Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie kam es zur Wirtschafts/Finanzkrise?
Opiumkatze
25.09.2011, 23:03
Hallo.
Ich bin auf dem Thema nicht allzubewandert, und versteh vermutlich auch nicht allzuviel davon, aber ich möchte das ändern. Ich schaue nie fern, daher bin ich auch von Nachrichten etc. abgeschirmt, was ich erfahre, erfährt jeder, wie etwa den Tod von Gadaffi oder Winehouse.
Aber wie kann es dazu kommen, dass jetzt Geldknappheit herrscht, und dass Arbeiter entlassen werden? Warum gerade jetzt und nicht vor oder in 10 Jahren?
Adam der Bär
26.09.2011, 09:56
Aber wie kann es dazu kommen, dass jetzt Geldknappheit herrscht, und dass Arbeiter entlassen werden? Warum gerade jetzt und nicht vor oder in 10 Jahren?
vor 10 Jahren gabs auch den Börsencrash. Das ist normal das es eine depression(kriese) und dann den auschwung gibt! Das war auch schon vor 90 Jahren so und es wird sich auch nicht ändern. Die wirtschaft ist wie ne welle mal gehts hoch und dann wieder runter usw. Manchmal wie 2008 ist die Kriese schlimmer dafür gibt es auch richtig gute Jahre.
Keine Angst du wirst noch andere Kriesen erleben ;) wo man arbeiter entässt ^^
Die Krise ist ganz einfach entstanden: die Banken haben festgestellt, dass sie mehr Geld im Umlauf haben, als real existiert. Und aus der Angst, nun das eigene Geld nicht mehr zu bekommen, entstand die krise - eben weil jeder versucht hat, an sein Geld zu kommen :).
Übertrieben simples Beispiel: das Geld, das Sparer auf die Bank bringen, bleibt ja nicht im Tresor liegen. Das verleiht die Bank an andere Menschen weiter und kassiert dafür Zinsen. Ein kleiner Teil dieser Zinsen wandert an den Sparer, da man ja dessen Geld verliehen hat, der Rest ist Profit. Will der Sparer jetzt aber sein Geld wieder haben, hat die Bank ein Problem: sie kann nicht auszahlen, da sie das Geld ja verliehen hat und nur langsam in monatlichen Raten wieder bekommt :).
Und wenn der Kreditnehmer seine Raten nicht zahlen kann, wirds erst richtig 'lustig': dann bekommt die Bank vielleicht sein Haus, das sie aber nicht zu Geld machen kann (amerikanische Immobilienkrise) und sie kann den Sparer immernoch nicht auszahlen.
Wenn die Bank dafür nun selber einen Kredit bei einer Bank aufnimmt und als "Sicherheit" die Schulden des Kreditnehmers angibt, hat man sogenannte 'giftige' Papiere: denn die Schulden können ja nicht eingetrieben werden.
Die Banken haben nun angefangen, sich zu mißtrauen und keine gegenseitigen Kredite mehr zu geben. Und damit ist das ganze verworrene Kartenhaus zusammen gebrochen.
Und wenn sich dann noch die Börse einmischt, hat man einen riesigen Spaß: denn an der Börse kann man nicht nur mit Aktien handeln, sondern auch mit Optionen. Also dem Recht, eine Aktie zu kaufen. Man kann auch Aktien verkaufen, die man gar nicht hat oder nur das Recht an einer Aktie, das man ebenfalls nicht hat
Angebot und Nachfrage: man sagt, eine Bank sei nicht zahlungsfähig. daraufhin sinkt der Kurs der Aktien. Diese kauft man dann. Die Bank dementiert natürlich und sagt, dass sie zahlungsfähig sei. Also steigt der Kurs wieder. Nun verkauft man die Aktien wieder und hat einen dicken Profit.
Der Haken an der Sache: zahlen die anderen Banken aus Angst nun keine Kredite mehr, ist die Bank wirklich nicht zhahlungsfähig und bricht zusammen. Und der Aktionär, der das ausgelöst hat, sitzt plötzlich auf wertlosen Aktien, die er auch nur auf Kredit gekauft hat - er hat ja damit gerechnet, dass er sie mit Gewinn wieder verkaufen kann :).
Gehört der Spekulant nun selber zu einer Bank, hat die die Verluste sogar mit verursdacht: denn sie hat im besten Fall keine Kredite an die erste Bank gegeben, aber drauf gewettet :D.
Das wächst sich zu einer Spirale aus, die keiner mehr überblicken kann. Denn Banken können auch mit dem Geld ihrer Sparer spekulieren. Und das ist dann weg, womit wr wieder am Anfang sind.
Ein perfektes Beispiel ist der Coup, den Porsche 2009 (?) gemacht hat: Porsche wollte VW übernehmen. Das macht man, indem man eine Aktienmehrheit erwirbt. Aber es gibt gesetze, dass man alle 5% oder so melden muß, wie viele Aktien man hat. Und ab 30% muß man ein Übernahmeangebot machen. Um das zu vermeiden, hat Porsche mehreren Banken Geld gegeben, damit diese VW-Aktien kaufen. Immer dicht unterhalb der Meldepflicht.
dennoch verbreiteten sich Gerüchte, die Spekulanten anlockten.
Diese liehen sich von den Banken VW-Aktien und verkaufen sie. Und wenn der Kurs sank, dann kauften sie sie zurück und gaben sie den Banken wieder. Das sind sogenannte Leerverkäufe.
Funktioniert auch meistens. Denn wenn man Aktien verkauft, dann sinkt zwangsläufig der Preis.
Die Aktien, die die Spekulanten verkauft haben, hat nun aber Porsche aufgekauft.
Bis porsche plötzlich die Karten auf den Tisch legte und verkündete, sie wollten VW übernehmen. Und es seien weniger VW Aktien im Umlauf, als die Spekulanten zurück kaufen müßten, um sie den Banken wieder zu geben.
Damit stieg der Preis der VW-Aktien natürlich in die Stratosphäre, denn die Spekulanten mußten um jeden Preis kaufen, da die Strafen noch höher wären.
Porsche hat nun die Aktien verkauft - mit tierischem Gewinn - die Spekulanten haben sie mit Verlusten für sich an die Banken zurück gegeben und die Banken gaben die Aktien wieder an Porsche, weil sie ja ursprünglich eh ihnen gehörten :).
In diesem Jahr hat Porsche an der Börse mehr Gewinne gemacht als durch den Verkauf von Autos.
Allerdings: da das ein einmaliger Coup war, konnte Porsche den im Folgejahr natürlich nicht wiederholen. Und wenn eine Firma weniger Gewinn als im Vorjahr macht, sinkt der Aktienkurs. Und der sank so weit, dass VW die Mehrheit aufkaufen und Porsche übernehmen konnte :).
Was das Ganze mit realer Wirtschaft zu tun hat?
Eigentlich gar nichts.
Brookida
26.09.2011, 11:08
wie etwa den Tod von Gadaffi
So wie ich das mitbekommen hab ist der noch auf der Flucht.
Ansonsten hat Phelan schon alles wichtige dazu geschrieben.
So wie ich das mitbekommen hab ist der noch auf der Flucht.
Ansonsten hat Phelan schon alles wichtige dazu geschrieben.
Gaddafi lebt noch und ist auf der Flucht. würde mich nicht wundern, wenn man ihn nächstes Jahr, zum Höhepunkt des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes, medienwirksam aus einem Erdloch zieht. Hat ja schonmal funktioniert :D.
Naja, auch ohne TV kann man sich über alles informieren, wenn man denn will.
www.n-tv.de
www.n24.de
www.heise.de
www.zeit.de
www.hintergrund.de
Oder man geht zum nächsten Kiosk und kauft sich eine Zeitung :).
Man muß nur wollen ...
Opiumkatze
26.09.2011, 14:35
Danke vielmals, das erklärt einiges ...
Prinzipiell ist es also einfach ein wirres Durcheinander, das niemand, nichtmal die Banken, überblickt? Also lohnt es doch auch kaum, sich damit auskennen zu wollen?
Naja, man sollte schon genug drüber wissen um bveurteilen zu können, was da gequatscht wird. Denn wenn zum Beispiel Europa Griechenland rettet, dann geht es weniger um Griechenland als darum, dass Griechenland seine Schulden bezahlen kann - an die Banken. Denn dorthin fließt das Geld aus dem Rettungsfond.
Die "Krise" um Griechenland ist ja auch zu einem Großteil künstlich.
Klar, das Land steckt in einer tiefen krise und es wäre eigentlich pleite. Aber Banken udn Spekulanten tun alles, um da noch mehr Geld raus zu ziehen. Was die Krise enorm verstärkt.
Opiumkatze
27.09.2011, 13:19
Ich verstehe.
Und was sollte man deiner Meinung nach tun, um das Leben der griechischen Bevölkerung zu verbessern?
Für die Frage bin ich der Falsche :).
Denn meiner Ansicht nach hat der griechische Regierungschef sein erstes wahres Wort gesprochen: Griechenland wurde schlecht geführt.
Wenn es nach mir ginge: Regierung tritt zurück und das Land kommt unter europäische Zwangsverwaltung. Die nächste Tranche an Rettungsgeldern geht nicht als Zins an die Banken, sondern damit wird ein Konjunkturprogramm angestoßen, damit die inländische Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Weiterhin fliegen Banken und Spekulanten aus dem Wirtschaftskreislauf raus und die EZB gibt die Kredite direkt an Griechenland.
So könnte sich das Land in 10...15 Jahren wieder aufrappeln und dann bekommt die griechische Regierung ihre Wirtschafssouverenität zurück :D.
Die Frage: "Wie kam es zur Wirtschaftskrise ?" kann man meiner Meinung nach aus vielen Blickwinkleln betrachten, und: Es geht beileibe nicht nur um Griechenland, wer die s denkt, denkt zu kurz (Geschichtlich gesehen).
Wenn man das was Augenblicklich läuft aber mit der Weltwirtschaftskriese in den 1920iger Jahren im Hinterkopf betrachtet, wird die Sache imho klarer.
Im (man beachte) Mai 2009 habe ich einen Artikel in einer Zeitung gelesen der für mich sehr aufschlussreich war und ist,
er scheint genau das vorwegzunehmen was jetzt vor sich geht:
------------------------------------------------Zitat Anfang--------------------------------------------------
Titel: Die Inflation wird kommen, und wann die nächste Währungsreform?
Was sind Milliarden? Was Billionen Echte Peanuts!
Sie werden sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, aber möglicherweise hat Ihnen Ihre Oma oder Ihr Opa davon erzählt – von der “Great Depression” (Große Depression).
Da gab die Reichsbank im November 1923 einen Geldschein über 100 Billionen Mark heraus.
Fortan produzierten, Tag und Nacht133 Druckereien auf 1783 Druckmaschinen, 30 Papierfabricken lieferten zu, 29 galvanoplastische Werkstätten stellten 400 000 Druckplatten her, 50 000 Menschen arbeiteten im Schichtdienst. Dennoch : Die Billionen schwere Banknote reichte nicht, die Druckereien konnten den schwindelerregenden Wertverlust während der Hyperinflation nicht ausgleichen.
Städte wie gemeinden gaben daraufhin Notgeld aus –über 700 Trillionen Mark, die Reichsbank unterstützte sie mit “nur” 524 Trillionen.
Ein Brötchen kostete 33 Millionen Mark, das “Streits Hotel” am Jungfernstieg verlangte für eine Hamburger Aalsuppe 876 millionen, für das Bier der Hamburger Brauerei A.Janssen – 176 Millionen, schließlich nahm die Metzgerei Richard in der Fuhlsbüttler Strasse für ein Pfund Schweinefleisch erst drei Milliarden, dann 2 Billionen.
Das war gestern. Und heute?
Die Inflation wird Deutschland überrollen – und den Rest der Welt. Es kann nicht anders sein. Zu groß sind die Mega-Milliarden Hilfspakete, irrwitzige Banken-Rettungsaktionen und wahlgeschenke. Diese ungeheure globale Geldflut wird niemand mehr stoppen können.
Peer Steinbrück sowieso nicht, der Bundesfinanzminister und Sprücheklopfer wie selbsternannter Superstar.
In Europa verschulden sich 13 von 16 Staaten der Euro-Zone viel höher als erlaubt.
Die Maastricht-Bedingungen werden zur Makulatur.
Allen voran schert sich der ehemalige Musterschüler und Stabilitätswächter, die Bundesrepublik Deutschland, nicht um Maastricht.
Die größte Volkswirtschaft der Welt, die USA, hat bereits abenteurliche 12,8 Billionen Dollar in das Finanzsystem gepumpt. Milliarden werden hinzukommen.
Das bedeutet: Inflation, ein Thema das elektrisiert. Denn die Deutschen mußten bereits mehrmals erleben, daß ihr Geld nur noch Papier war. Zuletzt nach der Währungsreform 1948: zehn reichsmark mutierten zu einer Deutschen Mark.
Da die Bürger in den West-Zonen aber nur über einen Teil ihrer Guthaben frei verfügen konnten, betrug das wahre Umtauschverhältnis 100 Reichsmark zu 6,5 D-Mark.
Selbst wenn uns eine Hyperinflation verschonen sollte – Preise, die um fünf oder zehn Prozent pro Jahr steigen, werden ein Flammenmehr anrichten.
Zum einen verlieren die Sparer selbst bei dieser eher gemäßigten Inflation große Teile ihres Geldes, vor allem bei den klassischen Lieblingsanlagen (Pfandbriefe oder Bundesanleihen), zum anderen droht fast allen Arbeitnehmern augenblicklich ein finanzieller Engpass, da Löhne wie Gehälter mit steigenden Preisen nicht mithalten können.
Das alles weiß auch dieser Peer Steinbrück. In der Öffentlichkeit gruselt er sich zwar vor der Inflation und warnt: “ich mache mir Sorgen, daß wir mit den enormen schuldenfinanzierten Gegenmaßnahmen die nächste Krise auf den Weg bringen”.
Insgeheim spekuliert er aber auf genau diese Geldentwertung. Die Inflation ermöglicht es ihm (oder seinem Nachfolger), die Staatsschulden locker zurückzuzahlen. Mit einem alten äußerst simplen Trick: Die Einnahmen (Steuern) steigen, der Wert der Schulden sinkt. Wer dem Staat also Geld geliehen hat, verliert es. Ganz oder teilweise – entweder durch einen abrupten Währungsschnitt oder durch eine wirklich quälend langsame Geldentwertung. Wetten das ?
------------------------------------------------Zitat Ende--------------------------------------------------
Opiumkatze
27.09.2011, 19:25
Stimmt, den Punkt hatte Hitler auch mal angesprochen ...
Danke vielmals. :)
Stimmt, den Punkt hatte Hitler auch mal angesprochen ...
Danke vielmals. :)
Okay, Zeit sich aus dem Thread auszuklinken ...
Brookida
28.09.2011, 11:31
Okay, Zeit sich aus dem Thread auszuklinken ...
Es hat wenigstens 2 Seiten bis godwins law gebraucht. :)
Die Krise ist ganz einfach entstanden: die Banken haben festgestellt, dass sie mehr Geld im Umlauf haben, als real existiert. Und aus der Angst, nun das eigene Geld nicht mehr zu bekommen, entstand die krise - eben weil jeder versucht hat, an sein Geld zu kommen :).
Übertrieben simples Beispiel: das Geld, das Sparer auf die Bank bringen, bleibt ja nicht im Tresor liegen. Das verleiht die Bank an andere Menschen weiter und kassiert dafür Zinsen. Ein kleiner Teil dieser Zinsen wandert an den Sparer, da man ja dessen Geld verliehen hat, der Rest ist Profit. Will der Sparer jetzt aber sein Geld wieder haben, hat die Bank ein Problem: sie kann nicht auszahlen, da sie das Geld ja verliehen hat und nur langsam in monatlichen Raten wieder bekommt :).
Und wenn der Kreditnehmer seine Raten nicht zahlen kann, wirds erst richtig 'lustig': dann bekommt die Bank vielleicht sein Haus, das sie aber nicht zu Geld machen kann (amerikanische Immobilienkrise) und sie kann den Sparer immernoch nicht auszahlen.
Wenn die Bank dafür nun selber einen Kredit bei einer Bank aufnimmt und als "Sicherheit" die Schulden des Kreditnehmers angibt, hat man sogenannte 'giftige' Papiere: denn die Schulden können ja nicht eingetrieben werden.
Wow. Ich muss zugeben, dass ich das durch deinen Beitrag zum ersten Mal so richtig verstanden habe. Das ändert aber nichts daran, dass ich bis heute das Prinzip dahinter so richtig bescheuert finde. Ich bringe mein Geld zur Bank, was da aber nicht bleibt, sondern jemand anderem verliehen wird. Und meine Bank leiht sich dann wieder Geld von einer anderen Bank. Haltet mich für bescheuert, aber ich verstehe den Sinn dahinter nicht.
So gesehen wäre es ja für jeden einfach das Beste, sein Geld unter der Matratze zu verstecken, denn da weiss man auf jeden Fall, dass es vorhanden ist (außer man wird ausgeraubt natürlich ^^). Und so mit seinem Geld zu haushalten, dass man sich nichts leihen muss...
Opiumkatze
28.09.2011, 14:06
Das Problem ist ja eben NICHT, dass sie dein Geld verleiht. Sondern sie drucken das Geld einfach oder erschaffen es aus dem nichts. Sonst müsste die Bank ja bei dir Schulden haben.
Das Problem ist ja eben NICHT, dass sie dein Geld verleiht. Sondern sie drucken das Geld einfach oder erschaffen es aus dem nichts. Sonst müsste die Bank ja bei dir Schulden haben.
Will der Sparer jetzt aber sein Geld wieder haben, hat die Bank ein Problem: sie kann nicht auszahlen, da sie das Geld ja verliehen hat und nur langsam in monatlichen Raten wieder bekommt :).
Das sagt doch genau das Gegenteil, oder?
Und überhaupt: Wenn die Banken "einfach so" Geld drucken, wieso gehen sie dann pleite?
Brookida
28.09.2011, 15:16
Das was uns umbringt sind die Zinsen also Gelder für die nie eine reale Leistung erbracht wurde genau wie die Spekulanten an der Börse die über vermutungen den Wert steuern.
Opiumkatze
29.09.2011, 12:47
Das sagt doch genau das Gegenteil, oder?
Und überhaupt: Wenn die Banken "einfach so" Geld drucken, wieso gehen sie dann pleite?
Stimmt, es wiederspricht sich. Wobei sich das zweite Zitat mehr auf frühere Zeiten bezog, in denen man noch mit Gold handelte.
Und Banken gehn ja nicht pleite, das tun nur die Filialen, die Untergebenen der Zentralbanken. Die EZB, zum Beispiel, wird nie pleite gehn. Ebensowenig die FED.
Killerwal
29.09.2011, 17:19
Das sagt doch genau das Gegenteil, oder?
Und überhaupt: Wenn die Banken "einfach so" Geld drucken, wieso gehen sie dann pleite?
Es drucken nur bestimmte Banken Geld. Dies ist in Europa die Europäische Zentralbank. Die Euopäische Zentralbank ist wiederrum in der Hand einiger der größten Privatbanken. Die Europäische Zentralbank, die das Geld aus dem Nichts erschafft verleiht wiederrum anderen Banken Geld. Diese Banken stehen somit bei der Europäischen Zentralbank in der Schuld. Sie verleihen daher an die Bevölkerung und den Unternehmen das Geld weiter und sind darauf angewiesen, dass das Geld mit Zinsen zurückgezahlt wird. Nebenbei beteiligen sich die Banken mit dem Geld auch an diversen Börsenspekulationen. Der große Punkt ist, da das Geld mit Zinsen an die Menschen und Unternehmen verliehen wird, es aber in der Gesamtmasse nie genügend Geld gibt, um auch die Zinsen der Schulden zu bezahlen. So wird es immer Leute geben, die auf ihrer Schuld sitzen bleiben und in dem System verlieren. Dies ist so eine Art Teufelskreis. Denn da die Schuld bei den Banken nicht bezahlt wird, braucht sie folglich mehr Geld von der Zentralbank. Dieses Geld wird wieder verliehen. So kommen immer mehr Menschen in die Schuldenfalle und es wird nie die Möglichkeit geben, dass in diesem System, alle schuldenfrei werden. Da das System auf Schuld aufbaut.
Das gleiche Problem besteht auch bei unseren Staatsschulden. Wir werden nie schuldenfrei werden, da nicht genügend Geld geschaffen wurde, um die Zinsen zu bezahlen.
Das Ende vom Lied ist, dass die Leute, denen die Banken gehören, irgendwann alles auf der Welt gehört. Politik würde dann nebensächlich, da die Staatschulden und Armut der Staaten so hoch sein würde, dass es so etwas wie Souveränität nicht mehr gibt. Die Politik verkommt zum Ausführungsorgan der Banken.
Das Einzige was unsere derzeitigen Regierungsvertreter getan haben, um die Banken zu retten, oder "Griechenland zu helfen", ist noch eine größere Schuld verursacht zu haben.
Das klingt bald so, als sei es von Anfang an gewollt, dass das gar nicht auf Dauer funktionieren kann.
Killerwal
29.09.2011, 18:54
Das klingt bald so, als sei es von Anfang an gewollt, dass das gar nicht auf Dauer funktionieren kann.
Es ist eine Verschwörung, die seit Jahrhunderten Bestand hat. Der Unabhängigkeitskrieg der Amerikaner beispielsweise, war nicht nur ein Krieg zur Unabhängigkeit gegenüber den Engländern, sondern auch vorrangig der Unabhängigkeit zu den Banken.
Schon Thomas Jefferson sagte:
ICH DENKE, DASS BANK-INSTITUTE GEFÄHRLICHER ALS STEHENDE ARMEEN SIND. ... WENN DIE AMERIKANISCHE BEVÖLKERUNG ES ZULÄSST, DASS PRIVATE BANKEN IHRE WÄHRUNG HERAUSGEBEN... DANN WERDEN DIE BANKEN UND KONZERNE DIE SO ENTSTEHEN WERDEN, DAS VOLK SEINES GESAMTEN BESITZES BERAUBEN, BIS EINES TAGES IHRE KINDER OBDACHLOS AUF DEM KONTINENT AUFWACHEN, DEN IHRE VÄTER EINST EROBERTEN.
Nichts anderes passiert heute. Auch beim amerikanischen Bürgerkrieg, war die Befreiung der Sklaven im Prinzip nur ein Nebenaspekt. Es war hauptsächlich ein Krieg gegen das Bankensystem.
Henry Ford sagte:
EIGENTLICH IST ES GUT, DASS DIE MENSCHEN DER NATION UNSER BANKEN- UND WÄHRUNGSSYSTEM NICHT VERSTEHEN. WÜRDEN SIE ES NÄMLICH, SO HÄTTEN WIR EINE REVOLUTION NOCH VOR MORGEN FRÜH.
_______
Edit:Tja, der Kollaps kommt. Dieses Video habe ich gerade zugeschickt bekommen:
lqN3amj6AcE
Phelan? Phelan?! ... *schaut sich um* Na toll! Ich wollte ihm ein Lob für seine tollen Ausführungen aussprechen und dann lässt der sich von Hitler verscheuchen.
@Killerwal: Ist auch erstaunlich, wie schnell Präsidenten abserviert werden, die was an der Fed-Bank drehen wollen, so wie Clinton. Man könnte glatt meinen, das sich ein Großteil der Leute von schlecht gemachter Boulevardscheiße beeinflussen lässt.
Zu Griechenland:
Das Geilste an der Sache war ja, das die Merkel denen auch noch U-Boote angedreht hat während der Krise, damit das Geld "wieder nach Deutschland zurückkommt". XD
Zu Griechenland:
Das Geilste an der Sache war ja, das die Merkel denen auch noch U-Boote angedreht hat während der Krise, damit das Geld "wieder nach Deutschland zurückkommt". XD
Rate mal wer die Dinger bezahlt
Antwort: Der Deutsche Steuerzahler (vielleicht z.T. auch der Französische), die Deutschen oder andere EU Banken haben den Griechen dafür nämlich (günstige) Kredite gegeben wenn Griechenland jetzt Pleite ist muss der Deutsche Staat die Banken stützen.
Ist aber eh Egal weil die ganze EU (und die USA) sowieso sowas von Überschuldet sind das es wohl bald wieder zu ner Währungsreform kommt.
So, heute ist das passiert, was einige bereits vermutet haben, aber doch niemand wahr haben wollte:
Zum ersten mal kann die Bundesrepublik Deutschland, einer der Hauptmotoren der Europäischen Wirtschaft, ihre neuen 10-Jährigen Staatsanleihen nicht wirklich an den Mann bringen. Nur 3,65 Milliarden Euro wurden eingenommen, statt normalerweise 6 Milliarden Euro.
Warum?
Da die EZB und andere Organisationen den Leitzins unterhalb der Inflationrate halten (EZB zurzeit 0,5%, Fed eigentlich nahezu Null) bedeuten die Staatspapiere eigentlich zu 100% Verluste. Die will natürlich keiner haben...
Die Volatilität der Börse steigt wieder leicht an, und der Euro geht so langsam auf seinen tiefsten Stand in der Schuldenkriese 2011 zu.
Eurobonds will die Merkel auch nicht...
es bleibt spannend.
for Information:
in der Süddeutschen ist heute eine Artikel "Endspiel um den EURO"
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/loesungen-fuer-die-schuldenkrise-endspiel-um-den-euro-1.1219112
Am Ende des Artickels steht:
"Insgesamt 800 Milliarden Euro müssen 2012 im Euro-Raum neu finanziert werden. Wenn die Politik nicht rasch Vertrauen bildet, dann steht irgendwann im kommenden Jahr das Finanzsystem still, mit dramatischen Folgen für die Realwirtschaft und das tägliche Leben - auch im reichen Deutschland."
Das bedeutet für mich:
nächstes Jahr muss deutschland ca 500 Mrd mehr schulden machen um den Euro zu retten, damit aber wird es für die Ratingagebturen endgültig zum Ramschpapier.
laut N-TV:
Deutschlands AAA in Gefahr Die Ratingagentur Standard & Poor's droht mit der Herabstufung von Deutschland und anderen Ländern der Euro-Zone. Neben der AAA-Bonität Deutschlands werden derzeit noch Frankreich, die Niederlande, Österreich, Luxemburg und Finnland bestbewertet. Die Herabstufung könnte nach dem Negativ-Ausblick innerhalb von 90 Tagen erfolgen.
Wolf Hagen
06.12.2011, 02:26
OK, wenns weiter so geht muss ich die "Schnaps und Zigaretten" Tabelle wieder raussuchen. XD
Ernsthaft?
So langsam ist diese Finanzlage so ruiniert, das ein kompletter Neustart (und evtl. gehängte Bänker? :3) allmälig unausweichlich scheint.
Fragt besser nochmal Uroma was in einer Gesellschaft ohne Geld wert hat, aber lasst euch keine Nylonstrumpfhosen anquatschen, die taugen nix mehr Heutzutage.
OK, wenns weiter so geht muss ich die "Schnaps und Zigaretten" Tabelle wieder raussuchen. XD
Schnaps und Zaretten -sind schonmal ne gute Wahl als Tauschobjekt auf dem Schwarzmarkt.
Mein Typ: Auch an Konserven denken und Nudeln, Reis halten sich recht lange.
http://www.youtube.com/watch?v=h_hnY3KHpa0
Habe gestern und heute folgende Information zum Thema zugespielt bekommen, und möchte sie Euch nicht vorenthalten:
Artikel (weiß allerdings nicht, wie seriös diese Zeitschrift ist):
Deutschland: Ab August 2012 wird Bargeld schrittweise abgeschafft
(http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/christine-ruetlisberger/deutschland-ab-august-2-12-wird-bargeld-schrittweise-abgeschafft.html)
Hübsches Video, mit dem ich -- endlich -- die Grundlagen des Finanzproblems begriffen zu haben glaube:
Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent (komplett) (http://video.google.com/videoplay?docid=8862164735311239449)
Interessant sind auch die letzten 10...15 Minuten des Films, wo ein paar Interviews folgen.
Das im letzten Interview vorgeschlagene alternative Bezahlsystem "ProfiDank" ist inzwischen offensichtlich auf eine neue Platform umgezogen und ist zu finden unter
http://www.joytopia.net/
Ich werde mir das definitiv mal anschauen.
Vor einiger Zeit war ich schon einmal in einem lokalen Paderborner Tauschring dabei, bin dann aber relativ bald wieder ausgestiegen, da der Ring irgendwie so klein war, dass da kaum Tauschgeschäfte zustandegekommen sind. Wenn das "Joytopia"-System größer aufgestellt ist, könnte es sein, dass dies eine gute Alternative wird...
Nachdenkliche Grüße,
Brio
@Brio. Das ist definitiv unseriös. Der Film, das ist offensichtlich, dient offensichtlich als Werbung für ihr "natürliches Geld", dessen Anspruch, innerhalb weniger Jahre die Staatsverschuldung zu beseitigen, völlig unsinnig ist. Das Video selbst ist der übliche leicht verschwörungstheoretische Erklärungsversuch; und ja, wenn man, wie im Film als Produzent angegeben, secret.tv besucht, kann man gleich auf der Startseite von Jan van Helsing, dem Maya-Kalender, Klimalüge, Impflüge, Lebenskräfte und Feinstofflichkeit usw. lesen.
Und Artikel vom Kopp-Verlag sind generell unseriös.
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kopp_Verlag
@Brio. Das ist definitiv unseriös. Der Film, das ist offensichtlich, dient offensichtlich als Werbung für ihr "natürliches Geld", dessen Anspruch, innerhalb weniger Jahre die Staatsverschuldung zu beseitigen, völlig unsinnig ist. Das Video selbst ist der übliche leicht verschwörungstheoretische Erklärungsversuch; und ja, wenn man, wie im Film als Produzent angegeben, secret.tv besucht, kann man gleich auf der Startseite von Jan van Helsing, dem Maya-Kalender, Klimalüge, Impflüge, Lebenskräfte und Feinstofflichkeit usw. lesen.
Und Artikel vom Kopp-Verlag sind generell unseriös.
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kopp_Verlag
Danke für die Einschätzung, Lantha!
und wenn dich das Thema noch interssiert, da (http://www.youtube.com/watch?v=JBrhtPrbgp4) ist eine gut verständliche Erklärung.
Die Inflation wird Deutschland überrollen – und den Rest der Welt. Es kann nicht anders sein. Zu groß sind die Mega-Milliarden Hilfspakete, irrwitzige Banken-Rettungsaktionen und wahlgeschenke. Diese ungeheure globale Geldflut wird niemand mehr stoppen können.....................................
.........................Das alles weiß auch dieser Peer Steinbrück. In der Öffentlichkeit gruselt er sich zwar vor der Inflation und warnt: “ich mache mir Sorgen, daß wir mit den enormen schuldenfinanzierten Gegenmaßnahmen die nächste Krise auf den Weg bringen”.
Insgeheim spekuliert er aber auf genau diese Geldentwertung. Die Inflation ermöglicht es ihm (oder seinem Nachfolger), die Staatsschulden locker zurückzuzahlen. Mit einem alten äußerst simplen Trick: Die Einnahmen (Steuern) steigen, der Wert der Schulden sinkt. Wer dem Staat also Geld geliehen hat, verliert es. Ganz oder teilweise – entweder durch einen abrupten Währungsschnitt oder durch eine wirklich quälend langsame Geldentwertung. Wetten das ?
Ich grab mal wieder dieses alte Thread aus, weil ich denke das es immernoch Brandaktuell ist.
Ich habe ja hier schon früher die These vertreten, das die Wirtschafts/Finanzkrise nicht etwa durch Griechenland und die Faulheit der Südländer ausgelöst wurde sondern das Ergebnis einer falschen Geldpolitik ist und sehe mich durch die aktuellen Geschehnisse bestätigt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sparkasse-bankia-braucht-von-spanien-19-milliarden-euro-hilfen-a-835382.html
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