Alltag

Swift

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2 Dez 2008
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Schon als er die Tür öffnete, wusste Trevor, dass es ein verdammt schlechter Tag sein würde. Und das lag nicht an den dunklen Wolken oder dem ströhmendem Regen; es war einfach einer dieser Tage, die nichts Gutes bringen konnten.
Der junge Fuchs zog seine Jacke zu. Er zündete sich eine Zigarette an, nahm einen tiefen Zug, stieß den Rauch durch die Zähne aus, zog die Tür ins Schloss und ging los. Der Regen prasselte auf ihn herunter. Sein Kopffell war schnell nass, doch es kümmerte ihn nicht. er stapfte zu seinem Auto, stieg ein und fuhr los. Die Musik sprang zeitgleich mit dem Motor an. Es waren Lieder voller Herzschmerz, Sehnsucht und Verlangen, die ihn bis zu seinem Ziel um die Ohren wehten. Begleitet wurden sie vom stetigen Klacken der Scheibenwischer.
Als er bei der Arbeit ankam, kochte er sich erstmal einen Kaffee. Das tat ihm gut. Es war still. Außer ihm war niemand da. Eigentlich gab es auch nicht wirklich was zu tun. Seine Kollegin würde erst in 4 Stunden eintreffen, kurz bevor die ersten Besucher kamen.
Nachdem Kaffee las er Zeitung, löste das Kreuzworträtsel und lachte schmunzelte in verachtener weise über das Horoskop, dass ihm Glück in der Liebe vesprach. Aber an Glück in der Liebe konnte sich Trevor nicht mehr erinnern. Und dann kamen sie wieder. Die Gedanken an ihn. Er sah seine Augen vor sich. Seufzend legte er Zeitung weg, stand auf und suchte sich Arbeit. Doch die Gedanken an ihn begleiteten ihn.
4 Stunden später, auf die Minute genau, kam seine Kollegin. Noch ein Kaffee, noch eine Zigarette, ein kleiner Plausch. Und die Gedanken waren bei ihm. Sie beschäftigten sich miteinander, unterhielten sich, betreuten die Besucher. Und die Gedanken waren bei ihm.
6 Stunden später. Feierabend. Trevor setzte sich wieder ins Auto und fuhr nach Hause. Die Musik war die selbe, aber es hatte aufgehört zu regnen. Als er zu Hause ankam, zog er sich um, machte den PC and kochte sic einen Tee. Kaum war der PC hochgefahren, öffnete sich ein Fenster.
Hi
Trevor seufzte.
Hey...
Er war es. Trevor unterhielt sich mit ihm. Das übliche gechatte. Wie es einem geht, wie der Tag war, ein paar Neuigkeiten und so weiter.
Ein paar mal wollte er die drei Worte tippen, die er schon so lange in sich trug. Drei Worte, die viel macht hatten, die alles verändern können. Er ließ die Pfoten von der Tastatur.
Es wurde spät. er verabschiedete sich. Und mit dem Fenster schloss sich eine weitere Chance. eine Chance, die vergebens war.
Er legte sich schlafen...träumte von ihm. Und als er aufwachte ging alles von vorne los...
 

Motig

Guest
Eine Traurige Geschichte die immer und immer wieder wiederholen scheint. Ich kannte das selbst noch zu gut und weiß daher wie es ist. Kann mich sehr gut mit der Story Identifizieren und finde das sehr schön geschrieben.

Ist schön beschrieben der Tagesablauf, von Morgenfrüh bis Heut Abend.
 
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