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Thema: Die Sünden der Künstler!

  1. #1
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    Standard Die Sünden der Künstler!

    Nun aber zu den Sünden der Künstler~

    Trotz allem was man falsch machen kann gibt es ebenso viele Fehler bei den so genanten Künstlern.
    Ich versuch mich kurz zu halten.
    Gibt es neben den Verantwortungen die Zeichner ihren Kunden gegenüber haben noch andere die es für sie zu beachten gäbe?
    -Wie hoch darf ein Künstler seine Preise treiben?
    -Wie viel Zeit darf er sich nehmen um ein normales Bild zu beenden?
    -Welche Ansprüche hat er auf die verwertung seiner Werke?
    Das sind noch die einfachen Sachen schwieriger wird es bei den Künstlern die sehr viele Comics machen die sie immer frei veröffentlichen.

    Diese Zeichner schaffen sich damit wie Autoren und Schrifsteller einen gwissen Fanclub,
    Leute die ihre Bilder lieben und schätzen...aber auch darauf hoffen und warten immer weitere zu sehen.
    Darf man sagen das sie diesen Leuten eine gewisse Verantwortung gegenüber haben oder ist es wirklich überheblich? Einer meiner Lieblingscomics wurde unbegründet lange Zeit ausgesetzt und das erste Bild mit dem sich der Künstler wieder gemeldet hat war völlig unter seinem Standart und eine echte Beleidigung möchte man mal sagen.
    Natürlich kann man niemanden zwingen zu zeichnen aber haben Künstler die Fans haben nicht auch eine gewisse Pflicht?

    Etwas anderes zeigt sich vor allem auf Furaffinity,
    viele der bekanntesten Künstler scheinen sich nicht mehr mit dem zu begnügen was sie mit ihren Comissions verdienen und lassen sich von Paysides anwerben. Soll man jetz um jeden seiner Favoriten zu verfolgen sich auf verschiedenen Seiten anmelden und bei jeder ca. 15$ im Monat bezahlen weil es die verehrten Zeichner nicht mehr für nötig halten offen weiter zu zeichnen und ihre Fans grade mal alle drei Monate mit einem absolut billigen Gnadenbild auf FA zu beehren?

    Das Fandom lebt doch dadurch das wir uns gegenseitig mit Kunst erfreuen
    und anständig für Comissions bezahlen damit auch die Zeichner ihr Brot verdienen. Wenn jetz jeder Künstler gierig wird und seine Werke nur noch überteuert zur Schau stellt wird das dem fandom ein riesen Stück seiner Schönheit nehmen wie ich finde, man kann auch sagen es verfällt dem reinen Komerz
    Alles hier lebt durch den gesunden Ausgleich von geben und nehmen, wenn jetz beide Seiten Künstler und Fans nicht langsam zur Vernunft kommen wird's irgendwann kein richtiges Fandom mehr geben.

    Kunden werden immer undankbarer und unverschämter und dadurch werden die Künstler auch immer egoistischer und komerzieller weil sie sich das nicht mehr bieten lassen und ihren Teil vom Kuchen wollen...oder einfach so immer gieriger werden~


    Also was denkt ihr darüber???




  2. #2
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    Standard

    Wenn man sich mit Kunst gegenseitig erfreuen will, sollte kein Geld verlangt werden. Es sollten mehr persönliche Geschenke oder Kopien sein.

    -Wie hoch darf ein Künstler seine Preise treiben?
    -Wie viel Zeit darf er sich nehmen um ein normales Bild zu beenden?
    -Welche Ansprüche hat er auf die verwertung seiner Werke?

    Beliebig, da der Künstler der Dienstleistende ist.
    Ich bin die verstrahlte Opiumkatze.

    Identitätsfindung gelungen. Und immer brav eure Zeit nutzen

  3. #3
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    Standard

    Was willste hören mein Freund..? Du hast ja schon sehr gut gesagt, was bei den Künstlern abgeht.

    Ich meine, da ich eh keinen von den "bekannten" Fandomkünstlern in meinem Freundeskreis habe, mache ich mir um diese Seite nicht wirklich einen Kopf.

    Ich persönlich bleibe bei den Künstlern, die ich schätze, mag und dessen Zeichnungen mir einfach gefallen. Da isses mir egal, ob diese im Fandom zur "Elite", wie man ja das so schön sagt, gehören. Oder nicht.

    Fakt is aber, das ein paar Künstler doch gerne mal richtig Geld nehmen. Darum bin ich ja der Meinung, dass man sich erst informieren sollte, bevor man übern Daumen gepeilt, einfach ne Commi abgibt.

    Nun weis ich allerdings nicht, wie viel der Zeichner diese Bilder, Skizzen etc. hauptberuflich machen und davon leben. Aber ich wäre z. B. nicht bereit für ein "einfaches" Bild mal nen heißen Huni übern Tisch fliegen zu lassen. Da muss ich Prioritäten setzen.

    Is ne verzwickte Sache. Sicher müssen die Zeichner überleben aber wenn man kann sich doch nicht nur noch von Commis hochhalten. Und auf sone Pay-Seite würde ich im Leben nicht gehen. So weit geht dann die Liebe nicht.


    Zeitlich würde ich sagen, soll sich ein Künstler die Zeit nehmen, die er brauch. Logo, is mal ne Anfrage im normalen Ton drinne aber für ist jedes Bild das gezeichnet wird ein Unikat. Und sowas is nicht immer mal fix da hin geschmiert.


    ..Like two peas in a pod, we did everything together
    ..
    (Derjenige hats gemerkt, L.S.B.F.F.)
    Ava by Mecha


  4. #4
    Xandro Gast

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    Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, daher darf der Künstler jegliche Angebote machen die er will. Der Kunde ist ja nicht gezwungen gerade bei ihm "einzukaufen" sondern kann sich bessere Angebote hinzuziehen (Preisleistungsvergleich).

    Welchen Charakter die Künstler haben ist egal, außer man kauft gerne aus Sympathie heraus. Eine Verantwortung gibt es nicht für den eigenen Fanclub, sofern alles legal von statten geht (Übertriebenes Beispiel: Aufruf zum Massenselbstmord).

    Die Werke eines Künstlers werden durch das Urheberrecht geschützt, er darf daher so ziemlich alles damit anstellen was er möchte. Gibt er jedoch eine Lizenz für die Verwendung des Bildes, dann muss er sich an den Lizenzvertrag halten. Wenn er Beispiels ein Maskottchen anfertigt/erfindet, dass in einer großen Auflage publiziert wird und dann klagt, dass dies nicht verwendet werden darf, so kann sich der Kunde auf den Lizenzvertrag berufen und hat das Recht diese Figur zu nutzen, zumal bei der Entfernung dieser Figur auch ein gewaltiger Kostenaufwand und finanzieller Schaden Seitens des Kunden entstehen würde.

    Wer ein Bild oder eine Figur von einem Künstler verwenden möchte, für private oder kommerzielle Ziele, sollte sich (Besonders bei zweiten) bei Bedarf solch einen Lizenzvertrag geben lassen oder einen selber erstellen. Dieser darf in keinen Punkt "sittenwidrig" sein und sollte schon pro-forma mit der salvatorischen Klausel versehen werden (Wenn ein Punkt im Vertrag an Gültigkeit verliert, so verliert der Rest des Vertrags nicht an Gültigkeit).

    Privatkünstler die im kleinen Stil arbeiten, haben daher nur eine Verantwortung sich selber gegenüber. Sie müssen es ja sein, die sich jeden Tag in den Spiegel schauen. Wer Moral und Ideal über Bord wirft, verliert ein Teil von sich selber.

    Aber selbst ein Künstler mit einer hohen Fangemeinde, kann und ist in vielen Fällen besonders einsam. Es ist eben eine Eigenart von vielen Künstlern, sich zwar preisen zu lassen aber kaum emotionale Bindungen zu Einzelpersonen aufzubauen (Ausnahmen gibt es zum Glück, aber ihr wisst hoffentlich worauf ich anspiele).

    Ich sehe es daher gemischt, würde aber nie einem Künstler einen Auftrag geben, der meinen Anforderungen nicht entspricht. Bei solchen persönlichen Aufträgen spielt bei mir sogar eine gewisse Sympathie die Rolle. Ich lasse keine Wunschbilder von "Ärschen" oder "Ärschinnen" anfertigen, dass wäre eine Beleidigung für das von mir gewählte Motiv.

    Felligen Gruß:
    Xandro

  5. #5
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    Ich muss gleich noch nachträglich betonen das ich hier nur irgendwelche Meinungen äußere und hinterfrage aber nicht zwingend meine Eigene, also glaubt bitte nicht das ich alles immer so meine wie ich es schreibe!

    @Xandro: Ich schätze deine detailierte Meinung sehr und wüsste gerne mehr über deine Ansichten was den letzten Teil über die vermeindliche "Verantwortung" jedes Künstlers gegenüber dem Fandom betrifft wissen!
    Geändert von Skaith (10.03.2011 um 14:43 Uhr)

  6. #6
    MechaTikal Gast

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    Also wenn jemand mit der Zeichnerei sein Geld verdient, kann ich sehr wohl verstehen, dass sie nicht alle ihre Werke zur kostenfreien Ansicht irgendwo hochladen, sondern nur "häppchenweise", damit man dafür zahlt.

    Ehrlich gesagt ist mir das alles relativ schnuppe. Ich hab einige wirklich gute Zeichner/innen gesehen, von denen ca. 2/3 Kunst studiert haben und das nun beruflich machen.
    Aber die meisten sind, sorry dass ich das so sagen muss, nur besserer Durchschnitt. Nix, was man sich nicht mit etwas Fleiß selbst aneignen könnte.
    Und es gibt SEHR viele "Künstler", die wirklich nur bestimmte Motive zeichnen. Klar, wenn ich jeden Tag 20 Wölfe male, kann ich irgendwann Wölfe malen wie ein Gott. Aber dann halt auch nix anderes.

    Ich würde ja gern auch so gut sein, meine Bilder verkaufen und davon leben zu können. Aber auch die Werke großer Künstler verkaufen sich nach deren Tod am besten und dann habe ich auch nichts mehr davon X3

  7. #7
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    Zitat Zitat von MechaTikal Beitrag anzeigen
    Also wenn jemand mit der Zeichnerei sein Geld verdient, kann ich sehr wohl verstehen, dass sie nicht alle ihre Werke zur kostenfreien Ansicht irgendwo hochladen, sondern nur "häppchenweise", damit man dafür zahlt.
    Wenn es nur das wäre, ich sag ja nichts dagegen sich was zahlen zu lassen.
    Was mich darann ankotzt is einfach das sie dann GARNICHTS brauchbares mehr für ihre Fans tun!
    Ich kenne genug Zeichner auf FA die sich auf eine Payside verpisst haben und praktisch nichts mehr auf FA veröffentlichen außer alle zwei Monate eine billige Skizze. Wenn du ihre Bilder weiter sehen willst musste auf ne Payside und Monatlich ordentlich Geld bezahlen für ein paar Bilder. So und jetz versuch dir das mal zu leisten wenn deine Lieblingskünstler alle auf verschiedenen Seiten sind!

    Es geht einfach nich und ich empfinde trotz aller Rechte die sie dazu haben das Ganze schon irgendwie als Verrat an Fans und Fandom denn nicht jeder kann es sich leisten und somit wird das Fandom in zwei Klassen geteilt wo die besten Bilder nur der Oberschicht vorbehalten sind!
    Sind wir ein Fandom oder will wirklich jemand eine ZweiKlassenwirtschaft unter den Furrys? Werden dann bald die ersten Furrys gemobbt weil sie uncool sind und sich bestimmte Künstler nicht leisten können? Wer jetz schon was gegen Elite hat der darf sich darauf freuen was als nächstes folgt.

    (Vorsicht übetriebene Ansichten und aufbauschende Ausbrüche~)
    Geändert von Skaith (10.03.2011 um 20:02 Uhr)

  8. #8
    Xandro Gast

    Standard

    Nun gut, dann werde ich mich ausführlicher mit der "künstlerischen Verantwortung" befassen.

    Befassen wir uns doch einmal mit den gesetzlichen Aspekten eines Künstlers.

    Welches Recht hat der Künstler, was die Herstellung und Verbreitung seiner Werke angeht?

    - Die künstlerische Freiheit ist etwas, auf das sich so gut wie jeder Künstler spontan berufen würde, wenn jemand sein Kunstwerk verbieten oder zensieren möchte.

    - Damit kommen wir schon von dem Verbot, der Künstler hat das Recht alles zu zeichnen und zu malen was er möchte. Doch wenn er es publizieren will, dann muss er sich den Auflagen seines jeweiligen Landes unterordnen. So dürfen bestimmte Inhalte nicht öffentlich verbreitet werden (Beispiele fallen euch selber ein)

    Nun noch einmal zur Lizenz:

    - Wenn der Künstler Ein Bild verkauft, hat er damit automatisch eine Lizenzen für den privaten Gebrauch heraus gegeben. Jedoch muss er klare und juristisch einwandfreie Bedingungen ausschreiben, wenn es zu einer kommerziellen Nutzung kommen soll. Damit geht der Künstler eine gesetzliche Pflicht ein, wenn er das Bild verkauft.

    - Wenn der Künstler ein Exklusivrecht verkauft, dann gibt er damit noch lange nicht sein Urheberrecht ab. Es ist dem Kunden daher nicht ohne Einwilligung erlaubt, dass Bild ohne Einverständnis zu verändern. Jedoch! Wenn der Künstler dieses Motiv, also das Bild ein ZWEITES MAL verkauft, dann hat er ein Problem. Denn er darf für das Motiv/Bild (Je nach Einigung) erst dann eine zweite Lizenz ausgeben, wenn der Erstkunde, mit der ersten Lizenz mausetot ist. So lange der Kunde aber noch lebt, gehört ihm oder seiner Firma das Exklusivrecht. Es ist also sehr kompliziert, wenn es um die Auflösung dieses Rechtes kommen soll, der Künstler hat dabei die schlechteren Karten und kann im Notfall nicht einmal das Exklusivrecht zurück klagen, wenn er Beispiels nicht mit der Verwendung einverstanden ist.

    - Der Künstler steht in der Verantwortung seine Verkäufe dem Finanzamt zu melden, daher muss er eine Jahresabrechnung ablegen (Falls er die 400 Marke erreicht hat, alles darunter muss nur als "geringfügige Tätigkeit" angegeben werden, die Schwelle liegt hier ca. bei 150 Euro regelmäßiges Einkommen, es wird bis 399 Euro toleriert keine Angabe gemacht zu haben).

    Nun gut, dass Ganze gibt dem Künstler ja eine menge Rechte. Aber gibt es außer dem Gesetz noch eine weitere Form der Verpflichtung?
    Als Antwort kann man nur JAIN! Sagen, denn diese zweite Verpflichtung wäre die Moral und diese kann der Künstler sich selber ausmalen. Aber trotzdem gehen wir darauf ein.

    - Der Künstler selber ist in einem großen Portal ziemlich bekannt geworden, die Fans lieben seine Bilder und verschlingen die Comics. Jetzt aber hat er sein Potenzial erst richtig erkannt und möchte aus seinem Hobby ein Nebenverdienst machen (Daran ist moralisch noch nichts auszusetzen). Dann aber wechselt er auf ein Board, dass kostenpflichtiger Natur ist. Nun denn, die Enttäuschung vieler Fans ist groß und das Trauerspiel nimmt seinen Anfang. Alternativ hätte der Künstler ja auch einfach auf dem kostenlosen Board seine Bilder zum Kauf anbieten können? Aber wie könnte er denn seine Handlung argumentieren:

    ~ "Ich möchte meine kommerziellen Werke gerne auf einer professionellen Plattform, die einen besseren Dienst als diese hier bietet. Auch möchte ich damit mein Urheberrecht schützen und illegale Kopien vermeiden" ~

    Dies könnte und ist eventuell in vielen Fällen eine Motivation, neben dem lockenden Geld natürlich. Aber was genau verursacht er mit dieser Handlung? Ich kann mich nun auf vier verschiedene Moralaspekte beziehen:

    - Die gesellschaftliche Moral (Europa, Orient, Nordamerika) zeigt deutlich, dass ich Menschen nicht willkürlich verletze oder enttäusche. Mit dieser Handlung würde er sehr viel Unmut verursachen. An sich würde ein durchschnittlicher Mensch, sich nicht auf solch ein Portal ziehen lassen, sondern dort bleiben.

    - Die Bibel und das Christentum lehren Nächstenliebe, Fürsorge und Hilfe für Hilfsbedürftige. Dadurch wird ein gesamtes neues Bild geformt, wenn es auch nicht direkt jeden hier betrifft. So sind alle Menschen in christlich orientierten Ländern zumindest teilweise mit dieser Moral ausgestattet. Denn Nächstenliebe erfordert keinen Gottesglauben, sondern nur den Willen einem anderen Wesen Beistand zu leisten. Es wäre daher kontraproduktiv bewusst Menschen seelisch zu verletzen. Das klingt doch der ersten Moral sehr ähnlich, aber das christliche Denken hat noch eine Schramme, besonders für die Furrys: Die Akzeptanz von Furrys muss nicht gegeben sein, im schlimmsten Falle kommt es sogar zu radikalen Äußerungen wie "Gotteslästerer", "Tieranbeter", "Götzenkult" und alles was Petrus so an den Haaren herbei ziehen kann (Es gibt aber auch Furrys, die gleichzeitig Christ sein können, dass hängt vom jeweiligen Weltbild ab). Aber nun kommt die Masterfrage, die ich mir manchmal stelle:

    Sind diese Furrykünstler, mit ihren ach so tollen Bildern, in allen Fällen auch "richtige" Furrys? Ich meine ja nur, ein Furry tut einem anderen Furry doch nicht weh. Dafür ist dieses Fandom doch gar nicht geschaffen, es besteht doch auf Nächstenliebe, Verständnis und Akzeptanz. Wenn ich also einen sehr geringen und moderaten Maßstab ansetzen würde, dann würde solch ein Künstler im Grunde durchfallen und damit nicht Insider der Szene sein, sondern ein Outsider und Nutznießer! Ja so weit gehe ich mit meinen Gedanken und vielleicht noch viel weiter... Ich denke die krassesten Szenarien wären Künstler, die gleichzeitig ihre Wolfsfurrybilder machen und verbreiten und dabei ihre "echten" Wolfspantoffeln tragen und das Hirschgeweih über ihren Kamin betrachten.

    Aber nun gut, die dritte Denkweise wäre die des Geschäftsmannes, der dennoch versucht möglichst ein Furry zu bleiben. Nicht jeder Mensch hat es leicht im Leben, die finanzielle Notlage kann sogar bis zur Existenzbedrohung gehen. Sich etwas hinzuverdienen durch das Zeichnen ist da sicherlich bei einigen der nötige Faktor, damit Butter auf das Brot kommt.

    ---- Gesetzlicher Hinweis ----
    Arbeitslose Künstler, die Sozialhilfe empfangen haben die Pflicht es dem Amt zu melden, ansonsten drohen Kürzungen oder Stopps der monatlichen Zahlung.
    --- Ende ---

    Die Moral ändert sich, wenn die Person das Geld wirklich nötig hat. Weil sie eventuell psychisch oder physisch nicht in der Lage ist, auf anderem (legalen) Wege an das Geld heran zu kommen. Dabei muss eben auch ein Selbstopfer vollbracht werden. Was jedoch kein Grund liefert dieser Person eine moralische Absolution in den Hintern zu stecken. Denn man misst eben durch die Taten, die schließlich vom eigenen Denken und Charakter geleitet werden. Wer schlechte Taten vollbringt, kann noch so gute Absichten gehabt haben, sie bleiben eben schlecht. Wobei ich mich auf das durchschnittliche Denken von Gut und Böse beziehe.

    --- Mein Schlusswort für diese Predigt ---
    Selber gibt es auch so etwas wie gesellschaftliche Treue untereinander. Die Stars auf der Bühne, sind schließlich nur so lange Stars, wie wir sie dazu machen. Wenn sie daher zu ihren Fans halten, werden sie so immer etwas besonderes bleiben. Fangen sie jedoch an ihre Fans zu hintergehen, müssen sie damit rechnen, dass ihre "Kunden" (Was sie unterm Strich sind) sich von ihnen abwenden werden.

    Jeder Künstler geht daher das Risiko ein dass genaue Gegenteil zu erreichen wenn sein dem treuen Fan übel aufschlägt.

    Ein Künstler ist aber auch ein Gastgeber wie ich finde. In diesem Fall wäre die Fantasie und der Ausdruck, der in Kunst steckt die Heimstätte des Künstlers. Schließlich sind wir alle in unserem Herzen zu Hause. Wenn ich daher ein Stück "Herz" des Künstlers regelmäßig besuche. Wird es auch ein kleines bisschen Teil dieses zu Hause. Es schmerzt, wenn man etwas lieb gewonnenes wie sein Heim verliert. Daher ist es alles andere als "schön", wenn der Künstler sich spontan zurück zieht (Ob er aufhört oder zur kostenpflichtigen Seite wechselt ist egal), es ist eben ein Verlust für den Fan. Der nicht nur Eindrücke von den Kunstwerken mit sich nahm, sondern sich auch passende Gedanken, Träume und vieles mehr dazu gemacht hat. Kunst erfreut die Menschen schon seit der Steinzeit. Es wäre daher aus der Sicht eines wahren Fans, am Besten wenn der Künstler sich auch gebührend bei ihnen verabschiedet. Dass muss keine gewaltige Zeremonie sein, aber es sollte schon im moderaten Bereich sein. Damit der Fan sich auch davon lösen kann. In der Musik machen daher viele Künstler ein Abschiedskonzert, nicht nur damit sich die Fans positiv daran erinnern, sondern sich wirklich verabschieden kann (Alles hat nicht nur einen kommerziellen Zweck, es gibt auch noch gute Gedanken die mit etwas mit schwingen und Kommerz ist nicht gleich Böse).

    Ich könnte noch viele Stunden weiter schreiben, aber möchte nicht Tage warten bis jemand antwortet oder ich vergesse etwas zu trinken.

    Ich wünsche euch ein felligen Gruß!
    Xandro

  9. #9
    Rayco Gast

    Standard

    Natürlich darf ein Künstler Geld für seine Werke verlangen, aber für mich hat etwas das ich gezeichnet habe einen unerfassbaren Wert den mir niemand auszahlen kann. Jedes Bild was ein Künstler malt oder zeichnet ist auf seine eigene art einzigartig und somit ein Unikat.

  10. #10

    Standard

    Ich werde mich gezielt auf die Hauptfragen bezüglich der Künstler beschränken, die ich gut beantworten kann, da ich in den Meisten Punkten derselben Meinung bin wie Xandro.

    Zitat Zitat von Skaith Beitrag anzeigen
    -Wie hoch darf ein Künstler seine Preise treiben?
    -Wie viel Zeit darf er sich nehmen um ein normales Bild zu beenden?
    -Die Preise sind meiner Meinung nach vor allem von der Qualität der Bilder, dem (Zeit-) Aufwand und eventuell den Materialkosten (z.B. Acrylfarben, Pinsel, Leinwände oder ähnliches) abhängig.
    Ich persönlich versuche meine Leistungen einzuschätzen und sie zu den entsprechend passenden Preise anzubieten. Zur Hilfe höre ich mir immer die Meinungen mehrerer Künstler an. Meine Freundin und ich haben z.B. ziemlich ähnliche Preise. Wir orientieren uns gegenseitig aneinander und unterstützen uns.

    -Solange der Kunde keine konkrete Zeitangabe angegeben hat und/oder der Zeichner währenddessen keine private Probleme hat ist es den Künstler freigestellt wie viel Zeit er für ein Bild braucht. Meistens ist es doch so, dass Künstler durch ihre Bilder sprechen. Indem sie zeichnen verarbeiten sie Dinge. Und wenn ein Zeichner während des Skizzierens eines Auftrages den Drang verspürt ein Bild seiner Stimmungen, Ängste, Wut etc. zu zeichnen, dann sollte er sich die Zeit nehmen dürfen dies zu tun. Manchmal ersparen die Bilder eine Therapie und/oder sind gar eine. Und wenn man einem solchen Menschen diese Therapie verbietet und er nurnoch die Aufträge erledigen darf wird dieses Wesen nicht viel länger Aufträge annehmen denke ich. Zumindest wäre es bei mir so.

    ~~~

    Zum Thema kostenlose Bilder zeichnen oder Bilder verschenken kann ich folgendes aus eigenen Erfahrungen sagen:
    Ich habe etwa zwei Jahre lang Requests angenommen (kostenlose Bilder, bei denen der "Kunde" das Motiv bestimmt) und habe mich fast durchgehend ziemlich ausgenuzt gefühlt. Bilder wurden nicht kommentiert (werden sie sowieso immer seltener), man wurde nach der Abgabe des Bildes vergessen und es wurde nicht einmal gedankt.
    Normalerweise ist es doch nur gerecht wenn man jemandem für ein Geschenk dankt. Auch wenn man vorher schon weiß was es ist, es sich selbst ausgesucht hat. "Mami, ich will den roten Trecker zu Weihnachten!" ~ "*Name des Zeichners einfügen*, ich will ein Bild mit einem grünen Leoparden mit blauen Sprenkeln, lila Streifen und einem pinken Bauch, der grade auf einem Regenbogen rutscht haben!"
    So ähnlich ist es mir schon passiert. Aber hey, dann darf man sich nicht beschweren wenn die Zeichner irgendwann keine Lust mehr haben kostenlose Bilder zu malen. Denn wenn jemand für etwas bezahlt, dann heißt das
    1.) dass der Kunde seinen Auftrag ernst meint
    2.) dass der Zeichner eine ihm zustehende Belohnung für seinen Dienst gegeben wird
    3.) dass der Zeichner also nicht ausgenuzt wird.

    BTW: Meine Erfahrungen sind nicht lange her. Ich bin noch nicht so lange im "Zeichengeschäft". Aber 2 Jahre sind's "schon" in denen ich mit meinen Bildern handle.
    Ich persönlich verkaufte bisher nur unikate. Ich habe mehrere T-Shirt-Motive designed aber sie kamen nicht so gut an. ^^

    Naja, jedenfalls ist das meine Ansicht über das Thema.

    LG
    FEN


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