Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer hat die Panorama Folge bei ARD gesehen?
Heute Abend lief bei Panorama ein interessanter Bericht wegen den Fake-Dokumentationen bei den Privaten Fernsehsender. Wer hat das gesehen?
Ich fand die Doku gut gemacht und sie macht nachdenklich.
Es ist bedenklich, dass relativ viele Personen nicht in der Lage sind zu erkennen, dass diese Dokus nicht echt sind.
Brookida
07.07.2011, 22:19
Darüber hat der Fernsehkritiker auch schon berichtet. Es scheint wirklich so zu sein das die Deutschen immer dümmer werden, die Glotze hat immer Recht und wir haben das jobwunder und die Wirtschaft boomt. Hieran die Welt ist so Bild und Rtl einfach ;)
MechaTikal
08.07.2011, 09:42
Wenn das das Ding war, über das sie bei BILDblog berichtet haben, dann nein - hab ich nicht gesehen.
Ich wüsste nicht, weshalb ich mir darüber eine Doku ansehen müsste. Es ist für mich klar, dass das Allerwenigste im Fernsehen echt ist. Gerade bei Sendungen wie "Mitten im Leben" oder "Mieten, kaufen, wohnen" gibt es zahlreiche Anhaltspunkte, die dafür sprechen, dass das Ganze nach Drehbuch (mit eher schlechten Schauspielern) abläuft.
Wundert sich denn niemand, dass "plötzlich" und "ganz unverhofft" irgendwelche für die Geschichte wichtigen Leute vor der Türe stehen oder das Telefon klingelt? Wie kann denn bei Zeiträumen, die sich teilweise über Monate hinwegziehen, an wichtigen und unvorhergesehenen Ereignissen immer die Kamera dabei sein?
Und was mir auch aufgefallen ist: Die erwachsenen Personen (sprich: meist Eltern) sind immer extrem jung, so gut wie nie über 40, und haben immer mindestens ein Kind im Teenageralter. Die Erwachsenen sind garantiert oft schon Anfang 50 und eine wirkliche Verwandschaft kannste da wohl vergebens suchen.
Oder warum stehen in der Zeitung immer Annoncen à lá "RTL sucht Laiendarsteller!" ? ;)
Nee, also, wer sowas für echt hält, dem ist nicht mehr zu helfen.
Killerwal
08.07.2011, 11:57
Die Sendung lief erstmals im Mai auf dem NDR. Allerdings scheint die jüngste Ausstrahlung nicht mehr das Original zu sein und brisante Punkte, die die öffentlich Rechtlichen ins schlechte Licht rücken könnten, wurden rausgenommen:
http://fernsehkritik.tv/blog/2011/07/die-verwasserte-reportage/
Daher poste ich nachfolgend nochmal das Original:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/luegenfernsehen105.html
Über die Hinweise kann man streiten, aber wer es sich ansieht ist selber schuld. Wenn ich in einem Eiscafe einen schlechten Kaffee trinke, gehe ich auch nicht wieder hin und sage es Anderen. Aber ich gehe doch nicht wieder hin. Würde es sich keiner ansehen, wäre das Konzept auch nicht so erfolgreich. Irgendwer trink also diesen Kaffee immer wieder und grummelt dann rum. Wir sind nicht in der DDR , wo es nur, wenn überhaupt, Kaffeemix gibt.
Killerwal
08.07.2011, 20:20
Über die Hinweise kann man streiten, aber wer es sich ansieht ist selber schuld. Wenn ich in einem Eiscafe einen schlechten Kaffee trinke, gehe ich auch nicht wieder hin und sage es Anderen. Aber ich gehe doch nicht wieder hin. Würde es sich keiner ansehen, wäre das Konzept auch nicht so erfolgreich. Irgendwer trink also diesen Kaffee immer wieder und grummelt dann rum. Wir sind nicht in der DDR , wo es nur, wenn überhaupt, Kaffeemix gibt.
Über was sprichst Du hier eigentlich? o_O
Eigentlich wolte ich sagen: Wer sich den Mist ansieht, sollte nicht meckern. Er kann ja auch umschalten, oder sogar aus.
MechaTikal
08.07.2011, 21:14
Da hat er allerdings Recht. Es gibt auf jeden Fall genug Leute, die wissen, dass das gefaked ist aber es trotzdem, aus welchen Gründen auch immer, sehen.
Ich muss gestehen, dass ich gerade "mieten, kaufen, wohnen" ab und an gern sehe, allerdings deshalb, weil ich Wohnungen und Häuser absolut faszinieren.
Ich finde, dass das "man muss es ja nicht ansehen"-Argument rein gar nicht zieht.
1. Das wäre okay, wenn es auch ansprechendes Programm geben würde. Nun ja, das gibt es, aber zu welchen Sendezeiten?
2. Man muss damit rechnen, dass eine große Zahl weniger bemittelter Leute den Schwachsinn im Fernsehen glaubt und daher die Meinung übernimmt. Leider sind die Medien oft sehr diskriminierend und vorurteileschürend, so z.B. sehr oft bei ALGII-Empfängern, Teenagern, "Nerds" (im allgemeinen) oder bestimmten im ersten Moment als pervers empfundenen Fetischen, Krankheiten (im speziellen). Es gibt lauter zweifelhafte Sendungen … Eine mundgerechte Meinung möglichst vereinfacht und anschaulich zu servieren, um damit die Quoten zu erhöhen, ist bei vielen Geschäftsmodell.
Ich habe zwar nicht die NDR-Reportage gesehen (werde es nachholen), bin aber Fernsehkritik-TV-Gucker seit Folge 20 und habe jede Folge gesehen.
MechaTikal
14.07.2011, 12:35
Ich finde, dass das "man muss es ja nicht ansehen"-Argument rein gar nicht zieht.
1. Das wäre okay, wenn es auch ansprechendes Programm geben würde. Nun ja, das gibt es, aber zu welchen Sendezeiten?
Öhh naja, es gibt hunderte andere Beschäftigungsmöglichkeiten und es soll durchaus Leute geben, die gar keinen Fernseher mehr besitzen.
2. Man muss damit rechnen, dass eine große Zahl weniger bemittelter Leute den Schwachsinn im Fernsehen glaubt und daher die Meinung übernimmt. Leider sind die Medien oft sehr diskriminierend und vorurteileschürend, so z.B. sehr oft bei ALGII-Empfängern, Teenagern, "Nerds" (im allgemeinen) oder bestimmten im ersten Moment als pervers empfundenen Fetischen, Krankheiten (im speziellen). Es gibt lauter zweifelhafte Sendungen … Eine mundgerechte Meinung möglichst vereinfacht und anschaulich zu servieren, um damit die Quoten zu erhöhen, ist bei vielen Geschäftsmodell.
Siehst du, und genau das ist mir mittlerweile Wurst. Wenn ich doch genau weiss, dass die Leute zu bequem sind, mal nachzudenken und zu hinterfragen, anstatt eine vorgekaute Meinung zu schlucken, dann meide ich sie eben.
Ich stehe selbst in der Kritik, dadurch, dass ich ALGII beziehe, weiss also, wovon ich rede.
Huhu,
versteh mich nicht falsch. An meinem Fernsehen würde auch nur ein Rechner hängen, damit ich Musik hören und DVDs oder BluRays gucken kann. Stimme dir zu. Nur deine Art mit dem Problem umzugehen, kann ich nicht teilen.
Das Problem mit dem schlechten Fernsehen und Leuten, die vorgefertigte Meinungen aus dem TV nachplappern ist nicht damit gelöst, dass man sie meidet. Fernsehen ist nicht nur schlecht – im Sinne von belanglos oder langweilig. Fernsehen ist auch abgrenzend/diskriminierend, hetzerisch, politisierend, ideologisch.
Denk dir, als Furry, einfach mal, dass nicht ARTE ein Beitrag über Furries verfasst, sondern Pro7 und dass Pro7 trotz des achsotollen Tolerance Day beschließt, dass es mehr Quoten bringt, wenn man von einem potentiell sexsüchtigen Haufen Perverser berichtet, die auf TailsUp-Treffen ihre schlimmsten Fetische ausleben als von ein paar Menschen, die sich an anthropomorpher Kunst in Schrift, Bild, Ton, Theater erfreuen. Stell dir vor, was das für Auswirkungen auf dein Privatleben haben könnte (EF-Poster abhängen, wenn Besuch kommt, Sticheleien wegen Pfötchen aufm Ranzen, etc …). In Deutschland scheint es unproblematisch, aber in Amerika soll dank … war es Fox News? … das Problem bestehen, dass Furries häufiger angefeindet werden.
Anderes Beispei: In Das Model und der Freak wird ein WoW-Spieler, mit Freundin wohlgemerkt, als zurückgezogener Eigenbrötler dargestellt, blass, dürr, ungeschickt im Haushalt, keine Sozialkompetenz. Aber nicht nur hier, auch liefen manchmal in Galileo und manchen ÖR-Magazinen fragwürdige Beiträge über fragwürdige Korrelationen zwischen gamen und psychischer Labilität. Diverse Reality Soaps greifen das Problem auf (und wenn Anne Will darüber diskutiert – tut sie leider oft – ist eh alles verloren).
Er- und hinterfrage mal das allgemeine Bild in deiner Umgebung zu Leuten, die gerne zocken. Hast du nicht, obwohl du selbst vielleicht gern online spielst, gleich ein bestimmtes Bild im Kopf?
Denkst du, es ist für eine bestimmte Gruppe von Leuten angenehm, derart über einen Kamm geschert zu werden? Denkst du, dass es das Problem verbessert, wenn du konsequent Leute mit fragwürdigen Ansichten meidest, statt z.B. mit ihnen darüber zu reden? Glaubst du nicht, dass man das Problem an der Wurzel anpacken muss?
Für mich ist Fernsehen als ein sehr einseitiger Informationskanal (strikte Trennung von Sendern und Empfängern ohne Möglichkeit zur Mitbestimmung) irgendwie obsolet. Alles, was der Fernseher kann, kann das Internet theoretisch auch. Hinzu kommt, dass man, wie z.B. bei YouTube, als Nutzer die Möglichkeit hat, seine Meinung zu äußern, als Vlog oder als Kommentar. Wenn man der Meinung ist, dass ein Video falsche Infos enthält, kann man das im Kommentar begründen oder eine Gegendarstellung bringen. Das geht beim Fernseher nicht. Es erschwert die Entstehung von Vorurteilen, wenn man direkt zwei Seiten einer Medaille sieht.
MechaTikal
14.07.2011, 19:35
Puh, ja, du hast sicher schon Recht, Lantha. Ich sehe mich bei deinen Beispielen gleich mehrfach angesprochen: Ich bin Furry, spiele leidenschaftlich gern Videospiele (sogar mal eine zeitlang WoW) und bin seit geraumer Zeit arbeitslos. Eigentlich bin ich also das perfekte Opfer für die Medien.
Das Schöne an der Sache ist: Man sieht es mir nicht an. Erstens bin ich weiblich, und die meisten Hardcore-Zocker sind immer noch männlich. Zweitens bin ich in meinen Augen doch ein gepflegter Mensch, rauche nicht, trinke selten Alkohol, bin gebildet, dusche täglich mindestens einmal und bin nicht einmal übergewichtig. Klingt nun arg selbstverliebt, aber ich wette, wenn ich auf die Straße gehe und die Leute frage, was ich denn so privat treibe, dann würden sie nicht auf Hartz IV-Zockerweibchen kommen.
Achja, nebenbei erwähnt ging meine letzte Beziehung in die Brüche, weil der Knabe am Ende nur noch WoW gespielt hat und sich als bekennendes Muttersöhnchen nicht um die gemeinsame Wohnung gekümmert hat.
Wie gesagt, es ist sicher mehr als lästig, wenn man gleich mit anderen in einen Topf geworfen wird, allerdings lässt sich der schlechte Eindruck auch geradebiegen, wenn man willens dazu ist. Und ich kenne für jeden der drei Gruppen - Furry, WoW-Suchti, AlgII-Empfänger - selbst mehr negative als positive Beispiele. Dazu muss ich mich teilweise nur in diesem Forum umsehen, und schon springen mir alle Klischees um die Ohren. ;)
War jetzt im Kino zu dem Film und der war der Hammer! * *
Geh sogar nochmal ein zweites mal hin! ^^
Killerwal
31.07.2011, 14:57
War jetzt im Kino zu dem Film und der war der Hammer! * *
Geh sogar nochmal ein zweites mal hin! ^^
Über was redest Du?
CyberFox
01.08.2011, 09:37
Das Problem ist: Wenn alle 'aufgeklärten' Leute die 'Mitläufer' einfach nur ignorieren und sie ihr Leben leben lassen, statt aktiv zu werden und die 'Aufklärung' zu verbreiten, dann wird die Wand, der man sich gegenüber sieht, mit jedem Tag größer, 'dümmer' und erdrückender.
Mit dem 'Widerstand' erst anzufangen, wenn 99% der Bevölkerung die Gehirnwäsche schon hinter sich haben, ist ein Kampf gegen Windmühlen.
Es verlangt ja niemand, dass Aufklärungsveranstaltungen abgehalten werden sollen, aber wenn jeder 'von uns' im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis bei ganz normalen Alltagsgesprächen, in denen das Thema auf solche 'Reality-Shows' kommt, ein wenig aufklärerisch tätig wird ...
Jedenfalls besser, als Ignoranz.
Brookida
01.08.2011, 10:09
War jetzt im Kino zu dem Film und der war der Hammer! * *
Geh sogar nochmal ein zweites mal hin! ^^
WTF was hast du den geraucht? Falscher Thread?
@Cyber genau das sag ich immer wieder aber selbst das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Meine Mutter dachte schon ich bin pedo weil ich gegen stopschilder im Netz bin :shock:
Vor etwa 6 monaten hab ich das letzte mal so ne **** geguckt... erst kam mitten im leben und dann noch was und beides wurde im selben haus gedreht ... danach kam man sich echt vera*** vor ._.
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