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Thema: Hier sollte ein Titel stehen!

  1. #1
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    Standard Hier sollte ein Titel stehen!

    Mauzenz! Aloa liebe Mitfussel und Mitfusselinen. Ich habe mich dazu ermutigt meine erste Geschichte zu schreiben. Bitte habt etwas Nachsicht was Satzaufbau und ähnliches angeht, sie ist im Schreibstil wirklich sehr Basic da ich so etwas vorher noch nie gemacht habe. Auf Fehler darf gerne hingewiesen werden. Ich werde zwei Parts in den ü18 Bereich verfrachten aufgrund des Inhalts, aber keine Sorge liebe u18er, es wird eine kleine Zusammenfassung kommen was passiert ist. Ihr verpasst also nichts. Werde die Geschichte auch komplett hier hochladen. Dann kann sich jeder das ganze Gelöt so einteilen wie es ihm am besten passt.

    Zur Geschichte an sich, sie spielt in einer Welt wie der unseren, nur mit Anthros (Hah! Welch Überraschung in einem Furry Forum!). In dieser Welt heissen einige Gegenstände anders, ein Whiskey wird da z.b. zu einem Chiskey usw. Allerdings auch nicht alles. Warum? Ich finde es war einfach ein lustiges Detail. Ich habe einige Events aus meinem eigenen Leben mit eingebaut, welche das sind überlasse ich dem Leser.
    Unter den Menschen und Borsdorfer Äpfeln sind nicht die glatten die besten, sondern die rauhen mit einigen Warzen.~Jean Paul

    Ava by Yoshi2332

  2. #2
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    HIER SOLLTE EIN TITEL STEHEN...


    ARZTBESUCH

    7:35 Uhr. Es war ein grauer, verregneter Montagmorgen. Dan betrat den wie immer etwas muffig nach altem Fell riechenden Eingangsbereich der Arztpraxis seines Hausarztes Doktor Mongrel. Die Empfangsdame, eine ältere beige Füchsin mit bereits auftretenden weissen Stellen an der Schnauze, beachtete ihn kaum und starrte auf den Monitor ihres Arbeitsrechners. Dan räusperte sich und grüsste sie: „Hallo, ich hatte den Termin um acht, Dan Burko.“ Sie schaute ihn über den Rand ihrer für ihre Kopfform viel zu eckig geratenen Brille an, gab ihr typisch monotones „Ja, Moment..“ von sich und checkte die Termindateien auf ihrem doch so heiß geliebten Bildschirm. „Ist in Ordnung, nehmen Sie bitte doch noch Platz im Wartezimmer.“ Dan nickte, drehte sich um und öffnete die Tür zur Räumlichkeit der Geplagten, welche mit vier weiteren Personen befüllt war. „Noch VIER vor mir innerhalb der nächsten halben Stunde!? Na super das dauert bestimmt wieder ewig...“, dachte er als er den Raum betrat.
    Sein Blick wanderte durch die viel zu kleine Räumlichkeit und sondierte die anwesenden Personen. In der linken Ecke des Raumes saß ein junger, normal gefärbter Waschbär mit beiden Handpfoten in Verband. Rechts neben ihm seine vermeintliche Freundin, eine attraktive Waschbärdame mit pinken Haaren. Die beiden starrten ungeduldig Löcher in die Decke und tippelten mit den Knien und Füssen auf der Stelle. Es sah aus als müssten sich beide nötig erleichtern. Rechts neben „Pinkie-Coon“, wie Dan sie sofort in Gedanken betitelte, saß mit Sicherheitsabstand eines freien Platzes eine alte, rüstige Kuhfrau. Sie blätterte durch eine dieser Bakterientempel-Illustrierten die es nur in Wartezimmern gab, während sie zwischendurch stark hustete und den Schleim ihrer Bronchien hörbar runter schluckte. „PUSHIE – Die Welt der bewegten Frau“ stand auf dem Cover des Magazins. Gegenüber vom „pfotentoten“ Waschbären saß noch ein Krokodilssenior der aus dem Fenster zu seiner linken schaute. Dan hatte aufgrund der wenigen Stühle im Raum die Wahl: Entweder sich zwischen Pinkie und Bakterientown zwängen und versuchen die Luft anzuhalten oder sich neben den Lederrentner setzen und hoffen das dieser ihm keine Gespräch über die „ach so schlimmen Neffen“ und seiner Gebrechen aufzwingen wird. Dan setze sich (mit Sicherheitsabstand eines freien Platzes) neben den Krokodilsrentner und schaute verhalten zu Boden, die Stille wurde erneut von Kuhfrau`s hartem Husten unterbrochen. Die Waschbären schauten leicht angewidert von ihr weg.
    „Sprechmichbloßnichtanichwilldashiernurhintermirbr ingenundmeinRezeptabholen!“ schoss es Dan mantra-artig durch den Kopf.
    Die Tür ging auf und eine quirlig wirkende, schwarze junge Katze mit strengem Blondzopf kam herein. „Frau Mürsi bitte!“, sagte sie und die Kuhfrau verließ die Räumlichkeit mit einem verabschiedenden lauten Sputum-Huster. Die ziemlich hohe Stimme der Katze erinnerte Dan leicht an eine freudige Bekanntschaft die er vor zwei Jahren in Wrechiko machte während eines dreiwöchigen Urlaubs. Seine Gedanken schweiften zurück an diese Zeit während er weiter in der Zelle der Wartenden verharrte. „Anny...“
    Geändert von Pawly Tigris/Chupp (10.08.2017 um 21:34 Uhr)
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    Ava by Yoshi2332

  3. #3
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    ANNY

    Anny war eine durchgeknallte Ozelot Lady die direkt aus einem Neo-Hippie Katalog entsprungen sein konnte. Schulterlange blaue Dreadlocks die meist zu einem Zopf zusammen gebunden waren,, tiefblaue Augen, eine weibliche Figur mit angenehmen Rundungen, Holzschmuck um Handgelenk, Hals, Schweif und im Ohr, lässig geschnittene stone-washed Jeans, lockere Shirts und Lederstiefel. Dan lernte sie in der zweiten Woche seines Urlaubs in Tecki-Nagi, Wrechiko, kennen…

    In der ersten Woche erkundete er die Umgebung rund um sein Billighotel welches den ironischen Namen „Spot 2 B“ trug und machte viele Fotos von der Ortschaft. Es gab einen Hafen an dem sich auch sein Hotel befand, ein weitläufiges hiesiges Künstlerviertel mit Schaustellern, Musikern, Freigeistern und Kreativen. Als starken Kontrast dazu auf der gegenüber liegenden Seite jede Menge Shopping-Zentren und Luxus-Bars für die gut verdienenden Penthouse Urlauber die dieser Sommerort jedes Jahr zu hunderten anzog. Dazu noch ein paar örtliche Denkmäler und ein paar Kneipen. Am Samstag nahm er an einem örtlichen Quenchilada-Wettessen teil und wurde Elfter, den Tag darauf war er zu nichts zu gebrauchen und befand sich im Nahrungsmittelkoma. Am Mittwoch der folgenden Woche fand er nach langer abendlicher Suche endlich ein Lokal welches ihm zusagte. Es war nicht schwer ihn zu begeistern, er war mit wenig aufgewachsen und brauchte auch nicht viel. Eine kleine, gemütliche Spelunke in dem das Licht auf ein Level heruntergedimmt war sodas man den Tisch- oder Tresennachbarn nur bedingt wahrnahm reichte ihm da völlig. Diese Art von Kneipe war aber zwischen all den Luxusrestaurants und Shopping Malls dieser Touristenhölle genauso schwer zu finden wie seine gute Laune nach dem vierstündigen Fussmarsch den er auf der Suche bereits hinter sich gelassen hatte.
    „Conny`s Corny Corner“ schimpfte sich das leuchtende Neonschild über dieser Bar. Es war laut Dan`s knallroter Armbanduhr mittlerweile 21:34 Uhr und die Tür stand offen. Leichte Bluesmusik von „Patrick Possum & the Neverwalkerz“ war aus dem Inneren zu hören. Dan trat ein und ließ die Örtlichkeit auf sich wirken. Die Kneipe war nicht wirklich gut besetzt. In der hintersten rechten Ecke saß eine Gruppe von vier Leuten, bestehend aus zwei identisch aussehenden Dingos, einem schwarzen Wolf mit lilanen Augen sowie einem Chamäleon zu Tisch. Sie pokerten. Am Tresen der sich vom Eingang rechts geradeaus in den Raum hinein streckte saßen ein müde aussehender älterer Schnauz Terrier allein vor einem Glas Chiskey und ein zerzauster Anatoli Kater vor einem grossen Bier, der sich mit seinem Nachbarn, einem Tapir mit blonden Locken unterhielt. Ausserdem erblickte Dan in der hintersten linken Ecke eine Taubendame die sich aufgeregt gurrend über ihren Freund bei ihrer Begleitung, ein Rabe mittleren Alters, echauffierte.
    Hinterm Tresen stand eine aufgeweckt wirkende, hübsche Känguru-Lady. Dan setzte sich (mit Sicherheitsabstand eines freien Platzes zur linken) neben den Schnauz Terrier an den Tresen, sah sich die Kängurudame an und gab ein „Hi“ von sich während seine Blicke unbemerkt über ihre Brüste wanderten. Das Schild an ihrer Bluse verriet das es sich hierbei um die originale Conny aus „Conny`s Corny Corner“ handelte.
    „Hi, was darf`s sein?“ fragte sie. „ Chiskey. Dreifach.“ antwortete Dan. Mit einer leicht gehobenen linken Augenbraue nickte Conny und schnappte sich ein Glas zum befüllen. Aus der hintersten Ecke der Bar war der Wolf zu hören: „Haha! Schaut euch das Chamäleon an! Versucht ein Pokerface aber seine nervös wechselnde Färbung verrät das er nichts in seiner schuppigen Hand hat!“ Er lachte grölend.
    Conny stellte Dan das charmante, durchsichtig braune Getränk vor die Nase. „4 Kejoten.“, sagte sie. „Das fällt aber gut aus.“ erwiderte Dan. Conny hatte für den Bruchteil einer Sekunde einen recht tödlichen Blick drauf der verriet das sie schon zu viele dumme Anmachen hinter sich hatte, doch sie bemerkte natürlich das Dan den Preis meinte. „Urlauber?“, fragte sie. Dan: „Yupp, hab schon eine volle Woche hier überlebt.“ „Respekt! Die meisten gehen nach drei bis fünf Tagen da sie durch die Konsumtempel und High-End Bars angeödet sind. Es sind meistens Durchschnittsreiche die das ganze daheim auch schon haben.“, entgegnete Conny. „Nee, nee. Sowas brauch ich nicht wirklich. Bin hier her gekommen um mal von dem ganzen weg zu kommen. Die Kneipe hier ist da der beste Ort den ich nach dem Künstlerviertel gefunden habe.“ Dan nahm einen Schluck vom Chiskey und genoss das Brennen welches sich durch seinen Hals liebkosend Richtung Magengegend schlängelte und instant ein wohliges Gefühl durch seine Arterien pumpte. „Ist es immer so voll hier?“, fuhr er witzelnd sarkastisch fort. „Ha! Am Wochenende rennen mir die Arbeiter hier die Bude ein! Richtig übel, die lokale Bande. Hab dann aber auch noch zwei Hilfen hier und einen Sicherheitsmann. Betrunken-gefrustete Arbeiter stellen eine Gefahr für sich dar.“, sagte Conny seufzend während sie ein frisch gespültes Glas abtrocknete. „Grrruu! Könnten wirrr noch einmal Nachschub bekommen?“, gurrte es aus der gefiederten Ecke. „Klar, bin gleich bei euch!“, antwortete Conny, stellte das saubere Glas ab und ging zu den beiden Federkleid tragenden Kunden.
    Dan nippte noch einmal am Chiskey, wieder genoss er den Abgang und träumte ein wenig vor sich hin. „Was mach ich mit dem Rest der Zeit hier? Viel gibt es ja nicht mehr zu sehen und genug Fotos hab ich schon. Vielleicht töte ich die restlichen Tage hier und nerv Conny mit aufgedrückten Gesprächen. Heh, dass dürfte sie bestimmt gewohnt sein. Hübsch ist sie, vielleicht könnte man nach Feierabend mal etwas mit ihr unternehmen.“, dachte Dan.
    Es war mittlerweile 22:44 Uhr und ein Damentrio in Begleitung eines Kerls betraten das Lokal. Er, ein junger, blauäugiger bengalischer Tiger mit Holzohrringen und türkisem Fellmarking am Schweif, hatte wohl den Abend seines Lebens wie man an seinem zufriedenen Grinsen erkennen konnte. Den Damen konnte man anhören das sie schon etwas angeheitert waren, sie rissen euphorisch dumme Sprüche über bekannte Musiker und texteten deren Namen zu pornösen Titeln um. „Was ist mit Will Smacko, dem Rapper?“, fragte die Kleinste aus der Gruppe. „Der wird zu Still Fucko, ist doch klar!“, lachte die Grösste. Die Gang setzte sich an den Tisch links an der Wand vom Eingang aus, direkt fünf Meter gegenüber vom Tresen.
    Das Trio bestand aus einer süssen Siamkatze die einen schwer aussehenden, mit grünen Glaskugeln verzierten Metallring am Heckschwanz trug, einer Eichhörnchendame (sie war die kleinste in der Gruppe) mit einem roten durchgehenden Marking auf ihrem buschigen Schweif und einer Ozelot-Lady (die Grösste der Damen) mit blauen Dreadlocks und viel Holzschmuck von der sich Dan einen zweiten Blick gönnte. Allesamt trugen sie recht lockere Klamotten, Jeans mit Löchern im Knie und ausgewaschene Bandshirts.
    Während sich der Trupp am Tisch durch die Bestellkarte witzelte mit Sprüchen wie: „Ich nenn` Chiskey ja immer Whiskey, klingt viel lustiger.“ oder „Heut` Abend keinen Kannatuh, sonst mach ich gleich die Äuglein zu!“ bestellte sich Dan noch einen Dreifachen bei Conny. Diese ging nachdem sie ihm einschenkte in die Hinterkammer um eine neue Flasche zu holen. Dan nahm einen tiefen Schluck und lauschte der Geräuschkulisse: Es dudelte sanfter Jazz von „Malloy`s mighty Melons“ durch die Luft, die Dingo-Twins, Wolfie und das Chamäleon waren in die nachdenkliche Phase ihres Spieles abgetaucht. Dan`s stummer Tresennachbar mit Sicherheitsabstand war vor ein paar Minuten bereits gegangen, der Kater und das gelockte Tapir zogen gerade ihre über die Stuhllehnen gelegten Jacken an und waren auf dem Weg nach draussen. Die Federecke im hinteren Eck war mittlerweile nach längerem Gezeter über den Freund der Taube hart am `rumknutschen. „Glücklicher Bastard,“, dachte Dan über den Raben, „geniess es solange das Drama nicht vor der Tür steht...“ Er selber machte sich aus Seitensprüngen und dergleichen nichts, aber ein wenig neidisch war er schon. Der Chiskey trieb. Dan stand auf und bemerkte den Einschlag. Wie vierundzwanzig kleine Meerschweinchen die sich in sein Shirt festbissen und ihn nach hinten zogen. Er konnte sich der geballten, gedachten Puschelkraft noch entziehen und schaffte den heroischen Start des Weges zur Toilette. Als er an dem Tisch mit dem Tiger und seiner Entourage vorbeiging sah er wie das Hörnchen, die Siamkatze und der Tiger unterm Tisch verspielt füsselten und sich dabei verliebt in die Augen sahen. „Noch ein glücklicher Bastard“, dachte Dan. Doch seine Aufmerksamkeit galt mehr und mehr der Ozelotdame die ihn in diesem Moment auch erst richtig wahrnahm. Ein vielversprechendes Funkeln in ihren Augen sowie ein kesses Schmunzeln bestätigten einige Hoffnungen in seinem Chiskey getränkten Verstand und aktivierten die für Euphorie zuständigen Synapsen in seinem Gehirn. Da er nicht der offensive Typ war was das Flirten anging blieb er im „Normal-Mode“ wie er es nannte, und bestritt erfolgreich den Weg zur Toilette welche sich direkt neben dem mittlerweile wild herum fummelnden Gefieder befand.
    Das WC war wie er es erwartet hatte. Viel Geschmiere an den Wänden und ein leicht stechender Geruch von Reinigungsmitteln unterwanderte seine Nase. Dan stellte sich ans Urinal und während er den verarbeiteten Chiskey in die Freiheit entließ, las er sich amüsiert die Schriften und Sprüche an der Wand durch. „Greedy was here!“ mit einem roten Dreieck darunter, „Minki rulezzz!“ in neongrün, „Chupp suxxx Dixxx!“ in aggressiver Schmierschrift, „I give 2 Fucks ~ `cuz i read Books“ mit einem Huf und einer Brille darunter. „Was für Gestalten hier wohl schon alles waren“, schoss es Dan durch den Kopf. Als er fertig war wusch er sich die Handpfoten gründlich und ging zurück. Just in dem Moment als er die Toilette verließ schritt die Ozelotdame an ihm vorbei aufs Damen-WC. Ihre Blicke kreuzten sich erneut und diesmal war in beiden Augen deutliche Begierde zu sehen. Dan ging an den Tresen und sah die beiden sprichwörtlichen Turteltauben von vorhin noch das Lokal verlassen. Am Tresen hockten am letzten Ende nun ein weiß-grau gefleckter Mäuserich und eine Geckolady die sich leise unterhielten. „Verträgst du noch einen, Urlauber?“, sagte Conny in einem lustig gemeinten, fordernden Tonfall. „Na klaro, wozu bin ich denn hier“, entgegnete Dan lächelnd und pflanzte sich wieder an seinen für sich beanspruchten Platz mit Sicherheitsabstand.
    Die Ozelotdame kam nach einer Weile zurück von der Toilette und fragte ihre Gang an ihrem Tisch was diese denn nun bestellen wolle. Anschliessend bewegte sie sich zum Tresen und stellte sich neben Dan. Dan blieb gelassen und genoss den süsslich verlockenden Geruch ihres Parfüms der wie eine kleine Zeichentrickhand unter seiner Nase mit dem Finger lockte. „Hi Con`-Con`! Zwei Chapi-Duh`s, ein Nutcracker und einen Carrot-Crash wie immer mit Pfefferminz bitte. Tigertyp zahlt.“, sagte sie mit einer hohen aber wie Dan fand äußerst sympathischen Stimme. „Geht klar Anny-Bodie, Unos Momentos!“, lächelte Conny zurück und fing an zu mixen.
    „Hi ich bin Anny, wir sind uns gerade an den Pforten der Erleichterung über den Weg gelaufen.“, sprach sie Dan an. Das kam plötzlich, darauf war er nicht gefasst.
    „Hi,“, antwortete er, „ ich bin Dan.“ Sie gaben sich die Hand.
    „Wir sind Stammkunden hier, dich hab ich hier aber noch nie gesehen. Neu in der Stadt?“ „Jein, Urlauber.“ „Oh sweet! Bist du schon lange hier? Was hast du denn schon alles gesehen?“ „Seit Anfang letzter Woche. Bin noch diese und nächste komplett hier, war bisher beim örtlichen Wettmampfen und im Künstlerviertel.“ „Gar nicht in den Malls und co?“ „Nope, das Zeugs gibt mir nichts. Allerdings gehen mir die „Attraktionen“ (Dan machte zwei Gänsefüsschen mit den Fingern) langsam aus.“ „Hah! Da weis ich was. Wenn du Lust hast kannst du mitkommen auf ein etwas „spezielleres“ (Anny nutzte die Gänsefüsschen ebenfalls) Fest morgen Abend.“ „Klingt gut, worum geht es da?“ „Die Verehrung der ehemaligen hiesigen Einwohner. Hier existierten mal drei grosse Ureinwohner Klans die diese Stadt einst gegründet haben und das Fest dient dem Nicht-vergessen dieser Stämme.“ „Also ein Indianerfestival mit Trommeln, Rasseln, Gesang und co?“, sagte Dan leicht amüsiert. „So ääähnlich!“, kicherte sie. „Es ist speziell.“, sagte sie grinsend. Dan darauf: „Nun gut ich hab hier nichts weiter was ich abhaken könnte, so… why not.“ „Supi!“, jetzt grinste sie noch breiter, „dann Treffen wir uns morgen hier? Um Sechs? Abends? Die drei an meinem Tisch werden nicht dabei sein aber wenn du Lust hast kannst du sie gerne noch kennen lernen. Vorausgesetzt die drei bekommen dich überhaupt mit, so vertieft wie die ineinander sind.“ Dan bemerkte eine lustige zweideutige Anspielung auf Anhieb und musste laut lachen. „Na na, lass die mal ihren Spass haben. Wir können doch aber auch so ein wenig reden. Hier.“ „Klar!“, freute sich Anny. Conny bekam das ganze natürlich mit, brachte die Drinks zum Tisch der amüsierten Runde der Verfallenen und ließ Anny`s Carrot-Crash am Tresen.
    Anny blieb in den folgenden zwei Stunden bei Dan am Tresen und die beiden verstanden sich prächtig. Es wurde jede Menge ausgetauscht, Ziele, Träume, vergangene Missetaten und Jugendsünden. Anny spazierte nachdem sie ihren Bankjob an den Nagel gehangen hatte auf dem Selbstfindungspfad und war nach ihren Aussagen „Endlich befreit von den Mauern des Angepasst-seins“. Sie lernte nach einer neunmonatigen Weltreise die Truppe von ihrem Tisch hier in Tecki-Nagi kennen. „Wie lange lebst du jetzt schon hier?“, fragte Dan. „Bin jetzt gut ein halbes Jahr hier sesshaft und sehr glücklich damit. Die einfachen Leute mit ihrer entspannten Lebensweise sind hier einfach toll!“, schwärmte sie, „alles wird geteilt und der Zusammenhalt in der Nachbarschaft ist unglaublich! Es scheint wohl so gewollt zu sein das ich erst nach der grossen Weltumrundung hier gelandet bin. Als ehemalige Anzugträgerin hätte ich die Werte dieser Leute wohl kaum erkannt nachdem ich frisch aus der Geldmaschine entflohen war.“ „Das klingt wirklich sehr schön. Ich wünschte ich könnte solche Nachbarn haben. Meine regen sich schon auf wenn ich das Fenster um 17 Uhr noch auf habe und etwas von „Firr Ferret & the Red Sabbath“ zu hören ist“, scherzte Dan. Anny kicherte leicht angetrunken: „Die hab ich ja eeewig und drei Nächte nicht mehr gehört! Gibt`s die noch?“ „Nee“, sagte Dan, „der Firr hat sich vor zweieinhalb Jahren mit etwas zu viel Quodein den Rest gegeben nachdem er mit dem ganzen Bandstress nicht mehr klar kam. Vvierundffünfzig isser geworden.“ Dan hatte schon gut getankt, die von Conny grosszügig bemessenen Dreifachen waren bereits mehr als gut zu merken und er war mittlerweile auf „Dicky`s Dicebeer (TM)“ umgestiegen. Er mochte den süssen Abgang dieser bekannten Billigplörre. Anny war nach dem vierten Carrot-Crash auch schon merklich beschwippst. „Sag, in welchem Hoteldungeon hast du dich eigentlich versteckt die ganze Zeit?“, fragte sie Dan. „Spot 2 B, drüben an der dicht besprühten Kaimauer mit dem grossen Albino Alpaka drauf.“, antwortete er. „Hui da war ich zuletzt vor drei Monaten um das Fahrrad eines Kumpels der am Abend zuvor ein wenig zu viel gebechert hatte abzuholen. Ein kleiner Gefallen meinerseits. Lungert da immer noch diese komische Eidechsen-Granny vor der Tür herum? Die war mir immer sssehr sssussspekt!“, äffte Anny eine Echse nach. „Oh ja“, sagte er, „und sie hat in all den Tagen die ich jetzt schon hier bin nie etwas gesagt. Ich frage mich ob sie überhaupt noch lebt.“ Anny betrat Dan`s Einen-Unterarm-lange-Komfortzone und sagte: „Ich würde schon gern wissen ob sie auch Nachts da hockt, man könnte sie mit einem Stock puffern um herauszufinden ob sie schon tot und Sonnenfrittiert ist.“, schmunzelte Anny. Den Wink verstand Dan auf Anhieb und in seinem Kopf formatierten sich die Endorphin zuständigen Botenstoffe zu einem grossen Publikum welches sich „We`re `bout ta get laid!“ von „Susans sexy Squirrels“ (einer Popgruppe aus den Siebzigern) in voller Lautstärke gab. „Nun, dass ließe sich nur durch eigene Investigationen herausfinden. Natürlich alles im Rahmen der Aufklärung!“, gab er zurück. „Nun gut. Dann, Detektive Danny, werden wir wohl das Habitat der Reptilienomas betreten müssen. Doch vorher muss dieses Kätzchen erneut durch die Pforten der Erleichterung pirschen.“ „Ist okay. Ich zahl schon mal.“, sagte Dan freudig. Anny`s Tischnachbarn waren bereits vor einer halben Stunde Arm in Arm schwankend gegangen also musste sie sich bei keinem verabschieden. Ein „Bis demnächst!“ lies sie aber selbstverständlich noch für Conny da.
    „Dieser Urlaub wird ja doch noch was!“, dachte Dan als sie beide „Conny`s Corny Corner“ verließen.
    Geändert von Pawly Tigris/Chupp (10.08.2017 um 21:33 Uhr)
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    Ava by Yoshi2332

  4. #4
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    (Für die u18 User: Unser Dan und seine Anny hatten eine schöne Nacht zusammen in Dan`s Hotel. Es stellte sich für den Leser heraus das Dan ein hundeartiger, karamellbrauner Anthro ist.)

    9:23 Uhr. Dan kam zu sich. Durch den selbst installierten Alkoholfilter der seine Augen mit dem Verschwommenheits-Upgrade „stärkte“ versuchte er sein Hotelzimmer wahrzunehmen. Er reibte sich seine dunkelbraunen, von der Nacht versteinerten Canidenaugen, saß aufrecht im Bett und bemerkte das Anny nicht da war. „Oh Fudge! Sag mir jetzt bitte nicht das ich pleite bin und mein Portemonnaie dümpelt samt Inhalt unten auf der Teki-Nagi Atlantisglocke herum ...“, war der erste Gedanke der ihm durch den noch leicht dröhnenden Schädel wanderte. Er stand auf und sah sich leicht resigniert im Zimmer um, überprüfte die Gesäßtasche seiner Hose vom Vorabend und fand seine Geldbörse mit sämtlichem Inhalt vor. „Was zum Fell!?“, dachte er, „Das ist eigenartig.“ Er erblickte einen kleinen, leicht geknickten Zettel auf seinem Nachttisch.


    „Hey mein Ermittler mit der kalten Schnauze, ich war um sieben schon hoch und bin zu meinen Leuten da ich ihnen noch im Künstlerviertel helfen möchte. Ich hoffe ich seh dich heute Abend! Um Sechs bei Conny`s! Wehe du bist nicht da, du verpasst was!
    “ Als Unterschrift hatte sie ein kleines Katzengesicht mit verwirrten Kringelaugen und Kussmund gezeichnet.

    „Diese verrückte Katze…“, sagte er laut zu sich selbst und befand sich im Honigkuchen-Modus. Leicht taumelnd und den letzten Chiskey bereuend begab er sich zur Toilette und entließ die angesammelte Pestilenz der Vornacht aus seinem Körper. Laut in die Schüssel plätschernd stand er nackt da und verspürte das aufsteigende Bedürfnis nach einem salzigen, fettigen, sinnlos scharfen Stück Wizza. Am besten belegt mich zwei grossen Motatenscheiben! Japp! Das war es! Er hatte eine Mission! Doch zuerst wollte er richtig zu sich kommen und tappste unter die Dusche. Als er fertig war schüttelte er sich aus Reflex einmal ordentlich bis zur Schweifspitze durch und fing an sich abzutrocknen. Nachdem er sich voll und ganz der restlichen Körperpflege hingegeben hatte (er pfiff dabei die Melodie von „So fresh `N` So Spleen“, ein drei Wochen Hit der Funkband „No Honey for the Badger“) gönnte er sich einen Blick durch die verhangenen Jalousien aus dem Fenster. Sonne. Wie sollte es auch anders sein. Er war schon ein wenig über sich selbst amüsiert als er daran dachte das er tatsächlich eine lange Hose und eine Regenjacke mit nach Teki-Nagi mitgenommen hatte. Teki-Nagi, eine Ortschaft gepresst zwischen Wüste und Meer. Er zog sandfarbene Cargoshorts und seine grünen Sneakers an. Wechselte die Torsofarbe von karamellbraun zu kariert-rot als er sich ein frisches Hemd überzog, welches gekrönt wurde von seiner quietschroten Armbanduhr. Einige Sekunden hielt er inne und schaute sie gedankenverloren an bevor er sie anlegte.
    Er verließ das Hotel. Vor dem Eingang saß wie zu erwarten die Echsen-Granny in ihrem Stuhl (der mittlerweile irgendwie glücklicher aussah für Dan) und starrte durch ihre Sonnenbrille Löcher ins Wasser oder auf die gegenüber liegende Seite des Hafens. Dan grüsste sie wie jeden Morgen aber selbstverständlich blieb die ältere Schuppendame stumm. Laut seiner Uhr war es 10:12 Uhr, eine gute Zeit um Aktion: Wizza durchzuführen.
    Er hatte acht Stunden Zeit!
    (Nun gut sieben wenn man den Weg zu „Conny`s“ extra nahm.)
    Er war motiviert!
    Er hatte eine Mission!
    Und er war hungrig!
    Just in dem Moment wo er den ersten Schritt Richtung Fresstempel setzen wollte meldete sich sein Bauch der sich schon fast von Dan selbst ernährte. Mit einem lauten unüberhörbaren Grummeln und einem Gefühl von Übelkeit peinigte er Dan für seinen gestrigen Chiskeygenuss. Die Motivation zur Mission Wizza wurde von seinem eigenen Magen ironischerweise selbst negiert und Dan schleppte sich sichtlich angeschlagen durch die schon stehende Hitze am Vormittag.

    10:51 Uhr. Gönnte mir als Stärkung für den Weg einen schnellen Shaffee to Go.
    12:11 Uhr. Erreichte den Fresstempel „Chupp`s Wizzi-Wizza“.
    12:13 Uhr. Stand in der Warteschlange des überfüllten, stickigen Gebäudes voller Frittierfett in der Luft. Man konnte die Luft fast beissen.
    13:04 Uhr. In der Schlange wartend nach dem adipösen Opossumtyp, welcher das 45 Teile-Wunschmenü orderte, und dem unzufriedenen Streifenhörnchenkerl der den Kassierer an der 3 ansprang (und ruhig gestellt werden musste) endlich dran gekommen.
    13:07 Uhr. Bestellung abgegeben, wortlos bezahlt, wartete auf`s Essen.
    13:14 Uhr. Essen im Karton bekommen, Lokalität fluchtartig verlassen. Nie wieder Schnellfresstempel in Teki-Nagi!


    Dan suchte sich ein ruhiges Fleckchen um seine hart erkämpfte Wizza wie ein stolzer Löwe auf einem Stein in der Savanne zu sich zu nehmen. „Wehe diese Flappspachtel von Wizza schmeckt jetzt nicht! Fudge, ich könnt schon wieder duschen nach dem Loch...“, dachte er. Er fand eine geeignete Opferstelle in Form einer dieser Bank und Tisch-Kombinationen neben einer Tischtennisplatte in der Fussgängerzone. Dort setzte er sich hin, atmete tief durch und öffnete den Karton während er das schlimmste erwartete. Seine Wizza war geschnitten, nicht verlaufen und roch schmackhaft nach frischer Trilli-Motatensauce. Es befand sich das Elysium seines Magens vor ihm und er verschlang förmlich das erste Stück. Sie schmeckte köstlich! Die Motatenscheiben waren frisch und der heisse Wäse zerlief wie geschmolzene Lava von den Rändern der Stücke. Diese Wizza wurde soeben zu seinem besten Kumpel hier. Etwas revitalisierenderes hätte es in diesem Moment nicht für ihn geben können! Zum einen weil er nicht länger in dem Wizzaschuppen verharren musste und zum anderen weil sein sich nach Kralz sehnender, vom Chiskey erholender Körper endlich Nachschub bekam. Und wenn der Preis für Glückseligkeit nun mal eben war das er seinen neuen besten Kumpel verspeisen musste, Stück für Stück, dann nahm er diesen gerne in kauf. Nach drei Viertel seines neuen Kumpels gab er auf und spülte das mitbestellte, mittlerweile warme Kwasser hinterher. Dan wurde diesen fettig-muffigen Geruch der stickigen Bude nicht wieder los. Am meisten hatte dieser sich in seinen Klamotten festgesetzt. Er beschloss vor dem Marsch zu „Conny`s“ doch noch einmal zu duschen, entsorgte den Unrat seines Festessens und schnappte sich mit gutem Timing eines der unregelmäßig fahrenden Fahrradtaxen Richtung Hotel. Unterwegs sollte er es bereuen die restliche Gaumentorte entsorgt zu haben. Er holte sich noch zwei Quenchiladas bei einem Strassenverkäufer im kleinen Marktviertel bevor er beim Hotel ankam. Die Echsenoma saß noch immer starrend an Ort und Stelle.

    17:45 Uhr. „Conny`s Corny Corner“.
    Dan befand sich (diesmal ohne Sicherheitsabstand) am Tresen, nippte an einer Flasche „Dicky`s Dicebeer (TM)“ die Conny ihm vor gut zwei Minuten geöffnet hatte und wartete auf Anny. Die Bar war leer bis auf ihn und dem Pokerteam vom gestrigen Abend, es befand sich wieder in seiner Ecke und war am Spielkarten sondieren.
    „Hattet Spass gestern, hm?“, schmunzelte Conny Dan an, „ich kenn Anny jetzt gute zwei Monate und sie ist noch nie so schnell mit jemanden weggepirscht. Muss dich wohl sehr mögen die Gute.“„Nun ja, es gab da einen wichtigen Fall zu klären. Wir fanden ein paar tatverdächtige Flüssigkeitsreste in meinem Hotelzimmer und mussten den Tatort noch einmal nachstellen.“, gab Dan breit grinsend zurück bevor er leicht stolz einen Schluck von seinem Deisbier nahm. Conny`s herzliche, laute Lache wurde von einem Pfeifen unterbrochen. „Verdammter Schmudding, nicht DIE Typen...“, murmelte Conny. Sie verlor instant ihr Lächeln und ihre freudige Miene verzog sich zu dem abgenervtesten Känguru Gesichtsausdruck den Dan jemals sehen sollte. Die Pokertruppe blickte auch zum Eingang und verstumme. Dem Chamäleon fiel die Kippe aus dem Mund in den Schoß aber seine lange Zunge schnappte sich den Glimmstängel reflexartig wieder. Musste ihm wohl öfters passieren.
    Drei Typen kamen laut eine Melodie pfeifend ins Pub. Ein gut eins-fünfundvierzig grosser schwarzer Pudel mittleren Alters trat mit einem Hünen von Komodo Waran und einem breitschultrigen Krokodil im Schlepptau durch die Eingangstür. Der Pudel trug ein lila Shirt und einen abgebrochenen Walrosszahn als Anhänger um den Hals, sowie eine schwarze Lederjacke bei der beide Arme hochgekrempelt waren. Seine Hose und Schuhe waren ebenfalls schwarz. Die beiden Türrahmenverstopfer trugen gelb-orange Lederjacken und schwarze Arbeiterhosen, sie sahen aus wie aus einem schlechten Zeichentrickfilm kopiert. „Schlägertypen… ausgerechnet kurz bevor Anny da ist!?“, dachte Dan als er sie sah, „Hätte nicht gedacht das Conny Dreck am stecken hat...“
    „Was wollt ihr!?“, zischte Conny.
    „Ooh Conny-Conn-Conn,“, säuselte der Pudel hochnäsig mit einer stark verrauchten Stimme, „du weist doch das es nicht gerade leicht ist das Viertel mit unserer tatkräftigen Hilfe zu unterstützen, und wir müssen ja auch sehen wo wir bleiben. Da dachte ich mir die gute Conny hat bestimmt noch ein paar Almosen für den armen Skeetz!“ Die beiden Fleischberge grinsten diabolisch. „Ich hab euch vorletzten Samstag den vollen Preis gezahlt! Ich weis nicht was ihr hier wollt!“, antwortete Conny sichtlich genervt. Dan blieb ruhig am Tresen, drehte seine Flasche Deisbier in den Händen und wartete die Situation ab. „Nun, viele neue Kosten sind auf unser Unternehmen getroffen Conny. Wir müssen da leider jede Finanzierung nehmen die uns zusteht und die wir bekommen können. Da du aber nicht so gut bei Kasse bist und ich dich mag… vielleicht kannst du unseren zwei guten Freunden ja etwas gutes tun? Hm!?“, forderte Skeetz. Der Waran sabberte schon leicht und leckte sich mit seiner langen Zunge die Lippen. „N-nein… i-ich...“, stotterte Conny sichtlich aufgelöst und zog ihre Beine leicht zusammen. Dan schaute in Conny`s weit aufgerissene Augen und sah das sie diese Situation nicht zum ersten mal erlebte. Er sagte nun: „Womit bezahlt man einen Clown?“ „WAS!? Hast du gerade etwas gesagt?“, fragte Skeetz gereizt. Dan: „Ich habe dich gefragt: Womit. Bezahlt. Man. Einen. Clown?“
    „Pffffäää! Der Typ redet tatsächlich mit mir, stell sich das mal einer vor.“, wieherte Skeetz und drehte sich spöttisch von Dan weg. Skeetz` wandernde Argumente gingen auf Dan los, er warf die halbvolle Flasche Deisbier ins Gesicht vom Waran. Dieser taumelte zurück, nahm einen Barhocker mit und fiel auf den Rücken. Dies gab Dan kurz zeigt für das Krokodil. Er glitt vom Barhocker, packte diesen bei den Füssen und rammte die Sitzfläche mit voller Kraft in die Augenpartie des Krokos, welches dadurch nach hinten torkelte. „Was is`n jetz` looos Jungs!“, schnauzte Skeetz die beiden an während er sich zum Eingang zurück zog. Conny schrie: „Lasst mir die verdammte Bude heile!“ Das Kroko kam gerade wieder auf die Beine als Dan seinen rechten Sneaker in seinem schuppigen Gesicht versenkte. „Bleib unten!“, keifte Dan als er eine Sekunde später die rechte Pranke des Warans abbekam. Dan flog zurück und wie in Zeitlupe flog das Blut aus seiner Nase durch den Raum. Der Waran lag jetzt über ihn. Der massige Körper des Viehs drückte Dan zu Boden und donnerte ihm eine Faust nach der anderen in die Magengrube. „Hört auf mit dem Scheiss!“, fluchte Conny hysterisch. Das Krokodil lag immer noch ausgeknockt auf den grossen, kalten Fliesen. “DAS kommt davon wenn man meint laut werden zu müssen!“, kicherte Skeetz und schaute Conny eiskalt grinsend an.
    Plötzlich flog der Waran zurück aufs Krokodil, welches im Begriff war gerade wieder aufzustehen. Der Wolf mit den lila Augen vom Pokertisch hatte der Komodoechse einen ordentlichen Aufwärtshaken gegeben und half Dan hoch. „Hey Buddy, lass mich hier nicht hängen und führ das zu ende was du hier gestartet hast!“, grummelte er Dan an. Dan taumelte etwas, war aber bei Verstand. „Okay. Okay, bin dabei!“, schnaubte er.
    Die beiden traten auf die sich mit verschränkten Armen schützenden Schuppenriesen ein. Skeetz holte ein Stilleto Messer hervor und rannte auf Dan zu. Dieser weichte duckend der ersten Messerattacke aus und gab Skeetz einen Schlag in den Magen mit, der den Pudel ordentlich keuchen und husten ließ. Der wollige Aggressor versuchte sein zweites Glück von unten kommend, Dan wich nach hinten aus. Der Wolf versuchte Skeetz zu flankieren, wurde aber vom vermeintlich komatösen Waran an der Ferse gepackt und zu Boden gerissen.
    BÄMM! Conny warf eine volle Flasche Chiskey gegen Skeetz` Kopf und dieser fiel wie ein betrunkener Skunk zu Boden. Dan reagierte schnell genug und schnappte sich das weggeflogene, am Boden liegende Messer. Er gab dem Waran noch einen vernichtenden Tritt gegen den Kopf, half seinem Canidenkumpel hoch und ging zum sichtlich angeschlagenen Skeetz. Er beugte sich über ihn, und fragte mit ruhiger Stimme: „Womit bezahlt man einen Clown?“ „W-wwwas? .. wwas willst du von mir man?“, nuschelte der Pudel während ein blauer Fleck sein rechtes Auge zu konsumieren schien. Dan nahm den abgebrochenen Walrosszahn von Skeetz und ritze nur ganz leicht ein Grinsen über dessen Mund. „Mit einem Lächeln.“, sagte Dan seelenruhig, „Mit einem Lächeln bezahlt man Clowns.“ Skeetz verwirrt: „Ww-Was soll diese vvverfffick-!“ „SCHNAUZE!“, befahl Dan, „Ich will das ihr hier nicht mehr auftaucht! Und ihr werdet nie wieder mit der Gastgeberin in irgendeiner Art und Weise reden, ist das klar?!“ Er boxte dem Pudel in den Magen und schüttelte ihn gut durch da er keine Antwort bekam. „IST.DAS.KLAR!?“, fauchte Dan. „J-jaa“, erwiderte der demolierte Lockenträger. „Und nun schaff deinen Kroko-Doc und deine Blindschleiche hier raus und VERPISS DICH!“ Skeetz wurde vom Waran gestützt und zur Tür geleitet, das Krokodil humpelte ihnen kleinlich hinterher. Skeetz drehte sich noch einmal um und sagte völlig benommen: „Ihr… ihr wisst schon das dass ein Nach… ein Nachspiel hat!!“ FOMP! Conny`s zweite Artillerie (diesmal in Form einer halbleeren Chumflasche) traf ihn am Kopf und er fiel durch die Eingangstür nach draussen. „Der gute Stoff!“, beschwerte sich der Pokerwolf während die Schläger sich verzogen.
    „Mark Gabbun, freut mich!“, der Wolf gab Dan respektvoll die Pfote. „Dan Burko, freut mich ebenso! Danke für die Unterstützung, ich wusste nicht ob ich auf euch zählen kann aber ich konnte die Typen einfach nicht stehen lassen“ „Vollkommen zurecht. Die anderen am Tisch wollen mit Gewalt nichts zu tun haben. Du musst ihnen verzeihen, sie sind nicht die mutigsten doch ihr Herz ist am rechten Fleck. Ich konnte dich da einfach nicht liegen lassen. Bist der erste der auch mal was gegen diese Typen unternimmt. Mich haben sie beim letzten mal allein einfach fertig gemacht und Conny...“ Mark schaute schuldbewusst zur Seite. „Dan… ich weis nicht ob ich dir danken soll. Es wird mir zwar etwas Zeit schenken, aber da kommt definitiv noch eine Antwort von den Typen.“ sprach Conny. Dan stellte in der Zwischenzeit die umgestürzten Barhocker wieder hin und reichte Conny die nicht zersprungene Chiskeyflasche. „Das werden wir sehen, ich bin ja noch etwas länger hier. Zu wem gehörten diese Typen überhaupt?“, sagte er. „Das erzähl ich dir lieber morgen… Sag Anny bitte nichts davon. Okay?“, seufzte sie nicht sehr amüsiert bevor sie nach hinten ging um einen Wischmopp und einen Eimer zu holen. Dan antwortete mit einem respektablen, stummen Nicken. Mark humpelte zurück zu seinem Tisch. „Dan,“, sagte er, „wenn du Lust auf eine Partie hast, du bist jederzeit willkommen.“ „Sicher Mark, aber für heute habe ich genug Partien geschlagen.“
    Es war 18:18 Uhr und Anny kam in dem Moment durch den Eingang.
    Sie umging die halb draussen liegende Chumflasche und starrte mit grossen Augen die wischende Conny und den mit einem Eisbeutel die Pfoten kühlenden Dan an.
    „Sorry, ich bin etwas spät dran. Hab ich was verpasst?“.
    Unter den Menschen und Borsdorfer Äpfeln sind nicht die glatten die besten, sondern die rauhen mit einigen Warzen.~Jean Paul

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    Dan folgte Anny zur verabredeten Festivität. Ihr Weg führte Richtung Künstlerviertel welches gut drei Kilometer vom „Conny`s“ entfernt war. Auf dem Weg dorthin versuchte die neugierige Ozelotdame unbedingt herauszufinden was denn nun geschehen sei. Dan gab an er habe sich mit ein paar Gästen missverstanden und es gab persönliche Differenzen die sich leider nicht umgehen lassen konnten. „Oh mein grosser Wuffel, ich hätte nicht gedacht das du der raufende Typ bist.“ „Manchmal, aber wirklich nur manchmal gibt es Dinge die ich einfach nicht so stehen lassen kann.“, sagte er trocken. „Mein armer grosser Detektiv, hast du denn noch Schmerzen?“, fragte sie ihn witzelnd mit einem besorgten Blick. „Geht schon.“, antwortete er. Sie lief links neben ihm, stoppte und nahm seine grossen Handpfoten unter die Lupe.
    „Vermauzt, die rechte ist aber schon ein wenig geschwollen“, stellte sie fest. „Das wird schon, wenn das Fest wirklich so gut ist wie du gestern davon geschwärmt hast dann ist das schnell vergessen.“, grinste er sie an während sie sich in die Augen schauten. Sie gab ihm einen sanften Kuss auf die geschwollene Pfote und sagte mit einem verheissunsvollen Blick: „Das hoffe ich doch mein Liebster, zur Not besitze ich magische Ozelot-Heilungskräfte!“ „Die, die ich bereits kennen lernen durfte?“, fragte Dan mit einem freudigen Funkeln in seinen Augen. „Mhm! Und noch ein paar mehr!“, erwiderte sie mit Schlafzimmerblick. Er legte seine Arme um ihre Hüfte, zog sie zu sich und küsste sie innig. Beim heiligen Ekralon, Drachengott der Altmerzer! Wie er ihre Zungentechnik beim küssen liebte!
    Nach ein paar optisch toten Häuserschluchten kamen die beiden im grossen Künstlerviertel an, welches schon vom weitem zu hören war. Es herrschte wie immer reges Treiben und durch die vielen Musiker ein regelrechter Soundbrei der aus sämtlichen Richtungen ihre Ohren beschallte. Örtlich bekannte Live Jazzbands wie „The Zads“, Trommelkreise aus gemütlich zusammengefundenen neuen Bekanntschaften, Künstler, die lauthals ihre Ware bewarben. Das gut zwei Fussballfelder grosse Viertel war immer ein pulsierender Ort des Kleinhandels und des ausschweifenden Feierns, und natürlich Haupt-Touristenfangpunkt von Teki-Nagi. Von früh Morgens bis spät in die Nacht war es belebt. Über die Trampelpfade gespannte bunte Lichterketten leuchteten die verzweigten Wege zwischen Holzbuden, selbstgebauten Bühnen, Zelten und Essensständen aus. Dadurch entstand ein einzigartiges gemütliches Feeling, besonders bei Nacht. Dan hatte den Arm um Anny`s Hüfte gelegt als sie über die bereits bei Sonnenuntergang bunt beleuchteten Wege schlenderten. Da es erst 19:05 Uhr war baten einige Künstler noch etwas zum Verkauf an. Der offizielle Verkaufsstopp lag im Viertel bei 21:00 Uhr. Anny wurde auf einen Stand mit Gemälden und kleinen Skulpturen aufmerksam und zog Dan ein wenig unfreiwillig mit. „Schau mal, die haben hier Originale von hiesig bekannten Künstlern!“, strahlte sie ihn an. „Oh cool! Und auch ein paar international bekannte Werke!“, bemerkte er. Die junge Verkäuferin (eine weisse Füchsin mit sieben Schweifen die in roten Spitzen mündeten, drei roten tropfenförmigen Fellmarkings auf der Stirn sowie unter den Augen je ein rotes, gebogen horizontales) beachtete die beiden frisch Verliebten nicht, da sie voll konzentriert an ihrem eigenen Ölgemälde arbeitete. Darauf war eine Wizza verköstigende schwarze Säbelzahnkatze mit weissen Streifen und einer weissen Mähne zu sehen. Anny überflog die zum Verkauf stehenden Gemälde in der kleinen Galerie. „Boah schau mal, die hat hier ein original Silvana hängen!“, staunte sie, „Die hat die Kunsthochschule im Nachbarort hier maßgeblich beeinflusst.“ Auf dem DIN A 3 grossen, mit grösstenteils roten Acrylfarben gemalten Bild war ein nächtliches Waldgebiet zu sehen auf dem eine vage zu erkennende weibliche Person mit hundeartigen Zügen und blutverschmiertem Mund eine gerissene hirschartige Person ins düstere ihrer Höhle zog. In den Baumkronen hockten kleine, manisch grinsende Rattenpersonen die kleine Knochen auf den dunklen grünen Waldboden verstreuten.
    „Laut den Geschichten die man über sie hört nimmt sie echtes Blut um die Rottöne zu variieren, viele betiteln ähnliche Bilder bereits als silvanesk!“, sagte Anny beeindruckt. „Auf jeden Fall eine interessante Art sich auszudrücken,“, entgegnete Dan ein wenig skeptisch, „kennst du das da oben ganz links?“ Dan stand zu ihrer linken, umfasste ihre rechte Schulter und zog sie näher zu sich während er auf das Bild mit der linken Hand zeigte. „Das ist ein C. Cavanna und ziemlich selten!“ Anny daraufhin verzückt: „Au ja! Coco haben wir sie immer genannt weil sie auf ihren Bildern immer eine gewisse wunderschöne, verträumte Eiland-Thematik behandelt.“ Es war ein zauberhafter klarer blauer Himmel zu sehen durch den ein gigantisches, flauschiges, schwarz-lila Wesen mit Flügeln majestätisch zu gleiten schien. Es wurde begleitet von mehreren kleineren ihrer Art, allesamt in verschiedenen lebhaften Farben. „Absolut schön!“ schwärmte Anny. Dan gab ihr einen Kuss und erwiderte: „Ist aber nicht das schönste hier!“
    Die Verkäuferin nahm die beiden jetzt erst war und fragte: „Sucht ihr was bestimmtes? Ich habe auch noch ein paar kleinere, preiswertere Gemälde da. Mini Zeichnungen und Skizzen von dem in Altmerzen wohlbekannten Grautier-Langlöffel, berühmte Miniaturen der sanguinischen Knochenhallen, Portraits vom christianischen Löwen oder für euch zwei Grazien vielleicht ein Aktgemälde von dem für seinen düsteren Stil bekannten Lupino Wolfissimo?“ „Was kostet denn das Werk von Silvana?“, fragte Anny etwas kleinlaut. „530 Kejoten. Es ist schliesslich ein Original“, die Fuchsdame drehte das Bild um und deutete auf eine Stelle am unteren rechten Rand, „zu erkennen an dem eingeritzten blutroten Pfotenabdruck.“ Dan`s Augen wurden ganz gross. „Puh, der Preis ist aber auch gerechtfertigt...“, seufzte Anny, „was kommt denn eine Grautier-Langlöffel Zeichnung?“ „Je 12 Kejoten.“, lächelte die hübsche Verkäuferin, ihre dadurch angehobenen Lefzen zeigten eine Reihe von gut gepflegten spitzen Fuchszähnen die schon eine Menge verkauft hatten mit diesem Lächeln. „Oh das klingt gut, zeigen Sie doch mal bitte was Sie da so haben.“ Die Verkäuferin zog eine Mappe mit Bildern unter der Verkaufstheke hervor und Anny blätterte gespannt durch die Seiten. „Das hier! Das hier nehm` ich!“, sagte sie, „oder was denkst du mein grosser Wuffel?“ Sie schaute Dan erwartungsvoll an. „Klar, wieso nicht? Der Gesichtsausdruck gefällt mir!“, schmunzelte er. Auf dem Bild welches Anny wählte war ein Eselskerl oben ohne zu sehen der mit seinen kleinen Huffingern eine Zwille spannte und herausfordernd grinsend den Betrachter anzielte. Anny bezahlte das Bild und bekam es in einer Tragetasche mit Schutzumschlag von der Verkäuferin überreicht. Die Verkäuferin fragte die beiden noch ob sie denn auf das abendliche Fest gehen würden , die beiden bejahten und wünschten der netten Fuchsdame noch einen schönen Abend. Anny und Dan schlenderten weiter durchs Viertel. Dan bekam Durst und legte einen Stopp bei „Fenniak`s fantastisch feurige Feuerwasser“ ein. Der kleine Getränkestand mit hausgemachten Drinks und skurrilen Cocktail Kombinationen war zum Glück nicht so überfüllt wie die anderen gängigen Flüssigkeits Versorgungstempel. Ein kleiner Fennektyp mit braunen Streifenmarkings stand hinter dem Tresen der ihm bis zum Hals ging. „Oy, was darf`s sein für feines, ihr Durstigen?“, fragte er lebensfroh. „Mal sehen, ihr habt ja eine interessante Auswahl hier.“ erwiderte Dan leicht verlegen und kratzte sich am Hinterkopf da er mit den Namen auf der Preistafel nicht so recht etwas anfangen konnte. „Was ist denn in dem Nightshadow drin?“, erkundigte er sich. „Oy das ist eine deliziöse Mischung aus je einem Teil selbst destilliertem Chiskey und einem Teil Chum aus Khurr-Khurr in Neu-Bagi, dazu etwas Knoorbeersaft und einem Pipetten Tröpfchen von der schwarzen Wollkirsche. Macht ganz schön rollig, kann ich bestätigen.“, der Fennekfuchs lachte herzlich. Dan war ein wenig skeptisch aber die Neugier war grösser. „Das… klingt interessant. Ich denke ich nehme einen.“ „`Kay, cool! Darf es für die Dame auch etwas sein?“ „Japp, was ist denn in dem Lunam-Vehicula drin wenn man fragen darf?“, wollte Anny wissen. “Oy, dass ist eine feurig-liebliche Kombination aus selbst angesetztem Macholderschnaps und gewürztem Waldbeerenlikör aus Rupp-Dah in Zwindien. Aufgefüllt wird es mit etwas Sako-Sako.“ „Was ist denn Sako-Sako?“, fragte Anny verwundert. „Das ist ein alkoholfreier Saftlikör aus verschiedenen Früchten“ „Oh okay, dann probier ich das mal.“ Die beiden zahlten und der Fennek fing an zu mischen. Während er dies tat schauten sich die zwei Verliebten die Leute an die an ihnen vorbeigingen. Ein Eichhörchenpärchen mit zwei schlecht gelaunten Kindern im Schlepptau die mit süssen Knabberstangen beschäftigt wurden, ein humpelnder älterer Dachs in feinen Klamotten und Gehstock, der von einer für ihn viel zu jungen, leicht bekleideten Schäferhündin begleitet wurde, ein Rabe dem das Gefieder am Kopf schon ausfiel, ein hektisch vorbei preschendes Paar welches aus einem Erdmännchen mit langen schwarzen Haaren in Goth-Klamotten und einer ebenfalls komplett schwarz gekleideten Fledermausdame mit orange-rosa Ballfrisur bestand, sowie ein gemütlich schlendernder Tiger mit interessantem Haarschopf der von einer weissen Katzendame im Bandshirt begleitet wurde. Direkt gegenüber von Fennek`s „kleiner“ Ausschenke befand sich noch der Stand einer Taube mit ein paar Eisenprotesen, die selbstgemachte Kunst aus Elektroware verkaufte. „Nick`s Electro-Tricks“ stand auf dem Schild über der Verkaufsfläche. „Oy, eure Drinks sind fertig. Lass es euch schmecken ihr Hübschen!“, sagte der Fennek und wuchtete die gut befüllten Krüge auf die für ihn unpassend hohe Theke. Dan betrachtete das lila Getränk indem im unterem Bereich des Glaskruges eine bläuliche Schicht getrennt voneinander herum waberte ein wenig skeptisch, doch als er daran nippte schmeckte es wunderbar fruchtig und kühl.
    Anny`s Getränk wurde von ihr ebenfalls argwöhnisch beäugelt. Eine sandfarbene Flüssigkeit die stark süsslich roch und ein wenig sprudelte. Sie traute sich zuerst nicht aber Dan stachelte sie witzelnd an: „Na komm, wenn du mich zum sprudeln bringen kannst dann ist das hier doch ein Klacks!“ „Ookaay, ookaay. Ich mach ja schon!“, kicherte sie und nippte. „BOAH! Ist DAS süss!“ Sie verzog das Gesicht dabei und Dan musste laut lachen. Nachdem die beiden ihre liquide Zerreißprobe beendet hatten machten sie sich auf den Weg zum Fest. Unterwegs waren die geistigen Wirkungen der Getränke durchaus zu merken, Dan hätte sie am liebsten hier und jetzt vernascht.
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    Der Festplatz befand sich auf einer freien Fläche abseits des Künstlerviertels. Er war mit gut fünf Meter hohen Tipis, die in einem grossen Kreis mit einem Durchmesser von gut einem Kilometer angeordnet waren, bestückt. Es wurde bereits dunkel am Himmel und die riesige Feuerstelle in der Mitte des Platzes erleuchtete die Gegend charismatisch.
    Zwischen den Tipis befanden sich kleinere Zelte in denen verschiedene Stammesgegenstände sowie Touristen-Nippes verkauft wurden. Selbstgemachter Indianerschmuck, kleine Skulpturen von schamanistischen Tieren, Taschen-Totems die als Glücksbringer fungierten, Traumfänger aus Knochen und Seide sowie Lektüre über die drei Gründerstämme von Teki-Nagi. Selbstverständlich wurde auch die traditionelle Küche der Stämme zum verzehr angeboten. Es wurden Rauchzeichen abgegeben, Trommelkreise verloren sich in hypnotischen Melodien und eine Gruppe Tänzerinnen in traditionellen Gewändern tanzte um das Feuer.
    „Also doch nur eine ganz normale Indianerfeier?!“, fragte Dan entrüstet. „Nein, nein. Das besondere kommt doch erst noch! Ich hab dich heute Vormittag für eine Reinigungszeremonie vorgeschagen.“, sagte sie. Dan war ein wenig überrumpelt. „Eine was!? Was macht man da?“ „Das wirst du dann sehen wenn es soweit ist, lass dich überraschen und entspann dich einfach. Die Zeremonie ist in gut einer halben Stunde. Komm wir gesellen uns zum grossen Feuer und geniessen ein wenig die Stimmung hier.“ „Nun gut“, ergab er sich, „ich vertrau dir da mal.“ Sie nahm ihn schmunzelnd bei der Hand und setzte sich mit ihm auf den Boden vor der grossen Feuerstelle. Sie saßen mit den Knien angezogen vor dem Feuer, ihr Kopf war an seine Schulter gelehnt, ihre Schweife eng umschlungen und er hatte den Arm um sie gelegt. Beide starrten in die wild tänzelnden Flammen die sich wie viele kleine feurige Schlangen gen Himmel erhoben.

    „Erzähl mir von den drei Klans. Was waren das für welche?“ Anny lachte: „Möchtest du die kurze oder die lange Version?“ „Ich war nie gut in Geschichte, die kurze reicht mir da völlig.“, erwiderte Dan verlegen.
    „Also gut, da gab es die Makohs, die Bengahs und die Skavahs. Allesamt Wandervölker die durch die grosse Wüste von hier, als Teki-Nagi noch namenlos und nur ein kleiner Anlegeplatz für Fischer und Händler war, bis weit hin nach Gahto-Nagi ins Inland pilgerten und in den Orten dazwischen handelten. Es waren Karawanenvölker die individuelle Routen nutzten, die Makohs im Norden, die Bengahs im Süden und die Skavahs dazwischen. Durch die schiere Grösse der Elemahn-Wüste war ihnen viele Jahre die Existenz der anderen Klans nicht bewusst. Als im 12 jährigen Ressourcenkrieg des Kaisers von Altmerzen, 1856, Gahto-Nagi vollkommen zerstört wurde hatten diese Völker keinen Zielort mehr und fanden sich hier am Hafen zusammen. Sie errichteten nach ihrer Zusammenkunft, welche wir hier auch feiern, Teki-Nagi als Hafenstadt. Ist dir die Version kurz genug?“ „Ja das reicht mir eigentlich schon.“, antwortete Dan, „Das mit der Reinigungszeremonie lässt mich allerdings nicht locker. Wie und Warum? Und Wofür?“ Dan war wirklich skeptisch. „Oookaay, ookaay, ich verrat` ja schon was!“, Anny stupste ihn neckisch in die Seite, „Das ist ein heiliges Ritual welches deinen Geist klären soll. Ich dachte mir du könntest es als Urlaubshighlight erfahren. Es ist wirklich tiefgreifend.“ „Und was wird da nun gemacht?“ „Es wird ein Sud aus einem heiligen Kaktus gebraut der hier in der Elemahn-Wüste wächst. Die drei Stämme nutzen ihn nachweislich schon seit über tausend Jahren um mit ihren Göttern zu kommunizieren. Leider sind diese Kakteen schon durch Pharmakologen und fehlinformierten Touristen durch das falsche Abernten vom Aussterben bedroht, was heisst das es sehr selten ist so eine Zeremonie überhaupt noch miterleben zu dürfen. Du solltest dich geehrt fühlen!“, strahlte sie ihn an. „Das… ich weis nicht so recht ob mir das gefallen soll. Der Chiskey hat mich bisher immer mit seinen Göttern, dem Jazz, der Toilette und dem Verkatert sein, kommunizieren lassen und ich bin da bisher immer ganz gut mit gefahren.“, scherzte Dan etwas nervös. „Das wird schon, es ist unglaublich befreiend wenn du dich drauf einlässt. Ich bin ja da.“, sprach Anny beruhigend auf ihn ein. „Du hast das also schon mal gemacht?“, fragte Dan erstaunt. „Japp, schon zwei mal und es war wunderschön!“, sagte sie verträumt. Dan sondierte in Gedanken seine Lage: „Okay Grosser, du bist mit einer superheissen Katzenlady die du bereits gut kennst seit einem Tag zusammen, sie ist absolut vernarrt in dich und möchte das du ein dir unbekanntes Gebräu zu dir nimmst welches angeblich Wunderwirkungen mit Götterkrams verursacht… Pro: Sie ist heiß und will dich, du hast Zeit satt, wenn das ganze nichts wird hat Conny noch auf und du kannst zu deiner eigenen Gottheit beten… Kontra: Du weist nicht was auf dich zukommt… Hmmm… Case closed!“
    „Okay ich bin dabei!“, antwortete er. „YES!“, strahlte sie ihn an. Sie fiel ihm um die Arme und küsste ihn wieder mit dieser wunderbaren Zungentechnik. Etwas regte sich in Dan`s Hose.
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  7. #7
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    (Für die u18er, Dan und Anny haben gerade an einem Ritual teilgenommen welches sehr schlüpfrig endete... inklusive hartem Cliffhanger!)

    DR. MONGREL

    8:08 Uhr. Die Tür zum Wartezimmer flog auf. „Herrn Burko bitte!“, sagte die Katze mit der hohen Stimme. Dan stand auf und verließ den Kerker der Kranken, den mittlerweile schon zwei neue arme Gestalten erdulden mussten.
    Dan folgte der Katze mit dem, für seinen Geschmack, zu kleinen Hintern durch den Flur und wurde ins Zimmer seines Hausarztes geleitet. „Der Doktor ist jeden Moment da Kleinen Augenblick noch, ja?“, piepste die schwarze Katze mit den blonden Haaren und schloss die Tür. Da saß er nun wieder und brauchte ein neues Rezept für ein weiteres Paket Schmerztabletten und Geradoxin. Er bekam recht starke Tabletten, Nopainol 600mg gegen die Schmerzen und Geradoxin 50mg gegen die Gleichgewichtsstörungen. Seit seinem Unfall vor einem Monat war es mit seinem Schweifgelenksknochen nicht besser geworden. Er konnte kaum lange in einer Position sitzen und sein Gleichgewichtssinn war auch so gut wie kaum noch vorhanden. Wenn er versuchte aus der Badewanne auszusteigen taumelte er wie nach einem dreitägigen Chiskey Delirium. Und das alles nur weil er dieses verdammte heranrasende Taxi nicht gesehen hatte, welches ihn beim überqueren der Kreuzung ja noch unbedingt mitnehmen musste auf dem letzten Meter. Es peste zu schnell um die Kurve, erwischte ihn direkt am Hintern und warf ihn gut zwei Meter weit auf den Fussgängerweg. Der Aufprall brach mehrere seiner Gelenksknochen im Schweif. Der Fahrer, ein Waschbär mit grünen Augen, lila Markings im Gesicht und mehreren Narben am Bein und an der Schläfe, stieg sofort aus und war fast krank vor Sorge. Er half Dan sofort hoch, rief den Notarzt und bedauerte seine Unaufmerksamkeit zutiefst. Dies nütze ihm aber nicht viel da Dan`s Versicherung ihm durch die missachtete Ampel eine horrende Summe an Schmerzensgeld rein drückte.
    Und nun saß Dan hier, immer noch mit steifem Schweif der in Gips gehüllt war und den er wie einen Backstein hin und her lagern musste beim sitzen. Doktor Mongrel kam vom benachbarten Patientenzimmer herein, er scherzte noch mit den Patienten im Nebenzimmer (der „Pfotentote“ und „Pinkie“) als er durch die Tür kam. Doktor Mongrel war ein dreiundsechsig jähriger Schimpanse mit einem Doktortitel in Allgemeinmedizin. Er trug einen stereotypischen langen weissen Kittel und eine Hornbrille die immer wieder von seiner Nase rutsche, sodass er sie immer wieder hochschieben musste. „Guten Tag Herrn Burko, wie geht`s dem Schwanz, haha, pardon dem Schweif?“ Dan hasste seine Witze. „So weit steht alles“, erwiderte er. Der Affe musste laut lachen. „Was kann ich für sie tun?“, fragte er und schob seine Brille hoch. Dan dachte nur: „Dasselbe wie auch letzte Woche, mir meine Tabletten verschreiben und mich endlich von hier entlassen du Spinner...“, er sagte stattdessen: „Ich bräuchte ein neues Rezept für Geradoxin und weitere Schmerztabletten, die Krankmeldung ist ja noch gültig bis nächsten Monat.“ „Ah ja, aah ja.“, sagte der Doktor, schob seine Brille erneut hoch und setzte sich an seinen Schreibtisch. Er klebte förmlich vor seinem Bildschirm, tippte und klickte unbeholfen wie er immer auf Dan wirkte auf seinem Rechner herum und schon produzierte der Drucker, der genau so alt wie das Gebäude in dem sie sich befanden zu sein schien, mit lauten tackernden Geräuschen Dan`s Rezept aus. „Hier, ich hab ihnen die doppelte Menge verschrieben, dann müssen sie nicht so oft hier herkommen.“, sagte der Affe, schob das Rezept rüber und schaute über den gerade wieder herunter wandernden Rand seiner Brille zu Dan. „Vielen Dank“, sagte dieser knapp, nahm sein Rezept und stand auf. Die beiden gaben sich die Hand und er verließ das Zimmer. Er ging durch den immer noch muffig riechenden Flur nach draussen, verabschiedete sich im vorbeigehen noch bei der Empfangsdame die ihn aber wie zu erwarten nicht wahrnahm. Draussen hatte es mittlerweile aufgehört zu regnen, dies konnte Dan`s Last nur begrüssen, denn als Gips mag man generell keinen Regen. Er beschloss sich ein gemütliches Café zu suchen da es noch früh war. Also spazierte er los, Richtung Tonschwalbenstrasse.

    (So, dass war`s auch schon. Wenn ihr das ganze durchgelesen habt könnt ihr ja mal sagen ob ich weiter schreiben soll. Würde mich freuen. Nette Tigergrüsse! :3)
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    Ava by Yoshi2332

  8. #8
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    Zum ersten Beitrag:
    An sich schon ganz gut, aber es fehlen einige Kommas in manchen Sätzen. Damit zu ich mich aber auch immer schwer.
    Und du hast "Räumlichkeiten" zweimal recht nah hinter einander verwendet was ein wenig komisch klingt finde ich.
    Der weiteren fand ich den komplett ohne Lehrzeichen geschriebenen Part zu lang. Wäre er etwas kürzer gewesen wäre es noch irgendwie ok gewesen doch durch diese Länge ist er schon recht anstrengend.
    Aber ansonsten ist es gelungen ^-^

    Ja ein originales Silvana hat nunmal seinen Preis XD
    Geändert von Yami Tsukamee (10.08.2017 um 22:39 Uhr)

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  9. #9
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    Thanks Yami! ^^ Werd versuchen das in Zukunft zu beachten.
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  10. #10
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    Das es schön wäre wenn du weiterschreibst muss man ja gar nicht erwähnen mein Lieber. Eine sehr schöne Geschichte bis jetzt.
    Zitat Zitat von Pawly Tigris/Chupp Beitrag anzeigen
    Looks like Lil Watson is inspectin`sumthin`! XD
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