kräfte durch zum Beispiel meine Augen", versuchte die Entität den Ewigen zu verführen.
"Ich weiß genau wer da spricht. - DICH CHAOSES WERDE ICH MIT SICHERHEIT KEIN WEITERES MAL AUF DIE JENSEITIGE WELT LOSLASSEN!", herschte Chrono die dunkle Persönlichkeit, die in seinem tiefsten Inneren verschlossen war, erbost an. Diese schien daraufhin wieder zu verstummen und ließ dem Beobachter am Rand der Ewigkeit allein in der Stille zurück.

Auch wenn der Versuch unerwartet plump war um sich Freigang zu verschaffen. Hatte Chrono Chaoses einen reizenden Gedanken ins Spiel gebracht. Natürlich könnte er Chrono Re genauso wenig losschicken. Er würde ebenso die Erde durch seine Kreuzzüge für die Ordnung und das Licht ins Ungleichgewicht stürzen und so zerstören.
Was könnte Chrono nur tun um seinen Durst nach Abenteuer und Entdeckungen zu stillen.

Er grübelte einige Zeit gedankenversunken. Die Folgen seiner Entscheidung konnten schwerwiegend sein und die Verantwortung des Hüters des Gleichgewichts sind groß. Vergingen Minuten, Stunden oder Tage. Es war schwer in diesem zeitlosen Raum zu sagen.
Letzendlich kam dem Weisen eine Idee, doch sie war sehr gewagt. Die Möglichkeit auszuschöpfen erschien aber als lohnender Versuch gegen die Tristesse der Einsamkeit dieser Einöde.
Durch Zufall wurden damals Chrono Chaoses und Chrono Re in einem Moment der inneren Zerrissenheit geschaffen. Wenn man es kontrolliert steuert, könnte man möglicherweise eine weitere Persönlichkeit hervorbringen die im Sinne des Balance handelt und unbehelligt die Welten in der jenseitigen Ebene erkundet. Sie dürfte auch deutlich schwächer mit weniger Kräften als die anderen beiden Persönlichkeiten, da draußen dennoch gut zurecht kommen. Der Entschluss war gefasst, der silberne Wächter ließ die Kugel der Erde wieder frei zu den anderen Welten schweben und erhob sich schnurstracks zum Portal um sein gewähltes Ziel zu erreichen.
Ohne sich nochmal umzublicken, durchschritt er das steinernde Pfeiler umsäumte Tor und zog seinen Haarschleier unbeschwert hinter sich her.

An der Kreuzung der Pfade, hielt der Ewige nochmal inne. Einen Hauch von Zweifel überkamen das zerbrechlich wirkende Wesen. "Auch ich muss meine Möglichkeiten erproben dürfen , sowie es auch Melina, Neptun, Flamens und Gaia gemacht hatten", murmelte Chrono Eternae zu sich selbst, um seine Skepsis an seinem eigenen Plan zu zerschlagen. Der togatragende 30 jährig-wirkende Mann wendete sich mit neuem Mut der Pforte zur Quelle der Elemente zu und passierte diese ohne weiteres zögern.

ORT: Rand der Ewigkeit - Quelle der Elemente

Ehrfürchtig hielt der im Exil lebende Wächter vor der Szenerie inne, die sich ihm hier bot. Unzählige Male hatte Chrono Eternae dort verweilt und die Gebilde beobachtet, die seit seinem ersten Erwachen an diesem Ort dort entschanden sind. Angefangen beim silbrig, knorrigen und blätterlosen Kristallbaum im Zentrum des steinerenden Plateaus, welcher seine Wurzeln quer durch die ganze Ebene der Plattform wuchern ließ. Die Triebe des Baums reichten sogar bis in den mysteriösen Nebel, der diesen Ort umschloß und gegenüber der restlichen unendlichen Leere, die sonst den Rand der Ewigkeit dominierte, abgrenzte. Mit jedem Besuch schien der Ort wieder etwas gewachsen zu sein. Bei seinem ersten Aufenthalt konnte der einzige Bewohner, diesen Platz mit wenigen 100 Schritte durchschreiten, nun schien die Entfernung von der Eingangspforte zum Zentrum auf einige Meilen vergrößert worden zu sein. Genauso wie auch die Kristalle und ihre Felder, die sich um diese Energiequellen herumgebildet hatten.
Der silberhaarige Mann ließ seinen Blick über die ihn allseits faszinierende und merkwürdige Ebene schweifen. Sie wirkte so unnatürlich und unwirklich und doch war sie näher an der Realität als jeder andere Ort am Rande der Ewigkeit.

In der einen Ecke war der braune Kristalls Gaias, gesäumt in einem Bett aus Baumwurzeln, Felsformationen und verschiedenen Sandarten die sich wüstenähnlich in Dünen drum herum auftürmten.90 ° weiter vom Baum aus gesehen, befand sich in einem Vulkankrater in einem Meer aus Lava und Feuers der rote, trotz der unwirklichen Umgebung umrankte Kristalls Flamens. Teile des flüßigen Gesteins tropften glühend über die Kante der Plattform ins Nichts.Eine weitere Vierteldrehung vom Zentrum aus schwebte in luftiger Höhe und berüht vom Geäst der Baumkrone der gelbe Kristall Melinas. Ein steter Zephir umströmte diese Quelle der Macht und brachte dadurch sanft die Zweige zum tanzen und wippen.
Von Chronos Ausgangspunkt aus befand sich Gaias Kristall zu seiner linken. Zu seiner rechten befand sich ein See aus klarem sauberen Wasser, welches unentwegt aus dem blauen Kristall Neptuns und den Nebelwolken die ihn umgaben zutropfen schienen. Über der Wasseroberfläche wurde der Edelstein von einer Säule aus Baumextremitäten gehalten. Das überschüßige Wasser zog mehrere kleine Bäche über die Ebene und schien am Rand einfach in die Leere zu fließen oder beim auftreffen mit der Lava und Wüste der anderen Elementaren einfach zu versiegen.

Der Hüter des Gleichgewichts genoß die Atmosphäre dieses magisch, mythischen Ortes und setzte über eine Brücke aus kristallinen Wucherungen seinen Weg zum Zentrum und zum Stamm des großen Gewächses fort. Je näher er der Mitte kam um so auffälliger wurden die anderen beiden Kristalle für den Besucher dieses Ortes. Direkt über der Krone des silbrigen Monuments schwebte weißlich strahlend, fast wie eine Sonne, der Kristall Nayrus. Während man durch den Teilweise durchsichtigen, gläsernwirkenden Boden unter den tiefsten liegenden Gliedern des "hölzernen Wächters" am Rande des Materiellens den violett-schwarz bedrohlich schimmernden Kristalls Anarchias.

Je näher Eternae seinem Ziel kam, umso deutlicher spürte er seine Verbindung mit diesem ungewöhnlichen Gewächs. Seine Haare begannen genauso zu schimmern, wie es bei der Rinde dieses stummen Riesens der Fall war. Eine meditative Ruhe schien sich über den Ort auszubreiten. Das Plätschern, Zischen, Wehen, Brodeln und Lodern wurde stiller. Die Dynamik des Ortes schien inne zu halten, die magischen Schilde um die erwähnten Machtkristalle blitzten auf und der Verkörperung der Ewigkeit entfuhr ein tiefer melancholischer Seufzer. Dieser Ort führte dem unglücklichen Wesen stets aufs neue seine Aufgabe und Pflicht vor Augen, über die jenseitige Welt zu wachen und das Gleichgewicht zwischen den Elementen und obendrein zwischen Schöpfung und Zerstörung zu bewahren. Nur an diesem Zeitlosen Ort konnte er dies bewerkstelligen, auch wenn es ihn so verdammte in der Einöde dieses Exils zu leben.
Doch möglicherweise gab es dafür einen Ausweg - er führte sich erneut seinen Plan vor Augen.

Schon einmal ist es ihm, wenn auch unbewusst in einem Moment der Schwäche, gelungen sich und seine Persönlichkeit zu spalten. Abbilder von seiner Person zu schaffen, durch die er die Welt da draußen besuchen, sehen und erleben konnte. Unglücklicherweise waren damals Chrono Chaoses und Chrono Re viel zu mächtig und viel zu Extrem in ihren Ansichten, als das sie das Gleichgewicht des Universum nicht beeinflusst und gefährdet hätten. Sie mussten deshalb aufgehalten und zurück in Chrono Eternae verbannt werden. Auf sie konnte sich der ewige Beobachter der Geschicke der jenseitigen Welten nicht verlassen. Es musste etwas oder jemand neues her. Bedauerlicherweiße konnte Chrono Eternae keine Herolde wählen, wie die anderen Elementar-Götter um durch ihre Augen zu sehen und Taten zu vollbringen. Ebenso beschränkten sich die Kräfte des Wächters nur darauf Kräfte anderer zu verstärken, zu schwächen oder umzulenken. Er selbst konnte aus sich heraus nichts schaffen oder beschwören, nur das was er bei sich hatte oder in ihm steckte.
Das Experiment sollte kontrolliert ablaufen und er würde bei Fehlschlägen wissen, was er tun müsste um das Ergebnisse wieder zu beseitigen. So hatte die Erfahrung mit den Beiden Wesen seiner Selbst auch was gutes gehabt. Er atmete nocheinmal tief durch, blickte sich um um sich zu versichern das ihn nichts unterbrechen oder hindern würde.

Der Ewige nahm sich daraufhin ein Stück von der kristallinen, harten Borke des Baumes und hieltes fest umklammert in der Hand und betrachtete es ausgiebig. Das Bruchteil der Rinde wurde erstmal ausgiebig inspiziert, es hatte scharfe Kanten und wirkte ausserordentlich stabil. Perfekt. Ausgestreckt hielt das fahlhäutige Wesen das Werkzeug für seinen Plan vor sich. Hielt kurz inne, atmete noch ein letztes Mal tief aus und rammte sich das spitze Ende mit voller Kraft in seine Brust. Dabei durchstieß er die anfänglich fleischig wirkende Hülle seines Körpers und diese fing an Risse an der Eintrittsstelle zu bekommen. Er zog das Stück der Borke wieder aus sich. Glücklicherweise spürte er schon lange keine Schmerzen mehr. Sein Ziel hatte er erreicht, das Gefäß was seiner Existenz etwas Materielles gibt, konnte er beschädigen um so an seine innere Essenz zu kommen. Sein temporäres Werkzeug ließ er fallen und griff behänd zu seinem frisch geschaffenen Riss in seiner Brust. Vorsichtig und konzentriert extrahierte die verletzte Entität einen Splitter aus seinem Körper, eine geheimnisvolle Aura umgab dieses Bruchstück. Die Risse begannen sich nach kurzer Zeit wieder wie von selbst zu schließen und die ursprünglich Form herzustellen.

Nach reiflicher Inspektion und Analyse dieses Fragmentes legte Chrono Eternae, dieses in den Schoß des Baumes vor ihn und berühte anschließend gedankenversunken den Stamm der magischen Pflanze. In der Sprache der Göttlichen rezitierte der Hüter der Ewigkeit einige Elementar-Mantren um die Kräfte der Kristalle um sich herum zu nutze zu machen und durch die Wurzeln in den Splitter zukanalisieren. Dieser vollführte eine sonderbare Transformation während des Rituals, ähnlich wie die Entwicklung nach der Befruchtung einer Eizelle, startete ein Prozess in dem sich aus der Scherbe allmählich ein Wesen mit Armen, Beinen und Kopf formte. Es war eine Menschliche Kreatur zu Menschlich. Chrono Eternae erschrak und hielt sofort inne als er sah was er dort geschaffen hatte. Es stand ein Menschlicher Mann im Adamskostüm "An... dieses Gesicht. Ich hätte es beinahe vergessen. So viele Äonen ist es nun her. Kannst du sprechen... an was erinnerst du dich?", wollte der unsterbliche von der neugeschaffenen Kreatur wissen. "Geschlafen. So lange geschlafen. Habe ich geträumt... Chrono Eternae... Ich beginne mich zu erinnern.... Wir waren eins", stammelte unsicher die menschenähnliche Kreatur, das blond-braune Haupt fragend schief gelegt.

Die Verkörperung der Ewigkeit legte seine rechte Hand auf die Stirn seines gegenübers und sprach die magischen Worte in der Sprache der Göttlichen: "Ich, Chrono Eternae, erkläre dich hiermit zu meinem Herold. Was du siehst, sehe auch ich. Mein Willen soll durch deine Taten geschehen. Ich leihe dir einen Teil meiner Macht" - es geschah... nichts. Ein tiefes enttäuschtes Grollen entfuhr dem silberhaarigen fahlhäutigen Wesen.

Das humanoide Ebenbild der Gottheit blickte interessiert mit leicht schräg geneigten Kopf in das ratlose und enttäuschte Gesicht seines Gegenübers. Über den Mythischen Ort hatte sich eine große Stille ausgebreitet - alles schien darauf zu warten, was nun passieren würde.
"Was mache ich jetzt mit dir?", wollte das magische Wesen von dem Abkömmling wissen. "Möglicherweise...", mit ernstem Blick zu dem vor ihm Nackt darstehenden Sproß seiner selbst sagend, "... kann ich dich kontrollieren?" Für das normale Auge unsichtbar erweiterte sich ein Teil der magischen Aura, die den Ewigen umgab aus und streckte ihren Einflussbereich in die Richtung des bisher Namenlosen aus. Der Wille des silbrig hellhäutigen Wesens schien den anderen zu durchdringen - dieser beobachtete das Geschehen mit tiefster Faszination. Anscheinend sah er die Metaphysiche Ebene auf der sich diese Machtmanifestion abspielte. Doch weder Furcht, noch Widerstand oder Akzeptanz zeichnete sich bei dem schwächeren ab. Dessen ungeachtet verfehlte der psychische Dominierungsversuch seine Wirkung und ging genauso ins Leere, wie der vorherige Versuch den Neuling zum Herold zu machen, um ihn so zu steuern und lenken zu können.

Frustration übermannte den ansonsten auf dieser Sphäre so Mächtigen. Chrono Eternae verzog angespannt das Gesicht. Dieses Experiment nahm eine deutlich andere Wendung als von ihm erwartet. Einen weiteren unkontrollierbaren Splitter seiner Selbst konnte er momentan wirklich nicht brauchen. Vorallem wäre so den Sinn seiner Schöpfung nicht erfüllbar. Der togatragende Beobachter wollte Augen und Ohren in der jenseitigen Welt haben. Nicht noch einen weiteren Unsicherheitsfaktor um den er sich letzendlich kümmern oder diesen gar beseitigen müsste.
Abschätzend legte sich der Langhaarige nun eine Strategie zurecht, wie er weitertaktieren sollte um das ganze zu einem angemessenen Ausweg zu bringen ohne zu viel der seinigen Ressourcen verschwendet zu haben. Seine frisch erweckte Kreation strahlte, trotz der eigentlich angespannten Situation, dauerhaft Gelassen- und Besonnenheit aus - beinahe so als ob ihn kein Wässerchen trüben könnte. Wortlos nahm der Splitter die Musterung in Kauf und schien in einem Art Zustand der Demut und zurückhaltenden Neugierde für das Orginal zu sein,welches motionslos auf den kleineren zuschritt.

"Es wäre wohl am Besten dich wieder zurück in mein inneres Endloses Reich zu verbannen... das Risiko erscheint zu groß im Vergleich zum Nutzen", äußerte der Wächter offen und unverholen seine Absicht und packte mit seiner schmalen, langfingrigen Hand das humanoide Wesen an der Gurgel und umschloss mühelose obgleich sachte den Hals des wenige Dezimeter, mickrige Wirkenden. Obgleich des offensichtlich aggressiven Verhaltens ihm gegenüber, setzte sich dieser überhaupt nicht zu wehr. Ließ den größeren gewähren als er einhändig in die Luft gehoben wurde.
"Du hast recht Chrono - es wäre unlogisch etwas unkontrollierbares los zu schicken. Auch wenn wir den Selben Wunsch haben, die Welt da draußen zu entdecken, zu spüren und zu erleben.", stammelte der Menschenähnliche Splitter des Ewigen leicht resigniert und dessenungeachtet einsichtig. Mitgefühl überkam den ansonsten so einsamen Beobachter der fernen Welten und er hielt inne in seinem Vorhaben. "Ich versuche die Wiedervereinigung so angenehm wie möglich zu machen... es tut mir aufrichtig Leid, das ich deine so kurze Existenz so wieder zurück in die ursprüngliche Stasis verbannen muss", bedauerte der Silberhaarige etwas geknickt, weil sein ehemaliges Spiegelbild anscheinend ihm prägnant in vielen Charakterzügen ähnlich war.

Der Gleichgewichtswächter der Welten spürte, wie der Zweifel ihn beschlich und sein Plan die flüchtige Existenz des anderen einfach so auszulöschen erlosch. Zeit zum Umdenken und Evaluation der aktuellen Situation und Möglichkeiten. Bestünde etwa die Chance zumindestens einen Gefährten hier vor Ort zu haben, der ihm Gesellschaft leisten könnte bei seiner Aufgabe - schließlich wäre der blond-braunhaarige eine gelungene Abwechslung zur sonst so zerstreuungsarmen Atmosphäre diesen Ortes. Das mächtige Kristallkernwesen bereitete einen Zauber vor und konzentrierte seinen Geist auf seine linke Zeigefingerspitze. Zeitgleich setze er den ihm Gleichenden auf den Boden vorm rätselhaften Baum ab und legte die rechte Hand auf die Rinde des kräfteleitenden Gewächses. Im selben Atemzug wie er die magischen Worte "SLEEP" sprach. Dabei Energie aus dem Luft-Elementar-Kristall über die Wurzeln des Gebildes zoges und diese in der Stirn des vermeintlich schwächeren entlud.

Ein Erfolg - der Mann im Adamskostüm sackte bewusstlos zusammen, wurde aber durch den Weisen sanft aufgefangen und im Schoß des der sonderbaren Pflanze gebettet. Es machte den Eindruck, das das Geschöpf friedlich mit einem Lächeln schlummerte. Während Chrono Eternae die Eventualitäten abwog und gewissermaßen über das Schicksal dieser Neugewonnen Option entschied.
Tief in Kontemplation versunken, wurde der Silberhäutige Filigranwirkende aus seinem Gedankengang urplötzlich herausgerissen. "Was war das für ein Bild?! Habe ich mir das eingebildete...", murmelte der Ewige irritiert. Gleich darauf noch ein Bild als Gedankenblitz und sogar Stimmen, die ihm mehr als bekannt vorkamen. Es waren seine tiefere eigene und die Stimme des Neulings, die etwas höher lag - nur das dieser nach wie vor im Reich der Träume lag und auch nicht sprechen konnte. Der Wächter suchte mit seinen psychischen Kräften nach der Ursache dieser Störung und lokalisierte sie schnell. Mit geschlossenen Augen konzentrierte er sich auf die empfangenen Signale in seinem Kopf und war verblüfft was sich ihm nun zeigte.

Chrono Eternae durchlebte noch einmal das Erwachen der Splitterkreatur, den gescheiterten Versuch diesen zum Herold zu machen, die Gespräche. Nur dieses Mal erfuhr er die Ereignisse nicht durch seine Augen und Sinne sondern, durch die des Jungens vor ihm, der durch seine Träume augenscheinlich seine Erlebnisse an den Ewigen übermittelte. Sprachlos, regungslos und etwas fassungslos ließ er den Film und Töne über sich hereinbrechen. "Atemberaubend", hauchte der Beobachter einige Minuten nach dem Ende der "Show" und mit einer kleinen Träne im Augenwinkel betrachtete er das zerbrechlich erscheinende Ding, das dort auf dem Boden lag.
"Es gibt nun definitiv viel zu planen und auszuprobieren", offenbahrte der nun nicht mehr gänzlich Einsame und infolge dessen nickte zufrieden der Gott. Durch das Portals fortstürmend, seinen Langen Haarschleier schnell hinter sich herziehend. Davon bekam der zierliche Mensch nichts mit und harrte unbehelligt unbewusst im magischen Habitat auf die Dinge die da noch kommen würden.
 
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Zad

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Du hast gute Ansätze und dir da echt was interessantes "gebastelt", ich werde zwischendurch mal reinschauen und meinen Senf dazugeben.aber ich muss jetzt schon sagen ich finde das für mich als Hauptcharakter zu mächtig ich wüsste nicht was da großartig für Hürden auftreten sollen und so könnte Spannung fehlen, aber mal schauen was draus wird ^^
 

Silvana

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Das klingt schon mal äußerst interessant^^
 

Chrono-Eternae

Frischling
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Du hast gute Ansätze und dir da echt was interessantes "gebastelt", ich werde zwischendurch mal reinschauen und meinen Senf dazugeben.aber ich muss jetzt schon sagen ich finde das für mich als Hauptcharakter zu mächtig ich wüsste nicht was da großartig für Hürden auftreten sollen und so könnte Spannung fehlen, aber mal schauen was draus wird ^^
((Anmerkung: An dieser Stelle gesagt, das es eine HauptStoryline mit Göttern, die das Gesamte Universum geschaffen haben gibt. Diese sind aber Personifiziert worden und waren sogar früher mal Menschlich - dadurch nicht in allen Aspekten perfekt. Um diese Elementar-Götter geht es in dieser Geschichte nur beiläufig. Auch der Chrono Eternae (Die Personifikation des "Elements" Ewigkeit) wie ich Ihn jetzt beschreibe, wird letzendlich nicht der direkte Protagonist sein. Soviel vorweg. :D))
 
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Zad

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Na dann schau ich mal gespannt wie sich die Geschichte entwickelt und das er nicht der hauptprotagonist ist finde ich interessant .freu mich schon wenn es weiter geht . ich hatte halt nur die Befürchtung das die Probleme in der Welt wo er jetzt hingeht für ihn zu leicht zu lösen sind, hoffe das ist zu verstehen (und ich rechne mit Götterkloppe^^)
 

Chrono-Eternae

Frischling
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((Anmerkung: direkte Fortsetzung - wurde im ersten Post angefügt))

ZEIT: ÄON x, Jahr 13 700 654 320 oder 21.06.2000 nach Erdbewohnerzeitrechnung
ORT: Rand der Ewigkeit - Quelle der Elemente

Ehrfürchtig hielt der im Exil lebende Wächter vor der Szenerie inne, die sich ihm hier bot. Unzählige Male hatte Chrono Eternae dort verweilt und die Gebilde beobachtet, die seit seinem ersten Erwachen an diesem Ort dort entschanden sind. Angefangen beim silbrig, knorrigen und blätterlosen Kristallbaum im Zentrum des steinerenden Plateaus, welcher seine Wurzeln quer durch die ganze Ebene der Plattform wuchern ließ. Die Triebe des Baums reichten sogar bis in den mysteriösen Nebel, der diesen Ort umschloß und gegenüber der restlichen unendlichen Leere, die sonst den Rand der Ewigkeit dominierte, abgrenzte. Mit jedem Besuch schien der Ort wieder etwas gewachsen zu sein. Bei seinem ersten Aufenthalt konnte der einzige Bewohner, diesen Platz mit wenigen 100 Schritte durchschreiten, nun schien die Entfernung von der Eingangspforte zum Zentrum auf einige Meilen vergrößert worden zu sein. Genauso wie auch die Kristalle und ihre Felder, die sich um diese Energiequellen herumgebildet hatten.
Der silberhaarige Mann ließ seinen Blick über die ihn allseits faszinierende und merkwürdige Ebene schweifen. Sie wirkte so unnatürlich und unwirklich und doch war sie näher an der Realität als jeder andere Ort am Rande der Ewigkeit.

In der einen Ecke war der braune Kristalls Gaias, gesäumt in einem Bett aus Baumwurzeln, Felsformationen und verschiedenen Sandarten die sich wüstenähnlich in Dünen drum herum auftürmten.90 ° weiter vom Baum aus gesehen, befand sich in einem Vulkankrater in einem Meer aus Lava und Feuers der rote, trotz der unwirklichen Umgebung umrankte Kristalls Flamens. Teile des flüßigen Gesteins tropften glühend über die Kante der Plattform ins Nichts.Eine weitere Vierteldrehung vom Zentrum aus schwebte in luftiger Höhe und berüht vom Geäst der Baumkrone der gelbe Kristall Melinas. Ein steter Zephir umströmte diese Quelle der Macht und brachte dadurch sanft die Zweige zum tanzen und wippen.
Von Chronos Ausgangspunkt aus befand sich Gaias Kristall zu seiner linken. Zu seiner rechten befand sich ein See aus klarem sauberen Wasser, welches unentwegt aus dem blauen Kristall Neptuns und den Nebelwolken die ihn umgaben zutropfen schienen. Über der Wasseroberfläche wurde der Edelstein von einer Säule aus Baumextremitäten gehalten. Das überschüßige Wasser zog mehrere kleine Bäche über die Ebene und schien am Rand einfach in die Leere zu fließen oder beim auftreffen mit der Lava und Wüste der anderen Elementaren einfach zu versiegen.

Der Hüter des Gleichgewichts genoß die Atmosphäre dieses magisch, mythischen Ortes und setzte über eine Brücke aus kristallinen Wucherungen seinen Weg zum Zentrum und zum Stamm des großen Gewächses fort. Je näher er der Mitte kam um so auffälliger wurden die anderen beiden Kristalle für den Besucher dieses Ortes. Direkt über der Krone des silbrigen Monuments schwebte weißlich strahlend, fast wie eine Sonne, der Kristall Nayrus. Während man durch den Teilweise durchsichtigen, gläsernwirkenden Boden unter den tiefsten liegenden Gliedern des "hölzernen Wächters" am Rande des Materiellens den violett-schwarz bedrohlich schimmernden Kristalls Anarchias.

Je näher Eternae seinem Ziel kam, umso deutlicher spürte er seine Verbindung mit diesem ungewöhnlichen Gewächs. Seine Haare begannen genauso zu schimmern, wie es bei der Rinde dieses stummen Riesens der Fall war. Eine meditative Ruhe schien sich über den Ort auszubreiten. Das Plätschern, Zischen, Wehen, Brodeln und Lodern wurde stiller. Die Dynamik des Ortes schien inne zu halten, die magischen Schilde um die erwähnten Machtkristalle blitzten auf und der Verkörperung der Ewigkeit entfuhr ein tiefer melancholischer Seufzer. Dieser Ort führte dem unglücklichen Wesen stets aufs neue seine Aufgabe und Pflicht vor Augen, über die jenseitige Welt zu wachen und das Gleichgewicht zwischen den Elementen und obendrein zwischen Schöpfung und Zerstörung zu bewahren. Nur an diesem Zeitlosen Ort konnte er dies bewerkstelligen, auch wenn es ihn so verdammte in der Einöde dieses Exils zu leben.
Doch möglicherweise gab es dafür einen Ausweg - er führte sich erneut seinen Plan vor Augen.

Schon einmal ist es ihm, wenn auch unbewusst in einem Moment der Schwäche, gelungen sich und seine Persönlichkeit zu spalten. Abbilder von seiner Person zu schaffen, durch die er die Welt da draußen besuchen, sehen und erleben konnte. Unglücklicherweise waren damals Chrono Chaoses und Chrono Re viel zu mächtig und viel zu Extrem in ihren Ansichten, als das sie das Gleichgewicht des Universum nicht beeinflusst und gefährdet hätten. Sie mussten deshalb aufgehalten und zurück in Chrono Eternae verbannt werden. Auf sie konnte sich der ewige Beobachter der Geschicke der jenseitigen Welten nicht verlassen. Es musste etwas oder jemand neues her. Bedauerlicherweiße konnte Chrono Eternae keine Herolde wählen, wie die anderen Elementar-Götter um durch ihre Augen zu sehen und Taten zu vollbringen. Ebenso beschränkten sich die Kräfte des Wächters nur darauf Kräfte anderer zu verstärken, zu schwächen oder umzulenken. Er selbst konnte aus sich heraus nichts schaffen oder beschwören, nur das was er bei sich hatte oder in ihm steckte.
Das Experiment sollte kontrolliert ablaufen und er würde bei Fehlschlägen wissen, was er tun müsste um das Ergebnisse wieder zu beseitigen. So hatte die Erfahrung mit den Beiden Wesen seiner Selbst auch was gutes gehabt. Er atmete nocheinmal tief durch, blickte sich um um sich zu versichern das ihn nichts unterbrechen oder hindern würde.

Der Ewige nahm sich daraufhin ein Stück von der kristallinen, harten Borke des Baumes und hieltes fest umklammert in der Hand und betrachtete es ausgiebig. Das Bruchteil der Rinde wurde erstmal ausgiebig inspiziert, es hatte scharfe Kanten und wirkte ausserordentlich stabil. Perfekt. Ausgestreckt hielt das fahlhäutige Wesen das Werkzeug für seinen Plan vor sich. Hielt kurz inne, atmete noch ein letztes Mal tief aus und rammte sich das spitze Ende mit voller Kraft in seine Brust. Dabei durchstieß er die anfänglich fleischig wirkende Hülle seines Körpers und diese fing an Risse an der Eintrittsstelle zu bekommen. Er zog das Stück der Borke wieder aus sich. Glücklicherweise spürte er schon lange keine Schmerzen mehr. Sein Ziel hatte er erreicht, das Gefäß was seiner Existenz etwas Materielles gibt, konnte er beschädigen um so an seine innere Essenz zu kommen. Sein temporäres Werkzeug ließ er fallen und griff behänd zu seinem frisch geschaffenen Riss in seiner Brust. Vorsichtig und konzentriert extrahierte die verletzte Entität einen Splitter aus seinem Körper, eine geheimnisvolle Aura umgab dieses Bruchstück. Die Risse begannen sich nach kurzer Zeit wieder wie von selbst zu schließen und die ursprünglich Form herzustellen.

Nach reiflicher Inspektion und Analyse dieses Fragmentes legte Chrono Eternae, dieses in den Schoß des Baumes vor ihn und berühte anschließend gedankenversunken den Stamm der magischen Pflanze. In der Sprache der Göttlichen rezitierte der Hüter der Ewigkeit einige Elementar-Mantren um die Kräfte der Kristalle um sich herum zu nutze zu machen und durch die Wurzeln in den Splitter zukanalisieren. Dieser vollführte eine sonderbare Transformation während des Rituals, ähnlich wie die Entwicklung nach der Befruchtung einer Eizelle, startete ein Prozess in dem sich aus der Scherbe allmählich ein Wesen mit Armen, Beinen und Kopf formte. Es war eine Menschliche Kreatur zu Menschlich. Chrono Eternae erschrak und hielt sofort inne als er sah was er dort geschaffen hatte. Es stand ein Menschlicher Mann im Adamskostüm "An... dieses Gesicht. Ich hätte es beinahe vergessen. So viele Äonen ist es nun her. Kannst du sprechen... an was erinnerst du dich?", wollte der unsterbliche von der neugeschaffenen Kreatur wissen. "Geschlafen. So lange geschlafen. Habe ich geträumt... Chrono Eternae... Ich beginne mich zu erinnern.... Wir waren eins", stammelte unsicher die menschenähnliche Kreatur, das blond-braune Haupt fragend schief gelegt.

Die Verkörperung der Ewigkeit legte seine rechte Hand auf die Stirn seines gegenübers und sprach die magischen Worte in der Sprache der Göttlichen: "Ich, Chrono Eternae, erkläre dich hiermit zu meinem Herold. Was du siehst, sehe auch ich. Mein Willen soll durch deine Taten geschehen. Ich leihe dir einen Teil meiner Macht" - es geschah... nichts. Ein tiefes enttäuschtes Grollen entfuhr dem silberhaarigen fahlhäutigen Wesen.

((Fortsetzung folgt - ebenso noch Korrekturen einfach schon zu spät))
 
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Zad

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Ist sehr interessant ,wird auch langsam spannender.bin gespannt was als nächstes passiert und freue mich auf mehr
 

Silvana

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Da hat es nicht auf Anhieb so geklappt wie er wollte. Mal sehen wie es weiter geht^^
 

Chrono-Eternae

Frischling
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((Anmerkung: direkte Fortsetzung - wurde beim ersten Post angefügt))

Das humanoide Ebenbild der Gottheit blickte interessiert mit leicht schräg geneigten Kopf in das ratlose und enttäuschte Gesicht seines Gegenübers. Über den Mythischen Ort hatte sich eine große Stille ausgebreitet - alles schien darauf zu warten, was nun passieren würde.
"Was mache ich jetzt mit dir?", wollte das magische Wesen von dem Abkömmling wissen. "Möglicherweise...", mit ernstem Blick zu dem vor ihm Nackt darstehenden Sproß seiner selbst sagend, "... kann ich dich kontrollieren?" Für das normale Auge unsichtbar erweiterte sich ein Teil der magischen Aura, die den Ewigen umgab aus und streckte ihren Einflussbereich in die Richtung des bisher Namenlosen aus. Der Wille des silbrig hellhäutigen Wesens schien den anderen zu durchdringen - dieser beobachtete das Geschehen mit tiefster Faszination. Anscheinend sah er die Metaphysiche Ebene auf der sich diese Machtmanifestion abspielte. Doch weder Furcht, noch Widerstand oder Akzeptanz zeichnete sich bei dem schwächeren ab. Dessen ungeachtet verfehlte der psychische Dominierungsversuch seine Wirkung und ging genauso ins Leere, wie der vorherige Versuch den Neuling zum Herold zu machen, um ihn so zu steuern und lenken zu können.

Frustration übermannte den ansonsten auf dieser Sphäre so Mächtigen. Chrono Eternae verzog angespannt das Gesicht. Dieses Experiment nahm eine deutlich andere Wendung als von ihm erwartet. Einen weiteren unkontrollierbaren Splitter seiner Selbst konnte er momentan wirklich nicht brauchen. Vorallem wäre so den Sinn seiner Schöpfung nicht erfüllbar. Der togatragende Beobachter wollte Augen und Ohren in der jenseitigen Welt haben. Nicht noch einen weiteren Unsicherheitsfaktor um den er sich letzendlich kümmern oder diesen gar beseitigen müsste.
Abschätzend legte sich der Langhaarige nun eine Strategie zurecht, wie er weitertaktieren sollte um das ganze zu einem angemessenen Ausweg zu bringen ohne zu viel der seinigen Ressourcen verschwendet zu haben. Seine frisch erweckte Kreation strahlte, trotz der eigentlich angespannten Situation, dauerhaft Gelassen- und Besonnenheit aus - beinahe so als ob ihn kein Wässerchen trüben könnte. Wortlos nahm der Splitter die Musterung in Kauf und schien in einem Art Zustand der Demut und zurückhaltenden Neugierde für das Orginal zu sein,welches motionslos auf den kleineren zuschritt.

"Es wäre wohl am Besten dich wieder zurück in mein inneres Endloses Reich zu verbannen... das Risiko erscheint zu groß im Vergleich zum Nutzen", äußerte der Wächter offen und unverholen seine Absicht und packte mit seiner schmalen, langfingrigen Hand das humanoide Wesen an der Gurgel und umschloss mühelose obgleich sachte den Hals des wenige Dezimeter, mickrige Wirkenden. Obgleich des offensichtlich aggressiven Verhaltens ihm gegenüber, setzte sich dieser überhaupt nicht zu wehr. Ließ den größeren gewähren als er einhändig in die Luft gehoben wurde.
"Du hast recht Chrono - es wäre unlogisch etwas unkontrollierbares los zu schicken. Auch wenn wir den Selben Wunsch haben, die Welt da draußen zu entdecken, zu spüren und zu erleben.", stammelte der Menschenähnliche Splitter des Ewigen leicht resigniert und dessenungeachtet einsichtig. Mitgefühl überkam den ansonsten so einsamen Beobachter der fernen Welten und er hielt inne in seinem Vorhaben. "Ich versuche die Wiedervereinigung so angenehm wie möglich zu machen... es tut mir aufrichtig Leid, das ich deine so kurze Existenz so wieder zurück in die ursprüngliche Stasis verbannen muss", bedauerte der Silberhaarige etwas geknickt, weil sein ehemaliges Spiegelbild anscheinend ihm prägnant in vielen Charakterzügen ähnlich war.

Der Gleichgewichtswächter der Welten spürte, wie der Zweifel ihn beschlich und sein Plan die flüchtige Existenz des anderen einfach so auszulöschen erlosch. Zeit zum Umdenken und Evaluation der aktuellen Situation und Möglichkeiten. Bestünde etwa die Chance zumindestens einen Gefährten hier vor Ort zu haben, der ihm Gesellschaft leisten könnte bei seiner Aufgabe - schließlich wäre der blond-braunhaarige eine gelungene Abwechslung zur sonst so zerstreuungsarmen Atmosphäre diesen Ortes. Das mächtige Kristallkernwesen bereitete einen Zauber vor und konzentrierte seinen Geist auf seine linke Zeigefingerspitze. Zeitgleich setze er den ihm Gleichenden auf den Boden vorm rätselhaften Baum ab und legte die rechte Hand auf die Rinde des kräfteleitenden Gewächses. Im selben Atemzug wie er die magischen Worte ((Anmerkung: Englisch gewählt um zu verdeutlichen, das es eine andere Sprache wie sonstige Unterhaltungssprache ist. - welches in dem Fall die Sprache der Göttlichen ist. Hingegen die Sprache der Magie, die Sprache der Ewigen ist. Ggf wird dies noch durch ne Fiktiven Sprache in Endfertigung umgewandelt)) "SLEEP"sprach. Dabei Energie aus dem Luft-Elementar-Kristall über die Wurzeln des Gebildes zoges und diese in der Stirn des vermeintlich schwächeren entlud.

Ein Erfolg - der Mann im Adamskostüm sackte bewusstlos zusammen, wurde aber durch den Weisen sanft aufgefangen und im Schoß des der sonderbaren Pflanze gebettet. Es machte den Eindruck, das das Geschöpf friedlich mit einem Lächeln schlummerte. Während Chrono Eternae die Eventualitäten abwog und gewissermaßen über das Schicksal dieser Neugewonnen Option entschied.
Tief in Kontemplation versunken, wurde der Silberhäutige Filigranwirkende aus seinem Gedankengang urplötzlich herausgerissen. "Was war das für ein Bild?! Habe ich mir das eingebildete...", murmelte der Ewige irritiert. Gleich darauf noch ein Bild als Gedankenblitz und sogar Stimmen, die ihm mehr als bekannt vorkamen. Es waren seine tiefere eigene und die Stimme des Neulings, die etwas höher lag - nur das dieser nach wie vor im Reich der Träume lag und auch nicht sprechen konnte. Der Wächter suchte mit seinen psychischen Kräften nach der Ursache dieser Störung und lokalisierte sie schnell. Mit geschlossenen Augen konzentrierte er sich auf die empfangenen Signale in seinem Kopf und war verblüfft was sich ihm nun zeigte.

Chrono Eternae durchlebte noch einmal das Erwachen der Splitterkreatur, den gescheiterten Versuch diesen zum Herold zu machen, die Gespräche. Nur dieses Mal erfuhr er die Ereignisse nicht durch seine Augen und Sinne sondern, durch die des Jungens vor ihm, der durch seine Träume augenscheinlich seine Erlebnisse an den Ewigen übermittelte. Sprachlos, regungslos und etwas fassungslos ließ er den Film und Töne über sich hereinbrechen. "Atemberaubend", hauchte der Beobachter einige Minuten nach dem Ende der "Show" und mit einer kleine Träne im Augenwinkel betrachtete er das zerbrechlich erscheinende Ding, das dort auf dem Boden lag.
"Es gibt nun definitiv viel zu planen und auszuprobieren", offenbahrte der nun nicht mehr gänzlich Einsame und infolge dessen nickte zufrieden der Gott. Dabei durch das Portals fortstürmend, seinen Langen Haarschleier schnell hinter sich herziehend. Davon bekam der zierliche Mensch nichts mit und harrte unbehelligt unbewusst im magischen Habitat auf die Dinge die da noch kommen würden.

((Anmerkung: Fortsetzung folgt))
 
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Silvana

die Trolljägerin
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Sehr interessant.
Die Taten parallel zum Sprechen würde ich jedoch nicht so trennen "...*...*..."
Das ist im Chat zwar üblich, jedoch eigentlich so geregelt "...."...eh er fortfuhr:"...."
oder "...."..."...", fügte er hinzu, oder "..." Er machte eine Pause und seufzte. "..."
 

Chrono-Eternae

Frischling
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Sehr interessant.
Die Taten parallel zum Sprechen würde ich jedoch nicht so trennen "...*...*..."
Das ist im Chat zwar üblich, jedoch eigentlich so geregelt "...."...eh er fortfuhr:"...."
oder "...."..."...", fügte er hinzu, oder "..." Er machte eine Pause und seufzte. "..."
Hast definitiv auch recht.
Nachdem ich es rekapituliert habe, wurde diese Zeilen abgeändert. Hatte mir in der ursprünglichen Variante ebenso wenig wie dir gefallen
 

Zad

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Ja es wird immer interessanter du hast einen dauerhaften Leser bekommen und ich finde deinen Schreibstil aber noch interessanter, Vorallem wie du Sachen beschreibst.dass gefällt mir alles insgesamt sehr gut .freue mich auf mehr
 
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Chrono-Eternae

Frischling
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Kapitel x.2 Der Pfad zu neuen Möglichen
ZEIT: ÄON x, Jahr 13 700 654 320 oder 22.06.2000 nach Erdbewohnerzeitrechnung (n. EbZ)
ORT: Rand der Ewigkeit - Quelle der Elemente

Der kleine braunäugige Neuankömmling erhielt ohne große Störung einen gut behüteten Schlaf in der Abgelegenheit dieses geheimnisvollen Ortes, an dem sich sonst kein anderes Wesen befand. Außer dem ungewohnt geschäftigen, an den riesigen sonderbaren Baum sitzenden und ominös summenden Chrono Eternae. Dieser bearbeitete emsig mit einem aus edelsteinen-gefertigten und sehr stabil wirkenden Messers ein Stück von der Rinde des Kristallbaumes unter dem der junge Mann ruhte. Dabei flüsterte er unter anmutig erscheinenden Gesten in der Sprache der Ewigen: "Scales from a Dragons Body... Horns working as antenna... Violet color of Twilight... Grey Color of Balance..." und lenkte dabei etwas der Kraft aus dem braunen Erdkristall in das Fragment der Borke in seinen Händen. Je länger er daran schnitzte umso mehr nahm es die Form einer Maske in Gestalt eines Drachengesichtes an. Violett-silbern schimmerte dieses magische Kunstwerk, während behände der Ewige die letzten Feinheiten ausarbeitete und dabei ein paar kleine funkelnde Späne zu Boden glitten. Wie viele Stunden es nun waren, die das bleiche Wesen an dem Kunstwerk arbeitete, waren nicht nachvollziehbar. Eines war jedenfalls klar, die Gottheit legte viel Mühe sein Handwerk perfekt auszuführen und Fehler dabei zu vermeiden.

Chrono Eternae hielt inne, streckte die Maske vor sich aus und betrachtete sie ausführlich. "Ja, das sollte reichen. Es ist schon eine Weile her... das ich diese konzentrierte Form der Erdmagie verwendet habe um mich selbst zu verwandeln." Der Beobachter besann sich zurück auf seine Versuche des Formwandelns mit Hilfe der Erdmagie, wie es sonst nur Gaia und seine Herolde vermochten. Durch seinen Kristallenen Kern, war es dem Ewigen unmöglich sein innerstes zu verändern. Er konnte nur die Fassade seiner selbst umgestalten und sich ein flüchtiges neues Äußeres zu geben. Die Kunst des Maskenformens war eine Idee auf die Ihn damals Chrono Chaoses gebracht hatte, die die Kunst Perfektioniert hatte um ihre geheimen Intrigen zu schmieden und die anderen Ewigen hinters Licht zu führen. "Gerissene heimtückische Schlange... aber brillant und listig durchaus", hauchte er anerkennend, "Aber ich denke es wird Zeit auszuprobieren, ob ich diese Innovation von ihr auch selber replizieren kann." Der schlanke Toga-tragende Mann erhob sich von seiner Arbeitsstelle und schritt schnurstracks zum nackten schlummernden Wesen auf dem Wurzelbett, dabei die Maske fest umklammert.

Der silberhaarige konzentrierte sich erneut und fokussiert sich auf den gelben Luftkristall. Durch seinen Willen und das von ihm vollführte Ritual zog er etwas Kraft aus der Elementarquelle. Diese leitete er abermals auf seine Zeigefingerspitze mit der er die Stirn des unschuldig-aussehenden kleineren Jungen tippte. „Wake up.“ Der kleine verletzliche Mensch blickt leicht gähnend, mit einer Mischung aus Neugierde und Bewunderung sein gegenüber an, und erwartete anscheinend vollkommen angstfrei wie es nun weiterging.

„Erstmal... wir sollten dir nun endlich mal einen Namen geben. Ansonsten könnte es spätestens in der Welt außerhalb des Randes der Ewigkeit etwas merkwürdig für dich werden“, erhob der Gott dieses Reiches die Stimme und fügte anschließend hinzu, „Normalerweise, haben die anderen Splitter von mir sich selbst den eigenen Namen gegeben. Doch bei dir denke ich, werde ich den Namenspaten machen. Letztendlich seid ihr Splitter von mir, Chrono Eternae. Also wunder dich nicht wenn die Göttlichen oder andere höhere Wesen dich so ansprechen, weil sie meine Aura in dir erkennen. Du kannst ebenso den Namen verwenden. Doch in diesem Reich bist du Chrono Paradoxas.“ Der Name hallte durch die Quelle der Elemente, eine besondere Stille erhob sich im Raum und gab diesen Worten eine geeignete Bühne. Chrono Paradoxas nickte und neigt sein Kopf leicht schräg als er sprach: „Das scheint ein passender Titel zu sein.“ Ein kurzes Lächeln huschte über das Gesicht beider Wesen.

„Ich werde dir nun meinen Plan erläutern, wenn ich deine Neugierde und Persönlichkeit richtig einschätze, dürfte auch dir diese Idee sehr gefallen. Äußerlich scheinst du alles das zu sein, was ich einst als Mensch war. Zerbrechlich... schwach... klein... Doch im Inneren sehe ich den unbändigen Wissensdurst durchblicken. Die Logischen Fähigkeiten Dinge zu analysieren und zu bewerten. Der stille Beobachter zu sein um die Welt da draußen besser zu verstehen. Wir sind uns innerlich sehr ähnlich... und oberflächlich so anders. Du scheinst voller Gegensätze. Sehr interessant“, schmunzelte der silberhaarige Hochgewachsene bei seinen wohldurchdachten Ausführungen.
 

Zad

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649
Netter Teil,hatte mich schon fast gefragt ob es überhaupt weitergeht.Es wird auf jeden Fall immer interessanter und ich Freue mich darauf wenn die Reise losgehen kann
 

PainchanArt

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20 Nov 2010
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Bis jetzt sehr interessant :D wusste gar nicht das du schreibst bis ich vorhin hier im Forum über die Geschichte gestolpert bin . :lol:
 

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