PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jugendschutz


Brookida
19.03.2009, 08:56
Brauch Deutschland einen schärferen Jugendschutz ?

Ich sage dazu ganz klar nein, man sollte erstmal dafür sorgen das geltendes Recht umgesetzt wird.

Was sind eure ansichten dazu auch in der Killerspiel debate?

Dorian Graywulf
19.03.2009, 12:45
ganz endeutig nein, er sollte deutlich gelockert werden, das wäre für alle Beteiligten besser

Lutan
19.03.2009, 13:21
Wir brauchen keinen härteren Jugendschutz, wir brauchen bessere und sinnvollere Aufklärung. Wir brauchen Eltern, die ein wenig vom Stress entlastet werden, damit sie sich besser um ihre Kinder kümmern können. Kleinere Klassen und Lehrer die die Möglichkeit haben, auf die Kinder und Jugendlichen einzugehen. Dass auch mal Fragen beantwortet werden, die interessieren und nicht nur Stoff in die Köpfe geprügelt wird. Wir bräuchten mehr Vereine (nicht unbedingt nur Sportvereine) in denen Gemeinschaft und sozialer Kontakt gefördert werden. Das die Kinder was miteinander machen, lernen zusammen zu arbeiten und nicht vor TV, PC oder Konsole versauern. Nichts gegen diese Sachen, sind schöne Dinge, aber nicht als Eltern-, Lehrer- oder Freunde-Ersatz geeignet.

Und nicht zuletzt wäre eine Perspektive nicht schlecht. Ich sehe viele, mich eingeschlossen, das geb ich gern zu, die von den momentanen Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt so eingeschüchtert sind, dass sie nicht Handlungsfähig sind. Man muss sich vor kritischen unpersönlichen Firmengiganten beweisen, wenn man nicht das Glück von Vitamin B hat. Und die Hilfen die man dafür bekommt sind mehr als nur wiedersprüchlich und behaupten alle dass es nur auf ihre Weise klappt. Dass sich da Verzweiflung breit macht und Gewaltphantasien hochkommen kann ich nachvollziehen. Dafür brauch ich keine "Killerspiele".

Swift
19.03.2009, 17:31
Jugendschutz ja, aber bitte keinen Erwachsenenschutz. Wenn ich schon volljährig bin, dann will ich meine Videospiele und Filme auch uncut kaufen können. Nur weil ab und zu mal jemand durchdreht, heißt das nicht, dass gleich Gewaltspiele dran Schuld sind.

Pura
19.03.2009, 17:54
Der hatte nicht mal Gewaltspiele gehabt oder wie war das?

Finde das der Jugendschutz nichts bringt, wenn er härter würde.

Motig
19.03.2009, 18:19
Der hatte nicht mal Gewaltspiele gehabt oder wie war das?

Counter Strike hat er gedaddelt und deswegen ist auch das Thema Killerspiele und Jugendschutzt wieder aufgeflammt.

Aber meiner meinung nach sollten nicht die Gesetzte verschärft werden um an soclhe Sachen ranzukommen zu erschwären, sondern lieber viel mehr Pedagogische Arbeiten geleistet werden um solche Problem Kinder und Teenis eine andere Möglichkeit zu geben als diesen Ausweg zu nehmen.

Eltern sollten auf das Verhalten ihrer Kinder besser achten und auch Sorge tragen das sowas nicht passiert. Auch wenn Beide Eltern Teile Arbeiten, jemand sollte immer für Kinder Ansprechpartner sein.

Vetaro
22.03.2009, 02:08
Link zu meinem Beitrag zu dem Thema.
(http://vetaro.wordpress.com/2009/03/18/660/)

CyberFox
23.03.2009, 14:01
Die Problematik oder der Auslöser der ganzen Sache sind meiner Meinung nach absolut nicht einfach nur "Killerspiele" und "Gewaltvideos" - aber sie tragen nichtsdestotrotz ihren Teil zum Gesamtdesaster bei.

Das einzige, worin diese beiden Faktoren wirklich gut sind, ist die Möglichkeit zur Instrumentalisierung und Dämonisierung, da der Großteil der Bevölkerung auf Gutdeutsch keine Ahnung hat und sich auch nicht mit der Thematik beschäftigen will, sondern lieber einen Sündenbock präsentiert bzw. mundgerecht serviert bekommt.
Und genau das ist auch der Fehler, den viele Eltern machen: Das "Sich nicht damit beschäftigen Wollen" oder "- Können" - ich möchte hier nämlich keiner Familie einen Vorwurf machen, in der beide Elternteile Vollezeit beschäftiugt sind, um genug Geld für einen einigermaßen Lebensttandard und eine sichere, finanzielle Zukunft des Nachwuchses zusammen zu kratzen.

Das Fatale ist in diesem Fall nämlich, dass mit dem zunehenden Anspruch der Leistungsgesellschaft nach Flexibilität und Einsatzbereitschaft gleichzeitig die außerfamiliäre Betreuung in den KiTas und Schulen radikal rationalisiert wurde - und das in einem desaströsen Umfang. Denn hinzu zu den größeren Gruppen mit weniger Betreuern kommt auch die wachsende Anzahl an Kindern mit Migrationshintergrund, die ihrerseits zudem auch noch ein Vielfaches and Betreuungs- und Lehraufwand mehr mit sich bringen, als Kinder mit deutschem Familienhintergrund. Daraus ergeben sich zwei Faktoren, die nun dazu geführt haben, dass man sich als Betreuer(in) nicht mehr um jedes kleine (Seelen-)"Wehwehchen" kümmern kann, da einem sonst die restlichen 50 Kiddies die Bude auf den Kopf stellen.

Aufgrund fehlernder Beschäftigung, fehlendem Freizeitabgebot und leerem Elternhaus - wenn Vater und Mutter vollzeit berufstätig sind oder sein müssen - entsteht nun ein Beschäftigungsvakuum, das der Jugendliche selbst füllen muss. Und hier ist meiner Meinung nach die erste große Einstiegsgefahr in Computerspiele oder das "Herumhängen" mit anderen gleichaltrigen ohne erzieherische Führung - also quasi Selbsterziehung und eine Form von Anarchismus. Und dass in einer Anarchie der Stärkere in seiner Umgebung die Oberhand hat, sollte selbsterklärend sein. Also wird die Gewalt fast wie selbstverständlich mehr und mehr Mittel zur eigenen Profilierung, ohne pädagogische Beratung und Lenkung, sondern nur durch Selbstbestätigung: Im Computerspiel, sei es Egoshooter, MMORPG oder Strategie, und auch im Cliquenleben ist (Waffen-)Gewalt das Mittel, um seine Ziele durchzusetzen.
Somit hat sich durch mangelnde Kommuniaktion und das fehlende Gespräch darüber, dass Gewalt zwar eine Lösung sein kann, diese aber nicht gerade Gesellschaftlich kompatibel ist, eine Selbsterziehung eingestellt, die praktisch als Frühprägung nicht mehr Umkehrbar ist.

Und wenn dann irgendwann im Leben einmal der Punkt im Leben kommt, an dem der Geist den Katalysator "Gewalt" zu "Machtergreifung" über die gesamte ihn subjektiv drangsaliernende Umgebung in Betracht zieht - ja, dann knallts, auf die eine oder andere Weise.

Verschärfter Jugendschutz bringt in meinen Augen rein gar nichts. Von der Politik wird Symptombehandlung betrieben, statt dass man sich auf die Auslöser des Ganzen konzentriert - aber die Auslöser sind ja die eigene politische, mit Volksverblendung geschmückte Talfahrt, und man darf ja nicht an dem Ast sägen, auf dem man selbst sitzt, oder? ;-)

Snowpaw
27.12.2009, 05:04
Härteren Jugendschutz? Wofür ist der überhaupt gut?

Ich hab mit 6 Jahren Horrofilme geguckt, Killerspiele gezockt und mit 14 haben ein paar Freunde, die heute nix mehr mit mir zu tun haben, Tierpornos abgespielt. Ich fand den eher zum Totlachen als erschreckend.

Hat's mir irgendwie geschadet? Kein Stück die Sache haben mich kalt gelassen, weil ich ihnen keine Bedeutungen beigemessen habe.

Das Kernproblem ist Erziehung, dann wissen die Bälger wie man mit Alkohol, Sex und anderem Kram vernünftig umgeht. Das ist aber nicht Sache der Staatsgewalt in dem Sinne. Es sollte mal lieber dafür gesorgt werden, das die Leute wieder etwas Eigenverantwortung und Hirn an den Tag legen, dann brauchen wir auch keine derartigen Reglementierungen.

Luskfoxx
27.12.2009, 10:56
Jugendschutz ist im Grunde genommen ein Wort, nichts weiter. Einen härteren Schutz würde die Kiddies auch nicht davon abhalten zu tun, was sie wollen.

Wenn der eine mit 6 Jahren Horrorfilme schaut und wegen nen Alptraum ausn Fenster springt, dann kann auch der beste Jugendschutz der Welt nix dagegen machen. Es sind immer noch die Eltern, die die Verantwortung haben. Wenn ich meinen (nicht vorhandenen) minderjährigen Kind ne Zigarette gebe, dann mache ich eindeutig einen Fehler.

Wir brauchen keinen härteren Jugendschutz, sinnlos, es wird immer so bleiben, wie es ist und das ist meine Meinung dazu...

Jaster
27.12.2009, 12:17
Natürlich brauchen wir einen schärferen Jugendschutz!
Es kann ja mal garnicht sein, dass unseren schutzlosen Kinder einer derart gefährlichen Welt ausgesetzt werden!
Immer wieder kommt es dazu, dass sich unsere Kinder beim Spielen verletzen, beim gehen stürzen und sich weh tun oder gar mit einem Fremden in Kontakt kommen! Und wer ist daran Schuld? Nicht wer, WAS!
Es ist unser viel zu lockerer Jugendschutz! Eine einzige Nachlässigkeit!

Was wir brauchen, und zwar wirklich dringend, ist ein Gesetz, nach dem Kinder und Jugendliche unter 35 jahren in ein mit Watte ausgestopftes Zimmer gepserrt werden, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt, damit sie nicht verdorben werden oder durch agressive Einwirkungen von außen verschändelt werden können!

dogyday
27.12.2009, 16:24
In Zeiten des Internets, wo man selbst mit 6 schon auf eine Pornoseite kann ist Jugendschutz schwer durch zu setzen. Plötzlich hat man einen gebrannten Porno und eine Ego-shooter CD-ROM in der Hand. Mit 13 stürzt man dann in eine riesige Sammlung von Pornos und Ballerspielen. Aber 6jährige kann man doch mit einer einfachen Internetsperre auftricksen. In den Schulen müsste man an sowas langsam rangeführt werden. Das hört sich komisch an, aber Aufklärung ist immernoch besser als das man als Jugendlicher da rein stürzt. An Klillerspiele kommt man immer, kan man nichts dran ändern.

Falli
27.12.2009, 17:29
Achja .. das gute Thema "Jugendschutz"

Aber ich habe es schon öfter gesagt oder wenigstens angedeutet:

Man kann die Jugend nicht durch unzählige Gesetze schützen oder gar durch Verbote und Indizierungen.
Die Eltern spielen hierbei die Schlüsselrolle, nicht die Videospielindustrie oder aber das Internet.

Man kann entweder alles abschaffen, was auch zum Leidwesen aller anderen führt, oder aber den Eltern wieder etwas mehr Verantwortungsbewustsein einimpfen.
Denn schliesslich ist nicht Vater Staat der jenige der die Kinder erziehen soll, denn das ist die Aufgabe der Eltern.

Die Zeiten haben sich zwar geändert und neue Gefahren für Kinder und Teenager sind entstanden, aber wo ist der Unterschied ?!
Ob nun die Eltern aufpassen müssen, das die Tochter oder der Sohn, sich nicht Zugang zu schmuddelheftchen verschaffen, oder sich Zugang zu Pornseiten im www verschafft.
Was die Spiele angeht, habe ich persönlich nichts gegen eine Altersbeschränkung, denn diese gibt es immerhin auch bei Filmen etc.
von daher ist das eigentlich ein muß !
Der Wirbel der um solche Spiele gemacht wird ist nur ein gaaaanz klein wenig übertrieben.
Das Thema Krieg und Gewalt ist so alt wie die Menschheit selbst und ich habe früher auch so getan als wäre der Ast ein Gewähr und habe damit Krieg gespielt.
Das haben fast alle Jungs eine Zeit lang gemacht ..oder aber man ist zu Fasching als Cowboy oder Indianer herumgelaufen und hat geschossen.
Dennoch sind wir keine Massenmörder oder Amokläufer geworden.

Ich sehe die Gefahr der vernachlässigung momentan selber bei einem guten Freund, der 2 Kinder hat und dessen Sohn (gerade einmal 5 Jahre alt) schon an der Playstation spielt, selbst schon eine PS2 hat und einen Großteil der Zeit or dem tv verbringt.
Und ja ich habe demjenigen schon gesagt was ich davon halte und das ich es wohl besser finden würde, wenn er oder seine Frau sich doch einmal die Zeit nehmen würden mit dem kleinen rauszugehen und mal zu spielen, nicht zusammen Playstation zu zocken und Spongebob anzusehen.
Aber es ist ja die Mühe die man sich macht und man schränkt sich selbst in seiner Freizeit ja auch ein, wenn man etwas unternimmt.
...ab und zu machen die das auch .. allerdings viel zu selten.

Es ist viel einfacher ein Kind vor den TV , die KOnsole oder später vor den PC zu setzen.
Dann hat man als Elternteil ja seine ruhe weil der kleine abgelenkt ist.
Aber dann darf man sich nicht über die Pornindustrie, Forenthemen oder Spiele beschweren, die sich das Kind dann zugänglich macht.

Denn man könnte ja auch seine Zeit mit dem Kind verbringen, Jugendschutzfilter einrichten oder gar nur bestimmt Seiten freigeben, oder sich gar zusammen an den PC setzen und das gerät nur dann für das Kind zugänglich machen wenn auch ein Erwachsener als Aufsicht dabei sitzt.
Das so etwas nur bis zu einem gewissen alter geht ist verständlich, aber auch dann kann man gute Schutzfilter einrichten die den PC sicher machen ..und wenn man das selbst nicht kann, dann findet sich in der Nachbarschaft sicher jemand der so viel vom PC versteht, so das dieser dann einen solchen Schutz einrichten kann.


Aber wie so immer schreien alle nach Schutz, weil sie selbst zu faul sind sich um ihren Nachwuchs zu kümmern.
Und wenn der Sohn mit 11 Jahren auf den Gedanken kommt, sich nackt zu fotografieren weil er das im Internet gesehen hat, dann haben definitiv die Eltern versagt .... nicht aber Wikipedia mit dem Artikel über den mensch. Körper !

Zeke
27.12.2009, 17:55
es ist doch immer das selbe, sei es mit alk drogen oder kippen bzw in dem fall spiele. die "kinder" suchen sich einen erwachsenen auf der strasse und der kauft das für die. so hab ich das meine ganzen jugen über gemacht und es hat immer funktioniert. schärfere gesetzte bringen nichts meiner meinung nach die kinder kommen an alles.