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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was ist eure Meinung zu Uchronie (Alternativweltgeschichte)



Brookida
19.05.2011, 16:50
Was ist eure Meinung zu Uchronie (Alternativweltgeschichte)? Oder besser gefragt was währe wenn? Mich fasziniert diese Untergruppe der Science-Fiction ungemein genau wie die viele Welten Theorie aus der Quantenmechanik.

Welche Ereignisse hätten anders laufen sollen in der Geschichte und was währen ihre Auswirkungen auf unsere Heutige Zeit.

Roslarb
19.05.2011, 16:52
ich finde das geil^^ ich frage mich öfters aus spaß, "was würde passieren wenn ich jetzt den bus nehmen würde, wen würde ich treffen?" ich laufe dann und frage mich wieder " wenn ich jetzt rechts gehe was würde passieren" sowas liebe ich ist ein guter zeit vertreib

Cody_Berry
19.05.2011, 16:56
Hmm, ein große sache ist natürlich die Frage: Was wäre wenn Hitler nie an die Macht gekommen wäre? Erstmal würden einem dann viele positive Dinge einfallen, aber mal von der anderen Seite betrachtet, wo wäre Deutschland dann jetzt? Kann es sein das wir dann nicht so weit wären wie wir es jetzt sind? An und für sich finde ich das alles sehr interessant. Aber meine unglaubliche Neugier lässt mich trauern das ich es nie herausfinden werde...

Brookida
19.05.2011, 17:30
Hitler ist ein Fall der oft genannt wird, Was die meisten dabei vergessen ist das Hitler nur einer von vielen Faschisten war die es damals gab und selbst wenn man die ganze NSDAP entsorgt hätte die anderen Nationen guckten auch auf ihren Gebietsvorteil ein Krieg währe woll eh gekommen nur Später und mit anderen Parteien und großen Kriegsverbrechen.

Was währe wenn Jesus nicht am Kreuz gestorben währe was währe in der Heutigen Zeit die führende Religion und währe das Mittelalter anders verlaufen?

Cody_Berry
19.05.2011, 18:03
Ich bin der Meinung das ohne Religionen viel Leid nicht passiert wäre. Angefangen bei kleinen Dingen wie Ablassbriefen, über Hexenverbrennung bis hin zu Dingen in Kreuzzug-Ausmaß

Brookida
19.05.2011, 19:48
Da halt ich gegen das die Sowjetunion ein Atheistischer Staatenbund war in dem trotz dessen viel scheiße passiert ist der Mensch braucht dafür keine Religion nur einen höheren Gedanken oder einen Sündenbock um Scheiße zu bauen.

Like
19.05.2011, 19:52
Ich finde sowas richtig geil. ^^

Lieb es.

Fluffy
19.05.2011, 20:49
Ich finde den Gedanken einfach nur fesselnd sowie faszinierend, also was eine anscheinende Kleinigkeit eventuell verändert hätte können. Ich befasse mich liebend gern mit der Weltgeschichte im Allgemeinen und fragte mich, frage mich und werde mich ständig fragen: "Was wäre wenn xy nicht passiert wäre."
Da lasse ich meine Vorstellung einfach umherschweifen und muss feststellen, dass doch irgendwie Alles im Endeffekt, was man sich vorstellt ... vielleicht gar nicht so toll gewesen wäre. Natürlich, wenn unzählige Faschisten nicht an die Macht gekommen wären. Seis in Deutschland, Italien, Korea etc., würde das heutige Weltbild anders aussehen. Doch wir lernen aus der Geschichte, zumindest die meisten Menschen und Länder dieser Erde.
Die USA zum Beispiel hat dazu beigetragen, dass Korea zweigeteilt ist. Nur weil sie die Demokratie ins Land bringen wollten. Die vereinigten Staaten haben zu Vieles falsch gemacht. Viel zu viel. Sie, die sie ja die Helden der Demokratie sind und waren, bringen sowie brachten nur Tot und Leid in die betroffenen Länder. (Korea, Afghanistan, Irak, Vietnam)
Deshalb frage ich mich des Öfteren.
Was wäre, wenn sich in den 13 Kolonien damals, niemals ein Widerstand gegen die britische Führung/Krone erhoben hätte. Oder Dieser nidergeschlagen worden wäre.
Das ist eben für mich persönlich, das "Lieblingsgebiet" in Punkto Uchronie.

Killerwal
19.05.2011, 21:08
Tja das ist schon ne lustige Sache. Was wäre wenn ich mich nie hier im Forum angemeldet hätte? Dann würden wahrscheinlich Unzucht, Sodomie und Ketzerei überhand nehmen und sich auf die Welt ausbreiten. ;D

Wolf Hagen
19.05.2011, 21:26
Uchronie kenne ich jetzt so nocht nicht, unterscheidet sich aber anscheinend zu einem guten Anteil von der üblichen History Fiction (Indiana Jones Filme wären dafür ein Beispiel oder Wild Wild West).

Die frage was wäre, wenn der zweite Weltkrieg nie Stattgefunden hätte stelle ich mir nie, denn das würde bedeuten, das ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht existieren würde. ;)

Ansonsten wäre auch Interessant was beispielsweise wäre, wenn der Kalte Krieg noch immer nicht vorbei wäre, weil die DDR grade so gut funktionierte, das es dort niemals zu aufständen kan, und der ganze Laden hier immernoch vereint wär, und man immernoch "den Russen" vor der Tür hätte.


By the way: Fällt eigentlich auch die Fallout Reihe in Uchronie, da sich ja dort ab dem zweiten Weltkrieg die Kultur nicht mehr weiterentwickelte, dafür aber die Technoliogie ziemlich gut?

Brookida
19.05.2011, 22:16
Jup Fallout zählt mit dazu gerade was die Atomkraft und die Entwicklung des apollo Programms und den Aufstiegs Chinas betrifft.

BubbaBear
20.05.2011, 01:40
Ich bin der Meinung das ohne Religionen viel Leid nicht passiert wäre. Angefangen bei kleinen Dingen wie Ablassbriefen, über Hexenverbrennung bis hin zu Dingen in Kreuzzug-Ausmaß

Das Problem sind oftmals mehr die Religiösen Institutionen und nicht der
Glaube an sich. Sobald Menschen durch irdische Instanzen gelenkt sind in
ihrem Glauben, lässt sich dieser Glaube dazu benutzen um alles mögliche
zu bewirken. Der Kreuzzug ist ein gutes Beispiel dafür. Die vielen Grausam-
keiten die da im Namen Jesu begangen wurden haben eigentlich nicht viel
mit dem Glauben an sich zu tun. Die am Kreuzzug teilnehmenden wurden
nur von der "irdischen Instanz Kirche" von ihren angeblichen Sünden freige-
sprochen wenn sie am Gemetzel teilnahmen. Sie haben dort jedoch nicht
weitergedacht in einer Zeit in der die Kirche die absolute Hoheit in Sachen
Glaubensfragen für sich beanspruchte und dies schon so weit in den Leuten
verwurzelt war, das nicht mehr viel Zweifel in dieser Richtung bestand.
Wäre dies anders gewesen hätten sie sich vllt. mehr Fragen gestellt und
über das Gebot von Menschen hinausgedacht.

Mysterio
20.05.2011, 06:27
Achja.... das berühmte "Was wäre, wenn"... eine lustige und dennoch hüchst Interessante Frage...

... Was wäre, wenn diese "Realität" die wir Tag für Tag erleben, lediglich ein Traum ist und wir in diesem Traum gefangen sind... oh ja ihr ahnt es... Matrix XD

Was wäre wenn es tatsächlich Parallel-Universen gäbe... würden sich dann Phänomäne wie Dejavus oder konkrete/reale Träume erklären lassen?

Oder was wäre wenn, Die Theorie von "Schrödingers Katze" vollends nachweisbar wäre und man endlich die Lösung kennen würde, in welchen Ausmaß würde das unser Bewusstsein der Realität und das Grundgefüge der Physik verändert

und so weiter...

leider meist alles Fragen, die unbeantwortet bleiben werden... Aber es ist ja der philosophische Kick diese Fragen sich nur zu stellen und dann darüber mit der gesamten möglichen Hirnkapazität zu grübeln

Ich finde solange man das "Was wäre wenn auf wirklich wichtige Dinge beschränkt, ist eine echt coole Angelegenheit und fängt nicht so an zu nerven wie z.B. "Was wäre wenn, mein Bier keine Kohlensäure mehr hat, würde ich es in dem Moment dann trotzdem trinken?"

Wolf Hagen
20.05.2011, 11:52
Mysterio:
Oder was wäre wenn, Die Theorie von "Schrödingers Katze" vollends nachweisbar wäre und man endlich die Lösung kennen würde, in welchen Ausmaß würde das unser Bewusstsein der Realität und das Grundgefüge der Physik verändert

Es gibt dazu keine Lösung. O.o

Das was du aus Helsing kennst, ist die Weiterführung eines Gedankenspieles.
Des Gedankenspieles, welches eigentlich nur Besagt, das man mit bester Wahrscheinlichkeit durch Messen das wahre ergebnis verfälchen würde.
Da wäre kein Physischer Durchbruch drin.

Oder um mal den noch Lebenden wohl bekanntesten Wissenschaftler zu Zitieren: "Wenn ich jemanden von Schrödingers Katze sprechen höre, greife ich nach meinem Gewehr!" Stephen Hawking

Was allerdings eine Interessante Frage wäre (und ein Physikalischer Durchbruch), wäre: Was wäre wenn in einem Monat Kalte Fusion endeckt würde, und sie sehr schnell Massentauglich wäre?

Mysterio
20.05.2011, 15:55
Zitat:
Oder was wäre wenn, Die Theorie von "Schrödingers Katze" vollends nachweisbar wäre und man endlich die Lösung kennen würde, in welchen Ausmaß würde das unser Bewusstsein der Realität und das Grundgefüge der Physik verändert



Es gibt dazu keine Lösung. O.o



Natürlich gibt es eine Lösung, nur sie befindet sich auf der kleinsten anzunehmenden Ebene und ist daher mit unseren heutigen Mitteln noch nicht definierbar... Momentan redet man immernoch von einer "Übergangs-phase"




Das was du aus Helsing kennst, ist die Weiterführung eines Gedankenspieles.
Des Gedankenspieles, welches eigentlich nur Besagt, das man mit bester Wahrscheinlichkeit durch Messen das wahre ergebnis verfälchen würde.
Da wäre kein Physischer Durchbruch drin.



Ich weiß, dass der gute Erwin Schrödinger diese Theorie aufgestellt hat um die Tücken der Quandtenmechanik aufzuzeigen die sog. "Wolke aller Möglichkeiten" ... Er hat damit viele Physiker von damals bis jetzt geärgert...
Aber dennoch gibt es sicherlich eine Antwort und die Physik kaut immer weiter darauf herum... die momentanen Ansätze zur Lösung, nennen sich "CERN" und sowohl die Theorie der Quandtenverschränkung sowie die "Viele-Welten-Interpretation"... Und es geht immer weiter...
ich denke wenn man es logisch betrachtet, wird es zwar in absehbarer Zeit keine Lösung dafür geben, aber ich denke das Gesetz der großen Zahlen wird gewinnen... also wird die Physik so bleiben wie immer...

aber WAS WENN Nicht... das ist ja die Frage... Mal angenommen, wir erfassen den genauen Zeitpunkt-Zustand der zerfallenden Teilchen und es ist plötzlich "überall und nirgentwo zugleich" so müsste man alle physikalischen Richtlinien ändern, weil man spätestens dann beweisen kann, dass es parallele Realitäten gäbe... und das IST eine wirklich große Angelegenheit...




Oder um mal den noch Lebenden wohl bekanntesten Wissenschaftler zu Zitieren: "Wenn ich jemanden von Schrödingers Katze sprechen höre, greife ich nach meinem Gewehr!"
Stephen Hawking



Ja ja... der gute Hawking... auch er ist letztenendes an seine Logik gebunden... klar ein Genie wie kein Zweites, aber auch er kann irren...




Was allerdings eine Interessante Frage wäre (und ein Physikalischer Durchbruch), wäre: Was wäre wenn in einem Monat Kalte Fusion endeckt würde, und sie sehr schnell Massentauglich wäre?

Ja durchaus auch eine nette Frage^^

Cody_Berry
20.05.2011, 18:25
Das Problem sind oftmals mehr die Religiösen Institutionen und nicht der
Glaube an sich. Sobald Menschen durch irdische Instanzen gelenkt sind in
ihrem Glauben, lässt sich dieser Glaube dazu benutzen um alles mögliche
zu bewirken. Der Kreuzzug ist ein gutes Beispiel dafür. Die vielen Grausam-
keiten die da im Namen Jesu begangen wurden haben eigentlich nicht viel
mit dem Glauben an sich zu tun. Die am Kreuzzug teilnehmenden wurden
nur von der "irdischen Instanz Kirche" von ihren angeblichen Sünden freige-
sprochen wenn sie am Gemetzel teilnahmen. Sie haben dort jedoch nicht
weitergedacht in einer Zeit in der die Kirche die absolute Hoheit in Sachen
Glaubensfragen für sich beanspruchte und dies schon so weit in den Leuten
verwurzelt war, das nicht mehr viel Zweifel in dieser Richtung bestand.
Wäre dies anders gewesen hätten sie sich vllt. mehr Fragen gestellt und
über das Gebot von Menschen hinausgedacht.

Nach dem Motto: "Ich mag Gott, aber seine Fangemeinde macht mir zu schaffen"

Ich wusste das dir der Post ein Dorn im Auge sein wird, und ich muss auch eingestehen das von den Meisten Religionen und ihren "irdischen Institutionen" viel gutes ausgeht...

Zum Thema "Was wäre wenn" kann ich eins mit Sicherheit sagen: Hätte ich die rote Ampel gesehen, hätte ich 750€ mehr zum ausgeben gehabt...

Es ist schon interessant über kleine Dinge nachzudenken, aber viel interessanter ist es wenn man dazu kommt darüber nachzudenken was wäre wenn große ereignisse nicht stattgefunden hätten. Keine Erfindung der Nuklearwaffen zB. oder das Ausfallen eines ganzen neuen Zeitalters. Wenn man bedenkt wie es wohl aussehen würde wenn nie die kraft hinter Dampf erkannt worden wäre? Keine Dampfmaschine, keine industrielle Revulotion, kein Strom... Würden wir immernoch bei Kerzenlicht in Lehmhäusern sitzen und unsere Felder bestellen? Oder wäre später etwas ganz anderes erfunden worden? Etwas was selbst aus unserer heutigen sicht revulotionär wäre?...

Wolf Hagen
21.05.2011, 00:07
Selbst als das Christentum noch nicht erfunden war, und Rabbiner Joshua (so ist Jesus bei den Juden... bekannter?) noch fröhlich von Hügeln gepredigt hat, haben wir ganzen Europäischen Heiden (ja, die Römer und Griechen zähl ich da jetzt mit. ;) ) und schon um irgentwelches Zeugs gekloppt.

Brauchte es noch nichtmal Religionen für.^^ Einfach nur Wirtschaftliche Interessen der Stämme / des Staates waren immer Legitimation genug.

Aber die Christen waren die ersten wirklich großen (ich glaube nach den Phönizern) die Greultaten in Namen "ihrer Herren" gemacht haben weit offensichtlich.

@ Myst: Um es dir nochmals zu erklären...

Schrödingers Katze ist und bleibt ein Gedankenexperiment, keine Wissenschaftliche Forschungsgrundlage aufgrundessen Wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden können. Ist einfach so. O.o

Kveldulfir Mondschatten
21.05.2011, 00:45
Ob sowas auch dazu gehört?
Passen zum "Was-wäre-wenn" täts durchaus.. und da es Amis sind.. befürchte ich, das diese Meldung durchaus ernst gemeint ist *ggg*

hmm.. die Amis haben ja durchaus Glück.. wenn die Welt untergeht, wären wir als erste dran.. die hinken ja mehrere Stunden hinter uns :) und wenn wir noch da sind, brauchen die sich keine Sorgen zu machen..
wir aber auch nicht.. denn hab nix davon gehört das es Australien schon erwischt hätte und China und Russland stehen auch noch...



USA veröffentlichen "Verhaltensregeln" für Weltuntergang

Angesichts der Verschwörungstheorien zum angeblich bevorstehenden Ende der Welt am Samstag haben sich die US-Behörden in Ironie geflüchtet: Die Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control (CDC) veröffentlichte in einem Internet-Blog "Verhaltensregeln" für den Fall einer Katastrophe - am Beispiel eines Weltuntergangsszenarios, bei dem Zombies auftauchen.
http://images.ui-portal.de/images/984/12836984,pd=2,h=199,w=300.jpg Ob wohl am jüngsten Tag Zombies auftauchen? © AFP (http://images.ui-portal.de/sidbabhdci.1305933684.4375.afpd6gnne9.73.ino/images/984/12836984,pd=2,mxw=720,mxh=528.jpg)
"Sie werden lachen, aber wenn es tatsächlich passiert, werden Sie froh sein, das hier gelesen zu haben", schreibt der Mediziner Ali Khan. "Und vielleicht lernen Sie ja sogar ein oder zwei Dinge darüber, wie Sie sich auf einen echten Notfall vorbereiten können."
Zwar widerspricht die Behörde den Prophezeiungen einiger Prediger, wonach die Welt am 21. Mai 2011 untergehen wird, nicht ausdrücklich. Zugleich erklärt sie in ihrem offiziellen Internet-Blog: "Es gibt keine Katastrophe, auf die wir uns nicht vorbereiten können." Im Zombie-Fall sei es zunächst einmal ratsam, eine Notfall-Ausstattung im Haus zu haben, die Wasser, Lebensmittel und all die Dinge enthält, "die Sie über die ersten Tage bringen, bevor Sie dann ein zombiefreies Camp ausfindig machen", heißt es ironisch weiter.
Für den Fall einer "Zombie-Apokalypse" versprechen die Behördenexperten zudem ihre Hilfe: "Sollten Zombies durch die Straßen schlendern, wird das CDC, wie beim Ausbruch jeder anderen Seuche auch, Ermittlungen durchführen."




Direkter Link zur Quelle : http://web.de/magazine/wissen/mensch/12836982-usa-veroeffentlichen-verhaltensregeln-fuer-weltuntergang.html#

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Das Was-wäre-wenn kenn ich ebenfalls sehr gut... ich hab mir manchmal vorgestellt, wenn es nicht ich wäre der ich bin, sondern ein anderer wäre an meiner Stelle.. wäre ich dann so wie ich bin oder ein ganz anderer und würde sich derjenige die gleichen Gedanken machen?!

Zudem machte ich mir schon als Kind Gedanken über die anderen Welten.. noch bevor ich in Fachzeitschriften davon gelesen hatte, war ich bereits überzeugt, das es mehrere Dimensionen, Welten und Universen gibt und in einigen davon existiere ich ebenfalls, genauso wie ich der Überzeugung bin, das man/ich mit diesen anderen Individuen (Ichs) dieser Welten, Dimensionen und Universen in Verbindung treten kann.. eventuell über Träume (wie es auch in diversen Wissenschaftsblättern theoretisiert wird).

Das Thema ist recht groß und durchaus interessant und ich könnte Stundenlang darüber diskutieren und mehr... darüber schreiben, das wird viele Kilometer Papier verbrauchen (oder eben Seitenlange Forenbeiträge ergeben).

MechaTikal
21.05.2011, 13:39
Ich sage nur so viel: Je mehr Gedanken man sich darüber macht, was nicht ist und auch nie sein wird, desto weniger Zeit hat man, das zu genießen, was ist und was man hat.
Es mag zwar ein interessanter Zeitvertreib sein, über alternative Zeitgeschichte nachzudenken - zu einem Ergebnis kommt man dadurch nie.
Jeder von uns hat die Möglichkeit, sein Leben aktiv zu gestalten (wenn auch vielleicht immer ein klein wenig eingeschränkt).

Phelan
21.05.2011, 15:14
Naja, Alternativweltgeschichten ...

Jede Geschichte wird erzählt, wenn nicht jetzt, dann später.

Das angesprochene Beispiel mit Jesus etwa: die Juden haben zu dieser Zeit ihren Messias, ihren Erlöser gesucht.
Und als nun dieser Wanderprediger aus Nazareth am Kreuz starb, sahen manche Juden in ihm den Christus - den lange erwarteten Erlöser und wurden so zu Christen. Und die Juden, die ihn nicht als Erlöser sahen, blieben Juden und warten heute noch.

Was wäre, wenn Jesus nicht am Kreuz gestorben wäre?
Nun, dann hätten die verzweifelt Wartenden eben jemand anderes als Erlöser angesehen - die Geschichte würde sich ändern, aber im Grund dieselbe bleiben.

Genauso Hitler: wenn man ihn per zeitreise aus dem Weg räumt, dann würde eben ein anderer seinen Platz einnehmen. Denn Hitler hat die geschichte nicht gesät, sondern er war es, der geerntet hat. Den Antisemitismus, den Hass und die Verzweiflung gab es schon vor ihm. Hitler wußte das nur für seine Zwecke auszunutzen.

Und wenn sich die 13 Kolonien nicht von England unabhängig erklärt hätten?
Amerika bestand damals zu einem großteil aus Menschen, die vor den europäischen Verhältnissen geflohen sind. Doch als sie in den Kolonien ankamen, da merkten sie, dass ihnen Europa dorthin nicht nur gefolgt war, sondern die gefühlte Unterdrückung dort noch viel stärker war.
Denn nicht nur für diejenigen, die Europa entkommen wollten, war der König weit weg. Auch die Obrigkeit genoß diese Entfernung zur Krone - und nutze es aus.

Früher oder später mußte es also zu Unruhen und einem Aufstand gegen die Krone kommen. Egal, wie man die Geschichte ändert. Die Umstände, die die Entwicklung der Geschichte beeinflußt haben, ändern sich ja nicht.

Alternativweltgeschichten sind sehr gut, wenn man sie als das sieht, was sie sind: Geschichten. Wer versucht, sie zu hinterfragen, kommt schnell ins stolpern.


Ein gutes Beispiel wird in der Verfilmung "The Time Machine" von 2002 erzählt: Dr. Alexander Hartdegen (Guy Pearce) verliert seine Geliebte und baut die Zeitmaschine, um sie in der Vergangenheit zu retten. Doch da ihr Tod erst der Grund war, weshalb er die Zeitmaschine baut, stirbt sie jedes Mal, wenn er zurück reist um sie zu retten.

Mein Lieblingsfilm in diesem Genre ist immernoch "Vaterland" mit Rutger Hauer.

Dekar
27.06.2011, 14:41
Damit das eigentlich nicht uninteressante Thema nicht ganz versackt, grabe ich es mal ganz vorsichtig wieder aus.
Ich will dabei wieder auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen, denn das Ganze hat herzlich wenig mit "was passiert, wenn ich heute Wasser statt Saft trinke?" zu tun:

Ich selbst befasse mich eher selten mit dem Thema, finde die Fragestellung aber durchaus nicht uninteressant. Wenn ich die Gedanken von anderen Leuten dazu lese, interessiert mich allerdings eher weniger, was denn anders wäre, wenn es große historische Ereignisse, wie zum Beispiel diverse Kriege nicht gegeben hätte. Unter den Umständen der jeweiligen Zeiten wären solche Ereignisse meist ohnehin kaum zu vermeiden gewesen.
Mich persönlich faszinieren dann eher die Ideen, die sich hinter den Auswirkungen sehr kleiner Veränderungen verbergen, wenn also kleine Änderungen an den vorherrschenden Bedingungen wie beim Schmetterlingseffekt langfristig große, nicht vorhersagbare Auswirkungen auf das System haben.
Dabei geht es mir meist um diejenigen Faktoren, die quasi Schlüsselereignisse darstellen.
Wenn Beispielsweise nicht Einstein den Photoelektrischen Effekt erklärt hätte, hätte eben ein anderer en Nobelpreis dafür bekommen.
Was wäre aber beispielsweise passiert, wenn die Briten den Vertrag von Verssailles nicht mitgetragen hätten? Oder wenn man sich im Friedensvertrag von 1815 nicht auf den Status Quo Ante geeinigt hätte? Oder wenn das Saarland sich Frankreich angeschlossen hätte?

Butch
27.06.2011, 19:30
Interessanter Gedanke. Meiner Meinung nach ist genau diese Denkweise fest im Fandom verankert. In den USA wird Furry-Fandom ja auch teilweise als genau das begriffen- ein Prototyp von "was-waere-wenn"- eine utopische Gesellschaft ohne Grenzen und Vorurteile. Obwohl die Wahrheit leider oft ganz und gar nicht so rosig ist.
Ich fuer meinen Teil beziehe als Hobbyautor auch aus genau so einem "Hirngespinst" eine Menge Inspiration. Auch wenn es auf aufrecht gehende Tiere mit menschlichen Eigenschaften beschraenkt ist.

Lord-Drakhan
28.06.2011, 06:42
das Thema ist echt interessant, habs nur mal so überflogen deshalb hab ich keine ahnung ob es schon genannt wurde aber was wäöhre zum beispiel wen nes den menschen nie gegeben hätte sondern es von anfang an bei den Dinosauriern geblieben wäre?
Wie hätten die sich wohl in den ganzer jahren weiterentwickelt villeicht wäre es ja so wie mann es in vielen Zeichentrickserien sieht das diese ein Kultur gegründet hätten die unserer ähnelt nur halt alles samt mit dinos^^

Skaith
28.06.2011, 13:00
Unter den ganzen "Was-Wäre_wenn"-Szenarien gibt es doch nur zwei Arten hier,
Zum einen die Leute die daran denken was wäre wenn die oder die Katastrophe nicht passiert wäre und diejenigen die sich eine Wunschwelt ausmalen die ihnen besser gefallen könnte als diese oder wenigstens in Form eines Eingeständnisses einen vermeindlich höheren Wert haben soll als diese.

All die Kriege in unserer Geschichte haben auch ihre Begründung
und dienen sogar dem Vortschritt, klar entwickelt sich der Mensch auch so weiter aber nichts hat diesen Effekt so angetrieben wie irgendeine Form der Bedrohung, es heißt doch "Verlust macht bedeutsam" der Mensch sichert nur das was er ständig verliert oder bedroht sieht darum sehe ich in Kriegen und Katastrophen nur den natürlichen Lauf der Dinge ...aber der mensch kann sich ja damit nicht abfinden weil er sich für etwas so~ besonderes hält das er glaubt ihm dürfe nie etwas, in seinen Augen böses, passieren.

Da ich jetz schon weitestgehend widerlegt habe daß das wünschen einer markellosen Welt von Vorteil wäre lass ich mir den Spaß denoch nicht nehmen mal ein Gebielde zusammen zu spinnen das wie bei jedem anderen hier auch vermutlich nur nach meiner persönlichen Ansicht etwas bringen würde.

Der Mensch is ne einzige Farce,
preist nichts höher an als sich selbst aber versteht es ebenso wie kein zweiter sein Dasein zur Hölle zu machen, nicht zwingend im Maß des individuellen Umfangs aber sehr wohl was die ganze Rasse angeht.
Hält sich für das Größte aber benimmt sich wie das Letzte,
würde man das ganze umdrehen hätte es viel mehr Sinn. Der Mensch sollte seinen Platz in der Welt erkennen und sich in selbiger einfügen und nicht versuchen sie zu dominieren, ich rede aber auch nicht von einem Öko/Hippi-Leben, alles was es brauchte wären neue Werte.

Man sollte meinen es wäre nicht so schwer das die Menschen endlich aus ihrem narzistisch bis grade mal archaisch geprägten Tümpel kriechen könnten und bei der Zielsetzung nicht mehr nur das "Ich bin allein für mich großartig" oder das "Ich bin für mein Land großartig" zu sehen sondern andlich das "Ich bin für die Menschheit großartig".

naja ich schweife ab...

Wenn es alternative Welten gibt dann hoffentlich eine in der die Menschen endlich verstehen das sich nur diejenigen als Rasse und meinetwegen Abbild Gottes bezeichnen sollten die es schaffe das Beste aus der Welt zu machen. Was bringt es wenn nur ein Land im Vortschritt aufblüht, weltweite Probleme zu lösen das wäre wirklich gottgleich. Selbst für das menschliche Ego wäre genug Platz, sollen sich doch alle darum prügeln wer unsere Rasse wohl heute mit einer neue Inovation weiter gebracht hat. Ein Mensch der weis wo er in der Welt steht und umgeben ist von Menschen die ihm notfalls helfen seinen Platz zu erkennen der braucht auch den Umweg über Gott nicht mehr um zu sich selbst zu finden.
Tja das wäre wohl meine überidealisierte Welt =P
lang und umständlich beschrieben aber ich denke die Hälfte wirds trotzdem nicht verstehen...hätte ich alle Gedanken dazu aufgeführt wäre das sicher ein seitenlanger Aufsatz geworden und ginge letztlich komplett am Thema vorbei XD

Brookida
28.06.2011, 14:47
Eine Alternative Welt muss nicht unbedingt Friede Freude Eierkuchen sein wie es sich manche Wünschen oder das Kriege nicht stattgefunden haben. Was wäre z.b wenn die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten oder der Marshallplan nie umgesetzt worden wäre. Oder solche für uns normale Dinge wie das Antibiotika nie erfunden worden währe,was übrigens reiner Zufall war.

Was währe wenn Atlantropa gebaut worden währe? Was währe wenn die Nukleartechnologie sich so weiterentwickelt hätte wie in den Vorstellungen der 50er Jahre (Bei Fallout 3 bekommt man mit den Autos einen Guten Vorgeschmack darauf)

@Skaith du musst den Jüngeren Postern hier verzeihen sie wurden noch nicht so von der Realität getroffen wie die älteren User hier.

Holly
28.06.2011, 21:19
Was währe wenn Atlantropa gebaut worden währe?

Wenn die das wirklich gebaut hätten würde unser Ökosystem schwer getroffen worden.
Es würden hier klimatische Bedingungen herrschen wie in der Wüste da es kaum noch Regnen würde.
Da im Mittelmeer mehr Wasser verdunstet als irgend wo anders.
Wenn man jetzt den Zufluss kappt oder stark drosselt funktioniert das nicht mehr.
Kurz um wie gut das es nicht gebaut wurde.

Lost
02.07.2011, 12:38
Also ich finde das Thema auch sehr interessant und habe mir schon öfters deswegen Gedanken gemacht.

Natürlich aber immer unter dem Motto Es ist so wie es ist und so ist es gut.

Ich finds vor allem amüsant, dass das Thema hier wieder so schnell auf Hitler viel. Natürlich ist das wohl eins der interessantesten Themen der Neuzeit, aber was man einfach bedenken muss...
Letztendlich hätte das Fehlen von Hitler nicht nur dramatische Konsequenzen für zukünftige Ereignisse gehabt, sondern man muss auch überlegen, wie die früheren Bedingungen anders hätten verlaufen müssen, damit so etwas nicht passiert. Sich einfach Hitler wegzudenken finde ich für meinen Geschmack etwas zu einfach. Man muss weiter zurück gehen und überlegen, welche Faktoren überhaubt die Entwicklung Deutschlands im 20. Jahrhundert beeinflusst haben und wie geändert werden müssten!

Im Großen und Ganzen glaube ich aber auch, dass ein Fehlen von Hitler nicht unbedingt mehr positives als negatives hervorgebracht hätte.
Mal von den Folgen für Deutschland direkt abgesehen, die noch Jahrzehnte unter der erdrückenden Repression durch den verlorenen 1. WK gelitten hätten, was wäre mit Stalin und der Sowjetunion gewesen.

Ein Szenario ohne Hitler, aber dafür mit einem von den Kommunisten überannten Europa will ich mir nicht vorstellen und so wäre es aber wahrscheinlich gekommen.

Aber mal ein ganz anderes Thema. Es wurde hier -glaube ich- schon angesprochen. Das Mittelalter.

Ich finde die Tragweite dieser Epoche wird viel zu oft unterschätz bzw. geht hier völlig unter.
Man muss mal bedenken... das Mittelalter in Europa ging etwa 1000 Jahre. Das Mittelalter bedeutete nicht nur einen technologischen Rückwärtsschritt im Vergleich zum Römischen Reich, sondern auch eine Zeit, in der es kaum einen Fortschritt gab. Durch das Mittelalter ging der Menschheit fast 1000 Jahre Fortschritt verloren. Wenn man überlegt, wie schnell heute die Technik vorranschreitet, kann man sich auch nur im Entferntesten vorstellen, wo wir heute sein könnten.

Ich halte deswegen auch den Untergang des Römischen Reiches, als einen der größeren Schicksalsschläge für die Menschheit!

Phelan
02.07.2011, 13:49
Immer interessant, wie viele einzelne Personen als die Ursachen für Ereignisse sehen - und nicht als Wirkung.

Beispiel Versailler Verträgt: die Frage kam auf was passiert wäre, wenn die Briten diese nicht mitgetragen hätten.
Nun, die Briten hatten keine andere Wahl. Denn sie hatten riesige Probleme in ihren Kolonien und Deutschland galt damals auch als Kolonialmacht. Und auch nach dem ersten Weltkrieg bestand die Befürchtung, dass eine starke deutsche Flotte die Briten von ihren Kolonien abschneiden könne.
Also war man faktisch gezwungen, alles zu versuchen, um Deutschland dauerhaft zu schwächen.
Ein Großteil der gegen Deutschland verhängten Repressalien gingen auf die Briten zurück, die die Versailler Verträge nutzen wollten, um ihre Vormachtstellung zu untermauern.

Gezwungene Ereignisse kann man nicht verhindern - allenfalls hinauszögern.

Wolf Hagen
05.07.2011, 15:16
Aber mal ein ganz anderes Thema. Es wurde hier -glaube ich- schon angesprochen. Das Mittelalter.

Ich finde die Tragweite dieser Epoche wird viel zu oft unterschätz bzw. geht hier völlig unter.
Man muss mal bedenken... das Mittelalter in Europa ging etwa 1000 Jahre. Das Mittelalter bedeutete nicht nur einen technologischen Rückwärtsschritt im Vergleich zum Römischen Reich, sondern auch eine Zeit, in der es kaum einen Fortschritt gab. Durch das Mittelalter ging der Menschheit fast 1000 Jahre Fortschritt verloren. Wenn man überlegt, wie schnell heute die Technik vorranschreitet, kann man sich auch nur im Entferntesten vorstellen, wo wir heute sein könnten.

Ich halte deswegen auch den Untergang des Römischen Reiches, als einen der größeren Schicksalsschläge für die Menschheit! Das Mittelalter als solches ist nicht Schuld am Verschwinden von Technologie. Die Nachfolger der Römer (Italiener DUH!) gabs schlieslich immernoch, welche mit ihrer schon recht frühen Renaissance, das Ende dessen Einleiteten.

Die Technologien, waren im vergleich zum Römischen Reich sogar noch weiterentwickelt, wenn auch die Entwicklung sehr lange dauerte.
Denn Strengenommen, waren nur "die Hohen Herrschaften" von dazumal die die von der Technologie etwas hatten, oder die Bessergestellten Siedlungen.

Die Randbereiche des Reiches waren wiederum einfach nur ein Abziehbild dessen, was herum kommt, wenn ich meine Grenzen einfach da ziehe, wo ich meine Militärbasen habe, (was im Endeffekt ja auch so gemacht wurde, zumindest war die Römische Hochkultur definitiv nicht im Antiken England zu finden oder in Bayern :P).

Wiederum muss ich sagen, das leidergottes das Schulische System mit dem Römischen Reich untergangen ist, denn ähnlich wie Heutzutage, konnten im Antiken Rom viele Leut Lesen und Schreiben, was auch notwendig war für die öffentliche Ordnung so vermute ich, während es im "Dunklen" Mittelalter (oh ihr Götter, wie ich diesen Begriff hasse) bis hin zum... naja, allbekannten Mittelalter nur das gab, was die Eltern oder der Lehrherr einem beibrachten, sofern man nicht gerade den Kirchenkreisen verschrieben hatte.
Die Mönche selbst waren im Endeffekt meist lebende Kopierer, die einen G
guten Lebensteil mit dem abschreiben und verziehren von Bibeln verbrachten.

Latein war zu der Zeit noch die Weltsprache, obwohl ihr Erschaffervolk selbst schon eine andere Sprache sprach (weiss eigentlich einer von euch wies kam das die Römer Italienisch wurden?!?). Die halt vorwiegend von der Christlichen Kirche und denen, denen sie Herrschaftsanspruch gab oder einräumte.

Von daher ist es eigentlich kaum Verwunderlich, dass Entwicklungen wie die Vererbungslehre vom Priester [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_Mendel[/url]Gregor Mendel (man muss sich mal reinpfeifen, ein Kirchenmann legt den Grundstein für Genetik. ;) ) oder Dinge wie Schwarzpulver von Kirchenleuten hervorgebracht wurden, denn sie waren Fanatisch wissenschaftliche Horter, allerdings ohne, das sie es zu jener Zeit nochgroßzügig verbreitet haben.

Erst durch Schulsysteme, konnten überhaupt erst Schrift, Wort Mathematik und andere Wissensfelder auch dem Rest der Menscheit zu teil werden, und dadurch Nutzbar gemacht werden.



Von daher kann man eigentlich Dankbar sein, dass das Römische Reich gefallen ist. Denn eben jene Zivilisation hatte schon damals ein Erst-, Zweit- und Drittweltbild eingeführt, auf ihrem eigenem "Staatsgebiet", bevor sie an ihrer eigenen überheblichkeit, ihrer ultimativen Dekadenz (wann habt ihr das letzte mal in einen Eimer gekotzt, um euch noch eine zweite oder dritte Pizza reinpfeifen zu können? ;) ) und Machtspielchen in inneren an sich selber und vielen Stämmen die die Schnautze voll hatten im inneren (Zweitweltstaaten zum heutigen vergleich) sowie dem Rest der Welt zugrunde gingen. Gegen Ende waren selbst die Cesarentreuen Prätorianer (erklärt warum die Italienischen Fashisten schwarz trugen?) selber zu einer Überausgebildeten und gut Bewaffneten Söldnertruppe (stellts euch vor, die KSK der Bundeswehr wäre anzuheuern, anstatt der Joker im Blatt der Truppe).


Living in Babylon?
Fuck it! Wir machens gleich Römisch! :D


Eine Intressante was wäre wenn frage für mich wäre allerdings wiederum, was hätte gehen können, wenn bei der Deutschen Revolution, ähnlich wie bei der Französischen, Köpfe gerollt wären, anstatt der Konstutionellen Monarchie wie wir sie hatten bis 1918 (und selbst ab da war es Demokratie an der kurzen Leine, die nix taugen konnte <.<).

Kein Bismarck, kein Heil dir im Siegerkranz und kein Pseudokolonialstatus, dafür aber wiederum Gefahren eines Bundesrates, der damals schon nach gutdünken Entschied (Nibelungentreue kam von Kanzler Bülow, nicht vom Kaiser), jedoch mit dem vorrecht auf Freie Wahlen und keiner Verbotenen Partei (damals waren die SPD auf dem Status der Piraten, nur mit mehr Wählerschaft).

Elenir
08.07.2011, 15:58
Hätte, wenn und aber...
Geschichte basiert nicht auf dem Ursache-Wirkung-Prinzip, das die Physiker so gern haben (weil es viele Dinge einfach erklärt).

Man muss schon viele Faktoren ändern, damit sich in der Geschichte überhaupt etwas ändert - sonst passt sie sich einfach an.

Beispiel: Hätte es die Person Hitler nicht gegeben, hätte irgendein anderer charismatischer Führer die Deutschen, die traditionell gerne einer Person folgen (andere charismatische Personen, denen die deutschen blindlinks vertraut haben: Bismarck, Wilhelm II., Adenauer, Kohl), erklärt, man müsse gegen die Unterdrückung des Versailler Vertrags kämpfen. Außerdem war der Krieg ein Wirtschaftsprogramm sondergleichen - vorher und nachher. Es musste so kommen. Die Amerikaner führen ja heute noch Krieg, wenn es mit der Wirtschaft nicht so läuft. Okay, aktuell einen Kapitalkrieg, bei dem alle nur verlieren können...

Der Versailler Vertrag musste auch so ausfallen, sonst hätte man es auch gleich sein lassen können. Man brauchte einen Schuldigen, man hatte ihn, man konnte sich rächen - denn damit agieren Politiker gerne. Mit Rache. Auch das war im übrigen ein Wirtschaftskrieg.

Und zu guter Letzt: Was wäre gewesen, wenn Friedrich III. nicht gestorben wäre? Nun, dann hätte wohl der Schwager gegen den Schwager krieg geführt. Auch nichts neues in der Geschichte.

Aber ein paar Anmerkungen zum Mittelalter noch:

Aber mal ein ganz anderes Thema. Es wurde hier -glaube ich- schon angesprochen. Das Mittelalter.

Ich finde die Tragweite dieser Epoche wird viel zu oft unterschätz bzw. geht hier völlig unter.
Man muss mal bedenken... das Mittelalter in Europa ging etwa 1000 Jahre. Das Mittelalter bedeutete nicht nur einen technologischen Rückwärtsschritt im Vergleich zum Römischen Reich, sondern auch eine Zeit, in der es kaum einen Fortschritt gab. Durch das Mittelalter ging der Menschheit fast 1000 Jahre Fortschritt verloren. Wenn man überlegt, wie schnell heute die Technik vorranschreitet, kann man sich auch nur im Entferntesten vorstellen, wo wir heute sein könnten.

Ich halte deswegen auch den Untergang des Römischen Reiches, als einen der größeren Schicksalsschläge für die Menschheit!
Der Untergang des römischen Reiches war eine Episode des Umbruchs. Soweit mag ich dir folgen. Ein Schicksalsschlag für die Menschheit war ein Ereignis, was ungefähr 800 Jahre danach passierte: Der Umschlag vom toleranten zum fundamentalistischen Islam.

Und "das Mittelalter" ist im übrigen Blödsinn. Es gab weder "das Mittelalter", noch war dieser Zeitraum in sich fortschrittsfeindlich - aber genauso wenig fortschrittsfreundlich, wie die Antike (die Antike kannte die Dampfmaschine - es war für sie aber nicht mehr als eine kostenintensive Spielerei).
Am Ende des 16. Jahrhunderts, was die Mehrheit heute als Ende des Mittelalters kennt, war man technologisch in einigen Bereichen nicht so weit, wie man es in der Antike schon war. Das ist richtig.
Beispiele sind:
Die Fußbodenheizung - die Antike kannte sie noch für öffentliche und luxuriöse Privatgebäude.
Im Mittelalter kannte man zunächst nur das offene Feuer, später den noch heute in einigen Gebäuden gebräuchlichen Kamin. Im Endeffekt war das im Vergleich zur römischen Fußbodenheizung sogar sparsamer und effektiver. Außerdem brauchte man im Mittelalter einen kühlen Keller, um Sachen lagern zu können - das geht mit einer römischen Fußbodenheizung nicht.
Wasser- und Abwassersysteme - sind sehr aufwendig. Die Römer kannten ja ein System aus zuletzt 11 Viadukten, um Rom mit Trinkwasser und Badewasser zu versorgen. Die Cloaca maxima war das größte Abwassersystem der Antike - ob auch das erste, weiß ich nicht, dafür bin ich kein Experte. Vieles in diesem Bereich gab es nämlich schon vor den Römern.
Im Mittelalter wurden diese Systeme nicht gepflegt, die Bleirohre geraubt, die Systeme verfielen zu großen Teilen. Als Karl der Große die Fossa carolina anlegen wollte, einen Main-Donau-Kanal, hatte er das Problem, dass die Böschung zu steil war. Das Wissen um Kanalbau war also verloren gegangen. Bereits im Hochmittelalter muss es aber wieder da gewesen sein. Davon zeugen einerseits als künstliche Wasserläufe die Stadtgräben. Andererseits ist ein Beispiel der Stecknitz-Kanal von Lübeck zur Elbe, der im 14. Jahrhundert entstanden ist. Meistens (und auch bei diesem Kanal) war es aber die Kleinstaaterei, die solche Mammutprojekte wie im römischen Reich scheitern ließ.

In einigen Bereichen war man aber auch deutlich weiter.
Der Schiffsbau wurde bedeutender und deutlich weiter entwickelt. Die Nordsee war halt im Durchschnitt stürmischer, als das Mittelmeer.
Musik entwickelte sich weiter, auch die Musikinstrumente. Für die Vielfalt der Musikinstrumente war denn auch erst das 17., 18. und besonders das 19. Jahrhundert tödlich.
Die Agrartechnik - künstliche Bewässerung mal außen vor gelassen, weil sie in Mitteleuropa keine große Rolle spielt - hat sich weiter entwickelt. So wurde der Räderpflug, der Kummet.
In der Montantechnik war es etwa der Hochofen. Außerdem wurde im 14. Jh. erstmals die Brille erfunden.

Also so wenig war das nicht.